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Einsammelbuch (85)
[«] Miszellen eines Monomanen [»]
Sonntag, 23. August 2026
[08:44]
Moin!:
Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3904. //
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Samstag, 22. August 2026
[07:31]
Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3903. //
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Freitag, 21. August 2026
[06:30]
Vor Spätdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3902. //
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Donnerstag, 20. August 2026
[17:04]
Zum
Thema Taschenrechner
vermag ich wenig beizutragen, Ich bin Generation
Rechenschieber,
mit dem ich mir heute maximal den Rücken kratzen könnte.
Bezweifle doch stark, daß es ein Youtubetutorial gibt, das
einem das Rechenschieben beibrächte. Ich ging von 1972 bis
1982 in die POS. Und der
SR-1
wurde erst zwei Jahre später eingeführt. Da hatte ich schon
meine Kochlehre hinter mich gebracht. Nicht daß ich währenddessen
einen gebraucht hätte. Doch ging ich noch einmal zur Schule.
1986 bis 1989, um Hochschulreife zu erlangen. Nur war das
eine verrückte Schule, an dem wir Altgriechisch und Latein
lernten, aber in Mathematik mit fast ebenso altem Material
rechneten. Haltet euch fest: Rechentafeln in Buchform. Hätte
mich kaum gewundert, wenn die auf Pergament geschrieben gewesen
wären. Das nicht. Aber wir waren angehalten, sie uns selbst
zu besorgen. Es gab sie ausschließlich in Antiquariaten.
26 junge Männer, die ein Buch brauchten und suchten, in
Magdeburg und ihren Heimatorten all over The GDR. Von der
Existenz von Taschenrechnern hatte unser skurriler Mathelehrer
am Kolleg zwar gehört, kam aber GAR NICHT IN FRAGE!
Die sogenannten Müllertafeln ließen uns drei Jahre lang
blättern statt tippen. Analog. Wir waren über so viel
Rückständigkeit erzürnt, mußten uns fügen, nicht nur in
Sachen Müllertafel versus Taschenrechner, in noch ganz
anderen Dinge. Das, liebe Kinder, ist ein weites Feld,
welches ein anderes Mal beackert werden wird.
[#]
Holger von "Teures Papier" hat sich den Gedanken um Taschenrechner
angeschlossen.
[16:19]
Kritik an der
Catch-up-Culture
bei Freundschaften. Alles im Schnellmodus, Fernkommunikation
als Illusion von Nähe. Vor lauter Selbstfürsorge hat es echte
Begegnung schwer. Sich auf andere einlassen, sich anderen zuwenden,
Zeit miteinander verbringen. Sich, wie die Feuilletonistin
meint, auf die Unordnung eines anderen Lebens einlassen.
[16:03]
Legendäre Fehden zwischen Musikern und Kritikern in einer Sommerserie im DLR:
(5),
(4),
(3),
(2) +
(1).
[#]
Ein Professor für Spieltheorie
erläutert
den speziellen Reiz der meist auf Kooperation angelegten,
unvorhersehbaren und viel Intuition erfordernden
Friendslop Games.
[#]
Der Textrebell erhielt eine
E-Mail von der Krankenkasse,
was wunderbar in meine Rubrik
"Kein Tag ohne Demütigung"
paßt, die den Widrigkeiten des Lebens vorbehalten ist.
[#]
Felix kann so herrlich von
Dingen schreiben,
die ich nicht einmal im Ansatz begreife. Und ich kann nicht weggucken
oder verzichten.
[#]
Vanessa war im Schwimmbad und
begegnet
einer Guerillakämpferin und einer
"erdenden Demonstration von Technik und Schnelligkeit".
[#]
Nach
Keine Angst
stieß ich auf Danger Dans Lied
"Dass es hier so schön ist",
von dem ich angetan bin. Er nimmt Bezug auf seine langsame
Erblindung und wie sich die zeitlich beschränkte Sicht auf
die Welt verändert.
[#]
Immer wenn wichtige Musikalben veröffentlicht werden,
steigt
in den USA die Zahl der Verkehrstoten. Bei Markus'
"Ich will Spaß"
war das noch nicht so.
[#]
Wunderbar, Ringelnatz, der seine in England weilende Holde
anschmachtet.
[15:35]
Eine neue Serie im DeutschlandRadio heißt "Mal kurz raus!" und läßt
vermuten, daß der Trend zum analoges Leben und Tun anhält. Bisherige
Teile:
Raus aus der Blase /
Türkische Wandergruppe in Hamburg,
Büdchen-Begegnungen,
Mehr italienische Draußen-Kultur,
Jugend auf der Straße,
Unter Leute kommen,
"Don't post about this",
und
Weg vom Handy.
Eine weitere Emanation des Analogen sind die
Spazierclubs.
[15:14]
Wenn ich frühmorgens am Rechner sitze und Hörsendungen aus der
DLF-Datenbank erfasse, ist es auf der Straße still. Wenn dann
unten ein Raucher mit chronischer Bronchitis des Weges geht,
der lautstark abhustet und den hochkommenden Schleim kraftvoll
auf die Straße rotzt, gilt der Tag offiziell als eingeläutet.
[15:02]
Luxusmodemarken haben das Buch
als Trend
entdeckt. Erklärungsversuche eiern ziemlich herum. Wenn kein
Schwein mehr liest, geriert das Buch zum Luxusgut & Statussymbol,
zur exklusiven Ware, die sich hervorragend mit Klamotten
promoten läßt.
Um auf Nummer sicher zu gehen, nehmen die Labels unverfängliche Literatur
(Kanon, Weltliteratur). Das Buch symbolisiert Distinguiertheit und Extravaganz.
Mode und Literatur ist eine Kombi, die schon bei Erich Maria
Remarque und Vicky Baum vorkam.
[14:18]
Neuerdings sind Männer darauf
erpicht,
Haare
flechten zu lernen,
um dann an Köpfen der Töchter nicht zu scheiteln scheitern.
In München nennt sich die Initiative
dads do hair.
Geplante Kurse erfährt man, bitte festhalten, bei
"O'Zopft werd".
"Werde zum Hair Hero deiner Tochter". Ich halt's nicht aus.
