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Einsammelbuch (85)
 [«] Miszellen eines Monomanen [»]

Sonntag, 6. September 2026

[12:57] "Die AfD will ein Deutschland, wie es früher einmal war. Gerne. Denn früher gab es keine AfD." - "Wie werden wir die Nazis los? Wir erzählen den Chinesen, dass die Hoden von AfD-Politikern potenzfördernd sind." (Kiezschreiber)

[11:58] Der Liedsänger bewältigt Probleme: "Problema bedeutet nämlich soviel wie Aufgabe. Folglich sind Lebensprobleme nicht in erster Linie, wenn einem die Frau wegläuft oder man erst gar keine findet. Sondern die Aufgabe, die damit verbunden ist, nämlich eine Familie gründen, sich fortpflanzen. Dass das wiederum immer mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, ist unbestritten. Das ist dann die Problematik. Es ist aber eben nicht das Problem. In meinem Fall können wir es als gelöst betrachten, wenn "gelöst" überhaupt das richtige Wort dafür ist. "Bewältigt" wäre vielleicht zutreffender, klingt aber auch nicht schön." Obwohl, Partnerin gefunden = Problem gelöst/bewältigt? Böse Zungen wurde auch ein "überwältigt" in Erwägung ziehen.

[11:40] Eigentlich kann ich doch beim 5. des Monats mitmachen, fällt mir gerade ein. Ich bereite es mal vor. Frau Brüllen lädt allmonatlich am nämlichen Tag zum Tagebuchbloggen ein und listet alle Mitschreibenden auf. Die Tradition läuft unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag).

[11:22] Routinen sind Routinen und bleiben so! "Ausgerüstet (...) mit einer zweiten Sporttasche. In der ersten sind nämlich die Schwimmsachen und Umpacken kann ich nicht von mir erwarten." (Novemberregen)

[10:25] Bei der Landlebenbloggerin lese ich stets herzerwärmende Artikel. Auch der Freundeskreis Huhn wird auf den neuesten Stand gebracht. [#] Sehr gelacht über den Klang von Sprachen für Nichtmuttersprachler. [#] Frau Klugscheißer greift das Thema Reisen auf, erzählt aus dem Leben einer Flugbegleiterin und über den von mir erstmalig gehörten Ausdruck "Layover". [#] Ein bißchen Nostalgie darf aufkommen, wenn Onkel Michael in "Das verlorene Netz" "unser" Internet von damals mit dem von heute vergleicht. [#] In meine Namensammlung Frederik! aufgenommen. [#] Zwei Kurzvideos zu Erfahrungen. Erste und immer wiederholte Erfahrungen.

[09:48] Tagesordnungspunkt Einzugsfete im Westen Leipzigs. Ich ritt mit meinem Pferdchen in den Sonnenuntergang fuhr Mit TRAM 8 nach Lindenau (Credestraße), das ist einmal die Stadt zu durchqueren. Sellerhausen = Osten gen Lindenau = Westen, Leipzig quergeschnitten, quasi Äquatorumrundung. Von der Gastgeberin in der nagelneuen Wohnung empfangen, über diese und die Mietpreise gestaunt, Wohnungsrundgang, klar, alles so neu, so sauber, so weiß. Ich ermunterte meine Freundin, sie zügig einzuwohnen, damit sich die Musealität abwetzt und Ecken und Kanten entstehen, die eine Wohnung mit der Dauer der Nutzung anheimelnd und heimatlich macht. Solch eine Neuwohnung ist wie ein Blankoscheck, der erst ausgefüllt ist, wenn der erste Kratzer oder Fleck die Unversehrtheit ablöst. Ich habe keine Zweifel, daß es meiner Freundin gelingen wird. Sie hatte den Mut, eine schwere Lebensentscheidung zu treffen und innerhalb weniger Monate zu stemmen und kann jetzt die Früchte genießen und einen neuen Lebensabschnitt beschnuppern. Wir waren zünftig essen in der Gartenkneipe "Zur Klinke", in der ich kürzlich erst war, damals nur Kesselgulasch essen konnte, damit im Magen für den Abendtermin beim Georgier Platz bliebe. Gestern jedoch das Bierbrauerschnitzel. Wunderbar. Ein mit Sauerkraut gefülltes Doppelschnitzel, Bratkartoffeln und ein Fleischspieß, rustikal und genau mein einfacher Geschmack. Dem Selterstrick fiel jemand anderes zum Opfer; ich griff gleich zur Himbeerbrause, meinem als alter, aber trockener Säufer in der Gastronomie bevorzugten Getränk. Ich fläzte danach im Freßkoma auf einem Sessel, der diesen Namen verdient. Im ausgewogenen Verhältnis gab es zwei Sorten Bananenbrot mit Schlagsahne, wovon auch mein Vater heute profitieren wird, das uralte Leckermäulchen und ausgewiesener Kuchenspezialist.

[09:45] Ein ungewöhnlicher Tagesordnungspunkt, zumal um diese Uhrzeit, war die Erfordernis, einkaufen zu fahren. Keine Lebensmittel, sondern ein kleines Geschenk für jemanden, die am Abend eine Einzugsparty schmeißt. Sie liebt die Farbe Blau. So war mein erster Impuls, am Augustusplatz auszusteigen und im Edeka (im alten Hauptpostgebäude) zu gucken. Reizvoller Blickwinkel, der mir offenstand, indem ich nur nach blauen Artikeln suchte. Und dermaßen fündig wurde, daß die Entscheidung und Beschränkung mehr Zeit beanspruchte als die Sichtung. Nebenbei fiel mir auf, daß alkoholfreie Biere fast durch die Bank weg blaue Etiketten haben, ausgerechnet die Biere, die für diesen Zustand am unnützesten sind (Foto wird nachgereicht). Mit den blauen Geschenken im blauen Edeka-Stoffbeutel zu Kaufland für Getränke und Brot.

[06:52] Moin!: Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 3918. // Logbuch / Tagebuch (Blau & Banane) / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Samstag, 5. September 2026

[15:24] Mein letzter Besuch eines Technikmarktes liegt Jahre zurück. Meine Kopfhörer haben nach 6 Jahren den Geist aufgegeben. Um unterwegs in den nächsten Tagen nicht auf die Routinepodcasts verzichten zu müssen, ging ich zu Mediamarkt. ALTER! Ich fand keine "für mich normalen" Kopfhörer. Conrad ist aus der Stadt verschwunden, Mediamerkt hat Saturn plattgemacht. Der einfachste In-Ear-Kopfhörer, für den ich einen Mitarbeiter als Blindenhund verpflichten mußte, kostet 9.- Euro. Überall nur modernste Technik, Bluetooth hier, Bluetooth da. Keine Zeit, mich auf den neuesten Stand zu bringen. Den letzten Übergangskopfhörer hatte ich mit 3,99 Euro in Erinnerung. Die Zeit bewegt sich für uns Ältere bekanntlich schneller, die Preise machen es ihr rekordverdächtig nach. Der 2020 gekaufte Billighörer von Philipps war der zweite dieser Art und leistete mir zuverlässig und treu Dienste wie sein Vorgänger. Möge seinem Panasonic-Nachfolger, der dritten Generation, ein ebenso langes Leben beschieden sein. Mediamarkt jedenfalls hatte so etwas Simples nicht im Angebot. Nimmt nicht wunder, daß ich so wieder mein Amazon-konto bemühen mußte. Zu schämen brauche ich mich nicht. Ich bin Minimalist und gehen SEHR selten einkaufen und bekomme Päckchen nicht aus China von Temu oder Shein. Nur das einzige Abonnement, welches ich seit 1991 habe, wird quartalsweise als Buchsendung zugestellt. Oliver Nölting (37), Deutschlands prominentester Frugalist, will mit 50 in Rente gehen. Frugalisten vermehren ihr Geld allerdings auf dem Kapitalmarkt und sind firm mit Anlagen, wo ich meine Zeit und Energie nicht reinstecken wollte und will, so daß ich vom Frugalismus nur den Minimalismus immer schon verinnerlicht hatte. Oliver begann seinen filigranen Finanzplan als Student. Für mich stellt sich vor allem die Frage, wie man sich mit der Krankenversicherung arrangieren soll, die man, wenn man aus dem Erwerbsleben austeigt, selbst bezahlen müßte.

[12:51] "Ich denke gerne. (...) Mein innerer Dagobert freut sich immer wieder, dass es ein so sensationell günstiges Hobby ist." (Herr Buddenbohm)

[12:48] "Ins Bett zum ausdauernden Röhren einer Gebärenden durchs offene Fenster der benachbarten Klinik." (Frau Kaltmamsell) - Wenn ich einschlafe, röhrt nur das Smarphone mit DWDT.

[12:45] "Meine Großeltern erlebten die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg. Aber auch die heutige Jugend steht vor großen Herausforderungen: Laktoseintoleranz und Nussallergie." (Kiezschreiber)

[12:37] "Wir reden über Beziehungen und stellen fest, dass wir komplett andere Vorstellungen haben. Zwar habe ich nichts von dem, was in ihren letzten Beziehungen zum Scheitern führte, zu bieten, aber dafür ganz spezielle Eigenschaften, um Frauen zu enttäuschen." (Dr. Schwein)

[12:35] "Der Mittwoch war noch einmal ein Tag mit besonderer Problemverdichtung. Man (...) hat zwar als nichtreligiöser Mensch dabei keine Ahnung von der Urheberschaft an diesem Kleinkunstwerk des misslingenden Alltags, man kann die Mühe, die sich da jemand im Zusammensuchen und Aneinanderreihen der Desaster gibt, aber doch zumindest am Rande anerkennen." (Herr Buddenbohm)

[08:41] "Für ein paar Minuten scheint es mir sehr plausibel, dass die Sonne wirklich etwas heller und heißer im Himmel steht als sonst und dass das nichts anderes bedeuten kann als ihre bevorstehende Explosion, die verheimlicht wurde, damit keine Massenpanik ausbricht, bis die Ozeane verdampfen. Dann erwische ich endlich das Etui mit der Sonnenbrille unter den Einkäufen." (Elchgeweih) - Neues Blog mit einem minimalistischem Design entdeckt. Mein Neid flackert mal kurz wieder auf wie damals bei Fefe. Aber stilistisch und thematisch ansprechend.

[08:18] "Nutzen Blogger KI" geht als Diskussionsthema zurzeit umher in Europa Deutschland. Ich möchte mich hiermit offiziell entschuldigen, daß ich nie transparent gemacht habe, daß meine Haushaltsabrechnung mittels Taschenrechner erstellt wurde, daß ich zum Schuhe anziehen einen Schuhlöffel verwende, daß ich, bevor ich heute Nachmittag auf eine Einzugsfete gehe, die alte Leipzigkarte verschmähe und die Destination lieber mit Google Maps vorher ausspähe. As for me, an meine Haut kommt nur Wasser und CD, an das, was ich einsammle, brauche ich selbstverständlich KI. Gemini & Co bildet mich weiter in Sachen HTML und CSS. Wenn ich mit dem Layout verzweifle und irgendein Element partout nicht dort angezeigt wird, wohin ich es gerne platziert hätte, lasse ich die KI Korrektur lesen und Vorschläge machen, die ich dann selbst ausprobiere und bei Gefallen meinen Code verbessert habe. Bezüglich Sprachen lernen muß es gar kein Entweder-Oder sein. Natürlich werden wir bald alle einen Stöpsel im Ohr haben und uns synchron übersetzen lassen. Trotzdem glaube ich, daß Menschen weiterhin Sprachen lernen und daß KI dabei phänomenal nützlich wäre, nämlich als intelligenter Begleiter des Lernprozesses. Sie kann das Sprachen lernen planen, Vokabeln abfragen, erkennt die Schwachstellen und kann gezielt die Programmatik und Methodik anpassen. Gerade wenn man selbst zuhause Sprachen lernen will, ist man didaktisch durch eine KI bestens gerüstet. Für Begabte ein Kinderspiel, seinen Schatz zu erweitern. Also, meine Güte, haltet es mit der KI beim Bloggen, wie ihr wollt. NUR: Belästigt mich nicht mit langweiligem Inhalt! Egal, wer den verfaßt hat, der Blogger oder dessen digitaler Papagei.

