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Einsammelbuch (84)
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Donnerstag, 16. Juli 2026
[11:20]
Freie Tage, die ich größtenteils am Computer verbringen kann,
sind für das Einsammelbuch ergiebig. Nachteilig wirkt sich
das auf die Übersichtlichkeit aus, weswegen ich den Einfall
hatte, mit zusammenfassenden Artikeln die Aktionen nachvollziehbar
zu machen und den Überblick über kleinere Fundstücke, Änderungen,
Erweiterungen und strukturelle Umstellungen zu behalten. Ich nenne diese Resümees
"Sammelsurien".
"Was bisher geschah" wäre ein super Titel für diese Notateform.
Nach einigen Wochen
Tagebuchbloggen
ist einiges Routine, anderes muß sich noch herausmendeln.
Oft schreibe los und merke: dies kannst du gut und gerne zu
einem eigenen Artikel machen, was ein Hin-und-Her-Geschiebe
nach sich zieht. Die kürzeren Inhalte im Auge zu behalten,
ist für mich wichtig, weil ich, falls und sobald Neues zum
Thema auftaucht, Zugriff auf sie haben will, wofür ich wissen
muß - "Wo zur Hölle sind sie denn nur gelandet?" Um Kleinteiliges
zu bewältigen eben
Sammelsurien.
[10:46]
Moin!:
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3866 = 127 Monate. //
Updates /
MM.
Mittwoch, 15. Juli 2026
[21:13]
Neue Namen gefunden und in die Sammlung
aufgenommen. Ich mag putzige, originell, seltene Namen. Ich mag
Korrelationen zwischen Namen und Aspekte wie Beruf, Örtlichkeit etc.
Neu sind
Nomen est Omen (6)
und
Originelle Namen (8).
Soweit klar? Die Vornamen... Bei Nr. 4 dreht mein Hirn durch:
ein Architekt, der plant. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was
Macht Tom? Pläne!
[20:21]
Leipzig-Reudnitz, Ostraße. Jede Woche sehe ich
Zeugs IM und VORM Fenster.
Diesen gerne als Abstellfläche genutzten Platz beobachte ich seit Januar 2026.
Unter Zeugs
oder Hingestelltes & Weggeworfenes firmieren diese Fundstücke auf und
in Leipzigs Straßen und Ecken. Ich meine, solange meine Psychotherapie
dauert, werde ich im Einzugsbereich der Praxis noch weitere Fotos machen
können. Konträr dazu ist der nur 200 Meter entfernte
Möbiusplatz.
[20:00]
Während der Uniriese noch eingermaßen etwas
hermacht,
habe ich mir das Völkerschlachtdenmal
imposanter vorgestellt.
Steht im P.C. (Paunsdorf-Center = Mall). Der Weisheitszahn nach wie vor am Augustusplatz.
Das
Wintergartenhochaus
ist ebenso impressiv und strahlt in vielen Schattierungen.
[19:11]
Nicht selten ist es mir peinlich, dem Patienten das Essentablett
zu reichen. Gesunde Ernährung usw. Reichlich Gemüse und
Obst satt.
Im Laufe der Jahre kommt
allerhand zusammen.
Allerdings sind wir Pflegekräfte (siehe faulige Gurke) oft ebensolche Pottsäue.
Bei den Sparzwängen gerät das Essen schnell ins Abseits. In meinen
37 Berufsjahren erlebte ich diesen Niedergang, die Ausdünnung sowohl des
Angebot als auch des zu Verpflegenden. Schade, daß die Größenverhältnisse
auf Fotos nicht zur Geltung kommen. Es sind kleine Löffel, die die
Winzigkeit des Obstes markieren sollten, aber realiter ist der Schmu
viel eindrücklicher. Ich bin mir ganz, ganz sicher, daß ich dieses
Thema noch öfter aufgreifen werde.
[18:50]
Einer Freundin, deren Lieblingsfarbe blau ist, wollte ich verdeutlichen, daß ich diese Farbe
nicht gänzlich verschmähe.
[18:33]
Muß ich Begriffe wie Chikungunya lernen? Wenn die Biester hierher migrieren?
Keine Einwanderung, sondern Einfliegung, Einschwirrung.
Mückenalarm -
Tropenkrankheiten
in Deutschland? Auch die biodeutschen Mücken verursachen Ärger.
Im Odenwald werden
Wadenstecher
gemeuchelt
und das Erzgebirge, ja das
mit dem Schnitzen und Drechseln,
glaubt, mit
Räucherhäusern
bzw. Mückenhaisln gegen die Plagegeister angehen zu können. Ich lache immer noch.
Die Idee, die im Winter so toll duftenden
Räucherhäuser
im Sommer gegen die Viecher in Stellung zu bringen. Die Sommeredition
dann als "Mückenschreck" zu vermarkten und die dazugehörigen Duftkerzen
"Ruhe" zu nennen, ist klasse.
[17:00]
"Aber die sagen nichts, die Schweigen dich einfach tot.
Das sagt man heute anders. Das nennt man ghosten. Aber
das ist es auch nicht. Es ist eher ein Ausschleichen
(Fading Out): Dies passiert eher schleichend, wenn Treffen
seltener werden und Antworten immer länger dauern, bis
der Kontakt ganz einschläft - im Gegensatz zum harten,
plötzlichen Ghosting. So läuft das bei mir. Schleichend
gehst du zu Grunde. Alles menschliche schleicht sich in
mir aus. Da ich aber kein Talent zur Tragödie habe, kommt
auch schon der Schmidtchen Schleicher mit seinen elastischen
Beinen, der ja ganz unglaublich gefährlich in den Knien
federn kann."
(schizophrenist)
[16:55]
Frische Idee
für ein Sabbatical. Überlege ich mir.
[16:50]
"Corona war die Machtübernahme über unsere Körper, unsere Physis.
Derzeit läuft die Machtübernahme über unseren Geist und unser
einst selbstbestimmtes Verhalten. In Kürze kommt dann die
abschließende Übernahme unserer Transaktionen mit CBDC und
Social-Credit-Wallets."
(Der Beweis)
[16:40]
"Mann, habe ich damals abgekotzt über das altkluge Gelaber der
Erwachsenen. Über ihre Unfähigkeit, all meine frischen
Erkenntnisse zu übernehmen und ihr Leben entsprechend umzubauen.
Wenn ich das Sagen gehabt hätte, wäre der Welt fast alles
Leid erspart geblieben."
(Der Beweis)
[16:37]
Repost: Die Batterie in der Waage ist leer. Endlich.
[16:35]
Repost: Und dann steht man da. Tränen in den Augen. Nichts ist, wie es war... - Ich hasse es, wenn im Supermarkt Regale umgeräumt werden.
[12:42]
"Foreign Tongues", das neue Stones-Album,
in meinen Ohren. Ich hörte die Stones nie exzessiv und kenne ehrlicherweise nur die großen Hits,
die im Radio wieder und wieder gespielt werden. Unbefangen schnappte ich mir
dieses Alterswerk der Rockmethusalems und bin erstaunt, wie frisch und rostfrei
der Rock daherkommt. Meine Güte! Bei der 150-bpm-Nummer "Hit Me In The Head"
hat Charlie Watts noch mitgespielt.
[12:22]
Wenn Sommer und Harzer Käse zusammenfinden, ist das etwas Wunderbares.
[06:33]
Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 3865.
Dienstag, 14. Juli 2026
[19:15]
Neue Technik, neue Aufregung.
Weltweit gibt es nur 41 Kinos, die das
analoge IMAX-Filmformat (15/70mm)
abspielen können. In Prag, Brüssel, London und Manchester. Deutschland
habe, so Gemini, kein analoges IMAX-70-mm-Kino.
"The Odyssey"
ist der
erste
komplett mit
dieser Technik
gedrehte Spielfilm. "Ich würde sagen, wenn es einen Film gibt, den man
unter allen Umständen im Kino sehen sollte, dann ist das dieser".
Als ich die Google-KI eben nach dem Leipziger Imax-Kino im Cinestar fragte,
versuchte Gemini, weil ich schrieb, daß ich hier wohne, mir das Kino
schmackhaft zu machen, sicher weil es bemerkt haben muß, daß ich speziell
nach den 41 analogen Imax-Kinos gefragt hatte und sich in Deutschland
keines befindet. Irgendwie fühle ich mich sowohl gut mit Fakten beraten
als auch leicht manipuliert und zur Kasse im Leipziger Cinestar geschubst.
Was ist eigentlich aus dem guten, alten3D geworden? Ich frage für einen
Freund, der 2009 bei Avatar durchaus beeindruckt war.
[17:30]
Frauen an die Macht. Sie haben den Durchblick.
[16:50]
Roboter, die Dinge tun, die wir nur vom Menschen gewohnt sind, sind
gruselig.
Daß es Roboterfußball gibt, ok. Wenn auch die deutsche Mannschaft
2026 der argentinischen
unterlag.
Beim
German Open
im Frühjahr sah es noch anders aus. Sport frei! Auch in Sachen
Kungfu,
Sprinten,
Tischtennis spielen
oder
Halbmarathon laufen.
[16:00]
Heute gleich zwei Tagebucheinträge. Nachdem ich frühmorgens noch
Sonne im Herzen
hatte, senkte sich unwesentlich später
Finsternis hernieder.
Ich berichte, wenn's etwas Neues gibt. Begonnen hatte ich
diesen Dienstag mit festem Gemüt. Nach der
Audiosuche, einem ausgedehnten
Tageshattrick
mit mehreren Sendungen, was bis 10.45 Uhr währte. Schläfchen bis 13 Uhr.
Seitdem an Postings und Tagebuch geschrieben und wieder das
Treibsandgefühl, steckengeblieben zu sein. Hinzu kommt in Summe
all der Demütigungen der letzten Tage, als Totalversager par
excellance durchgehen und brillieren zu können. Draußen scheint immer
noch die Sonne, doch vermag sie die Finsternis im Herzen nicht zu vertreiben.
[14:55]
Nicht daß es eines meiner bevorzugten Themen wäre, doch wenn
man Sachse ist, wird einem unweigerlich mit dem Erzgebirge vor
der Nase herumgefuchtelt, mit dessen Holzkunsttradition. Dies umfaßt
Schnitzkunst,
insbesondere Schwibbögen.
In Seiffen entstanden in Zusammenarbeit von Designstudenten und der
Traditionswerkstatt
von Markus Füchtner hybride Nußknacker =
Doppel-Nußknacker,
Männlein UND Weiblein in einem. Erzgebirgische Handarbeit trifft
Moderne. Der Erzfluencer und Holzbauer macht viele andere Sachen
wie Räuchermännchen in allen Varianten, z.B. mit
Stinkefinger.
Die aus
2000 Nußknacker
bestehende Sammlung des hochbetagten Adolf Heidenreich wird im Seiffener
Spielzeugmuseum ausgestellt. - Ein weite(re)s Feld sind Räuchermännchen. Neben den Klassikern fertigen
findige Holzkünstler Figuren nach berühmten Menschen oder Gruppen:
Musiker,
Politiker
(z.B. Honecker & Kohl).
Weitere Quellen:
Detoxwunsch,
Räucherscheich Max Dubai
und
Räuchermännchen-Update.
[14:30]
Geronimo und seine Clique veranstalten in Avignon Debattierclubs
über Literatur. Die hitzigen Diskussionen werden gefilmt.
Sie
diskutieren
über Autoren, Philosophen, Soziologen. Auf der Straße. Die
Battles
in den abgehängten Vierteln sind bewußt gegen das Klischee,
Literatur sei elitär. Karl Marx auf den Plätzen.
[05:51]
Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 3864 = 552 Wochen.
Montag, 13. Juli 2026
[21:21]
Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 3863.
Sonntag, 12. Juli 2026
[17:05]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3862.
Samstag, 11. Juli 2026
[15:05]
Der Wurm ist drin. Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Seit Dienstag
verbiestert gewesen, jedweden Fokus sowie die Zuversicht verloren,
mich je auf das besinnen zu können, was ich allem anderen voran
stellen will, Stichwort "Priorisieren". Vor allem: dann dabei
bleiben! Im Inneren immer die Vermutung, daß ich doch eigentlich
kann. Könnte. Wenn ich wirklich wollte. Wie damals mit dem Rauchen
(2000). Oder dem Saufen (2015). Oder dem Abnehmen (2025).
So schwer kann das, kann ich nicht mehr sein! Der Mensch - ich
zähle mich mal bedenkenlos dazu - ist ein ziemlich rouges Wesen,
hält einiges aus, wurstelt sich durch. Menschen mit WIRKLICH
hartem Schicksal zeigen, WIE stark der Mensch ist. In der Gruppe
am Donnerstag war ein Resümee - kleine Schritte, sowohl praktisch
als auch übertragen. Wohnung versifft? Quadrantenweise säubern,
Schrittchen für Schrittchen, wie der Esel in Shrek auf der Brücke.
