Querbeet

Der steckt seinen Rüssel überall rein


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27-07-2026

Ich muß nochmals beginnen, weil, kaum schrieb ich los, ein neuer Tagebuchbeitrag entwickelte. Sorry Leute, den Text, den ich hier als zweiten Versuch,hinklecktse, kann ich an das Posting drankleben. Bleibt hier eben nix mehr stehen. Kaffee ist ausgetrunken, die Horsendungen sind erfaßt, ich werde ein Schläfchen in Erwägung ziehen. ^


26-07-2026

Ich habe dem Freitag ein eigenes Posting gegönnt. Nachdem ich gestern, am Samstag, mit Ausnahme eines Tagesposting den gewohnten Spuren gefolgt bin, starteten Vater, Bruder und ich, um den Friedhof unserer Familie zu besuchen, das Grab meiner Mutter auf Vorderfrau zu bringen, den Grabstein vom Grab meiner Oma (+Ururoma) beiseite zu schaffen, weil es bald eingeebnett werden wird. Meine Beziehung zu dem Friedhof in Großwölkau ist innig. Viele Postings, die irgendwann mal zusammengeführt werden, sind verfaßt. Zum gestrigen Ausflug hier entlang. Es gibt nur noch 3 Kolbecks, wobei mein Vater mit seinen 87 Jahren bei einem Friedhofbesuch quasi vorglüht. Zurückgekehrt weihten wir die Heißluftfritteuse ein, für uns beide ein Novum. Entsprechendes Pioniergefühl und Aufregung, aber die Rippchen und Pommes Frites schmeckten hervorragend. Nachmittags dann weiter mit PC, Einsammelbuch bis zum Abend. Ins Bett schon 22 Uhr bei zwei Folgen Studio 9 mit... und anderem. Eingeschlafen und oft pinkeln gewesen, weil zu viel Saft getrunken. Vorhin um 4 Uhr erwacht und sofortigen Drang an den Bildschirm, Routinen, Updates und die beiden Tagesjournalpostings. Und tschüss, die Bettschwere ist da, ich eile in die Horizonale. ^


25-07-2026

Mit allem im Verzug. Am Freitag ein Tag ohne Draußen, wenn ich von einem Lebensmitteleinkauf absehe. Etabliert hat sich zurzeit, daß ich ZEITIGST an den Schreibtisch eile zur Audiosuche. Blogs lesen, Tagebuchbloggen. Dann wegen des zu frühen Aufstehens plötzliche Bettschwere und zwei Stunden Schlaf. Biphasischer Schlaf, wie ich ihn aus den Phasen kenne, in denen mich Projekte und Vorhaben am Computer fesselten. Eine gewisse Verbissenheit, welche sich negativ auf die Durchschlaffähigkeit auswirkt. Tagsüber dies und das. Es läßt sich am Output erkennen, ohne daß ich hier und jetzt der Fülle wegen alles wiederkäuen könnte. Die Struktur der Tage sieht, wenn ich arbeitsfrei und sonst keine Termine habe, immer gleich aus. Hörsendungen sichten, Blogroll abgrasen. Was ich so finde, wird möglichst in Postings oder Links in die Seite eingebettet (eingesammelt) oder auf die To-do-Liste gesetzt. Ablenkungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Von Link zu Link gehüpft, Timelines bei Mastodon und Bluesky im Auge behalten, reagieren, kommentieren, Links folgen und wiederum: erfassen, notieren, weiter bei Fundstücken weiter recherchieren. Sortiert werden muß viel, damit ich den Überblick behalte. So vergehen die Stunden, in denen ich Pausen mache, um Periodika zu hören bzw. zu sehen. Und immer, immer fällt Material an, Bilder, Cartoons, Videomitschnitte, Lesbares, Rebloggeria, Witze, Sprüche, Das hört sich wie eine Klage an. Ja und Nein. Es ist nur ein Doomdoing, eine nie enden wollende Tour und manchmal Tortur, wenn es mir nicht gelingt, Zäsuren einzuflechten, damit sich die Psyche nicht hechelnd im Kreis bewegt, aufpuscht und jedweden Fokus verliert. Nachmittags folgt an diese pflichtfreien Tagen ein Schlummern. Ich kann die Uhr danach stellen. Sobald ich eine Hörsendung starte und dabei liege, dauert es nicht lange, bis der Geist abdriftet und der Körper bestenfalls folgt. Ein, zwei Stündchen, dann jeweils wieder Kaffee und weiter am PC, im Netz, für das Einsammelbuch, auch für WhatsApp, wenn ich gar zu übermütig werde. Dann entspinnen sich mitunter kommunikative Kaskaden. Abends jeweils statt eher tastaturfern, Podcasts hörend, Musik hörend. Ins Bett zur üblichen DWDT-Zeit. ^


24-07-2026

Donnerstag. Vom Aufstehen um 4.00 Uhr bis zum Weggehen um 10 Uhr mit nochmals Hinlegen für 90 Minuten zwischendurch kann ich nichts berichten, was nicht ohnehin jeden Tag passiert. Mit einem Kaffee bewaffnet die Hörsendungen gesichtet, Tagebuchgebloggt wie jetzt gerade auch, wenige Blogs gelesen, ein paar Fundstücke eingesammelt, wobei ich damit abweiche von der gängigen Bedeutung. Unter Einsammeln verstehe ich das BEARBEITEN eines Fundstückes. Ob nun Foto, Zitat, Blogzitat (Rebloggeria), Link, Hörsendung oder aus Sendungen Mitgeschnittenes, Ideen - Ich habe eine To-do-Liste, die ich, sobald Gelegenheit ist, öffne und mir einen Punkt vornehme, dazu ggf. nachrecherchiere, das Posting formuliere, vervollständige und in HTML einbaue, FTP starte und auflade. Die Tätigkeit eines virtuellen Jägers und Sammlersn, eines Einsammlers. Wenn ich an freien Tagen üblicherweise am Rechner sitze, geht das Auffinden von Fundstücken und das Einsammeln ineinander über, d.h. ich sehe etwas und baue unter Umgehung der To-do-Liste sofort ein Posting. So, also gestern überhaupt keine Sendung aus den Periodika. Es staut sich mal wieder. Um 10 Uhr zum Zielort, die Lindenauer Gartenkneipe "Klinke", abends ins "Gerieli", Berichte dazu in Georgien, England, Schnitzel. Den pikanten Exkurse darin verbloggte ich als Sodom und Gomorrha. Wo war ich? Gesättigt mit TRAM 3 nachhause gegondelt und 21.15 Uhr in meinen Sessel gesunken, einige kürzere Hörsendungen eingepfiffen und dann ins Bett weiter und weg war ich. Auf die Wage traue ich mich die kommenden Tage nicht. Hier dudelt der Deutschlandfunk, wo gleich die Morgenandacht kommt und mein zweiter Kaffee trinkbereit sein müßte. ^


23-07-2026

Neueste Tendenz ist, daß ich frühzeitig an den Computer gehe, die Morgenroutine erledige und dann nochmals schlafe. Am Mittwoch 4.40 Uhr aufgestanden, so zirka 7 bis 9 Uhr geschlafen, dann einkaufen gefahren zu Kaufland und wieder an den PC. Tagsüber abwechselnd Hörsendungen, Blogs und Internet gelesen, immer mal wieder beim Hören eingenickt und, sobald ich mir dessen bewußt geworden bin, wieder zu der Stelle zurück, wo mir das Bewußtsein abhanden kam. Wenn ich über so viel Freizeit verfüge, mäandere ich durch den Tag, durch die Zeit, durch das Netz und bin in Gefahr, den Überblick zu verlieren. Zu viel Input im Prinzip. Einen Cut zu machen erscheint mir unmöglich. Ich beiße mich gewöhnlich an einer Sache fest, bis ich sie ausgereizt habe und wende mich dann der nächsten Sau zu, die ich durchs Dorf treiben kann. Eine Folge "Castle" gesehen und einemal mehr gespürt, daß ich mit Fiktionalem wie Serien nicht mehr viel anfangen kann. Ich habe gestern bei Claudia Klinger den Disput um den Einsatz von KI beim Bloggen verfolgt. Meine Blogroll wuchs durch die Entdeckung des Liedersängers, durch dessen Blogarchiv ich mich zwei Stunden fräste. Ich fand ihn durch Abgrasen des UberBlogr-Webringes, welches ich fortsetzen werden. Heute stehen zwei "Termine" an, um 12 und um 17 Uhr. Beide haben mit Einkehr in die Gastrononie zu tun. Mittags gutbürgerlich, vermutlich Schnitzel, abends georgisch. Diese Küche ist mir gänzlich neu. Vor Neugier und aus lauter Enthusiasmus hätte ich beinahe georgischen Tschakapuli-Eintopf. Kleiner Scherz; ich wollte nur den Link unterbringen. Es wird viel geredet werden, ich werde zwischen 11 und voraussichtlich 21 Uhr unterwegs sein. Wie so ein Arbeitstag, nur eben mit Socializing und einem Kalorienverbrauch, den ich mir hinterher ankreiden werde. Herr Buddenbohm macht eine kreative Pause. Durch die wenigstens ein bißchen bewußtere Vorgehensweise mit meinen Routinen bin ich beim Bloglesen derzeit up to date, weswegen ich "in der Not" einen Blogring durchforste, weil ich Zustrom suche, Inspiration durch andere rege Geister, die ins Internet schreiben. Eine Sternstunde Philosophie sah ich über Erfahrungen (erste Male, Wiederholungen). Von den Periodika schaffte ich einige. 2 x Studio 9, 1 x Radio Wissen über Verdrängung. 1 x DerTag. Nur so als Beispiel. Die kurzen Hörsendungen wie Wissenschaftsmeldungen, Presseschauen, Kulturnachrichten, Feuilletons schiebe ich zwischendurch ein für kurze Pausen am Bildschirm, das heißt von ihm weg. Jetzt sitze ich seit 3.45 Uhr hier, habe das Logbuch befüllt, tagebuchgebloggt, Downloads getätigt. Und so weiter. Jetzt wieder ins Nest, noch etwas Radio=DLF. ^


22-07-2026

Der Dienstag begann um 4.30 Uhr mit der eingeschliffenen Routine, welche freilich nur an Nichtarbeitstagen gilt: Kaffee, Hörsendungen fürs Logbuch, dann visuell weiter mit arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant. Das, was bei mir begrifflich als "Tageshattrick" firmiert. Dann legte ich mich für ein Stündchen wieder hin, um Podcasts zu hören, schrieb Postings, las Blogs und startete um 10 Uhr zur Aktivgruppe. In dieser Wochen war Außentermin, wir besuchten den Stadthafen (Bilder), dessen Bau Jahrzehnte gedauert hatte und auf den man furchtbar stolz ist. Angeblich sollen dort Hausboote aufgestellt werden, auf denen sich übernachten läßt. Bis hierher kommen die Paddler durch die Kanallandschaft Leipzigs, dann ist erst einmal Schluß, sozusagen das Pendant zum Sackbahnhof (=HBF) nur 400 Meter weiter. Auf dem Heimweg zu Kaufland für Getränke. Sehr aktive Bettler in der TRAM und vor der Mall. Einen der auffälligsten Wohnungslosen nenne ich Urtyp; ihm begegne ich, wenn ich am Hauptbahnhof umsteige. Er dauert mich, er bettelt nie, sondern steht meist wie ein Flamingo aufrecht und guckt in die Ferne, wenn er nicht weggeworfenes Pommes Frites oder Burgerreste oder andere Leckereien vom Boden aufklaubt. Durch die jahrelange Straßenexistenz gezeichnet, gefäßkranke, schlimme Beine und Füße, an denen oft verdreckte Mullbinden baumeln. Falls ich mich mutmäßig aufraffen kann, spreche ich ihn an. - Um 13 Uhr zuhause und - da kommt ihr nie drauf - an den Rechner für allerlei Arbeiten. Fotos hatten sich angehäuft und wurden eingesammelt. Völlig unklar, ob ich meine Behausung noch mit diesem Burschen teile. Weil ich mit allem hinterherhinke, hörte ich eine Kalk-und-Welk-Folge vom März und, weil er darin erwähnt wurde, einen (ersten) Podcast mit Olaf Schubert. Der Tag begann thematisch schwierig mit der palliativen Geburt und endete im Bett bei DWDT, wo neu veröffentlichte Zahlen bezüglich sexualisierter Gewalt an Kindern besprochen wurde. Wenn einmal nicht Trump, dann Welt auch deprimierend. Beim Rekapitulieren des Dienstags gemerkt: zu wenig Musik gehört. Auch nicht gut, wenig ratsam für ein Leben inmitten einer sich im Niedergang befindlichen Welt. Wenn schon Apokalypse, dann vertont. [#] Bei Kaufland mordsmäßig eskaliert. Das Jäger-und-Sammler-Gen wurde angesprochen. 500-g-Gläser Landliebe-Joghurt wurden mit 1,19 statt 2,39 Euro ausgepreist, die Aprikosensorte gar mit nur 0,69 Euro. 2 Gläser Aprikosen in den Korb und 1 Glas Haselnuss-Joghurt. Die Selbstbedienungskasse verlangt bei BEIDEN Sorten 0,69 Euro. Irrtum vom Amt, vielleicht hat die KI Erkennungsprobleme? Was meine Gierigkeit anzeigt: ich drehte eine Ehrenrunde und sackte noch drölfzig Haselnuss-Joghurts ein. Wie so ein Scrat. Apropo Kaufland. Vorhin nochmals hingefahren, weil ich gestern aufgrund der zahlreichen Valensinasaftflaschen nur 2 Joghurtgläser kaufen konnte. Auch meine Arme sind nicht endlos dehnungsbereit. Als Wechselgeld bekam ich einen halbzerrissenen 5-Euro-Schein aus der Automatenkasse, den ich der lauernden Wachfrau vor die Nase hielt, nicht einmal mit einer Frage, sondern mit der beiläufigen Bemerkung: "Hoffentlich nimmt man mir dieses kriegsversehrte Geldscheinchen beim nächsten Einkauf ab." Ich sah ihr Naserümpfen und hörte: "Kleben Sie's mit Plasteklebestreifen zusammen, alle anderen machen das auch." Am Serviceschalter wenige Meter weiter brauchte ich kein Wort sagen. Als ich das halbierte Elend vorzeigte, hatte die schon die Kasse aufgemacht. Eine Oase inmitten Deutschlands angeblicher Servicewüsten. Danke. ^


21-07-2026

Am Montag entstanden doch einige Postings - also entweder im Logbuch oder den Miszellen nachlesen. Zufriedenstellende Ausgewogenheit von Internet, Bloglesen, Hörsendungen, inklusive Tageshattrick. Außer Haus von 16 bis 20 Uhr = Selbsthilfegruppe in der Zschocherschen Straße, weit weg von Sellerhausen und viel Fahrzeit, die genutzt wurde für Studio 9 - Der Tag mit Christoph Möllers und der Montagsausgabe von Apofika. 90 Minuten mit den Zwischentönen verbracht; zu Gast: Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach) Klugen Menschen zuzuhören kann so gut tun! Mit lag bei, na?, DWDT um 23 Uhr ins Bett. ^


20-07-2026

Kaum eine Stunde wach und schon zwei Postings geschrieben: Pustekuchen und Schlamm & Gigantismus. - Mir von der Seele geschrieben, keine reine Materialverwertung, sondern zu dem gehörig, was ich mit Jean Paul Selbsterleben nenne. Auf Krawall gebürstet ob der eigenen Unzufriedenheit. Mit Pausen für das familiäre Mittagessen und zwei Ruheeinheiten (von Schlaf weit und breit nichts zu sehen) durchweg am PC mit dem, was ich so tue. Blogs lesen, Hörsendungen, Postings schreiben, Internet, Youtube, Musik hören (Bach, Grobschnitt). Da zischen die Stunden nur so vorüber. Doomliving. Nachrichtenlage nicht besser. Durch Trump Murmeltiertage. Vor, zurück, zur Seite ran. Immer dasselbe und so stetig zäher, trüber. Schlammwaten in den Betrübnissen der Gegenwart. [#] Ich habe trotz der ganzen Kacke gerade gute Laune und bin belustigt. Nachdem mich urplötzliche Müdigkeit zu einem Abstecher ins Schlafzimmer zwang, also zwei Stunden später, setzte ich mich mit Zweitkaffee hierhin und las in Carsten Kubickis Wochenposting die Frage, welche Technologie es in 20 Jahren ganz sicher geben werde, die ich nicht liegen lassen konnte. Auch wenn ich davon nicht mehr profitieren werde und möglicherweise bereits die technischen Fortschritte der Sepulkralkultur erlebt erfahren haben werde. - Schreibfreudig bin ich heute, wenn auch dystopisch angeblasen. ^