[07:44] Moin!: Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3917. // Logbuch / Tagebuch (Kopfhörer und Frugalismus) / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Freitag, 4. September 2026

[08:55] Bei Herrn Buddenbohm kommentiert: "'Jemand müsste mal...' wird Frau Kaltmamsell gefallen, weil: heutiges Thema. - Krankenhaus ist mein Fachbereich. Ich ahne, was mit Verletzung der Menschenwürde gemeint sein könnte. Bei professionellem Wohlwollen von Ärzten und Pflegekräften erlebt der Patient oft eine ruppige Routine, derer wir uns nicht bewußt sind. Zeit für lange Erklärungen ist kaum, die Abläufe müssen sitzen. Während der Patient bestenfalls liegt; Patientensuche, eine sportliche Sonderform im Beruf. Wenn ich manchmal außerhalb des Dienstes auf Station bin und KollegInnen bei Verrichtungen am Patienten zusehe, wie sie einen Patienten säubern oder sonstwie transferieren und betten, ist schon eine gewisse Handfestigkeit dabei, eine, wie eine Münchener Bloggerin sagen würde, Zackigkeit. Aber hoffentlich stimmt meine These nicht und die Mutter erlebt in einer fremden Umgebung "nur" ihr Alter. Abseits der Häuslichkeit machen Patienten solche Erfahrungen. Und wo sich verloren geglaubte Wertgegenstände befinden können, ist ein running gag, wobei das running auf Seiten der Pflegekraft ist und der Gag sich weder dem Patienten noch ihr erschließt. Sachen, von denen Patienten felsenfest behaupten, sie müssen irgendwo abhanden gekommen sein, finden sich gerne in einer Seitentasche oder dem Kulturbeutel wieder, manchmal auch unterm Patienten selbst oder in einer irren Bettfalte. Oder dem Schrank eines dementen Mitpatienten. Tägliches Geschäft, unbezahlbar." Der Satz "Mit einer heilen Krone kommt niemand durch die Jahrzehnte" denkwürdig.

[08:15] Moin!: Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3916. // Logbuch / Tagebuch (Blutvoll) / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Donnerstag, 3. September 2026

[09:02] Ob der Liedersänger flunkert? Nein, gibt es tatsächlich. Helfer (Gadget) beim versuchten Handyverzicht (Digital Detox): Kerzenständer mit abgeschrägter Standfläche. Damit er stabil steht und die Kerze nicht tropft, paßt exakt ein Handy drunter. THX! Sofortigst in die geliebte Kategorie.

[08:10] Bei Claudia Klinger im Posting "Diffuse Angst" kommentiert: Ich bin ehrlich froh, schon 60 zu sein. Mein Leben verlief äußerlich unkompliziert, ja reibungslos. Schule, Abitur, Fachausbildung, 37 Jahre Pflegearbeit. Letzte Bewerbung - und die einzige in den neuen Zeiten war 1990. Wenn ich an den Hickhack denke, der mit Arbeitsplatzverlust/wechsel, Arbeits-Sozialämterstreß denke, macht mich das sehr, sehr froh, dem nicht ausgesetzt gewesen zu sein, finanziell - als Frugalist sowieso - nie Probleme gehabt zu haben. Keine Beziehung heißt auch: keine Trennung. Keine Kinder, um die ich mich sorgen müßte. Von daher sehe ich mit Dankbarkeit auf 60 ganz ordentliche Jahre zurück, hier im Deutschland, wo mir die Krankenkasse alle Krankheitstage, zwei Rehas, alle Operationen, Krankenhausaufenthalte, meine Medikamente (6 an der Zahl + ozempic! bezahlt hat. Bei mir ist der Druck, was unser aller Zukunft betrifft, raus. Alles, was jetzt noch an Gutem kommt, nehme ich als unverdienten Bonus. Innerlich wappne ich mich mit Radikaler Akzeptanz (Ataraxie, Seelenruhe, Stoa). Ich weiß nicht, ob ich jemals den Mumm hätte, in einem totalitären System widerständig zu sein. Meine gewaltige Sturheit ist immerhin ein gutes Indiz, daß ich Nachteile in Kauf nähme, nur um zu beweisen, daß mich alle mal am Arsch lecken können. Eine geheime Superkraft. Dennoch ist mir die diffuse Angst bekannt, sie begleitet mich mit der Depression seit 30 Jahren. Ich frage mich oft, was Johannes Korten zum HEUTE sagen würde, wenn es ihm schon 2016 gereicht hat, als die Welt, naja, nicht in Ordnung gewesen war, doch aber um einiges weniger bedrohlich wirkte und zumindest ICH nicht das Gefühl der UNAUSWEICHLICHKEIT hatte. Ich habe vor Monaten einen Vortrag im Deutschlandfunk Nova gehört, bei dem ich eine so hinreichende Klarheit betreffs der politischen und allgemeinen Weltsituation gewann. Leider finde ich den nicht mehr und kann die Argumente und Fakten nicht rekapitulieren. Trotzdem weiß ich, es gibt kluge Menschen, die wissen und die ebenso wie ich den Kopf darüber schütteln, wie sich die Politik abstrampelt, den Niedergang der Demokratie aufzuhalten. Es tröstet nicht, es kommen zu sehen, weil es unweigerlich so kommen wird. Überhaupt, ergebnisarmes Abstrampeln bei Klimakonferenzen, Keine Klimakleber auf der Straße, kein Krieg NACH dem anderen, sondern nebeneinander, so daß man Erstkläßlern anschaulich das Addieren beibringen könnte. Ich vermute, Claudia, daß du genauso wenig wie ich die Schotten dicht machen kannst. Eskapismus - für mich keine Option, da kein Kind mehr, das glaubt, wenn es die Hände vors Gesicht hält, unsichtbar zu sein. Dann doch eher hingucken, aber mit Bedacht, aushalten, Schulter zucken. Radikale Akzeptanz. Jedenfalls bis hier die erste Drohne einschlägt und ich mich in die Hosen scheiße.

[09:28] "Das Dritte Reich begann nicht mit einem Weltkrieg. Es begann mit Hitlers Motto 'Make Germany Great Again'". (Kiezschreiber)

[07:07] "Daß ich sagen könnte: diese Art, eine Braue hochzuziehen, oder: dieses Kichern, oder: diese Freude am Laufen im Regen, die habe ich von R geerbt." (mouches volantes) - In so präzisen, wenigen Worten über Trauer!

[09:00] Den Sommer 2026 als "Ouvertüre zu weiteren Extremsommern" betrachten. (via Jahrgang 1953)

[05:27] Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3915. // Logbuch / Tagebuch (Status quo) / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Mittwoch, 2. September 2026

[18:12] Im Leipziger Zoo hat Feuerland eröffnet. Ein Unterwassertunnel von 100 m inmitten von Seelöwen und Humboldtpinguinen, am Ende mit 360-Grad-Blickerlebnis. Und das Ticket wird 2.- Euro teurer. [#] Wir müssen eine Rentenreform machen, ansonsten haben wir uns an der jungen Generation versündigt." (Bärbel Bas) [#] Ikea - "Wohnst du schon oder schraubst du noch? Das läßt sich beantworten, weil berechnen. [#] Beim Straßentheater nennt man "einen Salat bilden", wenn das Publikum mitspielen darf. [#] "Die Kommunikation zwischen britischem Oberhaus und Unterhaus, erfolgt nicht auf Englisch, sondern auf Normannisch. Ehrlich. Die spinnen, die Briten." (Christian Buggisch) [#] Der Betonflüsterer urlaubte in Spanien (5, 4, 3 2, 1) Lesenswert, melancholisch, lustig. Die Achillesferse ist ein Teenager an der Backe. [#] "... ereignen sich im Dunstkreis unserer Alltagskultur Ungeheuerlichkeiten." (schizophrenist) [#] Felix Schwenzel beglückt Chilifreunde mit einem Rezept. [#] Die Telenovela "Unter uns" wird eingestellt. Heißt dann "Außer uns". [#] Hinterher erkennt man dann vielleicht, daß hierdurch (Die Sardinen werden knapp) die Apokalypse begonnen hat.

[14:16] Sedisvakanz im Bistum Dresden-Meißen. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch von Heinrich Timmerevers an. Dieser erklärt seinen Rückzug. Nach 10-jähriger Amtszeit und 1 Jahr, bevor er wie jeder 75-jährige Bischof dem Papst seinen Amtsverzicht hätte anbieten MÜSSEN, wartet das Bistum auf seinen 51. Bischof. Eine Sedisvakanz (verwaister Sitz) kann sich hinziehen. Die letzte dauerte 14 Monate. Am nächsten Sonnabend (5.9.) wird um 10 Uhr die Feier zur Silbernen Bischofsweihe, die nun gleichzeitig Abschied von Bischof em. Heinrich Timmerervers bedeutet, aus der Hofkirche live gestreamt. In meiner Kindheit und Jugendzeit war Gerhard Schaffran Bischof; gefirmt hat mich 1977 mit zarten 11 Jahren allerdings Georg Weinhold. In Latein heißt unsere Diözese "Dioecesis Dresdensis-Misnensis". Nun könnte doch mein alter Freund Benno Schäffel zu Amt und Ehren kommen.

[09:46] "Fakten sind nur noch was für Liebhaber wie einst Briefmarken. Fakten sind Vintage. Fakten sind das Kleingedruckte im Beipackzettel." (schizophrenist)

[09:35] "Dieser schmale Korridor zwischen Freibad und Wärmflasche." (Vanessa Giese)

[07:17] "Das kleinbürgerliche Leben ist in seiner realen Tristesse oft verstörender, als es jede böse Karikatur der kleinstbürgerlichen Gemütlichkeit jemals nachzeichnen könnte, sagen wir in einer rabenschwarzen Satire." (schizophrenist)

[06:22] ... verschwand ich noch vor 22 Uhr von der Bildfläche. Von der Bildfläche verschwinden = offline gehen, heute fast synonym. Ich verfolge an sich Nachrichten, gucke gerne Weltspiegel und auslandsjournal. Aber was ich HASSE, ist die Dominanz nur 1 Themas. Zurzeit die Landtagswahl im Nachbarbundesland. Oder wenn etwas Schlimmes passiert ist wie ein Terroranschlag, ein Amokgeschehen, wenn dann stundenlang dasselbe berichtet wird und die Journaille durchdreht, bin ich raus. Overflow, Überdruß & Verweigerung. Dann verschwindet die Bildfläche und ich bleibe.

[06:18] Ich fühle mich bereichert, seitdem ich konsequenter Blogs wahrnehme, genieße die Varianz von Formen, Inhalten und Sprache. Bei den am liebsten gelesenen Blogs sind es überwiegend Schreiberinnen. Männer bewegen sich gerne in Gefilden, die langweilig oder mir zu hoch sind. Alltagsbloggen ist keine männliche Domäne. Super, daß es Frauen gibt. Daß und wie sie bloggen und leben, lese ich mit Freude oder Anteilnahme. Das Leben bietet Breitseiten wie Krankheiten, Verluste, Sorgen. Wenn BloggerInnen sich trauen, davon zu berichten, bewundere ich es sehr.