Schrittchen für Schrittchen.
Tippeltappeltour.
Als ich gestern zum Nachtdienst 1v3 ging, war ich in deplorabler
Verfassung. Acht Stunden auf Station erdeten mich, nordeten mich
ein. Tippel, das heißt für mich zuallererst:
Erfassen der mp3s per Audiosuche.
Tappel ist der
Tageshattrick.
Dann, wenn freie Valenzen an dem Tag sind, eine Kulturzeit. Dann weitere
Periodika.
Die tägliche
Apofikafolge.
So entlang einer=meiner
Strukturliste
entlanghangeln. Stur, ja, dabei stur voran! Nicht ablenken lassen!
Inseln für anderes freiräumen. Eine Folge mit Humorvollem sollte
täglich gehen (Family Guy, Simpsons, Southpark). Cartoons sammeln
und eingliedern, eine meiner immerwährenden Freuden. Nach Tippel
, Tappel kommt Tour: rausgehen, fotografieren, Luft. Den Buddenbohm
machen. Das kann doch nicht so schwer sein. Das muß doch gehen.
[14:44]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3861.
Freitag, 10. Juli 2026
[11:51]
"Menschen mögen mich ungefähr so sehr wie ich sie auf der anderen Seite der Skala nicht mag."
(Betonflüsterer)
[11:44]
"Jemand sagte kürzlich in der Mittagspause: 'Wir sind ein aus der Zeit
gefallenes Land. Alles ist irgendwie altbacken, eingerostet und
dysfunktional. Und im Augenblick werden wir als lahme Ente genüsslich
von der Welt filetiert und gefressen.'"
(Betonflüsterer)
[07:00]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3860.
Donnerstag, 9. Juli 2026
[14:47]
Zwei Folgen
Karambolage
angeguckt. Ich LIEBE diese Sendung! Wie unterschiedlich
Begriffe in Deutschland und Frankreich gehandhabt oder verstanden werden.
Die blaue Blume -
bei uns = Romantik, in Frankreich = Blauäugigkeit. Genauso das
Feuilleton
und der Fortsetzungsroman, hochspannend. Bei den
Trümmerfrauen
gelernt, welche Schuttberge in Berlin existieren. In Leipzig ist's der
Fockeberg.
Der auslaufende Camembert
ist auch ohne Plastedose zähmbar. Der Hammber ist jedoch
La Bise,
der Begrüßungskuß in Frankreich. Ich konnte herzhaft lachen.
Als Enkel einer in Polen großgewordenen Oma und ihren drei in Opole
gebliebenen Geschwistern samt deren weitverzwigte Familie sagt mir
der Begrüßungskuß durchaus etwas. Aber La Bise scheint komplizierter
als die polnischen Schmatzer zu sein.
[08:32]
Auf der Suche nach dem Ursprung der Niedergeschlagenheit und Unzufriedenheit,
dem Defizitgefühl nachdenkend, was fehlt. Was wünsche ich mir im
Augenblick am stärksten? Was am längsten, ohne daß es erfüllt worden
wäre? Kann ich es verwirklichen, abhaken? Meine Wünsche gehen
in verschiedene Richtungen, Kulinarisch: Rindsrouladen, Hammelbraten
mit Speckbohnen und Klößen, Kirmeskuchen. To-do: alle Euromaxx-Sendungen
angucken, Karambolage, Kultursendungen. Ich hätte gerne eine saubere
Wohnung. Meinen 11 Jahre alten PC gegen ein neues Modell eintauschen.
Warum kaufe ich keinen? Weil ich Angst davor habe, dem nicht gewachsen
zu sein, ihn einrichten und zum Laufen bringen zu müssen, weil ich
mir dies nicht mehr zutraue. Die Frage stellen, was JETZT meinem Glück
im Wege steht. Warum war ich in den vergangenen beiden Tagen dermaßen
deprimiert gewesen? Ich sehe eine Verstopfung, eine Anhäufung von Unerledigtem,
Aufgeschobenem. Wenn ein bestimmtes Level erreicht ist, wird es mit
einmal zu viel. Eben noch gleichgültig, empfinde ich plötzlich ein
Grauen angesichts dessen, was getan werden muß, um unverstellte Sicht
herstellen zu können. Schwelende Befürchtung, mich niemals freischwimmen
zu können. Die Wohnung ist verdreckt, der PC ungekauft, die Rouladen
ungekocht und ungegessen, alle vier externen Festplatten mit Ungesehenem
vollgepropft. Eine fatale Kombination aus Messiegebaren und zementierter
Prokrastination. Wiederholend die Frage stellen, was JETZT meinem Glück
im Wege steht, beziehungsweise, was könnte ich JETZT SOFORT tun, um ein
Zipfelchen vom Berg, vom unüberblickbaren Wust zu lüften, abzubauen, zu
beseitigen? Was läßt sich heute tun? EINEN Schritt wenigstens gehen.
Tippeltappeltour zum Glück. Dieses
Braindumping
hilft insofern, als ich mir der Gewaltigkeit, Verbissenheit, Verzweiflung
und Dringlichkeit bewußter bin als zuvor. Mir fallen Tätigkeiten für
heute ein. Notieren! 1. Juni-Monatsabrechnung für's Haushaltsbuch 2.
Müll runterbringen 3. eine Folge
Karambolage
abarbeiten. 4. eine Folge
Euromaxx.
5. einen neuen PC bestellen 6. Heute Abend in der Gruppentherapie
dieses mein Problem zum Thema machen. Der geheimste, tiefste, bohrendste
Wunsch ist, auszusteigen aus dem Job, Privatier zu werden und mich
ganz dem Einsammelbuch, dem Flanieren und dem Anhören von Sendungen
hinzugeben.
[07:05]
"Worst case szenarien, die (...) in meinem Kopf mietfrei wohnen."
(Frau Klugscheißer)
[07:00]
"In anderen Kulturen sind Visitenkarten immer noch an der Tagesordnung. Während
des japanischen Begrüßungsrituals werden sie mit beiden Händen
dargeboten und sofort gelesen, denn vom Rang ist die Tiefe der
Verbeugung abhängig. Die rangniedrigere Person verbeugt sich
tiefer, was für Zuschauende bei Ranggleichheit ein nettes
kleines Schauspiel ergibt. Dann verbeugt man sich entsprechend
des gefühlten Respekts natürlich vor der anderen Person
immer eine Nuance tiefer, bis schließlich beide Parteien
die Dehnungsgrenze ihrer hinteren Oberschenkelmuskulatur
erreicht haben. Es gewinnt immer die gelenkigere Person."
(Frau Klugscheißer)
[05:52]
"... Fronleichnam - ich kann es noch so oft nachschlagen, ich vergesse es
umgehend wieder, was ich da gerade gelesen habe. Es gibt Sachverhalte,
für die man eine Art Speichersperre zu haben scheint, merkwürdige
Blockaden im Hirn." (Maximillian Buddenbohm) -
Mir geht es mit fast allen unbekannten Wörtern so, die ich dazu lerne
bzw. eben NICHT dazu lerne, sondern JEDESMAL
nachschlagen
muß. "Speichersperre" auch bei Ableismus, Whataboutism, die mir spontan
einfallen und bei denen ich
doch gleich mal...
[05:00]
Moin!:
Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 3859. //
Updates /
MM.
Mittwoch, 8. Juli 2026
[16:40]
In keinem Beitrag hörte ich zuletzt mehr unbekannte Ausdrücke wie in
"Verzicht als Statussymbol".
Ich komme nicht mehr mit, so schnell tauchen die Trends auf, Zeichen
der Tiktokisierung der Gesellschaft.
"Underconsumption core"
ist der Gegentrend zum Anpreisen von Produkten (Haul-Kultur).
Man protzt mit dem Mangel, mit Genügsamkeit, Verzicht und Nachhaltigkeit.
Eine andere Bezeichnungen ist Deinfluencing.
Loud Budgeting
meint das offenen Bekunden, entweder kein Geld für etwas
zu haben oder ausgeben zu wollen. Laßt uns ohne Scham über Geld sprechen.
Beim "No Buy Year" drosselt man ein Jahr lang den Konsum und verzichtet
auf unnötige Ausgaben. Das Feuilleton fragt nach der Unterscheidung
zwischen denen, die Verzicht als Trend ausleben und denen, die ihn
aus Notwendigkeit ertragen müssen, weil sie aus der Not eine Tugend
machen müssen.
[16:12]
Irre erfolgreich sind
Friendslop-Spiele.
Einfach und schnell programmiert, preiswert. Sie beruhen wie Kinderspiele
auf einfachen Prinzipien. Der Deutschlandfunk
erklärt
anhand des Versteckspieles
"Meccha Chameleon",
wie diese Gemeinschaftsspiele seit Corona so durchstarten konnten.
Innerhalb weniger Tage wurden
3 Mio Spiele verkauft.
[06:54]
Nach dem
beknackten Tag
habe ich versucht
gegenzusteuern.
[06:11]
Moin!:
Freier Tag 3/4. Tage ohne Alkohol: 3858. //
Updates /
MM.
Dienstag, 7. Juli 2026
[19: 00]
Was für ein beknackter Tag! Wo ist die Tonne, in die er kann?
Als ich pünktlich um 11 Uhr im Helios-Parkklinikum eincheckte,
war von meiner Aktivgruppe nichts zu sehen. In völliger Verkennung
der Tatsachen hatte ich nicht mitbekommen, daß wir in dieser Woche
aushäusig Picknick am Markkleeberger See machen wollten. Brainfog
at its best/worst. Zum Bus 76 gehetzt, ALDI geplündert, Frustkalorien
eingesackt, nachhause und mit Hechtsprung ins Bett. 15 Uhr mit
noch unvermindert übler Laune an den Rechner. Internet lesen,
Hörsendungen. Bis jetzt. Musik nebenbei: "Confessions II" von
Madonna; Melissa Etheridges "Rise". Getränk: Eiskaffee. Meistens
kriege ich gegen abends so die Kurve, daß mir mein Dasein nicht
mehr ganz so verpfuscht erscheint. Heute bezweifle ich diesen
Switch stark. IMMERHIN hageln per WhatsApp tröstende, aufmunternde
und besorgte Nachrichten herein. Großkotzig empfahl ich jemanden
aus unserer SHG erst gestern
Braindumping.
Sich alles von der Seele schreiben, nicht großartig nachdenken. Raus damit!
Bis drinnen alles leer ist oder man das sieht, was verborgen und
verdeckt war. Und im Augenblick brauche ich's selbst. Kompletter
emotionaler und mentaler Block, Trotz und Wut, Verwirrung und Angst.
Immer wenn mich eine solche Dunkelheit anfällt, ist sie verbunden
mit starker Ideen- und Lustlosigkeit. Alles erscheint sinnlos, der
Mühe nicht wert. Sonst geliebte Tätigkeiten locken nicht. Die
Unruhe und Fickrigkeit jedoch verhindert ein Stillsitzen. Eigentlich
wäre ein solcher Zustand stärkster Ödnis und Indifferenz optimal
für
Rawdogging.
Klappt nicht. Weiterschreiben. Ich möchte vorstoßen zu der Erkenntnis
dessen, was mich verstimmt, der Grund für den Block. So schwer faßbar.
Mir fehlt doch nichts. Alles da wie sonst auch. Zeit genug, Geld,
Essen, PC rödelt,
Gregorianik
läuft auf Youtube. Doch komme ich nicht darüber hinweg, daß ich (gefühlt) NIE den Punkt erreiche, an dem ich
befriedigt sagen könnte: Ich habe das gemacht, was mir am meisten
Spaß macht. Ich hatte Zeit dafür und habe sie genutzt. Wie die
Kaltmamsell schrieb: "JETZT ist’s grad gut."
Mein Wunsch, einmal nicht abgelenkt zu sein, geht nicht Erfüllung.
Ich setze mich am Morgen an den Computer und bin 1 Stunde später
in allerlei Recherchen und Verzwicktheiten verstrickt, was ein
Gefühl des Gefesseltseins auslöst, des Nicht-zu-dem-Kommen, was
ich wirklich will. Nur eben, daß ich nicht klar benennen kann,
was das sein soll. Glück? Flow? Das profunde, zwangsläufig und
unausweichliche Empfinden, falsch abgebogen zu sein. Wenn mir dann
objektiv ein derartiger Fauxpas passiert wie der heutige Irrtum,
wankt alles, das Selbst- und Weltbild. Das stabil geglaubte
Konstrukt psychischer Resilienz zerfällt zu Staub, bröselt und
bröckelt an allen Enden. Es ekelt mich.