19-07-2026

Samstagresümee. Zufriedenes Podcasthören am Abend, nachdem ich tagsüber am Einsammelbuch arbeitete und einmal mehr strukturelle Änderungswünsche hegte, die ich heute umzusetzen beginne. Diese Notizen hier benenne ich in "Queerbeet" um. "Markus' Mäandern" kam mir reichlich prätentiös vor. Die gewichtigste Neuerung ist, daß die Webseite jetzt mit dem Logbuch (ehedem: Updates) startet und nicht mehr mit den Miszellen. Zum Hintergrund der Umstellung. Durch den Betonflüsterer bin ich vor kurzem dazu übergegangen, alle neuen Einträge zu verlinken. Dadurch daß ich seitdem über Permalinks verfüge, kann ich Inhalte beliebig platzieren und miteinander verknüpfen. Seitdem ich hier tagebuchblogge, formen sich mehr Inhalte als früher, die sich überall auf der Webseite platzieren lassen, so daß mit ein Logbuch als Startseite am geeignetsten erscheint. [#] Ordentlich Fundstücke gesichtet und eingearbeitet. Heutiges Highlight ist der Blogpost über uns Boomer. Das Gespräch über Kraft und Grenzen der KI mit der Rostocker Professorin gerne angesehen. Mein Ort zu KI-Themen platz ja aus allen Nähten. Ihn zu bändigen kostet Zeit. Und da ich noch nie Saturday Night Fever sah, freue ich mich, daß der Musikfilm auf arte abrufbar ist. Sonntag Mittag 12 Uhr gibt es, wenn ich daheim bin, Essen mit Vater und Bruder (Kaßler, Klöße und Sauerkraut). Mittagsschlaf glückte so semi, aber brachte doch etwas Ruhe in die durch Schlafdefizit etwas strapazierten Nerven. ^


18-07-2026

Auch der Freitag war in Ordnung. Auf Station entspanntes Arbeiten zu viert. Alles weitere in Gedanken an früher. Nach diesem Tagebucheintrag den Rest des ersten Kaffees, kalt, wird nicht weggeschüttet, sondern runtergewürgt. Koffein wirkt auch kalt. Musik: "Joshua Tree" von U2. U2 ewig nicht mehr gehört. Ich LIEBE den Groove bei With Or Without You. [#] Zementierte Gepflogenheiten auf Arbeit ändern? Nicht mit, nicht bei uns. "Aber ich kann länger!". Getränk: inzwischen Apfelsaft; Musik: "Rattle and Hum" by U2, too. Verschiedenes gehört und gemacht, siehe Sammelsurium (5). Die Apofikafolgen mit Kevin Kühnert und die reguläre Samstagsfolge am Abend. Ins Bett gegen 23.30 Uhr. Eingeshlafen wohl zügig bei der Langen Nacht über Schreiben im Exil. Kurze Nacht, denn um 4 Uhr war ich wieder wach und bin für die strukturellen Änderungen hier an den Rechner. Jetzt aber wegen Bettschwere doch noch ein Nickerchen. ^


17-07-2026

Sparflamme. Unspektakulärer Donnerstag. Arbeitsweg mit Abstecher zu ALDI (Cola, Erdbeerjoghurt und Käselaugenzopf). Noch dankbar niedergekniet, weil mein dort verlorenes Portemonnaie abgegeben worden war. Einen unbeschreiblichen Typen gesehen, Transfau?, vielleicht 1,90 groß, gänzlich in Schwarz, mit hypermoderner Beinprothese, sehr wuscheligen Haaren, dicker, schwarzer Hornbrille, markantes, langes Mich-Jagger-Gesicht, Alter unschätzbar (zwischen 55 und 70). Sie stand an der Kasse, bezahlte und setzte sich dann in einem elektrischen Rollstuhl, ebenfalls schwarz, und peeste davon. Leider gelang kein Foto. Meine LeipzigPeople hätt's gefreut. Dafür sah ich auf der Rückfahrt den Urtypen, der dieses Mal auf dem Tramsteig inmitten seiner Tüten saß und die Menschen um sich herumlaufen ließ. Übrigens in dengleichen Klamotten wie auf dem ersten Foto. Auf Station zwar scheißheiß, aber milde Bedingungen. Keine Zugänge, unkomplizierte Pflegefälle und, was entscheiden ist, mit 2 Vollkräften (ich zähle mich mal mutig dazu) und zwei Hilfekräften (subsumiert Krankenpflegehelferin + Krankenpflegeschülerin). Es ist toll, wenn ich so arbeiten darf, nacheinander, ohne ständige Störungen, mit lösbaren Problemen. Was die Crux mit "unlösbaren" ist, schildere ich später. Am Dienstbeginn schien Chaos vorprogrammiert. Und Patientenaufenthaltsraum saß voll mit Leuten und damit Problemen, die uns bei der Übergabe nicht verkündet worden, die allmählich ungeduldig und fordernd geworden sind. ABER: lösbar. Ärzte herangetrommelt, die sich des einen Problems annahmen, und das andere konnte ich lösen, indem ich für die poststationäre und stocktaube Patientin ein Taxi orderte, nachdem wir uns 10 Minuten angebrüllt hatten und auch der Rest der Station bestens informiert wurde. Es flutschte dann und 22.00 fuhr mich TRAM 16 zum HBF, wo ich den Urtypen sitzend sah und 23 Uhr im Nest lag bei, na?, DWDT. Heute 6.45 Uhr erstanden, Kaffee, Audiosuche und Tageshattrick, nach dem ich nochmals horizontal verweilte, um vorhin eine Kulturzeitsendung anschloß und ich mich mit diesem Posting erstmals bis morgen früh verabschiede. Auf zum Spätdienst 2v2. ^


16-07-2026

Am gestrigen Tag gibt es nichts zu kritteln. Nicht jeder Tag kann perfekt sein. Perfekt wäre der Mittwoch gewesen, wenn ich die Zeit für Hörbeiträge gefunden hätte. Bis auf die Pausenzeiten für Siesta und Lebensmitteleinkauf "arbeitete" ich am Computer, hörte Musik (mir völlig unbekannte Gruppen und sogar eine Volksmusikplatte), trank Eiskaffee, Trauben-, Apfel-, Multivitaminsaft, formte Einträge fürs Einsammelbuch, las im Internet, in Blogs, absolvierte den Tageshattrick. 21 Uhr wollte ich mich gänzlich auf das zweite Halbfinale konzentrieren, verlor aber schnell die Lust und lies das Spiel nebenher laufen, während ich online herumwuselte. 23 Uhr hatte Argentinien England bezwungen und mich die Müdigkeit, so daß ich "planmäßig" ins Bett durfte, um bei DWDT ins Schattenreich des Halbschlafes abzutauchen. Heute startete ich 6.30 Uhr mit der Audiosuche, ließ den Tageshattrick folgen, aus dem sich mehrere Anregungen extrahieren ließen, denen ich erst ab Montag nachkommen kann, weil zwei Spätdienste anstehen und Arbeitstage sind keine Miszellentage. Demnach wächst die Impuls/Ressourcenliste, welche ich doch gestern erst auf Blanko setzen konnte. Mein psychisches Tief währte eine Woche, ist für dieses Mal überwunden. In der Schwebe befindet sich mein PC-Kauf, bei dem die Lieferung an das CSL-Ladengeschäft in Langenfeld erfolgte und wegen der automatisierten Vorgehensweise partout kein Weg dahin führte, mir das Paket zuzuschicken. Versprochen wurde eine Rücküberweisung des Betrages, auf die ich allerdings warte. Sollte dieses mißglückte Manöver gut gehen, d.h. die 570.- Euro auf meinem Konto als H wiederauftauchen, gehe ich's noch einmal an; denn der 11-jährige PC-Opa keucht altersschwach und muß dringend erlöst werden. Ich knipse hier bis Morgen das Licht aus. Der Spätdienst ruft und wenn ich um 23 Uhr wieder zuhause bin... Ihr ahnt es. ^


15-07-2026

Den weiteren Tag verbrachte ich am PC. Bis auf die Pause im Bett zwischen 10.30 und 13 Uhr, wo ich beim Radiohören einschlief, saß ich von morgens 5 Uhr bis 23 Uhr am Schreibtisch. Mehrere Artikel sind entstanden und gepostet, wobei ich gerade, als ich die neuesten Audios fischte, den Imax-Odyssee-Artikel wesentlich erweiterte. Das Haus verließ ich überhaupt nicht. Gegessen wurde abends ein großer Vanillequark und ein Proteinjoghurt. Dafür schüttete ich Unmengen an Saft, Eiskaffee und Eiskakao in mich hinein. Ein ehemaliger Kommilitone von mir im Norbertuswerk, Guido Erbrich, spricht in dieser Woche das Wort zum Tage im DeutschlandRadio. Bach als Gottesbeweis hat etwas, selbst für mich, der ich zum Heiden wurde. Ich eile in die Küche für einen zweiten Kaffee und überlege, wie es nach der allerersten und allerstrengsten Morgenroutine weitergehen soll. [#] Den Matrjoschka-Thread erweitert um: Wievielinge, Matrjoschka nachts, Am Schalter. - Auch den erst gestern geposteten Beitrag zur Holzkunst im Erzgebirge ergänzt um die Sammlung von 2000 Nußknacker. Jetzt muß ich mal hinaus in die weite Welt zum Einkaufen. Mit dabei "Studio 9 - der Tag mit Jagoda Marinic" und die heutige Apofikafolge mit Hajo Schumacher als Gast. [#] Zurück vom Fahrt=Gang zu Kaufland höre ich "Foreign Tongues". Einige Blogs gelesen und Zitate daraus als Rebloggeria eingepflegt. Cartoons, die sich stauen, auch. Schon wieder einen erst gestern gepuzzelten Beitrag (Mückenalarm) erweitert, nachdem ich im Landlebenblog das mit den Mücken gelesen hatte. Über Thomas Gigold gestolpert. Vor Äonen waren wir mal zusammen auf einem Bloggertreffen in Leipzig. Während ich früher Europa- und Weltmeisterschaften im Fußball so oft wie nur möglich sah, schwenkte ich gestern zum Halbfinale ein und werde auch heute=nachher das zweite schauen. Möge es weniger dröge sein als Frankreich-Spanien. ^


14-07-2026

Heute gleich zwei Tagebucheinträge, die die Lücke von 1,5 Tagen erläutern. Nachdem ich frühmorgens noch Sonne im Herzen hatte, senkte sich unwesentlich später Finsternis hernieder. Ich berichte, wenn's etwas Neues gibt. Begonnen hatte ich diesen Dienstag mit festem Gemüt. Nach der Audiosuche, einem ausgedehnten Tageshattrick mit mehreren Sendungen, was bis 10.45 Uhr währte. Schläfchen bis 13 Uhr. Seitdem an Postings und Tagebuch geschrieben und wieder das Treibsandgefühl, steckengeblieben zu sein. Hinzu kommt in Summe all der Demütigungen der letzten Tage, als Totalversager par excellance durchgehen und brillieren zu können. Draußen scheint immer noch die Sonne, doch vermag sie die Finsternis im Herzen nicht zu vertreiben. ^


12-07-2026

Den Tag, was bei Nachtdiensten bedeutet, den Nachmittag mit einem Tagebucheintrag begonnen. Die Schicht war soweit unspektakulär. Pünktlich um 7 Uhr zuhause und 30 Sekunden später im Bett. Nachrichten, Presseschau im Deutschlandfunk. und heute knipste sich mein Hirn sofort aus. Um 14 Uhr vorhin erwacht, Kaffee und Routinearbeiten, wozu ich dann auch das Tagebuchbloggen zähle. Jetzt, mal sehen, steht ja alles hier. ^


11-07-2026

Den Tag, was bei Nachtdiensten bedeutet, den Nachmittag mit einem Tagebucheintrag begonnen. Die Schicht war soweit unspektakulär. Pünktlich um 7 Uhr zuhause und 30 Sekunden später im Bett. Nachrichten, Presseschau im Deutschlandfunk. und heute knipste sich mein Hirn sofort aus. Um 14 Uhr vorhin erwacht, Kaffee und Routinearbeiten, wozu ich dann auch das Tagebuchbloggen zähle. Jetzt, mal sehen, steht ja alles hier. ^


10-07-2026

Der Donnerstag verging mit dem, was ich am PC so mache; Blogs nachlesen, Podcasts hören. Eine Stunde in Paunsdorf zum Einkauf unterwegs. nachmittags 2 Stunden geschlafen. Sonst Social-Media-Feed verfolgt, im Internet gelesen, Musik gehört und Fotos gesichtet und eingefügt. Donnerstags ist (noch) Gruppentherapie. Ich verlasse um 17.30 Uhr das Haus und bin, wenn ich keinen Schlenker zu Kaufland mache, gegen 20.30 Uhr zuhause, wo ich Cartoons eingearbeitet habe. Bei der Gruppentherapie nutzte ich die Chance, ergriff das Wort und machte meine Unzufriedenheit zum Thema, den Zwang, alles aufzuschieben, mir Wünsche zu versagen, Dinge nicht anzugehen. Intensive 110 Minuten, nach denen ich gerädert, aber auch erleichtert war. Neben vielen kleineren Podcasts hörte ich eine Radio-Wissen-Folge über das Weltall, über Hollywood, wie die Filmbranche im 20. Jahrhundert unser Amerikabild prägte. Außerdem seit langem ein Hörbuch begonnen - "Erfolg" (1v9) von Lion Feuchtwanger. Um 22.30 Uhr wieder Flachlage mit einer Folge Studio-9. Zu Gast Julius van de Laar, USA-Kenner, der dezidierte An- und Einsichten zum Trumpland äußerte. 5.45 Uhr erhob ich mich für Kaffeekochen, =>Hörbar und ebendieses Tagebuchbloggen. Heute Abend steht Nachtdienst an: Freitag bis Sonntag. Möglichst ein ausgedehnter Nachmittagsschlaf muß drin sein. Jetzt höre ich erstmal einige kürzere Periodika und lese Blogs. Mal sehen, ob Herr Buddenbohm und Frau Kaltmamsell schon gepostet haben. Musik von Bonnie Tyler Zusammensuchen, in der Jugend schwelgen. [#] Der Tag war geprägt von allerschlimmster Erschöpfung und hohem Schlafbedarf. Vormittags zwischen 8.30 Und 10.40 Uhr und von 16.30 bis 19 Uhr nochmals. Dazwischen Podcasts gehört, Blogs gelesen, arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant und 2 x Kulturzeit. Jetzt starte ich zum Nachtdienst mit ALDI-Einkauf im HBF. Noch nichts gegessen heute, nur Eiskaffee und Traubensaft getrunken, den dritten Tag in Folge. Exorbitant schlechte Laune und Miesepetrigkeit. ^


