Rekapitulation
[«] Rundgänge durchs Einsammelbuch [»]

Rekapitulation(13)
Rekapitulation(12)
Rekapitulation(11)
Rekapitulation(10)
Rekapitulation(09)
Rekapitulation(08)
Rekapitulation(07)
Rekapitulation(06)
Rekapitulation(05)
Rekapitulation(04)
Rekapitulation(03)
Rekapitulation(02)
Rekapitulation(01)

[«] (13) [»]

[# 13] Wenn man einen Schrittzähler hat und an einem geeigneten Ort ist, läßt sich das Tagesziel locker erreichen. [#] Caving, Rückzug, so wichtig, wenn einem alles zu viele wird. Oder wenn man prätentiös und zickig ist. [#] "Und Sie, sind Sie normal?" Es ist nicht ganz abwegig, sich diese Frage öfter zu stellen. Zweifel daran gehören in diesen - und sicher allen - Zeiten zur unbedingten Grundaustattung. [#] "Wann haben Sie denn zum letzten Mal Ihren Enkeln vorgelesen?" "Die sind 17, die bumsen schon." [#] "Verzeihung, nach Rotkäppchen muß ich immer aufstoßen." "Kenn ich." [#] Eine Pflegekraft neigt mitunter dazu, an eine Verschwörung der Patienten zu glauben. [#] Wieso Wehrpflicht ab 18? Olaf Schubert plädiert in einer heute-show (11/25) für 68. Manche Probleme im Gesundheitswesen klären sich dann gaaaanz natürlich. [#] Kinder können einen ordentlich auf Trab halten. Da ist es nicht verwunderlich, wenn ein Überfall eher ungelegen kommt. [#] Zu der Frage, wohin das Gebiß ist, habe ich eine ProThese.

[«] (12) [»]

[# 12] Rekapitulation einzig zur Serie "Six Feet Under", die von 2011 bis 2005 auf HBO lief.- Das Ende von allem wird vermutet und daß wir "wohl in den beschissensten Zeiten überhaupt" leben. Wie wahr. Und dabei war Trump damals noch nicht in Sicht. Dennoch beschwört Ruth Ehemann George das Weltende: "Wir reden hier vom Ende des Lebens, wie wir es gewohnt sind." Das merken wir in Deutschland inzwischen ebenfalls. Spitze auch, wie Ruth mit ihren Männern abrechnet oder wie sie mit allen Ex-Frauen von George interagiert. // Solch grandiose Szenen durchziehen "Six Feet Under". Sie eignen sich für das Thema Lebensphilosophie + Sinnfrage. "Das bißchen Schmerz zählt doch wohl nicht." - "Es kann doch nicht so einfach sein." "Und wenn doch?" // Ruths Schwester explodiert ob der Sinnlosigkeit der Welt: "Nichts geschieht aus einem guten Grund." // Claire studiert in "Six Feet Under" Kunst und spart beim Gotik-Bashing nicht mit Blasphemien: "Wenn du auf einen blutenden Jesus kotzt, hast du vielleicht die Chance auf Erlaß der Studiengebühren." // Traumähnliche Szenen gibt es einige, so das Casting einer Leihmutter oder Ricos Fantasie eines Katholiken. // Als David entführt wird, furzt die Leiche im Wagen und düpiert den Entführer. // Sehr witzig ist das Bestattungsgespräch mit den vier sich streitenden Geschwistern, die ihren Bruder zu Grabe tragen wollen. // Eine Bettszene der anderen Art zeigt eine prätenziöse Managerin mit kurzem Nervenzusammenbruch. // Daß die Gebrüder Fischer Bestatter sind, beschert uns die makabre Szene, in der einer Toten der Mund zugenäht wird. // Brendas Mutter im Disput mit ihrer Tochter, der sie zerebralen Sex vorwirft, denn "niemand hat Lust, ein Glas Wasser zu vögeln".