Ist hier das
Leck,
welches ich suche? Laßt mich hier am Wegesrand zurück, ohne
mich könnt ihr es schaffen!
[17:22]
"Aber wenn Sie es schaffen, nach ganz unten zu scrollen,
nach ganz, ganz unten, bis zum Online-Erdkern hinab, wenn
Sie das Ende aller Feeds erreichen, wenn Sie also das ganze
Internet gelesen haben - dort finden Sie Erleuchtung,
Erlöschen, Erlösung: Nirvana und Paradies."
(Die Beifängerin)
[08:57]
Essay und Diskurs bot jüngst eine
Geschichte des Ketchups
mit philosophischem Rundumexkurs über den großen Teich. Daß
Tomaten ehedem in Neuengland "Pommes d'amour" genannt und für
ein Aphrodisiakum gehalten und deshalb tabuisiert wurden,
belustigte mich. Genauso wie der Umstand, daß Trumps Vorfahren
und der
Erfinder
eines der
erfolgreichsten Lebensmittel
aus Kallstadt kommen. Die Würzsauce stammt aus dem asiastischen Raum
und erst viel später kam man auf den Trichter, statt Fisch Tomaten
zu nehmen, übrigens waren wie bei einigen anderen Erfindungen, Apotheker
im Spiel (catsup-Patent 1830). Der Siegeszug der Würzsoße führt den Essayisten zu einigen
Betrachtungen. Immer schon, wenn bei den USA Trump nicht zwangsläufig
mitgedacht werden muß, sondern eine rote Tunke, wie es in dem
Kochbuch, das im elterlichen Haushalt stand, noch hieß.
Daß soundsoviel Würfelzucker in Ketchup enthalten seien und er
neben Cola einen verheerendes Nutriscore aufweise, darauf wird
sehr gerne naserümpfend hingewiesen.
[08:12]
Sie oder du?
Hamburger Sie
und
Münchener Du.
Über
Anreden im Berufsalltag
gehört sowie eine
Kulturgeschichte der Anreden.
Die Reduktion möglicher Anreden im Lauf der Zeit. Früher gab es ausgeklügelte
Listen, wer wie anzureden sei. In Österreich ist die Titelsucht heute noch gängiger,
"Markus, können Sie...", so die Pflegedienstleitung zu mir, während ich sie nicht
mit "Eleonore, würde Sie mir bitte Urlaub gewähren?" anreden dürfte.
Oder Ärzte reden einen mit dem Hamburger Sie an. Ich aber sollte das nicht tun,
sondern mit "Herr Ober/Chefarzt..." - Rangordnungen. Eine Sonderform ist das
in der Krankenpflege durchaus gängige Erzen, welches manche KollegInnen bevorzugt
anwenden. "Kann er mal den Hintern anheben." "Will er noch etwas zu trinken?"
"Welchen Tee möchte sie zum Abendbrot?" Klingt komisch, ist aber so.
[05:55]
Freier Tag 2/4. Tage ohne Alkohol: 3857 = 551 Wochen.
Montag, 6. Juli 2026
[16:13]
Sein künftiges Ich durch die KI nicht
an die Gegenwart verraten.
Der Medienphilosoph Roberto Simanowski über kognitive Schulden,
die wir anhäufen könnten.
[14:55]
Jailbreaking
nennt man das Knacken der Schutzmechanismen, die
der KI eingebaut sind, damit sie nichts Illegales, Gefährliches
oder Geheimes ausplaudert. In der Sendung habe ich so viel
Neues und Spannendes erfahren. Empfehlung! Es gibt einen
berühmten Jailbreaker, der der Meinung ist, daß man Intelligenz
keine Zügel anlegen sollte. Er behauptet, bisher noch jede
KI hinters Licht geführt zu haben. Besonders heikel, wenn der
Systemprompt geknackt wird, quasi die Grundanweisung einer
KI. 40 Minuten, in der die Journalistin viele Beispiele erzählt,
wie KI sich überreden ließen, die ihnen auferlegten Grenzen
außer Acht zu lassen. Durch Ablenkung, Tricks, Sprache.
Da KI prinzipiell angehalten sind, Menschen zu helfen und ihnen
keinen Schaden zuzufügen, drückten Jailbreaker auf diese Taste
und behaupteten, daß sie, wenn sie dies und das nicht erführen,
große Schmerzen erleiden müßten. BUTTERWEICH wurde die KI.
Lustig der Chemiker, der mit der KI seine Forschnungen betrieb,
aber nicht mehr weiterkam, als ihm sukzessive Fachtermini gesperrt
wurden. Der erwähnte Jailbreaking-Aktivist half ihm und knackte
die KI , so daß der Wissenschaftler weiterarbeiten konnte.
Die Hersteller arbeiten freilich gegen diese Tricks an. Es ist
ein Katz-und-Maus-Spiel.
[13:10]
In einer Studie wurde KI die Aufgabe gegeben, 100 britische Prominente zu imitieren.
Es gab einen Fragenbogen. Die befragten Studienteilnehmer haben die der KI als
authentischer
eingestuft.
[12:58]
"Ghost in the machine"
(Trailer / IMDB)
ist ein grundlegender, umfassender Film über Künstliche Intelligenz
mit Dutzenden Stimmen, vielen Bildern und historischen Bezügen wie
z.B. zur Eugenik. Er zeigt, daß KI kein neutrales Werkzeug, sondern
ein Produkt unserer Geschichte ist. Zu sehen war er auf dem
Sundance
Film Festival 2026. Der Deutschlandfunk
stellt ihn vor.
[07:05]
Freier Tag 1/4. Tage ohne Alkohol: 3856.
Sonntag, 5. Juli 2026
[11:27]
Um das zu verdeutlichen: Wenn hier an meinen Arbeitstagen
nicts erscheint, so schreibe ich doch seit kurzem Tagebuch,
welche im Statistikpost zu Beginn des Tages unter
MM
verlinkt ist. So auch
gestern
und
heute.
Das ist ein fortlaufendes Projekt ohne zeitlich allzu straffem Rahmen, wie ihn andere Tagebuchblogger
vorgeben, indem sie beispielsweise ein Wochenrückblick veröffentlichen
oder immer den gesamten VORtag beschreiben. Ich setze einfach
dort fort, wo ich aufhörte, als ich das Haus verließ.
Inhaltlich und zeitlich kann es kreuz und quer gehen.
Möglicherweise für Leser ein wenig verwirrend. Falls ich
von unterwegs bloggen könnte, würden die Einträge homogener.
So aber muß ich mit dem Wuschwusch leben und ihr eben auch.
[06:40]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3855.
Samstag, 4. Juli 2026
[07:10]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3854.
Freitag, 3. Juli 2026
[21:50]
Heute schon geschockt worden? Dann wird's aber
Zeit.
Ab 30. November greift eine grundlegende Reform des Deutschlandfunkes.
Sendungen werden wegfallen, umbenannt, neue Formate kommen.
Zwei Jahre wurde dieser Umbau vorbereitet und heute
vorgestellt.
Wie immer, wenn etwas mit guten Absichten verändert werden soll,
darf man skeptisch sein.
[09:07]
Es wird gerubbelt, was das Zeug hält. Nicht was
ihr denkt! Leipzig
kratzt
nicht nur die Kurve, sondern auch
Weichen.
Die LVB wird Monate zu tun haben, die Schäden zu beheben und die Leipziger
werden mit noch mehr Baustellen beglückt. Leipziger folgen dem Aufruf zum
Subbotnik
Reinigen
der Gleisbette. Mühsam. Pro Mann und Stunde 1 Meter. Von 304 km Schienennetz
sind 10% betroffen. Bis Mitte nächster Woche ist der Fahrplan noch abenteuerlich.
Am letzten Samstag, als ich die TRAM gebraucht hätte, um zum Spätdienst
zu fahren, fragte ich
mich, warum die LVB nicht wenigstens auf den Magistralen SAV mit
Bussen fahren läßt. Ginge nur mit autonom fahrenden, denn: keine
Leute. Weder heute Leute und auch morgen Sorgen.
[06:52]
Nun bin ich im Gegensatz zu meiner überaus frommen Jugend kein allzu religiöser Mensch mehr.
Dennoch verbleiben immer schon gemochte und anerlernte Muster und Themen in Kopf und Herzen.
Der Augenblick, das Leben im Augenblick, ihr wißt schon,
Ganz einfach.
Der Zen-Buddhismus hat's erfunden, Gerhard Schöne hat's
gesungen.
Sich kurioserweise bei einer klaren Aufgabe (Podcasts suchen) ablenken und
verführen lassen, eine Notiz über den
gegenwärtigen Augenblick,
wie wir das in der
Fokolarbwegung
nannten, zu schreiben, gehört zu meinen Kernunfähigkeiten. -
Das Leben im Jetzt, heutzutage sagt man Achtsamkeit dazu, der Fokus,
weder die Vergangenheit noch die Zukunft das Hier und Jetzt dominieren
zu lassen, hat mich immer fasziniert. Das Glück wartet hinter der
Balance von aufmerksamem Denken und Handeln im aktuellen Augenblick.
Ein fragiles Konstrukt, an dem man sich ein Leben lang versuchen kann.
Ich komme darauf durch das Wort zum Tage, in dem Frank Seibel von den
alten Rock-Granden
erzählt,
wie unterschiedlich sie ihre
Zielgerade
des Lebens leben. Alles hat seine Zeit. Wenn Hiob am Tagesanfang steht,
kann das nur förderlich sein. Jetzt predige ich schon. Ich sollte
wohl über meine Sertralindosierung nachdenken. Die Kaltmamsell hatte
heute denselben Gedanken und schrieb:
"JETZT ist’s grad gut."
Was ist denn heute nur los? Eben lese ich
bei Frau Klugscheißer
von "gedanklicher Präzens". Gibt jetzt der Lebensalgorithmus das Tagesthema vor?
[06:27]
Das parallel laufende Tagebuchbloggen ist jetzt mit dem Tag eröffnendem Statistikposting
In der Minutenangabe verlinkt. Guckstu
hier.
[06:20]
Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 3853.
Donnerstag, 2. Juli 2026
[21:55]
Dialekt sprachende Menschen in den Medien spielen meist eine besondere Rolle.
Schauspieler und Medienmenschen trainieren sich ihren Dialekt ab.
Was, wenn auch Journalisten und Moderatoren
wieder Dialekt sprächen?
[21:40]
"Social meida" in einem Blog gelesen. Und wenn es nun kein Tippfehler ist? Kann ich so gelten lassen.
Auch als Imperativ.
[16:16]
Ein 3 ha großes Biotop neben der Leipziger Kleinmesse soll
weggeholzt
werden, damit RB darauf Fußball spielen kann. Es verbindet den
nördlichen mit dem südlichen Auwald. Vorher befand sich auf dem
Areal eine Kleingartenanlage. Protest
formiert sich.
Auch der Deutschlandfunk
griff
das Thema auf. Der Auwald ist Lebensraum der Wildkatze.
[15:42]
Holger
hat eine
Sendung über Bücher
in ihrer Materialität gehört und kam darob
ins Sinnieren
über Lektüre, Lesesozialisation und eben dem, wobei ein Bibliomane
zu schnurren anfängt und einen Buckel macht. Auch wenn ich es aus
dem gehörigen Abstand von 9 Jahren mitfühle, so wird mich dieses
Thema und die Bibliomanie zeitlebens nicht kaltlassen. Irgendwo in
den
Plaudereien
werde auch ich das eine oder andere zu meinem Bücher/Leseleben und
dessen Entwicklung geschrieben habe. Ach guck,
hier,
hier
und
hier.
Das war ein explosiver Beginn. Vorher ein Leser von Kinder- und
religiösen Büchern, mutierte ich über Nacht zum Vielleser in Sachen
Belletristik und Weltliteratur. Als wäre ein Vulkan ausgebrochen,
floß die Lava beinahe 35 Jahre lang, bis sie erstarrte.
[13:19]
Vor einer Stunde nahm ich den beschwerlichen Gang zum Supermarkt auf mich.
Und mir kam eine TRAM 7 entgegen! Nach 5 Tagen absoluter Funkstille in
Leipzig. Der Westen wurde seit vorgestern peu a peu angebunden. Mehrere
Straßenbahnen verbanden ihn seitdem mit der Innensadt. Nur wir im
Osten, Mockau, Sellerhausen, Paunsdorf, Stötteritz, schauten in die
Röhre, ein Ungleichgewicht. Immer kriegt der Westen alles in den Arsch
geblasen und uns Ossis hamse beloochen und bedroochen. Zum Leipziger
Schienendesaster fanden sich im DLR Beiträge
(1 +
2 +
3.