09-07-2026

Was ist zum Mittwoch noch zu sagen? Ich saß größtenteils im Sessel und widmete mich Hörbeiträgen. Ich sah nachmittags eine Law-and-Order-Episode, zwei arte-Journale, zwei MDR-Sachsenspiegel und eine Brisant-Sendung. Bei so vielen Sendungen habe ich einen unaufholbaren Rückstand. Bei Kultursendungen krauche ich im Oktober 2021 herum und erschrecke mich jedesmal, wenn ich Moderatoren mit FFP2-Maske sehe. Ein ähnlicher hoffnungsloser Rückstand bei Euromaxx. Kulturzeit mach zwar bis Mitte August Pause, doch liegen noch 26 ungesehene Sendungen auf Halde. Über mein Unbehagen brauche ich mich nicht zu wundern, das Gefühl, hinterherzuhinken, nie an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ich sagen könnte, ja, soweit geschafft, laßt uns nach vorne blicken. Ein permanentes Defizitgefühl. Mehrmals habe ich tabula rasa gemacht und Dutzende von Weltspiegel- und ZDF-auslandsjournal-Sendungen gelöscht. Damals war ich bis zu einem Kipppunkt sogar ohne ungelesene Bücher, etwas, was man Bibliomanen nicht abnehmen würde. Nun, ich ging um 22.30 Uhr ins Bett und hörte die tagesaktuelle Apofika-Episode und DWDT. Am Abend diesen vierten und letzten freien Tages in dieser Woche habe ich Gruppentherapie. Die Nacht war 4.40 Uhr zuende. Ich verließ das Bett, weil ich den Freiraum habe, mich tagsüber nochmals zur Ruhe betten zu können. Gegessen habe ich am Mittwoch nur Erdnüsse, getrunken Eiskaffee, Apfel-, Birnen- und Orangensaft und Kakao. Daß Zverev ins Wimbledonhalbfinale gekommen ist, freut mich. In die Helge-Schneider-"Doku" "The Klimperclown" reingeschaut und nicht durchgehalten. Vielleicht heute. Mit Tippeltappeltour einen Tagebucheintrag verfaßt.^


08-07-2026

Da die Verdrängung bereits eingesetzt hat, kann ich den gestrigen Tag nicht exakt rekapitulieren. Fiktionales wie Serien, wie ich es bis zur Therapie exzessiv konsumierte, ist selten geworden. Gestern nicht, und von Nichtfiktionalem (Periodikum) kein Tageshattrick. Kleinere Hörsendungen, je eine Folge Apofika, Studio 9 mit..., Der Tag, Unboxing News, naja, und das, was ich zwischendurch immer einschiebe: Kulturnachrichten, Wissenschaftsmelungen, Presseschauen, Nachrichten, Kalenderblatt. Daß ich tagebuchblogge, erweist sich als hilfreich und dient der Bewußtmachung und Nachprüfbarkeit dessen, was tatsächlich war. Zu unterscheiden zwischen dem deprimierenden Eindruck eines beknackten Tages und dem, was ihn vielleicht doch nicht ganz so düster aussehen läßt. Was ließe sich an "Gestern" positiv resümieren? Ich war 3 Stunden draußen, im Licht, an der Luft. Ich genoß alkoholfreien Caipirinha, Eiskaffee und Eis-Kakao, Ich ließe mich ein wenig stabilisieren durch Gregorianik. Nicht zu vergessen, was NICHT geschah: kein Drama, kein Unfall, niemand gestorben, keine Havarie im Haushalt, weder Herzinfarkt noch Apoplex/ Hirninfarkt noch Organruptur. Ich durfte heute Morgen erwachen wie bisher jeden Morgen in den 21996 Tagen meines Lebens. Die Sonne gibt ihr Bestes und kämpft sich hinter den Wolken hervor. Draußen rattert ein Zeitungsausträger vorbei; ansonsten ist es für 6.46 Uhr erstaunlich ruhig. Aufgestanden bin ich 5.20 Uhr, nachdem gestern zur gewohnten Zeit 23 Uhr der Vorhang fiel und mich DWDT einlullen durfte. Ähm, und ein dritter Weltkrieg ist nicht ausgebrochen. Was für ein Glück insgesamt trotz des beknackten Tages gestern!!! =>Hörsendungen habe ich bereits durchgrast. Kaffee duftet. Auf ein Neues und hoffentlich Besseres. [#] Zig Podcasts gehört, keinen, den ich aufgreifen würde. Im Sessel dahingedämmert, die Stunden vergehen. Jetzt doch eine Serienfolge Law and Order, bei der mir schwant, daß ich sie vor vielen Wochen gesehen haben könnte. Wurscht. Das Formtief hält an. ^


07-07-2026

Um 9.10 Uhr Einzeltherapie nach 4 Wochen. Fatigue. Zweimal geschlafen, einmal nach dem Nachhausekommen am Vormittag und einmal nachmittags, bevor ich um 16 Uhr zur Selbsthilfegruppe aufbrach. Diese findet in der Nähe des Felsenkellers statt. Eingedenk der anderen Linienführungen vieler Straßenbahnen (Baustellenfahrplan bis August) mußte ich mich konzentrieren, um dort zu landen, wohin ich wollte. 20 Uhr zurück. Unterwegs Podcast (Frenzel/Küppersbusch) und in die Splat! von Deep Purple hineingehört. Erwähnen möchte ich =>Hörsendungen die Spaß machten, informativ, erhellend und amüsant sind. Nicht alle immer alles, doch ein Kriterium ist stets erfüllt: Kleine Kulturgeschichte des Kusses. Den Stirnkuss kenne ich durch meine Oma. Gestern, soziologisch interessant, in einer Folge Radio Wissen über das Putzen. Aus zwei Themen formte ich eben Postings: The Church of Ketchup und Anreden, wobei das Erzen im Pflegebereich vorkommt. - Um 22.30 Uhr ins Bett. Meine Stimmung war und ist getrübt. Erschöpfung überwiegt und das Gefühl, zu nichts zu kommen. Zeitenge. 5.15 Uhr aufgestanden, Kaffee, Audiosuche und diese Zeilen. Laßt mich hier am Wegesrand zurück, ohne mich könnt ihr es schaffen! [#] Was für ein beknackter Tag! beknackter Tag! Wo ist die Tonne, in die er kann? Braindumping hier führte zum Tagebucheintrag dort. Weiter mit Gregorianik, um vielleicht am Ende mit der Kaltmamsell sagen zu können: "JETZT ist’s grad gut". ^


06-07-2026

Knapp bemessene Zeit auch gestern. Nachdem ich die Routine hinter mich gebracht hatte, schlief ich zwischen 7.30 Uhr und 10.30 Uhr, schaute dann eine Folge Kulturzeit und stürzte mich dann in das Chaos des Leipziger Straßenverkehrs auf dem Weg zum Spätdienst. Bei Aldi, solange es billiger ist, Ciabatta und Cola. Gegessen hatte ich ausnahmsweise vormittags, weil mein Bruder mir einen Topf Fleischeintopf gebracht hatte, so taufrisch, daß er noch warm war. Während des Dienstes herumgenascht, was ich mir unbedingt abgewöhnen muß. Hier ein Nüsschen, da ein Schweinsöhrchen, hier ein Bonbon. Das darf nicht! Die Schicht war weniger disruptiv als die vorige, aber aushaltbar. Drei Zugänge, wobei ausgerechnet der jüngste der schwierigste war. Jahrgang 1960, aber desolat, verwahrlost, schmutzig, olfaktorisch und optisch kaum vorzeigbar. Als Liegetrauma bezeichnen wir es, wenn Patienten zuhause stürzen, nicht selbständig aufstehen können und manchmal tagelang so ausharren, bis sie gefunden werden, wenn entweder Bekannte oder Verwandte dann doch mal nachsehen. Diesen Patienten fehlt dann nicht nur Energie und Flüssigkeit, sondern sie tragen auch Blessuren in Form von Wunden vom Sturz davon und Druckwunden durch längeres Liegen auf einer Stelle. Nicht selten blitzeblau von Kopf bis Fuß. Ja, sehr gefährlich insgesamt. Unser Zugang nun war in der Notaufnahme sehr verwirrt und delirant, kam bei uns in seligem Schlaf an, weil er alles mitnahm, was die moderne Medizin an Sedative bereit stellt. Weil wir keinen Platz hatten, denn es wäre ein bißchen dies, ihn in ein Zimmer mit einem selbständigen Mittdreißger zu legen, der den Schock seines Leben bekäme, muß er in einer speziellen Lounge liegen, die wir manchmal nutzen, wenn engmaschige Patientenbeobachtung unerläßlich ist. Von diesen 3 Zugängen, alle aus der ZNA (Zentrale Notaufnahme) abgesehen, gab es keine Besonderheiten. Ich arbeite das noch nach, sobald ich Zeit für die Fotos habe und werden demnächste viele weitere Themen aus meinem Arbeitsalltag angehen, u.a. das Essen für Patienten in seinem bemerkenswertem Niedergang. Ich suchte nach einem Wort für allgemeinen Niedergang und komme nicht drauf; die KI half kaum. Egal, ich muß gleich los zu einem Einzel beim Therapeuten. Heute ist Freier Tag 1/4. Ausreichend Luft zu Atmen und Entspannen. Morgenroutine ist erledigt, Hörbar-Quellen sind gesammelt. Kaffee ist ausgetrunken. Der Vater einer gerne gelesenen Bloggerin ist verstorben. In den Beileidspostings steht oft nur ein "." und ich versuche, dahinter zu kommen, ob das neues Default ist.Gemini mutmaßt: "'Mir fehlen die Worte' (Sprachlosigkeit): Der Punkt ist das minimalistischste Symbol für absolute Sprachlosigkeit." ^


05-07-2026

Gestern lief alles soweit ohne große Reibereien. Beizeiten auf den Arbeitsweg gemacht, Am Hauptbahnhof durch die Baustelle an der Westseite ziemlicher Andrang auf den wenigen befahrenen Gleisen. Einkauf bei Aldi wegen Brötchen und Cola. Da Ciabatta auf 59 ct rabattiert ist, greife ich zu. Auf Arbeit/Station vor der Übergabe 13.30 Uhr erstmal eine Mahlzeit mit Ciabatta, Rindfleischsalat und Joghurt. Höchste Eisenbahn; vorgestern hatte ich sehr wenig gegessen. Dienst ohne die Belastungen, die letzte Woche die Spätschichten so überaus belastet hatten. Kein Zugang, kein Toter, keinen Sturz, kein Dementer, mit dem man Haschen spielen muß, keine pathologischen Angehörige, kein Notfall wie GIB, Kollaps usw. Ein ganz normaler Dienst auf einer nephrologischen, rheumatischen und geriatrischen Station mit 30 Betten. Pünktlich zuhause. Da samstags kein DWDT läuft, sah ich arte-Journal und MDR-Sachsenspiegel, Brisant wurde gestern nicht ausgestrahlt. Spart 40 Minuten zugunsten der 3Sat-Kulturzeit, welche ich in den zurückliegenden Wochen sträflich vernachlässigt habe. Schaffte allerdings keine komplette Sendung, weil ich während einer Spätmahlzeit (Ciabatta + Wiener + Proteinjoghurt) urplötzlich so müde wurde, daß der Licht-aus-Wunsch überwog und ich um 0.15 Uhr wegdämmerte. Vorhin um 6.15 Uhr tauchte mein Bewußtsein wieder auf und der Kaffee lockte, bei dem ich das =>Update erledigt wurde, woran sich gerade dieser Tagespost anschließt. Routine, so mag ich es. ^


04-07-2026

Der Abend klang wenig revoluzzerhaft aus. Gewohnte Bahnen, übliche Zeit. Mit dem Handy bewaffnet ins gut abgekühlte Schlafzimmer. Nach Der Tag um 23 Uhr danach DWDT. Noch einige Monate den Deutschlandfunk so genießen, wie man ihn gewohnt war und, ja, geliebt hat. Am 30. November greift eine große Reform, die Struktur und Inhalte auf den Kopf stellt. Als innerlich der Routine und dem Bewährten ergebener Mensch sprossen bei der Nachricht unverzüglich Abwehrreaktionen hervor. Die innere Nagelmatte rollte auf. Schaunmermal. Wie es auch kommen wird, ich habe keinen Einfluß darauf, keine Macht, so daß die während der Psychotherapie entdeckte und seitdem entwickelte Wunderwaffe der Radikale Akzeptanz zum Einsatz kommen muß. Nur liegt eben mein Fokus mehr und mehr auf Ohrenfutter vom DeutschlandRadio. Falls dieser Fundus, aus dem ich reichlich schöpfe und sehr vieles im ESB verwende, verschlimmbessert würde, müßte ich mich neu aufstellen. Mindestens würde ich es außerordentlich bedauern. Das Leben ginge weiter, klar, nur eben mit neuen Straßenschildern auf anderen Pisten. Die Nacht endete 6.10 Uhr mit der inzwischen eingeübten Kaskade (Kaffee, Audiosuche, =>Updates). Hernach der Tageshattrick. Mich fiel um 8 Uhr eine Müdigkeit an, die mich umgehend ins Bett scheuchte, dort aber nur bis 9.15 Uhr beließ. Doch zu wuschig für Deidei machen. Kaffee und, huch, Tagesbloggen, welches ich am Morgen glatt vergessen hatte. Jetzt bin ich wieder in der Gegenwart. Hat eigentlich Taylor Swifts Hochzeit stattgefunden? Ich traue mich, ehrlich gesagt, kaum ins Netz zu gehen, weil: 4.7. Ich kann die Hackfresse einfach nicht mehr sehen + hören. Ich möchte lieber nicht. MANA, MANA - Make America Normal Again. Ich lese, daß seit eben 10 Uhr der Baunetzfahrplan gilt. Die Straßenbahnen fahren wieder im 10-Minuten-Takt und so, wie sie ohne hitzebedingtem Schienendesaster ab heute ohnehin gefahren wären. DENN: bis 16. August Baustelle am Hauptbahnhof mit diversen Streckenänderungen. Getreu dem Motto: Es sind Sommerferien, laßt uns dem Rest der Bevölkerung das Unterwegssein zur Hölle machen. - Bei der Bloglektüre, weil ich wegen des anstehenden Spätdienstes bis Montag alles wieder aufschreiben muß, wodurch sich die To-do-Liste wie ein Ballon aufblähen wird, die Stichworte aufgeschrieben: "Buddenbohm, treffende Bezeichnungen in Berufen benennen, Blutbad. Bin gespannt, ob ich am Montag noch weiß, daß ich über den Soziolekt im Pflegeberuf schreiben möchte. ^


03-07-2026

Zwei nach einer Software benannte Vögel zanken sich auf meinem Fensterbrett. Inzwischen habe ich schon zwei Splitter geschrieben und, angeregt durch das Wort zum Tage, das ich morgens bei der Audiosuche gleich mit anklicke, ein Posting (Im Hier und Jetzt). Gestern nur Saft getrunken, nix gegessen. Mit einem Stammpodcast gegen 22.30 Uhr ins Bett und zügig in Halbschlafgefilden unterwegs gewesen. Nachts oft erwacht, weil Blase, siehe Saft. Ab 5.40 Uhr durfte sie Kaffee füllen. Schon beim Zusammentragen der Podcasts für die =>Updates ließ ich mich kurioserweise beim Wort zum Tage ablenken und zu seinem Text über den gegenwärtigen Augenblick, wie wir das in der Fokolarbwegung nannten, verführen. Mal schauen, was heute ansteht. Fünfter und letzter freier Tag. Zunächst die gesichteten Beiträge (1 + 2 + 3. zum Leipziger Schienendesaster anhören. Kein Teer mehr? Bitumen, Bittumen, Bitte um...? [#] Die Kaltmamsell hatte heute denselben Gedanken und schrieb: "JETZT ist’s grad gut." 30 min später Was ist denn heute nur los? Eben lese ich bei Frau Klugscheißer von "gedanklicher Präzens". Gibt jetzt der Lebensalgorithmus das Tagesthema vor? - Den Freibad-Artikel erweitert: Um zu baden, entkleidet man sich, was selbst zum Thema werden kann. - Es wird gerubbelt, was das Zeug hält. Nicht was ihr denkt! [#] Bis 14 Uhr saß ich am Computer mit kleiner Auszeit (Matratzenhorchdienst). Die Trias: arte-Journal, Sachsenspiegel und Brisant, wenige kürzere Hörbeiträge. Nachmittags war Monatstreffen einer Gruppe, die wir nach der Tagesklinik beschlossen hatten, uns regelmäßig zu treffen, ein Jour fixe. Leider ist der Enthusiasmus eingedellt, so daß ich mit einer in Sachen Leipzig äußerst kundigen Frau, ihres Zeichens auch Literaturwissenschaftlerin zusammensaß und über zwei Stunden redete. Es gab hausgemachte Limonade, hernach einen Matcha, der wie abgeerntetes Heu schmeckte, herb bis bitter, aber vollendet schaumig. Wenn wir Psychos eines können, dann quatschen. Null problemo. Da die Straßenbahnen ausgedünnt verkehren (alle 20 Minuten), verlängern sich die Wartezeiten, so daß ich von der Kurt-Eisner-Straße bis nach Sellerhausen 1 geschlagene Stunde fuhr, wofür ich sonst höchstens 35-40 Minuten gebraucht hätte. Jetzt wieder an den Computer zum Hören. Wenig geschrieben und gepostet heute. Gerade höre ich ein ausführliches Gespräch (Mit Büchern Unruhe stiften) mit dem Edition-Tiamat-Verleger Klaus Bittermann. Unterwegs gelang es, zwei Ausgaben "Studio 9 - der Tag mit..." vollständig unterzubringen, mit einer gut aufgelegten Ronja von Rönne und mit dem Journalisten Marc Brost. ^