[«] (11) [»]

[# 11] Slapstik können manchmal auch die Schweizer. In "Tschugger" verschaffen sich die Haupthelden Zutritt zu einem mehr oder weniger bewachten Zimmer. - Waffen müssen gehandhabt werden können; andernfalls ist eine Pumpgun nicht nur potenziell gefährlich // Wenn der Pfleger eines Senioren getötet wird, ist es doch wohl nur verständlich, daß er sich Gedanken (Blutige Anfänger) um seine nunmehrige Versorgungn macht. // In "Law and Order" vergleichen die Cops Nutten und Politiker hinsichtlich der Arbeitsmoral, wobei letztere ungut abschneiden. // Im Augenblick leben, eine kluge Order für ein glückliches Leben, bedeutet auch, die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen: "Das Gestern ist ein anderer Kontinent." (Inspector Barnaby) // Bones: "Es ist schön, wieder hier zu sein." - Heimat, so wichtig! // Beim Thema Tod muß ich splitten. Beginnen wird damit, WO Leichen gefunden werden können: Holzkiste / beim Angeln, Schrank, autonom fahrendes Auto, Container (2) / Container (1), Beton. - Weiter geht's damit, WIE man sterben kann, wo in Serien viele abstruse Möglichkeiten ge/erfunden werden: Herzinfarkt beim Spagat / Fenstersturz / Stöckelschuhn / Glassplitter / Kreuz / Golfball. // 1965 eröffnete das erste vegetarische Restaurant am Kurfürstendamm in Berlin. "Ob Möhren, Gurken, Kohl, Salat oder Spinat - Gemüse wird hier groß geschrieben." Es fallen Worte wie schmackhaft, Freunde der Pflanzenkost, Petersiliencoctail und Rettichsaft.

[«] (10) [»]

[# 10] Trump macht Journalisten verbal zur Schnecke. Dagegen wirkt das "Schwätzt keinen Unsinn!" von Ägyptens Präsidenten fast neckig. // Das Ende von allem wird in "Six Feet Under" vermutet und daß wir "wohl in den beschissensten Zeiten überhaupt" leben. Wie wahr. Und dabei war Trump damals noch nicht in Sicht. // Aus dem deutschen Streifen "Heute stirbt hier Kainer" ein Dialog, der mich dauerhaft amüsiert: "Kannst du das auch mit mir machen?" "Bist du Masochist?" "Ja." "Dann nicht." "Sadist!" - Ein anderer Ausschnitt zeigt diverse Pistolen und wer hier das Sagen hat. Köstlich. // Wie man unauffällig zu einem Teammeeting kommt (The Rookie). Aus dem Gebiet Slapstik. // Nochmals Slapstik bei "Bones", wo Booth von einem Blinden eine auf's Maul kriegt. // Columbo im Regiestuhl, eine schöne Szene, bei der nicht nur dem schrulligen Ermittler schwindlig werden kann. // In der tchechischem Kinderserie "Die Märchenbraut" wird die Märchenwelt von unserer infiltriert mitsamt der eher unangehmen Begleiterscheinungen wie Abfall. // Kommissar Falke ermittelt in einer Kirche und fordert wegen akuter Verdunklungsgefahr telefonisch Hilfe an: "Du sprichst von der Mafia?" "Nein, ich spreche von der katholischen Kirche." (Tatort "Schweigen") // Pro Israel oder/und pro Palästina ist immer schon die Frage gewesen und sorgt für kulturellen Schlamassel, aber auch vehemente Parteiergreifung. // Ein tätlicher Messerangriff in Zeitlupe aus "Knives Out - Mord ist Familiensache, der anders als erwartet endet. // Der französische Regisseur Jean-Pierre Jeunet schuf mit "Bigbug" eine Dystopie, in der Covid 50 für eine halbjährige Ausgangsperre sorgt. // Auf'm Klo, auf'ner Frau - kruder Vergleich zwischen einem Klogang und Sex mit 'ner Frau in "Der letzte Zeuge", einer Speerspitze des deutschen Krimis aus den 90er mit dem leider viel zu früh dahingegangenen Ulrich Mühe. // Hitchcock läßt in der Mysteryserie "From" mit einer Reminszenz an "Die Vögel" grüßen. // In "Will Trent" gesteht ein Verdächtiger, Drogen genommen zu haben, meint damit aber Lipidsenker und Magenschutzmittel. Der immer gut gekleidete Ermittler kann eine Situation und seine Partnerin gleichzeitig eine Bombe entschärfen, eine offenbar sexuell stimulierende Situation.