[14:12]
Schenkelklopfer (2). Wenn sprachverliebte Journalisten eskalieren.
"AI on air".
Hut ab! Einen Radiobeitrag über KI so zu nennen!
Siehe auch
=>Teil1.
[12:22]
Als Krankenpfleger begegne ich kranken Menschen. Die allerdings einen Namen führen.
Manchmal ist er auffällig, kurios, erstaunlich.
1. Sieglind Hagen. Das halbe Nibelungenlied.
2. Christian Morgenstern. Kein Nachfahre, aber, bittschön, dieser Name!
3. Regina König. Der in mir ganz weit unten verborgene Lateiner jubiliert. Gemini: "Die Kombination ergibt doppelt gemoppelt 'Königin König'".
4. Vorname "Siegfried Konrad". Ja gut, aber ein 1987 Geborener? In welchem germanischem Winkel leben seine Eltern, die ihm die altdeutschen Namen verpaßten?
Andere Namen
sammle ich
in der
entsprechenden Rubrik.
[09:47]
LLMs und KI bestehen wenigstens noch aus 0 und 1.
Manche aus unserer Spezies sind komplette Nullen.
[10:10]
Kindheits/Jugenderinnerungen
gestern,
was Reisen mit der Reichsbahn betrifft. Die alten Züge,
in denen die Fenster komplett heruntergezogen werden
und man den Kopf in den Fahrtwind halten konnte.
Bis vor kurzem fuhr auf der Strecke Leipzig-Chemnitz
solch ein alter Zug. Als die Gedanken herumschwoffen,
fielen mir die Schilder an den Ausgangstüren ein.
Weiß nicht mehr genau,
welche Sprache
NICHT darauf stand. Es waren nur 4, oder? Fehlte Englisch?
Verblüfft war ich, als Herr Buddenbohm sein heutiges Posting
mit "È pericoloso sporgersi"
abschloß.
NEIN, ich will die DDR nicht zurück. Ich habe mich nur
erinnert. Etwas
Reichsbahnblues.
[09:35]
"Das Bibelcamp war ein Heidenspaß." -
"Politik. Vorwärts nimmer, abwärts immer."
"Ich bin von zuhause weggelaufen, als ich 35 war."
(Kiezschreiber)
[09:10]
"Wer einen Text in einer Übersetzung liest, gleicht einem Mann, der,
mit einer schönen Frau verabredet, ihre häßliche Schwester trifft."
(Liedsänger)
[08:05]
Bei Vanessa Giese "Das Wetter von gestern" entdeckt,
also den Link zur Seite. Und bei
Leipzig
nachgeguckt
(Bild).
Am beeindruckendsten sind die Wüstentage mit Temperaturen jenseite der 35°C.
Bis 1990 jährlich 7; ab 1996 bis 2025 jährlich 36. Das ist mir nicht entgangen.
[06:25]
Moin!:
Freier Tag 6/6. Tage ohne Alkohol: 3901. //
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Mittwoch, 19. August 2026
[16:55]
Der Zeitpunkt rückt näher, daß der Arzt etwas von neuem Knie erwähnen wird.
Im Januar 2025 sagte ein MRT: rechtes Knie im Arsch, aber OP, nö.
Späta. WENN es kommt, dann
nach Bad Düben
ins Waldkrankenhaus, wo mit robotergestützen OPs Endoprothesen eingesetzt werden.
"Dreidimensionale Darstellung des Knies während der Operation" klingt gut.
"Millimetergenaue Positionierung des künstlichen Gelenks" dito.
Wenn's schief geht, können sie mich in der
Dübener Heide
gleich verbuddeln.
[16:40]
Der Beweis
mutmaßt, daß die KI ins Internet guckt und dort
"... liest, dass er [der Mensch, AdV] mit CO2 den
Planeten zerstört, Bienenvölker ausrottet, sich in Kriege stürzt,
Pandemien erschafft, Tiere versklavt, Verpackungsmüll produziert
und überhaupt ein ziemlich schlimmer Finger ist. Frauenunterdrückung,
Abtreibungen, häusliche Gewalt - Menschen betreiben ein planetares
Gruselkabinett." Ich wage eine positive Prognose:
"Falls KI eine Singularität erreichen wird, dann sind wir als
Menschheit safe, weil keine Bedrohung mehr für sie, zu doof,
um die Probleme in den Griff zu bekommen, unsere Welt zu
erhalten. Dann sind wir in ihren Augen Einzeller, bei dessen
wildem Rumamöben sie die Schulter zuckt und sich interessanteren
Aufgaben zuwendet."
[16:24]
"Enttäuschungen muß man zur Energiequelle machen, um weiter zu denken." (Helmut Lethen)
[12:07]
Wenn es bei Plagiatsvorwürfen heißt, dieser Doktor oder jener
Professor habe bei einem anderen abgeschrieben, klingt das
irgendwie despektierlich. In PISA-Zeiten, wo es phänomenal
lobenswert ist, wenn ein Kind den Füller richtig herum halten
kann, ist abSCHREIBEN doch eine Aufwertung, oder?
[08:37]
"Gestern gab es einen Stau, in dem manche Familien ihren
Grill aufgebaut haben. Wenn du das siehst, darfst du
getrost alle Hoffnung fahren lassen."
(Kiezschreiber)
[08:43]
Frank Beard. Ausgetrommelt. Schade. RIP. ZZ-TOP Two.
[09:13]
Eine reizvolle Aufgabe fände ich es, wenn ein Wissenschaftler den
Idiolekt von Bloggern bzw. den Soziolekt der Blogosphäre untersuchte.
Gibt's vielleicht bereits. Wenn ich bei der Kaltmamsell "Lerchenschwimmpläne" lese, wissen
wir Abonnenten, was sie meint. Viele Blogger entwickeln nach
und nach eigene Formen, inhaltlich, sprachlich, mit Eigenheiten,
Wortneuschöpfungen bzw. kreativ-alternativer Nutzung.
