31-07-2026 / Römer 1,15
30-07-2026
29-07-2026
27-07-2026 / Naja
26-07-2026
25-07-2026
24-07-2026 / Georgien, England, Schnitzel
23-07-2026
22-07-2026
21-07-2026
20-07-2026 / Pustekuchen und Schlamm
19-07-2026
18-07-2026 / Gedanken an früher
17-07-2026
16-07-2026
15-07-2026
14-07-2026 / Sonne im Herzen
13-07-2026 / Finsternis im Herzen
12-07-2026
11-07-2026 / Tippeltappeltour (2)
10-07-2026
09-07-2026 / Tippeltappeltour (1)
08-07-2026
07-07-2026 / Ein beknackter Tag
06-07-2026
05-07-2026
04-07-2026
03-07-2026
02-07-2026
01-07-2026
30-06-2026 / Fugen- und Gehirnmatsch
26-06-2026
25-06-2026
24-06-2026
23-06-2026
22-06-2026
20-06-2026 / Spätdienst 0815
19-06-2026
18-06-2026 / Anjepißt
17-06-2026
16-06-2026
15-06-2026
Donnerstag. Draußen soll Sommer sein. Dies überprüfte ich
bei einem Kaufland-Einkauf. Mein Gehirn ist dermaßen Matsch,
daß ich nicht drauf komme, WANN ich mich 80 Minuten der
Gluthitze aussetzte. Verdammt, ich krieg noch nicht einmal
den Vorttag zusammen. 4.30 Uhr erhoben für große Taten.
Kaffee, Hörsendungen erfaßt,
die ersten Postings aus der To-do-Liste. Danach Blogs
gelesen und daraus so viel Ressourcen geschöpft und
Link-Abzweigungen gefolgt, daß die Uhr, als ich endlich
das Gefühl hatte, eine Zäsur zu vertragen, unglaubwürdige
Angaben machte. Obzwar ich den Kauflandbon nicht finde,
weiß ich, daß ich gegen 10.30 Uhr
MIT SAFT
zuhause war. Weil der Betonflüsterer meinen
Jammerpost
mit "Kein Saft mehr. Auch schade." kommentierte, postete ich
den Einkauf mit der Replik: "Das stimmt so ja nun auch nicht.
Das ist keine Monats-, sondern Tagesration, damit meine
Jeremiade über kalorienmäßige Entgleisungen auch
substanziiell unterfüttert wird." Humor kurz vorm Treppchen
zum Podest, auf dem der Henker sich einen feixt.
Am PC plätscherten die Stunden mit Einsammeln dahin.
Timelines nicht vergessen! Dafür keinen
Tageshattrick.
Nebenher läuft der Deutschlandfunk mit den "Informationen am Morgen".
Bin gleich wieder da, muß nur kurz ein Posting
(2026 für 1966)
schreiben. Nachmittags schaute ich eine Folge "HIP - Ermittlerin mit Mords-IQ".
Spät am Abend zahlreiche kürzere Hörsendungen und mit dem
Studio-9-Podcast sanft gebettet und ebenso sanft nach 23
Uhr bei DWDT
eingeschlummert. JETZT ist der neuralgische Punkt, an dem ich
die Sache noch im Griff habe. Wenn ich mich jetzt auf
Mastododon,
Bluesky,
Leben und Sterben,
Oblomow,
Pixelfed
und Instagram
einlogge, startet das Inferno
der uferlose Strudel an Ideen, Impulsen und Wünschen. Die Neugier wird wie
immer gewinnen, fürchte ich. [#]
Am Morgen bin ich zwar anders geplättet als am Abend, mehr
Brainfog, aber weniger Kräfteverfall, so daß es sich bewährt
hat, morgens zu schreiben, und, zack, gibt's den nächsten,
längst fälligen Tagebucheintrag
(Römer 1,15)
mit einem Problem, das bei Doctor Who als Konstante im
Raum-Zeit-Kontinuum bezeichnet würde, an der man nicht rütteln darf,
damit das Universum nicht implodiert. Nee, Quatsch, es SOLL
ja anders werden, aber das Gefühl spiegelt das Eherne wider,
die Sisophosigkeit. Mein zweiter Cappucchino (Ich gucke
jetzt nicht ins Wörterbuch). Nach
zwei Postings. Potzblitz.
^
"Das eine statt des anderen" schrieb ich gestern. "Warum zur Hölle bleibt dann dieses Versagensgefühl? Weil ich das, was ich da gelesen, gesehen und doch gemocht habe, nicht geplant hatte, daß es andere Ziele verdrängt hat. Prioritäten verrutschen andauernd. Ich empfinde das als Inkonsequenz und Irrgang." - Mich begleitet dieses Dilemma ein Leben lang. Noch als frommer Jugendlicher fraß ich einen Narren an den Paulusworten, die das, was mich so sehr wurmt und das ein Leben lang dennoch unvermeidlich und nur selten änderbar gewesen war, so stark wiedergeben: "Was ich bewirke, begreife ich nicht; denn nicht, was ich will, treibe ich voran, sondern was ich hasse, das tue ich. (...) Denn das Wollen liegt in meiner Hand, das Vollbringen des Rechten und Guten aber nicht. Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, das treibe ich voran." (Zürcher Bibel, ab Römer 1,15) [#] Wir wissen im Prinzip, wo es langläuft. Oder, wie es Fragmente zu hören bekam: "Du hast es ja in der Hand!" Papperlapapp. Nix von dem wirklich Wichtigen klappt. Bzw. selten. Warum sonst gibt es so viele Selbsthilfegruppen? Warum sind die Therapieplätze so rar? Menschen wissen eigentlich, was einen gut tut und nicht. Raucher rauchen TROTZ des Wissens um Lungenkrebs. Adipöse essen TROTZ des Wissens um die dräuende Waage. Suchtkranke konsumieren TROTZ des Wissens um die verhängnisvolle Abhängigkeit. Kaum einer WILL das, was er da Schädliches tut. Und so auch im Kleinen, im Alltag. Die Mühen der Ebene. Ich will nicht wieder zunehmen, eskaliere aber mit Safttagen. Ich will Struktur und ziehe das Chaos an. Paulus sagt zwar Sünde, ich Unvermögen, Ambivalenz von Gefühl und Realität, von Wollen und Tun. Wie erlerne ich die Konsequenz, bei einem Wunsch, Vorhaben, einer Priorität zu bleiben? Ein Widder sollte diese Sturheit doch in den Genen haben. (31. Juli 2026)
Entschuldigung, gestern war Mittwoch, oder? Spektakuläres läßt sich nicht aufzählen. Nach der Schreibtischrunde am zeitigen Morgen zwei Stunden geratzt und etwas munterer an den Bildschirm zurück. All die Dinge, die ich immer tue und jedes Mal erwähnt habe, getan. Und stabil grummelig, weil abgelenkt und wieder fast keine Hörsendungen abseits der Periodika geschafft. Nur wenige Postings trotz eines freien Tages ohne Verpflichtung. Dafür nochmals geschlafen am Nachmittag. Verkackte Fatigue, die elendige! Ausführlich in Blogs gelesen und gleich mehrere neu gesehen und erstmal durch diverse Archive gestöbert bei Wupperpostille, Herr MiM, Loggbok, Piehnat, Wochenstart, Textrebell und Nowhereman. Stundenlang. Und natürlich von dort aus den Links gefolgt, wieder zurück, Tabs geschlossen. Schwindelgefühle. Abends groggy und weggenickt im Sessel bein Anhören von Der Tag und Studio 9 - der Tag mit.... Warum zur Hölle bleibt dann dieses Versagensgefühl? Weil ich das, was ich da gelesen, gesehen und doch gemocht habe, nicht geplant hatte, daß es andere Ziele verdängt hat. Prioritäten verrutschen andauernd. Ich empfinde das als Inkonsequenz und Irrgang, auch wenn ich, die Dinge einzeln betrachtet, überhaupt nichts zu klagen habe. 6 Blogs entdeckt, einen erweiterten Tageshattrick mit 2 x arte-Journal, 2 x MDR-Sachsenspiegel und 2 x Brisant, das sind knapp 3 Stunden. Was läßt mich bei der Tagesbilanz dennoch ningeln? Das, was ich NICHT gesehen / gehört habe: Kulturzeit, Karambolage, Twist, Euromaxx, WDR-Zeitzeichen, Kalenderblatt, Radio Wissen, Essay und Diskurs, Sein und Streit, Hörsaal. Keines davon. Die ich doch vorziehen wollte! Das eine statt des anderen. Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben? [#] "Du bist manchmal ein richtiger Arsch." - Wenn ich so von einer Kollegin in die Freiheit=Feierabend entlassen werde, darf ich den Tag doch als gelungen betrachten, oder? ^
Auch ich muß ab und zu das Haus verlassen. Zwei Spätdienste gehabt und keine Zeit für irgendetwas. Die Fatigue erforderte am Montag, daß ich vormittags zwei Stunden schlief. Darum herum die allernötigsten PC-Routinen, aber weder Blogs gelesen noch selbst gepostet, abgesehen vom Tagebuch, welches dann allerdings mehr als eine Stunde einforderte. Bei der Fahrt VOM und ZUM Spätdienst war Orientierung und Konzentration vonnöten, weil die Bauarbeiten am Hauptbahnhof in Phase B switchten und sich der gesamte Linienverlauf der LVB änderte. Logisch, wenn die Haltestelle aller Haltestellen vorm HBF komplett gesperrt ist und alles um ihn herum fahren muß. Letztlich dauert der Arbeitsweg bis 16. August länger. Zum gestrigen, zweiten Spätdienst fuhr ich deutlich entspannter, nachdem ich verstanden hatte, wann ich wo stehen muß, um von A nach B zu kommen. Wissen kann sehr beruhigend sein. Die Diensten glichen sich, was an der gleichen, übrigens und ausnahmsweise üppigen Besetzung lag, die ein konzentriertes Arbeiten ermöglichte. Derzeit höherer Pflegeaufwand. Krank ist das eine, alt UND krank etwas, das sich potenziert. Dochdoch, lustig war es. Auch nach 37 Berufsjahren in der Krankenpflege erlebe situativ und kommunikativ noch Neues. Die KollegInnen grinsen schon, wenn ich plötzlich zum Handy hechte, um Erlebtes, Gesehenes und Gehörtes notiere. Die Welt, in der Demente leben, ist für uns terra inkognita. Manche Patienten sind per se komisch. Und vieles ist korrelativ zum Lachen. Mein Dienstplan änderte sich zweimal am gleichen Tag, so daß ich heute frei habe und nicht wie geplant Spätdienst. Gestern Vormittag war so gar keine Zeit. Ich schlief bis 9.20 Uhr, sprintete mit dampfendem Kaffee an den PC und konnte noch nicht einmal die Hörsendungen fertig erfassen, weil ich um 10 Uhr zur Aktivgruppe am Helios-Parkklinikum aufbrach. Und, w ie geschrieben, der Verkehr. Der sowieso schon komplizierte Weg von Osten (Sellerhausen) nach Westen (Propstheida) ist durch die multiplen Umleitungen noch verworrener. Zum Spätdienst benötigte ich von der Klinik bis in den Nordosten (Eutritzsch) 75 Minuten. So sprang lediglich eine Expreßdusche heraus, damit ich pünktlich um 13.30 auf Station erscheinen konnte. Eher zu kommen, bringt unter der Woche nichts. Die Ärzte blockieren unseren Aufenthaltsraum zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr zwecks Essenspause. Die Dienstübergabe beginnt dann meistens erst 13.45 Uhr und kann, je nach Übergebendem, gerne bis 14.30 Uhr dauern. Eigentlich braucht nur WICHTIGES übermittels zu werden, was anderswo in den Akten nicht nachzulesen ist. Niemanden, naja, MICH interessiert nicht, welche Medikation sich bei wem geändert hat, welche Patientin was zu wem gesagt oder nicht gesagt hat. Ich brauche auch nicht jede Schweißperle der KollegInnen aufgezählt zu bekommen, die in ihrem zu Ende gehenden Dienst rann. Eine Crux, denn es ist sinnlos, zu intervenieren; denn man ändert einander nicht. Änderungen sind in einer so auf Routine aufbauenden Arbeit wie stationäre Pflege ohnehin so eine Sache, ich werde gelegentlich berichten. An beiden Abenden war ich 23 Uhr zuhause und Ursain-Bolt-mäßig 9 Sekunden später im Bett für DWDT. Vorhin = heute begann dieser Tag um 4.30 Uhr mit Kaffee, Audiosuche und diesem Eintag. ^
Ich muß nochmals beginnen, weil, kaum schrieb ich los, sich ein neuer Tagebuchbeitrag entwickelte. Sorry Leute, den Text, den ich hier als zweiten Versuch hinkleckste, kann ich an das Posting drankleben. Bleibt hier eben nix mehr stehen. Kaffee ist ausgetrunken, die Horsendungen sind erfaßt, ich werde ein Schläfchen in Erwägung ziehen. ^
Nach 9 arbeitsfreien Tagen beginnt die neue Wochen mit Spätdiensten. Zu viel Freizeit gibt mir den Rest. Ich habe das Empfinden, abzudriften und zu versumpfen, die klare Linie, die, wenn ich sie überhaupt je hatte, endgültig verloren geht. Es ist ein amorphes Dahinwanken, das unglücklich macht. Ich bin unzufrieden und nahe der Verzweiflung. Der immerwährende Kreislauf, den ich seit 30 Jahren genau so kenne und durchmache. Suchtimpulse werden ausgelebt. Einst Nikotin und Alkohol, zuletzt - bis zur Psychotherapie Ende 2025 Mediensucht mit ununterbrochenem Seriengucken. Neuerdings Saftorgien. Weil die Waage stabil bei 78 kg blieb, entstand der teuflische Gedanke von Ausnahme/Belohnungstagen, an denen ich über die Stränge schlage. In Form flüssiger Köstlichkeiten - Grapefuit-, Birnen-, Apfel-, Bananen, Kiba-, Trauben-, Multivitaminensaft, Eisjaffee und Eiskakaos. Zunächst blieb es bei einem "Ausrutscher". Inzwischen liege ich komplett auf der Fresse. In der gesamten letzten Woche trank ich maßlos, blies alle Bedenken in den Wind mit dem vagen Entschluß "Morgen kehrst du zum Diätregime zurück", den ich Tag für Tag vertage. Exakt das sind die Mechanismen, die Suchtkranke kennen, diese Lavieren und (Sich-Selbst)-Betrügen. Jetzt ist ein entscheidener Zeitpunkt. Wenn ich die Kurve kriegen will, dann JETZT. Andernfalls: vergiß es! Vor 2015/16 erlebte ich das gleiche. Nach dem Alkoholentzug war es super easy, abzunehmen und das Gewicht fast 1 Jahr lang zu halten. Ende 2016 ging es mit den eben beschriebenen Ausnahmen los und führte sukzessive zum vollständigen Kollaps des Ernährungsmanagments. Von 82 kg schnippste ich auf 110 kg. Im vergangenen Jahr nach einer schlimmen psychischen Krise die Kehrtwende und seit dem Herbst ein Gewicht unter 80 kg. Rundum glücklich und zufrieden damit. Bis der Teufel auf der Schulter mit seinem "Na ja,..." loslegte. 9 Tage ohne Arbeit bewirkt, daß der Einstieg stets holprig gerät. Aus dem Tritt gekommen, das stetige Gefühl, es nicht mehr zu können und fatale Fehler zu machen. Am Rande des Abgrundes, nicht zuletzt aufgrund des im Tagebuch geschilderten Versagens. Straight on geht anders. Sonntag, gestern, ein Land, von dessen Ufer ich mich abgestoßen habe, um auf freier See dem nächsten Hafen freier Tage anzusteuern und bis dahin keinen Schiffbruch zu erleiden. Der Sonntag war ebenso ohne Termine wie schon der Freitag und der Samstag nicht. Demnach frühmorgens 4 Uhr Morgenroutine am Computer inklusive Tagebuchbloggen, dann zwei Stunden strenge Bettruhe mit freilich wenig Erfolg, später am Tag nochmals 1 Stunde, die wiederum nur Dämmern brachte. Tagsüber durchweg im Netz, Timelines, Blogs, Tageshattrick. Zwei größere Dokumentationen, die mich tatsächlich erhellten und die ich als gewinnbringend erlebte. Zeit der Narren und Der digitale Tsunami über Aufkommen und Auswirkungen der digitalen Kolosse bis hin zur KI. Abends ab 20 Uhr wieder auf die Ohren. U.a. ein Archiv-Feature über Hermenn Hesse (Das Versprechen vom gelungenen Leben), dem Helden meiner Erwachsenenjahre, als sie noch halbwegs unbeeinflußt von Depressionen waren. Hesse, der diese inneren Kämpfe vor mir ausfocht, der zeitlebens diese innere Ambivalenz bewältigen mußte, diese Dichtotomie zwischen Ratlosigkeit, Eigensinn und trotzigem Nundochirgendwie. (27. Juli 2026)
Ich habe dem Freitag ein eigenes Posting gegönnt. Nachdem ich gestern, am Samstag, mit Ausnahme eines Tagesposting den gewohnten Spuren gefolgt bin, starteten Vater, Bruder und ich, um den Friedhof unserer Familie zu besuchen, das Grab meiner Mutter auf Vorderfrau zu bringen, den Grabstein vom Grab meiner Oma (+Ururoma) beiseite zu schaffen, weil es bald eingeebnett werden wird. Meine Beziehung zu dem Friedhof in Großwölkau ist innig. Viele Postings, die irgendwann mal zusammengeführt werden, sind verfaßt. Zum gestrigen Ausflug hier entlang. Es gibt nur noch 3 Kolbecks, wobei mein Vater mit seinen 87 Jahren bei einem Friedhofbesuch quasi vorglüht. Zurückgekehrt weihten wir die Heißluftfritteuse ein, für uns beide ein Novum. Entsprechendes Pioniergefühl und Aufregung, aber die Rippchen und Pommes Frites schmeckten hervorragend. Nachmittags dann weiter mit PC, Einsammelbuch bis zum Abend. Ins Bett schon 22 Uhr bei zwei Folgen Studio 9 mit... und anderem. Eingeschlafen und oft pinkeln gewesen, weil zu viel Saft getrunken. Vorhin um 4 Uhr erwacht und sofortigen Drang an den Bildschirm, Routinen, Updates und die beiden Tagesjournalpostings. Und tschüss, die Bettschwere ist da, ich eile in die Horizonale. ^