[«] (9) [»]

[# 09] In der Soko Stuttgart wird das Pendeln mit der S-Bahn als Lost time, als "tägliches schwarzes Loch" benannt. // Geil, TJ Thyne, der in Bones für seine Verschwörungsneigung bekannt war, wird in The Rookie nochmals als Gast-Esoteriker gezeigt. // Was in Zukunft mit (Musik)Kritiker geschehen könnte, demonstriert düster=lustig die Serie "Fallout". An anderer Stelle offeriert der diensthabende Roboter dem Opfer, welches sich zwischen "Tierpipi oder Vergewaltigung" wähnt, Organe zu entnehmen. // Männer müssen ja überall draufdrücken, selbst wenn die Funktion wie hier in "The Rookie" unklar ist, // Selbstredend sammle ich besonders reichlich Material zum Thema Alter, Pflege, Sterben und Tod. Schließlich bin ich ein lebensbejahender Mensch. Im Polizeiruf 110 "Untsterblich" redet einer von der Endstation Pflegeheim und fragt "Warum sterben nicht die Arschlöcher?". Daß in Würde alt werden keineswegs die Regel ist, gilt auch in UK (Mum). Vorbereitung auf das Unvermeidlichen nennt man hier die Geriatrie. In "Dead like me" findet Georgia alte Menschen zu langsam // In Märchen gibt es gute und böse Feen. In Torchwood eindeutig nur böse und häßliche. Nebst Kugelfische im Cabrio. Brauchen wir uns nicht zu wundern, schließlich ist Torchwood ein Spin-off von "Dr. Who". // Dochdoch, die Serie "Dr. Who" hat so ihre Momente. Auf dem Schlachtfeld mit Handminen lacht keiner. In einer Episode wird derjenige, der nicht lächelt, gnadenlos durch wild gewordene Roboter pulverisiert. // "Wir sind 100 km weiter als da, wo Jesus seine Sandalen verloren hat." Oder, wie wir in den 80ern sagten: JWD; und heute ist es eben das Funkloch. // Legendäre Szene aus Monty Pythons "Ritter der Kokosnuß": "Ich bin noch nicht tot. Ich würde gerne etwas spazieren gehen." // Die Internierung von Flüchtlingskindern, getrennt von ihren Eltern, ist herzzerreißend in "Law and Order SVU". Kommentar: "Willkommen in Amerika!". // In der britischen Satire "Spitting Image" wird uns glaubhaft versichert: "Die Zukunft sieht rosig aus". Wenn Politiker das sagen...! // "Brust oder Keule" gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Slapstickalarm. Louis de Funes betätigt den Lichtschalter eines Keller, so daß Leute reihenweise die Treppe herunterstürzen. Als eine Frau an einem Kronleuchter baumelt, erweist er sich als einfühlsamer Mensch mit orthopädischem Genius. "Köstlich", als er gezwungen wird, nicht mehr taufrische Schnecken zu essen. Seinen Angestellten gegenüber erweist er sich als fähiger Motivator. Und als er mit Geschmacksverlut im KH liegt und eine Spritze kriegen soll, ziert er sich.

[«] (8) [»]

[# 08] Götz George in der Serie ""Der Kommissar". Dieser Duktus, diese schauspielerische Verve damals. Wie aus einer anderen Zeit. // Mit Alfons Zitterbacke durch den Konsum, Käsecreme und Hundekuchen. Erinnerungen aus Kindheit & Jugend. Siehe auch Thema DDR. // Zumeist wird vom Trinken abgeraten. Angesichts dieses Spinners in "Agatha Christies Das fahle Pferd" gibt's allerdings eine glasklare Trinkempfehlung. Im gleichen Streifen ein gespenstischer Straßenumzug mit Maskierten und, noch schlimmer, Kindern. // Im ewigen Kampf, ob nun aus religiösen oder anderen Motiven, muß man Partei ergreifen Unentschiedenheit gilt nicht mehr. Auf in den Kampf! // Solch grandiose Szenen durchziehen "Six Feet Under", weshalb ich mehrere zur Lebensphilosophie und zur Sinnfrage zähle. "Das bißchen Schmerz zählt doch wohl nicht." - "Es kann doch nicht so einfach sein." "Und wenn doch?" Was man IMMER tun kann gegen Schmerz und Verzweiflung: Lachen (Father Brown) // Eine Blumenlieferantin plaudert von ihren Plänen: "Eigentlich wollte ich Gerichtsvollzieherin werden. Naja, Hauptsache, man kann etwas Freude bereiten." // Frustabbau / Bei der Psychotherapie besprachen wir Skills, um Spannungen regulieren zu können. Es gibt immer tolle Gründe für seinen Frustabbau, wie Faber im Tatort E1262 "Cash" zeigt. // Tolle Folge mit Colin Hay und "Overkill" bis zum Overkill und obligatorischen Szenen im Leichenschauhaus. // Gerne wiederhole ich mich. Die britische Anthologieserie "Inside No.9" ist in Sachen Überraschung, Abgedrehtheit und Kreativität ein Muß. // Geht es jemandem zu gut, gibt es die App "Deprimizer", die einen garantiert runterzieht. // Stille Nacht bei den Nazis: "Adolf Hitler für Deutschlands Geschick, Führt uns zu Größe, zu Ruhm und zum Glück," "Unser Führer für deutsches Land, Von uns allen die Sorgen er bannt."