Um bei der Münchener Bloggerin zu bleiben: Sie nennt ihren
Partner konsequent Herr Kaltmamsell. Das ist ein Ideolekt,
denn Frau Novemerberregen (überhaupt ist das auch schon ein
Spezifikum, mit dem Blogger sich erwähnenn - Herr/Frau X.) -
benennt ihre Familie konsequent Herr N, Papa N,, Kind N.;
sehr viele Blogger halten es so. Beides vermischt sich,
so daß ich vom Blogolekt sprechen möchte, wenn ich künftig
darauf Bezug nehme. Der
Kiezschreiber
führt Bonetti vor, der
schizophrenist hat einen ausgeprägten Blogolekt.
Seine Eltern werden "Goadfather" und "Um2" betitelt.
Was bei Herrn Buddenbohm das Linkwerk ist, ist beim Betonflüsterer
die Linkschleuderei und bei mir die
Sammelsurien.
Blogger übenehmen Marotten und verbreiten sie. Statt Schwimmen
heißt es Schwumm. - Selbst ritualisiere und zelebriere ich
zunehmend Eigenheiten. Der "Tageshattrick" beispielsweise
oder meine Umdeutung des "Einsammelns" für all das, was
ich mache, so daß das Einsammelbuch als Überbegriff für
das Auffinden UND Archivieren UND Bearbeiten UND Präsentieren
meiner Fundstücke steht. Ich werde die Marotten und Einfälle
in meiner
Blogroll
schärftens beobachten, dokumentieren und ggf. an diesem Posting
weiterschreiben, kurzum: einsammeln. Was ich damit etwas
subtil ausdrücken will: Manchmal nervt der Blogolekt auf
Dauer ein bißchen. Der Videoblogger Toni Mahoni verabschiedete
sich damals mit dem Ritual bzw. Ideolekt "Rinjehau'n!".
Rinjehau'n! Tschö mit Ö! Arriverderci! Ciao Kakao!
Für eine "geruhsame Nacht", wie Ulrich Wickert sich ausdrückte,
isses noch zu früh.
[08:00]
"Golf ist Trumps Obsession. Als Sport und in der Geographie."
(Kiezschreiber)
[07:50]
"Die Vorstellung, inmitten startnummernbehängter schwitzender Leiber durch Altstadt, alten Eisenbahntunnel und Vorstadt zu rennen, ruft in mir Gefühle wach, die sich meiner bemächtigten, wenn ich eingeladen wurde, die Männersauna der Betriebssportgemeinschaft Stahl Hennigsdorf zu besuchen."
(Liedersänger)
[07:20]
Moin!:
Freier Tag 5/6. Tage ohne Alkohol: 3900. //
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Dienstag, 18. August 2026
[20:34]
Im Lauf der Jahre kommen zu einem Thema ähnliche Bilder zusammen, die
ich, ordnungsliebend, wie ich nunmal bin, gerne zusammen lasse. So
entstehen auch bei Fotos Serien. Am längsten währen die
Fensterblicke.
Und bisweilen sehe ich am Himmel über Sellerhausen
Ballons,
ein schöner Anblick. Weniger schön ist die
Mülldylle,
abgelegter Sperrmüll von Menschen, denen der Weg zu einem
Wertstoffhof zu weit ist.
[17:06]
Im Friedenspark Picknick mit der Aktivgruppe. Da drei inaktiv
waren, saßen wir zu viert auf Decken, schnabulierten Baguette
mit leckerstem Frischkäse, Bonbel, frischgebackenem
Zucchinikuchen, Kekse, Saft. Der Himmel über uns: 'Ich könnte,
wenn ich wollte, aber ich tu's nicht." Es blieb trocken.
Um uns in angenehmer Entfernung Hunde, die den Auslauf
sichtlich genossen. Wir plauderten, lachten, zückten Quizkarten,
klugschissen um die Wette. Der Buschfunk funktionierte offenbar
in der Insektenwelt. Minütlich mehr Wespen. Ich:
"Die benachrichtigen sich per WespApp.". Knaller, oder?
[#]
Im Gespräch kam die Frage auf, ob man den Personalausweis
mit sich führen müsse. Allgemeiner Tenor: doch, schon. NEIN, der
Lappen kann zuhause bleiben. Noch nicht einmal der Nichtbesitz
ist strafbar, lediglich eine
Ordnungswidrigkeit.
Wenn man einen Reisepaß besitzt, braucht man keinen PA. So
handhabte ich es über 30 Jahre lang. Weil ich 1990 vermeiden
wollte, daß meinem Ausweis ein Tort angetan wird - Er wurde
IIRC mit rabiater Methode ungültig gemacht - beantragte ich
keinen und behielt ihn im originalen und intakten Zustand,
begnügte mich mit einem Reisepaß, was legal war.
[14:18]
"Eine Sternschnuppe gesehen, das Falsche gewünscht." - "Den Sternschnuppen zugesehen, bis jeder eine hatte."
(Hotel Mama)
[06:24]
Freier Tag 4/6. Tage ohne Alkohol: 3899 = 557 Wochen. //
Logbuch /
Querbeet.
Montag, 17. August 2026
[12:07]
Wenn ich morgens bei heraufziehender
Sonne an den Rechner gehe und draußen Ruhe herrscht, erscheint die
Welt und das eigene Leben in Ordnung. Die Hoffnung ist nicht lädiert.
Ich kann es schaffen, wir können es schaffen. Diesen flüchtigen
Zustand genießen, ohne Hintergedanken. Zurücklehnen, an den,
so weit möglich,
Horizont gucken, Stille, bevor die Welt losplappert und
der Tag seinen verhängnisvollen Lauf nimmt.
[07:18]
Aufgeschnappt: Eine Sonnenfinsternis als "kosmisches Schattenspiel".
[#]
Rein aus Jux und Dollerei die niegelnagelneue Rubrik
"Selten vernommen",
in der ich Wörter und Wendungen aufliste, welche ICH
lange nicht hörte und an denen ich mich erfreue: Donnerlittchen,
Potzblitz.
[#]
Der nächste Sturm auf die Bastille wird auf ein Rechenzentrum sein.
[#]
"Sie wurden als Mensch erkannt." Giesbert:
Na, immerhin.
[#]
Der letzte Universalgelehrte soll der Jesuit
Athanasius Kircher
gewesen sein,
sagt
Radio Wissen.
[#]
Beachtlich viele
Riesenstatuen
stehen in Polen und in Asien. Eine
privat finanzierte Marienstatue
wurde vorgestern eingeweiht. Die höchste Statue der Welt steht
in Indien
(240 m mit Sockel).