[06:08] Krank 1/1. Tage ohne Alkohol: 3914. // Logbuch / Tagebuch / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Dienstag, 1. September 2026

[19:33] Schenkelklopfer (2). Wenn sprachverliebte Journalisten eskalieren. "Hitze und Dürre - Offizielle Erntebilanz fällt mager aus" (DLF) [#] Samuel Koch als "gestandener Schauspieler" (MDR-Sachsenspiegel) [#] "AI on air". Hut ab! Einen Radiobeitrag über KI so zu nennen! Siehe auch =>Teil1.

[15:49] Sobald die To-to-Liste leergeräumt ist, währt das Glück nur kurz. Es währte länger, wenn ich mich unter die Bettdecke verkröche und den Netzstecker gezogen hätte. Ein Blick in die Blogroll oder in die Timelines bei Bluesky + Mastodon genügt und Fundstück reiht sich an Fundstück. Wie andere das aushalten, sie nicht verwursten zu wollen? Und so sitze ich nach kurzem Glück - eigentlich ein Oxymyron, so flüchtig es ist - erneut auf einem Konvolut, das den nächsten freien Tag ausfüllen kann. Arbeitstage, an denen der eine oder andere Impuls dazukommt, führen zu einem süßen Brei, dessen ich nicht Herr werden kann und der aus allen Dateiritzen quillt. Das ist Sisyphos, wie er leibt und rollt. Ich würde das Einsammeln liebend gern hauptberuflich machen, das heißt, hauptnichtmehrberuflich, als Privatgelehrter, der im Lehnstuhl sitzt, an seinem Earl Grey nippt und den lieben langen Tag einsammelt.

[15:11] Wortneuschöpfungen. Zu den Blaunen kommen die Blauzis. [#] Beim Kieselblogger lese ich von Bauchfisch. Eine Rezeptsammlung mit so humorvollen Texten wäre klasse. [#] Via Felix auf allekinos.de gestoßen. Der Wahnsinn, warum sagt einem keiner, daß es einen solchen Service gibt und daß er privatem Engagement entspringt. Gleichmal Leipzig bookmarken. [#] Im REWE-Markt im ehemaligen Karstadt in der Leipziger Innenstadt kann man in der Stillen Stunde mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr reizarm einkaufen. [#] Dreierpack: "Matcha, aber nicht als Getränk. Gesendet von meinem Gehirn." + "Wann willst du dich denn mal deinem Alter entsprechend verhalten?" "Sag' ich nicht!" + Statt Kloster "Enthaltestelle" sagen. [#] Der Unterhosenindex gibt Auskunft, wie nährreich und fruchtbar ein Boden ist. [#] Nie zuvor gehört: "Bollerbuxe" [via Kieselblog]

[14:25] Meine Nachtdienstkollegin sagte "gerettetetet", kannte die berühmte Szene aus dem ersten Otto-Film nicht, wo Otto mit seinem Geschenk neben Ernesto steht, der seine Geliebte vollsülzt und Otto sich mit mehrfachem "gerettetet" über den salbungsvollen Tonfall lustig macht.

[12:20] Laut einer Studie, die seit 19 Jahren läuft, hat ein 50-Jähriger eine um 2,4 Jahre verkürzte Lebenserwartung. Menschen, die später als 12 Uhr frühstücken, ist das beschieden. Bei mir als 60-Jährigen sind's schon 3 Jahre? Und tschüss. Beim Abendessen ist der günstigste Zeitraum zwischen 19 und 20 Uhr. Eigentlich ein Wunder, daß ich nicht schon längst unter der Erde verrotte. I wish me to be there, sometimes. Im Ernst, ich esse SEHR unregelmäßig und immer erst viele Stunden nach dem Aufstehen.

[09:22] "Ich BIN früh aufgewacht und da war kein Wurm." (Konnexus)

[09:15] Ich vertrete ja die Theorie des schleichenden Niederganges. Wenn erworbene Standards, von denen man felsenfest glaubte, daß die Sache bis in alle Ewigkeit gesetzt wäre, in Frage gestellt werden. Wackeligkeit des Fortschritts ist gedanklich bereits vorweggenommene Pleite. Wegen der Knappheit an Pflegeheimplätzen stehen die Einzelzimmer zur Debatte.

[08:32] "Ist es sinnvoll? Kein bisschen. Aber ich will es so!" (Enno) - Eine schöne Definition von Hobby, finde ich. (Konnexus)

[08:31] "Aber selbst dann, wenn du richtig tief betrübt bist, muss du nehmen, was gerade im Angebot ist." (Piri)

[08:30] Die Seelenruhe gibt mir keine Ruhe. Als Thema. Anlauf hatte ich genommen.. Doch dürfen und sollen auch andere zu Wort kommen, wenn es darum geht, (Radikale) Akzeptanz auszuüben. Frau Klugscheißer sinniert über die Flüchtigkeit des Glücks. Frau Piri rät. zu nehmen, was im Angebot ist.

[06:44] "Hypothese: bei der Komposition von Cheri Cheri Lady kannte Dieter Bohlen das Lied 'Hilf, Herr meines Lebens'" (Repost)

[06:37] "Es kommt anders, wenn man denkt." (Repost)

[06:36] "Das war eine Cola Zero, die Wespe ist völlig sinnlos gestorben." (Repost)

[06:30] "Rhododendron klingt wie ein blinder Schweinehirte aus der Ilias, der von den Göttern dazu verdammt wurde, sich jeden Morgen die über Nacht nachwachsenden Zähne zu ziehen, weil er als Knabe aus Unachtsamkeit eine Forelle fing und briet, die allerdings ein verwandeltes Bastardkind von Hephaistos war." (Repost)

[06:00] Moin!: Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3913 = 519 Wochen. // Logbuch / Tagebuch / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Montag, 31. August 2026

[13:13] Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 3912. // Periodika / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Sonntag, 30. August 2026

[12:00] Vor Nachtdienst 3/3 (Dienst 4/4). Tage ohne Alkohol: 3911. // Periodika / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Samstag, 29. August 2026

[19:30] Durch meine Gemehre, Strukturen für die Fundstücke zu finden oder zu optimieren, frage ich ChatGPT ab und zu nach Bezeichnungen, welche die KI sich natürlich merkt. Jedesmal wenn ich eine weitere Anfrage stelle, zählt sie das auf, was sie schon kennt und lobt mich für meine Kreativität. Tätscheltätschel. Iss mir übel.

[19:27] Dolly Parton mit dem PMS-Blues. "Sie hätte das kommunistische Manifest schreiben können, aber Karl Marx nicht '9 to 5'" (Margarete Stokowski) [Via Kaltmamsell]

[19:20] Billigpflaumen von ALDI liegen seit 14 Tagen hier und werden nicht reif, bleiben knochenhart, es ist schmachvoll, wenn einem der Geiz solches zumutet. [#] Nochmal Billigpflaumen beim ALDI geholt. Ich bin derjenigen, der aus Schaden nie klug wird. Die gestern erwähnten haben sich endlich durchgerungen, weich zu werden. Warum bin ich so doof? Weil ich an einem Körbchen für EUR 1,39 nicht vorbei gehen kann.

[15:17] "Niemand in der griechischen Mythologie hatte je einen normalen Nachmittag. Man verließ das Haus, um Oliven zu kaufen und kehrte als Zierstrauch zurück, weil Zeus sich langweilte." (Repost)

[14:52] "Der eine Hochzeitsfotograf, der sein Brautpaar immer wieder und schon etwas verzweifelt wirkend mit 'Mehr Glück!' anschrie, wobei er mit den Armen wedelte, als würde er pausenlos kiloweise Konfetti werfen, er ist mir als innerer Running Gag erhalten geblieben. Ich höre seine Stimme manchmal noch rufen, wenn ich morgens aufstehe und vor den Spiegel im Bad schlurfe: 'Mehr Glück!'" (Herr Buddenbohm)

[13:00] Vor Nachtdienst 2/3 (Dienst 3/4). Tage ohne Alkohol: 3910. // Periodika / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Freitag, 28. August 2026

[17:22] Matt Lucas, den ich eher aus Doctor Who kenne als aus Little Britain. [#] ANH verweist auf (nicht alle, oder -mit Trick -doch) Filme von Christian Petzold. [#] Erste Einträge in der neuartigen Sammlung zum Thema Blogolekt. [#] Zuletzt bei den Wortperlen aufgenommen: Kulturfolger (Ratten), Wunderschlaf (Narkose), Die Blaunen sowie Generalfrustrierte (taz). [#] Wie sich die deutsche Blogosphäre momentan verlinkt, hat Maurice Renck graphisch dargestellt. Man kann ihm Links, auch des eigenen Blogs, zureichen. [#] "Entlang der Schiene", ein Zeitdokument, das wie aus einem anderen Jahrhundert anmutet. Ach, ist es doch = 1991. Spendiert von Herr Montag. [#] Der Textrebell hat bei Perun Prompts (KI-Mentoren) entdeckt, mit denen man seiner KI gewisse Eigenarten wie Anbiedern und Herumschleimen abgewöhnen kann. Sie stehen auf Github zur Verfügung.

[18:10] "Man sagt ja, wenn man eine Ratte sieht, hat man tausend Ratten nicht gesehen." (Voller Worte)

[17:07] "ZUHAUSE, so ein Schwerlastwort, so viel Überladung passt durch keine Tür." (Die Beifängerin)

[16:57] "Kranke oder waidwunde Tiere schleppen sich ins Dickicht - angeschlagene Menschen verkriechen sich auf Schultoiletten, Firmentoiletten, Gäste-WCs. Wieso ist immer das Bad der sicherste Ort?" (Die Beifängerin)

[16:24] Ich nenne dieses Posting Kreißen. Obwohl der Geburtstermin ungewiß ist. Es rumort noch. Noch fand ich keinen zufriedenstellenden Weg, mit den doch ausufernden Formaten, in die ich Fundstücke und Eigenes stecke, umzugehen. Was im Augenblick vorherrscht, ist der Wunsch, die Dinge neu zu ordnen. Mir schossen als Titel für den Versuch, hinterweg Gedanken und Einfälle zu notieren (Braindumping) noch ein: Gedankengerümpel, All in One, Gedankenmessie, Wickeltisch oder gleich Geburtskanal. Denn ich kann sagen, daß fast alles, was ich zu notieren beginne, sich gleich oder später als verwendbar entpuppt, es einzeln oder kompiliert woanders seinen Platz findet, auch dieser Eintrag selbst. Ich muß weiter kreißen, ein Name für das Kind ist das kleinste Problem. Unsinnig ist, zwei Formen des Tagebuches aufrechtzuerhalten. Um die Miszellen nicht zu überfrachten, separierte ich einst das Logbuch, um die anfallenden Links (Cartoons, Hörsendungen usw) zu bändigen. Jetzt bestücke ich zusätzlich von Hand zwei RSS-Dateien. Das sind schon 6 Strukturen, um die hauptsächlichen Inhalte zu deponieren. Weil der Wunsch gärt, wie ich oben brainstormte, etwas All-in-One zu haben und mich nicht noch mehr zu verzetteln, liefe es auf Nr. 7 hinaus, was das Ansinnen freilich konterkariert. (Als Oktopus griffe ich nach einer Nr.8) So ist der Stand der Dinge. Ich gehe weiter schwanger, bis ich dann kreiße.