[«] (7) [»]

[# 07] Die Sehnsucht nach draußen, auch und gerade aus dem Drecksloch Leipzig heraus, Sehnsucht nach eigentlich - allem, konnte ich gut nachvollziehen. // In der Soko Wien eine filmisch schön gemachte Szenerie möglicher Tathergänge unter Beteiligung auch der Opfer. // Der einst verbotene DEFA-Film "Fräulein Schmetterling"(1965/66) wurde rekonstruiert. Das Drehbuch schrieben Christa und Gerhard Wolf. Poetischer Film mit Traumsequenzen - "Wie soll man als Busschaffner die Sonne finden?" // Die nette Begrüßung würde ich gerne für unliebsame Zeitgenossen als Standardoption parat haben. // Wunder der Natur in CSI Vegas. Anhand einer Todessspirale von Ameisen philosophiert man über Konformismus und Abweichung. // Bei den FilmSpecials sind ein paar Szenen aus "Life on Mars", die die 70er Jahre hochleben läßt mit allen Klischees und Deutlichkeiten. "Schwul wie tausend Priesterseminare." Der Autogurt wurde in Deutschland erst Mitte der 70er Pflicht. In UK hätte er ebenfalls gute Dienste leisten können. "Erst gurten, dann spurten". // In "Sörensen hat Angst" brilliert Bjarne Mädel. Einer Kollegin schildert er, was Angststörungen sind. Großartig! Überhaupt, wie lakonisch Mädel spielt, hier in der Szene, als ihm jemand 'ne Knarre an den Kopf hält. // In der Medizin treten Maden zweifach in Erscheinung. Zum einen bei fortgerschrittenen Infektionen (The Good Doctor); zum anderen beim Einsatz steriler Maden (Atlanta Medical) zur Wundheilung. // In "The Good Doctor wird Schabbes am Krankenbett gefeiert. Außerordentlich berührend und in Zeitlupe, mit Musik hinterlegt.

[«] (6) [»]

[# 06] "Murdoch Mysteries" ist eine kanadische Krimiserie, die am Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, so daß öfter technische Neuerungen in die Handlung eingebunden werden. Beim Zahnarzt allerdings muß man noch gehörig leiden. // IN ST Voyager S07E07 (Körper und Seele) tauschen Seven of Nine und der Doctor den Körper. Der Doctor kommt zu einer Freßorgie, echauffiert sich in Gestalt Sevens wild gestikulierend und geißelt schließlich deren asketische Prinzipien. // Die heute-show zur Lage in diesem Land sieht rot für das Ampelmännchen und ließ Robert Habeck um Fachkräfte werben: Come to Germany. // Über Chinas Kulturrevolution berichtet ein Reporter: "Es ist für einen Europäer unbegreiflich, wie die Menschen das ertragen können, ohne tollwütig zu werden unter dieser ständigen Behämmerung des Hirns" // Loriot und Diogenes-Verleger Keel mit einer Charles-Adams-Sparbüchse. Die Doku zum 100. Geburtstags von Loriot ist noch online. // Claire studiert in "Six Feet Under" Kunst und spart beim Gotik-Bashing nicht mit Blasphemien: "Wenn du auf einen blutenden Jesus kotzt, hast du vielleicht die Chance auf Erlaß der Studiengebühren." // Unter Sinn des Lebens subsumiere ich kluge Aussagen und alle Arten von Wegweisungen auf der Sinnsuche. Erfüllungs- und Glücksmomente gibt es selbst für Atheisten (Doktor Ballouz). // Im Polizeiruf 110 "Bonnys Blues" wird der Kötzschenbroda-Express (1947) angestimmt. Wer weiß schon, daß Udo Lindenbergs "Sonderzug nach Pankow" darauf basiert. Das Original ist Glen Millers "Chattanooga Choo Choo". // Coole Comicanimation in Criminal Minds. Schwarzweiß, Blut, Regen, alles beisammen. // Legendäre Filmszene mit Robin Williams als Patch Adams und der wichtigen Frage. "Wie begrüßt man Hitler?".

