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Einsammelbuch (85)
 [«] Miszellen eines Monomanen [»]

Samstag, 15. August 2026

[18:47] Mir träumte, ich war auf einem Treffen mit Freunden und wurde dazu verdonnert, das Taxi zu zahlen. Es würde maximal 50 Euro kosten, sagten sie. Wir absolvierten die Fahrt, stiegen aus und der Fahrer verlangte mit hämischen Grinsen 87.- Euro. Klar, daß er mich beschiß, aber ich hatte keine Möglichkeit, das nachzuweisen, und die Freunde warteten, daß ich bezahle, damit wir losgehen konnten. Zugzwang und Ärger über die ausgegebenen 100.- Euro; denn ich hatte dem unverschämten Fahrer aus Reaktanz einen 100-Euro-Schein hingeknallt. [#] Nach wilden Alpträumen aufgewacht. Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue miz demselben Raumblick.

[18:47] Neuropolitik untersucht, wie unser evolutionsbedingt archarisches Gehirn gesellschaftlich und politisch so viele Idioten hervorbringt. [#] Retro-Comedy aus den 90ern: Das Dieter-Seminar [#] Es gibt Incels, die verbitterten und radikalen, sich vernachlässigt glaubenden und gebenden Männer. Und es gibt Femcels, die weit weniger fremd-, als vielmehr autodestruktiv agieren. [#] Herr Buddenbohm plädiert für eine große Umkehr. Den Sommer zur Einkehr, zur Reflektion, zur Pause, den Winter, Weihnachten zur Aktionzeit umdrehen. Auf daß Reisebüros und gewisse Heißgetränke glühen. [#] Zu wenig Ladestationen: Viele E-Book-Leser steigen wieder auf Verbrennerbücher um. [#] "Gebeine in der Donau" - "Gebeine" habe ich ewig nicht mehr gelesen. Das ist so lange her, da muß noch Fleisch drangehangen haben. [#] Porträt des Arbeiters Hans Schmitz (1973). Ein Zeitdokument, mit dem sogar wir Ossis etwas anfangen können. Sprachduktus, Mode, Verhaltensweisen usw - all das kenne ich. Das ist tatsächlich sehr lange her. Opa erzählt von seiner Kindheit in den 70ern...

[18:39] "Politiker und Windel müssen öfter gewechselt werden, aus demselben Grund." (Mark Twain)

[18:37] "Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance." (H. L. Mencken)

[17:13] Als ich wegen der Sperrung des Zentralgleises am HBF ihn einmal queren mußte, um von der West- auf die Ostseite zu gelangen, sah ich die Obachlosen liegen in ihren Decken, denn es ist Sommer und Schlafsäcke ein wenig overdressed. Der Sicherheitsdienst näherte sich einer jungen Frau mit den Worten: "Findest du nicht, daß es langsam Zeit wird, deine Sachen zusammenzupacken?" Offensichtlich werden die Wohnungslosen frühmorgens erst einmal weggescheucht. Abends, wenn ich vorm Dienst zu ALDI am Eingang Westseite bin, sind sie jedenfalls alle da, ungestört. Es ist eine so eigene Welt, ein so tragischer Fakt, ein solches Dasein, von außen betrachtet. Den Mut gefunden, in Kontakt zu kommen, habe ich nicht.

[16:46] Sourcefeed ist ein Dienst, mit dem sich Text an Abonnenten eines RSS-Feeds senden läßt. RSS-only. Keine Website, keine Inbox/Newsletter, kein Algorithmus, keine Werbung. Einfach schreiben, posten, und der Leser empfängt den Eintrag. Der Erfinder schreibt: "The slowest social media ever made, and the calmest." 1 RSS-Feed ist kostenlos, so daß ich ihn generiert habe. Die Adresse für den Inhalt ist hier. Mal probieren, wozu sich diese verheißungsvolle Option verwenden läßt. Die Einfachheit begeistert mich, wie mich damals auch Posterous überraschte. Im Prinzip könnte ich ALLES über diesen Feed laufen lassen. Komplett, chronologisch, auf Abruf. Bequem und unaufdringlich. SUPER.