[16:14] "Es ist natürlich eine Binsenweisheit, aber doch tatsächlich gut, sich wieder klarzumachen, dass man eine weitere interessante Auffaltung der Wirklichkeit stets hinter jeder Ecke vermuten muss. Was ausdrücklich auch die Ecken umfasst, die man zu kennen meint." (Herr Buddenbohm)

[11:35] Piehnat über Tanmaxxer: "Aber dann heult nicht rum, wenn ihr mit 40 ausseht wie ne abgeranzte Ledertasche und der Hautarzt den Scanner in den Burnout treibt."

[11:06] All die prominenten Toten. Das hört nicht auf. Innerhalb von 14 Tagen. Frank Beard, Dolly Parton, Hans Traxler, Tim Curry, Andreas Hoppe, Peter Nadas, Unternehmer Kühne, Ekel Mladic, Hayden Panettiere, Yayoi Kusama, Helmut Lethen König Harald der Soundsovielte. Ruhet fast alle in Frieden! Herr Buddenbohm winkte zwischendurch mit "Ja, ist gut jetzt. Was für eine Woche", woraufhin ich "Nadas geht so weiter" erwiderte. Und er: "Ich guck nicht mehr hin". Gemischte Gefühle bei mir. Bei den ganz alten, die ihr Leben wie auch immer gelebt haben und auf mein Leben keinerlei Einfluß ausübten, nehme ich es zur Kenntnis. Bei Alten, deren Werdegang ich mitbekam, die mich interessierten wie Nadas (Literatur!), Tim Curry (Schlaganfall!) und Andreas Hoppe (Kopper!) bin ich emotional näher dran. Oder Frank Beard (ZZ Top!) sowieso, denn: never more ZZ Top. Bei Musikern ist mein Bedauern größer als bei Literaten. Blöd, hier zu schubladisieren. Dann Künstler, Schauspieler, Politiker. Über die Made Mladic reden wir nicht!

[10:33] Frau Klugscheißer entdeckt Merkwürdigkeiten in ihrem Bücherregal. Speziell wie mehrbändige Ausgaben sortiert sind. Den in den Kommentaren verlinkten Sketch über Ordnung in der Bücherei sehe ich zum ersten Mal. Köstlich für mein alterndes Bibliomanenherz.

[08:00] Vor Nachtdienst 1/3 (Dienst 2/4). Tage ohne Alkohol: 3909. // Periodika: RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Donnerstag, 27. August 2026

[10:14] Bei Felix Schwenzel kommentiert: "Ich mag es, wie du dein VL organisierst und ständig Impulsen nachgehst, Neues entdeckst, ausprobierst. Ich lese es nun (seit Ozempic) alles, auch wenn ich bei den technisch orientierten Postings diesselbe einbüße, sprich nur Bahnhof kapiere. Dennoch macht es Spaß. Zuletzt bei ihm von Medientrackern gelesen. Mein erster Gedanke: 'GEIL'; doch dann: 'Nicht das auch noch!'

[10:12] Vor Spätdienst 1/1 (Dienst 1/4). Tage ohne Alkohol: 3908. // Periodika: RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Mittwoch, 26. August 2026

[15:40] Seit mehr als 10 Jahren wird "Das Oberlausitzer Wort des Jahres" gekürt. 2026 wurden Beschäftigungen und Tätigkeiten gesucht. Gewinner ist: Feuerriepl (Essenkehrer, Schornsteinfeger). Die Plätze 2 bis 5 belegten: Guschnklamptner, Guschnklamper (Zahnarzt), Fuchtlmeester (Dirigent), Gaknferschter (Förster oder Jäger, der auf Krähen schießt), Puttldukter (Urologe). Unter ferner liefen waren die nicht minder lustigen Brillnklamptner, Brillnklamper (Optiker), Wälkerweibl, Wälkerfrooe (Masseuse), Boademutter, Pipplmutter, Bischlmutter (Hebamme). Schemml-, Schäml-, Scham(m)lfurzer (Büroangestellter)

[14:34] London: Die königliche Garde spielte ein Tribut an Dolly Parton. [#] Was ich kürzlich als Blogolekt bezeichnet habe, beginne ich einzusammeln. Frau Kaltmamsell bildet den Auftakt. [#] Kurt Tucholsky bezeichnet in einem Gedicht das Gesicht als "Schuttplatz deiner Gefühle". [#] Stefan Rose kann Wien Gutes abgewinnen. Wird sowohl in mein Wien-Posting als auch in die Rubrik "Orte, Völker, Bräuche" reingeschubst. [#] Was ich in Römer 1,15 beschrieb, kennt auch Herr MiM: "Im Grunde weiß ich genau was ich zu tun habe. Ich kenne die Hürde. Ich kenne das Thema. Und ich weiß, wie man es macht. Und dennoch bekomme ich den Dreh nicht hin." [#] Die Wupperpostille leidet unter Jodmangel.

[13:50] "Wenn man hinter sein Leben einen Punkt setzen kann und keinen Doppelpunkt, das ist dann oft ein schönes Sterben." (Eine Sterbebegleiterin im Podcast)

[13:43] "Die Schrift ist eine geniale Erfindung. Die ganze Welt in 26 Buchstaben. Das ist der wahre Da Vinci Code." (Kiezschreiber)

[13:40] "Je älter ich werde, desto mehr verfestigt sich übrigens meine Erkenntnis, dass die Anwendung von Tricks gegen die eigene Psyche zu den erstrebenswertesten Learnings im Leben gehört." (Buddenbohm)

[13:31] "Heute fand ich bei meiner pubertierenden Tochter mal wieder einen offenen mentalen Slot." (Der Beweis)

[13:06] "Dennoch ist es so, dass hier am Aufseßplatz Kinder aufwachsen. Und Kinder, die hier aufwachsen, haben immer eine seelische Hypothek, die es ihnen nur selten erlaubt, was Besseres zu werden als das Umfeld ihrer Kindheit. Und wenn sie doch was Besseres werden, schleppen sie den alten Ballast immer mit sich. Ich weiß das. Ich komme aus Neukölln." (Betonflüsterer)

[13:05] "Du ewiger Therapapiefall auf zwei Beinen." (Betonflüsterer)

[13:02] "Ein nicht unbeträchtlicher Teil der männlichen slowakischen Polizeibeamten, derer ich gewahr wurde, machte äußerlich den Eindruck, täglich Gewichte zu pumpen, den Rest des Tages unter dem Solarium zu verbringen, sich ausschließlich von Proteinshakes und Steroiden zu ernähren, die scharfgescheitelte Extrem-Undercut-Frisur zweimal pro Woche auf fünf Millimeter zu bringen und Diensthemden grundsätzlich immer drei Nummern zu eng zu kaufen (ein würfelförmiger Kampfhund mit Maulkorb und Stachelhalsband hätte den Gesamteindruck jeweils harmonisch abgerundet)." (Fliegende Bretter)

[10:41] ALTER! Ein Schritt mehr zur Unbenutzbarkeit. Während ich nebenbei in einem offenen Tab ein langes Video auf Youtube anhöre, ist plötzlich Stille. Gehe zum Tab. "Möchten Sie das Video fortsetzen?" - Wenn das einreißt!

[08:45] DerEmil schreibt vom Piepsen, wenn eine SMS eintraf. Zwei Freunde von mir nutzen SMS. Wenn jenes Piepsen zu hören ist, weiß ich, daß sich einer der drei meldet. Hä, wieso drei? ALDI Talk beglückt mich alle drei Monate mit der Aufforderung, Guthaben nachzuladen, andernfalls meine SIM-Karte gesperrt würde. Freund1 nutzt keinen Messenger, weil er ein altes Tatstenhandy besitzt und sich den neumodischen Kram nicht zutraut; Freund2 ist von wahrscheinlich gesunder Paranoia und gönnte keinem irgendwelche Daten und meidet Messenger. Um mit ihnen zu kommunizieren, greife ich notgedrungen zu SMS. Trotzdem erhebt sich mein Handyguthaben auf Schwindel erregende Höhe.

[08:00] Es gibt Nachrichten, die verhageln einem die dolle Party. RIP, Dolly Parton.

[05:46] Weshalb spricht man bei der Alkoholbilanz von Pro-Kopf-Konsum und nicht von Pro-Bauch-Konsum?

[04:27] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 3907. // RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Dienstag, 25. August 2026

[05:50] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 3906. // RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Montag, 24. August 2026

[12:33] Während der ersten Hitzewelle dieses Sommers 2026 lag der Straßenverkehr tagelang lahm, weil die weichgewordene Fugenmasse aus den Gleisen gerissen wurde und so ziemlich alles versaut hat: Die Bahnen, die gereinigt werden mußten, die Schienen, die frei gerubbelt wurden, und die Laune, die der Schlamassel den Leipzigern verhagelte. Jetzt läßt sich dieses Naturwunder mit einem anderen verbinden bzw. mit einer noch bis Oktober im Stadtgeschichtlichen Museum besuchbaren Ausstellung "Sonne satt. Sommer in Leipzig", welche "durch 400 Jahre wechselhafter Sommergefühle - leichtfüßig, aber nicht leichtfertig" führt. Etwas Fugenmasse auf diesem Desaster wurde Ausstellungobjekt, wie die grinsende Kuratorin erklärte. Das greifbare, traurige Objekt als Glücksfall fürs Museum.

[08:07] Moin!: Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 3905. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Sonntag, 23. August 2026

[08:44] Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3904. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Samstag, 22. August 2026

[07:31] Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3903. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Freitag, 21. August 2026

[06:30] Vor Spätdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3902. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Donnerstag, 20. August 2026

[17:04] Zum Thema Taschenrechner vermag ich wenig beizutragen, Ich bin Generation Rechenschieber, mit dem ich mir heute maximal den Rücken kratzen könnte. Bezweifle doch stark, daß es ein Youtubetutorial gibt, das einem das Rechenschieben beibrächte. Ich ging von 1972 bis 1982 in die POS. Und der SR-1 wurde erst zwei Jahre später eingeführt. Da hatte ich schon meine Kochlehre hinter mich gebracht. Nicht daß ich währenddessen einen gebraucht hätte. Doch ging ich noch einmal zur Schule. 1986 bis 1989, um Hochschulreife zu erlangen. Nur war das eine verrückte Schule, an dem wir Altgriechisch und Latein lernten, aber in Mathematik mit fast ebenso altem Material rechneten. Haltet euch fest: Rechentafeln in Buchform. Hätte mich kaum gewundert, wenn die auf Pergament geschrieben gewesen wären. Das nicht. Aber wir waren angehalten, sie uns selbst zu besorgen. Es gab sie ausschließlich in Antiquariaten. 26 junge Männer, die ein Buch brauchten und suchten, in Magdeburg und ihren Heimatorten all over The GDR. Von der Existenz von Taschenrechnern hatte unser skurriler Mathelehrer am Kolleg zwar gehört, kam aber GAR NICHT IN FRAGE! Die sogenannten Müllertafeln ließen uns drei Jahre lang blättern statt tippen. Analog. Wir waren über so viel Rückständigkeit erzürnt, mußten uns fügen, nicht nur in Sachen Müllertafel versus Taschenrechner, in noch ganz anderen Dinge. Das, liebe Kinder, ist ein weites Feld, welches ein anderes Mal beackert werden wird. [#] Holger von "Teures Papier" hat sich den Gedanken um Taschenrechner angeschlossen.

[16:19] Kritik an der Catch-up-Culture bei Freundschaften. Alles im Schnellmodus, Fernkommunikation als Illusion von Nähe. Vor lauter Selbstfürsorge hat es echte Begegnung schwer. Sich auf andere einlassen, sich anderen zuwenden, Zeit miteinander verbringen. Sich, wie die Feuilletonistin meint, auf die Unordnung eines anderen Lebens einlassen.