Mit allem im Verzug. Am Freitag ein Tag ohne Draußen, wenn ich von einem Lebensmitteleinkauf absehe. Etabliert hat sich zurzeit, daß ich ZEITIGST an den Schreibtisch eile zur Audiosuche. Blogs lesen, Tagebuchbloggen. Dann wegen des zu frühen Aufstehens plötzliche Bettschwere und zwei Stunden Schlaf. Biphasischer Schlaf, wie ich ihn aus den Phasen kenne, in denen mich Projekte und Vorhaben am Computer fesselten. Eine gewisse Verbissenheit, welche sich negativ auf die Durchschlaffähigkeit auswirkt. Tagsüber dies und das. Es läßt sich am Output erkennen, ohne daß ich hier und jetzt der Fülle wegen alles wiederkäuen könnte. Die Struktur der Tage sieht, wenn ich arbeitsfrei und sonst keine Termine habe, immer gleich aus. Hörsendungen sichten, Blogroll abgrasen. Was ich so finde, wird möglichst in Postings oder Links in die Seite eingebettet (eingesammelt) oder auf die To-do-Liste gesetzt. Ablenkungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Von Link zu Link gehüpft, Timelines bei Mastodon und Bluesky im Auge behalten, reagieren, kommentieren, Links folgen und wiederum: erfassen, notieren, weiter bei Fundstücken weiter recherchieren. Sortiert werden muß viel, damit ich den Überblick behalte. So vergehen die Stunden, in denen ich Pausen mache, um Periodika zu hören bzw. zu sehen. Und immer, immer fällt Material an, Bilder, Cartoons, Videomitschnitte, Lesbares, Rebloggeria, Witze, Sprüche, Das hört sich wie eine Klage an. Ja und Nein. Es ist nur ein Doomdoing, eine nie enden wollende Tour und manchmal Tortur, wenn es mir nicht gelingt, Zäsuren einzuflechten, damit sich die Psyche nicht hechelnd im Kreis bewegt, aufpuscht und jedweden Fokus verliert. Nachmittags folgt an diese pflichtfreien Tagen ein Schlummern. Ich kann die Uhr danach stellen. Sobald ich eine Hörsendung starte und dabei liege, dauert es nicht lange, bis der Geist abdriftet und der Körper bestenfalls folgt. Ein, zwei Stündchen, dann jeweils wieder Kaffee und weiter am PC, im Netz, für das Einsammelbuch, auch für WhatsApp, wenn ich gar zu übermütig werde. Dann entspinnen sich mitunter kommunikative Kaskaden. Abends jeweils statt eher tastaturfern, Podcasts hörend, Musik hörend. Ins Bett zur üblichen DWDT-Zeit. ^
Donnerstag. Vom Aufstehen um 4.00 Uhr bis zum Weggehen um 10 Uhr mit nochmals Hinlegen für 90 Minuten zwischendurch kann ich nichts berichten, was nicht ohnehin jeden Tag passiert. Mit einem Kaffee bewaffnet die Hörsendungen gesichtet, Tagebuchgebloggt wie jetzt gerade auch, wenige Blogs gelesen, ein paar Fundstücke eingesammelt, wobei ich damit abweiche von der gängigen Bedeutung. Unter Einsammeln verstehe ich das BEARBEITEN eines Fundstückes. Ob nun Foto, Zitat, Blogzitat (Rebloggeria), Link, Hörsendung oder aus Sendungen Mitgeschnittenes, Ideen - Ich habe eine To-do-Liste, die ich, sobald Gelegenheit ist, öffne und mir einen Punkt vornehme, dazu ggf. nachrecherchiere, das Posting formuliere, vervollständige und in HTML einbaue, FTP starte und auflade. Die Tätigkeit eines virtuellen Jägers und Sammlersn, eines Einsammlers. Wenn ich an freien Tagen üblicherweise am Rechner sitze, geht das Auffinden von Fundstücken und das Einsammeln ineinander über, d.h. ich sehe etwas und baue unter Umgehung der To-do-Liste sofort ein Posting. So, also gestern überhaupt keine Sendung aus den Periodika. Es staut sich mal wieder. Um 10 Uhr zum Zielort, die Lindenauer Gartenkneipe "Klinke", abends ins "Gerieli", Berichte dazu in Georgien, England, Schnitzel. Den pikanten Exkurse darin verbloggte ich als Sodom und Gomorrha. Wo war ich? Gesättigt mit TRAM 3 nachhause gegondelt und 21.15 Uhr in meinen Sessel gesunken, einige kürzere Hörsendungen eingepfiffen und dann ins Bett weiter und weg war ich. Auf die Wage traue ich mich die kommenden Tage nicht. Hier dudelt der Deutschlandfunk, wo gleich die Morgenandacht kommt und mein zweiter Kaffee trinkbereit sein müßte. ^
Ein Tag mit zwei "Terminen", ein fréier Tag inmitten einer
freie Woche. Um 10 Uhr zum Zielort, die Lindenauer Gartenkneipe
"Klinke",
in der sich die Schnitzelkarte sehen läßt, ich jedoch zum
Kesselgulasch griff, um Platz im Magen zu lassen für
die abendliche Orgie. Gespräche mit ehemaligen Kolleginnen,
ein monatlicher Jour fixe. Gnatsch beim Bezahlen. Ich
hatte als Getränk Minderalwasser der Hausmarke geordert
(0,75 Liter a 4.- EUR), bekam allerdings eine Flasche Selters
hingestellt (0,7 Liter a 5,50 EUR), die ich umtauschen ließ.
Der Servicebursche berechnete die Selters und mußte
ausgepeitscht gevierteilt
korrigiert werden. Das Trinkgeld blieb, die Differenz beim
Wasser ließ ich mir zurückgeben. Warum so rigide, fragt
ihr? Weil das vor zwei Jahren im gleichen Lokal genauso vorkam.
Anschließend auf dem Lindenauer
Markt ausgestiegen und Getränke gekauft, nachhause
geschafft und wieder gestartet nach Plagwitz Weissenfelser
Straße (fast Ecke Zschochersche Straße), um im georgischen
Restaurant
"Gerieli"
einzukehren. Gelernt, daß die Beschreibung "Gebackene
runde Teigtasche mit georgischem Käse gefüllt und mit
Sulguni-Käse überbacken" (Khachapuri Megruli) im Prinzip
nichts anderes ist als Pizza. Was AUCH bedeutet: wahnsinnig
lecker. Käsevollgefühl. Ich durfte bei der Nachbarin naschen.
Ich wählte "Kebab Lula Mix" (Hackfleischmix von Schwein,
Rind, Hähnchen am Spieß mit georgischen Gewürzen mit Tortillabrot,
Serviert mit Salatmix und Satsebeli). Super Fleischgeschmack,
sehr gut angerichtet. UND, ich trank, weil mir das
Wasserangebot mißfiel = 0,75-l-Karaffe für EUR 6,80, ein
alkoholfreier Schöfferhofer Weizen, eine absolute Ausnahme.
Zuerst nach 9,5 Jahren Alkoholabstinenz seit Dezember 2015
trank ich bei der vorjährigen Tschechienfahrt unserer
Pflegegruppe ein Bier aus 3 Gründen: 1. tschechisches Bier
2. Faßbier 3 alkoholfrei. Diese Kombination hatte mich betört
und läßt sich in Deutschland so wohl nicht finden.
Ein schönes Beisammensein zu dritt. Kein bzw. kaum
Therapiethemen, sondern "Sonstiges". Schnurren aus dem
Leben, Anekdoten, Ablästern über englische und deutsche
Marotten. Die eine Freundin ist Deutsch-Engländerin, die andere
Englischlehrerin, so daß wir auch Exkurse in die englische
Literatur wagten bis hin zu Trollope.
Gelernt, daß Stephen Fry, Hugh Laurie, Rowan Atkinson und
Emma Thompson
der legendären Theatertruppe
"Footlights"
angehörten. Pikante Details:
Kenneth Branagh
hat Hugh Laurie Emma Thompson ausgespannt. Die meisten kennen
Kenneth Branagh als "Gilderoy Lockhart" im Harry-Potter-Universum.
Dieser wiederum betrog seune Ehefrau Emma Thompson beim Dreh von
Mary Shelley’s Frankenstein
mit, festhalten,
Helena Bonham Carter.
Sodom und Gomorrha. Andere berühmte Mitglieder bei
"Footlights"
waren Douglas Adams, Olivia Colman, Michael Frayn, Eric Idle und
Salman Rushdie. Hugh Laurie und Rowan Atkinson brillierten in
der Serie
"Blackadder",
die ich kenne. Beim Georgier über England und Deutschland reden.
Ziemlich groggy, als ich 21.15 Uhr zuhause in den Sessel sank.
Aber sehr zufrieden .(24. Juli 2026)
Neueste Tendenz ist, daß ich frühzeitig an den Computer gehe, die Morgenroutine erledige und dann nochmals schlafe. Am Mittwoch 4.40 Uhr aufgestanden, so zirka 7 bis 9 Uhr geschlafen, dann einkaufen gefahren zu Kaufland und wieder an den PC. Tagsüber abwechselnd Hörsendungen, Blogs und Internet gelesen, immer mal wieder beim Hören eingenickt und, sobald ich mir dessen bewußt geworden bin, wieder zu der Stelle zurück, wo mir das Bewußtsein abhanden kam. Wenn ich über so viel Freizeit verfüge, mäandere ich durch den Tag, durch die Zeit, durch das Netz und bin in Gefahr, den Überblick zu verlieren. Zu viel Input im Prinzip. Einen Cut zu machen erscheint mir unmöglich. Ich beiße mich gewöhnlich an einer Sache fest, bis ich sie ausgereizt habe und wende mich dann der nächsten Sau zu, die ich durchs Dorf treiben kann. Eine Folge "Castle" gesehen und einemal mehr gespürt, daß ich mit Fiktionalem wie Serien nicht mehr viel anfangen kann. Ich habe gestern bei Claudia Klinger den Disput um den Einsatz von KI beim Bloggen verfolgt. Meine Blogroll wuchs durch die Entdeckung des Liedersängers, durch dessen Blogarchiv ich mich zwei Stunden fräste. Ich fand ihn durch Abgrasen des UberBlogr-Webringes, welches ich fortsetzen werden. Heute stehen zwei "Termine" an, um 12 und um 17 Uhr. Beide haben mit Einkehr in die Gastrononie zu tun. Mittags gutbürgerlich, vermutlich Schnitzel, abends georgisch. Diese Küche ist mir gänzlich neu. Vor Neugier und aus lauter Enthusiasmus hätte ich beinahe georgischen Tschakapuli-Eintopf. Kleiner Scherz; ich wollte nur den Link unterbringen. Es wird viel geredet werden, ich werde zwischen 11 und voraussichtlich 21 Uhr unterwegs sein. Wie so ein Arbeitstag, nur eben mit Socializing und einem Kalorienverbrauch, den ich mir hinterher ankreiden werde. Herr Buddenbohm macht eine kreative Pause. Durch die wenigstens ein bißchen bewußtere Vorgehensweise mit meinen Routinen bin ich beim Bloglesen derzeit up to date, weswegen ich "in der Not" einen Blogring durchforste, weil ich Zustrom suche, Inspiration durch andere rege Geister, die ins Internet schreiben. Eine Sternstunde Philosophie sah ich über Erfahrungen (erste Male, Wiederholungen). Von den Periodika schaffte ich einige. 2 x Studio 9, 1 x Radio Wissen über Verdrängung. 1 x DerTag. Nur so als Beispiel. Die kurzen Hörsendungen wie Wissenschaftsmeldungen, Presseschauen, Kulturnachrichten, Feuilletons schiebe ich zwischendurch ein für kurze Pausen am Bildschirm, das heißt von ihm weg. Jetzt sitze ich seit 3.45 Uhr hier, habe das Logbuch befüllt, tagebuchgebloggt, Downloads getätigt. Und so weiter. Jetzt wieder ins Nest, noch etwas Radio=DLF. ^
Der Dienstag begann um 4.30 Uhr mit der eingeschliffenen Routine, welche freilich nur an Nichtarbeitstagen gilt: Kaffee, Hörsendungen fürs Logbuch, dann visuell weiter mit arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant. Das, was bei mir begrifflich als "Tageshattrick" firmiert. Dann legte ich mich für ein Stündchen wieder hin, um Podcasts zu hören, schrieb Postings, las Blogs und startete um 10 Uhr zur Aktivgruppe. In dieser Wochen war Außentermin, wir besuchten den Stadthafen (Bilder), dessen Bau Jahrzehnte gedauert hatte und auf den man furchtbar stolz ist. Angeblich sollen dort Hausboote aufgestellt werden, auf denen sich übernachten läßt. Bis hierher kommen die Paddler durch die Kanallandschaft Leipzigs, dann ist erst einmal Schluß, sozusagen das Pendant zum Sackbahnhof (=HBF) nur 400 Meter weiter. Auf dem Heimweg zu Kaufland für Getränke. Sehr aktive Bettler in der TRAM und vor der Mall. Einen der auffälligsten Wohnungslosen nenne ich Urtyp; ihm begegne ich, wenn ich am Hauptbahnhof umsteige. Er dauert mich, er bettelt nie, sondern steht meist wie ein Flamingo aufrecht und guckt in die Ferne, wenn er nicht weggeworfenes Pommes Frites oder Burgerreste oder andere Leckereien vom Boden aufklaubt. Durch die jahrelange Straßenexistenz gezeichnet, gefäßkranke, schlimme Beine und Füße, an denen oft verdreckte Mullbinden baumeln. Falls ich mich mutmäßig aufraffen kann, spreche ich ihn an. - Um 13 Uhr zuhause und - da kommt ihr nie drauf - an den Rechner für allerlei Arbeiten. Fotos hatten sich angehäuft und wurden eingesammelt. Völlig unklar, ob ich meine Behausung noch mit diesem Burschen teile. Weil ich mit allem hinterherhinke, hörte ich eine Kalk-und-Welk-Folge vom März und, weil er darin erwähnt wurde, einen (ersten) Podcast mit Olaf Schubert. Der Tag begann thematisch schwierig mit der palliativen Geburt und endete im Bett bei DWDT, wo neu veröffentlichte Zahlen bezüglich sexualisierter Gewalt an Kindern besprochen wurde. Wenn einmal nicht Trump, dann Welt auch deprimierend. Beim Rekapitulieren des Dienstags gemerkt: zu wenig Musik gehört. Auch nicht gut, wenig ratsam für ein Leben inmitten einer sich im Niedergang befindlichen Welt. Wenn schon Apokalypse, dann vertont. [#] Bei Kaufland mordsmäßig eskaliert. Das Jäger-und-Sammler-Gen wurde angesprochen. 500-g-Gläser Landliebe-Joghurt wurden mit 1,19 statt 2,39 Euro ausgepreist, die Aprikosensorte gar mit nur 0,69 Euro. 2 Gläser Aprikosen in den Korb und 1 Glas Haselnuss-Joghurt. Die Selbstbedienungskasse verlangt bei BEIDEN Sorten 0,69 Euro. Irrtum vom Amt, vielleicht hat die KI Erkennungsprobleme? Was meine Gierigkeit anzeigt: ich drehte eine Ehrenrunde und sackte noch drölfzig Haselnuss-Joghurts ein. Wie so ein Scrat. Apropo Kaufland. Vorhin nochmals hingefahren, weil ich gestern aufgrund der zahlreichen Valensinasaftflaschen nur 2 Joghurtgläser kaufen konnte. Auch meine Arme sind nicht endlos dehnungsbereit. Als Wechselgeld bekam ich einen halbzerrissenen 5-Euro-Schein aus der Automatenkasse, den ich der lauernden Wachfrau vor die Nase hielt, nicht einmal mit einer Frage, sondern mit der beiläufigen Bemerkung: "Hoffentlich nimmt man mir dieses kriegsversehrte Geldscheinchen beim nächsten Einkauf ab." Ich sah ihr Naserümpfen und hörte: "Kleben Sie's mit Plasteklebestreifen zusammen, alle anderen machen das auch." Am Serviceschalter wenige Meter weiter brauchte ich kein Wort sagen. Als ich das halbierte Elend vorzeigte, hatte die schon die Kasse aufgemacht. Eine Oase inmitten Deutschlands angeblicher Servicewüsten. Danke. ^
Am Montag entstanden doch einige Postings - also entweder im Logbuch oder den Miszellen nachlesen. Zufriedenstellende Ausgewogenheit von Internet, Bloglesen, Hörsendungen, inklusive Tageshattrick. Außer Haus von 16 bis 20 Uhr = Selbsthilfegruppe in der Zschocherschen Straße, weit weg von Sellerhausen und viel Fahrzeit, die genutzt wurde für Studio 9 - Der Tag mit Christoph Möllers und der Montagsausgabe von Apofika. 90 Minuten mit den Zwischentönen verbracht; zu Gast: Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach) Klugen Menschen zuzuhören kann so gut tun! Mit lag bei, na?, DWDT um 23 Uhr ins Bett. ^
Kaum eine Stunde wach und schon zwei Postings geschrieben:
Pustekuchen und Schlamm
&
Gigantismus. -
Mir von der Seele geschrieben, keine reine Materialverwertung,
sondern zu dem gehörig, was ich mit Jean Paul
Selbsterleben
nenne. Auf Krawall gebürstet ob der eigenen Unzufriedenheit.
Mit Pausen für das familiäre Mittagessen und zwei Ruheeinheiten (von
Schlaf weit und breit nichts zu sehen) durchweg am PC mit dem,
was ich so tue. Blogs lesen, Hörsendungen, Postings schreiben,
Internet, Youtube, Musik hören (Bach, Grobschnitt). Da zischen
die Stunden nur so vorüber. Doomliving. Nachrichtenlage nicht
besser. Durch Trump Murmeltiertage. Vor, zurück, zur Seite ran.
Immer dasselbe und so stetig zäher, trüber. Schlammwaten in den
Betrübnissen der Gegenwart.