[15:11] Moin!: Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3896. // Logbuch / Querbeet.

Freitag, 14. August 2026

[15:11] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3895. // Logbuch / Querbeet.

Donnerstag, 13. August 2026

[15:27] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3894. // Logbuch / Querbeet.

Mittwoch, 12. August 2026

[17:29] Für 23.000.- Euro hätte ich mich auch 100 Tage wegsperren lassen. Bei meinem Hikikkomoridasein würde ich da locker durchkommen. Obwohl... 1 Stunde Sport täglich wäre wohl ein ernsthafter Grund, der Studie nicht zur Verfügung zu stehen. Daß es keine Zanke gegeben habe, glaube ich der Crew von Solis 100 aber nicht.

[16:42] Es gibt Geheimnisse in meinem Leben, da kommt ihr nie drauf. Ab 13. November wird es im Industriemuseum Chemnitz die Austellung "MITROPA - Zwischen Bahnsteig und Besteck" geben. Da explizit darum gebeten wird, Informationen oder Devotionalien einzubringen, schrieb ich ihnen: "Ich bekam heute mit, daß Sie eine Austellung zur Mitropa planen. 1982 begann ich eine Kochlehre am Leipziger HBF und arbeitete bis 1986 auf dem Bayrischen Bahnhof als Mitropa-Koch. Falls Sie Interesse haben, etwas wissen wollen, z.B. wie wir gegen die Ratten kämpften, stehe ich zur Verfügung. Seid bereit, immer bereit!"

[14:49] Word of the Day (German): "tja". - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack oder no bread in the house.

[14:44] Mich beschleicht das Gefühl, daß es schon recht voll ist an dem Ort, wo der Pfeffer wächst.

[09:27] Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute 21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3.

[09:02] Ich experimentiere mit RSS. Einen Feed für das Einsammelbuch, den ich, nachdem ChatGPT mich schlau gemacht hat, als Logbuch für einzelne Postings nutzen kann. Sehr komfortabel. Feedreadernutzern werden Nutzen davon haben und ich selbst, zudem habe ich begonnen, Thunderbird auch als Feedreader für meine Blogroll zu nutzen.

[08:22] "Was gehen mir diese Dynamic Ads in Podcasts auf den Zeiger. Da kommen in mir The-Ring-Vibes auf. Man hat das Gefühl, gleich kriecht eine sehr bösartige Frau aus dem Kopfhörer, um deine Windschutzscheibe zu reparieren oder dir mitzuteilen, dass ihr Müsli lecker schmeckt." (Blogsequenz)

[06:06] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3893. // Logbuch / Querbeet.

Dienstag, 11. August 2026

[18:39] Andreas Rebers lästert über die GenZ. Er kann's. [#] Tolles Feature bei Bluesky: Bei Thread werden die Postings durchnummeriert. [#] Entweder wußte ich es mal und vergaß oder es begegnet mir nach einem fast beendeten Berufsleben for the first time: Rote-Hand-Brief. [via Kieselblog] - Garantiert NEU ist der Begriff Femcel! [#] Daß der Mond jetzt schon mit Technikschrott aus der Raumfahrt vollgemüllt ist! [#] Wortperlen: Generalfrustrierte (taz) [#] Der Experte des Tages via Kieselblog [#] SO essenziell: Frau Klugscheißer mit einem Plädoyer für die kommunikative Zuwendung, "das Miteinander wollen" [#] mequito baut sich eine KI-gestützte persönliche Wissensdatenbank. Und ich sofort: hechelhechel, habenwill. [#] An ein Fahrrad-Posting pappe ich mal zwei längerformatige Hörbeiträge: Fahrrad als Kult (Radio Wissen) sowie die Lange Nacht des Radfahrens.