[16:03] Legendäre Fehden zwischen Musikern und Kritikern in einer Sommerserie im DLR: (5), (4), (3), (2) + (1). [#] Ein Professor für Spieltheorie erläutert den speziellen Reiz der meist auf Kooperation angelegten, unvorhersehbaren und viel Intuition erfordernden Friendslop Games. [#] Der Textrebell erhielt eine E-Mail von der Krankenkasse, was wunderbar in meine Rubrik "Kein Tag ohne Demütigung" paßt, die den Widrigkeiten des Lebens vorbehalten ist. [#] Felix kann so herrlich von Dingen schreiben, die ich nicht einmal im Ansatz begreife. Und ich kann nicht weggucken oder verzichten. [#] Vanessa war im Schwimmbad und begegnet einer Guerillakämpferin und einer "erdenden Demonstration von Technik und Schnelligkeit". [#] Nach Keine Angst stieß ich auf Danger Dans Lied "Dass es hier so schön ist", von dem ich angetan bin. Er nimmt Bezug auf seine langsame Erblindung und wie sich die zeitlich beschränkte Sicht auf die Welt verändert. [#] Immer wenn wichtige Musikalben veröffentlicht werden, steigt in den USA die Zahl der Verkehrstoten. Bei Markus' "Ich will Spaß" war das noch nicht so. [#] Wunderbar, Ringelnatz, der seine in England weilende Holde anschmachtet.

[15:35] Eine neue Serie im DeutschlandRadio heißt "Mal kurz raus!" und läßt vermuten, daß der Trend zum analoges Leben und Tun anhält. Bisherige Teile: Raus aus der Blase / Türkische Wandergruppe in Hamburg, Büdchen-Begegnungen, Mehr italienische Draußen-Kultur, Jugend auf der Straße, Unter Leute kommen, "Don't post about this", und Weg vom Handy. Eine weitere Emanation des Analogen sind die Spazierclubs.

[15:14] Wenn ich frühmorgens am Rechner sitze und Hörsendungen aus der DLF-Datenbank erfasse, ist es auf der Straße still. Wenn dann unten ein Raucher mit chronischer Bronchitis des Weges geht, der lautstark abhustet und den hochkommenden Schleim kraftvoll auf die Straße rotzt, gilt der Tag offiziell als eingeläutet.

[15:02] Luxusmodemarken haben das Buch als Trend entdeckt. Erklärungsversuche eiern ziemlich herum. Wenn kein Schwein mehr liest, geriert das Buch zum Luxusgut & Statussymbol, zur exklusiven Ware, die sich hervorragend mit Klamotten promoten läßt. Um auf Nummer sicher zu gehen, nehmen die Labels unverfängliche Literatur (Kanon, Weltliteratur). Das Buch symbolisiert Distinguiertheit und Extravaganz. Mode und Literatur ist eine Kombi, die schon bei Erich Maria Remarque und Vicky Baum vorkam.

[14:18] Neuerdings sind Männer darauf erpicht, Haare flechten zu lernen, um dann an Köpfen der Töchter nicht zu scheiteln scheitern. In München nennt sich die Initiative dads do hair. Geplante Kurse erfährt man, bitte festhalten, bei "O'Zopft werd". "Werde zum Hair Hero deiner Tochter". Ich halt's nicht aus.

[12:22] Als Krankenpfleger begegne ich kranken Menschen. Die allerdings einen Namen führen. Manchmal ist er auffällig, kurios, erstaunlich. 1. Sieglind Hagen. Das halbe Nibelungenlied. 2. Christian Morgenstern. Kein Nachfahre, aber, bittschön, dieser Name! 3. Regina König. Der in mir ganz weit unten verborgene Lateiner jubiliert. Gemini: "Die Kombination ergibt doppelt gemoppelt 'Königin König'". 4. Vorname "Siegfried Konrad". Ja gut, aber ein 1987 Geborener? In welchem germanischem Winkel leben seine Eltern, die ihm die altdeutschen Namen verpaßten? Andere Namen sammle ich in der entsprechenden Rubrik.

[09:47] LLMs und KI bestehen wenigstens noch aus 0 und 1. Manche aus unserer Spezies sind komplette Nullen.

[10:10] Kindheits/Jugenderinnerungen gestern, was Reisen mit der Reichsbahn betrifft. Die alten Züge, in denen die Fenster komplett heruntergezogen werden und man den Kopf in den Fahrtwind halten konnte. Bis vor kurzem fuhr auf der Strecke Leipzig-Chemnitz solch ein alter Zug. Als die Gedanken herumschwoffen, fielen mir die Schilder an den Ausgangstüren ein. Weiß nicht mehr genau, welche Sprache NICHT darauf stand. Es waren nur 4, oder? Fehlte Englisch? Verblüfft war ich, als Herr Buddenbohm sein heutiges Posting mit "È pericoloso sporgersi" abschloß. NEIN, ich will die DDR nicht zurück. Ich habe mich nur erinnert. Etwas Reichsbahnblues.

[09:35] "Das Bibelcamp war ein Heidenspaß." - "Politik. Vorwärts nimmer, abwärts immer." "Ich bin von zuhause weggelaufen, als ich 35 war." (Kiezschreiber)

[09:10] "Wer einen Text in einer Übersetzung liest, gleicht einem Mann, der, mit einer schönen Frau verabredet, ihre häßliche Schwester trifft." (Liedsänger)

[08:05] Bei Vanessa Giese "Das Wetter von gestern" entdeckt, also den Link zur Seite. Und bei Leipzig nachgeguckt (Bild). Am beeindruckendsten sind die Wüstentage mit Temperaturen jenseite der 35°C. Bis 1990 jährlich 7; ab 1996 bis 2025 jährlich 36. Das ist mir nicht entgangen.

[06:25] Moin!: Freier Tag 6/6. Tage ohne Alkohol: 3901. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Mittwoch, 19. August 2026

[16:55] Der Zeitpunkt rückt näher, daß der Arzt etwas von neuem Knie erwähnen wird. Im Januar 2025 sagte ein MRT: rechtes Knie im Arsch, aber OP, nö. Späta. WENN es kommt, dann nach Bad Düben ins Waldkrankenhaus, wo mit robotergestützen OPs Endoprothesen eingesetzt werden. "Dreidimensionale Darstellung des Knies während der Operation" klingt gut. "Millimetergenaue Positionierung des künstlichen Gelenks" dito. Wenn's schief geht, können sie mich in der Dübener Heide gleich verbuddeln.

[16:40] Der Beweis mutmaßt, daß die KI ins Internet guckt und dort "... liest, dass er [der Mensch, AdV] mit CO2 den Planeten zerstört, Bienenvölker ausrottet, sich in Kriege stürzt, Pandemien erschafft, Tiere versklavt, Verpackungsmüll produziert und überhaupt ein ziemlich schlimmer Finger ist. Frauenunterdrückung, Abtreibungen, häusliche Gewalt - Menschen betreiben ein planetares Gruselkabinett." Ich wage eine positive Prognose: "Falls KI eine Singularität erreichen wird, dann sind wir als Menschheit safe, weil keine Bedrohung mehr für sie, zu doof, um die Probleme in den Griff zu bekommen, unsere Welt zu erhalten. Dann sind wir in ihren Augen Einzeller, bei dessen wildem Rumamöben sie die Schulter zuckt und sich interessanteren Aufgaben zuwendet."

[16:24] "Enttäuschungen muß man zur Energiequelle machen, um weiter zu denken." (Helmut Lethen)

[12:07] Wenn es bei Plagiatsvorwürfen heißt, dieser Doktor oder jener Professor habe bei einem anderen abgeschrieben, klingt das irgendwie despektierlich. In PISA-Zeiten, wo es phänomenal lobenswert ist, wenn ein Kind den Füller richtig herum halten kann, ist abSCHREIBEN doch eine Aufwertung, oder?

[08:37] "Gestern gab es einen Stau, in dem manche Familien ihren Grill aufgebaut haben. Wenn du das siehst, darfst du getrost alle Hoffnung fahren lassen." (Kiezschreiber)

[08:43] Frank Beard. Ausgetrommelt. Schade. RIP. ZZ-TOP Two.

[09:13] Eine reizvolle Aufgabe fände ich es, wenn ein Wissenschaftler den Idiolekt von Bloggern bzw. den Soziolekt der Blogosphäre untersuchte. Gibt's vielleicht bereits. Wenn ich bei der Kaltmamsell "Lerchenschwimmpläne" lese, wissen wir Abonnenten, was sie meint. Viele Blogger entwickeln nach und nach eigene Formen, inhaltlich, sprachlich, mit Eigenheiten, Wortneuschöpfungen bzw. kreativ-alternativer Nutzung. Um bei der Münchener Bloggerin zu bleiben: Sie nennt ihren Partner konsequent Herr Kaltmamsell. Das ist ein Ideolekt, denn Frau Novemerberregen (überhaupt ist das auch schon ein Spezifikum, mit dem Blogger sich erwähnen - Herr/Frau X.) - benennt ihre Familie konsequent Herr N, Papa N,, Kind N.; sehr viele Blogger halten es so. Beides vermischt sich, so daß ich vom Blogolekt sprechen möchte, wenn ich künftig darauf Bezug nehme. Der Kiezschreiber führt Bonetti vor, der schizophrenist hat einen sehr filigranen ausgeprägten Blogolekt selbst für seine Persönlichkeitsanteile. Seine Eltern sind "Goadfather" und "Um2". Was bei Herrn Buddenbohm das Linkwerk ist, ist beim Betonflüsterer die Linkschleuderei, bei Herrn Buggisch "Neulich im Web", bei mir die Sammelsurien und in den Nachdenkenseiten die Hinweise des Tages. Blogger übernehmen Marotten und verbreiten sie. Statt Schwimmen heißt es Schwumm, statt schrieb schrob. Um Gemeinsamkeiten auszudrücken, schreiben einige von Freundes- oder Interessenkreis XYZ, was ich sehr charmant und jedesmal witzig finde. - Selbst ritualisiere und zelebriere ich zunehmend Eigenheiten. Der "Tageshattrick" beispielsweise oder meine Umdeutung des "Einsammelns" für all das, was ich mache, so daß das Einsammelbuch als Überbegriff für das Auffinden UND Archivieren UND Bearbeiten UND Präsentieren meiner Fundstücke steht. Ich werde die Marotten und Einfälle in meiner Blogroll schärfstens beobachten und sammle bereits. Was ich damit etwas subtil ausdrücken will: Manchmal nervt der Blogolekt auf Dauer ein bißchen. Der Videoblogger Toni Mahoni verabschiedete sich damals mit dem Ritual bzw. Ideolekt "Rinjehau'n!". Rinjehau'n! Für eine "geruhsame Nacht", wie Ulrich Wickert sich ausdrückte, isses noch zu früh.

[08:20] Das Thema RSS ist noch lange nicht gegessen. Experimentierphase, die ihr insofern ausbaden müßt, als strukturell keine Windstille zu melden ist. Ein Stürmchen ist durch Linkänderungen, Umbau, wenn nicht gar Verwerfen von Ideen hie und da zu ertragen. Ich freue mich sehr, wie einfach es ist, einzelne Links per RSS als Empfehlung in die Welt zu entlassen. Als erleichternd erlebe ich, wie ich Fundstücke, mit denen ich manchmal ratlos herumlaviere, ohne Brimborium einfach publik machen kann. Je nach Gusto lassen sich ältere Bestandteile reposten, denen ich mir Beachtung wünsche. Der Feed-Abonnement kann entscheiden, ob und was er annimmt, ich muß keine nervige, wiederholende Werbung auf Mastodon & Co herausblasen. An Stammleser, falls ich welche habe, der Hinweis, doch öfter die beiden RSS-Feeds (Hauptfeed + Medienfeed) neu einlesen zu lassen, weil ich händisch arbeite und viele Einträge auch entfernt oder umgeschrieben werden.