[«] (5) [»]

[# 05] Liebe zu Tieren, speziell zu 1 Hündchen, erwacht zu Beginn im schrulligen Ermittler "Will Trent" // Die finale Episode von The Quest (The Librarians) ist orwellmäßig stark und sehenwert. Toller Abschluß! // In "The Man Who Fell to Earth" mischt sich ein Außerirdischer unter normale Menschen auf der Erde und erlebt das, was Menschen Freude nennen und was menschliche Vielfalt ausmacht. Ich liebe diese Stellen! // In "The Orville" begegnet die Crew einer zweidimensionale Zivilisation und ist angemessen fasziniert. In freien Stunden genehmigt man sich ein gutes, freilich zähflüssig-braunes Gesöff namens Obsada: "Wenn der schon so aussieht, wenn er reingeht, habe ich ja Angst, wie er aussieht, wenn er rauskommt." - Zudem kommen die Mocklaner auf den Geschmack von Zigaretten. // Eine obstbasierte Ernährung macht nicht zwangsläufig friedfertig. // Rabiate paramilitärische Ausbildung von Kindern in Russland. // 1967 lief Dreizehn Briefe, worin in 13 Episoden ebensoviele Geschichten erzählt werden. Aus heutiger Sicht ein Zeitzeugnis aus einer ziemlich fremdartigen, fernen (schwarzweißen) Welt. In "Mord im Stadtpark" steht ein Obdachloser vor Gericht. // Zwei Klassiker von Otto, die ich nie müde werde zu hören: "Es wird Nacht, Senorita" und Rotkäppchen // Weil Maximillian Buddenbohm sich zurzeit dem Trend, sich dem analogen Dasein zuzuwenden, ähm, zuwendet, eine apologetische Szene aus "Professor T.", die die Varietät da draußen vor der Tür feiert. // Kleiner Sketch in Sächsisch über jemanden, der unsere Gesellschaft untersucht: Keene schöne Arbeit. Daß die Deutschen bei den Briten nicht allzu beliebt waren, thematisierte schon "Fawlty Towers": "Deutsche hassen, Frauen lieben!" Allerdings sind Ressentiments gegen uns nicht ganz unbegründet, wenn man bestimmte politischen Ansichten betrachtet: "So kann's doch nimmer weitergehen mit dem Gesocks".

[«] (4) [»]

[# 04] Nachdem sich mehrere Ressourcen zum Thema angesammelt haben, gönne ich dem Krieg 'ne eigene Rubrik. Mit dabei eine Szene aus der Kafka-Serie über die Kriegsbegeisterung 1914, einen Rant gegen den Krieg aus Doctor Who, einige Cartoons (u.a. Der Sieger des Krieges), das berührende Scheiß Krieg! eines Zeitzeugen, Matthias Claudius' "Kriegslied" und mehr. // Es ist ein Bankkunde, soll ich rangehen?" "Auf keinen Fall!" // Belege aus der Krebsmedizin in Serien über Onkologie (Law and Order) und in einem Gespräch während der Autofahrt über Chemotherapie ("Dead to me"). // Bei Rants (Wutreden) aus "München Mord" einen Rant gegen Veränderung bzw. Plädoyer für Beständigkeit. Als letzten Rant hatte ich aus "Boston Legal" ein Wettern gegen Schrott-TV. // Komödiantisch wird in "A Million Ways to Die in the West" von 2014 auf die Anfänge der Fotografie eingegangen und was dabei schief gehen konnte. Irre komisch ist auch die 1-Dollar-Szene. "Wirst du wohl den Hut abnehmen, das is n' Dollar." // "Glauben Sie an Gott? Auf einer Skala von 1 bis 10"? - "6,3". Leider nirgends notiert, aus welchem deutschen Krimi das ist. Apropo Kleriker. Als ich mich damals entschloß, Priester zu werden, bedurfte ich keiner solchen Werbung: "Komm zum Altar, Alter!"