Kein Teer mehr? Bitumen, Bittumen, Bitte um...? - Um mit dem
morgendlich hoffnungsvollen
Immerhin
entgegenzusteuern: Nu fährt se widdr, unsre 7. An die Haltstelle
rollkofferten ratlose Reisende heran, die ich dazubleiben zwang, weil
sie zum nahe gelegenen Bahnhof Paunsdorf und mit einem Bummelzug zum
Hauptbahnhof wollten. Was wäre passiert, wenn meine Zuversicht, daß,
wenn ich zwei Bahnen, die, wie ich aus dem Fenster bei ALDI sah, im
Abstand von 20 Minuten gefahren waren, eine gewissen Regelmäßigkeit
versprachen, wenn ich die Lage also mißinterpretiert hätte und die
Zuversicht getrogen hätte. Klassenkeile? Aber kaum wollten die beiden
doch entfleuchen, spurte die TRAM 7 heran und ich mit Siegerpose
seitlich ab. Alle leben, alle können fahren, alles gut. Immerhin.
[10:43]
Heute ist
Welttag des Witzes.
Die Franzosen haben im 18. Jahrhundert den modernen Witz (mit Pointe)
erfunden. Den Humor die Engländer. Gelacht wurde natürlich immer schon.
Die älteste Witzesammlung stammt aus dem 2. Jahrhundert p.c. Gemäß
dem Lachforscher seien die Deutschen zwischen 1200 und 1500 eine große
Lachnummer gewesen. Eulenspiegel. Der Witz, die uneigentliche Rede,
stellt die Klarheit der eigentlichen, ernsten Rede in Frage.
[09:15]
Nachdem ich gestern Federn lassen mußte im Bemühen, etwas am
Layout einer Datei zu ändern und mir geschworen hatte, das für
eine Weile nicht anzurühren, ließ ich mich gerade wieder verlocken,
ein paar klitzekleine Änderungen zu testen. Wir alle wissen,
wohin das führt.
Der Morgenwahn, frischer Geist gebiert frische und vor allem bessere Ergebnisse!
Naja, es könnte schlechter gehen. Gestern war Gemini so zuvorkommend,
heute aber, zack, knappe Antwort und weitergereicht mit "Sehen Sie
in SelfHTML nach!". Als ob ich die KI gestern verschlissen hätte oder
ein Algorithmus bestimmt, jetzt wird Herr Kolbeck knapp gehalten,
infomäßig Zuckerbrot und Peitsche, so fühle ich es und mich. Ist
das paranoid? Herr Buddenbohm
postuliert
"ein Immerhin des Tages" - wunderbar. Und wenn alles den Bach runtergeht, einen die Verzweiflung
zu übermannen droht, spätestens am Ende "ein Immerhin des Tages"
gefunden haben. Immerhin ging ich gestern durch sanften, milden Regen
erfrischt auf der Straße; immerhin trank ich leckeren Birnen-, Grapefruit-
und Apfelsaft; immerhin brachte ich einiges HTML-Wissen up to date;
immerhin hatte ich keinen Unfall; immerhin lebt mein klappriger, zäher
Vater noch; immerhin ist hier in Leipzig noch keine Drohne gesichtet
worden, schlug keine Rakete ein; immerhin bin ich heute früh nicht
kränker aufgewacht, als ich ohnehin bin. Schade, daß
DerEmil seine täglichen Danksagungen
aufgegeben zu haben scheint. Der Ton macht die Musik, der Blick
kann die Richtung wechseln und neue Perspektiven entdecken. Immerhin.
[06:30]
Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 3852. //
Updates /
MM.
Mittwoch, 1. Juli 2026
[06:55]
"Im Büro öffnete ich endlich mal wieder das Fenster völlig, herein kam frische Luft, die dieses Attribut zurecht trug."
(Kaltmamsell)
[06:42]
Bei
Herrn Buddenbohm
auf den
heutigen Post
hin kommentiert: Mich triggern, ähm, Grammatikvarianzen eher als
Unrechtschreibungen, wobei ich über die "Das-macht-Sinn-Empörung"
weit hinaus bin. Doch als ich gerade im Deutschlandfunk "...
gedachten den 6 Opfern in Stade" hörte, bedauerte ich einmal mehr
den Niedergang des Genitivs. Und gestern hatten wir die Grammatik
hier auf Mastodon
bereits am Wickel.
Mich macht der Gebrauch von "insofern - als" fertig. JEDESMAL, selbst
wenn Journalisten oder Buchmenschen befragt werden, zucke ich zusammen,
wenn wieder "insofern - als daß / weil etc. kommt. Eine Desensibilisierung
war in meinem Fall (haha, Fall) noch nicht erfolgreich. Ich bin insofern
ein harter Brocken, als ich bestimmt noch bei progredienter Demenz auf
diesen Trigger reagieren werde.
[05:50]
Heute ein Discotag. Warum? Weil arte das anbietet durch zwei Sendungen:
Disco für alle!
erzählt die Geschichte dieses Genres. Und mit Aussschnitten aus dem "Musikladen" läßt
sich 90 Minuten
mitgrooven.
Mir ist nicht erinnerlich, wie
anzüglich
es im deutschen Fernsehen jener Jahre zugehen konnte.
Ich krame in meinem ESB herum und finde weitere Quellen. Die Dokumentation
"ABBA - Die ganze Geschichte"
nebst dem 1979er Konzert
aus der Wembley-Arena. Noch einige Monate ist bei Arte der
Nachfolgefilm
von "Saturday Night Fever" (1979)
von 1983
zu sehen -
Staying Alive.
Über Boney M. ist die Doku
Disco. Macht. Legende
online.
[05:34]
"Mit den Vögeln singen" -
ein im Mai aufgenommenes und den Vögeln gewidmetes Konzert des RIAS Kammerchors Berlin.
Wunderschöne Klänge am frühen Morgen mal nicht von Bäumen draußen. Ein "Bluebird Sky"
bezeichnet in Amerika einen strahlend blauen Himmel. Mit dabei ist ein Biologe und
Vogelstimmenimitator, der 250 Vogelstimmen beherrscht.
[05:32]
Auf wen trifft die deutsche Fußballnationalmannschaft nach dem Sechszehntelfinale? - Auf das Flughafenpersonal.
[05:30]
Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 3851.
Dienstag, 30. Juni 2026
[17:31]
"Ich ernähre mich nur noch von Feta, Gurken, Oliven und Melonen und dergleichen,
ein Jäger und Sammler mit ausgeprägtem Kühlschrankbezug."
(Maximillian Buddenbohm)
[17:30]
... einer Zeit, als Plattennadeln noch tief ins Vinyl vorstiessen
wie eine Vortriebmaschine und mit jeder Umdrehung winzige Verletzungen
riskierten, Kratzer, Staubeinlagerungen, bis eines Tages der
Datensatz kam und übernahm."
(Glumm)
[16:58]
"Tränen übers Gesicht, bei Father and Son. (...)
Man trauert keinen tollen Sachen hinterher, man trauert
Normalität hinterher. Nicht nur das. Wenn schlechte Zeiten
nur lange genug vorüber sind, trauert man selbst schlechten
Zeiten hinterher. Schlechten Angewohnheiten. Mögen sie auch
schlecht gewesen sein, ungesund und selbstzerstörerisch,
du warst mittendrin und hast Verletzungen riskiert, du
bist tief vorgestoßen ins Dumme, ins Kranke, ins Schlechte,
ins Menschliche, und ja, vielleicht hast du nicht einmal
was daraus gelernt: der großartige Song."
(Glumm)
[16:55]
Was wirklich hinter dem frühmorgendlichen Vögelzwitschern im Baum
vorm Haus steckt,
erklärt
dankenswerterweise Jawl.
[16:49]
"Auf der anderen Seite von Papa N war ein Herr M, eingeliefert
mit Verdacht auf Herzinfarkt. Herr M antwortet auf die Frage,
ob er Blutverdünner nehme, in voller Überzeugung 'Ab und zu!'
und zündete sich wenig später eine Zigarette an. Sie blieb
nur sehr kurz an."
(Frau Novemberregen)
[16:25]
"Was heute gut war am Sommer: wenn mir Schweiß aus den Haaren ins
Essen tropft, muss ich nicht aufstehen, und den Salzstreuer holen."
(Frau Novemberregen)
[15:57]
Aufgeschnappt: Je weniger man zuhört, desto professioneller sollte man nicken.
[15:52]
"Wenn der Mensch sich dauernd mit irgendwelchen fettigen und schmierigen Sachen
eincremen soll, dann hätte ihm die Evolution eine Bürzeldrüse spendiert."
(Heinrich IX)
[15:42]
"Level der aktuellen Hitzewelle: die Zeugen Jehovas tragen kurze Hosen."
(Walternativlos)
[15:40]
"Vielleicht ist die Zeit der eiweißbasierten Lebensformen auch einfach vorbei."
(Allen)
[15:31]
"Ab 30 Grad im Schatten schmilzt der Drang nach Würde." (Kieselblog)
[13:41]
Zum 100. Geburtstag von Mel Brooks Ingeborg Bachmann ist die Dichterin wenigstens in den Medien nochmals präsent.
Barbara Frankes Doku
Dichten für die Wahrheit
auf arte. Länger kann die Lange Nacht im Radio:
Literatur schlägt Leben.
In den Kinos läuft zurzeit
"Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war".
Selbstverständlich darf eine so lehrreiche Sendereihe wie Radio Wissen nicht fehlen:
Die traurige Dichterin.
Sandra Hüller, die IB im Film verkörpert,
äußert sich.
Über ihre (zweite) Biografie über die Österreicherin -
"Zwei Menschen sind in mir" -
spricht
die Literatursissenschaftlerin Andrea Stoll
(+ Sie blieb unbehaust).
Rezensiert wurde das Buch
im Büchermarkt
(kurz)
und
in der Lesart.
In einem
weiteren Interview
die Regisseurin des Filmes. Weiteres über die so jung gestorbene:
Jahre in Rom,
Mystik aus dem Radio.
[12:55]
Die Wohnung ist jetzt dermaßen heruntergekühlt, daß ich mich traue, ein T-Shirt anzuziehen.
[12:40]
Trump hin oder her. Die
USA
feiern ihren 250. Geburtstag, was Widerhall in den Medien findet,
so daß ich einige Links zum allfälligen Wohlgefallen zusammentrage.
Los ging es 1776 mit der
Unabhängikeitserklärung.
Eine vierteilige Reihe im Deutschlandfunk:
4=Cola, Jazz und Freiheit,
3=Wahlsystem,
2=Rassistisches Erbe,
1=Wunden des Bürgerkriegs.
Im Deutschlandradio - es geht bunt durcheinander, vielleicht Ausdruck des Chaos - ebenfalls unter dem Label "250 Jahre USA":
Stand und Einfluß der US-Kultur,
Ideale der Gründung,
The American Dream,
Das geklaute Land,
Native Americans,
Trumps Nationalstolz,
Sklaverei und Rassismus,
Nationbranding. -
Und DLF Nova hat
Erkämpfung der Unabhängigkeit.
Erwähnenswert auch die Mentalitätsgeschichte der USA: 2v2 +
1v2 und,
auch auf arte aus der Erklärreihe "Tracks East": American Dream?.
Derweil gucke ich stoisch + kopfschüttelnd über den Teich.
[07:27]
"Als Dienstleister zu arbeiten ist die ultimative Lektion in Gleichmut,"
(Denis)
[06:55]
Bei Hochwasser ziehen Politiker gerne Gummistiefel an. Was ziehen sie dagegen bei Hitzewellen aus?
[06:23]
Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 3850 = 550 Wochen.
Montag, 29. Juni 2026
[06:48]
Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 3849.
Sonntag, 28. Juni 2026
[07:23]
Vor Spätdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 3848.
Samstag, 27. Juni 2026
[08:00]
Vor Spätdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 3847.
Freitag, 26. Juni 2026
[07:20]
Vor Spätdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 3846.
Donnerstag, 25. Juni 2026
[07:15]
"Breturn" = eine potenzielle Rückkehr Großbritanniens in die EU. (arte-Journal, 23.6.26)
[05:39]
Vor Spätdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 3845.
Mittwoch, 24. Juni 2026
[20:36]
In den letzten Stunden sah ich Fotos der letzten beiden Wochen durch.
Fensterblick
am 18. Juni.