[18:34] Christian Fischer hat niederschmetternde Wochen hinter sich mit allerdings glasklarem Fazit: "Im Krankenhaus überleben die länger und besser, wo die Angehörigen dicht dran am Arzt sind." (HBML-Blog) - Ich schrieb bei ihm: "Ich kann das alles nur bekräftigen. Als Pfleger mit 37 Berufsjahren auf dem Buckel, Onkologie, Geriatrie usw, kann ich nur zuraten: uns auf den Sack gehen, nicht locker und sich nicht abwimmeln lassen. Und: Patientenverfügung, yes! Außerdem sieht jeder Fachbereich nur bis zu seinem Tellerrand."

[18:30] Lange genug habe ich mich geziert. Um 8.50 Uhr heute Morgen bestellte ich endlich einen Computer, nachdem es letztens schief ging, als ich bei CSL für EUR 570.- einen Tower bestellte, der aber ins Ladengeschäft in Schleswig-Holstein geliefert wurde und jeder Versuch, an Bots vorbeizukommen, um den Fauxpas zu klären, scheiterte. Die versprochene, aber, wenn ich mich hätte erklären dürfen, nicht zwingend nötige Rückzahlung klappte. Erstmals kaufe ich einen Mini-PC und bin leidlich aufgeregt. Um mögliche logistische Verknotungen zu vermeiden, entschied ich mich, nicht nochmal bei CSL zu bestellen. Anlaß dieses Notats ist der Umstand, daß bezüglich meiner morgenlichen Bestellung sage und schreibe 9 E-Mails eingetroffen sind. Erfassung, verschiedene Bestätigungsstufen, Zahlungsabwicklung per Amazon, Infomail (Wir arbeiten dran), versandfertig, an DHL abgegeben, Sendung unterwegs. Wahnsinn. 9-Mails für ein kleines PCchen. Welche CO2-Bilanz ist das?

[16:06] Retröt: Warum heißt es Cannabis auf Rezept und nicht Kassenbong.

[09:17] Bei Frau Anje kam in den Kommentaren anläßlich des Sonntagshoppings das Thema Wochenarbeitszeit und freie Tage auf. Ich schrieb: "Damit lebe ich immer schon. Als ich noch Koch war in der frühen Jugend als Lehrling und Geselle, hottete die Hood am Wochenende ab, während ich um 5 Uhr aufstand zum Frühdienst. Und wenn ich dann in der Woche frei hatte, waren alle anderen am Pulxen. Und als Pfleger bin ich allseits=allzeit bereit. Der Dienstplan für einen Monat wird am 15. des Vormonats veröffentlicht, so daß ich nur SEHR bedingt vorplanen und gegenüber Freunden/Bekannten Aussagen machen kann, ob ich zu diesem und jenen Event Zeit hätte. Die Menschen schleichen sich, wenn sie mich einbeziehen wollen, mit Samtpfoten an und erwarten im Prinzip ein "Nee, habbich Dienst". Durch eine grundsätzliche sonntägliche Ladenöffnungszeit ginge der Trend klarerweise in diese Richtung." Gestern hatte ich auf christliche Sondergruppen hingewiesen: "Es gab und gibt Christen, die den Sabbat heilig(t)en. Zusammen heißen sie Sabbatianer Auf diese kam ich erst kürzlich durch die Dönme. Die Sieben-Tags-Adventisten machen das heute noch so, oder? Ich erinnere mich, daß in meinem ersten Jahr als Pflegehelfer im Kreiskrankenhaus Mittweida ein solcher Patient bei uns auf der Inneren lag, der den kuriosen Wunsch nach vegetarischem Essen äußerte und sich als Sieben-Tags-Adventist zu erkennen gab. Das war damals zum Ende der DDR ein spektakuläres Ansinnen. Vegetarier, um Himmels willen!!

[07:11] Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 3892. // Logbuch / Querbeet.