[#]
Ich habe trotz der ganzen Kacke gerade gute Laune und bin belustigt.
Nachdem mich urplötzliche Müdigkeit zu einem Abstecher ins Schlafzimmer
zwang, also zwei Stunden später, setzte ich mich mit Zweitkaffee
hierhin und las in Carsten Kubickis
Wochenposting
die Frage, welche Technologie es in 20 Jahren ganz sicher geben
werde, die ich
nicht liegen lassen
konnte. Auch wenn ich davon nicht mehr profitieren werde und
möglicherweise bereits die technischen Fortschritte der Sepulkralkultur
erlebt erfahren haben werde. -
Schreibfreudig bin ich heute, wenn auch
dystopisch
angeblasen.
^
Vorwiegendes Gefühl: Ich muß mich am Riemen reißen! Viele Tage lange gesündigt, indem ich zu viele Säfte, Eiskaffees und Eiskakaos trank. Aufgeweicht dadurch. Also das mentale Gerüst, die Stabilität, Erreichtes festzuhalten und weiterzuführen. Nichts Neues. 2015, nach meinem Alkoholentzug, nahm ich 38 kg ab und erlag ein knappes Jahr später dem Jojo-Effekt und trug hinfort 110 kg mit mir herum, bis es mir im Januar/Februar 2025 psychisch sehr schlecht ging, ich automatisch einige Kilogramm verlor und dies als Anstoß nahm, das seit Jahren gespritzte Ozempic doch mal wirken zu lassen. Im Herbst letzten Jahres verbuchte ich dann das sensationelle Ereignis, die 80-kg-Marke geknackt zu haben und hielt das Gewicht für nun immerhin 9 Monate stabil. Die Einsicht, daß "sich am Riemen zu reißen" unerläßlich ist, macht augenscheinlich nicht Klick, weil ich mir immer wieder Safttage erlaube. Alle Süchtigen kennen es: Das Suchtgehirn macht Platz für eine Ausnahme. Konsquent kann man morgen auch noch sein. NUR heute noch 1 Ausnahme. Morgen dann die Zügel straff, versprochen! Pustekuchen, würde ich sagen. Du steckst ganz schön in der Scheiße, mein Freund! Auf Krawall gebürstet ob der eigenen Unzufriedenheit. Doomliving. Nachrichtenlage nicht besser. Durch Trump Murmeltiertage. Vor, zurück, zur Seite, ran. Immer dasselbe und so stetig zäher, trüber. Schlammwaten in den Betrübnissen der Gegenwart. (20. Juli 2026)
Samstagresümee. Zufriedenes Podcasthören am Abend, nachdem ich tagsüber am Einsammelbuch arbeitete und einmal mehr strukturelle Änderungswünsche hegte, die ich heute umzusetzen beginne. Diese Notizen hier benenne ich in "Queerbeet" um. "Markus' Mäandern" kam mir reichlich prätentiös vor. Die gewichtigste Neuerung ist, daß die Webseite jetzt mit dem Logbuch (ehedem: Updates) startet und nicht mehr mit den Miszellen. Zum Hintergrund der Umstellung. Durch den Betonflüsterer bin ich vor kurzem dazu übergegangen, alle neuen Einträge zu verlinken. Dadurch daß ich seitdem über Permalinks verfüge, kann ich Inhalte beliebig platzieren und miteinander verknüpfen. Seitdem ich hier tagebuchblogge, formen sich mehr Inhalte als früher, die sich überall auf der Webseite platzieren lassen, so daß mit ein Logbuch als Startseite am geeignetsten erscheint. [#] Ordentlich Fundstücke gesichtet und eingearbeitet. Heutiges Highlight ist der Blogpost über uns Boomer. Das Gespräch über Kraft und Grenzen der KI mit der Rostocker Professorin gerne angesehen. Mein Ort zu KI-Themen platz ja aus allen Nähten. Ihn zu bändigen kostet Zeit. Und da ich noch nie Saturday Night Fever sah, freue ich mich, daß der Musikfilm auf arte abrufbar ist. Sonntag Mittag 12 Uhr gibt es, wenn ich daheim bin, Essen mit Vater und Bruder (Kaßler, Klöße und Sauerkraut). Mittagsschlaf glückte so semi, aber brachte doch etwas Ruhe in die durch Schlafdefizit etwas strapazierten Nerven. ^
Auch der Freitag war in Ordnung. Auf Station entspanntes Arbeiten zu viert. Alles weitere in Gedanken an früher. Nach diesem Tagebucheintrag den Rest des ersten Kaffees, kalt, wird nicht weggeschüttet, sondern runtergewürgt. Koffein wirkt auch kalt. Musik: "Joshua Tree" von U2. U2 ewig nicht mehr gehört. Ich LIEBE den Groove bei With Or Without You. [#] Zementierte Gepflogenheiten auf Arbeit ändern? Nicht mit, nicht bei uns. "Aber ich kann länger!". Getränk: inzwischen Apfelsaft; Musik: "Rattle and Hum" by U2, too. Verschiedenes gehört und gemacht, siehe Sammelsurium (5). Die Apofikafolgen mit Kevin Kühnert und die reguläre Samstagsfolge am Abend. Ins Bett gegen 23.30 Uhr. Eingeshlafen wohl zügig bei der Langen Nacht über Schreiben im Exil. Kurze Nacht, denn um 4 Uhr war ich wieder wach und bin für die strukturellen Änderungen hier an den Rechner. Jetzt aber wegen Bettschwere doch noch ein Nickerchen. ^
Auch der Freitag war in Ordnung. Auf Station entspanntes Arbeiten zu viert. Nachmittags stürmte es, halbe Fruchtkapseln der außen stehenden Bäume wehten herein. Wir schlossen alle 25-30 Fenster und ließen es draußen stürmen und toben. In die vermeintlich Frische hinauszutreten, war am Dienstende nicht ganz so, wie ich es mir ausgemalt hatte. Immer schön, wenn ich meine jungen Kolleginnen mit Musik aus den 80er quälen kann. Ich übe die Radiohohheit aus, weil das Gerät neben mit am Schreibtisch steht. Ich bin mit meinem Körper nicht mitgealtert und erschrecke jedesmal, wenn in BUS/TRAM jemand meinetwegen aufspringt. Inzwischen mehren sich auch die Patienten mit Geburtstjahrgängen ab 1960. Ich stehe NOCH auf der vermeintlich gesunden Seite und pflege Menschen, die jünger oder gleichalt wie ich sind. Wie konnte ich nur so schnell so alt werden? Die Anfangszeit in der Pflege ab 1989 ist so präsent. Die Namen der Pflegefälle in den beiden Zimmern damals im Lindenauer Stadtkrankenhaus kann ich aufsagen. Eine von ihnen war bereits zwei Jahre im Krankenhaus. Heimplätze damals rar. Ich war 23 Jahre jung, als ich, frisch vom Abitur kommend, als Hilfspfleger auf einer internistischen Männerstation im Kreiskrankenhaus Mittweida begann. Im September 1989, kurz bevor der ganze schöne Wendewahnsinn losging. Als Twentie machte es mir nichts aus, viele lange Arbeitsphasen durchzustehen. Bis vor kurzem war mir der Unterschied kaum bewußt, der jetzt, da ich auf der anderen Seite angekommen bin, merkwürdig ist. Was haben wir uns über die alten Schwestern, ihr Gebaren, ihr Gejammere und Wehwehchen lustig gemacht! Hinter meinem Rücken geschieht dies ganz bestimmt jetzt über mich. Ich kann damit gut leben. Tratschen ist kathartisch. Gedanklich und gefüshlsmäßig durch die 37 Jahre in der Pflege zu streifen, verbindet sich mit vielen Momenten, denen ich mich zuwenden kann. Stückchen für Stückchen. Durch einen Patienten wurde ich an die frühen Jahre erinnert. Er klingelte und wollte um 16 Uhr (s)eine Tablette Metformin haben, die er immer um 4 Uhr morgens und nachmittags einnehme. Komische Zeiten, merkte ich an. Ich war immerhin mehr als 20 Jahre tief in die Diabetologie verstrickt. Er bestand darauf. Im Smalltalk fragte ich nach seinem Diabetologen. Dr. V. Oh, den kannte ich, er war als Pflichtassistent bei uns auf Station und sein Vater war unsere Oberarzt. Beide hatte, sagen wir so, ausgeprägt exzentrische Ansichten hinsichtlich der Therapie. Was sich nicht geändert zu haben scheint, betrachte ich das skurrile Management, den Patienten nachts um 4 Uhr den Wecker stellen zu lassen für eine Tablette, die 99,9% der anderen zu den stinknormalen Essenszeiten schlucken. Eine gewisse Konstanz ist doch schön im Leben. Dr. V., ich fasse es nicht. Die Gedanken sprangen zurück zu jener Zeit in den 90ern, als ich als Hilfpfleger geschickt wurde, um für Herrn Oberarzt die LVZ zu holen, die er beim gemeinsamen Frühstück von Ärzten und Pflegekräften durchblätterte. Hinter seinem Rücken äfften ihn die beiden Stationsärzte nach und mokierten sich über seine Anordnungen, die sie nach der wöchentlichen Oberarztvisite stracks rückgängig machten. Für mich vor der Ausbildung zum Krankenpfleger eine unbeschwerte Zeit ohne Verantwortung, während ich heute am Ende eines Dienstes immer noch eine sorgengefurchte Stirn habe bei Überlegungen, ob alles gemacht und nichts vergessen wurde. Weil der Nachtdienstschüler so spät kam, dauerte die Übergabe ungewohnt lange und ich war erst 23.10 Uhr zuhause. Mit einem Routinepodcast ins Bett und um 5 Uhr wach. Nach dem Abspulen der Routine wieder hingelegt und 8 Uhr aufgestanden, nicht weniger müde als um 5 Uhr. Ich muß diesen morgenlichen und vormittäglichen Totalknick nächstens bei der Hausärztin aufs Tapet bringen. Einkauf bei Aldi und Im Angebot (= Supersonderladen) bedeutet, mehr als eine Stunde aushäusig. Und nun diese Zeilen. Erster Kaffee, kalt, wird nicht weggeschüttet, sondern runtergewürgt. Koffein wirkt auch kalt. Musik: "Joshua Tree" von U2. U2 ewig nicht mehr gehört. (18. Juli 2026)
Sparflamme. Unspektakulärer Donnerstag. Arbeitsweg mit Abstecher zu ALDI (Cola, Erdbeerjoghurt und Käselaugenzopf). Noch dankbar niedergekniet, weil mein dort verlorenes Portemonnaie abgegeben worden war. Einen unbeschreiblichen Typen gesehen, Transfau?, vielleicht 1,90 groß, gänzlich in Schwarz, mit hypermoderner Beinprothese, sehr wuscheligen Haaren, dicker, schwarzer Hornbrille, markantes, langes Mich-Jagger-Gesicht, Alter unschätzbar (zwischen 55 und 70). Sie stand an der Kasse, bezahlte und setzte sich dann in einem elektrischen Rollstuhl, ebenfalls schwarz, und peeste davon. Leider gelang kein Foto. Meine LeipzigPeople hätt's gefreut. Dafür sah ich auf der Rückfahrt den Urtypen, der dieses Mal auf dem Tramsteig inmitten seiner Tüten saß und die Menschen um sich herumlaufen ließ. Übrigens in dengleichen Klamotten wie auf dem ersten Foto. Auf Station zwar scheißheiß, aber milde Bedingungen. Keine Zugänge, unkomplizierte Pflegefälle und, was entscheiden ist, mit 2 Vollkräften (ich zähle mich mal mutig dazu) und zwei Hilfekräften (subsumiert Krankenpflegehelferin + Krankenpflegeschülerin). Es ist toll, wenn ich so arbeiten darf, nacheinander, ohne ständige Störungen, mit lösbaren Problemen. Was die Crux mit "unlösbaren" ist, schildere ich später. Am Dienstbeginn schien Chaos vorprogrammiert. Und Patientenaufenthaltsraum saß voll mit Leuten und damit Problemen, die uns bei der Übergabe nicht verkündet worden, die allmählich ungeduldig und fordernd geworden sind. ABER: lösbar. Ärzte herangetrommelt, die sich des einen Problems annahmen, und das andere konnte ich lösen, indem ich für die poststationäre und stocktaube Patientin ein Taxi orderte, nachdem wir uns 10 Minuten angebrüllt hatten und auch der Rest der Station bestens informiert wurde. Es flutschte dann und 22.00 fuhr mich TRAM 16 zum HBF, wo ich den Urtypen sitzend sah und 23 Uhr im Nest lag bei, na?, DWDT. Heute 6.45 Uhr erstanden, Kaffee, Audiosuche und Tageshattrick, nach dem ich nochmals horizontal verweilte, um vorhin eine Kulturzeitsendung anschloß und ich mich mit diesem Posting erstmals bis morgen früh verabschiede. Auf zum Spätdienst 2v2. ^
Am gestrigen Tag gibt es nichts zu kritteln. Nicht jeder Tag kann perfekt sein. Perfekt wäre der Mittwoch gewesen, wenn ich die Zeit für Hörbeiträge gefunden hätte. Bis auf die Pausenzeiten für Siesta und Lebensmitteleinkauf "arbeitete" ich am Computer, hörte Musik (mir völlig unbekannte Gruppen und sogar eine Volksmusikplatte), trank Eiskaffee, Trauben-, Apfel-, Multivitaminsaft, formte Einträge fürs Einsammelbuch, las im Internet, in Blogs, absolvierte den Tageshattrick. 21 Uhr wollte ich mich gänzlich auf das zweite Halbfinale konzentrieren, verlor aber schnell die Lust und lies das Spiel nebenher laufen, während ich online herumwuselte. 23 Uhr hatte Argentinien England bezwungen und mich die Müdigkeit, so daß ich "planmäßig" ins Bett durfte, um bei DWDT ins Schattenreich des Halbschlafes abzutauchen. Heute startete ich 6.30 Uhr mit der Audiosuche, ließ den Tageshattrick folgen, aus dem sich mehrere Anregungen extrahieren ließen, denen ich erst ab Montag nachkommen kann, weil zwei Spätdienste anstehen und Arbeitstage sind keine Miszellentage. Demnach wächst die Impuls/Ressourcenliste, welche ich doch gestern erst auf Blanko setzen konnte. Mein psychisches Tief währte eine Woche, ist für dieses Mal überwunden. In der Schwebe befindet sich mein PC-Kauf, bei dem die Lieferung an das CSL-Ladengeschäft in Langenfeld erfolgte und wegen der automatisierten Vorgehensweise partout kein Weg dahin führte, mir das Paket zuzuschicken. Versprochen wurde eine Rücküberweisung des Betrages, auf die ich allerdings warte. Sollte dieses mißglückte Manöver gut gehen, d.h. die 570.- Euro auf meinem Konto als H wiederauftauchen, gehe ich's noch einmal an; denn der 11-jährige PC-Opa keucht altersschwach und muß dringend erlöst werden. Ich knipse hier bis Morgen das Licht aus. Der Spätdienst ruft und wenn ich um 23 Uhr wieder zuhause bin... Ihr ahnt es. ^
Den weiteren Tag verbrachte ich am PC. Bis auf die Pause im Bett
zwischen 10.30 und 13 Uhr, wo ich beim Radiohören einschlief,
saß ich von morgens 5 Uhr bis 23 Uhr am Schreibtisch. Mehrere
Artikel sind entstanden und gepostet, wobei ich gerade, als ich
die neuesten Audios
fischte,
den Imax-Odyssee-Artikel
wesentlich erweiterte.
Das Haus verließ ich überhaupt nicht. Gegessen wurde abends
ein großer Vanillequark und ein Proteinjoghurt. Dafür schüttete
ich Unmengen an Saft, Eiskaffee und Eiskakao in mich hinein.
Ein ehemaliger Kommilitone von mir im
Norbertuswerk,
Guido Erbrich,
spricht in dieser Woche das Wort zum Tage im DeutschlandRadio.
Bach als Gottesbeweis
hat etwas, selbst für mich, der ich zum Heiden wurde.
Ich eile in die Küche für einen zweiten Kaffee und überlege,
wie es nach der allerersten und allerstrengsten Morgenroutine
weitergehen soll.
[#]
Den
Matrjoschka-Thread
erweitert um: Wievielinge,
Matrjoschka nachts,
Am Schalter. -
Auch den erst gestern geposteten Beitrag zur
Holzkunst im Erzgebirge
ergänzt um die Sammlung von
2000 Nußknacker.
Jetzt muß ich mal hinaus in die weite Welt zum Einkaufen.
Mit dabei "Studio 9 - der Tag mit Jagoda Marinic"
und die
heutige Apofikafolge
mit Hajo Schumacher als Gast.
[#]
Zurück vom Fahrt=Gang zu Kaufland höre ich
"Foreign Tongues".
Einige Blogs gelesen und Zitate daraus als
Rebloggeria
eingepflegt.
Cartoons, die sich stauen, auch.
Schon wieder einen erst gestern gepuzzelten Beitrag
(Mückenalarm)
erweitert, nachdem ich im Landlebenblog das mit den Mücken gelesen hatte.
Über Thomas Gigold gestolpert. Vor Äonen waren wir mal zusammen auf einem
Bloggertreffen in Leipzig. Während ich früher Europa- und Weltmeisterschaften im Fußball so
oft wie nur möglich sah, schwenkte ich gestern zum Halbfinale ein und
werde auch heute=nachher das zweite schauen. Möge es weniger dröge sein
als Frankreich-Spanien.
^
Heute gleich zwei Tagebucheinträge, die die Lücke von 1,5 Tagen erläutern. Nachdem ich frühmorgens noch Sonne im Herzen hatte, senkte sich unwesentlich später Finsternis hernieder. Ich berichte, wenn's etwas Neues gibt. Begonnen hatte ich diesen Dienstag mit festem Gemüt. Nach der Audiosuche, einem ausgedehnten Tageshattrick mit mehreren Sendungen, was bis 10.45 Uhr währte. Schläfchen bis 13 Uhr. Seitdem an Postings und Tagebuch geschrieben und wieder das Treibsandgefühl, steckengeblieben zu sein. Hinzu kommt in Summe all der Demütigungen der letzten Tage, als Totalversager par excellance durchgehen und brillieren zu können. Draußen scheint immer noch die Sonne, doch vermag sie die Finsternis im Herzen nicht zu vertreiben. ^
Kurz nachdem ich den vorgestrigen kurzen Eintrag geschrieben hatte,
vermißte ich mein Portemonnaie. Danach war ich nervlich so zerrüttet,
daß jedweder Fokus auf andere Dinge undenkbar war. Ich googlete nach
den Maßnahmen, die in diesem Verlustfall einzuleiten wären.
ec-Karte, Deutschlandticket, Personalausweis und Gesundheitskarte weg.