[08:00] "Golf ist Trumps Obsession. Als Sport und in der Geographie." (Kiezschreiber)

[07:50] "Die Vorstellung, inmitten startnummernbehängter schwitzender Leiber durch Altstadt, alten Eisenbahntunnel und Vorstadt zu rennen, ruft in mir Gefühle wach, die sich meiner bemächtigten, wenn ich eingeladen wurde, die Männersauna der Betriebssportgemeinschaft Stahl Hennigsdorf zu besuchen." (Liedersänger)

[07:20] Moin!: Freier Tag 5/6. Tage ohne Alkohol: 3900. // Logbuch / Querbeet / RSS-Hauptfeed / RSS-Medienfeed.

Dienstag, 18. August 2026

[20:34] Im Lauf der Jahre kommen zu einem Thema ähnliche Bilder zusammen, die ich, ordnungsliebend, wie ich nunmal bin, gerne zusammen lasse. So entstehen auch bei Fotos Serien. Am längsten währen die Fensterblicke. Und bisweilen sehe ich am Himmel über Sellerhausen Ballons, ein schöner Anblick. Weniger schön ist die Mülldylle, abgelegter Sperrmüll von Menschen, denen der Weg zu einem Wertstoffhof zu weit ist.

[17:06] Im Friedenspark Picknick mit der Aktivgruppe. Da drei inaktiv waren, saßen wir zu viert auf Decken, schnabulierten Baguette mit leckerstem Frischkäse, Bonbel, frischgebackenem Zucchinikuchen, Kekse, Saft. Der Himmel über uns: 'Ich könnte, wenn ich wollte, aber ich tu's nicht." Es blieb trocken. Um uns in angenehmer Entfernung Hunde, die den Auslauf sichtlich genossen. Wir plauderten, lachten, zückten Quizkarten, klugschissen um die Wette. Der Buschfunk funktionierte offenbar in der Insektenwelt. Minütlich mehr Wespen. Ich: "Die benachrichtigen sich per WespApp.". Knaller, oder? [#] Im Gespräch kam die Frage auf, ob man den Personalausweis mit sich führen müsse. Allgemeiner Tenor: doch, schon. NEIN, der Lappen kann zuhause bleiben. Noch nicht einmal der Nichtbesitz ist strafbar, lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Wenn man einen Reisepaß besitzt, braucht man keinen PA. So handhabte ich es über 30 Jahre lang. Weil ich 1990 vermeiden wollte, daß meinem Ausweis ein Tort angetan wird - Er wurde IIRC mit rabiater Methode ungültig gemacht - beantragte ich keinen und behielt ihn im originalen und intakten Zustand, begnügte mich mit einem Reisepaß, was legal war.

[14:18] "Eine Sternschnuppe gesehen, das Falsche gewünscht." - "Den Sternschnuppen zugesehen, bis jeder eine hatte." (Hotel Mama)

[20:55] Ich experimentiere mit RSS. Wenn mir einer früher gesagt hätte, daß ich das auf einfachste Weise manuell handhaben kann, hätte ich's viel eher versucht. Aktueller = heutiger Stand: Der Haupt-Feed für alle Postings aus Miszellen, Tagebuch, Querbeet. Die im Logbuch erfaßten Medienlinks bekommen einen Medien-Feed. Beide zu abonnieren ist anzuraten. Sobald der Medienfeed bestückt wurde, generiere ich einen Änderungseintrag auch im Hauptfeed. Selbst hatte ich mich gegen RSS aus ich weiß nicht mehr welchen Gründen gesperrt und nie wieder in Erwägung gezogen. Jetzt habe ich eine Feedroll in Thunderbird und erfahre, wie bequem das Bloglesen sein kann.

[06:24] Freier Tag 4/6. Tage ohne Alkohol: 3899 = 557 Wochen. // Logbuch / Querbeet.

Montag, 17. August 2026

[12:07] Wenn ich morgens bei heraufziehender Sonne an den Rechner gehe und draußen Ruhe herrscht, erscheint die Welt und das eigene Leben in Ordnung. Die Hoffnung ist nicht lädiert. Ich kann es schaffen, wir können es schaffen. Diesen flüchtigen Zustand genießen, ohne Hintergedanken. Zurücklehnen, an den, so weit möglich, Horizont gucken, Stille, bevor die Welt losplappert und der Tag seinen verhängnisvollen Lauf nimmt.

[07:18] Aufgeschnappt: Eine Sonnenfinsternis als "kosmisches Schattenspiel". [#] Rein aus Jux und Dollerei die niegelnagelneue Rubrik "Selten vernommen", in der ich Wörter und Wendungen aufliste, welche ICH lange nicht hörte und an denen ich mich erfreue: Donnerlittchen, Potzblitz. [#] Der nächste Sturm auf die Bastille wird auf ein Rechenzentrum sein. [#] "Sie wurden als Mensch erkannt." Giesbert: Na, immerhin. [#] Der letzte Universalgelehrte soll der Jesuit Athanasius Kircher gewesen sein, sagt Radio Wissen. [#] Beachtlich viele Riesenstatuen stehen in Polen und in Asien. Eine privat finanzierte Marienstatue wurde vorgestern eingeweiht. Die höchste Statue der Welt steht in Indien (240 m mit Sockel). [#] 81% der spanischen und 71% der französischen Haushalte hängen am Glasfasernetz. Deutschland... 12% (Droht der digitale Blackout)

[06:55] Über eine australische Politikerin: "20 Jahre später, gleiche Formulierung, anderes Feindbild." (DLF)

[06:49] Moin!: Freier Tag 3/6. Tage ohne Alkohol: 3898. // Logbuch / Querbeet.

Sonntag, 16. August 2026

[11:00] "Menschen mit profunder technischer Ahnung denken inzwischen laut darüber nach, ob man die riesigen Rechenzentren, die aktuell ohne Rücksicht aus dem Boden gestampft werden, wirklich für unsere Frage nötig sind, was man aus den Resten im Kühlschrank kochen kann - oder ob sie nicht doch vielmehr Teil einer riesigen Überwachungs-Maschinerie sind." HMBL-Blog

[18:45] "Die Mutter der Dummen ist immer schwanger." (bei Käsedurst)

[18:22] Ich bin so alt, wir haben uns damals im Internet geduzt und nur gesiezt, wenn man absichtlich ironische Distanz zeigen wollte.

[10:08] Stefan Rose erinnert sich in The Spectrum Years an seinen ersten Computer. Ich bin erst dort eingestiegen, wo der nach längerer Pause, wieder andockte: mit einem 386er. Ich schrieb eben einen Kommentar bei ihm: "Ich stieg wie du mit einem 386er (DX40) ein. 1992 bei Vobis geholt mit Monitor für 2900.- DM. Riesen DOS-Handbuch. Ich war nie der Gamer. Ich schrieb mit Word 5.0 alles, was meine damalige Ausbildung zum Krankenpfleger hergab. Später dann AmiPro. Das Gefummel mit den Treibern zerrüttete meine Nerven. Aber es machte Spaß. Der PC hatte noch ein Laufwerk für 5¼-Floppys. Mein Kumpel war neidisch, weil ich bereits eine Festplatte mit 105 MB drin hatte. Dafür versorgte er mich jahrelang mit Software. Da er grafisch arbeitete, freute ich mich über QuarkXPress. Der nächste PC war ein 486 DX100 von Escom, zwei Jahre später Pentium, selbst zusammengestellt, was ich heute nicht mehr kann. September 1995 14,4er Modem und ab als Point einer Mailbox ins Usenet, Juli 1996 eigene Webseite, die auch jetzt noch, 30 Jahre später, auf rudimentärstem HTML und etwas CSS basiert. Ich bin technisch dann stehengeblieben, die Kaufzyklen wurde länger und mein PC-Opi läuft seit 11 Jahren. ein gekaufter AMD Ryzen 5 soll ihn ablösen. Er steht unausgepackt neben mir, habe aber keine Zeit. Wenn ich bedenke, der erste PC (noch ein Desktop) für 2900.- DM, der letzte vor 11 Jahren für 390.- Euro und der Mini-PC im August 2026 für 500.- Ocken, dessen Wert man verdoppeln könnte, wenn man nur eine RAM-Bank mehr kaufen würde. Ein Freund hatte damals einen 286er Laptop, und er gab ihn nicht auf, selbst als ich schon bei Pentium war. Doch der Norton Commander schnurrte selbst auf dem 286er anstandslos. Gewissermaßen lebte ich meine Spielfreude nicht mit Games aus, sondern wartete auf jede neue Shareware-CD, die an irgendeiner Zeitschrift klebte."

[06:21] Die "meisten Menschen (...) werden nämlich so aussehen, wie man eben aussieht, wenn es einem schon wieder alles nennenswert zu anstrengend war. Wenn es also etwa zu heiß war, zu schwül, zu sauerstoffarm, zu fordernd. Die Kleidung zu klebrig am Körper, die Luft zu stickig und staubig. Die S-Bahn zu Sauna, die U-Bahn zu Backofen, die Sonnenseite der Mönckebergstraße viel zu sehr Madrid. Man sieht es den Menschen bereits auf den ersten Blick an, wie sehr die Hitze sie fordert, und man sieht auch, was sie fordert: Lebendigkeit, Munterkeit, Frische, Kraft. Eleganz auch. (Buddenbohm)

[06:16] "Unterwegs begegneten mir auffallend viele Läufer*innen mit der Hautfarbe, die ich vor allem an den Nackerten auf den Isarbänken kenne, Tönung überwürztes Branthendl. Habe ich die Hautkrebs-Olympiade verpassst?" (Kaltmamsell)

[05:25] "... habe ich Doc Holiday aufgesucht, der mir wieder in seiner unendlichen Großzügigkeit zwei Wochen Leerlauf spendiert hat, mit der Option auf Verlängerung, wenn die manische Phase bis dahin noch nicht abgeklungen ist. Das ist der Vorteil, wenn Sie anerkannt diagnostizierter Kloppi sind, dann gehen Sie mit einer Phase in die Praxis und mit einer großzügigen Krankschreibung raus. Und jeder denkt draußen, dass Sie was anderes haben. Regelschmerzen. Hautkrebs. Augenaids. Oder Darmverschluss." (Betonflüsterer)

[15:11] Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 3897 = 128 Monate. // Logbuch / Querbeet.

Samstag, 15. August 2026

[18:47] Mir träumte, ich war auf einem Treffen mit Freunden und wurde dazu verdonnert, das Taxi zu zahlen. Es würde maximal 50 Euro kosten, sagten sie. Wir absolvierten die Fahrt, stiegen aus und der Fahrer verlangte mit hämischem Grinsen 87.- Euro. Klar, daß er mich beschiß, aber ich hatte keine Möglichkeit, das nachzuweisen, und die Freunde warteten, daß ich bezahlze, damit wir losgehen konnten. Zugzwang und Ärger über die ausgegebenen 100.- Euro; denn ich hatte dem unverschämten Fahrer aus Reaktanz einen 100-Euro-Schein hingeknallt. [#] Nach wilden Alpträumen aufgewacht. Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue mit demselben Raumblick.