[«] (3) [»]

[# ] "Tsunami, Kreuzigung, Holocaust!" ist in Boston Legal der Zwischenruf, der eine exaltierte Frau zur Räson ruft. // Analog zum Sujet Alkohol wird der Tod inhaltlich ordentlich zu Buche schlagen. Beginnen wir mit der klitzkleinen Entflammung aus "Dead like me", aus der ich gestern die Brutto/Netto-Szene vorstellte. // Apropo Tod: Warum eine irische Beerdigung 3 Tage dauern soll. Spoiler: Es hat etwas mit Alkohol zu tun. // Monty Pythons Märchenstunde verläuft wenig kindgerecht. // Die heute-show näherte sich dem Tabuthema Kinderarbeit. Jede noch so kleine Hand wird gebraucht. // Neben Alkohol und Tod wäre Mord ein drittes, seitenfüllendes Thema. Mit und ohne viel Blut. "Doch kein Nasenbluten" aus "Cold Case". // Ob eine Serie aus den USA kommt, kann man u.a. am Grad der Nacktheit (Blackwater) ermessen. // Franz Hohlers Der Weltuntergang (Langfassung) ist visionär und darum heute um so beeindruckender. // Herbert Grönemeyer begreift das Altern als Wachtum, womit er thematisch hierher gehört. // Bei den Kuriosa, der Sparte für besondere, auffällige Meldungen von Ereignissen, Leistungen, Aktivitäten), hält die Moscheemieze Einzug. // In "Agatha Christie's Poirot" stutzt der geschniegelte Hercule Poirot seinen Friseur zurecht, weil er angeblich die Koteletten ungleich geschnitten habe.

[«] (2) [»]

[# 02] Makaber geht es in der Serie "Dead to me" unentwegt zu. Leichen können ZNBV sein. // Kinder werden in (US)-Serien/Filmen nicht selten Kumpel genannt und es geht betont jovial zu. Auch beim Splitter entfernen // Daß Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" nicht eben ein Pageturner ist, greift die Soko Wien auf, indem der Ziegel als Handyversteck herhalten muß. // Alkohol landet freilich unter Drogen und generiert als gerne genommenes Sujet entsprechend Content, wobei ich den Frachtraum entladen für Kotzen nicht kannte. Mechthild Grossmann kann nicht nur Staatsanwältin im Münsteraner Tatort, sondern brilliert in "Die Chefin" als herrliche Schnapsdrossel. Adele Neuhauser vergreift sich gar an Meßwein. // Drogen wieder, Morphium, in der Krebstherapiem oder als Lifestyle. Der reichliche Stoff ("Law and Order") kann einem durchaus das Hirn vernebeln ("Dead to me"). Und: Süchtige kommen immer wieder, weiß man in Scrubs. Wir nennen sie Wiederkehrer bzw. Drehtürpatienten.

[«] (1) [»]

[# ] Bei der Durchsicht kommen mir mitunter Gedanken und Einfälle zur weiteren Verwurstung: Corona ist schon so lange her und gut verdrängt, daß die Testungsszene aus "The Good Doctor" inzwischen angemessen fremdartig wirkt. Ebenso aus "Atlanta Medical", als eine NIV-beatmete Schwester den Ärzten noch sagen muß, wohin welche EKG-Elektroden kommen und der Monitor zu bedienen ist. // Die Diskrepanz zwischen Brutto und Netto aus "Dead like me". // Der Kernkraft stand man in den 70ern noch deutlich wohlgesonnener gegenüber. // Die Farbe Altersheimgrün ließe sich bestimmt so mittelgut vermarkten. // Aus der Psychotherapie erinnere ich die bei und von vielen geäußerste Erfahrung, sich stets automatisch das Schlimmste auszumalen, ein nicht eben seltener Bias. // Wie Männer in Dänemark in den 50er Jahren in die Krankenpflege kamen, erzählt die Serie "The New Nurses - Die Schwesternschule". Patienten wurde damals entlaust, was im Unterricht praktisch geübt werden mußte. Und daß Rauchen etwas mit erektiler Dysfunktion zu tun hat, war damals noch nicht so klar. // Über "Die grünen Handschuhe" postete ich heute Morgen bereits. // In der österreichisch-deutschen Serie "Totenfrau" geht es recht haarig zu. Am schaerlichsten fand ich, als Brünhilde der vor ihr liegenden Leiche den Mund zunähte, als sie den Priester abfackelte oder als sie einen Widersacher im KH mit einem Infusionsschlauch erdrosselte.

[«] In Bitternis getränkte Bejahung des Lebens. [»]