Wechselbad von Herumgrübeln (Wo und wann passierte das?) und Schicksalhadern
(Warum immer ich?). Haare raufen rein technisch nicht machbar.
Abends dann zum Nachtdienst 3v3. Die Hoffnung, daß ich das Portemonnaie
fort finden würde, zerstob. Zu dieser der Laune nicht zuträglichen
Situation gesellte sich der Umstand, daß mir eine Krankenpflegehelferin
beigegeben war, die sich nicht eben als hellste Leuchte im Pflegespektrum
erwies und mich mehr belastete als half, zumal meine Wut über ihre
Unfähigkeit und Passivität im Lauf der Stunden wuchs und gestern Morgen
eskalierte, als ich die anstehende Arbeit mit Ach und Krach schaffte,
während ich von ihr keinerlei Hilfe bekam, selbst bei so einfachen
Tätigkeiten wie Kaffeekannen auffüllen fürs Essenverteilen, Aufräumen
und Auffüllen der Bettenwagen u.v.m. Als meine Lieblingskollegin als
erste zum Frühdienst eintrudelte, blaffte ich sie am Höhepunkt meiner
Überforderung auch noch an, die ja nun so gar nix für die Misere konnte.
DAS sind diese Momente, die ich durch die Psychotherapie angehen wollte.
Momente der Eskalation, des Verlustes der Impulskontrolle, des Dissoziierens.
Ich glaubte, auf gutem Weg zu sein und bin es auch. Aber gestern war
knapp. Die Resilienz ist manchmal brüchig und die angestrebte Seelenruhe
(Ataraxie, Radikale Akzeptanz) verdammt schwer. Sich aus der Ruhe
bringen zu lassen gehört zweifellos zu einer meiner Kernkompetenzen. Als
ich morgens, später als üblich, das St. Georg verließ, saß ich an der
Haltestelle und beguckte in angenehmer Kühle den anbrechenden Tag, die
Sonne, welche sich den Himmel eroberte, und dachte, DAS ist die Welt,
die es zu betrachten lohnt. Alles andere ist, wie wir Hiobwiedergänger
wissen, Windhauch. In viel besserer Konstitution fuhr ich Richtung HBF,
wo mir in den Sinn kam, bei ALDI, der um 7 Uhr gerade aufgemacht hatte,
nachzufragen. ET VOILA! Der
Den Tag begann ich mit dem hoffnungsfreudigen Posting "Sonne im Herzen". Es nimmt nicht wunder, wenn ich einige Stunden später ergänzend das Gegenstück erzähle. Nachdem ich am gestrigen Ausschlaftag nicht ausgeschlafen, aber glücklich war, alle Karten und Ausweise nicht neu beantragen zu müssen, wollte ich die dafür akkumulierte Energie nutzen, einen der hartnäckigsten Knackpunkte anzugehen, die Wohnung. Ich setzte mich an den Rechner und mußte eine E-Mail verkraften, in der mir mitgeteilt wurde, ich könne den bestellten PC im CSL-Ladengeschäft in Langenhagen (bei Hannover) abholen. Wie meinen? Augenscheinlich war, als ich beim Bestellvorgang auf "Abholung" klickte, nicht, wie ich es auffaßte, aus einer hiesigen Paketstation gemeint, sondern am Firmenort. Super gelaufen. An der Hotline hatte ich einen Inder, der mich nicht verstand, was auf Gegenseitigkeit beruhte, und der mir den Tipp gab, doch mal 'ne E-Mail an CSL zu schreiben. Gesagt, getan. Kam sofort ein IT-Ticket zurück, daß eine Stornierung nicht möglich, weil Lieferung bereits erfolgt sei. Grmpf. Nochmal eine E-Mail mit Bitte um einen Menschen am Telefon. Zack, erneutes Ticket, die Retournierung würde veranlaßt. Bin sehr aufgeregt, was nun passieren wird. Ich gebe Frontmeldung, sobald der nächste Schuß erfolgt ist, womöglich wieder ins eigene Knie. Ich habe noch mehr zu bieten! Vor einer Stunde rief mich mein Psychotherapeut an, wo ich denn bleibe. Ich habe keinen Termin für ein Einzel für heute eingetragen. Mir völlig schleierhaft, wie das passieren konnte. Das Problem, mir Termine zu merken, sie zu koordinieren und im Auge zu behalten, bezeichne ich als Terminblindheit. Ob des verpaßten Gespräches erwartet mich eine Ausfallhonorarforderung. Wurscht. Was aber klar scheint: daß ich, nachdem ich vor Monaten einen Termin versäumte und dauernd mein Unvermögen beklage, wohl keinen therapautischen Blumentopf mehr gewinnen kann. "Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert". Ich gab meinem Therapeuten zu verstehen, daß ich die Hoffnung, meine Terminblindheit je angehen zu können, aufgebe und stattdessen die berühmte gelbe Binde mit den drei schwarzen Punkten bestelle. Es ist zurzeit alles ein bißchen viel: Portemonnaie verloren, Trouble auf Arbeit, PC in Langenfeld statt Leipzig und Termine gerissen. Plural. Letzten Dienstag vermehrte (sächs. für durcheinanderhausen) ich die Aktivgruppe, die sich am Markkleeberger See zu einem Picknick traf, ich aber im Probstheidaer Parklinikum allein dastand und mich wunderte, wieso niemand da ist. All das könnten Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Bestenfalls Doofheit in Potenz. Wie schrieb ich letztens? Der Wurm ist drin, und er frißt sich satt und satter. Eigentlich der geeignete Zeitpunkt, die 552 Wochen Alkoholabstinenz auf 0 zu setzen. (13. Juli 2026)
Den Tag, was bei Nachtdiensten bedeutet, den Nachmittag mit einem Tagebucheintrag begonnen. Die Schicht war soweit unspektakulär. Pünktlich um 7 Uhr zuhause und 30 Sekunden später im Bett. Nachrichten, Presseschau im Deutschlandfunk. und heute knipste sich mein Hirn sofort aus. Um 14 Uhr vorhin erwacht, Kaffee und Routinearbeiten, wozu ich dann auch das Tagebuchbloggen zähle. Jetzt, mal sehen, steht ja alles hier. ^
Den Tag, was bei Nachtdiensten bedeutet, den Nachmittag mit einem Tagebucheintrag begonnen. Die Schicht war soweit unspektakulär. Pünktlich um 7 Uhr zuhause und 30 Sekunden später im Bett. Nachrichten, Presseschau im Deutschlandfunk. und heute knipste sich mein Hirn sofort aus. Um 14 Uhr vorhin erwacht, Kaffee und Routinearbeiten, wozu ich dann auch das Tagebuchbloggen zähle. Jetzt, mal sehen, steht ja alles hier. (11. Juli 2026) ^
Der Wurm ist drin. Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Seit Dienstag verbiestert gewesen, jedweden Fokus sowie die Zuversicht verloren, mich je auf das besinnen zu können, was ich allem anderen voran stellen will, Stichwort "Priorisieren". Vor allem: dann dabei bleiben! Im Inneren immer die Vermutung, daß ich doch eigentlich kann. Könnte. Wenn ich wirklich wollte. Wie damals mit dem Rauchen (2000). Oder dem Saufen (2015). Oder dem Abnehmen (2025). So schwer kann das, kann ich nicht mehr sein! Der Mensch - ich zähle mich mal bedenkenlos dazu - ist ein ziemlich rouges Wesen, hält einiges aus, wurstelt sich durch. Menschen mit WIRKLICH hartem Schicksal zeigen, WIE stark der Mensch ist. In der Gruppe am Donnerstag war ein Resümee - kleine Schritte, sowohl praktisch als auch übertragen. Wohnung versifft? Quadrantenweise säubern, Schrittchen für Schrittchen, wie der Esel in Shrek auf der Brücke. Schrittchen für Schrittchen. Tippeltappeltour. Als ich gestern zum Nachtdienst 1v3 ging, war ich in deplorabler Verfassung. Acht Stunden auf Station erdeten mich, nordeten mich ein. Tippel, das heißt für mich zuallererst: Erfassen der mp3s per Audiosuche. Tappel ist der Tageshattrick. Dann, wenn freie Valenzen an dem Tag sind, eine Kulturzeit. Dann weitere Periodika. Die tägliche Apofikafolge. So entlang einer=meiner Strukturliste entlanghangeln. Stur, ja, dabei stur voran! Nicht ablenken lassen! Inseln für anderes freiräumen. Eine Folge mit Humorvollem sollte täglich gehen (Family Guy, Simpsons, Southpark). Cartoons sammeln und eingliedern, eine meiner immerwährenden Freuden. Nach Tippel , Tappel kommt Tour: rausgehen, fotografieren, Luft. Den Buddenbohm machen. Das kann doch nicht so schwer sein. Das muß doch gehen. (11. Juli 2026)^
Der Donnerstag verging mit dem, was ich am PC so mache; Blogs nachlesen, Podcasts hören. Eine Stunde in Paunsdorf zum Einkauf unterwegs. nachmittags 2 Stunden geschlafen. Sonst Social-Media-Feed verfolgt, im Internet gelesen, Musik gehört und Fotos gesichtet und eingefügt. Donnerstags ist (noch) Gruppentherapie. Ich verlasse um 17.30 Uhr das Haus und bin, wenn ich keinen Schlenker zu Kaufland mache, gegen 20.30 Uhr zuhause, wo ich Cartoons eingearbeitet habe. Bei der Gruppentherapie nutzte ich die Chance, ergriff das Wort und machte meine Unzufriedenheit zum Thema, den Zwang, alles aufzuschieben, mir Wünsche zu versagen, Dinge nicht anzugehen. Intensive 110 Minuten, nach denen ich gerädert, aber auch erleichtert war. Neben vielen kleineren Podcasts hörte ich eine Radio-Wissen-Folge über das Weltall, über Hollywood, wie die Filmbranche im 20. Jahrhundert unser Amerikabild prägte. Außerdem seit langem ein Hörbuch begonnen - "Erfolg" (1v9) von Lion Feuchtwanger. Um 22.30 Uhr wieder Flachlage mit einer Folge Studio-9. Zu Gast Julius van de Laar, USA-Kenner, der dezidierte An- und Einsichten zum Trumpland äußerte. 5.45 Uhr erhob ich mich für Kaffeekochen, =>Hörbar und ebendieses Tagebuchbloggen. Heute Abend steht Nachtdienst an: Freitag bis Sonntag. Möglichst ein ausgedehnter Nachmittagsschlaf muß drin sein. Jetzt höre ich erstmal einige kürzere Periodika und lese Blogs. Mal sehen, ob Herr Buddenbohm und Frau Kaltmamsell schon gepostet haben. Musik von Bonnie Tyler Zusammensuchen, in der Jugend schwelgen. [#] Der Tag war geprägt von allerschlimmster Erschöpfung und hohem Schlafbedarf. Vormittags zwischen 8.30 Und 10.40 Uhr und von 16.30 bis 19 Uhr nochmals. Dazwischen Podcasts gehört, Blogs gelesen, arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant und 2 x Kulturzeit. Jetzt starte ich zum Nachtdienst mit ALDI-Einkauf im HBF. Noch nichts gegessen heute, nur Eiskaffee und Traubensaft getrunken, den dritten Tag in Folge. Exorbitant schlechte Laune und Miesepetrigkeit. ^
Was ist zum Mittwoch noch zu sagen? Ich saß größtenteils im Sessel und widmete mich Hörbeiträgen. Ich sah nachmittags eine Law-and-Order-Episode, zwei arte-Journale, zwei MDR-Sachsenspiegel und eine Brisant-Sendung. Bei so vielen Sendungen habe ich einen unaufholbaren Rückstand. Bei Kultursendungen krauche ich im Oktober 2021 herum und erschrecke mich jedesmal, wenn ich Moderatoren mit FFP2-Maske sehe. Ein ähnlicher hoffnungsloser Rückstand bei Euromaxx. Kulturzeit mach zwar bis Mitte August Pause, doch liegen noch 26 ungesehene Sendungen auf Halde. Über mein Unbehagen brauche ich mich nicht zu wundern, das Gefühl, hinterherzuhinken, nie an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ich sagen könnte, ja, soweit geschafft, laßt uns nach vorne blicken. Ein permanentes Defizitgefühl. Mehrmals habe ich tabula rasa gemacht und Dutzende von Weltspiegel- und ZDF-auslandsjournal-Sendungen gelöscht. Damals war ich bis zu einem Kipppunkt sogar ohne ungelesene Bücher, etwas, was man Bibliomanen nicht abnehmen würde. Nun, ich ging um 22.30 Uhr ins Bett und hörte die tagesaktuelle Apofika-Episode und DWDT. Am Abend diesen vierten und letzten freien Tages in dieser Woche habe ich Gruppentherapie. Die Nacht war 4.40 Uhr zuende. Ich verließ das Bett, weil ich den Freiraum habe, mich tagsüber nochmals zur Ruhe betten zu können. Gegessen habe ich am Mittwoch nur Erdnüsse, getrunken Eiskaffee, Apfel-, Birnen- und Orangensaft und Kakao. Daß Zverev ins Wimbledonhalbfinale gekommen ist, freut mich. In die Helge-Schneider-"Doku" "The Klimperclown" reingeschaut und nicht durchgehalten. Vielleicht heute. Mit Tippeltappeltour einen Tagebucheintrag verfaßt. (9. Juli 2026)^
Auf der Suche nach dem Ursprung der Niedergeschlagenheit und Unzufriedenheit, dem Defizitgefühl nachdenkend, was fehlt. Was wünsche ich mir im Augenblick am stärksten? Was am längsten, ohne daß es erfüllt worden wäre? Kann ich es verwirklichen, abhaken? Meine Wünsche gehen in verschiedene Richtungen, Kulinarisch: Rindsrouladen, Hammelbraten mit Speckbohnen und Klößen, Kirmeskuchen. To-do: alle Euromaxx-Sendungen angucken, Karambolage, Kultursendungen. Ich hätte gerne eine saubere Wohnung. Meinen 11 Jahre alten PC gegen ein neues Modell eintauschen. Warum kaufe ich keinen? Weil ich Angst davor habe, dem nicht gewachsen zu sein, ihn einrichten und zum Laufen bringen zu müssen, weil ich mir dies nicht mehr zutraue. Die Frage stellen, was JETZT meinem Glück im Wege steht. Warum war ich in den vergangenen beiden Tagen dermaßen deprimiert gewesen? Ich sehe eine Verstopfung, eine Anhäufung von Unerledigtem, Aufgeschobenem. Wenn ein bestimmtes Level erreicht ist, wird es mit einmal zu viel. Eben noch gleichgültig, empfinde ich plötzlich ein Grauen angesichts dessen, was getan werden muß, um unverstellte Sicht herstellen zu können. Schwelende Befürchtung, mich niemals freischwimmen zu können. Die Wohnung ist verdreckt, der PC ungekauft, die Rouladen ungekocht und ungegessen, alle vier externen Festplatten mit Ungesehenem vollgepropft. Eine fatale Kombination aus Messiegebaren und zementierter Prokrastination. Wiederholend die Frage stellen, was JETZT meinem Glück im Wege steht, beziehungsweise, was könnte ich JETZT SOFORT tun, um ein Zipfelchen vom Berg, vom unüberblickbaren Wust zu lüften, abzubauen, zu beseitigen? Was läßt sich heute tun? EINEN Schritt wenigstens gehen. Tippeltappeltour zum Glück. Dieses Braindumping hilft insofern, als ich mir der Gewaltigkeit, Verbissenheit, Verzweiflung und Dringlichkeit bewußter bin als zuvor. Mir fallen Tätigkeiten für heute ein. Notieren! 1. Juni-Monatsabrechnung für's Haushaltsbuch 2. Müll runterbringen 3. eine Folge Karambolage abarbeiten. 4. eine Folge Euromaxx. 5. einen neuen PC bestellen 6. Heute Abend in der Gruppentherapie dieses mein Problem zum Thema machen. Der geheimste, tiefste, bohrendste Wunsch ist, auszusteigen aus dem Job, Privatier zu werden und mich ganz dem Einsammelbuch, dem Flanieren und dem Anhören von Sendungen hinzugeben. (9. Juli 2026)