[#]
81% der spanischen und 71% der französischen Haushalte hängen am Glasfasernetz.
Deutschland... 12%
(Droht der digitale Blackout)
[06:55]
Über eine australische Politikerin: "20 Jahre später, gleiche Formulierung, anderes Feindbild." (DLF)
[06:49]
Moin!:
Freier Tag 3/6. Tage ohne Alkohol: 3898. //
Logbuch /
Querbeet.
Sonntag, 16. August 2026
[11:00]
"Menschen mit profunder technischer Ahnung denken inzwischen
laut darüber nach, ob man die riesigen Rechenzentren, die
aktuell ohne Rücksicht aus dem Boden gestampft werden,
wirklich für unsere Frage nötig sind, was man aus den Resten
im Kühlschrank kochen kann - oder ob sie nicht doch vielmehr
Teil einer riesigen Überwachungs-Maschinerie sind."
HMBL-Blog
[18:45]
"Die Mutter der Dummen ist immer schwanger." (bei Käsedurst)
[18:22]
Ich bin so alt, wir haben uns damals im Internet geduzt und nur gesiezt, wenn man absichtlich ironische Distanz zeigen wollte.
[10:08]
Stefan Rose erinnert sich in
The Spectrum Years
an seinen ersten Computer. Ich bin erst dort eingestiegen,
wo der nach längerer Pause,
wieder andockte:
mit einem 386er. Ich schrieb eben einen Kommentar bei ihm:
"Ich stieg wie du mit einem 386er (DX40) ein. 1992 bei Vobis
geholt mit Monitor für 2900.- DM. Riesen DOS-Handbuch. Ich
war nie der Gamer. Ich schrieb mit Word 5.0 alles, was meine
damalige Ausbildung zum Krankenpfleger hergab. Später dann
AmiPro. Das Gefummel mit den Treibern zerrüttete meine Nerven.
Aber es machte Spaß. Der PC hatte noch ein Laufwerk für
5¼-Floppys. Mein Kumpel war neidisch, weil ich bereits eine
Festplatte mit 105 MB drin hatte. Dafür versorgte er mich
jahrelang mit Software. Da er grafisch arbeitete, freute
ich mich über QuarkXPress. Der nächste PC war ein 486 DX100
von Escom, zwei Jahre später Pentium, selbst zusammengestellt,
was ich heute nicht mehr kann. September 1995 14,4er Modem
und ab als Point einer Mailbox ins Usenet, Juli 1996 eigene
Webseite, die auch jetzt noch, 30 Jahre später, auf
rudimentärstem HTML und etwas CSS basiert. Ich bin technisch
dann stehengeblieben, die Kaufzyklen wurde länger und mein
PC-Opi läuft seit 11 Jahren. ein gekaufter AMD Ryzen 5 soll
ihn ablösen. Er steht unausgepackt neben mir, habe aber keine
Zeit. Wenn ich bedenke, der erste PC (noch ein Desktop) für
2900.- DM, der letzte vor 11 Jahren für 390.- Euro und der
Mini-PC im August 2026 für 500.- Ocken, dessen Wert man
verdoppeln könnte, wenn man nur eine RAM-Bank mehr kaufen
würde. Ein Freund hatte damals einen 286er Laptop, und er
gab ihn nicht auf, selbst als ich schon bei Pentium war.
Doch der Norton Commander schnurrte selbst auf dem 286er
anstandslos. Gewissermaßen lebte ich meine Spielfreude nicht
mit Games aus, sondern wartete auf jede neue Shareware-CD,
die an irgendeiner Zeitschrift klebte."
[06:21]
Die "meisten Menschen (...) werden nämlich so aussehen, wie man eben
aussieht, wenn es einem schon wieder alles nennenswert zu anstrengend
war. Wenn es also etwa zu heiß war, zu schwül, zu sauerstoffarm, zu
fordernd. Die Kleidung zu klebrig am Körper, die Luft zu stickig und
staubig. Die S-Bahn zu Sauna, die U-Bahn zu Backofen, die Sonnenseite
der Mönckebergstraße viel zu sehr Madrid. Man sieht es den Menschen
bereits auf den ersten Blick an, wie sehr die Hitze sie fordert, und
man sieht auch, was sie fordert: Lebendigkeit, Munterkeit, Frische,
Kraft. Eleganz auch.
(Buddenbohm)
[06:16]
"Unterwegs begegneten mir auffallend viele Läufer*innen mit der Hautfarbe, die ich vor allem an den Nackerten auf den Isarbänken kenne, Tönung überwürztes Branthendl. Habe ich die Hautkrebs-Olympiade verpassst?"
(Kaltmamsell)
[05:25]
"... habe ich Doc Holiday aufgesucht, der mir wieder in seiner unendlichen Großzügigkeit zwei Wochen Leerlauf spendiert hat, mit der Option auf Verlängerung, wenn die manische Phase bis dahin noch nicht abgeklungen ist. Das ist der Vorteil, wenn Sie anerkannt diagnostizierter Kloppi sind, dann gehen Sie mit einer Phase in die Praxis und mit einer großzügigen Krankschreibung raus. Und jeder denkt draußen, dass Sie was anderes haben. Regelschmerzen. Hautkrebs. Augenaids. Oder Darmverschluss."
(Betonflüsterer)
[15:11]
Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 3897 = 128 Monate. //
Logbuch /
Querbeet.
Samstag, 15. August 2026
[18:47]
Mir träumte, ich war auf einem Treffen mit Freunden und wurde
dazu verdonnert, das Taxi zu zahlen. Es würde maximal 50 Euro
kosten, sagten sie. Wir absolvierten die Fahrt, stiegen aus
und der Fahrer verlangte mit hämischem Grinsen 87.- Euro.
Klar, daß er mich beschiß, aber ich hatte keine Möglichkeit,
das nachzuweisen, und die Freunde warteten, daß ich bezahlze,
damit wir losgehen konnten. Zugzwang und Ärger über die
ausgegebenen 100.- Euro; denn ich hatte dem unverschämten
Fahrer aus Reaktanz einen 100-Euro-Schein hingeknallt.