02-07-2026

Der Abend ging komplett für KI-gestützte Weiterbildung drauf. Gemini sah sich meinen Quellcode an, gab Hinweise zur Anpassung und Fehlerkorrektur. Die Stunden zogen dahin, ich lernte eine Menge Neues, war schlußendlich fulminant erschöpft durch das ewige Trial-and-Error. Als ich mir vor 30 Jahren mit Stefan Münz' SelfHTML ein paar HTML- und später CSS-Kenntnisse draufschaffte, reichte das für meinen Anspruch, mittels einer einfachen Webseite mit minimalem Aufwand maximalen Inhalt zu transportieren. Freilich haben sich Standards geändert. Wie man eine Zeilenhöhe festlegt, damit sie sich dynamisch an die Schriftgröße anpaßt und solche Sachen. Gerade auch der Datei-Header ist so veraltet. Wenigstens bei neuen bzw. sehr oft gebrauchten Dateien wie diese hier fürs Tagebuchbloggen oder die Miszellen will ich künftig etwas zeitgemäßer kodieren, so es mir möglich ist; denn vieles begreife ich einfach nicht mehr oder scheue den Aufwand. Ich habe sehr, sehr viel Saft getrunken - mein Therapeut wird entrüstet sein, ich habe durch die nervenaufreibende Probiererei möglicherweise zwei graue Haar mehr. Am Ende, gegen 22 Uhr, die einzige Mahlzeit des Tages: 3 Weizenbrötchen mit Schinken und Tomate und einen großen Mohn-Joghurt. Ich hörte Stammpodcasts, so Studio 9 mit..., Unboxing News, Kalenderblatt, Der Tag (nicht zu verwechseln mit Das war der Tag). Wissensnachrichten, Kommentare u.v.m. - Auch Visuelles mit dem Tageshattrick, der aus den drei Sendungen besteht und das Grundgerüst meiner Routine bildet: 1. arte-Journal, 2. MDR-Sachsenspiegel 3. Brisant. [#] Heute stotterte mein Bewußtsein, indem ich stündlich wach wurde, auf die Uhr sah und weiterschlief. Um 5.30 Uhr hatte ich die Faxen satt und kochte Kaffee, ließ den 11-jährigen PC seine 10 Minuten hochrödeln, bis er mich ranließ. Die "Sie-haben-12-kritische-Probleme-Meldung" von Avast Free Antivirus wegklicken, und schon bin ich nach 15 Minuten startbereit fürs =>Update. Anschließend doch wieder verlockt worden, Layoutveränderungen zu testen. Im Morgenwahn, frischer Geist gebiert frische und vor allem bessere Ergebnisse. Herr Buddenbohm postuliert "ein Immerhin des Tages", was mich dazu veranlaßte, daraus ein Posting (Ein Immerhin des Tages) zusammenzumehren, wie wir Sachsen faxen. Zweiter Kaffee, Musik: Smokie. Und gerade keinen Bock, etwas Neues anzufangen. - Heute ist Welttag des Witzes. [#] Ich war einkaufen und habe dazu etwas gepostet. Zuvor Mittagsnickerchen zwischen 11.30 und 12.30 Uhr. Durch Holger an alte bibliomane Zeiten erinnert worden. - [#] Ich hörte aus dem Pocast "Wind und Wurzeln" die Folge "Pflege am Abgrund". Die Publizistin Marina Weisband kenne ich aus den sozialen Medien, wo sie, auch als an ME/CFS Erkrankte, aktiv ist. Im Anschluß höre ich gerade aus Jagoda Marinics "Freiheit Deluxe" die Episode mit Albrecht von Lucke, den ich sonst regelmäßig bei Korbinian Frenzel höre, wenn er Gast in Studio 9 - der Tag mit... ist. Ich stelle fest, daß ich bis zum Nachmittag eher schriftlich agiere, indem ich am und für das ESB arbeite und dann, wenn Kräfte und Konzentration zur Neige gehen, so ab 17 Uhr eher HÖRE. Diese Dichotomie ist mir nicht bewußt gewesen. Aufgrund des Tagebuchbloggens fällt mir dies und das auf, was auch eine seiner Intensionen ist. - Musik: Gregorianischer Choral, dazu Traubensaft. Noch nichts gegessen. Die Getränke sättigen. Blogs lesen, Blogs entdecken. Sehr lange heute in den Archiven beim schizophrenisten. Eine Folge Apofika war auch drin. ^


01-07-2026

Unter den verhunzten Tagen war gestern ein normaler. Zuhause, ohne Verpflichtung. 5.30 Uhr begann er mit Morgenroutine, d.h. Kaffee, Audiosuche zwecks =>Hörbar, Blogs nachlesen und erstes Einarbeiten des Gefundenen. Abwechselnd im Netz gelesen, geguckt, Fundstücke gesammelt, zwischendurch den einen oder anderen Podcast gehört. Musikalisch war ich noch bei Whitesnake und einer Punkband namens Wohlstandskinder, die ich nicht kannte. Mehr als das Minimum an Periodika schaffte ich nicht: arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant vom Vortag. Alles unspektakulär und wenig ergiebig. Zu müde, zu zerfahren, zu unkonzentriert. Kein Flow, kein Fokus. Ab in die Tonne mit diesem Dienstag. Heute normal gestartet, dann irgendwo in Blogs verbissen. Um 9 Uhr kam ich auf die selten dämliche Idee, einkaufen zu gehen, bestieg Bus 77, der direkt vor meiner Haustür fährt, allerdings nur alle 60 Minuten. Wollte in der Permoser Straße in Bus 90 umsteigen. 30 Minuten warten, wer weiß, warum. Dann ins Paunsdorf-Center zu Kaufland. Der Kreislauf wackelte. Rückzu im strömenden Regen auf den Bus gewartet, bis Theodor-Heuss-Straße gefahren, in der Hoffnung, noch einen Tetrapack alkoholfreien Caipirinha zu kriegen, bei ALDI vorbeigeschaut. Richtig, war alle. Die zwei Haltestellen - es fahren immer noch keine Straßenbahnen - in Richtung Sellerhausen gelaufen bei sehr angenehmem Wetter, luftig, leichter Regen. Am PC im Bemühen, eine Schriftart auszuprobieren, die ich bei kaesedurst sah, erneut verzettelt. Ewig herumprobiert und meine Dateien HTML + CSS ziemlich zerknietzscht und noch nicht wieder zufriedenstelllend repariert, weil meine Nerven eine Pause forderten und bekamen: flach liegend und dösend bis 14.30 Uhr vorhin. Zu diesen Zeilen läuft übrigens ein Best-of-Sampler mit fast 60 Liedern von Smokie. Vormittags war, wie ich auf Mastodon kundtat, Discozeit. Getränk: Birnensaft. Menschen, die mit technischem Verstand gesegnet sind wie Felix, bewundere ich und gucke die Artikel wie ein Wunder an. Ich kriege nicht mal eine neue Schriftart implementiert. ^


30-06-2026

Illusorisch, die letzten Tage im Sinne eines Tagebuches rekonstruieren zu wollen. Ich folge meinen Gedanken und Erinnerungen. Vier Spätdienste bei dieser Bruthitze und enormer Arbeitsfülle brauchten Kräfte auf, die sich selbst heute, am zweiten freien Tag, nicht regeneriert haben. Viel Patientendurchlauf mit Zu- und Abgängen. Zugänge sind unplanbare Mehrarbeit. Je nach Verfassung des Kranken (z.B. Aufsteher versus Bettlägerigkeit) maximiert sich der Aufwand. Minimum 20 Minuten bis nach oben offen, sagen wir 45 Minuten, die es von den Routineaufgaben abzuknapsen gilt. Da wir keine Hermine Granger sind und keinen Zeitumkehrer haben, müssen jene entweder schneller = schludriger absolviert werden oder lückenhaft. Und alles so hinbiegen, damit am Schichtende alles so aussieht, als wäre alles mit Finesse und Gründlichkeit erfolgt. Wir kochen nur mit Wasser. Trotzdem muckt ab und zu das Gewissen auf und mit ihm Schuldgefühle, sich der Situation so duldsam ausgeliefert zu haben und an ethisch bedenkliche Grenzen gestoßen zu sein oder dem Ideal einer fürsorglichen Pflege nicht entsprochen zu haben. Ganz abgesehen von den Temperaturen, bei denen das Hirn in der Kalotte vor sich hin köchelte, sich Schussligkeiten häuften, der Geduldsfaden wie eine gespannte Bogensehne vibrierte und die Zunge am Gaumen klebte. So schnell kann ich nicht nachtrinken, es ist ein dem Flüssigkeitsdefizit stetiges Hinterherhinken- bzw. -trinken. Eines Abends sagte eine Patientin: "Aber Sie haben es doch ganz gut durch den Dienst geschafft, oder?" Hier sich bitte ein gequältes Nicken denken. Was als Zumutung hinzukam, war der ersatzlose Totalausfall der Leipziger Straßenbahnen seit Samstagnachmittag. Grund: Fugenmasse wurde flüssig und verließ ihre Position und verklebte auch die Bahnen. Wie nun nachhause kommen? Plan B(us) bedeudete, viel Zeit, Umsteigen und neue, vor allem weite Wege zu gehen. Die schweißdurchtränkten Klamotten aufhängen, die müden Glieder zur Ruhe betten und eben horizontal weiterschwitzen. Nun, es ist geschafft. Den Vormittag verschlief ich größtenteils und kam nur rudimentär zum arte-Journal, dem MDR-Sachsenspiegel. Mehr nicht, weder Tagebuchbloggen noch sonstwelche Onlineaktivitäten, was auch die Lücke hier erklärt. Gestern war zwar frei, aber ich verschlief doch in zwei Etappen jedwede Möglichkeit, zu den Routinen zurückzukehren, zumal ich von 13.45 bis 18.30 Uhr aushäusig war, um jemanden zu verabschieden, die es nach Bayern zieht, in ihre Heimat, wo sie demnächst keine Brötchen mehr verkauft wie in den Monaten seit unserer gemeinsamen Therapie in der Tagesklinik, sondern mit anderen, ihrem Bildungsstand angemesseneren und sicherlich besser bezahlten Aufgaben verdienen wird. Am Abend dann im Sessel verbracht, Stamm-Podcasts nachgehört, nur die Hälfte oder weniger mitbekommen, gegen 21.30 Uhr einen 500-g-Becher Orangenquark eingeatmet und im Bett dann länger weitergehört, bis irgendwann das ohnehin zermatschte Hirn die Segel strich. Segel, klingt so nach Luft. *hysterischlachend ab* ^


26-06-2026

Falls sich einer über die abfallende Amplitude meiner Online-Aktivitäten wundern sollte: Spätdienst 2v4. Gestern ging es auf Station rund. No time for anything. Vorm Dienst schlief ich geschlagene 3 Stunden. Mit Umweg zu Aldi am HBF (Brötchen, SchwippSchwapp, Bonbons) alles soweit Routine. Keine Verspätungen, keine Un- oder Ausfälle. Es war wie antizipiert, daß ich a priori schlief, so daß ich den Dienst mit Zu- und Abgängen, fast voller Station, auch dank kaltem Sprudelwasser aus unserem Wasserspender überstand und die 22.15-Uhr-TRAM gerade so erwischte, weil es irre viel klingelte, was immer ein Pingpong zwischen Dienst- und Patientenzimmer bewirkt und den, wie die Kaltmamsell es nennt, Querschüssen. Von konzentriertem Arbeiten kann keine Rede sein, wenn man in einer Aktion am PC (Visite, Zugang ausarbeiten, Dokumentation, Abklicken der Medikamentengabe und Pflegeleistungen) ständig unterbrochen wird. Das kostet Energie und bedarf einer Resilienz, die an manchen Tagen aufgebraucht ist. So gestern, als ich zu allem Überfluß noch eine Chemo hatte. Gemeint ist eine Patientin, die zu einem Zyklus stationär kommt und ich das Programm abarbeite. Wäre die Technik zuverlässig, hätte es überhaupt kein Problem gegeben. Aber diese Infusiomaten bei dieser Hitze! Vielleicht 25x innert weniger Stunden mußte ich antanzen und "Luftalarm" beheben. Kleineste Luftbläschen im Insfusionssystem lösen Alarm aus. Und gestern war der Wurm drin, die Luftnummer eskalierte so stark, daß meine Nerven irgendwann versagten und ich in Wehklagen ausbrach und cholerischen Anwandlungen erlag wie lange nicht mehr. Bringt zwar alles nix, aber wenn der Wasserkessen kocht, pfeift er auch. Den Dienst zuende gebracht, Übergabe zog sich, so daß ich, der ich nicht an den Nachtdienst übergab, die Klingelei abdecken mußte. Und ihr glaubt nicht, wieviele Bedürfnisse Patienten um 21.45 Uhr plötzlich haben können. Kühlakkus aus dem Eisfach für entzündeten Stelle früherer PVK, Auf Nachtstuhl zerren transferieren und 5 Minuten später nach der Reinigung wieder ins Bett. Das zieht sich. Oder der Klassiker "Kriege ich eine Schlaftablette?". Zum Thema Bedarfsmedizin schreibe ich bald genauso wie zu Abgängen, Tod, Chemotherapie u.v.m. - 22.55 Uhr zuhause und 23 im Bett für danach Das war der Tag. Und was war das für ein Tag! ^


25-06-2026

Erst das Vergnügen, dann die Arbeit. Nach drei freien Tagen heißt es: wieder ranklotzen. Vier Spätdienste. Bei diesen Temperaturen. Normalerweise arbeite ich als Teilzeitler 24 Wochenstunden. Drei Tage Arbeit, vier Tage frei. Im Schnitt. Nur eben ist der Dienstplan einer Pflegekraft ungleichmäßig. Fünf Schichten am Stück würde ich nicht mehr schaffen. Bei vier liegt die Grenzmarke, die bis Sonntag gesetzt ist. Verfüge ich über zu viele Zeit, erlebe ich Konfusion. Zeitgestaltung - ganz schweres Thema. Von verheddern schrieb ich. Nicht umsonst heißen diese Aufzeichnungen "Mäandern". Ich bin mir durchaus bekannt. Gestern war ich weder durch Arbeit noch durch einen Termin limitiert und gebremst, Ergo sitze ich per default am Computer. Freilich ließ sich vieles, was sich an Fotos, Cartoons, Streams, Links und anderen Ressourcen angehäuft hatte, wegarbeiten. Aber LEER ist die Liste NIE. Darum das Sisyphosgefühl. Kaum einen Punkt abgehakt, Kuckuck, grüßen zwei neue aus gar nicht allzu weiter Ferne. Ihr Eumel! Statistik: Bis auf das 90- Minuten-Schläfchen am Vormittag saß ich von 5.30 bis 22 Uhr vorm Bidlschirm mit Pausen, um Podcasts zu hören. Gegessen spätabends, Cremejoghurt mit 3 überreifen Bananen. Finaler Bettsprung um 22.30 Uhr. Der Tag, danach DWDT als natürliches Sedativum, welches mich unweigerlich in Morpheus' Arme treibt. Licht aus! - Morgenroutine: 4.45 Uhr Radio an, Exsurge, Markus! PC war im Ruhemodus. Kaffee. Updates. Diese Zeilen. ^