Montag, 10. August 2026

[20:10] "Die gesellschaftliche Tendenz geht momentan ja von Genosse zu Kamerad." (DLR-Interview)

[20:03] Zwei eigene Sprüche, die NIX miteinander zu tun haben, sich aber einen Link teilen müssen, die Armen: Für Halb- bis Dreiviertelglatzenträger wie mich fand ich eine gefällige Erklärung: zur besseren Prozessorkühlung. / Tut mir sehr leid, aber ich kann "Ägypten" nur wie im Otto-Sketch aussprechen.

[20:01] DLF-Presseschau: "BILD-Zeitung, das Zentralorgan für Migrationshysterie"

[19:58] "Atomwaffen sind kein notwendiges, sondern ein absolutes Übel. Die Menschheit und Atomwaffen können niemals nebeneinander existieren." (Bürgermeister von Nagasaki am 9. August 2026)

[16:33] "... technisch und optisch frühes Ikea." (Frau Anje)

[16:26] "Ansonsten war es wieder sehr beglückend, und das ist wörtlich zu verstehen, wie bei jeder Wanderung: Sobald ich die Stadt verlassen habe und den Wald betrete, mich dessen Grün umfängt, sich der Verkehrslärm auf ein fernes Hintergrundrauschen reduziert, ehe er ganz verstummt und vornehmliches Geräusch der Gesang der Vögel ist, tritt ein tiefes Glücksgefühl ein. Dabei kann ich meinen Gedanken nachgehen, auch solchen, die hier nicht zu lesen sind, ein Liedchen summen und das eine oder andere Selbstgespräch führen. Herrlich." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[16:24] "Am Troisdorfer Friedhof lag Laubbläserlärm in der Luft, der geeignet war, die Totenruhe zu stören." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[15:55] "Es ist eine Illusion zu denken, man wäre jemals fertig mit der Trauer. Sie kommt in Wellen und verliert zum Glück irgendwann die scharfen Kanten." Mehr bei Frau Fragmente.

[15:24] "Viel gibt es nicht zu erzählen, was den alten Russen und mich betrifft. (...) Wir machten nix miteinander. Die Sprachbarriere. Deswegen führten wir auch keinen Currentzis / Netrebko-Gespräche. Der Isolierte war eigentlich ich. Ich bin der, der nur ganz selten Besuch hat. Zwar hört man auch mich sprechen. Aber das ist reiner Abwehrkampf gegen das Alleinige." (schizophrenist)

[15:22] "Es ist einem langsam alternden Körper in vielfacher Form anzusehen, wenn auch die Psyche aus dem Takt geraten ist." (Jahrgang 1953)

[05:05] Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 3891. // Logbuch / Querbeet.

Sonntag, 9. August 2026

[10:35] Quasi einen Blick in den Keller des Völkerschlachtdenkmals kann der Besucher nun überhaupt zum ersten Mal werfen. Der Begriff "Subkonstruktion" war mir nicht geläufig. Mein - Leser des ISB verleiern an dieser Stelle die Augen - geliebtes Karambolage-Magazin widmet dem Leipziger Klotz ganze vier Minuten in despektierlicher, aber lustiger Weise. Der neue Gang im Sockel ist frei zugänglich, normales Ticket genügt.

[09:00] Der Betonflüsterer beschreibt in Keine Angst seine Störgefühle bezüglich des umstrittenen, gleichnamigen Liedes von Danger Dan. "Salon. Streicher. Klavier. Leidensmiene. Super Technik. Gut ausgeleuchtet. Dann Streisand. Wohlfeile Empörung. Einladungen. Stellungnahmen. Die Orgeln gedreht. Die Sirenen geölt. Die komplette Kulturbubble mal wieder außer sich. Kostet nix. Kann man machen. Einfach überdreht das nächste Dritte Reich an die Wand malen, sich selbst als Weiße Rose inszenieren, breitenwirksam rumopfern und dann abräumen."

[05:55] Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 3890. // Logbuch / Querbeet.