[#]
Nach wilden Alpträumen aufgewacht.
Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder
vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die
vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende
Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem
Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue mit
demselben Raumblick.
[18:47]
Neuropolitik
untersucht, wie unser evolutionsbedingt archaisches Gehirn
gesellschaftlich und politisch so viele Idioten hervorbringt.
[#]
Retro-Comedy aus den 90ern: Das Dieter-Seminar
[#]
Es gibt Incels, die verbitterten und radikalen, sich vernachlässigt glaubenden
und gebenden Männer. Und es gibt
Femcels,
die weit weniger fremd-, als vielmehr autodestruktiv agieren.
[#]
Herr Buddenbohm
plädiert
für eine große Umkehr. Den Sommer zur Einkehr, zur Reflektion, zur
Pause, den Winter, Weihnachten zur Aktionzeit umdrehen.
Auf daß Reisebüros und gewisse Heißgetränke glühen.
[#]
Zu wenig Ladestationen: Viele E-Book-Leser
steigen
wieder auf Verbrennerbücher um.
[#]
"Gebeine in der Donau" -
"Gebeine" habe ich ewig nicht mehr gelesen. Das ist so lange
her, da muß noch Fleisch drangehangen haben.
[#]
Porträt des Arbeiters Hans Schmitz (1973).
Ein Zeitdokument, mit dem sogar wir Ossis etwas anfangen können.
Sprachduktus, Mode, Verhaltensweisen usw - all das kenne ich.
Das ist tatsächlich sehr lange her. Opa erzählt von seiner
Kindheit in den 70ern...
[18:39]
"Politiker und Windel müssen öfter gewechselt werden, aus demselben Grund." (Mark Twain)
[18:37]
"Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance." (H. L. Mencken)
[17:13]
Als ich wegen der Sperrung des Zentralgleises am HBF ihn einmal queren
mußte, um von der West- auf die Ostseite zu gelangen, sah ich die
Obachlosen liegen in ihren Decken, denn es ist Sommer und Schlafsäcke
ein wenig overdressed. Der Sicherheitsdienst näherte sich einer jungen
Frau mit den Worten: "Findest du nicht, daß es langsam Zeit wird,
deine Sachen zusammenzupacken?" Offensichtlich werden die Wohnungslosen
frühmorgens erst einmal weggescheucht. Abends, wenn ich vorm Dienst
zu ALDI am Eingang Westseite bin, sind sie jedenfalls alle da,
ungestört. Es ist eine so eigene Welt, ein so tragischer Fakt,
ein solches Dasein, von außen betrachtet. Den Mut gefunden, in
Kontakt zu kommen, habe ich nicht.
[16:46]
Sourcefeed
ist ein Dienst, mit dem sich Text an Abonnenten eines
RSS-Feeds senden läßt. RSS-only. Keine Website, keine
Inbox/Newsletter, kein Algorithmus, keine Werbung. Einfach
schreiben, posten, und der Leser empfängt den Eintrag.
Der Erfinder schreibt: "The slowest social media ever made,
and the calmest." 1 RSS-Feed ist kostenlos, so daß ich
ihn generiert
habe. Mal sehen + probieren, wozu sich diese verheißungsvolle
Option verwenden läßt. Die Einfachheit begeistert mich, wie
mich damals auch Posterous überraschte. Im Prinzip könnte ich
ALLES über
diesen Feed
laufen lassen. Komplett, chronologisch, auf Abruf. Bequem
und unaufdringlich. SUPER.
[15:11]
Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3896. //
Logbuch /
Querbeet.
Freitag, 14. August 2026
[15:11]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3895. //
Logbuch /
Querbeet.
Donnerstag, 13. August 2026
[15:27]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3894. //
Logbuch /
Querbeet.
Mittwoch, 12. August 2026
[17:29]
Für 23.000.- Euro hätte ich mich auch 100 Tage
wegsperren lassen.
Bei meinem Hikikkomoridasein würde ich da locker durchkommen.
Obwohl... 1 Stunde Sport täglich wäre wohl ein ernsthafter Grund,
der Studie nicht zur Verfügung zu stehen. Daß es keine Zanke gegeben habe,
glaube ich der Crew von
Solis 100
aber nicht.
[16:42]
Es gibt Geheimnisse in meinem Leben, da kommt ihr nie drauf.
Ab 13. November wird es im Industriemuseum Chemnitz die
Austellung
"MITROPA - Zwischen Bahnsteig und Besteck"
geben. Da explizit darum gebeten wird,
Informationen oder Devotionalien einzubringen, schrieb ich ihnen:
"Ich bekam heute mit, daß Sie eine Austellung zur Mitropa planen.
1982 begann ich eine Kochlehre am Leipziger HBF und arbeitete
bis 1986 auf dem Bayrischen Bahnhof als Mitropa-Koch.
Falls Sie Interesse haben, etwas wissen wollen, z.B. wie wir
gegen die Ratten kämpften, stehe ich zur Verfügung. Seid bereit, immer bereit!"
[14:49]
Word of the Day (German): "tja". - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack oder no bread in the house.
[14:44]
Mich beschleicht das Gefühl, daß es schon recht voll ist an dem Ort, wo der Pfeffer wächst.
[09:27]
Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute 21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3.
[08:22]
"Was gehen mir diese Dynamic Ads in Podcasts auf den Zeiger.
Da kommen in mir The-Ring-Vibes auf. Man hat das Gefühl,
gleich kriecht eine sehr bösartige Frau aus dem Kopfhörer,
um deine Windschutzscheibe zu reparieren oder dir mitzuteilen,
dass ihr Müsli lecker schmeckt."
(Blogsequenz)
[06:06]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3893. //
Logbuch /
Querbeet.
Dienstag, 11. August 2026
[18:39]
Andreas Rebers lästert über die GenZ. Er kann's.
[#]
Tolles Feature bei Bluesky: Bei Thread werden die Postings durchnummeriert.
[#]
Entweder wußte ich es mal und vergaß oder es begegnet mir nach einem fast beendeten Berufsleben for the first time:
Rote-Hand-Brief.
[via Kieselblog] -
Garantiert NEU ist der Begriff
Femcel!