24-06-2026

Ziemlich flacher Schlaf, der mich mehrmals an die Bewußtseinsschwelle katapultierte. Blick aufs Handy: 1.17, 2:25, 3:45, 4:40. Bei 5:17 Uhr bin ich aufgestanden. Ab 5 ist das sozial angemessen. Morgenroutine = Kaffee, im Radio Deutschlandfunk (Informationen am Morgen), Audiosuche und die arte-Mediathek liefern für die Updates. Der heutige freie Tag ist gänzlich ohne Ausgehpflichten. Nicht einmal ein Lebensmittelkauf ist vonnöten. Ich bin gespannt, ab welchem Punkt ich mich verzettele und im Wust der Optionen verheddere. Bevorzugt esse ich abends. Gestern brunchten wir während der Aktivgruppe (Baguette, Kaffee, Aufstriche, Wurst, Köse, Weintrauben, Saft). Meine Marmelade blieb Jungfrau. Geplant war eine Brotzeit um 21.30/22.00 Uhr herum. Beim Podcasthören wurde ich schlagartig müde, legte mich ins Bett und hatte keine Lust mehr, für das Essen aufzustehen. Dank neuem Ozempic im Körper spüre ich gerade in den ersten Tagen keinerlei Hunger. [#] Nach drei Wochen Tagebuchbloggen ist einiges schon Routine, anderes muß sich noch klären. Oft läuft es folgendermaßen. Ich schreibe los und merke: dies kannst du woanders unterbringen. So raffte ich kürzere Notate mit Verlinkungen und Verweisen aller Art zu einem Posting zusammen, damit es nicht zu kleinteilig und unübersichtlich wird, und nenne die neue Kategorie Sammelsurium mit bis jetzt diesen Teilen: (3) + (2) + (1). Für Zitate, Sprüche, Kalauer gibt es die Splitter. Das führte zu Dopplungen, so daß ich meine, die Inhalte hier zu löschen, sobald sie an anderer Stelle platziert worden sind. Oder? [#] Zwischen 8.30 und 10 Uhr gepennt. Seitdem weiter am ESB. Abbarbeiten der Materialien. Musik: Nach Heinz Rudolf Kunzes "Deutschland" (2016) zurück zu Whitesnake. Getränkewechsel - von Tonic Water zu Eiskaffee. Unsere Selbsthilfegruppe "Glücksklee" steht nun im Verzeichnis der Stadt Leipzig. [#] Varia. Lange nicht gehört: Tausendsassa, Hornochse. - Es gibt mit Menno_Baumann einen Professor für Intensivpädagogik. - 3000 Torten flogen in dem Film "The Battle of the Century" - bis heute im Guinnessbuch, sagt das Feature über Laurel & Hardy. [#] Fensterblick am 18. Juni. Ausschließlich Straßenblick bei aufgehender Sonne, damit ihr wißt, wo hier Osten ist. Das ist daheeme in Leipzig-Sellerhausen. Musik: Héroes Del Silencio: Live In Germany. Getränk: Bananensaft. Sortiere, wie unschwer zu erkennen ist, Fotos ein, die in den Updates unter "=>Ansehnlich" gereiht werden. Vier Artikel erweiterte ich: Fockeberg (+Bilder auf Pixelfed), Looksmaxxing (+Doku +Interview), Schenkelklopfer (+sehr viele Ms), Reerdigung (+Interview). - Hier begonnen, aber woanders beendet: Braindumping. Bei Ich sag' ja nix geht es um eine, sagen wir, Unstimmigkeit. In den letzten Stunden sah ich Fotos der letzten beiden Wochen durch. LeipzigPeople wuchs um den großen Muck, People in Color (5) (am Johannisplatz) und ich sah den Leipziger Urtypen vorgestern am HBF wieder. Seit Jahren begegne ich ihm meist an oder in einer TRAM. 20*F+C+K+A+F+D+26 ist eine deutliche Äußerung, der ich mich anschließe. Den Unverpacktladen sah ich, als ich zum Meeting der SHG ging. Ich wohnte in dieser Straße von 1995 bis 1998. Am geilsten aber ist Röntschen auf Schdazion. DAS kann ich mir nur als Scherz vorstellen. ChatGPT hat mir das Foto so hergerichtet, daß die Patientenakte darunter uneinsehbar ist. Have A Bat Day! Musik in Dauerschleife Héroes Del Silencios "Live In Germany". Ein unsagbar temperamentvolles Rockgewitter. Kann es sein, daß die Links zu X, wenn man keinen Account hat und nicht eingeloggt ist, gänzlich ins Nirvana führen? ^


23-06-2026

Meeting der SHG, rein praktisch-logistisch: 16.30 Haus verlassen, TRAM 7 und 3 nach Plagwitz/Großzschocher, 17.30 bis 19.00 Uhr Meeting unserer SHG Glücksklee, 19.15 Uhr Rückweg, 20 Uhr zuhause. Ich formulierte früher das 4-Stunden-Konstrukt. Viele Termine haben zur Folge, daß ich schätzungsweise 4 Stunden weg bin von zuhause, was auch heißt: weg vom PC, offline, nicht tagebuchfähig. Auch heute wieder. Dienstag ist 11 Uhr Aktivgruppe im Helios-Parkklinikum. On the road 10 bis 13.15 Uhr, mit wahrscheinlichem Einkauf = 14 Uhr. VIER Stunden. Für die eigene Forensik: Was passierte gestern Abend NACH 20 Uhr? Ich habe aus dem MM der letzten Tage 5 Postings extrahiert (=>Postbar). Etwas im W3 geschnorchelt. Bei einer Folge heute-show Abendbrot gegessen. Irgendwie der falsche Begriff, denn es war die einzige nennenswerte Mahlzeit. Dadurch daß ich bis 13.30 Uhr geschlafen hatte und IMMER erst mindestens 4-6 Stunden nach dem Aufstehen esse, diese Zeit jedoch in die Aushäusigkeit fiel, verlängerte sich das Intervall (letzte "richtige" Mahlzeit im ND zu gestern um 2.30 Uhr, dann um 21.30 Uhr = Intervall von 19 Stunden). Nunja, genascht habe ich tagsüber einige Kekse + Bonbons. Das war's, Feierabend, Licht aus, Radio an um 23 Uhr für DWDT. [#] Der Wecker Mein internes Ich-habe-heute-frei-und-will-den-Tag-nicht-verschwenden-System ließ mich 6.15 Uhr aufwachen, seitdem Morgenroutine (Kaffee, =>Hörbar und dieses, wie der Postwestfale es nannte: "tagebüchliche Gelaber"). Der Bonner Blogger verblüfft mich übrigens oft mit seinen Wortfindungen. Hoffentlich bleibt ihm diese Gabe nach seinem Frankreichurlaub erhalten! Weiter bin ich heute noch nicht. Die To-do-Liste ist zum Bersten voll, Zeit und besonders Muse habe ich KAUM. Nächster Programmpunkt ist Blog'n Roll. Warum fiel mir "Blog'n Roll" jetzt erst ein für Blogroll? [#] Bei Frau Novemberregen kommentiert: "Es ist so wunderbar kathartisch, Ihnen beim Schwitzen zuzulesen." Arbeiten für die Miszellen. Durch ein Posting bei Felix Schwenzel 'ne knappe Stunde für KI und Kognitiver Geiz herumgegurkt. Eiskalte Grapefruitlimonade. Korrekturlesen, Links reparieren. [#] Ab wievielen Tagen unter 30°C darf man "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" singen? Im Japan der 70er Jahre erlebte Sonja B., wie sich ein alter Herr im Zug bis auf die Unterwäsche auszog und das geduldet und gängig gewesen sei. Den nächsten Japanologen, den ich treffe, werde ich löchern. - Herr Buddenbohm ist beim Anblick seines Ventilators beinahe einem Herzinfarkt erlegen. [#] Als ich Punkt 14 Uhr wieder zuhause war, bekam ich lediglich 30 Minuten Bildschirmzeit hin, dann schlug die Müdigkeit zu für eine physische Funkstille bis 16 Uhr, seitdem weiter Blog'n Roll. Eben fertich geworden. Von der To-do-Liste nix streichen können. Der Abend ist noch lang. Musik: BAP mit "Das Märchen vom gezogenen Stecker", dazu eiskalten MezzoMix. [#] Letztens träumte mir, daß sich meine Angst, an ME/CFS erkrankt zu sein, als zutreffend herausstellt. Die Ärztin sagte aber bedauernd: 'Schade, Herr Kolbeck, jetzt ist es aber zu spät, etwas dagegen zu tun." [#] Ich erkenne Gutes, wenn ich es verpasse. [#] Abends einige Materialen ins ESB eingearbeitet, dann Podcasts: Geschichte der Insolvenz, Der Tag sowie eine Folge Kalk & Welk. Wie meistens bei DWDT weggedriftet. Halbzufrieden mit dem Tag. Gegammelt habe ich nicht. Trotzdem erschlägt mich die Fülle dessen, was ich noch bearbeiten will. Selbst gewähltes Sisyphosdasein, falls so etwas denkbar ist. ^


22-06-2026

Fast zwei Tage das Licht im Internet ausgeknipst. 3 Nachtdienste geschafft. Der zweite und dritte war nicht so nervig, aber meine Erschöpfung gebot mir, vorwiegend zu schlafen, so daß ich am PC nur die Audiosuche machte, dann die Pflichtsendungen (arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel, Brisant und Kulturzeitsendungen). Sehr wenige Podcasts. Vorgestern verschlief ich den kompletten Nachmittag, gestern von 17 bis 19.30 Uhr die kostbaren Stunden ebenfalls. Der Dienst gestern begann 21.45 Uhr mit einem Verstorbenen. Dazu erzähle ich später, wie das ist und was wir da machen. Die Bude weiterhin voll, 28 von 30 Betten belegt. Die üblichen Nickligkeiten wie herumirrende demente Patienten und die Dauerklingler. Die Kollegin ist 35 Jahre junger als ich, was ich in der Schnelligkeit ihrer Aktionen spüre. Beim Tablettenstellen brauche ich 30 Minuten länger. Einen Narzissten ficht sowas an. Aktiv dagegen ansteuern, Skills aus der Therapie hervorkramen wie RA. Daß ich nicht so schnell arbeiten kann, wirkt sich nicht aus. Nachts ist auch für den/die Lahmarschigste(n) ausreichend Spielraum. In einem Cartoon sah ich die Replik "Ich bin nicht faul, ich bin halt fleißig in Zeitlupe". ## Beruhigt hatte mich die Waage. Nach mehreren Lockerungen meines Ernährungskorsetts fürchtete ich einen irreversiblen Kontrollverlust. Zumindest die letzten drei Tage gelang eine Rückkehr zu alten Kontrolle. Wenn ich bedenke: im Januar 2025 noch 110.-kg, im Dezember 2025 die 80-Kilo-Marke unterschritten. So (Wer so sagt, hat noch nichts geleistet). Alles regulär, um 7.20 Uhr zuhause gewesen, ins Bett gefallen und bei den Nachrichten sofort eingepennt. 13.30 Uhr erwacht, Abgewaschen (als Sachse müßte ich eigentlich aufwaschen sagen), aufgeräumt, Wäsche abgenommen, die exakt 8 Tage nebenan auf dem Wäscheboden hang und nun, ich lege mich fest, trocken sein sollte. Hatte ich erwähnt, daß ich nicht der Schnellste bin? ## Ohne Unterlaß Blogs gelesen und nicht annähernd up to date. Herr Buddenbohm, wenn auch angekündigt, schwächelt. Ohne seine morgendlichen Postings ist der Tag dann doch ungültig, oder? Ich muß los zur Selbsthilfegruppe, deren Gründungsmitglied ich bin. Wir beäugen heute unseren Raum, den wir für die 2-wöchentlichen Meetings buchen. ^


20-06-2026

Terminblindheit nenne ich mein Problem, mir Termine merken und verwalten zu können. Jüngstes Beispiel. Am Montag hätte ich beim Psychotherapeuten um 9.10 Uhr ein Einzel gehabt. Heute und Morgen Spätdienst, kein Problem. Weil ich zwischen Tür und Angel von meiner Chefin gebeten worden war, am Wochenende stattdessen Nachtdienst zu machen, guckte ich aufs Handy und sah an den gemeinten Tagen keinerlei Einträge und sagte folglich zu. Dadurch daß ich am Montagmorgen aus der Nachtschicht herausgehe, muß ich das Einzel absagen, Denn Termine NACH einer Nachtschicht morgens, z.B. beim Arzt, geht in der Jugend, als 60-Jähriger habe ich dazu keinen ausreichenden physischen Anlauf. Nicht zuletzt, um mir solcher Dinge gewahr zu werden und darauf zurückgreifen zu können, begann ich "Markus Mäandern". [#] Zum Spätdienst brachte ich Mohnbrötchen mit, die ich als Geizhalz nie und nimmer liegen lassen konnte, als ich spontan nicht zu Aldi , sondern zu Netto in Eutritzsch ging. 9 Mohnbrötchen für 1.- Euro. Niemand wollte eines auf Station. Selbst aß ich zwei zum Abendbrot, werde nachher zwei essen und sehe dem Alterungsprozeß der restlichen fünf zu. Traurig. [#] Hinrotzen ist die Devise in diesem mäandernden Notizen. Geistig Haken schlagend hopple ich durch den Tag. Da es im Gehirn keine Absätze gibt, sondern alles durcheinander gewürfelt geht, reproduziere ich dieses Chaos und verzichte auf Absätze. [#] "Gut genug" selbst noch nicht gehört, lediglich über dieses Meme, das seinen Weg bis in die USA nimmt. [#] In der TRAM hin zur Arbeit mit einem Zwunsch geschäkert, der sich auf dem Oberkörper der Mama bequem gemacht hatte und mir quasi fast im Gesicht hang. Faxen, Grimassen - wir hatten viel Spaß. [#] Originelles Bücherregal in den Konturen der USA. [#] So. Nach dem für mich inzwischen ungewohnt späten Aufstehen 8.40 Uhr orientiert: 'Wer, wo, wann bin ich?' Zu keinem konzisen Ergebnis gekommen. Audios für =>Hörbar zusammengesucht. Spätdienst war dermaßen vollgepackt, daß er verflog, ohne daß ich einmal an anderes denken konnte als "Was mußt du noch alles erledigen?" Nicht übertrieben, ein Hin und Her sondersgleichen. Gott sei Dank sind so pralle Schichten nicht in der Mehrzahl. Befriedigend, wenn ich zur TRAM um 22.15 Uhr trotte und das Gefühl habe, geschafft, alle satt und sauber, zu mehr reicht es bei der Personaldecke nicht. Kein Streit, keine Katastrophe, kein Toter, kein Sturz, keine Krise bei den Vitalwerten (Blutdruck/RR über 200 oder unter 50 mmHG, Fieber über 38,5, Puls über 130) oder bei den Ausscheidungen (Kotzen, Brechen, Speien [Geht's um Speien oder Brechen, einfach mit dem Fachmann sprechen], Durchfall, Verstopfung, Teerstuhl, Blutauflagerungen). Keine polternden Angehörige, kein Kollaps. NUR eine Schicht mit 15 belegten Betten auf meiner "grünen" Seite, mehrere neue Patienten, bei denen Visite ausgearbeitet werden mußte, was initial heftig sein kann: Tabletten stellen, 10 Minuten später Tablettenänderungen => Blister holen und tauschen oder wegnehmen oder dazulegen, Infusionen vorbereiten und anhängen, Stuhl/Urin/Sputumproben anlegen, austeilen und vor allem dem potenziellen Probenspender erklären. Ärzten hinterherrennen, wenn der Neue noch keinen PVK (Flexüle) hat oder er nicht mehr funktioniert oder, SEHR häufig, von Patienten herausgerissen wurde. Verhandeln mit dem Röntgen. Klassiker: "Heute noch zum Rö-Thorax schicken!", Dazwischen klingelt das Telefon, weil Das Belegungsmanagment oder die Dienstärzte wissen wollen, wieviel freie Betten wir haben, das Labor gibt auffällige Werte durch. Derweil passiert an einer anderen Front einiges. Im Minutentakt klopfts an der Tür, möchte ein aufgeregter oder besorgter Angehöriger ein Arztgespräch, eine Auskunft, eine Vase, Chipkarten holen. Kurz- und "normale" Infusionen könnten durch sein. Mal klingeln die Patienten, mal muß man selber gucken. Ruckizucki ist es 17 Uhr und die Meßrunde fängt an, ohne daß man einmal zum Klo gefunden oder bei 31°C genug getrunken hätte. Später mehr. ## Wie lange dauert es, bis man etwas wirklich kann. Einer kursierenden Meinung zufolge etwa 10.000 Stunden. Andere antworten auf die Frage "Wann kann ich Karate & Kungfu richtig?" - "Wie lange wirst du leben?" [#] Humor als eine Form des Wutmanagments (Kulturzeit, 20.5.26) [#] Ich verzichte ab sofort auf Zeitangaben und reihe den Gedankenstrom aneinander, getrennt durch ein "#" und, wenn ein größerer Zeitraum dazwischen lag, durch "##". Die Erschöpfung zeitigte heute ein phänomenales Tief. Nochmals geschlafen bis 16.30 Uhr. Seitdem 2 Kulturzeitsendungen vom Mai geguckt. ^