[18:47] Neuropolitik untersucht, wie unser evolutionsbedingt archaisches Gehirn gesellschaftlich und politisch so viele Idioten hervorbringt. [#] Retro-Comedy aus den 90ern: Das Dieter-Seminar [#] Es gibt Incels, die verbitterten und radikalen, sich vernachlässigt glaubenden und gebenden Männer. Und es gibt Femcels, die weit weniger fremd-, als vielmehr autodestruktiv agieren. [#] Herr Buddenbohm plädiert für eine große Umkehr. Den Sommer zur Einkehr, zur Reflektion, zur Pause, den Winter, Weihnachten zur Aktionzeit umdrehen. Auf daß Reisebüros und gewisse Heißgetränke glühen. [#] Zu wenig Ladestationen: Viele E-Book-Leser steigen wieder auf Verbrennerbücher um. [#] "Gebeine in der Donau" - "Gebeine" habe ich ewig nicht mehr gelesen. Das ist so lange her, da muß noch Fleisch drangehangen haben. [#] Porträt des Arbeiters Hans Schmitz (1973). Ein Zeitdokument, mit dem sogar wir Ossis etwas anfangen können. Sprachduktus, Mode, Verhaltensweisen usw - all das kenne ich. Das ist tatsächlich sehr lange her. Opa erzählt von seiner Kindheit in den 70ern...

[18:39] "Politiker und Windel müssen öfter gewechselt werden, aus demselben Grund." (Mark Twain)

[18:37] "Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance." (H. L. Mencken)

[17:13] Als ich wegen der Sperrung des Zentralgleises am HBF ihn einmal queren mußte, um von der West- auf die Ostseite zu gelangen, sah ich die Obachlosen liegen in ihren Decken, denn es ist Sommer und Schlafsäcke ein wenig overdressed. Der Sicherheitsdienst näherte sich einer jungen Frau mit den Worten: "Findest du nicht, daß es langsam Zeit wird, deine Sachen zusammenzupacken?" Offensichtlich werden die Wohnungslosen frühmorgens erst einmal weggescheucht. Abends, wenn ich vorm Dienst zu ALDI am Eingang Westseite bin, sind sie jedenfalls alle da, ungestört. Es ist eine so eigene Welt, ein so tragischer Fakt, ein solches Dasein, von außen betrachtet. Den Mut gefunden, in Kontakt zu kommen, habe ich nicht.

[16:46] Sourcefeed ist ein Dienst, mit dem sich Text an Abonnenten eines RSS-Feeds senden läßt. RSS-only. Keine Website, keine Inbox/Newsletter, kein Algorithmus, keine Werbung. Einfach schreiben, posten, und der Leser empfängt den Eintrag. Der Erfinder schreibt: "The slowest social media ever made, and the calmest." 1 RSS-Feed ist kostenlos, so daß ich ihn generiert habe. Mal sehen + probieren, wozu sich diese verheißungsvolle Option verwenden läßt. Die Einfachheit begeistert mich, wie mich damals auch Posterous überraschte. Im Prinzip könnte ich ALLES über diesen Feed laufen lassen. Komplett, chronologisch, auf Abruf. Bequem und unaufdringlich. SUPER.

[15:11] Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3896. // Logbuch / Querbeet.

Freitag, 14. August 2026

[15:11] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3895. // Logbuch / Querbeet.

Donnerstag, 13. August 2026

[15:27] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3894. // Logbuch / Querbeet.

Mittwoch, 12. August 2026

[17:29] Für 23.000.- Euro hätte ich mich auch 100 Tage wegsperren lassen. Bei meinem Hikikkomoridasein würde ich da locker durchkommen. Obwohl... 1 Stunde Sport täglich wäre wohl ein ernsthafter Grund, der Studie nicht zur Verfügung zu stehen. Daß es keine Zanke gegeben habe, glaube ich der Crew von Solis 100 aber nicht.

[16:42] Es gibt Geheimnisse in meinem Leben, da kommt ihr nie drauf. Ab 13. November wird es im Industriemuseum Chemnitz die Austellung "MITROPA - Zwischen Bahnsteig und Besteck" geben. Da explizit darum gebeten wird, Informationen oder Devotionalien einzubringen, schrieb ich ihnen: "Ich bekam heute mit, daß Sie eine Austellung zur Mitropa planen. 1982 begann ich eine Kochlehre am Leipziger HBF und arbeitete bis 1986 auf dem Bayrischen Bahnhof als Mitropa-Koch. Falls Sie Interesse haben, etwas wissen wollen, z.B. wie wir gegen die Ratten kämpften, stehe ich zur Verfügung. Seid bereit, immer bereit!"

[14:49] Word of the Day (German): "tja". - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack oder no bread in the house.

[14:44] Mich beschleicht das Gefühl, daß es schon recht voll ist an dem Ort, wo der Pfeffer wächst.

[09:27] Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute 21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3.

[08:22] "Was gehen mir diese Dynamic Ads in Podcasts auf den Zeiger. Da kommen in mir The-Ring-Vibes auf. Man hat das Gefühl, gleich kriecht eine sehr bösartige Frau aus dem Kopfhörer, um deine Windschutzscheibe zu reparieren oder dir mitzuteilen, dass ihr Müsli lecker schmeckt." (Blogsequenz)

[06:06] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3893. // Logbuch / Querbeet.

Dienstag, 11. August 2026

[18:39] Andreas Rebers lästert über die GenZ. Er kann's. [#] Tolles Feature bei Bluesky: Bei Thread werden die Postings durchnummeriert. [#] Entweder wußte ich es mal und vergaß oder es begegnet mir nach einem fast beendeten Berufsleben for the first time: Rote-Hand-Brief. [via Kieselblog] - Garantiert NEU ist der Begriff Femcel! [#] Daß der Mond jetzt schon mit Technikschrott aus der Raumfahrt vollgemüllt ist! [#] Wortperlen: Generalfrustrierte (taz) [#] Der Experte des Tages via Kieselblog [#] SO essenziell: Frau Klugscheißer mit einem Plädoyer für die kommunikative Zuwendung, "das Miteinander wollen" [#] mequito baut sich eine KI-gestützte persönliche Wissensdatenbank. Und ich sofort: hechelhechel, habenwill. [#] An ein Fahrrad-Posting pappe ich mal zwei längerformatige Hörbeiträge: Fahrrad als Kult (Radio Wissen) sowie die Lange Nacht des Radfahrens.

[18:34] Christian Fischer hat niederschmetternde Wochen hinter sich mit allerdings glasklarem Fazit: "Im Krankenhaus überleben die länger und besser, wo die Angehörigen dicht dran am Arzt sind." (HBML-Blog) - Ich schrieb bei ihm: "Ich kann das alles nur bekräftigen. Als Pfleger mit 37 Berufsjahren auf dem Buckel, Onkologie, Geriatrie usw, kann ich nur zuraten: uns auf den Sack gehen, nicht locker und sich nicht abwimmeln lassen. Und: Patientenverfügung, yes! Außerdem sieht jeder Fachbereich nur bis zu seinem Tellerrand."

[18:30] Lange genug habe ich mich geziert. Um 8.50 Uhr heute Morgen bestellte ich endlich einen Computer, nachdem es letztens schief ging, als ich bei CSL für EUR 570.- einen Tower bestellte, der aber ins Ladengeschäft in Schleswig-Holstein geliefert wurde und jeder Versuch, an Bots vorbeizukommen, um den Fauxpas zu klären, scheiterte. Die versprochene, aber, wenn ich mich hätte erklären dürfen, nicht zwingend nötige Rückzahlung klappte. Erstmals kaufe ich einen Mini-PC und bin leidlich aufgeregt. Um mögliche logistische Verknotungen zu vermeiden, entschied ich mich, nicht nochmal bei CSL zu bestellen. Anlaß dieses Notats ist der Umstand, daß bezüglich meiner morgenlichen Bestellung sage und schreibe 9 E-Mails eingetroffen sind. Erfassung, verschiedene Bestätigungsstufen, Zahlungsabwicklung per Amazon, Infomail (Wir arbeiten dran), versandfertig, an DHL abgegeben, Sendung unterwegs. Wahnsinn. 9-Mails für ein kleines PCchen. Welche CO2-Bilanz ist das? [#] Mein Rechner-Opi spürt, daß seine Zeit gekommen ist und schnurrt wie ein liebes, aber altersschwaches Kätzchen, als könnte er kein Wässerchen trüben und würde mich, wenn er könnte, mit treudoofem Blick angucken und um Gnadenfrist bitten. Doch der Mini-PC ist auf dem Weg nach Leipzig. ChatGPT hatte mir für ihn grünes Licht gegeben. Ich zocke nicht, schneide keine Filme und bastele nicht an der Hardware herum. Was ich brauche, ist ein PC, der ein paar Jahre läuft und mich ins Internet läßt, um Dinge einzusammeln. [#] Siesta, die durch den DHL-Boten abgekürzt wurde, der meinen Mini-PC anschleppte. SENSATIONELL. Von der Bestellung am Dienstag um 8.50 Uhr vergingen gerade mal 28 Stunden bis zur Entgegennahme. Normale Lieferung, nix Express. So phänomenal gut klappte noch keine Bestellung per Internet. Das Paket ist ungeöffnet wegen Nerven. Einen PC einrichten bedarf viel freier und zusammenhängender Zeit, welche ich erst ab Montag haben werde.

[16:06] Retröt: Warum heißt es Cannabis auf Rezept und nicht Kassenbong.

[09:17] Bei Frau Anje kam in den Kommentaren anläßlich des Sonntagshoppings das Thema Wochenarbeitszeit und freie Tage auf. Ich schrieb: "Damit lebe ich immer schon. Als ich noch Koch war in der frühen Jugend als Lehrling und Geselle, hottete die Hood am Wochenende ab, während ich um 5 Uhr aufstand zum Frühdienst. Und wenn ich dann in der Woche frei hatte, waren alle anderen am Pulxen. Und als Pfleger bin ich allseits=allzeit bereit. Der Dienstplan für einen Monat wird am 15. des Vormonats veröffentlicht, so daß ich nur SEHR bedingt vorplanen und gegenüber Freunden/Bekannten Aussagen machen kann, ob ich zu diesem und jenen Event Zeit hätte. Die Menschen schleichen sich, wenn sie mich einbeziehen wollen, mit Samtpfoten an und erwarten im Prinzip ein "Nee, habbich Dienst". Durch eine grundsätzliche sonntägliche Ladenöffnungszeit ginge der Trend klarerweise in diese Richtung." Gestern hatte ich auf christliche Sondergruppen hingewiesen: "Es gab und gibt Christen, die den Sabbat heilig(t)en. Zusammen heißen sie Sabbatianer Auf diese kam ich erst kürzlich durch die Dönme. Die Sieben-Tags-Adventisten machen das heute noch so, oder? Ich erinnere mich, daß in meinem ersten Jahr als Pflegehelfer im Kreiskrankenhaus Mittweida ein solcher Patient bei uns auf der Inneren lag, der den kuriosen Wunsch nach vegetarischem Essen äußerte und sich als Sieben-Tags-Adventist zu erkennen gab. Das war damals zum Ende der DDR ein spektakuläres Ansinnen. Vegetarier, um Himmels willen!!

[07:11] Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 3892. // Logbuch / Querbeet.