[#]
Daß der Mond jetzt schon mit
Technikschrott
aus der Raumfahrt vollgemüllt ist!
[#]
Wortperlen: Generalfrustrierte (taz)
[#]
Der Experte des Tages via
Kieselblog
[#]
SO essenziell: Frau Klugscheißer mit einem
Plädoyer
für die kommunikative Zuwendung, "das Miteinander wollen"
[#]
mequito
baut sich
eine KI-gestützte persönliche Wissensdatenbank.
Und ich sofort: hechelhechel, habenwill.
[#]
An ein
Fahrrad-Posting
pappe ich mal zwei längerformatige Hörbeiträge:
Fahrrad als Kult
(Radio Wissen) sowie die Lange Nacht des
Radfahrens.
[18:34]
Christian Fischer hat niederschmetternde Wochen hinter sich mit allerdings glasklarem Fazit:
"Im Krankenhaus überleben die länger und besser, wo die
Angehörigen dicht dran am Arzt sind." (HBML-Blog) -
Ich schrieb bei ihm:
"Ich kann das alles nur bekräftigen. Als Pfleger mit 37 Berufsjahren auf dem Buckel, Onkologie, Geriatrie usw, kann ich nur zuraten: uns auf den Sack gehen, nicht locker und sich nicht abwimmeln lassen. Und: Patientenverfügung, yes!
Außerdem sieht jeder Fachbereich nur bis zu seinem Tellerrand."
[18:30]
Lange genug habe ich mich
geziert.
Um 8.50 Uhr heute Morgen bestellte ich endlich einen Computer,
nachdem es letztens schief ging, als ich bei CSL für EUR 570.- einen
Tower bestellte, der aber ins Ladengeschäft in Schleswig-Holstein
geliefert wurde und jeder Versuch, an Bots vorbeizukommen, um den
Fauxpas zu klären, scheiterte. Die versprochene, aber, wenn ich
mich hätte erklären dürfen, nicht zwingend nötige Rückzahlung
klappte. Erstmals
kaufe ich
einen Mini-PC und bin leidlich aufgeregt. Um mögliche logistische
Verknotungen zu vermeiden, entschied ich mich, nicht nochmal bei
CSL zu bestellen. Anlaß dieses Notats ist der Umstand, daß
bezüglich meiner morgenlichen Bestellung sage und schreibe
9 E-Mails eingetroffen sind. Erfassung, verschiedene Bestätigungsstufen,
Zahlungsabwicklung per Amazon, Infomail (Wir arbeiten dran),
versandfertig, an DHL abgegeben, Sendung unterwegs. Wahnsinn.
9-Mails für ein kleines PCchen. Welche CO2-Bilanz ist das?
[#]
Mein Rechner-Opi spürt, daß seine Zeit gekommen ist und schnurrt
wie ein liebes, aber altersschwaches Kätzchen, als könnte er kein
Wässerchen trüben und würde mich, wenn er könnte, mit treudoofem
Blick angucken und um Gnadenfrist bitten. Doch der
Mini-PC
ist auf dem Weg nach Leipzig. ChatGPT hatte mir für ihn grünes Licht
gegeben. Ich zocke nicht, schneide keine Filme und bastele nicht
an der Hardware herum. Was ich brauche, ist ein PC, der ein paar
Jahre läuft und mich ins Internet läßt, um Dinge
einzusammeln.
[#]
Siesta, die durch den DHL-Boten abgekürzt wurde, der meinen
Mini-PC anschleppte. SENSATIONELL. Von der Bestellung am Dienstag
um 8.50 Uhr vergingen gerade mal 28 Stunden bis zur Entgegennahme.
Normale Lieferung, nix Express. So phänomenal gut klappte noch
keine Bestellung per Internet. Das Paket ist ungeöffnet wegen
Nerven. Einen PC einrichten bedarf viel freier und zusammenhängender
Zeit, welche ich erst ab Montag haben werde.
[16:06]
Retröt:
Warum heißt es Cannabis auf Rezept und nicht Kassenbong.
[09:17]
Bei Frau Anje kam in den
Kommentaren
anläßlich des Sonntagshoppings das Thema Wochenarbeitszeit und freie
Tage auf. Ich schrieb: "Damit lebe ich immer schon. Als ich noch
Koch war in der frühen Jugend als Lehrling und Geselle, hottete
die Hood am Wochenende ab, während ich um 5 Uhr aufstand zum
Frühdienst. Und wenn ich dann in der Woche frei hatte, waren alle
anderen am Pulxen. Und als Pfleger bin ich allseits=allzeit bereit.
Der Dienstplan für einen Monat wird am 15. des Vormonats veröffentlicht,
so daß ich nur SEHR bedingt vorplanen und gegenüber Freunden/Bekannten
Aussagen machen kann, ob ich zu diesem und jenen Event Zeit hätte.
Die Menschen schleichen sich, wenn sie mich einbeziehen wollen,
mit Samtpfoten an und erwarten im Prinzip ein "Nee, habbich Dienst".
Durch eine grundsätzliche sonntägliche Ladenöffnungszeit ginge der
Trend klarerweise in diese Richtung." Gestern hatte ich auf
christliche Sondergruppen hingewiesen: "Es gab und gibt Christen,
die den Sabbat heilig(t)en. Zusammen heißen
sie Sabbatianer
Auf diese kam ich erst kürzlich durch die
Dönme.
Die Sieben-Tags-Adventisten machen das heute noch so, oder?
Ich erinnere mich, daß in meinem ersten Jahr als Pflegehelfer
im Kreiskrankenhaus Mittweida ein solcher Patient bei uns auf der
Inneren lag, der den kuriosen Wunsch nach vegetarischem Essen
äußerte und sich als Sieben-Tags-Adventist zu erkennen gab. Das
war damals zum Ende der DDR ein spektakuläres Ansinnen. Vegetarier,
um Himmels willen!!
[07:11]
Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 3892. //
Logbuch /
Querbeet.
Montag, 10. August 2026
[20:10]
"Die gesellschaftliche Tendenz geht momentan ja von Genosse zu Kamerad." (DLR-Interview)
[20:03]
Zwei eigene Sprüche, die NIX miteinander zu tun haben, sich aber einen Link teilen müssen, die Armen:
Für Halb- bis Dreiviertelglatzenträger wie mich fand ich eine gefällige Erklärung: zur besseren Prozessorkühlung. /
Tut mir sehr leid, aber ich kann "Ägypten" nur wie im Otto-Sketch aussprechen.