Da die Verdrängung bereits eingesetzt hat, kann ich den gestrigen Tag nicht exakt rekapitulieren. Fiktionales wie Serien, wie ich es bis zur Therapie exzessiv konsumierte, ist selten geworden. Gestern nicht, und von Nichtfiktionalem (Periodikum) kein Tageshattrick. Kleinere Hörsendungen, je eine Folge Apofika, Studio 9 mit..., Der Tag, Unboxing News, naja, und das, was ich zwischendurch immer einschiebe: Kulturnachrichten, Wissenschaftsmelungen, Presseschauen, Nachrichten, Kalenderblatt. Daß ich tagebuchblogge, erweist sich als hilfreich und dient der Bewußtmachung und Nachprüfbarkeit dessen, was tatsächlich war. Zu unterscheiden zwischen dem deprimierenden Eindruck eines beknackten Tages und dem, was ihn vielleicht doch nicht ganz so düster aussehen läßt. Was ließe sich an "Gestern" positiv resümieren? Ich war 3 Stunden draußen, im Licht, an der Luft. Ich genoß alkoholfreien Caipirinha, Eiskaffee und Eis-Kakao, Ich ließe mich ein wenig stabilisieren durch Gregorianik. Nicht zu vergessen, was NICHT geschah: kein Drama, kein Unfall, niemand gestorben, keine Havarie im Haushalt, weder Herzinfarkt noch Apoplex/ Hirninfarkt noch Organruptur. Ich durfte heute Morgen erwachen wie bisher jeden Morgen in den 21996 Tagen meines Lebens. Die Sonne gibt ihr Bestes und kämpft sich hinter den Wolken hervor. Draußen rattert ein Zeitungsausträger vorbei; ansonsten ist es für 6.46 Uhr erstaunlich ruhig. Aufgestanden bin ich 5.20 Uhr, nachdem gestern zur gewohnten Zeit 23 Uhr der Vorhang fiel und mich DWDT einlullen durfte. Ähm, und ein dritter Weltkrieg ist nicht ausgebrochen. Was für ein Glück insgesamt trotz des beknackten Tages gestern!!! =>Hörsendungen habe ich bereits durchgrast. Kaffee duftet. Auf ein Neues und hoffentlich Besseres. [#] Zig Podcasts gehört, keinen, den ich aufgreifen würde. Im Sessel dahingedämmert, die Stunden vergehen. Jetzt doch eine Serienfolge Law and Order, bei der mir schwant, daß ich sie vor vielen Wochen gesehen haben könnte. Wurscht. Das Formtief hält an. ^
Um 9.10 Uhr Einzeltherapie nach 4 Wochen. Fatigue. Zweimal geschlafen, einmal nach dem Nachhausekommen am Vormittag und einmal nachmittags, bevor ich um 16 Uhr zur Selbsthilfegruppe aufbrach. Diese findet in der Nähe des Felsenkellers statt. Eingedenk der anderen Linienführungen vieler Straßenbahnen (Baustellenfahrplan bis August) mußte ich mich konzentrieren, um dort zu landen, wohin ich wollte. 20 Uhr zurück. Unterwegs Podcast (Frenzel/Küppersbusch) und in die Splat! von Deep Purple hineingehört. Erwähnen möchte ich =>Hörsendungen die Spaß machten, informativ, erhellend und amüsant sind. Nicht alle immer alles, doch ein Kriterium ist stets erfüllt: Kleine Kulturgeschichte des Kusses. Den Stirnkuss kenne ich durch meine Oma. Gestern, soziologisch interessant, in einer Folge Radio Wissen über das Putzen. Aus zwei Themen formte ich eben Postings: The Church of Ketchup und Anreden, wobei das Erzen im Pflegebereich vorkommt. - Um 22.30 Uhr ins Bett. Meine Stimmung war und ist getrübt. Erschöpfung überwiegt und das Gefühl, zu nichts zu kommen. Zeitenge. 5.15 Uhr aufgestanden, Kaffee, Audiosuche und diese Zeilen. Laßt mich hier am Wegesrand zurück, ohne mich könnt ihr es schaffen! [#] Was für ein beknackter Tag! beknackter Tag! Wo ist die Tonne, in die er kann? Braindumping hier führte zum Tagebucheintrag dort. Weiter mit Gregorianik, um vielleicht am Ende mit der Kaltmamsell sagen zu können: "JETZT ist’s grad gut" (7. Juli 2026).^
Was für ein beknackter Tag! Wo ist die Tonne, in die er kann? Als ich pünktlich um 11 Uhr im Helios-Parkklinikum eincheckte, war von meiner Aktivgruppe nichts zu sehen. In völliger Verkennung der Tatsachen hatte ich nicht mitbekommen, daß wir in dieser Woche aushäusig Picknick am Markkleeberger See machen wollten. Brainfog at its best/worst. Zum Bus 76 gehetzt, ALDI geplündert, Frustkalorien eingesackt, nachhause und mit Hechtsprung ins Bett. 15 Uhr mit noch unvermindert übler Laune an den Rechner. Internet lesen, Hörsendungen. Bis jetzt. Musik nebenbei: "Confessions II" von Madonna; Melissa Etheridges "Rise". Getränk: Eiskaffee. Meistens kriege ich gegen abends so die Kurve, daß mir mein Dasein nicht mehr ganz so verpfuscht erscheint. Heute bezweifle ich diesen Switch stark. IMMERHIN hageln per WhatsApp tröstende, aufmunternde und besorgte Nachrichten herein. Großkotzig empfahl ich jemanden aus unserer SHG erst gestern Braindumping. Sich alles von der Seele schreiben, nicht großartig nachdenken. Raus damit! Bis drinnen alles leer ist oder man das sieht, was verborgen und verdeckt war. Und im Augenblick brauche ich's selbst. Kompletter emotionaler und mentaler Block, Trotz und Wut, Verwirrung und Angst. Immer wenn mich eine solche Dunkelheit anfällt, ist sie verbunden mit starker Ideen- und Lustlosigkeit. Alles erscheint sinnlos, der Mühe nicht wert. Sonst geliebte Tätigkeiten locken nicht. Die Unruhe und Fickrigkeit jedoch verhindert ein Stillsitzen. Eigentlich wäre ein solcher Zustand stärkster Ödnis und Indifferenz optimal für Rawdogging. Klappt nicht. Weiterschreiben. Ich möchte vorstoßen zu der Erkenntnis dessen, was mich verstimmt, der Grund für den Block. So schwer faßbar. Mir fehlt doch nichts. Alles da wie sonst auch. Zeit genug, Geld, Essen, PC rödelt, Gregorianik läuft auf Youtube. Doch komme ich nicht darüber hinweg, daß ich (gefühlt) NIE den Punkt erreiche, an dem ich befriedigt sagen könnte: Ich habe das gemacht, was mir am meisten Spaß macht. Ich hatte Zeit dafür und habe sie genutzt. Wie die Kaltmamsell schrieb: "JETZT ist’s grad gut." Mein Wunsch, einmal nicht abgelenkt zu sein, geht nicht Erfüllung. Ich setze mich am Morgen an den Computer und bin 1 Stunde später in allerlei Recherchen und Verzwicktheiten verstrickt, was ein Gefühl des Gefesseltseins auslöst, des Nicht-zu-dem-Kommen, was ich wirklich will. Nur eben, daß ich nicht klar benennen kann, was das sein soll. Glück? Flow? Das profunde, zwangsläufig und unausweichliche Empfinden, falsch abgebogen zu sein. Wenn mir dann objektiv ein derartiger Fauxpas passiert wie der heutige Irrtum, wankt alles, das Selbst- und Weltbild. Das stabil geglaubte Konstrukt psychischer Resilienz zerfällt zu Staub, bröselt und bröckelt an allen Enden. Es ekelt mich. Ist hier das Leck, welches ich suche? Laßt mich hier am Wegesrand zurück, ohne mich könnt ihr es schaffen! (7. Juli 2026)
Knapp bemessene Zeit auch gestern. Nachdem ich die Routine hinter mich gebracht hatte, schlief ich zwischen 7.30 Uhr und 10.30 Uhr, schaute dann eine Folge Kulturzeit und stürzte mich dann in das Chaos des Leipziger Straßenverkehrs auf dem Weg zum Spätdienst. Bei Aldi, solange es billiger ist, Ciabatta und Cola. Gegessen hatte ich ausnahmsweise vormittags, weil mein Bruder mir einen Topf Fleischeintopf gebracht hatte, so taufrisch, daß er noch warm war. Während des Dienstes herumgenascht, was ich mir unbedingt abgewöhnen muß. Hier ein Nüsschen, da ein Schweinsöhrchen, hier ein Bonbon. Das darf nicht! Die Schicht war weniger disruptiv als die vorige, aber aushaltbar. Drei Zugänge, wobei ausgerechnet der jüngste der schwierigste war. Jahrgang 1960, aber desolat, verwahrlost, schmutzig, olfaktorisch und optisch kaum vorzeigbar. Als Liegetrauma bezeichnen wir es, wenn Patienten zuhause stürzen, nicht selbständig aufstehen können und manchmal tagelang so ausharren, bis sie gefunden werden, wenn entweder Bekannte oder Verwandte dann doch mal nachsehen. Diesen Patienten fehlt dann nicht nur Energie und Flüssigkeit, sondern sie tragen auch Blessuren in Form von Wunden vom Sturz davon und Druckwunden durch längeres Liegen auf einer Stelle. Nicht selten blitzeblau von Kopf bis Fuß. Ja, sehr gefährlich insgesamt. Unser Zugang nun war in der Notaufnahme sehr verwirrt und delirant, kam bei uns in seligem Schlaf an, weil er alles mitnahm, was die moderne Medizin an Sedative bereit stellt. Weil wir keinen Platz hatten, denn es wäre ein bißchen dies, ihn in ein Zimmer mit einem selbständigen Mittdreißger zu legen, der den Schock seines Leben bekäme, muß er in einer speziellen Lounge liegen, die wir manchmal nutzen, wenn engmaschige Patientenbeobachtung unerläßlich ist. Von diesen 3 Zugängen, alle aus der ZNA (Zentrale Notaufnahme) abgesehen, gab es keine Besonderheiten. Ich arbeite das noch nach, sobald ich Zeit für die Fotos habe und werden demnächste viele weitere Themen aus meinem Arbeitsalltag angehen, u.a. das Essen für Patienten in seinem bemerkenswertem Niedergang. Ich suchte nach einem Wort für allgemeinen Niedergang und komme nicht drauf; die KI half kaum. Egal, ich muß gleich los zu einem Einzel beim Therapeuten. Heute ist Freier Tag 1/4. Ausreichend Luft zu Atmen und Entspannen. Morgenroutine ist erledigt, Hörbar-Quellen sind gesammelt. Kaffee ist ausgetrunken. Der Vater einer gerne gelesenen Bloggerin ist verstorben. In den Beileidspostings steht oft nur ein "." und ich versuche, dahinter zu kommen, ob das neues Default ist.Gemini mutmaßt: "'Mir fehlen die Worte' (Sprachlosigkeit): Der Punkt ist das minimalistischste Symbol für absolute Sprachlosigkeit." ^
Gestern lief alles soweit ohne große Reibereien. Beizeiten auf den Arbeitsweg gemacht, Am Hauptbahnhof durch die Baustelle an der Westseite ziemlicher Andrang auf den wenigen befahrenen Gleisen. Einkauf bei Aldi wegen Brötchen und Cola. Da Ciabatta auf 59 ct rabattiert ist, greife ich zu. Auf Arbeit/Station vor der Übergabe 13.30 Uhr erstmal eine Mahlzeit mit Ciabatta, Rindfleischsalat und Joghurt. Höchste Eisenbahn; vorgestern hatte ich sehr wenig gegessen. Dienst ohne die Belastungen, die letzte Woche die Spätschichten so überaus belastet hatten. Kein Zugang, kein Toter, keinen Sturz, kein Dementer, mit dem man Haschen spielen muß, keine pathologischen Angehörige, kein Notfall wie GIB, Kollaps usw. Ein ganz normaler Dienst auf einer nephrologischen, rheumatischen und geriatrischen Station mit 30 Betten. Pünktlich zuhause. Da samstags kein DWDT läuft, sah ich arte-Journal und MDR-Sachsenspiegel, Brisant wurde gestern nicht ausgestrahlt. Spart 40 Minuten zugunsten der 3Sat-Kulturzeit, welche ich in den zurückliegenden Wochen sträflich vernachlässigt habe. Schaffte allerdings keine komplette Sendung, weil ich während einer Spätmahlzeit (Ciabatta + Wiener + Proteinjoghurt) urplötzlich so müde wurde, daß der Licht-aus-Wunsch überwog und ich um 0.15 Uhr wegdämmerte. Vorhin um 6.15 Uhr tauchte mein Bewußtsein wieder auf und der Kaffee lockte, bei dem ich das =>Update erledigt wurde, woran sich gerade dieser Tagespost anschließt. Routine, so mag ich es. ^
Der Abend klang wenig revoluzzerhaft aus. Gewohnte Bahnen, übliche Zeit. Mit dem Handy bewaffnet ins gut abgekühlte Schlafzimmer. Nach Der Tag um 23 Uhr danach DWDT. Noch einige Monate den Deutschlandfunk so genießen, wie man ihn gewohnt war und, ja, geliebt hat. Am 30. November greift eine große Reform, die Struktur und Inhalte auf den Kopf stellt. Als innerlich der Routine und dem Bewährten ergebener Mensch sprossen bei der Nachricht unverzüglich Abwehrreaktionen hervor. Die innere Nagelmatte rollte auf. Schaunmermal. Wie es auch kommen wird, ich habe keinen Einfluß darauf, keine Macht, so daß die während der Psychotherapie entdeckte und seitdem entwickelte Wunderwaffe der Radikale Akzeptanz zum Einsatz kommen muß. Nur liegt eben mein Fokus mehr und mehr auf Ohrenfutter vom DeutschlandRadio. Falls dieser Fundus, aus dem ich reichlich schöpfe und sehr vieles im ESB verwende, verschlimmbessert würde, müßte ich mich neu aufstellen. Mindestens würde ich es außerordentlich bedauern. Das Leben ginge weiter, klar, nur eben mit neuen Straßenschildern auf anderen Pisten. Die Nacht endete 6.10 Uhr mit der inzwischen eingeübten Kaskade (Kaffee, Audiosuche, =>Updates). Hernach der Tageshattrick. Mich fiel um 8 Uhr eine Müdigkeit an, die mich umgehend ins Bett scheuchte, dort aber nur bis 9.15 Uhr beließ. Doch zu wuschig für Deidei machen. Kaffee und, huch, Tagesbloggen, welches ich am Morgen glatt vergessen hatte. Jetzt bin ich wieder in der Gegenwart. Hat eigentlich Taylor Swifts Hochzeit stattgefunden? Ich traue mich, ehrlich gesagt, kaum ins Netz zu gehen, weil: 4.7. Ich kann die Hackfresse einfach nicht mehr sehen + hören. Ich möchte lieber nicht. MANA, MANA - Make America Normal Again. Ich lese, daß seit eben 10 Uhr der Baunetzfahrplan gilt. Die Straßenbahnen fahren wieder im 10-Minuten-Takt und so, wie sie ohne hitzebedingtem Schienendesaster ab heute ohnehin gefahren wären. DENN: bis 16. August Baustelle am Hauptbahnhof mit diversen Streckenänderungen. Getreu dem Motto: Es sind Sommerferien, laßt uns dem Rest der Bevölkerung das Unterwegssein zur Hölle machen. - Bei der Bloglektüre, weil ich wegen des anstehenden Spätdienstes bis Montag alles wieder aufschreiben muß, wodurch sich die To-do-Liste wie ein Ballon aufblähen wird, die Stichworte aufgeschrieben: "Buddenbohm, treffende Bezeichnungen in Berufen benennen, Blutbad. Bin gespannt, ob ich am Montag noch weiß, daß ich über den Soziolekt im Pflegeberuf schreiben möchte. ^
Zwei nach einer Software benannte Vögel zanken sich auf meinem Fensterbrett. Inzwischen habe ich schon zwei Breviloquia geschrieben und, angeregt durch das Wort zum Tage, das ich morgens bei der Audiosuche gleich mit anklicke, ein Posting (Im Hier und Jetzt). Gestern nur Saft getrunken, nix gegessen. Mit einem Stammpodcast gegen 22.30 Uhr ins Bett und zügig in Halbschlafgefilden unterwegs gewesen. Nachts oft erwacht, weil Blase, siehe Saft. Ab 5.40 Uhr durfte sie Kaffee füllen. Schon beim Zusammentragen der Podcasts für die =>Updates ließ ich mich kurioserweise beim Wort zum Tage ablenken und zu seinem Text über den gegenwärtigen Augenblick, wie wir das in der Fokolarbwegung nannten, verführen. Mal schauen, was heute ansteht. Fünfter und letzter freier Tag. Zunächst die gesichteten Beiträge (1 + 2 + 3. zum Leipziger Schienendesaster anhören. Kein Teer mehr? Bitumen, Bittumen, Bitte um...? [#] Die Kaltmamsell hatte heute denselben Gedanken und schrieb: "JETZT ist’s grad gut." 30 min später Was ist denn heute nur los? Eben lese ich bei Frau Klugscheißer von "gedanklicher Präzens". Gibt jetzt der Lebensalgorithmus das Tagesthema vor? - Den Freibad-Artikel erweitert: Um zu baden, entkleidet man sich, was selbst zum Thema werden kann. - Es wird gerubbelt, was das Zeug hält. Nicht was ihr denkt! [#] Bis 14 Uhr saß ich am Computer mit kleiner Auszeit (Matratzenhorchdienst). Die Trias: arte-Journal, Sachsenspiegel und Brisant, wenige kürzere Hörbeiträge. Nachmittags war Monatstreffen einer Gruppe, die wir nach der Tagesklinik beschlossen hatten, uns regelmäßig zu treffen, ein Jour fixe. Leider ist der Enthusiasmus eingedellt, so daß ich mit einer in Sachen Leipzig äußerst kundigen Frau, ihres Zeichens auch Literaturwissenschaftlerin zusammensaß und über zwei Stunden redete. Es gab hausgemachte Limonade, hernach einen Matcha, der wie abgeerntetes Heu schmeckte, herb bis bitter, aber vollendet schaumig. Wenn wir Psychos eines können, dann quatschen. Null problemo. Da die Straßenbahnen ausgedünnt verkehren (alle 20 Minuten), verlängern sich die Wartezeiten, so daß ich von der Kurt-Eisner-Straße bis nach Sellerhausen 1 geschlagene Stunde fuhr, wofür ich sonst höchstens 35-40 Minuten gebraucht hätte. Jetzt wieder an den Computer zum Hören. Wenig geschrieben und gepostet heute. Gerade höre ich ein ausführliches Gespräch (Mit Büchern Unruhe stiften) mit dem Edition-Tiamat-Verleger Klaus Bittermann. Unterwegs gelang es, zwei Ausgaben "Studio 9 - der Tag mit..." vollständig unterzubringen, mit einer gut aufgelegten Ronja von Rönne und mit dem Journalisten Marc Brost. ^