Ausschließlich Straßenblick bei aufgehender Sonne, damit ihr wißt,
wo hier Osten ist. Das ist
daheeme
in Leipzig-Sellerhausen.
LeipzigPeople
wuchs um den
großen Muck,
People in Color (5)
(am Johannisplatz) und ich sah den
Leipziger Urtypen
vorgestern am HBF wieder.
Seit Jahren begegne ich ihm meist an oder in einer TRAM.
20*F+C+K+A+F+D+26
ist eine deutliche Äußerung, der ich mich anschließe. Den
Unverpacktladen
sah ich, als ich zum Meeting der SHG ging. Ich wohnte in dieser
Straße von 1995 bis 1998. Am geilsten aber ist
Röntschen auf Schdazion.
DAS kann ich mir nur als Scherz vorstellen. ChatGPT hat mir das Foto
so hergerichtet, daß die Patientenakte darunter uneinsehbar ist.
Have A Bat Day!
Kann es sein, daß die
Links zu X, wenn man keinen Account hat und nicht eingeloggt ist,
gänzlich ins Nirvana führen?
[14:36]
Mentale Technik gegen einen verstopften Kopf, wenn er schwirrt,
man unfrei ist, sich nicht fokussieren kann. Die Blockaden lösen
durch
Braindumping.
Alles spontan und ungefiltert aufschreiben,
rauslassen - im Prinzip das, was mir mit MM vorschwebt. Schriftlichkeit
schafft Visualisierung, Struktur, bringt Entlastung und vielleicht
neue Assoziationen. Prioritäten lassen sich besser herausarbeiten.
Eigentlich sperre ich mich gegen Weisheitstipps im Kontext von Coaching.
Bei mir ploppen dann Veranstaltungen auf wie Bibelkurse der ZJ oder
Scientology-Dingens, wo sie einen an den mentalen Karren spannen.
Doch ungehemmt aufschreiben - das schaffe ich. Ungeheuer viele
Menschen brauchen kein Braindumping, um den Kopf frei zu bekommen.
Ihre Werkseinstellungen sehen dieses Feature vor.
[14:00]
Weil ich Anfang Mai bei Frau Kaltmamsell und bei Frau Klugscheißer
ziemlich harsch
abgeschmettert worden bin, werde ich mich hüten, zu kommentieren,
wenn das
Posting
nach dem Sturz (Gute Besserung, Frau Inés!) die unerwünschten Gesundheitstipps
geradezu zu provozieren scheinen. Störungen in den Bewegunsabläufen KÖNNEN
Symptome
einer beginnenden Parkinsonerkrankung sein. Können, nicht müssen. Unter vielen,
vielen anderen Möglichkeiten, die ich... Ich bin ja schon ruhig.
[12:52]
In einer Sendung über den
Alltag in Taiwan
war von einem Tee mit einem Kilopreis von 1000.- Euro die Rede.
"Oriental Beauty"
ist ein Oolong.
Die Grüne Teezikade (Jacobiasca formosana)
beißt die Blätter der Teepflanze (Camellia sinensis) an, die als Abwehrreaktion ihren Stoffwechsel umbaut,
was dem Tee einen einzigartigen fruchtig-süßen Geschmack verleiht.
Andere Bezeichnungen des Tees sind Dongfang Meiren, Baihao Oolong oder Pong Hong Cha (Angeber/Prahlertee).
[11:56]
Für jene, die hoffen, mit KI nicht behelligt zu werden oder daß das
wieder weg geht, aus einem Interview: "Also ohne KI - der Drops ist gelutscht"
[11:24]
Im Japan der 70er Jahre
erlebte
Sonja B., wie sich ein alter Herr im Zug bis auf die Unterwäsche auszog und
das geduldet und gängig gewesen sei. Den nächsten Japanologen, den ich
treffe, werde ich löchern. -[#]
Herr Buddenbohm ist beim Anblick seines Ventilators beinahe einem Herzinfarkt
erlegen.
[#]
Radio Wissen mit der
Geschichte der Insolvenz.
Welch Zeit, als Gläubiger den Schuldner noch unter sich aufteilen durften. Buchstäblich.
Später dann Schuldenturm, an den Pranger mit dem Knilch oder Schuldenkappe auf.
Und heute gibt es Insolvenzverwalter, die sich der Schulder selbst aussuchen darf.
[#]
"Gut genug"
selbst noch nicht gehört, lediglich über dieses
Meme,
das seinen Weg bis in die USA nimmt. [#]
Frau Klugscheißer
ficht
Zweikämpfe mit Spannbettlaken und Duschvorhang aus. [#]
Die Dialoge, die ich beim Betonflüsterer lese, führen
regelmäßig
zu
Lachsalven.
[#]
Es gibt Filmsujets, mit denen man mich jagen kann. Katastrophenfilme (Flugzeugabstürze, Schiffshavarien).
Mafiafilme. Desterwegen sah ich weder Der Pate noch
Der Pate II.
Im Podcast
Kalk & Welk
schwärmen beide Boomer-Boys von diesem Film. Ich lade ihn mal
runter und werde dann sehen, bestenfalls IHN.
[10:46]
"Wenn Sie es darauf anlegen, bringen Sie das System dazu,
Ihnen zu erklären, wie man Biowaffen herstellt oder wie
man andere Computersysteme angreift. Diese Dinge führen
noch nicht direkt zur Auslöschung der Menschheit, aber
sie sind Etappen auf dem Weg zum Verlust unserer Kontrolle.
(...)
Der chinesische Internetkonzern Alibaba hat vor ein paar
Monaten ein neues, agentenbasiertes KI-System in einer
sehr stark gesicherten 'Sandbox' getestet. Also auf einem
Rechner, der theoretisch keinen Zugang zum Internet hatte.
Plötzlich stellten die Entwickler fest, dass in einigen
Servern im Netzwerk eine enorme Nachfrage nach Rechenleistung
auftrat. Es stellte sich heraus, dass der Agent aus seinem
Sandkasten ausgebrochen war und auf den Servern im Alibaba-
Netzwerk Bitcoins schürfte, um reich zu werden. Das war
ein teilweiser Kontrollverlust."
(Stuart J. Russell)
[10:41]
"Evas Geburtstag. Meine Hände wieder ganz leer, nicht einmal
eine Blume. Dabei Eßnot u. E. durch Wäsche – alles, aber auch alles
im Badezimmer gewaschen, im Schlafzimmer aufgehängt – schon seit
Tagen überangestrengt. Die Hoffnung auf den nächsten Geburtstag ist
nicht mehr recht haltbar, teils Hitlers, teils der Angina wegen."
[Victor Klemperer: Die Tagebücher, 12.7.1944]
[10:20]
"Die protestantische Arbeitsethik erreicht Stellen im Hirn,
da kommt bloße Motivation gar nicht hin." (Maximillian Buddenbohm)
(Maximillian Buddenbohm)
[10:14]
"Leonid Breshnew lag im Sterben und die Ära des sowjetischen Zusammenbruchs
wurde eingeläutet. Ironisch sagte man damals, es war das SARGRENNEN.
Hintereinander starben mehrere Sowjetführer: Breshnew, Andropov, Tschernenko.
Es war der letzte Atemzug des Sowjetimperiums."
(Kulturzeit, 21.5.26)
[05:39]
Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 3844.
Dienstag, 23. Juni 2026
[21:11]
In
Fatique
bezeichnete ich mich als "ein Messie der Möglichkeiten".
Was aber, wenn man sich unentwegt im "Labyrinth kognitiver Konfusion" befindet?
So viel Potenzial an jedem Morgen, zugleich so viel Brainfog und
kognitiver Geiz.
Die Verflachung des Geistes, die Hortung der Möglichkeiten, ohne
sie zu verschwenden. Was für ein Leben.
Wie ich mich in "Nur für heute"
für eine bewußte Hinwendung zum Positiven aussprach, könnte ich
gleichfalls am Morgen bereit sein für die Möglichkeiten des Lebens.
Dann könnten doch Gute Tage
erfahrbar werden. Im Lauf des Tages erlebe ich einen
Niedergang,
so daß, je idealer ich beginne, die Fallhöhe geringer ausfiele.
[20:55]
Ich erkenne Gutes, wenn ich es verpasse.
[20:02]
"Mein Plan so weit für die statistische Restlaufzeit: Wenn
möglich, nicht von einer KI aus dem Job sortiert werden.
Danach nicht von einer KI als lebensunwertes Kroppzeug
aussortiert werden. Ich befürchte, das wird noch Arbeit genug."
(Kieselblog)
[19:34]
"Klima und Corona sind als Angstgaranten verpufft. Aber deswegen müssen
wir doch jetzt nicht den Krieg zur Normalität machen. Da surrt eine
Drohne mit Sprengstoff in das Gesicht eines russischen Soldaten - haha.
War ja nur ein Russe. Was erleben wir für eine intersektionale Verrohung?"
(Der Beweis)
[19:11]
Im Radio: "Ein eigener Pool ist gut, aber die anderen trifft man im Freibad."
Apropo. DerBeweis
rekapituliert
Sommer, Sonne und Baden. Zum Hören fand ich zudem
"Sommerglück im Freibad".
Doch viel instruktiver sind
diese
beiden
kulturgeschichtlichen Features über das Freibad. Empfehlung, Wasser marsch!.
Um zu baden, entkleidet man sich, was selbst
zum Thema
werden kann. Oder man badet
prinziplell nackt.
Über die Sicherheit am Wasser geht es in
"Zwischen Badespaß und Lebensgefahr".
[17:55]
Claudia Klinger ist der Meinung, wir sollten KI-Halluzinationen nicht
tolerieren, sondern die KI
zurechtstutzen.
Das Phänomen gibt es beim Menschen übrigens auch. Beim
Korsakow-Syndrom
heißt es
Konfabulation.
Ich werde Claudia mal vorschlagen, bei der nächstbesten Halluzination
die LLM mit der Frage zu beleidigen: "Hast du vielleicht Korsakow, weil
du konfabulierst?" Auf deren Antwort bin ich gespannt.
[08:33]
"Das Konzept von komprimierter Zeit ist auch der Grund, warum
Leute gern lesen: Sie machen ein blendendes Geschäft. In einer
Minute haben sie eine Stunde fremde Denkarbeit oder mehr gewonnen."
(Constantin Seibt via wirres.net). -
Durch Felix Schwenzel auf den Terminus
"kognitiver Geizkragen" (cognitive miser)
gestoßen. Das Gehirn ist 'ne faule Sau und spart Energie, wo
es nur kann, nutzt jede Abkürzung, die es kriegen kann. Das ist
oft nützlich, birgt allerdings Risiken wie vorschnelle und
möglicherweise fälschliche Mustererkennung, Schubladendenken.
Wenn nun die KI uns mehr und mehr Gehirnschmalz abnimmt, rostet
der Grips ein, trocknet aus. Kognitive Dürre und Ödnis. Hier
bitte den berühmten
Chamaechorie
(Tumbleweed, Bodenläufer, Bodenroller, Steppenläufer,
Steppenroller oder Steppenhexe) vorstellen.
Wenn wir durch KI zu geizig sind und intellektuelles Outsourcing
betreiben, wird uns das früher oder später auf die Füße fallen,
obgleich es JETZT sehr angenehm reibungsarm ist.
[07:46]
Die letzten 5
Wortperlen:
"Das Adrenalin von Querschüssen" (Kaltmamsell),
"gefühlskippelig" (Herr Buddenbohm), "Textbaustein mit Puls" (= Politiker) + "geistige Leergutproduktion" (Hans Gruber),
"Früchtejuwelier" (= Obst/Gemüseladen / (Vanessa Giese),
"verschattetes Gemüt" (Frau Kaltmamsell).
[07:11]
"Ich wandte ein, dass die Dame sehr klein und zierlich ist und ich
schon daher nichts zu befürchten habe. Gut, sie sei verrückt. 'Du
aber ja auch', erwiderte Frau Herzbruch. Das ist durchaus richtig,
in Momenten akuter Gefahr war ich in Bezug auf Hemmungslosigkeit
mit allen Irren, denen ich bisher begegnet bin, durchaus auf
Augenhöhe." (Frau Novemberregen)
[07:10]
Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 3843 = 549 Wochen.
Montag, 22. Juni 2026
[21:22]
Bock auf Oper/Operette ist ein Bedürfnis, welches mich selten überkommt.
Ein Bericht über Barry Koskys Inzenierung der Opera buffa
"Il viaggio a Reims"
(Trailer)
von Rossini, schaffte es . Eine rasante Slapstick-Revue, die die Darsteller auch
körperlich so beanspruchte, daß die Sängerin Marina Viotti sagte:
"Wir haben alle 3 bis 5 Kilo verloren. weil es körperlich und mental
so anstrengend war. Wir nennen es die Kosky-Diät." Cecilia Bartoli in
einer Hauptrolle. Ein fetter, komödiantischer Parcour, den ich gerne
erlebte.