[20:01]
DLF-Presseschau: "BILD-Zeitung, das Zentralorgan für Migrationshysterie"
[19:58]
"Atomwaffen sind kein notwendiges, sondern ein absolutes
Übel. Die Menschheit und Atomwaffen können niemals
nebeneinander existieren." (Bürgermeister von Nagasaki
am 9. August 2026)
[16:33]
"... technisch und optisch frühes Ikea."
(Frau Anje)
[16:26]
"Ansonsten war es wieder sehr beglückend, und das ist wörtlich
zu verstehen, wie bei jeder Wanderung: Sobald ich die Stadt
verlassen habe und den Wald betrete, mich dessen Grün umfängt,
sich der Verkehrslärm auf ein fernes Hintergrundrauschen
reduziert, ehe er ganz verstummt und vornehmliches Geräusch
der Gesang der Vögel ist, tritt ein tiefes Glücksgefühl ein.
Dabei kann ich meinen Gedanken nachgehen, auch solchen, die
hier nicht zu lesen sind, ein Liedchen summen und das eine
oder andere Selbstgespräch führen. Herrlich."
(Alltägliches & Ausgedachtes)
[16:24]
"Am Troisdorfer Friedhof lag Laubbläserlärm in der Luft, der geeignet war, die Totenruhe zu stören."
(Alltägliches & Ausgedachtes)
[15:55]
"Es ist eine Illusion zu denken, man wäre jemals fertig mit der
Trauer. Sie kommt in Wellen und verliert zum Glück irgendwann die
scharfen Kanten." Mehr bei Frau Fragmente.
[15:24]
"Viel gibt es nicht zu erzählen, was den alten Russen und mich betrifft.
(...)
Wir machten nix miteinander. Die Sprachbarriere.
Deswegen führten wir auch keinen Currentzis / Netrebko-Gespräche.
Der Isolierte war eigentlich ich.
Ich bin der, der nur ganz selten Besuch hat.
Zwar hört man auch mich sprechen. Aber das ist reiner Abwehrkampf gegen das Alleinige."
(schizophrenist)
[15:22]
"Es ist einem langsam alternden Körper in vielfacher Form anzusehen, wenn auch die Psyche aus dem Takt geraten ist."
(Jahrgang 1953)
[05:05]
Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 3891. //
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Sonntag, 9. August 2026
[10:35]
Quasi einen
Blick in den Keller
des Völkerschlachtdenkmals kann der Besucher nun überhaupt zum ersten
Mal werfen. Der Begriff
"Subkonstruktion"
war mir nicht geläufig. Mein - Leser des ISB verleiern an dieser Stelle
die Augen - geliebtes
Karambolage-Magazin
widmet dem Leipziger Klotz
ganze vier Minuten
in despektierlicher, aber lustiger Weise. Der neue Gang im Sockel
ist frei zugänglich, normales Ticket genügt.
[09:00]
Der Betonflüsterer beschreibt in
Keine Angst
seine Störgefühle bezüglich des
umstrittenen, gleichnamigen Liedes
von Danger Dan.
"Salon. Streicher. Klavier. Leidensmiene. Super Technik. Gut ausgeleuchtet. Dann Streisand. Wohlfeile Empörung. Einladungen. Stellungnahmen. Die Orgeln gedreht. Die Sirenen geölt. Die komplette Kulturbubble mal wieder außer sich. Kostet nix. Kann man machen. Einfach überdreht das nächste Dritte Reich an die Wand malen, sich selbst als Weiße Rose inszenieren, breitenwirksam rumopfern und dann abräumen."
[05:55]
Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 3890. //
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Querbeet.
Samstag, 8. August 2026
[19:13]
Sehr fahrig heute, kann kaum bei einer Sache bleiben, beginne
etwas zu gucken, zu lesen oder zu hören, dann fällt mir ein,
klick mal diesen Link, zack, ploppt eine Doku über Rainald
Grebe
(Der Tod im Leben)
auf und ich pausiere den
Podcast
über Jesus von Nazareth, um weiter dran zu bleiben bei den
100 Folgen zur europäischen Geschichte bei
"Eine Stunde History".
Grebe gewinnt gegen Jesus, wer hätte das gedacht. Daß er
so krank
ist, ging total an mir vorbei. Was er an gesundheitlichen
Einschränkungen schildert, klingt nach Symptomen, die ME/CFS-
Patienten haben: energetische und kognitive Schwächen.
Ich stelle mir vor, Rainald hornalt. Das wär's. Der
berührende Film
kulminiert im Konzert auf der Waldbühne.
[17:04]
Beim
Liedersänger
kommentiert: "Ich neige mit meinen 60 Jahren und einer immensen psychosomatischen
Bürde gerne zum Jammern. Sobald ich jemanden sehe, der im Rollstuhl
sitzt, mit Führhund unterwegs ist, oder all die Patienten auf
unserer Station mit Dialysekatheter, wenn ich all die mit der
Schicksalskeule Getroffenen sehe, gehts mir instantan wieder besser."
[14:33]
Ich habe einen Ordner mit Cartoons, die ich nicht kapiere.
ChatGPT erklärt sich großspurig bereit, mir beim Analysieren zu helfen.
So lud ich einen Cartoon hoch, die LLM rödelte und erklärte,
betonte aber mehrmals, daß sie sich nicht sicher sei, des Pudels
Kerne getroffen zu haben. Offensichtlich weiß die KI selbst,
daß sie (noch) Probleme mit Humor hat. ChatGPT wischte sich den
Schweiß von der Platine und forderte mehr Bilder. Einen
zweiten Cartoon
darf ich jedoch erst in 23:55 Stunden hochladen.