19-06-2026

Vogelfreunde werden sich freuen: Bird and Moon. [#]  Bezüglich des Problems beim Webseitenkneten: Ich lasse das jetzt so. Mir schwebte vor, einem Posting noch einen Titel zu verpassen, damit andere, die darauf verlinken wollen, etwas Faßbareres als ein Datum hätten. Beim Versuch, mit CSS die Farben so hinzukriegen, daß der Titel les+klickbar wird, aufgegeben. Die Miszellen seit gestern mit leicht verändertem Layout. Durch diese ennervierende Fummelei weder Podcasts außerhalb der Routine gehört noch substanziell Inhalte generiert. Stör- und Versagensgefühl. Schwer einzuschätzen, ob es objektiv ist. Druckbetankt mit Kakao ausnahmsweise um 1 Uhr schlafen gegangen. 7 Uhr erwacht und sofort Sorgen. Arbeitstag 1v3 = Spätdienst. Keine Zeit für irgend etwas. Audiosuche erledigt, die heute sehr ergiebig war, so daß ich mich auf den nächsten freien Tag (Montag) freue, einzusteigen. [#]  Ausgiebig geschlafen bis 11 Uhr, MDR-Sachsenspiegel und ein paar Zeilen. Gleich die Tour auf Arbeit mit Schlenker zu Aldi am HBF, da ich dort sowieso umsteigen muß. Es wird eng bis Dienstag, was ausufernde Freizeitgestaltung betrifft. Entgegen der Vorstellung, am Montag zu Potte zu kommen bzw. zu Ohre, fiel mir ein, daß am Montag Ausschlaftag ist UND Selbsthilfegruppenmeeting. Es war schön, euch kaum gekannt zu haben. Rinjehaun, wie Toni Mahoni einst sagte. ^


18-06-2026

Aus Scheiße wird Gold. Ich fange zu schreiben an und merke, das wird doch, pardautz, ein Tagebucheintrag. Ausgelöst durch Lektüre bei Frau Anje. Gestern noch abhaken. Nachmittags abwechselnd fürs ESB gesammelt, geschrieben, unmäßig viel Zeit beim Versuch verplempert, einen bestimmten Layouteffekt zu erzeugen. Vergebens. Frust geschoben. Stamm-Periodika verfolgt, Musik gehört. Beim Hören sitze ich im Sessel und dämmere erwartbar weg und fange oftmals von vorne an, wenn mir das Thema wichtig ist, z.B. bei Features, Essay und Diskurs, Sein und Streit, Radio Wissen. In Bed with Madonna with DWDT. Als ich mich als Monomane bezeichnete, meinte ich es ernst. Hauptsächlich Dinge sammeln, angucken, in Beziehung setzen, festhalten, e voila, le Einsammelbuch. Eben ein Telefonklingeln ausgesessen. Bei 023341...? Bestimmt wieder 1&1, ich gucke nicht nach. Ich lese weiter Blogs, was - ich ahne es - zu neuem Määndern führen könnte. [#]  In Zusammenhang mit einem Parkettleger von "abgehoben" zu sprechen. Gemeint ist deren Gebaren, nicht die Handarbeit. - Huhncontent bei der Landlebenbloggerin. Ich liebe es! - Ich trete auf der Stelle, habe mit Holger einen alten Frekannten entdeckt und mußte das kurz eine Stunde durchhecheln. - Die Beifängerin kommt mir ihren Werkseinstellungen zurecht, wähnt sich aber im falschen Jahrtausend. Ihr Gehirn verunfallt zwar öfter, hat sie dennoch dorthin geführt, wo sie nun ist. Der Move mit den Werkseinstellungen behagt mir sehr. [#]  Durch eine Bemerkung auf Mastodon kam mir in den Sinn, daß endlich meine Zeit gekommen scheint. Meine Knarzigkeit unterscheidet mich erkannbar von einer KI. Ich bin authentisch, so wie ich bin, wenn ich eben im Alltag knurre und seufze. Weil jetzt - im Zeitalter der KI, d.h. MIT KI - Medizinstudenten herangebildet werden, die später allen Ernstes Ärzte werden, empfiehlt das Netz, nun doch möglichst gesund zu leben, um die Überlebenschancen zu stabilisieren. BTW, kleines Mittagsschläfchen, die Nacht war kurz, als ich 4.40 Uhr aufstand. [##]  Hälste nicht aus. Bericht über zwei Wanderevents in Sachsen. Den deutschen Teil organisiert Frau BERGau. Eurorando als größtest Wanderfest Europas sagte mir nichts. Blumig schloß die Berichterstatterin "... bis sich Ende Oktober Wanderer aus ganz Europa ein Stelldichein geben." Alter, die sollen WANDERN und sich nicht hinstellen. [##]  Weiter am ESB gewerkelt und eines Problems nicht Herr geworden, welches ich seit gestern ventiliere. Fummelei erzeugt Grummelei. Donnerstag = heute = 18 bis 20 Uhr Gruppentherapie. Zurück mit der festen Absicht, jetzt keine CSS/HTML-Sachen mehr anzugucken. Musik: Whitesnake (4fach-Sampler). - Radio Wissen, eine meiner absoluten Topfavoriten. Und unter denen machte mir die Folge über Fluchen und Schimpfen richtig Spaß. ^


17-06-2026

Mit der Aktivgruppe durchs Gelände um das Parkklinikum. Die Vögel machten phänomenalen Radau, die Bäume in Saft und Kraft, über Wege voller gemähten Grases dahin, dessen Duft genossen. Viel gelacht und gealbert. Natur, Humor und Gemeinschaft, das ergibt Perfektion! Weil ich zum Spätdienst mußte, sehr zeitig zum Bus 76, was sich als klug erwies, denn bis zu meiner Klinik St. Georg in Eutritzsch ist es von der Propstheidaer Pampa einmal quer durch Leipzig weit. Ohne getrödelt zu haben, war um 13.25 Uhr GERADE SO pünktlich auf Station, ohne wie sonst vorher noch einen Blick ins Handy geworfen zu haben. Die Schicht war etwas schwierig. Nicht der eigentlichen Arbeit wege, sondern weil es Zoff mit meiner Co-Pflegerin gab. Kommunikationsinkompatibilitäten, die nicht zu beschwichtigen waren und anhaltend für Reibereien führte, der den Fluß erheblich störte. Unterhaltung bot eine hochbetagte, demente Außenliegerin der Unfallchirurgie, die nach Sturz und Fraktur operiert werden soll und die initial nach Aufnahme sehr agil war und eines doch häufigeren Blickes gewürdigt werden mußte. Freiheitsbestrebungen von dementen Kranken, die in ihrer Frailthy einen neuen Sturz riskieren, sind ein Damoklesschwert, welches bei der Arbeit auf einer Geriatrie immer über den Köpfen schwebt. Heimweg regulär: TRAM 16 um 22.15 Uhr bis HBF, dort der spätabendliche Wahnsinn mit Flaschensammlern und zerlumpten Gestalten. TRAM 7, und pünktlich 22.56 Uhr zuhause eingeschwebt, um DLF zu hören. Heute Morgen Dämmerschlaf und alle 30 Minuten auf den Wecker geguckt, um 6,30 Uhr dann aufgegeben und aufgestanden, => Hörbar + => Streambar. Aldi- Einkauf hier umme Ecke. Beladen nachhause, arte-Journal, MDR-Sachsenpiegel. Jetzt Tagebuchbloggend. Bei noch und wieder Iron Maiden. [#]  Mittagsschläfchen mußte sein. Rundherum für das ESB gearbeitet. In den Updates Cartoons, Fotos und ein Posting über RA. Beim Spaziergang mit Lebe! ein (be)merkenswerter Imparativ an einer Brücke. Unser Chefarzt ist 50 geworden. Wenn Ärzte ME/CFS bekommen, stoßen sie wie alle auf Ignoranz. Den Artikel erweitert bzw. abgespalten. Ziemlich herumgesucht, um ein Rundum-Posting über Pflegeroboter anzulegen. [#]  Es groovt sich langsam ein. Ich beginne hier etwas hinzukritzeln und sehe dann, ob sich daraus ein Posting machen läßt. Oder, wenn kleinere Dinge zusammenkommen, was ich hörte, las oder sah, ein Sammelsurium. ^


16-06-2026

Arbeitstage sind immer eng, manchmal enger. Darob stichwortartig. Spätdienst bedeutet bei mir, um 11.30 Uhr loszufahren Richtung HBF. Dort bei Aldi Brötchen und Cola kaufen. Richtung Messegelände mit Tram 16 oder 14, duschen und die Restzeit bis 13.30 Uhr am Handy. Während des Dienstes wenig Zeit für etwas anderes als die Arbeit. Am Abend ereilten uns zwei Zugänge, die mit entsprechenden Aufnahmeprozeduren einhergehen, die unbedingt etwas mit Dokumentation zu tun haben. Zugänge, das sind entweder geplante (= elektive), welche stets vormittags erscheinen. Im Spät- und Nachtdienst kommen andere Zugänge, nämlich entweder welche aus einer Intensiveinheit des Klinikums, die bei sich Platz schaffen muß, weil noch kränkere Patienten nachrücken. Oder - der Hauptteil - aus der Zentralen Notaufnahme (ZNA). Diese Zugänge lagen, bevor sie vom Servicedienst angekarrt werden, zwischen 4 und 8 Stunden in der Notaufnahme und haben entsprechend bestimmte Bedürfnisse, unter denen HUNGER ein gerne genommenes ist. Toilette auch gerne bzw., bei Pflegefällen, schon geschehen. Umbetten von der Trage in ein frisch, nach Lavendel duftendes Bett, auspacken der Klamotten, falls vorhanden. Pflegepatienten haben sehr häufig überhaupt nix dabei. Ausfragen für das SAP-Pflegemodul, Getränke und Essen anbieten. Und wenn sich der Dienstarzt den Zugang angesehen hat, seine Anordnungen ausarbeiten, Medikament stellen, Infusionen anhängen, Blasenkatheter legen, Proben gewinnen (Urin, Stuhl, Sputum, Rachenabstrich), nicht immer alles, aber bei fast jedem etwas. Neue Patienten kommen auch aus dem OP, d.h. wir müssen ihn im Haupthaus im Aufwachraum (AWR oder PACU) abholen. Patienten werden manchmal aus anderen Krankenhäusern zu uns verlegt. Eilenburg, Deltzsch, Diakonissenkrankenhaus. Die Prozedur beginnt mit den Anruf des Arztes der Notaufnahme oder unseres Hausdienstarztes, ob wir noch 1 Bett für einen Mann oder Frau hätten. Obligatorisch: Augenrollen unsererseits. Warten. Ständiges Schielen auf die SAP-Liste, ob der Patienten EDV-mäßig schon sichtbar wird, damit wir vorarbeiten können, Daten ziehen, Angehörige, Vorerkrankungen, Vitalwerte. Irgendwann - mit Sicherheit sitzen wir entweder beim Essen oder pulxen an einem Pflegebett - kommt "DER ZUGANG". Und es startet mit dem Umbetten. Es soll auch fittere geben, die selbst von der Liege zum Bett laufen können. Urinflasche eventuell, Infusionsständer, Urinsammelbehälter, Klingel erklären, Pflegepatienten erstmal ausziehen und säubern. Herzlich willkommen inder Hölle bei uns auf Station 10/2. Noch einen Zacken schärfer, wenn der Zugang isoliert werden muß, dazu später. - ALSO. Der gestrige Spätdienst ganz in Ordnung. Um 22.55 Uhr komme ich in die Wohnung, schalte WLAN ein, starte die DLF-App und höre "Das war der Tag", wobei ich allermeist, so lautet das Gesetz, einschlafe. Vorhin erwacht um 6.10 Uhr. Auf ein Neues. [#]  Schlag auf Schlag. Die morgendliche Plage der übergroßen Fatigue erwähne ich dauernd. Ich schlafe vor dem Spätdienst möglichst 2 Stunden oder was eben machbar ist, so auch gerade. Nachdem ich das arte-Journal und den MDR-Sachsenspiegel gesehen hatte, rasch noch bis eben geschlafen, gute 1,5 Stunden. Heute ist Dienstag und Dienstag heißt: 11 Uhr Aktivgruppe im Parkklinikum. Siehe letzten Dienstag = Fockeberg. Da alternierend draußen/drinnen nachher Treffen IN der Helios-Klinik. Fahrzeit bis dahin beträgt, naja, 40 Minuten. Umständlich mit TRAM 7 zum Johannisplatz und TRAM 15 bis HST "Franzosenallee" und von dort 10 Minuten laufen. ODER: Mit Bus 79 bis Probstheida und, wenn ich Glück hätte, Anschluß an Bus 76 Richtung Herzzentrum. Wie auch immer, der Weg ist das Ziel. CU! ^


15-06-2026

Ersma Statistik, um dem Label "Tagebuchblog" gerecht zu werden und allgemeine Langeweile anzufachen. Gestern Abend passierte substanziell wenig Erwähnbares. Eine Kulturzeitfolge schaffte ich komplett, hänge hierbei im Mai fest. Im Internet herumgelesen. Immer mal wieder am/im Esb gearbeitet. Ins Bett um 22 Uhr, Podcasts angeschmissen und verläßlich nach 5-10 Sekunden Minuten verabschiedete sich das Wachebwußtsein. Wenn ich morgens erwache, schalte ich DLF ein. Vorhin war es 6.23 Uhr. Kaffee, aufräumen, Arbeitstasche startbereit ordnen, PC war noch an, Erster Programmpunkt, ihr wißt schon. Mit Bloglesen angefangen und schon wieder Rebloggeria nebst Links, die hereinkommen. Heute Arbeitstag - bedeutet: To-do-Liste wird wachsen. Bei mequito lese ich mit Spannung von einem tätowierten Penis. Schrieb beinahe tätoweird. Doch, da bin ich prüder Katholik hellwach und würde gerne wissen, wie das praktisch vor sich geht. Wie hält man die Erektion während des Pieksens? Leute, das ist nicht schlüprig, es sei denn, dem Meister rutscht er aus der Hand. ^