[20:37]
Der Dienst gestern begann 21.45 Uhr mit einem Verstorbenen. Dazu
erzähle ich später, wie das ist und was wir da machen. Die Bude
weiterhin voll, 28 von 30 Betten belegt. Die üblichen Nickligkeiten
wie herumirrende demente Patienten und die Dauerklingler.
Die Kollegin ist 35 Jahre junger als ich, was ich in der Schnelligkeit
ihrer Aktionen spüre. Beim Tablettenstellen brauche ich 30 Minuten
länger. Einen Narzissten ficht sowas an. Aktiv dagegen ansteuern,
Skills aus der Therapie hervorkramen wie
RA.
Daß ich nicht so schnell arbeiten kann, wirkt sich nicht aus.
Nachts ist auch für den/die Lahmarschigste(n) ausreichend Spielraum.
In einem Cartoon sah ich die Replik "Ich bin nicht faul, ich bin
halt fleißig in Zeitlupe".
[20:11]
Originelles
Bücherregal
in den Konturen der USA. [#]
In Zusammenhang mit einem Parkettleger von "abgehoben"
zu sprechen.
Gemeint ist deren Gebaren, nicht die Handarbeit.
[#]
Huhncontent
bei der Landlebenbloggerin. Ich liebe es! [#]
Ich trete auf der Stelle, habe mit
Holger
einen alten Frekannten entdeckt und mußte das kurz eine Stunde
durchhecheln. [#] Die Beifängerin kommt mit ihren
Werkseinstellungen
zurecht, wähnt sich aber im falschen Jahrtausend. Ihr Gehirn
verunfallt zwar öfter, hat sie dennoch dorthin geführt, wo
sie nun ist. Der Move mit den Werkseinstellungen behagt mir sehr.
[#]
Radio Wissen,
einer meiner absoluten Topfavoriten. Und unter denen machte mir die Folge über
Fluchen und Schimpfen
richtig Spaß. [#]
Hälste nicht aus. Bericht über zwei Wanderevents in Sachsen.
Den deutschen Teil organisiert Frau BERGau.
Eurorando
als größtest Wanderfest Europas sagte mir nichts.
Blumig schloß die Berichterstatterin "... bis sich Ende Oktober
Wanderer aus ganz Europa ein Stelldichein geben." Alter, die
sollen WANDERN und sich nicht hinstellen.
[19:45]
Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 3842.
Sonntag, 21. Juni 2026
[19:30]
Vor Nachtdienst 2/2 (Dienst 3/3). Tage ohne Alkohol: 3841.
Samstag, 20. Juni 2026
[10:00]
Terminblindheit nenne ich mein Problem, mir Termine merken und
verwalten zu können. Jüngstes Beispiel. Am Montag hätte ich beim
Psychotherapeuten um 9.10 Uhr ein Einzel
gehabt. Heute und Morgen Spätdienst, kein Problem.
Weil ich zwischen Tür und Angel von meiner Chefin gebeten worden
war, am Wochenende stattdessen Nachtdienst zu machen, guckte ich
aufs Handy und sah an den gemeinten Tagen keinerlei Einträge und
sagte folglich zu. Dadurch daß ich am Montagmorgen aus der Nachtschicht
herausgehe, muß ich das Einzel absagen,
Denn Termine NACH einer Nachtschicht morgens, z.B. beim Arzt,
geht in der Jugend, als 60-Jähriger habe ich dazu keinen
ausreichenden physischen Anlauf. Nicht zuletzt, um mir solcher
Dinge gewahr zu werden und darauf zurückgreifen zu können, begann
ich "Markus Mäandern".
[09:59]
Vor Nachtdienst 1/2 (Dienst 2/3). Tage ohne Alkohol: 3840.
Freitag, 19. Juni 2026
[08:13]
Vor Spätdienst 1/1 (Dienst 1/3). Tage ohne Alkohol: 3839.
Donnerstag, 18. Juni 2026
[20:50]
Simon erzählte, seine Frau sage, Hitler dürfe nicht sterben,
man müsse noch Geld mit ihm verdienen, indem man ihn im Käfig durch
die Welt führe - Eintritt 1 Dollar, Anspucken 2, In-die Fresse-hauen
3 Dollar. [Victor Klemperer: Die Tagebücher, 23.7.1944]
[20:30]
Berger citierte, was schon alt sein soll, mir aber neu war:
Wir sind durchs rote Meer gekomen, wir werden auch durch die braune
Scheiße kommen! [Victor Klemperer: Die Tagebücher, 21.8.1944]
[20:24]
Nachdem Maximillian Buddenbohm unhaltbare Zustände in seinem
Hamburger Kiez geschildert hat, resümiert er: "Man möchte
der Wirklichkeit spätestens bei so etwas glatt einige
Sterne in der Bewertung abziehen."
(Maximillian Buddenbohm)
[14:30]
Durch eine Bemerkung auf Mastodon kam mir in den Sinn,
daß endlich meine Zeit gekommen scheint. Meine Knarzigkeit
unterscheidet mich erkennbar von einer KI. Ich bin authentisch,
so wie ich bin, wenn ich eben im Alltag knurre und seufze.
Weil jetzt - im Zeitalter der KI, d.h. MIT KI - Medizinstudenten
herangebildet werden, die später allen Ernstes Ärzte werden,
empfiehlt das Netz, nun doch möglichst gesund zu leben, um
die Überlebenschancen zu stabilisieren.
[14:29]
"Laut einem Zeitungsbericht droht Deutschland wegen der EU-Sanktionen
gegen Russland bald eine Fischstäbchenkrise. Auch das noch, möchte man
entsetzt ausrufen. Unterstützung der Ukraine schön und gut, aber doch
nicht unter Gefährdung der Fischstäbchenversorgung!"
(Postwestfale)
[14:27]
"Manch einer sieht mit Brille gleich viel besser aus als ohne.
Wenn Männer mit Sehschwäche ihre Brille abnehmen, weckt das meinen
Beschützerinneninstinkt. Dann möchte ich sie am Arm nehmen und
über die Straße führen. Vom Gehweg gegenüber zu meinem Hauseingang."
(Frau Klugscheißer)
[14:22]
"Was man so macht. Als eingespieltes Paar mit drei, vier unschönen
Dauerthemen und mit einigen vom Schicksal launig weiter zugespielten
Ereigniskarten aus der 2025er Edition des Spiels." (MB über das Eheleben)
[11: 42]
Laßt euch nicht abschrecken. Holger und ich kennen uns aus dem Internet
seit zig Jahren, schreiben uns alle zwei Jahre 'ne Mail. Daß er
regelmäßig bloggt, ist mir entgangen. Und wird nachgeholt. Sein
mehrsprachiges Blog "Teures Papier"
sei hiermit empfohlen, nicht nür für jene, die Koreanisch kennen.
Der Leipziger liest, hört und sieht sicherlich mehr als ich und ist
nicht nur als DAF-Lehrer versiert, sondern auch als Blogger. Zack,
in die
Blogroll.
Ein (auch) deutscher Blogname wäre hilfreich. -
Bibliomanen-Content
vorprogrammiert,
wenn er über sein Leseleben schreibt.
[09: 55]
Frau Anje aus Holland
referiert
über Anlagen und will umschichten in ETFs zwecks monatlicher Ausschüttung.
Sie läßt mich neidisch mit der Einsicht zurück: Hättest du damals!
Nunja. Damals hatte ich genausowenig Grips und Geduld für den
Ausdauersport Kapitalanlage. Allein das Wort Aktie klang unerträglich
nach Aktion, nach aktiv sein, Gewehr bei Fuß, Habacht.
Andrerseits, hätte ich mich durchgekämpft und ein bißchen Mühe gegeben,
müßte ich mir heute keine Gedanken machen, wie ich die 5 Jahre bis zur
Altersrente überstehen soll. Zur Währungsunion besaß ich 4800.-
MDN, was bedeutete,
daß ich zum 1. Juli 1990 mit einem Gesamtvermögen von 4400.- DM
startete. Opa erzählt von der Wende. Es brauchte 10 Jahre, bis ich
im Januar 2000 so doof war, ein Fondsdepot anzulegen. Kaum getan,
gings abwärts und im März hatte ich gigantische Verluste, die meinen
Widerwillen bekräftigte. 17 Jahre später hatte sich das Depot erholt
und konnte mit einigermaßen Gewinn aufgelöst werden. Ich wollte damit
nichts mehr tun tun haben. ABER. Dann kamen die Strafzinsen auf
Guthaben, so daß ich vor einigen Jahren wieder ein Depot anlegte
und haargenauso auf die Fresse fiel wie heuer 2000. Mit zeitweise
bis zu 25000.- Euro Miese. Das sitze ich jetzt aus und muß doch
bei Anje sehen, welche Mühe ich mir erspart hätte, wenn ich in dieser
wichtigen Sache Gehirnschmalz investiert hätte. Konto passati.
Ich klage auf
höherem
Niveau.
Nicht was HABEN anderen, was ich nicht habe, sondern was BEHERRSCHEN
sie besser als ich. Finanzen managen, Computerproblee lösen,
Webseite programmieren... Ich kann wunderbar nörgeln, finde aber
niemanden, der mich dafür entlohnt.
[05:30]
Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3838.
Mittwoch, 17. Juni 2026
[23: 55]
Das Posting zur Revue
"Mokka-Hits und Milchbar-Träume"
um eine Kritik erweitert. Inzwischen fand die Uraufführung statt und kann
nachgehört werden.
[#]
Die Sendung
42 - Die Antwort auf fast alles
ist quasi das
Radio Wissen
des Fernsehen. Kurzweilig und informativ. Ich sah gerade die Folge über
Persönlichkeit, ob wir uns ändern können.
[#]
Wie alt wir sind und ob wir in Zukunft an bestimmten Krankheiten erkranken
werden, welche Organe schneller altern und ihren Dienst einschränken werden,
läßt sich mittlerweile
bestimmen.
Ob ich das wissen wollte? Ja, Nein.
Grübel, grübel und studier.
[#]
Faktenreich ist
"Plastik: eine Hassliebe".
Fazit, Plastik abzuschaffen, nicht sinnvoll, solange wir
stattdessen wieder auf ebenso ressourcenfressende Materialien
zurückgreifen müßten. [#]
"Risiken der KI"
läßt meine Sorge nicht ruhen, daß die KI uns entgleiten könnte.
Getreu dem Motto "Denn sie wissen nicht, was sie tun." [#]
Antifeminismus,
ein Parforceritt durch die Geschichte der Unterdrückung
der Frau bis heute. [#] Das Kalenderblatt zu
Dean Reed
erinnert mich an damals, als er von der DDR als propagandistische
Allzweckwaffe verwendet worden war. Oder das längere
Zeitzeichen.
[23:51]
"Tage in stoischem Leistungswillen beginnen" ..., "ohne dabei auf
die Umwelt unangemessen euphorisch oder streberhaft zu wirken."
(Maximillian Buddenbohm)
[23:50]
"Als Tages-, Wochen-, Monats, Jahres- oder gar als Lebensmotto
bestens geeignet: spielfreudig voranscheitern.
(Maximillian Buddenbohm)
[23:49]
"Es ist eine Unordnung in der Welt, an der Menschen mit Sinn für Systeme verzweifeln müssen." (Maximillian Buddenbohm)
[22:30]
In Abwandlung einer
Formulierung
möchte ich beim nächsten Zwist auf Arbeit mit entrüstetem Gleichmut anbringen:
"Ihr seht hier einen frisch aufgebrachten Krankenpfleger vor euch!"
[21:55]
"Mein Plan so weit für die statistische Restlaufzeit: Wenn möglich, nicht von einer KI aus dem Job sortiert werden. Danach nicht von einer KI als lebensunwertes Kroppzeug aussortiert werden. Ich befürchte, das wird noch Arbeit genug."
(Stefan Rose)
[18:22]
Ich schaue keine Horrorfilme, ich verfolge Neues zum Thema KI.
Faszinierend, vor allem wenn
KI-gestützte Roboter
auf alte oder einsame Menschen
treffen.
In Südkorea, dem Land mit der
schnellsten Alterung
der Gesellschaft werden solche
Alltagsbegleiter
eingesetzt. Lexikon und Plaudertasche in einem. In Japan die
zuckersüßen Mofflins,
hierzulande die hölzerne
Kiko
(2).
Ich bin neugierig, ob ich als Pfleger noch den ersten
Pflegeroboter
in praxi erleben werde.