Daran könne die geplagte KI nichts ändern, gab mir aber
konspirativ zu verstehen, daß ich Bilder irgendwo hochladen
und ihr dann den Link geben solle. So gemacht und wieder
eiert
die LLM ziemlich herum und beteuert mehrmals in vielen
Worten, daß sie das so sehe, aber irgendwie unsicher sei
und es sich auch ganz anders verhalten könne. Als ich die
Erklärung, es handele sich um einen rein auf Golf bezogenen
Cartoon, hinterherschickte, schleimte die LLM:
"Ah, das ist eine viel plausiblere Spur. Und meine vorige
Erklärung war dann tatsächlich daneben. Danke, dass du
die Erklärung mitgebracht hast."
[07:26]
Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 3889. //
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Freitag, 7. August 2026
[19:15]
Einsteiger
in ein wahrhaftiges Leben. Das
einfache Leben
sei der Luxus. Allzu gerne würde ich wissen, ob
Friedmunt Sonnemann.
sein realer Name ist. Seine beiden Kinder sind erwachsen. Es fällt
angenehm auf, wie er spricht. Bedachtsam und kein unwichtiges Wort. Seine
Königsfarm
liegt in einem Seitental der Mosel. Ohne Strom und Wasser aus
einer Quelle, züchtet er alte Samen und Pflanzen. Klar sei
sein Leben anstrengend. Aber bei allem, was er zut, weil er
es als ihm bestimmt ansieht, besitze er die Kraft dazu. Ein
Waldschrat,
aber mit Wohlwollen und Bewunderung gemeint. Der
Aussteiger,
der einsteigt in ein Leben, wie es für ihn gedacht ist.
[17:03]
Dönme
sind eine Religionsgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert
durch den Kabbalisten
Schabbtai Zvi
entstanden
war. Juden konvertierten im damaligen osmanischen Reich
zum Islam, lebten aber insgeheim als Juden weiter (Kryptojuden). So
vermischte sich die Religion zu einem eigenen Kult. Beispielsweise
wurden die aufgetüftelten Speieevorschriften aufgegeben. Die
Dönme übten großen gesellschaftlichen und politschen
Einfluß
aus, Sie untersützten die Jungtürken. Im Deutschlandfunk wurde
mir diese Gruppierung
bekannt gemacht.
[15:00]
Aufgeschnappt: Jedes Problem ist lösbar, sofern jemand damit reich werden kann.
[15:13]
Ich mag putzige, originelle, seltene Namen. Ebenso Korrelationen
zwischen Namen und Aspekten wie Beruf oder Örtlichkeiten.
Seit geraumer Zeit sammle ich sie
per Screenshot
ein. Deswegen heißt die Serie mit den "bloß" skurrilen Namen ziemlich
unoriginell
"Originelle Namen".
und die mit Bezügen
"Nomen est Omen",
jeweils als Mastodon-Thread. Darüber hinaus ein Special zu
Patientennamen,
eines zu Tom Macht.
Alle weiteren, von denen ich keinen Screenshot erwisch(t)e, sind
in einen
Namen-Pool
aufgehoben. Daniel in der Löwengrube.
[12:38]
Ich habe den heutigen Eintrag
in Querbeet als Tagebuchposting
extrahiert.
[#]
Bei der 16. Dresdner Schlössernacht im Juli 2026 sorgte der humanoide KI-Roboter "Ludwig II. von Robotollern" im königlichen Umhang
für Aufsehen.
[#]
Servicetröt für alle Sachsen im Exil, die Dialekt ein bißchen vermissen:
ein Melonenbauer. (MDR-Sachsenspiegel)
[#]
Bei
"Tom Macht. Planer für Architektur"
dreht mein Hirn durch. Ein Architekt, der plant, sehr originell. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was Macht Tom? Pläne!
[#]
Der
"Patient"
Krankenhaus landet womöglich auf der Intensivstation, wenn nicht gar auf der Palliativstation. (MDR-Sachsenspiegel)
[#]
Ich glotze seit Jahren aus dem Fenster und sammle diese Fensterblicke.
Die jüngsten sind vom
4.8.2026
und 3.8.2026
[#]
Apotheke in Gaza.
Hitze. "Wenn es die Menschen nicht aushalten, wie sollen es die Medikamente überstehen." Interessanter Blickwinkel.
[#]
Starker Tobak. Ein Rettungssanitäter, der seit 4 Jahren in der Ukraine Kindern hilft.
[#]
Rundstück warm -
Vorläufer des weltläufigen Hamburgers.
[#]
Proterogynie,
eine Form der Zweigeschlechtlichkeit (Zwittrigkeit), die bei
Avocados zu bestaunen ist.
"Morgens Frau, abends Mann."
[09:30]
Thomas Karl Neubauer war ein Autodidakt, der ohne Öffentlichkeit
30 Jahre lang
gemalt, geschrieben und gedichtet hat. Sein
Nachlaßverwalter
staunte nicht schlecht,
als er Neubauers Wohnung aufschloß und sich einem Oeuvre von unzählicgen
Romane, Gedichten, Gemälden und Installationen gegenüber sah.
Der ehemalige Diakon nutzte seinen Ruhestand dafür. Chapeau!
[06:00]
Moin!:
Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 3888. //
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Querbeet.
Donnerstag, 6. August 2026
[09:56]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3887. //
Logbuch /
Querbeet.
Mittwoch, 5. August 2026
[10:18]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3886. //
Logbuch /
Querbeet.
Dienstag, 4. August 2026
[19:50]
In einer der größten Kliniken Deutschlands, der Uniklinik Freiburg, wirkt eine
Taskforce Hitze.
Deren Leiter beklagt im Interview den mangelhaften Änderungswillen der
entscheidenden Stellen. Laut
Arbeitsstättenverordnung
darf in Räumen mit über 35°C keiner mehr arbeiten.
Und ab 30°C ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet.
Ventilatoren, Getränke, Zeiten reduzierten, lässigere Kleiderordnung.
[17:14]
Repost: Mein Fitnessstudio hieße "Max-Planck-Institut".
[09:15]
Da wir neben Rheuma- und Nierenpatienten auch
AGER-
Patienten versorgen, ist eine der häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur,
gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen
rezidivierende Stürze
auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist,
werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln
ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit).
Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so
ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft,
schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die
Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen,
den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim
entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern
die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und
wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert
sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen,
sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden,
Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station
legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen)
Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in
stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes
Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel
zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.
[05:55]
Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3885. //
Logbuch /
Querbeet.
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