Samstag, 8. August 2026

[19:13] Sehr fahrig heute, kann kaum bei einer Sache bleiben, beginne etwas zu gucken, zu lesen oder zu hören, dann fällt mir ein, klick mal diesen Link, zack, ploppt eine Doku über Rainald Grebe (Der Tod im Leben) auf und ich pausiere den Podcast über Jesus von Nazareth, um weiter dran zu bleiben bei den 100 Folgen zur europäischen Geschichte bei "Eine Stunde History". Grebe gewinnt gegen Jesus, wer hätte das gedacht. Daß er so krank ist, ging total an mir vorbei. Was er an gesundheitlichen Einschränkungen schildert, klingt nach Symptomen, die ME/CFS- Patienten haben: energetische und kognitive Schwächen. Ich stelle mir vor, Rainald hornalt. Das wär's. Der berührende Film kulminiert im Konzert auf der Waldbühne.

[17:04] Beim Liedersänger kommentiert: "Ich neige mit meinen 60 Jahren und einer immensen psychosomatischen Bürde gerne zum Jammern. Sobald ich jemanden sehe, der im Rollstuhl sitzt, mit Führhund unterwegs ist, oder all die Patienten auf unserer Station mit Dialysekatheter, wenn ich all die mit der Schicksalskeule Getroffenen sehe, gehts mir instantan wieder besser."

[14:33] Ich habe einen Ordner mit Cartoons, die ich nicht kapiere. ChatGPT erklärt sich großspurig bereit, mir beim Analysieren zu helfen. So lud ich einen Cartoon hoch, die LLM rödelte und erklärte, betonte aber mehrmals, daß sie sich nicht sicher sei, des Pudels Kerne getroffen zu haben. Offensichtlich weiß die KI selbst, daß sie (noch) Probleme mit Humor hat. ChatGPT wischte sich den Schweiß von der Platine und forderte mehr Bilder. Einen zweiten Cartoon darf ich jedoch erst in 23:55 Stunden hochladen. Daran könne die geplagte KI nichts ändern, gab mir aber konspirativ zu verstehen, daß ich Bilder irgendwo hochladen und ihr dann den Link geben solle. So gemacht und wieder eiert die LLM ziemlich herum und beteuert mehrmals in vielen Worten, daß sie das so sehe, aber irgendwie unsicher sei und es sich auch ganz anders verhalten könne. Als ich die Erklärung, es handele sich um einen rein auf Golf bezogenen Cartoon, hinterherschickte, schleimte die LLM: "Ah, das ist eine viel plausiblere Spur. Und meine vorige Erklärung war dann tatsächlich daneben. Danke, dass du die Erklärung mitgebracht hast."

[07:26] Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 3889. // Logbuch / Querbeet.

Freitag, 7. August 2026

[19:15] Einsteiger in ein wahrhaftiges Leben. Das einfache Leben sei der Luxus. Allzu gerne würde ich wissen, ob Friedmunt Sonnemann. sein realer Name ist. Seine beiden Kinder sind erwachsen. Es fällt angenehm auf, wie er spricht. Bedachtsam und kein unwichtiges Wort. Seine Königsfarm liegt in einem Seitental der Mosel. Ohne Strom und Wasser aus einer Quelle, züchtet er alte Samen und Pflanzen. Klar sei sein Leben anstrengend. Aber bei allem, was er zut, weil er es als ihm bestimmt ansieht, besitze er die Kraft dazu. Ein Waldschrat, aber mit Wohlwollen und Bewunderung gemeint. Der Aussteiger, der einsteigt in ein Leben, wie es für ihn gedacht ist.

[17:03] Dönme sind eine Religionsgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert durch den Kabbalisten Schabbtai Zvi entstanden war. Juden konvertierten im damaligen osmanischen Reich zum Islam, lebten aber insgeheim als Juden weiter (Kryptojuden). So vermischte sich die Religion zu einem eigenen Kult. Beispielsweise wurden die aufgetüftelten Speieevorschriften aufgegeben. Die Dönme übten großen gesellschaftlichen und politschen Einfluß aus, Sie untersützten die Jungtürken. Im Deutschlandfunk wurde mir diese Gruppierung bekannt gemacht.