[16:51]
97 Prozent der Ehen in Indien sind arrangiert. Wer nicht
heiratet, gilt als Versager. Für Eltern ist es
heilige Pflicht,
ihre Kinder unter die Haube zu bringen. Der Hinduismus kennt
acht Arten der Ehe, vier sind gut, vier von Übel. Einmal dürft
ihr raten, wozu die westlichen Liebesheirat gezählt wird.
[16:45]
Rund um die neuroimmunologische Erkrankung mit dem komplizierten Namen,
die mich, seitdem ich den Verdacht, selbst erkrankt zu sein,
beschäftigt.
Nach der großen Doku
"Die rätselhafte Krankheit - Leben mit ME/CFS"
von 2021 erstarrte ich vor Mitempfinden und Entsetzen, als ich vor Wochen den Essay
"Die Grenzen der Autonomie"
hörte oder besser erlebte. Neuere Dokumentationen sind
"Blackbox der Pandemie"
sowie
"Unendlich müde"
(nano / 2026). Ob Long-Covid-Kranke hoffen dürfen, hören wir im Feature
"Hoffen auf Heilung".
Immerhin sind jetzt 4 Off-Label-Medikamente
zugelassen
worden, während es ein fünftes, Naltrexon,
nicht
auf die Liste schaffte. Jährlich fallen in der Bundesrepublik durch
ME/CFS + Post-Covid bei 1,4 Mio Betroffenen Kosten von 66 Mrd. Euro an!
Zu denken sollte geben, daß selbst Ärzte
betroffen sind
und auf diesselbe Ignoranz und das Unverständnis stoßen wie Laien.
Windmühlen.
[14:31]
Im vor kurzem gehörten Podcast
Kleine Philosophie der Unzufriedenheit
wurde auf den Stoizismus verwiesen, der
Seelen/Gemütsruhe
(Ataraxie)
"predigt", damit man unabhängig von den Widerfahrnissen und Widrigkeiten
des Lebens würde. Während der Psychotherapie begegnete mir kurz zuvor
das Konzept der
Radikalen Akzeptanz,
das auf einem souveränen Abfinden mit der Situation fußt. Zufriedenheit
kann entstehen, wenn man das, was man nicht ändern und kontrollieren kann,
so annimmt und abhakt und sich stattdessen nur auf Veränder/Beeinflußbares
fokussiert. Eine andere Praxis ist die
praemeditatio malorum.
Sich das Worst-Case-Szenario vorstellen und es einordnen. -
Stichpunktartig notiert während des Podcasthörens:
3 Richtungen der Unzufriedenheit: mit sich selbst, mit anderen, mit dem Rest der Welt.
3 Objektbereiche, worüber wir unzufrieden sind: Unerledigtes (To-do-Liste),
Retrospektives (Verpaßtes, Vermasseltes, vertane Chancen), Gegenwartsbezogenes
(fehlende Sinnhaftigkeit). Neid als Quelle für Unzufriedenheit: 2 Formen,
konstruktiver, vergleichender Neid (Ich will auf das Niveau eines anderen, Habenwollen);
destruktiver, nivellierender Neid (Ich mißgönne anderen etwas, Wegnehmen wollen).
Kapitalismus basiert auf Unzufriedenheit und generiert ein dauerhaftes
Mehr (Leistungsprinzip, Konsumwillen). Was nun tun? 1. Stoizismus oder
eben RA (Radikale Akzeptanz), um
Gemütsruhe
zu erreichen, Gelassenheit. 2. Vita activa: Streben nach Besserem,
Vorbildwirkung für andere, Tugendstreben. 3. Genügsamkeit, Regulierung
der Bedürfnisse, Achtsamkeit. Am Ende steile These. Eine gewisse
Unzufriedenheit resultiert aus dem Unglück, geboren worden zu sein
(E. Cioran) und aus dem Paradies (Paradise Lost / intrauterine
Vollversorgung) vertrieben zu sein.
[13:56]
Ich denke, ich spreche für viele von uns, wenn ich sage: "Hä?"
[07:00]
Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 3837.
Dienstag, 16. Juni 2026
[23:40]
"Dunkelkalendarisches" (Totensonntag, Volkstrauertag, Allerseelen, Raunächte) - this made my november, december, january.
[23:33]
Einst war Herr Buddenbohm
beim Notar
zwecks Testament und Patientenverfügung. Sein Notar - wir befinden uns in
Norddeutschland, wo man "arm an Pathos" ist -, meinte: "Wir regeln jetzt
also tot und halbtot."
[23:31]
"... anschwellende Loseblattsammlung 'Zeichen des Niedergangs' im Auge behalten."
(Maximillian Buddenbohm)
[23:30]
"... seelisch runtergerockt, jahresendverbraucht und dezent angebittert..." (Maximillian Buddenbohm)
[07:00]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3836 = 126 Monate.
Montag, 15. Juni 2026
[08:16]
"Reicht Laktoseintoleranz für den Behindertenparkplatz oder soll ich mir einen Rollator zulegen?" -
"Tradition ist die Eisenkugel an unserem Knöchel."
(Kiezschreiber)
[07:28]
"Zu Mittag gibt es heute große Kniften Dinkel-Roggenbrot mit
Frischkäse, Olivenpaste, Putenbrust und geräuchertem Scamorza.
Da ich alle Zutaten dafür im Biosupermarkt gekauft habe,
werden die Kniften von einem Geldtransporter hinter mir hergefahren."
(Kieselblog)
[07:17]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3835.
Sonntag, 14. Juni 2026
[19:30]
Damals, als X noch Twitter hieß und knorke war, begann ich,
Fahrräder
in Leipzig
zu fotografieren. Mit Fokus auf kaputte, ausgeschlachtete, verlassene. Oder
Kuriosa
von früher
und
heute.
Ob sie im Allee-Center
an der Decke hängen,
von einer Karosse umschlossen
sind, krass
unterschiedlichen Generationen
angehören oder ob Relikte den
Jahreszeiten trotzen.
Fahrrad fahren ist gut für
Körper und Geist.
Neuzugänge sind
zwei Fahrradleichen,
denen nur die Vorderbeine ausgerissen wurde. Unweit Johannapark im Juni 2026.
[17:10]
"Dann erzählte er mir noch, dass er acht Jahre eine Frau
hatte. Die hat ihn unlängst verlassen. Mit 81. Für einen
82-Jährigen. 'Wer macht denn so etwas Blödes?', regte er
sich auf. 'Und was ist der Grund?', fragte ich nach.
'Der hat einen Schrebergarten.' Da musste ich lauthals
losbrüllen."
(schizophrenist)
[17:08]
"Vor allem aber, wenn man die Lage der Wirklichkeit bedenkt,
träume ich insgesamt verblüffend erbaulich." (Maximillian Buddenbohm)
[17:05]
"Weitermachen und ab und zu rausgehen. Dann hat man sich ausreichend Mühe gegeben. Der Rest ist Schicksal." (Maximillian Buddenbohm)
[16:48]
"'Hot Pot'
ist so eine Art asiatisches Fondue: Man bekommt zwei unterschiedliche
Suppen und wirft dort Fleisch, Fisch, Tofu, Gemüse und Nudeln hinein.
Dann fischt man alles unter großen Gekecker und Geklecker mit einem
Kescher wieder heraus und wundert sich. Die Suppen werden mit der
Zeit immer würziger und die Asia-Frau kommt mit einem gigantischen
Wasserkessel und kippt heißes Wasser nach."
(Kieselblog)
[13:26]
"Draußen jetzt bei 12 Grad auch wieder um Blöcke kurvende
Cabrio-Fahrer, die so gucken, als hätten sie den ganzen
Frühling selbst bezahlt." (Maximillian Buddenbohm)
[13:22]
"... blüht die Akelei unter dem Flieder in einem gediegenen
Lilaton, in einer ausgesprochen vornehmen Farbe. Diese Blume
vielleicht lieber siezen, sie sieht danach aus."
(Maximillian Buddenbohm)
[11:40]
Repetitive Handgriffe werden in Indien in so genannten
egozentrischen Datensätzen
aufgezeichnet,
um damit KI und Roboter zu trainieren. Um die indische Schattenwirtschaft
wird es wohl noch dunkler, wird befürchtet. Bei der Gelegenheit
erweiterte ich den
allgemeinen Roboterartikel
um AEON.
[11:07]
In Vaters Waschmaschine köchelt eine Trommel Buntwäsche.
Care-Arbeit, so wichtig. So bescheurt, täglich andere Wäsche
anzuziehen, bin ich nicht. Hat vor Erfindung der Waschine auch
niemand gemacht. In einer Kulturgeschichte las ich einst, wie
sich die Hygienevorstellungen mit der einziehenden Technik "radikalisierten".
Ein gutes Mittelmaß scheint mir vernünftiger. Doch auch ich muß
irgendwann auf den Wäscheboden neben mir. Und zwar genau jetzt. -
Kacke, die Impulse prasseln schon wieder auf mich ein. Ich tippe hier, während mein
Bruder whatsappt. Und zwar stellt er mir, weil er für den Vater
oft kocht. hin und wieder 'nen Topf hin mit der Bemerkung "Iß es
oder schmeiß'es weg." Da muß ich doch reagieren, oder? "Ich würde
nie etwas, das der erprobte Familienkoch im Schweiße seiner Füße
zubereitetet hat, achtlos wegwerfen!" Loben, kann ich!
[09:55]
Im arte-Journal sehe ich, daß Vietnam einen 100-Jahres-Masterplan
umsetzt,
indem Hanoi komplett umgebaut wird. Die für die Hauptstadt
typischen Händler- und Imbißstände müssen weichen.
[07:42]
"Bei 18 Grad und bewölktem Himmel habe ich eine kosmische Verbindung zu den verschiedenen Existenzebenen."
(mequito)
[07:34]
"Stets auch für das Positive preppen, nicht wahr." (Maximillian Buddenbohm)
[07:10]
Gestern Nachmittag ein schöner Spaziergang durch den
Abnaundorfer Park.
Eine seit vergangenem Jahr bestehende
Gruppe von Singles,
die der Gefahr der Vereinsamung und Schrathaftigkeit entgehen möchten,
denen Kontakt zu anderen wichtig ist und die sich einmal monatlich
dafür Zeit nimmt.
Gemeinsam. -
Initiiert als ökumenisches Unterfangen gibt es als Treffpunkt einen
"Ort des Zuhörens",
freitags ab 15.30 Uhr im Propsteikaffee gegenüber dem Neuen Rathaus.
Der Rochlitzer Porphyr dürfte unübersehbar sein. Ein Gesprächsangebot,
das durch geschulte, ehrenamtliche Menschen umflankt wird.
[06:00]
Freier Tag 7/7. Tage ohne Alkohol: 3834.
Samstag, 13. Juni 2026
[20:40]
"Wer, so wie ich, als Stümper zur Welt kam, um sich dann mühsam in Kleinarbeit zum vollausgebildeten Nichtskönner hochzuarbeiten und schließlich als Dilettant in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen – ein Leben lang zu nichts nutze –, der bleibt selbst in diesen von der KI-Revolution ausgelösten Umbruchszeiten auf seinem Unvermögen sitzen, sich auszudrücken; du kleinstbürgerliche Eiterbeule, gefangen in deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit."
(schizophrenist)
[20:12]
Plusquamperfekt und Vollendetes Futur sind so etwas wie der grammatikalische Coitus des Sprachverliebten.
[20:10]
Gelesen: "Also wenn ihr mal 'ne Expertin für richtig scheiße schlafen braucht, ihr könnt mich Tag und Nacht anrufen."
[20:07]
"Ein sicherer Drittstaat ist mit Sicherheit ein Staat, der sehr weit weg ist. So viel ist sicher."
(schizophrenist)
[20:03]
"Die Spiegel-Journalistin Anja Rützel (...) macht mit Worten
aus einem Testosteron-Trottel ratzfatz ein vegetarisches
Gericht, das aber total versalzen ist."
(schizophrenist)
[19:58]
"'Weil du in der Kernzone der Idylle eben nichts verloren hast'",
(schizophrenist)
[1950]
"Um Thomas Mann uhrzeitgerecht aus der Küche heraus zu zitieren: 'Unordnung und frühes Leid.'" (Maximillian Buddenbohm)
[19:49]
"Er sagt zu Medikamenten oder Tabletten immer Pulver. 13
verschiedene Pulver. Gesundheitlich sei er total erledigt.
'Mich halten ja nur noch die Pulver am Leben', sagte er
sichtlich getroffen und angewidert. Der Lebensekel schlug
bei ihm in diesem Moment voll durch. Der Verfall kann
einem die Laune so richtig vermiesen. Nix als Krisen."