14-06-2026

Wo war ich? Nachmittags noch und nöcher versucht, eine Mailingliste für unsere Selbsthilfegruppe einzurichten. Frustran. Dosis der Blutdrucktabletten verdoppelt. Tasse zerschmissen. Viel zu nervöse, um am PC noch anständig etwas zuwege zu bringen. Es dennoch versucht. Bekloppt, wie ich bin. Um 16 Uhr das Haus verlassen, um 17 Uhr ein schöner Spaziergang durch den Abnaundorfer Park. Eine seit vergangenem Jahr bestehende Gruppe von Singles, die der Gefahr der Vereinsamung und Schrathaftigkeit entgehen möchten, denen Kontakt zu anderen wichtig ist und die sich einmal monatlich dafür Zeit nimmt. Gemeinsam. - Initiiert als ökumenisches Unterfangen gibt es als Treffpunkt einen "Ort des Zuhörens", freitags ab 15.30 Uhr im Propsteikaffee gegenüber dem Neuen Rathaus. Der Rochlitzer Porphyr dürfte unübersehbar sein. Ein Gesprächsagebot, das durch geschulte, ehrenamtliche Menschen umflankt wird. Um 19.30 Uhr war ich nach Umweg zu Kaufland zuhause. Für das Einsammelbuch gepuzzelt. Podcasts gehört. Blogs gelesen. Profund ningelig, weil groggy und so ablenkbar. Das anhaltene Gefühl des Wenigschaffens, der Ineffizienz, was meine Vorhaben mit der Webseite betrifft. Das Bett lockte schon 22 Uhr; mein Bewußtsein entschwand bei einer Studio-9-Sendung. [#]  Die Nacht endete 5 Uhr. Aber ich blieb zunächst in der Hoffnung liegen, nochmals einschlafen zu können. Nix da. Gegen 6 Uhr Besuch in der Küche und mit heißem Kaffee die Schneise zum Computer ohne Blessuren bewältigt. Audiosuche für =>Hörbar. Sonntags spielt der DLF um diese Zeit willkommene Klassik. Schreibarbeiten. Das erste Posting gebastelt. Beim Kaffee die interessante Rauhfasertapete anstarren. Ich schreibe im Präzens. [#]  Die Heizung tut ihr Bestes. Entschuldigung, ich bin ein Zitteraal. In Leipzig sind wir augenblicklich ganz knapp über der Buddenbohmschen Konstante. Nachzuholen habe ich mehrere arte-Journale, Sachsenspiegel und Brisant-Sendungen. Mal sehen, wieviel ich bewältige und war dabei an Material fürs ESB abfällt. Bis jetzt HaNEU. In Vaters Waschmaschine köchelt eine Trommel Buntwäsche. Care-Arbeit, so wichtig. So bescheurt, täglich andere Wäsche anzuziehen, bin ich nicht. Hat vor Erfindung der Waschine auch niemand gemacht. In einer Kulturgeschichte las ich einst, wie sich die Hygienevorstellungen mit der einziehenden Technik "radikalisierten". Ein gutes Mittelmaß scheint mir vernünftiger. Doch auch ich muß irgendwann auf den Wäscheboden neben mir. Und zwar genau jetzt. - Kacke, die Impulse prasseln schon wieder auf mich ein. Ich tippe hier, während mein Bruder whatsappt. Und zwar stellt er mir, weil er für den Vater oft kocht. hin und wieder 'nen Topf hin mit der Bemerkung "Iß es oder schmeiß'es weg." Da muß ich doch reagieren, oder? "Ich würde nie etwas, das der erprobte Familienkoch im Schweiße seiner Füße zubereitetet hat, achtlos wegwerfen!" Loben, kann ich! Moment, ich muß die erste Trommel Wäsche nebenan aufhängen. arte-Journal muß warten; außerdem sind noch einige Clips angefallen, die ich verhackstücken muß. Stau! [#]  Mittags Pellkartoffeln mit Leberwurst und Butter. Sachsenspiegel, Brisant geschaut. Mehrere Einträge bei den Themen. Der Nachmittag plätschert dahin. Eine Folge "Medium" (S05E03). Am verblüfftesten war ich Cacaner, kackende Krippenfiguren, eine Skurrilität in Katalanien, jetzt auch als Papst Leo. Ähnlich bemerkenswert finde ich den Begriff "egozentrische Datensätze", zu dem sich Google sparsam verhält. [#]  Eine ganze Menge aufgearbeitet für das ESB, u.a. Fotos. Screenshots für die Namensammlung sortiert und die Zugänge bei Mastodon eingearbeitet. An die Grenzen meines Intellekts gestoßen. Bei Philosophie bin ich meist raus. Bei der dieswöchigen Sein-und-Streit-Sendung zu Intersektionalität habe ich rein gar nichts verstanden. ^


13-06-2026

Ich starte den heutigen Tag - freilich NACHDEM ein Kaffee gekocht worden ist - mit der Sternzeit. Ob das Leben aus dem All kam? - Los geht's mit der Audiosuche für =>Hörbar. Während ich durchscrolle darf nichts nebenher laufen. Mein Brainfog ist nach dem Aufstehen am Anschlag. Ich denke wie unter einer Käseglocke, verhaspele mich, schweife ab, mache Fehler, vergesse alles sofort wieder. Vielleicht doch nochmal polysomnografisch nachhaken? Kaum geschrieben, kommt mir die Idee, diese Tagebuchbloggerei aufzusprechen und vielleicht so eine Art von Wochenbericht an FreundInnnen zu verschicken. - Bei den meisten Podcasts, die ich aufschreibe, überkommt mich der Drang, sofort zu hören, z.B. "Lieferroboter in LA als autonome E-Roller". Doch weiß ich, wohin das führe, nämlich zu einem losen Delta an Tasks, die mich sonstwohin brächten. Stattdessen konsequent der To-do-Liste bzw. der Tagesroutine folgen: Aufstehen, Kaffee, PC hochfahren, Audiosuche. Geht gleich weiter... Podcasts (1) erweitert um das Dean-Reed-Kalenderblatt. - Pause mit dem Wort zum Tage, sonst würde der Kaffee kalt. [#]  Das Bloglesen führte zum ersten (neuen) Posting. Auch der zweite Blogpost, den ich heute lese, der Knaller. Felix Schwenzel schreibt über Kobolde, digitale Helfer, jetzt die KI-Schwemme, damals analoge und dann digitale Notiz/Adreßbücher, Butler, die sich andienen, Nützliches leisten, aber auch Bedenken erzeugen wie bei ix. Weil ich das Posting, welches ich wegen der drei bei Frau Klugscheißer aufgegriffenen Dinge Hattrick nannte, um ix' Kobolde erweitere, wirds allgemeiner = eine Blogschau. [#]  Alter, ist das aufschlußreich. 1 Stunde lang nur zwei Blogartikel gelesen und daraus nur 1 Posting gebaut. Jetzt weiter Bloglesen. - Wie soll ich nur mit den unentwegt sprudelnden Funden umgehen? Lese in der Mastodon-Timeline bei den schon längst aus den Off wiedergekehrten Mediathekperlen vom Stream Das Parfum, Kann ich partout nicht liegen lassen, also zack, =>Streambar gefüllt. [#]  Brudergespräch in der Küche des Vaters, der noch schläft. Jetzt weiter Blogs lesen, Iron Maiden hörend. Das zieht sich heute wieder. Phänomenal dieser Text der Beifängerin über Familie, Ehe, Sorge. [#]  Total verheddert. Blognachlesen bis 10 Uhr, dann eine Stunde Waagerechte beim samstägichen Presseclub von Apofika (Thema: Fußball-WM). Dabei allerdings weggedämmert. Inhaltlich könnte ich nichts replizieren. Frustran der Versuch, für unsere Selbsthilfegruppe einen Mailverteiler einzurichten. Ich bin zu alt für sowas. Knoten im Hirn. Frustriert und groggy. Aus diesem Tief heraus, die Kurve kriegen, fällt schwer. Kein Tag ohne Demütigung. Jetzt höre ich den Presseclub trotzig nochmal, dabei hier sitzend, Earl-Grey in der Tasse. ^


12-06-2026

Gestern war Donnerstag, nicht wahr? Nach dem Schläfchen am Vormittag werkelte ich am Computer durchweg bis 15 Uhr. Nach gut einer Woche dieser Notate zeichnet sich folgendes ab: Ich beginne etwas aufzuschreiben und merke mittendrin, daß ich aus dem Text(chen) gut und gerne auch ein Posting für die Miszellen schnitzen kann (wie gestern Morgen - "Lianen!"). Da hätten wir eine Doppelmopplung. Verfrachte ich den Inhalt in die Miszellen, lösche ich diesen hier? Bleibts an dieser Stelle dann staubig und öd und leer. Oder mache ich einen auf Kopie? Ich lasse das Konstrukt erstmal so schnurren. Wenn ich während des spontanen Losschreibens merke, daß sich ein Posting formt, dann ist das so. Sind Geburtswehen zu spüren, gibt's kein Zurück mehr. Bleiben hier in MM Relikte oder gar nix. Grummel. [#]  15 Uhr gestern stiefelte ich los. "Termin" am Neuen Rathaus. Spaziergang durch den Clara-Park mit 5 mir völlig fremden Menschen. 4 Leute aus meiner Gruppe während der tagesklinischen Therapie beschlossen, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Wir sind dabei und bekommen Untersützung durch Frau Klass bei der SKIS. Diese hatte zu einem unverbindlichen Spaziergang eingeladen. Ich bin also hin und traf Menschen aus einer SHG für Krebspatienten, eine für psychisch Belastete, die ich vom Sehen aus meiner Therapiezeit kannte (andere Gruppe). Und ein Mann aus einer COPD-SHG. Und ich als Benjamin in Sachen Selbsthilfe. Allein, allein. Quatsch, war gut. Solbald wir im Verzeichnis aufgenommen sind, können wir uns offiziell präsentieren. Nachher gehts auf in die Gustav-Mahler-Straße zum zweiwöchentlichen Treffen. Wir 4 Gründungsmitglieder wissen doch auch nicht. Kaltes Wasser und so. Ich höre zum ersten Mal im Leben Herbst in Peking. Zuletzt Iron Maiden, eine Bachkantante, Gregorianischer Choral und Klassik aus dem Radio. Gestern früh Zenit. [#]  Nach dem Spaziergang in Windeseile nach Reudnitz zur Gruppentherapie. Neue Konstellation: zwei haben aufgerhört, zwei Novizinnen, von denen eine auch das Wort ergriff und das Thema setzte, dem wir bis 20 Uhr treu blieben. Wenn ich pünktlich den Praxisraum verlasse, erwischen ich eine E-Tram, die ins Depot (Paunsdorf) einrückt, wodurch Umsteigen entfällt und ich durchrausche. Zuhause dann Bloginhalte verlinkt. Hauptsächlich dadurch, daß jedes Posting im ESB verlinkt wird, entfiel die Notwendigkeit thematischer Aufdröselung. Nunmehr kriegt das Posting einen Permalink und wird in einer der allgemeinen oder persönlichen Kategorien platziert. Nachteilig, daß ich nicht rückwirkend arbeiten kann, denn die 83 Teile der Miszellen im Zeitraum seit 2011 sind unschaffbar. Schweren Herzens habe ich die Sondersammlungen der Notate größtenteils gekappt und neu begonnen. Die Splitter verstichworte ich übrigens, damit ich, wenn ich schreibe, mich aus diesem Fundus bedienen kann, d.h. etwas wiederfinde. ^


11-06-2026

Seit 4.20 Uhr am Rechner. Audios gesichert und bei den Miszellen auf Teil 84 vorgestoßen. Kostete wie immer Zeit, bis alle Anpassungen stimmig sind. Zudem gibt es noch eine Alternativversion. Normalerweise höre ich zwischen 5 und 8 Uhr Deutschlandfunk, schalte aber ab, wenn ich mich konzentrieren muß. Oder mich überkommt die Lust auf Musik. [#]  Den gesamten Morgen für das Einsammelbuch gerackert. Ein Impuls, dem ich nachgehen, generiert zwei, drei weitere. Wie Tarzan, der sich von Liane zu Liane durch den Dschungel hangelt, bis er irgendwann mal auf den Boden landet. SO fühle ich mich, wenn ich anfange, meine Sachen anzugucken und zu bearbeiten, die Sammlungen zu pflegen, die Links auszuwerten. Ich erwähne es ständig: mein Brotberuf Krankenpfleger ist mir mehr und mehr im Weg. Ein zeitfresser, dem das Maul gestopft gehört. Zwei Stunden lag ich gerade im Bett und hörte Podcasts. Erfrischter luge ich auf den Bildschirm und bin schon wieder abgebogen. Beherrschung, Markus! ^


10-06-2026

Gestern war Dienstag, zweiter freier Tag von sieben. Dienstag heißt seit einiger Zeit: 11 Uhr Aktivgruppe. Nachdem ich 2025 endlich Hilfe durch eine Psychiaterin in Anspruch genommen hatte, band sie mich in eine Gruppe am Helios-Parkklinikum Leipizg-Probstheida ein, die sich wöchentlich für 90 Minuten trifft, um gemeinsam etwas zu tun. Alternierend am Klinikum selbst (Spiele, Spazieren, Kochen, Brunchen) und aushäusig für Museen, Parks, Spaziergänge, bestimmte Orte aufsuchen. Aktivität = Struktur als Casus knacktus bei Menschen mit Depressionen. Eine Sozialarbeiterin steht uns zur Seite. Gestern stiegen wir auf den Fockeberg. Fotos folgen. Das Bergchen ist künstlich errichtet, indem ab 1947 Bauschutt der Leipziger Kriegsruinen abgeladen wurde. In den 60ern wurde das Areal begrünt und ist heute ein lauschiges, erholsames grünes Plätzchen in der Südvorstadt und wird offenbar fürs Mountainbiking genutzt. [#]  Ich stand um 5.45 Uhr auf und mehrte am PC herum, Immer wenn ich über Zeit verfüge, ufert das Sammeln für das Einsammelbuch aus, wobei mich strukturelle oder ordnungstechnische Aspekte meist vollebds aus der Kurve tragen. Die Stunden verannen, bis ich 10 Uhr zur Aktivgruppe am Fockeberg aufbrach und mit kleinem Schlenker zum Kaufland dann 13.45 Uhr wieder zuhause andockte. Dermaßen müde am Bildschirm, daß ich in die Horizontale ging und dann von 16 bis 22 Uhr wieder am ESB tätig war, Blogs las, die 3 obligatroischen Periodika sah (arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel, Brisant), mehrere Alben von Ten Years After hörte. Schon zur Tradition geworden ist die Zu-Bett-geh-Zeit um 23 Uhr, um im Deutschlandfunk "Das war der Tag" zu hören, wobei ich in 9 von 10 Fällen einschlafe. ^


09-06-2026

Wieviel Zeit für nichts ins Land geht, sehe ich im Augenblick. Um 5.30 wach geworden, sind 45 Minuten rum, ohne daß meinem Gefühl nach irgend etwas Verwertbares geschehen ist. Lediglich den PC hochgefahren, nebenbei Radio ("Informationen am Morgen"), Downloads von Periodika nachgeholt (u.a. Kultursendungen seit Mai), einem Impuls nachgegangen, den ich schon wieder verwarf, Kaffee kochen (und kalt werden lassen). Und schon ist nahezu 1 Stunde vorbei. Verblüfft bin ich hauptsächlich, wieviel Zeit für und bei verwaltenden Tätigkeiten UNGEFÜHLT vergeht und damit Freizeit kannibalisiert. Immerhin wird das unerklärliche Schrumpfen der Möglichkeiten plausibler. Von der Idee einer Zeitleiste erhoffte ich mir mehr Transparenz, was wieviel Zeit auffrißt, worauf ich mein Augenmerk richten sollte. [#]  Der Postwestfale schreibt von sich als "Kleinblogger im Schatten der vermeintlichen Eliten". Was soll dann bitte ICH sein? KleinstMiniNanoBlogger? ^


08-06-2026

3 Nachtschichten geschafft. Der heutige Tag ist Ausschlaftag. Während man am ersten Tag in die "Wache" hineingeht, geht man nach der letzten aus ihr heraus. Der faktisch freie Tag bis 19.30 Uhr vorm ersten Dienst ist dienstorganisatorisch Arbeitstag, der heutige Tag NACH den Diensten zählt als freier Tag, der dadurch verunziert wird, daß er faktisch KEIN freier Tag ist. Denn ich schlief bis 15.30 Uhr und habe demnach ebenso viele freie Zeit zur Verfügung, als wenn ich um diese Zeit von einem Frühdienst gekommen wäre. Absonderlichkeiten eines Schichtdienstlebens. Diese drei Nachtschichten, -dienste bzw -wachen waren sorgenfrei, weil es eine Kollegin einzuwachen gilt. Begleitdienst sozusagen, damit sie auf unserer Station dann nachts auch allein zurechtkommen kann. Der letzte Eintrag stammt von vorgestern Nachmittag. Praktisch sieht es so aus. Meine Fatigue gebietet es, mehr zu ruhen als Otto Normallebender. Ich lege mich also zwischen 18 und 19.30 Uhr meistens nochmals hin. Dazwischen findet wenig statt. arte-Journal, Sachsenspiegel, Brisant und eine Kulturzeitfolge, gestern sogar zwei. Etwas Blogs lesen. Ansonsten viel auf die to-do-Liste setzen: für später, für "an freien Tagen". [#]  Mein Plan, das, was ich, säße ich am PC, sofort hier aufschriebe, "für an freien Tagen" ins Handy zu sprechen, funktioniert nicht. Hoffentlich NOCH nicht. Anders wird es nicht machbar sein. Vielleicht kommen beim Rekapitulieren der 3 Arbeits=verkorkstenTage einige Momente zurück. Dann - wie gut, daß ich hier das Hinrotzen zur Philosophie erhoben habe - hole ich's nach. Auf daß durch mein mentales und logistisches Chaos wenigstens alle, nicht nur ich, verwirrt seien. [#]  Wenn ich nochmal von vorne beginnen könnte, würde ich in Sachen Musik abbiegen und Klavier lernen. Schielte immer neidisch auf diejenigen, die es können. Und Frau Klugscheißerin (= Piano Woman) versorgt uns mit Detailkenntnissen, die es braucht, wenn man oder frau spielt. [#]  Weil ich in "Im Schatten bloggen" zu sehr zu mir abdriftete, hier noch Reaktionen auf Horst Schultes Post über die Blogosphäre, die auf das Bloggen in Zeiten von Podcasts und Social Media eingehen: Alexander Matzkeit, Steffen Voß, Pflugblatt. Ich lese Blogs wieder intensiver und regelmäßiger und mag es, wenn gemeinsame Vorlieben oder Anbeigungen ausgesprochen werden. Aber auch Dinge, die mir gänzlich fremd sind, kennenzulernen. Meine Neugierde wird durch die Blogosphäre aufs Wunderbarste befriedigt. [#]  WasdasfürnSchild? Neuerung bei Bushaltestellenschildern? ^