Montag, 10. August 2026

[20:10] "Die gesellschaftliche Tendenz geht momentan ja von Genosse zu Kamerad." (DLR-Interview)

[20:03] Zwei eigene Sprüche, die NIX miteinander zu tun haben, sich aber einen Link teilen müssen, die Armen: Für Halb- bis Dreiviertelglatzenträger wie mich fand ich eine gefällige Erklärung: zur besseren Prozessorkühlung. / Tut mir sehr leid, aber ich kann "Ägypten" nur wie im Otto-Sketch aussprechen.

[20:01] DLF-Presseschau: "BILD-Zeitung, das Zentralorgan für Migrationshysterie"

[19:58] "Atomwaffen sind kein notwendiges, sondern ein absolutes Übel. Die Menschheit und Atomwaffen können niemals nebeneinander existieren." (Bürgermeister von Nagasaki am 9. August 2026)

[16:33] "... technisch und optisch frühes Ikea." (Frau Anje)

[16:26] "Ansonsten war es wieder sehr beglückend, und das ist wörtlich zu verstehen, wie bei jeder Wanderung: Sobald ich die Stadt verlassen habe und den Wald betrete, mich dessen Grün umfängt, sich der Verkehrslärm auf ein fernes Hintergrundrauschen reduziert, ehe er ganz verstummt und vornehmliches Geräusch der Gesang der Vögel ist, tritt ein tiefes Glücksgefühl ein. Dabei kann ich meinen Gedanken nachgehen, auch solchen, die hier nicht zu lesen sind, ein Liedchen summen und das eine oder andere Selbstgespräch führen. Herrlich." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[16:24] "Am Troisdorfer Friedhof lag Laubbläserlärm in der Luft, der geeignet war, die Totenruhe zu stören." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[15:55] "Es ist eine Illusion zu denken, man wäre jemals fertig mit der Trauer. Sie kommt in Wellen und verliert zum Glück irgendwann die scharfen Kanten." Mehr bei Frau Fragmente.

[15:24] "Viel gibt es nicht zu erzählen, was den alten Russen und mich betrifft. (...) Wir machten nix miteinander. Die Sprachbarriere. Deswegen führten wir auch keinen Currentzis / Netrebko-Gespräche. Der Isolierte war eigentlich ich. Ich bin der, der nur ganz selten Besuch hat. Zwar hört man auch mich sprechen. Aber das ist reiner Abwehrkampf gegen das Alleinige." (schizophrenist)

[15:22] "Es ist einem langsam alternden Körper in vielfacher Form anzusehen, wenn auch die Psyche aus dem Takt geraten ist." (Jahrgang 1953)

[05:05] Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 3891. // Logbuch / Querbeet.

Sonntag, 9. August 2026

[10:35] Quasi einen Blick in den Keller des Völkerschlachtdenkmals kann der Besucher nun überhaupt zum ersten Mal werfen. Der Begriff "Subkonstruktion" war mir nicht geläufig. Mein - Leser des ISB verleiern an dieser Stelle die Augen - geliebtes Karambolage-Magazin widmet dem Leipziger Klotz ganze vier Minuten in despektierlicher, aber lustiger Weise. Der neue Gang im Sockel ist frei zugänglich, normales Ticket genügt.

[09:00] Der Betonflüsterer beschreibt in Keine Angst seine Störgefühle bezüglich des umstrittenen, gleichnamigen Liedes von Danger Dan. "Salon. Streicher. Klavier. Leidensmiene. Super Technik. Gut ausgeleuchtet. Dann Streisand. Wohlfeile Empörung. Einladungen. Stellungnahmen. Die Orgeln gedreht. Die Sirenen geölt. Die komplette Kulturbubble mal wieder außer sich. Kostet nix. Kann man machen. Einfach überdreht das nächste Dritte Reich an die Wand malen, sich selbst als Weiße Rose inszenieren, breitenwirksam rumopfern und dann abräumen."

[05:55] Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 3890. // Logbuch / Querbeet.

Samstag, 8. August 2026

[19:13] Sehr fahrig heute, kann kaum bei einer Sache bleiben, beginne etwas zu gucken, zu lesen oder zu hören, dann fällt mir ein, klick mal diesen Link, zack, ploppt eine Doku über Rainald Grebe (Der Tod im Leben) auf und ich pausiere den Podcast über Jesus von Nazareth, um weiter dran zu bleiben bei den 100 Folgen zur europäischen Geschichte bei "Eine Stunde History". Grebe gewinnt gegen Jesus, wer hätte das gedacht. Daß er so krank ist, ging total an mir vorbei. Was er an gesundheitlichen Einschränkungen schildert, klingt nach Symptomen, die ME/CFS- Patienten haben: energetische und kognitive Schwächen. Ich stelle mir vor, Rainald hornalt. Das wär's. Der berührende Film kulminiert im Konzert auf der Waldbühne.

[17:04] Beim Liedersänger kommentiert: "Ich neige mit meinen 60 Jahren und einer immensen psychosomatischen Bürde gerne zum Jammern. Sobald ich jemanden sehe, der im Rollstuhl sitzt, mit Führhund unterwegs ist, oder all die Patienten auf unserer Station mit Dialysekatheter, wenn ich all die mit der Schicksalskeule Getroffenen sehe, gehts mir instantan wieder besser."

[14:33] Ich habe einen Ordner mit Cartoons, die ich nicht kapiere. ChatGPT erklärt sich großspurig bereit, mir beim Analysieren zu helfen. So lud ich einen Cartoon hoch, die LLM rödelte und erklärte, betonte aber mehrmals, daß sie sich nicht sicher sei, des Pudels Kerne getroffen zu haben. Offensichtlich weiß die KI selbst, daß sie (noch) Probleme mit Humor hat. ChatGPT wischte sich den Schweiß von der Platine und forderte mehr Bilder. Einen zweiten Cartoon darf ich jedoch erst in 23:55 Stunden hochladen. Daran könne die geplagte KI nichts ändern, gab mir aber konspirativ zu verstehen, daß ich Bilder irgendwo hochladen und ihr dann den Link geben solle. So gemacht und wieder eiert die LLM ziemlich herum und beteuert mehrmals in vielen Worten, daß sie das so sehe, aber irgendwie unsicher sei und es sich auch ganz anders verhalten könne. Als ich die Erklärung, es handele sich um einen rein auf Golf bezogenen Cartoon, hinterherschickte, schleimte die LLM: "Ah, das ist eine viel plausiblere Spur. Und meine vorige Erklärung war dann tatsächlich daneben. Danke, dass du die Erklärung mitgebracht hast."

[07:26] Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 3889. // Logbuch / Querbeet.

Freitag, 7. August 2026

[19:15] Einsteiger in ein wahrhaftiges Leben. Das einfache Leben sei der Luxus. Allzu gerne würde ich wissen, ob Friedmunt Sonnemann. sein realer Name ist. Seine beiden Kinder sind erwachsen. Es fällt angenehm auf, wie er spricht. Bedachtsam und kein unwichtiges Wort. Seine Königsfarm liegt in einem Seitental der Mosel. Ohne Strom und Wasser aus einer Quelle, züchtet er alte Samen und Pflanzen. Klar sei sein Leben anstrengend. Aber bei allem, was er zut, weil er es als ihm bestimmt ansieht, besitze er die Kraft dazu. Ein Waldschrat, aber mit Wohlwollen und Bewunderung gemeint. Der Aussteiger, der einsteigt in ein Leben, wie es für ihn gedacht ist.

[17:03] Dönme sind eine Religionsgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert durch den Kabbalisten Schabbtai Zvi entstanden war. Juden konvertierten im damaligen osmanischen Reich zum Islam, lebten aber insgeheim als Juden weiter (Kryptojuden). So vermischte sich die Religion zu einem eigenen Kult. Beispielsweise wurden die aufgetüftelten Speieevorschriften aufgegeben. Die Dönme übten großen gesellschaftlichen und politschen Einfluß aus, Sie untersützten die Jungtürken. Im Deutschlandfunk wurde mir diese Gruppierung bekannt gemacht.

[15:00] Aufgeschnappt: Jedes Problem ist lösbar, sofern jemand damit reich werden kann.

[15:13] Ich mag putzige, originelle, seltene Namen. Ebenso Korrelationen zwischen Namen und Aspekten wie Beruf oder Örtlichkeiten. Seit geraumer Zeit sammle ich sie per Screenshot ein. Deswegen heißt die Serie mit den "bloß" skurrilen Namen ziemlich unoriginell "Originelle Namen". und die mit Bezügen "Nomen est Omen", jeweils als Mastodon-Thread. Darüber hinaus ein Special zu Patientennamen, eines zu Tom Macht. Alle weiteren, von denen ich keinen Screenshot erwisch(t)e, sind in einen Namen-Pool aufgehoben. Daniel in der Löwengrube.

[12:38] Ich habe den heutigen Eintrag in Querbeet als Tagebuchposting extrahiert. [#] Bei der 16. Dresdner Schlössernacht im Juli 2026 sorgte der humanoide KI-Roboter "Ludwig II. von Robotollern" im königlichen Umhang für Aufsehen. [#] Servicetröt für alle Sachsen im Exil, die Dialekt ein bißchen vermissen: ein Melonenbauer. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Bei "Tom Macht. Planer für Architektur" dreht mein Hirn durch. Ein Architekt, der plant, sehr originell. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was Macht Tom? Pläne! [#] Der "Patient" Krankenhaus landet womöglich auf der Intensivstation, wenn nicht gar auf der Palliativstation. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Ich glotze seit Jahren aus dem Fenster und sammle diese Fensterblicke. Die jüngsten sind vom 4.8.2026 und 3.8.2026 [#] Apotheke in Gaza. Hitze. "Wenn es die Menschen nicht aushalten, wie sollen es die Medikamente überstehen." Interessanter Blickwinkel. [#] Starker Tobak. Ein Rettungssanitäter, der seit 4 Jahren in der Ukraine Kindern hilft. [#] Rundstück warm - Vorläufer des weltläufigen Hamburgers. [#] Proterogynie, eine Form der Zweigeschlechtlichkeit (Zwittrigkeit), die bei Avocados zu bestaunen ist. "Morgens Frau, abends Mann."

[09:30] Thomas Karl Neubauer war ein Autodidakt, der ohne Öffentlichkeit 30 Jahre lang gemalt, geschrieben und gedichtet hat. Sein Nachlaßverwalter staunte nicht schlecht, als er Neubauers Wohnung aufschloß und sich einem Oeuvre von unzählicgen Romane, Gedichten, Gemälden und Installationen gegenüber sah. Der ehemalige Diakon nutzte seinen Ruhestand dafür. Chapeau!

[06:00] Moin!: Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 3888. // Logbuch / Querbeet.

Donnerstag, 6. August 2026

[09:56] Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3887. // Logbuch / Querbeet.

Mittwoch, 5. August 2026

[10:18] Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3886. // Logbuch / Querbeet.

Dienstag, 4. August 2026

[19:50] In einer der größten Kliniken Deutschlands, der Uniklinik Freiburg, wirkt eine Taskforce Hitze. Deren Leiter beklagt im Interview den mangelhaften Änderungswillen der entscheidenden Stellen. Laut Arbeitsstättenverordnung darf in Räumen mit über 35°C keiner mehr arbeiten. Und ab 30°C ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet. Ventilatoren, Getränke, Zeiten reduzierten, lässigere Kleiderordnung.

[17:14] Repost: Mein Fitnessstudio hieße "Max-Planck-Institut".

[09:15] Da wir neben Rheuma- und Nierenpatienten auch AGER- Patienten versorgen, ist eine der häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur, gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen rezidivierende Stürze auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist, werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit). Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft, schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen, den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen, sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden, Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen) Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.

[05:55] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3885. // Logbuch / Querbeet.