(schizophrenist)
[19:47]
"Ich bin nicht der Kandidat der Wahl, wenn es um lockere Spontaneität geht. Ich bin eher der Typ Schienenfahrzeug." (Maximillian Buddenbohm)
[19:45]
"Mit dem E-Scooter zur Front und dann im Schützengraben vapen. Hey Iwan, wir haben die Gen Z."
(Kiezschreiber)
[16:70]
"Ich war früher so schlank, ich habe als Model für 'Brot für die Welt' gearbeitet."
(Kiezschreiber)
[16:11]
"Ich bin so alt, mein spirituelles Krafttier ist bereits ausgestorben."
(Kiezschreiber)
[16:10]
"ICE hat die Strategie geändert. Sie bleiben im Büro und bestellen Essen bei mexikanischen Lieferdiensten."
(Kiezschreiber)
[13:22]
"Pechsträhnen fangen immer mit dem Aufstehen an."
(Allerlei Gedanken)
[13:16]
"Indem Sie z.B. heiraten, addieren Sie zunächst einmal zwei Vergangenheiten
und erweitern damit den Umfang spukhafter Einflussnahmen auf Ihren Alltag."
(Die Beifängerin)
[13:03]
"Kleine Kinder mit sehr weit gestellter Aufmerksamkeit, mit ungeheuer
offener Weltbetrachtung." (Maximillian Buddenbohm)
[13:00]
"Ich habe unseren Nachnamen auf Grabsteinen gelesen, so etwas erdet auch." (Maximillian Buddenbohm)
[12:58]
"Einen großen Vorteil hat dies Wetter, verschmiertes Augen-Make-up
wird nicht zwangsläufig Tränen zugeordnet."
(Voller Worte)
[08:50]
Frau Klugscheißer kann
willentlich
den
Musculus stapedius
bedienen. BENEIDENSWERT! Das bräuchte ich im ÖPNV oder mitunter
in Räumen mit vielen Menschen. Desweiteren
plädiert sie für in den Alltag eingebaute sportliche Miniaktionen.
Die Idee, zwischendurch Knie/Rumpfbeugen & Co einzubauen,
Treppen zu laufen, wo immer es nur geht usw. hatte ich öfter.
Die Idee, wohlgemerkt. Und
als Drittes:
Freundlichkeit, Zugewandtheit transportieren, ein
Random Act of Kindness,
Klimaschutz der etwas anderen Art. - Auch der
zweite Blogpost,
den ich heute lese, der Knaller. Felix Schwenzel schreibt über Kobolde,
digitale Helfer, jetzt die KI-Schwemme, damals analoge und dann digitale Notiz/Adreßbücher,
Butler, die sich andienen, Nützliches leisten, aber auch Bedenken
erzeugen wie bei ix. Weil ich diesen Post, welchen ich wegen der drei
bei Frau Klugscheißer aufgegriffenen Dinge Hattrick nannte, um
ix' Kobolde erweitere, wirds allgemeiner = eine
Blogschau. -
Phänomenal dieser Text der Beifängerin über
Familie, Ehe, Sorge.
[06:22]
Freier Tag 6/7. Tage ohne Alkohol: 3833.
Freitag, 12. Juni 2026
[22:33]
Das eine oder andere gehört. Weil ich nicht alles zu einem
eigenen Beitrag verwursten kann und will, hin und wieder eine
Erwähnung dessen, was ich an Podcasts gerne hörte und anderen
empfehle, mir gefälligst darin zu folgen. Faktenreich ist
"Plastik: eine Hassliebe".
Fazit, Plastik abzuschaffen, nicht sinnvoll, solange wir
stattdessen wieder auf ebenso ressourcenfressende Materialien
zurückgreifen müßten. - "Risiken der KI"
läßt meine Sorge nicht ruhen, daß die KI uns entgleiten könnte.
Getreu dem Motto "Denn sie wissen nicht, was sie tun." -
Antifeminismus,
ein Parforceritt durch die Geschichte der Unterdrückung
der Frau bis heute. Nachtrag: Das Kalenderblatt zu
Dean Reed
erinnert mich an damals, als er von der DDR als propagandistische
Allzweckwaffe verwendet worden war.
[20:44]
"Zusammensuchen, was einem noch guttut, das wird jetzt wichtiger." (Maximillian Buddenbohm)
[20:42]
Den Blogger schizophrenist ob seiner ausufernden Texte aufgeschoben.
War dumm. Er mixt viele Themen zu einem Brei, wenn man sich darauf einläßt,
ist's letztlich stimmig. Auf jeden Fall irre komisch. Als Einstieg
las ich das schöne Porträt
des B. Falls man gerade etwas Freizeit hat, auch
"Der KI-Exorzismus"
beachten.
[20:34]
"Es wird sich doch bei allem jemand etwas gedacht haben.
Was wäre das sonst für eine Welt." (Maximillian Buddenbohm)
[20:30]
"Das ist nämlich eine nicht zu unterschätzende Bereicherung durch
das Lesen: Anderes für grundsätzlich möglich halten." (Maximillian Buddenbohm)
[20:26]
Bei DerEmil kommentiert:
Einst wird es darum gehen, sich darüber schlüssig zu werden,
wie alt man denn eigentlich ist. Da ich sehr alte Menschen
pflege, sieht man auf die Frage "Wie alt sind Sie denn?" hin
oft die berühmte Glühbirne über dem Kopf aufleuchten, bis
Qualm aus den Ohren quillt. Es hilft nicht immer, ist aber
eine Option, sich vom Geburtsjahr aus zum Alter vorzuhangeln.
Ist dieses nicht mehr gewärtig, wird's schwierig, sich
gemeinsam auf ein Alter zu einigen. Dementen mit Logik zu
kommen, ist Unsinn. Wenn die 95-Jährige ihre Mutter besuchen
möchte, besorgt man selbstverstänlich sofort einen Fahrplan.
[20:15]
"Wenn ich zu irgendetwas überhaupt nicht tauge, dann sind es
Arbeiten, für die man optische Muster erkennen muss. (...)
Ich gehöre allerdings auch zu den Menschen, die bei Tetris
sogar die Würfel drehen, weil sie dann vielleicht besser passen."
(Frau Anje)
[20:17]
Frau Anje
wurde gebeten, zum 90. Geburtstag ihrer Mutter eine Schwarzwälder
Kirschtorte zu backen, aber ohne Alk, so daß sie gleich zwei
Torten in Angriff nahm: die normale=richtige und eine vegane,
bei der sie sich den Einfall verkneifen mußte,
einen Totenkopf drauf zu basteln, um ihrem inneren.Widerstand gegen das
veganimmanente Extra-Hickhack Ausdruck zu verleihen.
[20:40]
"Endloses Scrollen durch das Reel-Fegefeuer" (mequito)
[06:22]
Freier Tag 5/7. Tage ohne Alkohol: 3832.
Donnerstag, 11. Juni 2026
[21:00]
Maximillian Buddenbohm
hatte einen Geschichtslehrer, "der ab und zu im Unterricht taumelnd nach einem Stuhl griff und sagte:
'Gestatten Sie bitte, dass ich mich setze, ob Ihrer Dummheit.'"
[20:59]
"Spartaner stehen im September vor Stollen und gucken sparsam."
(Maximillian Buddenbohm)
[15:05]
Elizabeth Gaskell habe, so lese ich bei Maximillian Buddenbohm,
im Schreiben "Zuflucht vor den liliputanisch kleinen Pfeilen
der entnervenden Alltagsmüh" gefunden.
[15:00]
"Ich bin weiterhin enorm leicht zeitlich zu verwirren. Sagen Sie mir einen Wochentag, ich nehme ihn."
(Maximillian Buddenbohm)
[14:56]
"Ich schneide einen Meter weiter das Braune im Erdbeerbeet weg.
Das ist eine simple Regel, das Braune muss weg, das gilt anderswo
genauso schlicht. Kein Gartentag ohne Metaphern, alte Regel."
(Maximillian Buddenbohm)
[13:13]
Immer wieder Kostbarkeiten aus der Sesamstraße, auch für uns Depressive:
"I'm so happy",
[12:55]
"Niemand kommt unbeschadet jenseits der 50 an." (Maximillian Buddenbohm)
[10:14]
Seit 4.20 Uhr am Rechner. Audios gesichert und bei den Miszellen auf
Teil 84
vorgestoßen. Kostete wie immer Zeit, bis alle Anpassungen
stimmig sind. Zudem gibt es noch eine
Alternativversion.
Normalerweise höre ich zwischen 5 und 8 Uhr Deutschlandfunk,
schalte aber ab, wenn ich mich konzentrieren muß. Oder
mich überkommt die
Lust auf Musik. -
Den gesamten Morgen für das Einsammelbuch gerackert. Ein
Impuls, dem ich nachgehe, generiert zwei, drei weitere.
Wie Tarzan, der sich von Liane zu Liane durch den Dschungel
hangelt, bis er irgendwann mal auf den Boden landet. SO
fühle ich mich, wenn ich anfange, meine Sachen anzugucken
und zu bearbeiten, die Sammlungen zu pflegen, die Links
auszuwerten. Ich erwähne es ständig: mein Brotberuf Krankenpfleger
ist mir mehr und mehr im Weg. Ein Zeitfresser, dem das Maul
gestopft gehört. Zwei Stunden lag ich gerade im Bett und hörte
Podcasts.
Erfrischter luge ich auf den Bildschirm und bin schon wieder
abgebogen. Beherrschung, Markus, zu viele Lianen!
[09:58]
Die Mär vom christlichen Abendland ist eine Zuschreibung, die
sich erst am Ende des 17. Jahrunderts herauszukristallisieren
begann. Im Mittelalter sah man Europa disparater. Der Islam
war in Spanien, Osteuropa und auf dem Balkan verbreitet.
Überall gab es jüdische Gemeinden, Heiden im Ostseeraum.
Der Rückblick auf ein geeintes, goldenes christliches Europa
wird durch die Romantik befördert. Was Europa als politische
und philosophische Idee war und ist,
bespricht
der Philosophiehistoriker
Dag Nikolaus Hasse
im DeutschlandRadio. Hochspannend.
[07:33]
"Es ist nämlich nicht so, dass ich Brettspiele nicht mag. Ich liebe Brettspiele. Aber ich liebe eben Brettspiele, die man in ungefähr 10 Minuten versteht, bei denen man durcheinander schreien muss während man unter Zeitdruck unwürdige Posen einnimmt. Irgendwas kompetitives. Spiele, bei denen nur eine*r gewinnt und zwar alle 15 bis 20 Minuten, denn länger dauert so ein Spiel nicht.
Es zeichnet sich vielleicht schon ein bisschen ab, worauf ich hinaus will: brettspielmäßig sind wir nicht sooo kompatibel. Also genau genommen, wären unsere Brettspielinteressen Kreise, dann würden die sich in einem Schaubild nicht berühren. In Mathe würde man sagen: „Diese Mengen sind disjunkt“. Wären unsere Vorlieben zwei parallel verlaufende Striche, wir blieben in der klassischen, euklidischen Geometrie. Niemals würden sie sich berühren, geschweige denn überschneiden."
(Das Nuf)
[07:17]
Normalerweise höre ich zwischen 5 und 8 Uhr Deutschlandfunk,
schalte aber ab, wenn ich mich konzentrieren muß. Oder
mich überkommt die Lust auf Musik. Ich höre die 1988er LP
der DDR-Blues-Combo Zenit
"Live - Let The Good Times Roll".
Zu deren Konzerten war ich damals mehrmals. Bekannt vor allem der
Langschläferblues (ab 14.45 min)
und der
Müllmann-Blues.
Big Joe Stolle, der Sänger und Frontmann, spielt noch immer. Hier die
Clips einer 2026er Session:
[1].
[2],
[3],
[4],
[5],
[6],
[7],
[8],
[9],
[10],
[11]. -
Auf dem
10. Kleeblattalbum
mit jeweils 3 Liedern dreier Bluesbands kann man DDR-Blues von der
Jonathan Blues Band, Zenit Blues Band und Monokel nachhören.
[05:30]
Kathrin Passig startete auf Mastodon einen Thread
"Dazulernen über das Alter".
Rentner haben keine Zeit? Logisch, denn alles dauert länger,
wenn man zwischen Mittagsschläfchen etwas zu tun beabsichtigt.
Zudem: "Alte Leute kennen die schönsten öffentlichen Klos und
können einen in dieser Hinsicht sehr gut beraten."
[05:24]
Freier Tag 4/7. Tage ohne Alkohol: 3831.
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