06-06-2026

Nachtschicht. Wenig Zeit. Kein Platz für Sperenzchen. Fast 12 Stunden außer Haus: 19.30 Uhr Richtung HBF, dort bei Aldi Brötchen und Cola holen, mit TRAM 16 oder 14 nach Eutritzsch, Duschen, Umziehen und noch das arte-Journal gucken. Ich brauche den Puffer, könnte streng genommen auch erst 20 Uhr los, fühle mich so aber gehetzt und in Zug- bzw. Tram-Zwang. Und oft genug geht etwas schief. Unfall, technische Störung oder einfach unbegründeter Ausfall. 21.15 Uhr auf Station, man mag es, wenn der Folgedienst möglichst zeitig(er) erscheint. Offiziell geht der Nachtdienst 21.45 bis 6.15 Uhr. Am Wochenende kein 10-Minuten-Rhythmus der Straßenbahnen, sondern morgends 30-minütiger mit zwischengeschalteter 16E = Einzugsbahn um 6.22 Uhr, die mich zum Hauptbahnhof bringt, wo ich im "sächsischen Ostteil" mit der RB 110 nach Grimma um 6.43 Uhr eine Haltestelle nach Sellerhausen fahre und 6.55 Uhr zuhause bin. "Sächsischer Teil des HBF?"? Der HBF ist historisch ein Doppelbahnhof, ein Gemeinschaftsprojekt von Preußen (heutige Westseite mit Gleisen 1-13) und Sachsen (heutige Ostseite mit Gleisen ab 14-26). Entweder ansatzlos ins Bett, während der Deutschlandfunk mich sanft einlullt oder noch ein Häppchen Essen wie heute früh und ruckelweise einschlafen. Irgendwann dann aufwachen, heute 15.45 Uhr, an den PC und erstmals DLF-Suche zwecks "Hörbar". Das dauerte gut 30 Minuten. Et voila. [#]  Ich merke, daß ich nie so stringent täglich tagebuchbloggen können werde wie bewunderte BloggerInnen in Hamburg oder München. Ich versuche, Impulse, die unterwegs kommen, per Eigen-WhatsApp zu fixieren, das später am Rechner nachzuarbeiten. Allerdings staut sich das Material, Neuestes fordert die Aufmerksamkeit und verdrängt die Warte/To-do-Liste nach hinten, aber hoffentlich nicht ins Nirvana. Ich bringe meinen Wunsch, gänzlich auf den Brotberuf zu verzichten, spöttisch zum Ausdruck, meine ihn jedoch zunehmend ernster. Ich habe keinen Bock mehr auf Lohnarbeit und liebäugele mit einer Überbrückung bis zur Altersrente in 5 Jahren aus eigenen Ressourcen. Das Leben kann immer vorbei sein bzw. einen Knacks durch Krankheit oder Unfall erfahren, Dann bringt mir ein solides Sicherheitsgefühl auch nichts mehr. Mir schwebt ein Flaneurdasein vor, ein Doppelspiel von Draußensein, Impulse einsammeln, und sie dann in einem zweiten Block verarbeiten. Dann bleibt für die Pflege keine Zeit mehr übrig. ^


05-06-2026

Gefühl des kaum Vorwärtskommens, des Nichtschaffens. Gestern Abend Gruppentherapie von 18.10 bis 20 Uhr. Mit TRAMfahrten und Wartezeiten auf sie gibt es eine merkwürdige Konstante von 4 Stunden, die ich öfter aushäusig bin. Gestern, weil noch Schnackerei nach der Therapie und ersten Erdbeerkuchen 2026, erst 21 Uhr zuhause gewesen. Da passiert nicht mehr viel, Leute, ich bin 60 und schlafe schon beim Gedanken an Schlaf ein oder wenn ichs lese. [11:11] Etwas für das ESB gearbeitet, Cartoons vor allem (= Lachbar). Nach 21 Uhr dann Audio-Time, ist gängige Abendroutine. Die morgens in der DLF-Suche gesichteten mp3s (Hörbar) oder übrig gebliebene der letzten Tage und Wochen gehört, 23 Uhr verschwinde ich ins Bett, um "Das war der Tag" zu hören, wobei ich einschlafe. [#]  Den jungen Kolleginnen erklären müssen, wer Regina Zindler war. Beim Einzel gestern Terminplanungen, die ein wenig dauerten, weil wir nach einer Möglichkeit suchten, die verblieben 5 Stunden weise bis August zu strecken. Am Ende sagte der Therapeut: "Wir haben einen Plan" "Sie kommen aus dem Westen?" "Ja" "Kennen Sie die Olsenbande?" Und ich mußte ihm veranschaulichen, was für uns gealterte Ossis die Wendung "Ich habe einen Plan" bedeutet: Es geht schief. Vergiß es! [#]  Wo und welche Rollen spielen wir mit welchen Masken? Bin ich, wenn ich zuhause mit mir allein bin, ich selbst? Rollenfrei? So, wie ich wirklich + eigentlich bin? Während der Gruppentherapie gestern Abend rätselten wir herum. Seit der Tagesklinik fühle ich mich stabiler, besser, resilienter. Ich meine, auch weniger zu performen, um was auch immer fernzuhalten von mir bzw. selbst nicht nach außen dringen zu lassen. Stattdessen Radikale Akzeptanz (RA) einer Situation. Die Gelassenheit und Unbefangenheit, wenn ich anderswo als zuhause bin, gab es seit so vielen Jahren nicht mehr. Im Moment fühle ich mich dem gewachsen, raste nicht mehr so aus, kann gedanklich eine Situation konturieren und mich besinnen auf einen Folgeschritt. Und zuhause? Bin ich, wenn ich morgens wie ein Schluck Wasser in der Kurve vor dem PC sitze, tatsächlich ich selbst? Armselig, Ich brauche den halben Tag, um mich einigermaßen an ihn zu gewöhnen. Ausgeschlafensein kenne ich nicht. In der eigenen Wohnung, allein, kreisen die Gedanken, kommt die Unzufriedenheit aus allen Ecken gekrochen, jammert der Geist herum, nörgelig und zur Bitterkeit neigend. Beschönigen kann ich diese Gegebenheiten nicht. Auf sich selbst zurückgeworfen sein. Abends gehts immer besser. Wenn ich dann im Sessel sitze und Audios höre, dann entsteht schon mal Zufriedenheit und Klarheit im Hirn. Der morgendliche Brainfog ist sowas von Scheiße und zum Kotzen! [#]  Fatique. Schlafen oder es wenigstens versuchen, auf alle Fälle liegen, Radio hören, wegdämmern, wieder auf der Sinnesoberfläche auftauchen. So vergeht der Tag. Das permanente Empfinden, zu nichts zu kommen. Zugeschnürtsein, festgezurrt, gefangen und unfrei. Psychisches BDSM. Wie gesagt, ich werfe in diesem neuen Format alles hin und rein, Gefühle, Eindrücke, höchst Subjektives. Wie es ist, wie ich glaube, daß es ist, wie es sein könnte, Träume, wie ich hoffe, daß es nie sein wird. Vor dem ersten Nachtdienst ist immer gebanntes Zuwarten. Trotz 37-jähriger Erfahrung im Pflegeberuf ist die Mulmigkeit kaum geschrumpft. Auf dem Sprung sein, ich kann Geduld in dieser Hinsicht nicht. Ich habe mittags brav mein Pflichtprogramm erfüllt: arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant von gestern. Gehört Diverses wie Presseschau, Internationales Presseschau, 3 x Kalenderblatt, Politisches Feuilleton, eine Studio-9-Sendung von vor 3 Tagen. Im Verzug sein ist ein Los, welches ich herumschleppe, weil ich an so vielem interessiert, aber unfähig bin, zu priorisieren und das weniger Priorisierte zu streichen. Ein Messie der Möglichkeiten. [#]  Als ich die wilde Choreografie in GENER8ION: STORM starring Yung Lean sah, fiel mir Rosalía: Berghain ein, die ich kürzlich bei Herrn Buddenbohm sah. Haben denn heutzutage alle ADHS? ^


04-06-2026

Wir alle hassen sie: einzelne freie Tage. Schicksal derjenigen mit einem volatilen und von Grund auf chaotischen Dienstplan. Ich meckere auf hohem Niveau. Mit einer Teilzeit von 60 Prozent arbeite ich im Schnitt 3 Tage in der Woche und habe 4 frei. Dergestalt kommen des öfteren längere Phasen zustande, wenn ich beispielsweise kurz hintereinander 3 oder 4 Dienste mache, addieren sich die freien Tage zu 6 bis 10 Tagen. Aus diesem Grund nehme ich meine 30 Urlaubstage zerstückelt auf 6 x 1 Woche, weil im Prinzip gewährleistet ist, daß daraus mit den drangeklatschten freien Tagen, simsalabim, 6 x 14 Tage werden. Klingt luxuriös für jemanden, der mit 40 Wochenstunden durchpulxt und ist es auch. [#]  Vom Einzel zurück. Einzel heißt 50 Minuten mit dem Therapeuten reden. Eine Faust in die Magengrube war vorige Woche die Nachricht, daß sich die Termine für die Einzelstunden und die Gruppentherapie kannibalisieren. Das Kontingent für diese Kurzzeittherapie (seit Ende Januar) ist fast erschöpft, weil die wöchentlichen Gruppenstunden von den Einzelterminen abzuziehen sind, was die Therapie urplötzlich und abrupt abkürzt. Guten Kompromiß vorhin dadurch erzielt, daß wir die verbleibenden 5 Stunden erstens strecken und doch verteilen, so daß ich bis 17. August psychotherapeutisch versorgt bin und kein Loch befürchten muß. Ich höre Icehourse "Live at St. Kilda 2020". Mann, ist dieser Straight-Rock geil. ^


03-06-2026

Hier wird hingerotzt. Stichpunkte oder feinziselierte Wortschwaden. Was kommt. Keine Zeit. Leben ist kurz. Apropo kurz. Heute Arbeitstag. 6 Uhr aufgestanden, Papas Tabletten (Wochenration gestellt), gemerkt, daß Nachschub her muß, d.h. ich heute vorm Spätdienst noch zur gemeinsamen Hausärztin des Rezeptes wegen muß, was ich in den Arbeitsweg integriere. Gestern am späten Nachmittag Treffen der sich in der Gründungsphase befindlichen Selbsthilfegruppe, deren korrekten Namen ich erfahren muß, um eine Verteilerliste anzulegen. Dann könnt' ihr euch bewerben. Auf alle Fälle Glücksklee SH(G). Gedacht für Menschen, die sich nach einer klinischen Psychotherapie ambulant ein Haltetau wünschen, nach dem sie zweiwöchentlich fassen können. Nebenbei läuft ein arte-Journal. Der Berichtersattter redet von "...macht jede Hoffnung auf Frieden zunichte." Markus hört: "...macht jede Hoffnung auf Frieden zur Nichte." [#]  Meine Nerven. Zu hektisch Papas Tabletten gestellt und ihm die Donnerstag-Schachtel hingestellt, was an sich nicht schlimm ist, weil es keine alterierenden Medikamente zu beachten gibt und täglich dasselbe enthalten sein sollte. Dennoch, den Wochentag konnte ich mir als Dreischichtler mit Rollender Woche noch nie gut merken. Konzentraion, du Töffel! [#]  Am ESB schraube ich seit Monaten fast täglich. Dadurch daß ich seit kurzem alle Einträge in den Miszellen verlinke, "muß" bzw. will ich der Vollständigkeit halber auch die Kürzesteinträge verlinken, weiß aber noch nicht, wie ichs präsentiere und strukturiere. Vorerst bekommen diese kurzen Einträge, die ich Splitter nenne, erstmal 'nen Link. Als Perfektionist würde ich allzugerne rückwirkend alles verlinken, was praktisch ausgeschlossen ist. Mit dieser Lücke leben lernen. [#]  Abendbrot austeilen. Die leidige Teefrage. Jeden Tag dasselbe Qualtal zu durchschreiten. Akustisch eher Gebrülle.- Ergo, dachte ich, mache es etwas simpler. Ich öffne das Zimmer und sprach die hintere Patientin an: "Welchen Tee möchten Sie?" "Hääää?" "Was für ein Tee soll's denn sein." "Welchen haben Sie denn?" "Pfefferminztee, Hagebuttentee, Früchetee, Kamillentee, Schwarztee, Fencheltee, Kräutertee." "Hääää?". So immer, in dieser Reihenfolge und mit allen Häääs? der 99% Schwerhörigen. Gestern mein Versuch einer leichten Vereinfachung. Wir steigen ein in: "Welchen haben Sie denn?" "Ich habe Tee in allen Farben!" "Häää?" "ICH HABE TEE IN ALLEN FARBEN!!". "Dann nehme ich grünen Tee." "Pfefferminz oder Kräuter?" "GRÜNEN Tee!" "Ähm, Grünen Tee haben wir nicht." ^


02-06-2026

Vielleicht eine Geburtsstunde. Nachdem mich der Betonflüsterer darauf brachte, jedem Eintrag einen Link anzukleben, fühle ich eine neue Ära im Anmarsch. Einträge lassen sich nunmehr erweitern und wie ein Mosaik miteinander neu verschachteln. Spielfreude ist bei mir aufgekommen. Während der vergangenen Monate las ich meine Blogroll gründlicher. Gegen die Tagebuchblogger, die wirklich täglich schreiben (Herr Buddenbohm, Frau Kaltmamsell, Frau Anje, Kiezschreiber), oder jene, welche Wochenrückblicke bevorzugen (Postwestfale, Freidenkerin), oder das Gros derer, die möglichst mehrmals wöchentlich zu Potte kommen, gegen diese, die den Alltag fest im Blick haben, komme ich mir mit meiner kleinteiligen Miszellen=Schnippselei etwas armselig vor. Oder andersrum, ich frage mich, warum ich nicht ebenfalls tagebuchblogge. Die Antwort ist einfach. Ich lebe kein solches Leben, von dem sich schreiben ließe. Ich koche nicht die die Kaltmamsell, ich habe keinen Dalmatiner und fliege nicht hin und her wie Frau Anje, ich habe keine Hühner und keinen Wald um mich wie Frau Kroitzsch, ich kann nicht so brillant motzen wie der Betonflüsterer und schon gar nicht bin ich so allseits gebildet und reflektiert wie Horst Schulte. Wo wäre, wenn ich vorhätte, mehr zu schreiben, mein ureigenes Plätzchen? Ich weiß es nicht, es ist schwammig und nebulös, und doch bin ich augenblicklich in Form und Stimmung, so daß ich flugs loslege. Mal gucken, ob's Bestand hat, ob ich meine Idee eines Tagesstromes - jedenfalls für meine freien Tage - an allem, was in/bei mir ankommt, querbeet, unsortiert, und wohl chaotisch Stück an Stück joycesk in einen "Stream of consciousness of a monomaniac" zu quetschen. So oft ich kann. [#]  Eine 6-teilige Sendung über Mascha Kaleko und Berlin. Die Folgen (2) und (1) sind online. Ich mag Kaleko, habe einige ihrer Gedichte parat. Überhaupt ist mein Fokus aufs Hören gerutscht. ^


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