Der Abend ging komplett für KI-gestützte Weiterbildung drauf. Gemini sah sich meinen Quellcode an, gab Hinweise zur Anpassung und Fehlerkorrektur. Die Stunden zogen dahin, ich lernte eine Menge Neues, war schlußendlich fulminant erschöpft durch das ewige Trial-and-Error. Als ich mir vor 30 Jahren mit Stefan Münz' SelfHTML ein paar HTML- und später CSS-Kenntnisse draufschaffte, reichte das für meinen Anspruch, mittels einer einfachen Webseite mit minimalem Aufwand maximalen Inhalt zu transportieren. Freilich haben sich Standards geändert. Wie man eine Zeilenhöhe festlegt, damit sie sich dynamisch an die Schriftgröße anpaßt und solche Sachen. Gerade auch der Datei-Header ist so veraltet. Wenigstens bei neuen bzw. sehr oft gebrauchten Dateien wie diese hier fürs Tagebuchbloggen oder die Miszellen will ich künftig etwas zeitgemäßer kodieren, so es mir möglich ist; denn vieles begreife ich einfach nicht mehr oder scheue den Aufwand. Ich habe sehr, sehr viel Saft getrunken - mein Therapeut wird entrüstet sein, ich habe durch die nervenaufreibende Probiererei möglicherweise zwei graue Haar mehr. Am Ende, gegen 22 Uhr, die einzige Mahlzeit des Tages: 3 Weizenbrötchen mit Schinken und Tomate und einen großen Mohn-Joghurt. Ich hörte Stammpodcasts, so Studio 9 mit..., Unboxing News, Kalenderblatt, Der Tag (nicht zu verwechseln mit Das war der Tag). Wissensnachrichten, Kommentare u.v.m. - Auch Visuelles mit dem Tageshattrick, der aus den drei Sendungen besteht und das Grundgerüst meiner Routine bildet: 1. arte-Journal, 2. MDR-Sachsenspiegel 3. Brisant. [#] Heute stotterte mein Bewußtsein, indem ich stündlich wach wurde, auf die Uhr sah und weiterschlief. Um 5.30 Uhr hatte ich die Faxen satt und kochte Kaffee, ließ den 11-jährigen PC seine 10 Minuten hochrödeln, bis er mich ranließ. Die "Sie-haben-12-kritische-Probleme-Meldung" von Avast Free Antivirus wegklicken, und schon bin ich nach 15 Minuten startbereit fürs =>Update. Anschließend doch wieder verlockt worden, Layoutveränderungen zu testen. Im Morgenwahn, frischer Geist gebiert frische und vor allem bessere Ergebnisse. Herr Buddenbohm postuliert "ein Immerhin des Tages", was mich dazu veranlaßte, daraus ein Posting (Ein Immerhin des Tages) zusammenzumehren, wie wir Sachsen faxen. Zweiter Kaffee, Musik: Smokie. Und gerade keinen Bock, etwas Neues anzufangen. - Heute ist Welttag des Witzes. [#] Ich war einkaufen und habe dazu etwas gepostet. Zuvor Mittagsnickerchen zwischen 11.30 und 12.30 Uhr. Durch Holger an alte bibliomane Zeiten erinnert worden. - [#] Ich hörte aus dem Pocast "Wind und Wurzeln" die Folge "Pflege am Abgrund". Die Publizistin Marina Weisband kenne ich aus den sozialen Medien, wo sie, auch als an ME/CFS Erkrankte, aktiv ist. Im Anschluß höre ich gerade aus Jagoda Marinics "Freiheit Deluxe" die Episode mit Albrecht von Lucke, den ich sonst regelmäßig bei Korbinian Frenzel höre, wenn er Gast in Studio 9 - der Tag mit... ist. Ich stelle fest, daß ich bis zum Nachmittag eher schriftlich agiere, indem ich am und für das ESB arbeite und dann, wenn Kräfte und Konzentration zur Neige gehen, so ab 17 Uhr eher HÖRE. Diese Dichotomie ist mir nicht bewußt gewesen. Aufgrund des Tagebuchbloggens fällt mir dies und das auf, was auch eine seiner Intensionen ist. - Musik: Gregorianischer Choral, dazu Traubensaft. Noch nichts gegessen. Die Getränke sättigen. Blogs lesen, Blogs entdecken. Sehr lange heute in den Archiven beim schizophrenisten. Eine Folge Apofika war auch drin. ^
Unter den verhunzten Tagen war gestern ein normaler. Zuhause, ohne Verpflichtung. 5.30 Uhr begann er mit Morgenroutine, d.h. Kaffee, Audiosuche zwecks =>Hörbar, Blogs nachlesen und erstes Einarbeiten des Gefundenen. Abwechselnd im Netz gelesen, geguckt, Fundstücke gesammelt, zwischendurch den einen oder anderen Podcast gehört. Musikalisch war ich noch bei Whitesnake und einer Punkband namens Wohlstandskinder, die ich nicht kannte. Mehr als das Minimum an Periodika schaffte ich nicht: arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant vom Vortag. Alles unspektakulär und wenig ergiebig. Zu müde, zu zerfahren, zu unkonzentriert. Kein Flow, kein Fokus. Ab in die Tonne mit diesem Dienstag. Heute normal gestartet, dann irgendwo in Blogs verbissen. Um 9 Uhr kam ich auf die selten dämliche Idee, einkaufen zu gehen, bestieg Bus 77, der direkt vor meiner Haustür fährt, allerdings nur alle 60 Minuten. Wollte in der Permoser Straße in Bus 90 umsteigen. 30 Minuten warten, wer weiß, warum. Dann ins Paunsdorf-Center zu Kaufland. Der Kreislauf wackelte. Rückzu im strömenden Regen auf den Bus gewartet, bis Theodor-Heuss-Straße gefahren, in der Hoffnung, noch einen Tetrapack alkoholfreien Caipirinha zu kriegen, bei ALDI vorbeigeschaut. Richtig, war alle. Die zwei Haltestellen - es fahren immer noch keine Straßenbahnen - in Richtung Sellerhausen gelaufen bei sehr angenehmem Wetter, luftig, leichter Regen. Am PC im Bemühen, eine Schriftart auszuprobieren, die ich bei kaesedurst sah, erneut verzettelt. Ewig herumprobiert und meine Dateien HTML + CSS ziemlich zerknietzscht und noch nicht wieder zufriedenstelllend repariert, weil meine Nerven eine Pause forderten und bekamen: flach liegend und dösend bis 14.30 Uhr vorhin. Zu diesen Zeilen läuft übrigens ein Best-of-Sampler mit fast 60 Liedern von Smokie. Vormittags war, wie ich auf Mastodon kundtat, Discozeit. Getränk: Birnensaft. Menschen, die mit technischem Verstand gesegnet sind wie Felix, bewundere ich und gucke die Artikel wie ein Wunder an. Ich kriege nicht mal eine neue Schriftart implementiert. ^
Illusorisch, die letzten Tage im Sinne eines Tagebuches rekonstruieren zu wollen. Ich folge meinen Gedanken und Erinnerungen. Vier Spätdienste bei dieser Bruthitze und enormer Arbeitsfülle brauchten Kräfte auf, die sich selbst heute, am zweiten freien Tag, nicht regeneriert haben. Viel Patientendurchlauf mit Zu- und Abgängen. Zugänge sind unplanbare Mehrarbeit. Je nach Verfassung des Kranken (z.B. Aufsteher versus Bettlägerigkeit) maximiert sich der Aufwand. Minimum 20 Minuten bis nach oben offen, sagen wir 45 Minuten, die es von den Routineaufgaben abzuknapsen gilt. Da wir keine Hermine Granger sind und keinen Zeitumkehrer haben, müssen jene entweder schneller = schludriger absolviert werden oder lückenhaft. Und alles so hinbiegen, damit am Schichtende alles so aussieht, als wäre alles mit Finesse und Gründlichkeit erfolgt. Wir kochen nur mit Wasser. Trotzdem muckt ab und zu das Gewissen auf und mit ihm Schuldgefühle, sich der Situation so duldsam ausgeliefert zu haben und an ethisch bedenkliche Grenzen gestoßen zu sein oder dem Ideal einer fürsorglichen Pflege nicht entsprochen zu haben. Ganz abgesehen von den Temperaturen, bei denen das Hirn in der Kalotte vor sich hin köchelte, sich Schussligkeiten häuften, der Geduldsfaden wie eine gespannte Bogensehne vibrierte und die Zunge am Gaumen klebte. So schnell kann ich nicht nachtrinken, es ist ein dem Flüssigkeitsdefizit stetiges Hinterherhinken- bzw. -trinken. Eines Abends sagte eine Patientin: "Aber Sie haben es doch ganz gut durch den Dienst geschafft, oder?" Hier sich bitte ein gequältes Nicken denken. Was als Zumutung hinzukam, war der ersatzlose Totalausfall der Leipziger Straßenbahnen seit Samstagnachmittag. Grund: Fugenmasse wurde flüssig und verließ ihre Position und verklebte auch die Bahnen. Wie nun nachhause kommen? Plan B(us) bedeudete, viel Zeit, Umsteigen und neue, vor allem weite Wege zu gehen. Die schweißdurchtränkten Klamotten aufhängen, die müden Glieder zur Ruhe betten und eben horizontal weiterschwitzen. Nun, es ist geschafft. Den Vormittag verschlief ich größtenteils und kam nur rudimentär zum arte-Journal, dem MDR-Sachsenspiegel. Mehr nicht, weder Tagebuchbloggen noch sonstwelche Onlineaktivitäten, was auch die Lücke hier erklärt. Gestern war zwar frei, aber ich verschlief doch in zwei Etappen jedwede Möglichkeit, zu den Routinen zurückzukehren, zumal ich von 13.45 bis 18.30 Uhr aushäusig war, um jemanden zu verabschieden, die es nach Bayern zieht, in ihre Heimat, wo sie demnächst keine Brötchen mehr verkauft wie in den Monaten seit unserer gemeinsamen Therapie in der Tagesklinik, sondern mit anderen, ihrem Bildungsstand angemesseneren und sicherlich besser bezahlten Aufgaben verdienen wird. Am Abend dann im Sessel verbracht, Stamm-Podcasts nachgehört, nur die Hälfte oder weniger mitbekommen, gegen 21.30 Uhr einen 500-g-Becher Orangenquark eingeatmet und im Bett dann länger weitergehört, bis irgendwann das ohnehin zermatschte Hirn die Segel strich. Segel, klingt so nach Luft. *hysterischlachend ab* ^
Illusorisch, die letzten Tage im Sinne eines Tagebuches rekonstruieren zu wollen. Ich folge meinen Gedanken und Erinnerungen. Vier Spätdienste bei dieser Bruthitze und enormer Arbeitsfülle brauchten Kräfte auf, die sich selbst heute, am zweiten freien Tag, nicht regeneriert haben. Viel Patientendurchlauf mit Zu- und Abgängen. Zugänge sind unplanbare Mehrarbeit. Je nach Verfassung des Kranken (z.B. Aufsteher versus Bettlägerigkeit) maximiert sich der Aufwand. Minimum 20 Minuten bis nach oben offen, sagen wir 45 Minuten, die es von den Routineaufgaben abzuknapsen gilt. Da wir keine Hermine Granger sind und keinen Zeitumkehrer haben, müssen jene entweder schneller = schludriger absolviert werden oder lückenhaft. Und alles so hinbiegen, damit am Schichtende alles so aussieht, als wäre alles mit Finesse und Gründlichkeit erfolgt. Wir kochen nur mit Wasser. Trotzdem muckt ab und zu das Gewissen auf und mit ihm Schuldgefühle, sich der Situation so duldsam ausgeliefert zu haben und an ethisch bedenkliche Grenzen gestoßen zu sein oder dem Ideal einer fürsorglichen Pflege nicht entsprochen zu haben. Ganz abgesehen von den Temperaturen, bei denen das Hirn in der Kalotte vor sich hin köchelte, sich Schussligkeiten häuften, der Geduldsfaden wie eine gespannte Bogensehne vibrierte und die Zunge am Gaumen klebte. So schnell kann ich nicht nachtrinken, es ist ein dem Flüssigkeitsdefizit stetiges Hinterherhinken- bzw. -trinken. Eines Abends sagte eine Patientin: "Aber Sie haben es doch ganz gut durch den Dienst geschafft, oder?" Hier sich bitte ein gequältes Nicken denken. Was als Zumutung hinzukam, war der ersatzlose Totalausfall der Leipziger Straßenbahnen seit Samstagnachmittag. Grund: Fugenmasse wurde flüssig und verließ ihre Position und verklebte auch die Bahnen. Wie nun nachhause kommen? Plan B(us) bedeudete, viel Zeit, Umsteigen und neue, vor allem weite Wege zu gehen. Die schweißdurchtränkten Klamotten aufhängen, die müden Glieder zur Ruhe betten und eben horizontal weiterschwitzen. Nun, es ist geschafft. Den Vormittag verschlief ich größtenteils und kam nur rudimentär zum arte-Journal, dem MDR-Sachsenspiegel. Mehr nicht, weder Tagebuchbloggen noch sonstwelche Onlineaktivitäten, was auch die Lücke hier erklärt. Gestern war zwar frei, aber ich verschlief doch in zwei Etappen jedwede Möglichkeit, zu den Routinen zurückzukehren, zumal ich von 13.45 bis 18.30 Uhr aushäusig war, um jemanden zu verabschieden, die es nach Bayern zieht, in ihre Heimat, wo sie demnächst keine Brötchen mehr verkauft wie in den Monaten seit unserer gemeinsamen Therapie in der Tagesklinik, sondern mit anderen, ihrem Bildungsstand angemesseneren und sicherlich besser bezahlten Aufgaben verdienen wird. Am Abend dann im Sessel verbracht, Stamm-Podcasts nachgehört, nur die Hälfte oder weniger mitbekommen, gegen 21.30 Uhr einen 500-g-Becher Orangenquark eingeatmet und im Bett dann länger weitergehört, bis irgendwann das ohnehin zermatschte Hirn die Segel strich. Segel, klingt so nach Luft. *hysterischlachend ab* (30. Juni 2026)
Falls sich einer über die abfallende Amplitude meiner Online-Aktivitäten
wundern sollte: Spätdienst 2v4. Gestern ging es auf Station rund.
No time for anything. Vorm Dienst schlief ich geschlagene 3 Stunden.
Mit Umweg zu Aldi am HBF (Brötchen, SchwippSchwapp, Bonbons)
alles soweit Routine. Keine Verspätungen, keine Un- oder Ausfälle.
Es war wie antizipiert, daß ich a priori schlief, so daß ich den
Dienst mit Zu- und Abgängen, fast voller Station, auch dank kaltem
Sprudelwasser aus unserem Wasserspender überstand und die 22.15-Uhr-TRAM
gerade so erwischte, weil es irre viel klingelte, was immer ein
Pingpong zwischen Dienst- und Patientenzimmer bewirkt und den, wie
die Kaltmamsell es nennt, Querschüssen. Von konzentriertem Arbeiten
kann keine Rede sein, wenn man in einer Aktion am PC (Visite, Zugang
ausarbeiten, Dokumentation, Abklicken der Medikamentengabe und
Pflegeleistungen) ständig unterbrochen wird. Das kostet Energie
und bedarf einer Resilienz, die an manchen Tagen aufgebraucht ist.
So gestern, als ich zu allem Überfluß noch eine Chemo hatte. Gemeint
ist eine Patientin, die zu einem Zyklus stationär kommt und ich
das Programm abarbeite. Wäre die Technik zuverlässig, hätte es
überhaupt kein Problem gegeben. Aber diese Infusiomaten bei dieser
Hitze! Vielleicht 25x innert weniger Stunden mußte ich antanzen und
"Luftalarm" beheben. Kleineste Luftbläschen im Insfusionssystem lösen
Alarm aus. Und gestern war der Wurm drin, die Luftnummer eskalierte
so stark, daß meine Nerven irgendwann versagten und ich in Wehklagen
ausbrach und cholerischen Anwandlungen erlag wie lange nicht mehr.
Bringt zwar alles nix, aber wenn der Wasserkessen kocht, pfeift er
auch. Den Dienst zuende gebracht, Übergabe zog sich, so daß ich,
der ich nicht an den Nachtdienst übergab, die Klingelei abdecken
mußte. Und ihr glaubt nicht, wieviele Bedürfnisse Patienten um
21.45 Uhr plötzlich haben können. Kühlakkus aus dem Eisfach für
entzündeten Stelle früherer
PVK,
Auf Nachtstuhl zerren transferieren und 5 Minuten
später nach der Reinigung wieder ins Bett. Das zieht sich.
Oder der Klassiker "Kriege ich eine Schlaftablette?". Zum Thema
Bedarfsmedizin schreibe ich bald genauso wie zu Abgängen, Tod,
Chemotherapie u.v.m. - 22.55 Uhr zuhause und 23 im Bett für
danach Das war der Tag.
Und was war das für ein Tag!