[15:00] Aufgeschnappt: Jedes Problem ist lösbar, sofern jemand damit reich werden kann.

[15:13] Ich mag putzige, originelle, seltene Namen. Ebenso Korrelationen zwischen Namen und Aspekten wie Beruf oder Örtlichkeiten. Seit geraumer Zeit sammle ich sie per Screenshot ein. Deswegen heißt die Serie mit den "bloß" skurrilen Namen ziemlich unoriginell "Originelle Namen". und die mit Bezügen "Nomen est Omen", jeweils als Mastodon-Thread. Alle anderen, die mir unterkamen, werden in einem Namen-Dump gelistet. Bisweilen sind es besondere Häppchen wie hier: König+Hagen und Tom Macht.

[12:38] Ich habe den heutigen Eintrag in Querbeet als Tagebuchposting extrahiert. [#] Bei der 16. Dresdner Schlössernacht im Juli 2026 sorgte der humanoide KI-Roboter "Ludwig II. von Robotollern" im königlichen Umhang für Aufsehen. [#] Servicetröt für alle Sachsen im Exil, die Dialekt ein bißchen vermissen: ein Melonenbauer. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Bei "Tom Macht. Planer für Architektur" dreht mein Hirn durch. Ein Architekt, der plant, sehr originell. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was Macht Tom? Pläne! [#] Der "Patient" Krankenhaus landet womöglich auf der Intensivstation, wenn nicht gar auf der Palliativstation. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Ich glotze seit Jahren aus dem Fenster und sammle diese Fensterblicke. Die jüngsten sind vom 4.8.2026 und 3.8.2026 [#] Apotheke in Gaza. Hitze. "Wenn es die Menschen nicht aushalten, wie sollen es die Medikamente überstehen." Interessanter Blickwinkel. [#] Starker Tobak. Ein Rettungssanitäter, der seit 4 Jahren in der Ukraine Kindern hilft. [#] Rundstück warm - Vorläufer des weltläufigen Hamburgers. [#] Proterogynie, eine Form der Zweigeschlechtlichkeit (Zwittrigkeit), die bei Avocados zu bestaunen ist. "Morgens Frau, abends Mann."

[09:30] Thomas Karl Neubauer war ein Autodidakt, der ohne Öffentlichkeit 30 Jahre lang gemalt, geschrieben und gedichtet hat. Sein Nachlaßverwalter staunte nicht schlecht, als er Neubauers Wohnung aufschloß und sich einem Oeuvre von unzählicgen Romane, Gedichten, Gemälden und Installationen gegenüber sah. Der ehemalige Diakon nutzte seinen Ruhestand dafür. Chapeau!

[06:00] Moin!: Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 3888. // Logbuch / Querbeet.

Donnerstag, 6. August 2026

[09:56] Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3887. // Logbuch / Querbeet.

Mittwoch, 5. August 2026

[10:18] Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3886. // Logbuch / Querbeet.

Dienstag, 4. August 2026

[19:50] In einer der größten Kliniken Deutschlands, der Uniklinik Freiburg, wirkt eine Taskforce Hitze. Deren Leiter beklagt im Interview den mangelhaften Änderungswillen der entscheidenden Stellen. Laut Arbeitsstättenverordnung darf in Räumen mit über 35°C keiner mehr arbeiten. Und ab 30°C ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet. Ventilatoren, Getränke, Zeiten reduzierten, lässigere Kleiderordnung.

[17:14] Repost: Mein Fitnessstudio hieße "Max-Planck-Institut".

[09:15] Da wir neben Rheuma- und Nierenpatienten auch AGER- Patienten versorgen, ist eine der häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur, gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen rezidivierende Stürze auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist, werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit). Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft, schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen, den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen, sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden, Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen) Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.

[05:55] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3885. // Logbuch / Querbeet.