^
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit. Nach drei freien Tagen heißt es: wieder ranklotzen. Vier Spätdienste. Bei diesen Temperaturen. Normalerweise arbeite ich als Teilzeitler 24 Wochenstunden. Drei Tage Arbeit, vier Tage frei. Im Schnitt. Nur eben ist der Dienstplan einer Pflegekraft ungleichmäßig. Fünf Schichten am Stück würde ich nicht mehr schaffen. Bei vier liegt die Grenzmarke, die bis Sonntag gesetzt ist. Verfüge ich über zu viele Zeit, erlebe ich Konfusion. Zeitgestaltung - ganz schweres Thema. Von verheddern schrieb ich. Nicht umsonst heißen diese Aufzeichnungen "Mäandern". Ich bin mir durchaus bekannt. Gestern war ich weder durch Arbeit noch durch einen Termin limitiert und gebremst, Ergo sitze ich per default am Computer. Freilich ließ sich vieles, was sich an Fotos, Cartoons, Streams, Links und anderen Ressourcen angehäuft hatte, wegarbeiten. Aber LEER ist die Liste NIE. Darum das Sisyphosgefühl. Kaum einen Punkt abgehakt, Kuckuck, grüßen zwei neue aus gar nicht allzu weiter Ferne. Ihr Eumel! Statistik: Bis auf das 90- Minuten-Schläfchen am Vormittag saß ich von 5.30 bis 22 Uhr vorm Bidlschirm mit Pausen, um Podcasts zu hören. Gegessen spätabends, Cremejoghurt mit 3 überreifen Bananen. Finaler Bettsprung um 22.30 Uhr. Der Tag, danach DWDT als natürliches Sedativum, welches mich unweigerlich in Morpheus' Arme treibt. Licht aus! - Morgenroutine: 4.45 Uhr Radio an, Exsurge, Markus! PC war im Ruhemodus. Kaffee. Updates. Diese Zeilen. ^
Ziemlich flacher Schlaf, der mich mehrmals an die Bewußtseinsschwelle katapultierte. Blick aufs Handy: 1.17, 2:25, 3:45, 4:40. Bei 5:17 Uhr bin ich aufgestanden. Ab 5 ist das sozial angemessen. Morgenroutine = Kaffee, im Radio Deutschlandfunk (Informationen am Morgen), Audiosuche und die arte-Mediathek liefern für die Updates. Der heutige freie Tag ist gänzlich ohne Ausgehpflichten. Nicht einmal ein Lebensmittelkauf ist vonnöten. Ich bin gespannt, ab welchem Punkt ich mich verzettele und im Wust der Optionen verheddere. Bevorzugt esse ich abends. Gestern brunchten wir während der Aktivgruppe (Baguette, Kaffee, Aufstriche, Wurst, Köse, Weintrauben, Saft). Meine Marmelade blieb Jungfrau. Geplant war eine Brotzeit um 21.30/22.00 Uhr herum. Beim Podcasthören wurde ich schlagartig müde, legte mich ins Bett und hatte keine Lust mehr, für das Essen aufzustehen. Dank neuem Ozempic im Körper spüre ich gerade in den ersten Tagen keinerlei Hunger. [#] Nach drei Wochen Tagebuchbloggen ist einiges schon Routine, anderes muß sich noch klären. Oft läuft es folgendermaßen. Ich schreibe los und merke: dies kannst du woanders unterbringen. So raffte ich kürzere Notate mit Verlinkungen und Verweisen aller Art zu einem Posting zusammen, damit es nicht zu kleinteilig und unübersichtlich wird, und nenne die neue Kategorie Sammelsurium mit bis jetzt diesen Teilen: (3) + (2) + (1). Für Zitate, Sprüche, Kalauer gibt es die Breviloquia. Das führte zu Dopplungen, so daß ich meine, die Inhalte hier zu löschen, sobald sie an anderer Stelle platziert worden sind. Oder? [#] Zwischen 8.30 und 10 Uhr gepennt. Seitdem weiter am ESB. Abbarbeiten der Materialien. Musik: Nach Heinz Rudolf Kunzes "Deutschland" (2016) zurück zu Whitesnake. Getränkewechsel - von Tonic Water zu Eiskaffee. Unsere Selbsthilfegruppe "Glücksklee" steht nun im Verzeichnis der Stadt Leipzig. [#] Varia. Lange nicht gehört: Tausendsassa, Hornochse. - Es gibt mit Menno_Baumann einen Professor für Intensivpädagogik. - 3000 Torten flogen in dem Film "The Battle of the Century" - bis heute im Guinnessbuch, sagt das Feature über Laurel & Hardy. [#] Fensterblick am 18. Juni. Ausschließlich Straßenblick bei aufgehender Sonne, damit ihr wißt, wo hier Osten ist. Das ist daheeme in Leipzig-Sellerhausen. Musik: Héroes Del Silencio: Live In Germany. Getränk: Bananensaft. Sortiere, wie unschwer zu erkennen ist, Fotos ein, die in den Updates unter "=>Ansehnlich" gereiht werden. Vier Artikel erweiterte ich: Fockeberg (+Bilder auf Pixelfed), Looksmaxxing (+Doku +Interview), Schenkelklopfer (+sehr viele Ms), Reerdigung (+Interview). - Hier begonnen, aber woanders beendet: Braindumping. Bei Ich sag' ja nix geht es um eine, sagen wir, Unstimmigkeit. In den letzten Stunden sah ich Fotos der letzten beiden Wochen durch. LeipzigPeople wuchs um den großen Muck, People in Color (5) (am Johannisplatz) und ich sah den Leipziger Urtypen vorgestern am HBF wieder. Seit Jahren begegne ich ihm meist an oder in einer TRAM. 20*F+C+K+A+F+D+26 ist eine deutliche Äußerung, der ich mich anschließe. Den Unverpacktladen sah ich, als ich zum Meeting der SHG ging. Ich wohnte in dieser Straße von 1995 bis 1998. Am geilsten aber ist Röntschen auf Schdazion. DAS kann ich mir nur als Scherz vorstellen. ChatGPT hat mir das Foto so hergerichtet, daß die Patientenakte darunter uneinsehbar ist. Have A Bat Day! Musik in Dauerschleife Héroes Del Silencios "Live In Germany". Ein unsagbar temperamentvolles Rockgewitter. Kann es sein, daß die Links zu X, wenn man keinen Account hat und nicht eingeloggt ist, gänzlich ins Nirvana führen? ^
Meeting der SHG, rein praktisch-logistisch: 16.30 Haus verlassen,
TRAM 7 und 3 nach Plagwitz/Großzschocher, 17.30 bis 19.00 Uhr
Meeting unserer SHG Glücksklee, 19.15 Uhr Rückweg, 20 Uhr zuhause.
Ich formulierte früher das 4-Stunden-Konstrukt. Viele Termine
haben zur Folge, daß ich schätzungsweise 4 Stunden weg bin von
zuhause, was auch heißt: weg vom PC, offline, nicht tagebuchfähig.
Auch heute wieder. Dienstag ist 11 Uhr Aktivgruppe im Helios-Parkklinikum.
On the road 10 bis 13.15 Uhr, mit wahrscheinlichem Einkauf = 14 Uhr.
VIER Stunden. Für die eigene Forensik: Was passierte gestern
Abend NACH 20 Uhr? Ich habe aus dem
MM der letzten Tage 5 Postings extrahiert (=>Postbar).
Etwas im W3 geschnorchelt. Bei einer Folge heute-show Abendbrot
gegessen. Irgendwie der falsche Begriff, denn es war die einzige
nennenswerte Mahlzeit. Dadurch daß ich bis 13.30 Uhr geschlafen
hatte und IMMER erst mindestens 4-6 Stunden nach dem Aufstehen
esse, diese Zeit jedoch in die Aushäusigkeit fiel, verlängerte sich
das Intervall (letzte "richtige" Mahlzeit im ND zu gestern um
2.30 Uhr, dann um 21.30 Uhr = Intervall von 19 Stunden). Nunja,
genascht habe ich tagsüber einige Kekse + Bonbons. Das war's,
Feierabend, Licht aus, Radio an um 23 Uhr für
DWDT.
[#]
Der Wecker Mein internes Ich-habe-heute-frei-und-will-den-Tag-nicht-verschwenden-System
ließ mich 6.15 Uhr aufwachen, seitdem Morgenroutine (Kaffee,
=>Hörbar
und dieses, wie der Postwestfale es
nannte:
"tagebüchliche Gelaber"). Der
Bonner Blogger
verblüfft mich übrigens oft mit seinen Wortfindungen. Hoffentlich
bleibt ihm diese Gabe nach seinem Frankreichurlaub erhalten!
Weiter bin ich heute noch nicht. Die To-do-Liste ist zum Bersten voll,
Zeit und besonders Muse habe ich KAUM. Nächster Programmpunkt ist
Blog'n Roll.
Warum fiel mir "Blog'n Roll" jetzt erst ein für Blogroll?
[#]
Bei Frau Novemberregen
kommentiert:
"Es ist so wunderbar kathartisch, Ihnen beim Schwitzen zuzulesen."
Arbeiten für die Miszellen.
Durch ein Posting bei Felix Schwenzel 'ne knappe Stunde für
KI und Kognitiver Geiz
herumgegurkt. Eiskalte Grapefruitlimonade. Korrekturlesen, Links
reparieren. [#]
Ab wievielen Tagen unter 30°C darf man
"Wann wird's mal wieder richtig Sommer"
singen? Im Japan der 70er Jahre
erlebte
Sonja B., wie sich ein alter Herr im Zug bis auf die Unterwäsche auszog und
das geduldet und gängig gewesen sei. Den nächsten Japanologen, den ich
treffe, werde ich löchern. -
Herr Buddenbohm ist beim Anblick seines Ventilators beinahe einem Herzinfarkt
erlegen.
[#] Als ich Punkt 14 Uhr wieder zuhause
war, bekam ich lediglich 30 Minuten Bildschirmzeit hin, dann schlug
die Müdigkeit zu für eine physische Funkstille bis 16 Uhr, seitdem
weiter Blog'n Roll.
Eben fertich geworden. Von der To-do-Liste nix streichen können.
Der Abend ist noch lang. Musik: BAP mit
"Das Märchen vom gezogenen Stecker",
dazu eiskalten MezzoMix. [#]
Letztens träumte mir, daß sich meine
Angst,
an ME/CFS erkrankt zu sein, als zutreffend herausstellt. Die Ärztin
sagte aber bedauernd: 'Schade, Herr Kolbeck, jetzt ist es aber zu spät,
etwas dagegen zu tun." [#]
Ich erkenne Gutes, wenn ich es verpasse. [#]
Abends einige Materialen ins ESB eingearbeitet, dann Podcasts:
Geschichte der Insolvenz,
Der Tag sowie eine Folge
Kalk & Welk.
Wie meistens bei
DWDT
weggedriftet. Halbzufrieden mit dem Tag. Gegammelt habe ich nicht.
Trotzdem erschlägt mich die Fülle dessen, was ich noch bearbeiten will.
Selbst gewähltes Sisyphosdasein, falls so etwas denkbar ist.
^
Fast zwei Tage das Licht im Internet ausgeknipst. 3 Nachtdienste geschafft. Der zweite und dritte war nicht so nervig, aber meine Erschöpfung gebot mir, vorwiegend zu schlafen, so daß ich am PC nur die Audiosuche machte, dann die Pflichtsendungen (arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel, Brisant und Kulturzeitsendungen). Sehr wenige Podcasts. Vorgestern verschlief ich den kompletten Nachmittag, gestern von 17 bis 19.30 Uhr die kostbaren Stunden ebenfalls. Der Dienst gestern begann 21.45 Uhr mit einem Verstorbenen. Dazu erzähle ich später, wie das ist und was wir da machen. Die Bude weiterhin voll, 28 von 30 Betten belegt. Die üblichen Nickligkeiten wie herumirrende demente Patienten und die Dauerklingler. Die Kollegin ist 35 Jahre junger als ich, was ich in der Schnelligkeit ihrer Aktionen spüre. Beim Tablettenstellen brauche ich 30 Minuten länger. Einen Narzissten ficht sowas an. Aktiv dagegen ansteuern, Skills aus der Therapie hervorkramen wie RA. Daß ich nicht so schnell arbeiten kann, wirkt sich nicht aus. Nachts ist auch für den/die Lahmarschigste(n) ausreichend Spielraum. In einem Cartoon sah ich die Replik "Ich bin nicht faul, ich bin halt fleißig in Zeitlupe". ## Beruhigt hatte mich die Waage. Nach mehreren Lockerungen meines Ernährungskorsetts fürchtete ich einen irreversiblen Kontrollverlust. Zumindest die letzten drei Tage gelang eine Rückkehr zu alten Kontrolle. Wenn ich bedenke: im Januar 2025 noch 110.-kg, im Dezember 2025 die 80-Kilo-Marke unterschritten. So (Wer so sagt, hat noch nichts geleistet). Alles regulär, um 7.20 Uhr zuhause gewesen, ins Bett gefallen und bei den Nachrichten sofort eingepennt. 13.30 Uhr erwacht, Abgewaschen (als Sachse müßte ich eigentlich aufwaschen sagen), aufgeräumt, Wäsche abgenommen, die exakt 8 Tage nebenan auf dem Wäscheboden hang und nun, ich lege mich fest, trocken sein sollte. Hatte ich erwähnt, daß ich nicht der Schnellste bin? ## Ohne Unterlaß Blogs gelesen und nicht annähernd up to date. Herr Buddenbohm, wenn auch angekündigt, schwächelt. Ohne seine morgendlichen Postings ist der Tag dann doch ungültig, oder? Ich muß los zur Selbsthilfegruppe, deren Gründungsmitglied ich bin. Wir beäugen heute unseren Raum, den wir für die 2-wöchentlichen Meetings buchen. ^
Terminblindheit nenne ich mein Problem, mir Termine merken und verwalten zu können. Jüngstes Beispiel. Am Montag hätte ich beim Psychotherapeuten um 9.10 Uhr ein Einzel gehabt. Heute und Morgen Spätdienst, kein Problem. Weil ich zwischen Tür und Angel von meiner Chefin gebeten worden war, am Wochenende stattdessen Nachtdienst zu machen, guckte ich aufs Handy und sah an den gemeinten Tagen keinerlei Einträge und sagte folglich zu. Dadurch daß ich am Montagmorgen aus der Nachtschicht herausgehe, muß ich das Einzel absagen, Denn Termine NACH einer Nachtschicht morgens, z.B. beim Arzt, geht in der Jugend, als 60-Jähriger habe ich dazu keinen ausreichenden physischen Anlauf. Nicht zuletzt, um mir solcher Dinge gewahr zu werden und darauf zurückgreifen zu können, begann ich "Markus Mäandern". [#] Zum Spätdienst brachte ich Mohnbrötchen mit, die ich als Geizhalz nie und nimmer liegen lassen konnte, als ich spontan nicht zu Aldi , sondern zu Netto in Eutritzsch ging. 9 Mohnbrötchen für 1.- Euro. Niemand wollte eines auf Station. Selbst aß ich zwei zum Abendbrot, werde nachher zwei essen und sehe dem Alterungsprozeß der restlichen fünf zu. Traurig. [#] Hinrotzen ist die Devise in diesem mäandernden Notizen. Geistig Haken schlagend hopple ich durch den Tag. Da es im Gehirn keine Absätze gibt, sondern alles durcheinander gewürfelt geht, reproduziere ich dieses Chaos und verzichte auf Absätze. [#] "Gut genug" selbst noch nicht gehört, lediglich über dieses Meme, das seinen Weg bis in die USA nimmt. [#] In der TRAM hin zur Arbeit mit einem Zwunsch geschäkert, der sich auf dem Oberkörper der Mama bequem gemacht hatte und mir quasi fast im Gesicht hang. Faxen, Grimassen - wir hatten viel Spaß. [#] Originelles Bücherregal in den Konturen der USA. [#] So. Nach dem für mich inzwischen ungewohnt späten Aufstehen 8.40 Uhr orientiert: 'Wer, wo, wann bin ich?' Zu keinem konzisen Ergebnis gekommen. Audios für =>Hörbar zusammengesucht. Spätdienst war dermaßen vollgepackt, daß er verflog, ohne daß ich einmal an anderes denken konnte als "Was mußt du noch alles erledigen?" Nicht übertrieben, ein Hin und Her sondersgleichen. Gott sei Dank sind so pralle Schichten nicht in der Mehrzahl. Befriedigend, wenn ich zur TRAM um 22.15 Uhr trotte und das Gefühl habe, geschafft, alle satt und sauber, zu mehr reicht es bei der Personaldecke nicht. Kein Streit, keine Katastrophe, kein Toter, kein Sturz, keine Krise bei den Vitalwerten (Blutdruck/RR über 200 oder unter 50 mmHG, Fieber über 38,5, Puls über 130) oder bei den Ausscheidungen (Kotzen, Brechen, Speien [Geht's um Speien oder Brechen, einfach mit dem Fachmann sprechen], Durchfall, Verstopfung, Teerstuhl, Blutauflagerungen). Keine polternden Angehörige, kein Kollaps. NUR eine Schicht mit 15 belegten Betten auf meiner "grünen" Seite, mehrere neue Patienten, bei denen Visite ausgearbeitet werden mußte, was initial heftig sein kann: Tabletten stellen, 10 Minuten später Tablettenänderungen => Blister holen und tauschen oder wegnehmen oder dazulegen, Infusionen vorbereiten und anhängen, Stuhl/Urin/Sputumproben anlegen, austeilen und vor allem dem potenziellen Probenspender erklären. Ärzten hinterherrennen, wenn der Neue noch keinen PVK (Flexüle) hat oder er nicht mehr funktioniert oder, SEHR häufig, von Patienten herausgerissen wurde. Verhandeln mit dem Röntgen. Klassiker: "Heute noch zum Rö-Thorax schicken!", Dazwischen klingelt das Telefon, weil Das Belegungsmanagment oder die Dienstärzte wissen wollen, wieviel freie Betten wir haben, das Labor gibt auffällige Werte durch. Derweil passiert an einer anderen Front einiges. Im Minutentakt klopfts an der Tür, möchte ein aufgeregter oder besorgter Angehöriger ein Arztgespräch, eine Auskunft, eine Vase, Chipkarten holen. Kurz- und "normale" Infusionen könnten durch sein. Mal klingeln die Patienten, mal muß man selber gucken. Ruckizucki ist es 17 Uhr und die Meßrunde fängt an, ohne daß man einmal zum Klo gefunden oder bei 31°C genug getrunken hätte. Später mehr. ## Wie lange dauert es, bis man etwas wirklich kann. Einer kursierenden Meinung zufolge etwa 10.000 Stunden. Andere antworten auf die Frage "Wann kann ich Karate & Kungfu richtig?" - "Wie lange wirst du leben?" [#] Humor als eine Form des Wutmanagments (Kulturzeit, 20.5.26) [#] Ich verzichte ab sofort auf Zeitangaben und reihe den Gedankenstrom aneinander, getrennt durch ein "#" und, wenn ein größerer Zeitraum dazwischen lag, durch "##". Die Erschöpfung zeitigte heute ein phänomenales Tief. Nochmals geschlafen bis 16.30 Uhr. Seitdem 2 Kulturzeitsendungen vom Mai geguckt. ^
Nach dem für mich inzwischen ungewohnt späten Aufstehen 8.40 Uhr orientiert: 'Wer, wo, wann bin ich?' Zu keinem konzisen Ergebnis gekommen. Audios für =>Hörbar zusammengesucht. Spätdienst war dermaßen vollgepackt, daß er verflog, ohne daß ich einmal an anderes denken konnte als "Was mußt du noch alles erledigen?" Nicht übertrieben, ein Hin und Her sondersgleichen. Gott sei Dank sind so pralle Schichten nicht in der Mehrzahl. Befriedigend, wenn ich zur TRAM um 22.15 Uhr trotte und das Gefühl habe, geschafft, alle satt und sauber, zu mehr reicht es bei der Personaldecke nicht. Kein Streit, keine Katastrophe, kein Toter, kein Sturz, keine Krise bei den Vitalwerten (Blutdruck/RR über 200 oder unter 50 mmHG, Fieber über 38,5, Puls über 130) oder bei den Ausscheidungen (Kotzen, Brechen, Speien [Geht's um Speien oder Brechen, einfach mit dem Fachmann sprechen], Durchfall, Verstopfung, Teerstuhl, Blutauflagerungen). Keine polternden Angehörige, kein Kollaps. NUR eine Schicht mit 15 belegten Betten auf meiner "grünen" Seite, mehrere neue Patienten, bei denen Visite ausgearbeitet werden mußte, was initial heftig sein kann: Tabletten stellen, 10 Minuten später Tablettenänderungen => Blister holen und tauschen oder wegnehmen oder dazulegen, Infusionen vorbereiten und anhängen, Stuhl/Urin/Sputumproben anlegen, austeilen und vor allem dem potenziellen Probenspender erklären. Ärzten hinterherrennen, wenn der Neue noch keinen PVK (Flexüle) hat oder er nicht mehr funktioniert oder, SEHR häufig, von Patienten herausgerissen wurde. Verhandeln mit dem Röntgen. Klassiker: "Heute noch zum Rö-Thorax schicken!", Dazwischen klingelt das Telefon, weil Das Belegungsmanagment oder die Dienstärzte wissen wollen, wieviel freie Betten wir haben, das Labor gibt auffällige Werte durch. Derweil passiert an einer anderen Front einiges. Im Minutentakt klopfts an der Tür, möchte ein aufgeregter oder besorgter Angehöriger ein Arztgespräch, eine Auskunft, eine Vase, Chipkarten holen. Kurz- und "normale" Infusionen könnten durch sein. Mal klingeln die Patienten, mal muß man selber gucken. Ruckizucki ist es 17 Uhr und die Meßrunde fängt an, ohne daß man einmal zum Klo gefunden oder bei 31°C genug getrunken hätte. Später mehr. (20. Juni 2026)
Vogelfreunde werden sich freuen: Bird and Moon. [#] Bezüglich des Problems beim Webseitenkneten: Ich lasse das jetzt so. Mir schwebte vor, einem Posting noch einen Titel zu verpassen, damit andere, die darauf verlinken wollen, etwas Faßbareres als ein Datum hätten. Beim Versuch, mit CSS die Farben so hinzukriegen, daß der Titel les+klickbar wird, aufgegeben. Die Miszellen seit gestern mit leicht verändertem Layout. Durch diese ennervierende Fummelei weder Podcasts außerhalb der Routine gehört noch substanziell Inhalte generiert. Stör- und Versagensgefühl. Schwer einzuschätzen, ob es objektiv ist. Druckbetankt mit Kakao ausnahmsweise um 1 Uhr schlafen gegangen. 7 Uhr erwacht und sofort Sorgen. Arbeitstag 1v3 = Spätdienst. Keine Zeit für irgend etwas. Audiosuche erledigt, die heute sehr ergiebig war, so daß ich mich auf den nächsten freien Tag (Montag) freue, einzusteigen. [#] Ausgiebig geschlafen bis 11 Uhr, MDR-Sachsenspiegel und ein paar Zeilen. Gleich die Tour auf Arbeit mit Schlenker zu Aldi am HBF, da ich dort sowieso umsteigen muß. Es wird eng bis Dienstag, was ausufernde Freizeitgestaltung betrifft. Entgegen der Vorstellung, am Montag zu Potte zu kommen bzw. zu Ohre, fiel mir ein, daß am Montag Ausschlaftag ist UND Selbsthilfegruppenmeeting. Es war schön, euch kaum gekannt zu haben. Rinjehaun, wie Toni Mahoni einst sagte. ^
Frau Anje aus Holland
referiert
über Anlagen und will umschichten in ETFs zwecks monatlicher Ausschüttung.
Sie läßt mich neidisch mit der Einsicht zurück: Hättest du damals!
Nunja. Damals hatte ich genausowenig Grips und Geduld für den
Ausdauersport Kapitalanlage. Allein das Wort Aktie klang unerträglich
nach Aktion, nach aktiv sein, Gewehr bei Fuß, Habacht.
Andrerseits, hätte ich mich durchgekämpft und ein bißchen Mühe gegeben,
müßte ich mir heute keine Gedanken machen, wie ich die 5 Jahre bis zur
Altersrente überstehen soll. Zur Währungsunion besaß ich 4800.-
MDN, was bedeutete,
daß ich zum 1. Juli 1990 mit einem Gesamtvermögen von 4400.- DM
startete. Opa erzählt von der Wende. Es brauchte 10 Jahre, bis ich
im Januar 2000 so doof war, ein Fondsdepot anzulegen. Kaum getan,
gings abwärts und im März hatte ich gigantische Verluste, die meinen
Widerwillen bekräftigte. 17 Jahre später hatte sich das Depot erholt
und konnte mit einigermaßen Gewinn aufgelöst werden. Ich wollte damit
nichts mehr tun tun haben. ABER. Dann kamen die Strafzinsen auf
Guthaben, so daß ich vor einigen Jahren wieder ein Depot anlegte
und haargenauso auf die Fresse fiel wie heuer 2000. Mit zeitweise
bis zu 25000.- Euro Miese. Das sitze ich jetzt aus und muß doch
bei Anja sehen, welche Mühe ich mir erspart hätte, wenn ich in dieser
wichtigen Sache Gehirnschmalz investiert hätte. Konto passati.
Ich klage auf
höherem
Niveau.
Nicht was HABEN anderen, was ich nicht habe, sondern was BEHERRSCHEN
sie besser als ich. Finanzen managen, Computerproblee lösen,
Webseite programmieren... Ich kann wunderbar nörgeln, finde aber
niemanden, der mich dafür entlohnt. (18. Juni 2026)
Aus Scheiße wird Gold. Ich fange zu
schreiben an und merke, das wird doch, pardautz, ein
Tagebucheintrag.
Ausgelöst durch Lektüre
bei Frau Anje.
Gestern noch abhaken. Nachmittags abwechselnd fürs ESB gesammelt,
geschrieben, unmäßig viel Zeit beim Versuch verplempert, einen
bestimmten Layouteffekt zu erzeugen. Vergebens. Frust geschoben.
Stamm-Periodika
verfolgt,
Musik gehört.
Beim Hören sitze ich im Sessel und dämmere erwartbar weg und
fange oftmals von vorne an, wenn mir das Thema wichtig ist,
z.B. bei Features, Essay und Diskurs, Sein und Streit, Radio Wissen.
In Bed with Madonna
with
DWDT.
Als ich mich als Monomane bezeichnete, meinte ich es ernst.
Hauptsächlich Dinge sammeln, angucken, in Beziehung setzen,
festhalten, e voila, le
Einsammelbuch.
Eben ein Telefonklingeln ausgesessen. Bei 023341...? Bestimmt
wieder 1&1, ich gucke nicht nach. Ich lese weiter Blogs, was -
ich ahne es - zu neuem Määndern führen könnte.
[#]
In Zusammenhang mit einem Parkettleger von "abgehoben"
zu sprechen.
Gemeint ist deren Gebaren, nicht die Handarbeit. -
Huhncontent
bei der Landlebenbloggerin. Ich liebe es! - Ich trete auf
der Stelle, habe mit
Holger
einen alten Frekannten entdeckt und mußte das kurz eine Stunde
durchhecheln. - Die Beifängerin kommt mir ihren
Werkseinstellungen
zurecht, wähnt sich aber im falschen Jahrtausend. Ihr
Gehirn verunfallt zwar öfter, hat sie dennoch dorthin
geführt, wo sie nun ist. Der Move mit den Werkseinstellungen
behagt mir sehr.
[#]
Durch eine Bemerkung auf Mastodon kam mir in den Sinn,
daß endlich meine Zeit gekommen scheint. Meine Knarzigkeit
unterscheidet mich erkannbar von einer KI. Ich bin authentisch,
so wie ich bin, wenn ich eben im Alltag knurre und seufze.
Weil jetzt - im Zeitalter der KI, d.h. MIT KI - Medizinstudenten
herangebildet werden, die später allen Ernstes Ärzte werden,
empfiehlt das Netz, nun doch möglichst gesund zu leben, um
die Überlebenschancen zu stabilisieren. BTW, kleines
Mittagsschläfchen, die Nacht war kurz, als ich 4.40 Uhr
aufstand.
[##]
Hälste nicht aus. Bericht über zwei Wanderevents in Sachsen.
Den deutschen Teil organisiert Frau BERGau.
Eurorando
als größtest Wanderfest Europas sagte mir nichts.
Blumig schloß die Berichterstatterin "... bis sich Ende Oktober
Wanderer aus ganz Europa ein Stelldichein geben." Alter, die
sollen WANDERN und sich nicht hinstellen.
[##]
Weiter am ESB gewerkelt und eines Problems nicht Herr geworden,
welches ich seit gestern ventiliere. Fummelei erzeugt Grummelei.
Donnerstag = heute = 18 bis 20 Uhr Gruppentherapie. Zurück
mit der festen Absicht, jetzt keine CSS/HTML-Sachen mehr
anzugucken. Musik: Whitesnake (4fach-Sampler). -
Radio Wissen, eine meiner absoluten Topfavoriten. Und unter
denen machte mir die Folge über
Fluchen und Schimpfen
richtig Spaß. (18. Juni 2026)^
Mit der Aktivgruppe durchs Gelände um das Parkklinikum. Die Vögel machten phänomenalen Radau, die Bäume in Saft und Kraft, über Wege voller gemähten Grases dahin, dessen Duft genossen. Viel gelacht und gealbert. Natur, Humor und Gemeinschaft, das ergibt Perfektion! Weil ich zum Spätdienst mußte, sehr zeitig zum Bus 76, was sich als klug erwies, denn bis zu meiner Klinik St. Georg in Eutritzsch ist es von der Propstheidaer Pampa einmal quer durch Leipzig weit. Ohne getrödelt zu haben, war um 13.25 Uhr GERADE SO pünktlich auf Station, ohne wie sonst vorher noch einen Blick ins Handy geworfen zu haben. Die Schicht war etwas schwierig. Nicht der eigentlichen Arbeit wege, sondern weil es Zoff mit meiner Co-Pflegerin gab. Kommunikationsinkompatibilitäten, die nicht zu beschwichtigen waren und anhaltend für Reibereien führte, der den Fluß erheblich störte. Unterhaltung bot eine hochbetagte, demente Außenliegerin der Unfallchirurgie, die nach Sturz und Fraktur operiert werden soll und die initial nach Aufnahme sehr agil war und eines doch häufigeren Blickes gewürdigt werden mußte. Freiheitsbestrebungen von dementen Kranken, die in ihrer Frailthy einen neuen Sturz riskieren, sind ein Damoklesschwert, welches bei der Arbeit auf einer Geriatrie immer über den Köpfen schwebt. Heimweg regulär: TRAM 16 um 22.15 Uhr bis HBF, dort der spätabendliche Wahnsinn mit Flaschensammlern und zerlumpten Gestalten. TRAM 7, und pünktlich 22.56 Uhr zuhause eingeschwebt, um DLF zu hören. Heute Morgen Dämmerschlaf und alle 30 Minuten auf den Wecker geguckt, um 6,30 Uhr dann aufgegeben und aufgestanden, => Hörbar + => Streambar. Aldi- Einkauf hier umme Ecke. Beladen nachhause, arte-Journal, MDR-Sachsenpiegel. Jetzt Tagebuchbloggend. Bei noch und wieder Iron Maiden. [#] Mittagsschläfchen mußte sein. Rundherum für das ESB gearbeitet. In den Updates Cartoons, Fotos und ein Posting über RA. Beim Spaziergang mit Lebe! ein (be)merkenswerter Imparativ an einer Brücke. Unser Chefarzt ist 50 geworden. Wenn Ärzte ME/CFS bekommen, stoßen sie wie alle auf Ignoranz. Den Artikel erweitert bzw. abgespalten. Ziemlich herumgesucht, um ein Rundum-Posting über Pflegeroboter anzulegen. [#] Es groovt sich langsam ein. Ich beginne hier etwas hinzukritzeln und sehe dann, ob sich daraus ein Posting machen läßt. Oder, wenn kleinere Dinge zusammenkommen, was ich hörte, las oder sah, ein Sammelsurium. ^
Arbeitstage sind immer eng, manchmal enger. Darob stichwortartig.
Spätdienst bedeutet bei mir, um 11.30 Uhr loszufahren Richtung HBF.
Dort bei Aldi Brötchen und Cola kaufen. Richtung Messegelände mit
Tram 16 oder 14, duschen und die Restzeit bis 13.30 Uhr am Handy.
Während des Dienstes wenig Zeit für etwas anderes als die Arbeit.
Am Abend ereilten uns zwei Zugänge, die mit entsprechenden Aufnahmeprozeduren
einhergehen, die unbedingt etwas mit Dokumentation zu tun haben.
Zugänge, das sind entweder geplante (= elektive), welche stets
vormittags erscheinen. Im Spät- und Nachtdienst kommen andere
Zugänge, nämlich entweder welche aus einer Intensiveinheit des
Klinikums, die bei sich Platz schaffen muß, weil noch kränkere
Patienten nachrücken. Oder - der Hauptteil - aus der Zentralen
Notaufnahme (ZNA). Diese Zugänge lagen, bevor sie vom Servicedienst
angekarrt werden, zwischen 4 und 8 Stunden in der Notaufnahme
und haben entsprechend bestimmte Bedürfnisse, unter denen
HUNGER ein gerne genommenes ist. Toilette auch gerne bzw., bei
Pflegefällen, schon geschehen. Umbetten von der Trage in ein
frisch, nach Lavendel duftendes Bett, auspacken der Klamotten,
falls vorhanden. Pflegepatienten haben sehr häufig überhaupt nix
dabei. Ausfragen für das SAP-Pflegemodul, Getränke und Essen
anbieten. Und wenn sich der Dienstarzt den Zugang angesehen hat,
seine Anordnungen ausarbeiten, Medikament stellen, Infusionen
anhängen, Blasenkatheter legen, Proben gewinnen (Urin, Stuhl,
Sputum, Rachenabstrich), nicht immer alles, aber bei fast jedem
etwas. Neue Patienten kommen auch aus dem OP, d.h. wir müssen
ihn im Haupthaus im Aufwachraum (AWR oder PACU) abholen.
Patienten werden manchmal aus anderen Krankenhäusern zu uns
verlegt. Eilenburg, Deltzsch, Diakonissenkrankenhaus.
Die Prozedur beginnt mit den Anruf des Arztes der Notaufnahme
oder unseres Hausdienstarztes, ob wir noch 1 Bett für einen
Mann oder Frau hätten. Obligatorisch: Augenrollen unsererseits.
Warten. Ständiges Schielen auf die SAP-Liste, ob der Patienten
EDV-mäßig schon sichtbar wird, damit wir vorarbeiten
können, Daten ziehen, Angehörige, Vorerkrankungen, Vitalwerte.
Irgendwann - mit Sicherheit sitzen wir entweder beim Essen oder
pulxen an einem Pflegebett - kommt "DER ZUGANG". Und es startet
mit dem Umbetten. Es soll auch fittere geben, die selbst von
der Liege zum Bett laufen können. Urinflasche eventuell,
Infusionsständer, Urinsammelbehälter, Klingel erklären,
Pflegepatienten erstmal ausziehen und säubern. Herzlich
willkommen inder Hölle bei uns auf Station 10/2.
Noch einen Zacken schärfer, wenn der Zugang isoliert werden muß,
dazu später. - ALSO. Der gestrige Spätdienst ganz in Ordnung.
Um 22.55 Uhr komme ich in die Wohnung, schalte WLAN ein,
starte die DLF-App und höre "Das war der Tag", wobei ich allermeist,
so lautet das Gesetz, einschlafe. Vorhin erwacht um 6.10
Uhr. Auf ein Neues.
[#]
Schlag auf Schlag. Die morgendliche Plage der übergroßen Fatigue
erwähne ich dauernd. Ich schlafe vor dem Spätdienst möglichst
2 Stunden oder was eben machbar ist, so auch gerade. Nachdem
ich das arte-Journal und den MDR-Sachsenspiegel gesehen hatte,
rasch noch bis eben geschlafen, gute 1,5 Stunden. Heute ist
Dienstag und Dienstag heißt: 11 Uhr Aktivgruppe im Parkklinikum.
Siehe letzten Dienstag = Fockeberg.
Da alternierend draußen/drinnen nachher Treffen IN der Helios-Klinik.
Fahrzeit bis dahin beträgt, naja, 40 Minuten. Umständlich
mit TRAM 7 zum Johannisplatz und TRAM 15 bis HST "Franzosenallee"
und von dort 10 Minuten laufen. ODER: Mit Bus 79 bis Probstheida
und, wenn ich Glück hätte, Anschluß an Bus 76 Richtung Herzzentrum.
Wie auch immer, der Weg ist das Ziel. CU!
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Ersma Statistik, um dem Label "Tagebuchblog" gerecht zu werden
und allgemeine Langeweile anzufachen. Gestern Abend passierte
substanziell wenig Erwähnbares. Eine Kulturzeitfolge schaffte
ich komplett, hänge hierbei im Mai fest. Im Internet herumgelesen.
Immer mal wieder am/im Esb gearbeitet. Ins Bett um 22 Uhr,
Podcasts angeschmissen und verläßlich nach 5-10 Sekunden
Minuten verabschiedete sich das Wachebwußtsein.
Wenn ich morgens erwache, schalte ich DLF ein. Vorhin war
es 6.23 Uhr. Kaffee, aufräumen, Arbeitstasche startbereit
ordnen, PC war noch an, Erster Programmpunkt,
ihr wißt schon. Mit Bloglesen
angefangen und schon wieder Rebloggeria nebst Links, die
hereinkommen. Heute Arbeitstag - bedeutet: To-do-Liste wird
wachsen.
Bei mequito
lese ich mit Spannung von einem tätowierten Penis. Schrieb
beinahe tätoweird. Doch, da bin ich prüder Katholik hellwach
und würde gerne wissen, wie das praktisch vor sich geht.
Wie hält man die Erektion während des Pieksens? Leute, das
ist nicht schlüprig, es sei denn, dem Meister rutscht er aus
der Hand.
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