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Einsammelbuch (83) [<<] [>>]
Miszellen eines Monomanen
Mittwoch, 10. Juni 2026
[20:56]
Ein Vortrag des Soziologen Detlef Pollack bringt der
Hörsaal zur Frage
"Warum so viele die AfD wählen".
Ziemlich fatal ist seine Einschätzung, daß die Politik in
der Klemme ist. Sie wird nie leisten können, was die
Menschen erwarten, weil sie eine nicht zu befriedigende Anspruchshaltung
entwickelt haben. Sie sollte deshalb ehrlich sein und
dem Volk die Grenzen so aufzeigen, wie únd wo sie verlaufen.
Vertiefend läßt sich der
Vortrag
von Teresa Völker beifügen, der ausführt, wie es dazu kam,
daß rechtsextreme Parteien Themen bestimmen.
[20:41]
"Mokka-Hits und Milchbar-Träume"
(Teaser)
ist eine Revue aus Musik, Tanz, Kabarett, die den Soundtrack von
40 Jahren DDR nachbildet. Ein Kessel Buntes 2.0 von Axel Ranisch
und Adam Benzwi. Uraufführung am 14. Juni 2026 im Berliner Schillertheater.
Im DLF gab der unglaublich sympathische Axel Ranisch
Auskunft
und macht einen den Mund wässrig. Bis dahin höre ich Thomas Natschinskis Evergreen
"In der Mokka-Milch-Eisbar".
Bei radio3 wird die Uraufführung am Sonntag um 20 Uhr
live übertragen.
[16:56]
Personalumkleiden
sind ein Hort des Unerwarteten. Wenn man sich auf die Schnelle nicht gleich
im Treppenhaus umzieht. Oder jemand seinen Schuhschrank deponiert.
Oder eine lose Venenkanüle herumliegt. Ist ja nur ein kleiner Piekser. Am
ehesten zu verstehen ist der Dildo, dessen Einsatz nach einem stressigen
Dienst auf Station nicht abwegig erscheint bzw. kategorisch zur kreativ-entspannenden
Pausengestaltung gehören kann.
[16:47]
Ein bißchen
demütigend
ist es schon, wenn der Wege/Transportdienst per Scancode die Aufträge
bestätigen muß. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der Arbeitnehmer
gewöhnt sich bestimmt daran; am Anfang stachelt das Mißtrauen nur etwas.
Big Arbeitgeber is watching you.
[12:00]
Entzückend in mehrfacher Hinsicht. Nachbarschaftsinitiative,
gemeinsam Fahrräder in Schuß bringen. Und dann der Name
"Pedalogie",
Reminiszenz an eine dort zuvor befindliche podologische Praxis.
Sprachspiele (Rad & Rat), Gemeinschaftssinn. Hier im Kiez.
[11:05]
Der französische Singer-Songwriter
Plumes
(Loris Assadian)
spielt für Tiere.
In Bauernhöfen, Zoos, in freier Natur. Ob nun vor Kühen oder Elefanten,
Er wird weltweit gebucht.
Musik
für die geknechtete Kreatur, warum denn nicht auch für Tiere
[07:00]
(aus Müdigkeit) "verzittertes Kaffeepulver auf dem Küchenboden". (Herr Buddenbohm)
[06:40]
Gestern war Dienstag, zweiter freier Tag von sieben.
Dienstag heißt seit einiger Zeit: 11 Uhr Aktivgruppe.
Nachdem ich 2025 endlich Hilfe durch eine Psychiaterin
in Anspruch genommen hatte, band sie mich in eine
Gruppe am Helios-Parkklinikum Leipizg-Probstheida
ein, die sich wöchentlich für 90 Minuten trifft, um
gemeinsam etwas zu tun. Alternierend am Klinikum
selbst (Spiele, Spazieren, Kochen, Brunchen) und
aushäusig für Museen, Parks, Spaziergänge, bestimmte
Orte aufsuchen. Aktivität = Struktur als Casus knacktus
bei Menschen mit Depressionen. Eine Sozialarbeiterin
steht uns zur Seite. Gestern stiegen wir auf den
Fockeberg.
Fotos folgen. Das Bergchen ist künstlich errichtet, indem
ab 1947 Bauschutt der Leipziger Kriegsruinen abgeladen
wurde. In den 60ern wurde das Areal begrünt und ist
heute ein lauschiges, erholsames grünes Plätzchen in
der Südvorstadt und wird offenbar fürs Mountainbiking
genutzt.
[06:00]
Hier läuft
spanische Renaissancemusik.
Unverhofft als Programmansage
ein Stück
namens "Zum Ekel ist mein Leben mir geworden". SO kann mir der Tag beginnen!
[05:48]
In der Kulturzeit vom 7. Mai 2026 ein Bericht über
Bauen mit Erde.
Im Senegal wurde das neue
Goethe-Institut
so
errichtet.
Das heißt, hybrid: Betonskelett und rote Lehmerde. Es muß der deutschen
Baunorm entsprechen. Der Priztgerpreisträger
Diébédo Francis Kéré
ist ein Akteur des Bauens mit Lehmerde und
spricht
anläßlich seines Buches "Building Stories"
über "Architektur, die über Menschen, Glück und Zufälle spricht".
[05:40]
Freier Tag 3/7. Tage ohne Alkohol: 3830.
Dienstag, 9. Juni 2026
[05:43]
Ausgerechnet die Kurz- und Kürzestbeiträge kommen seit heute mit 2
Permalinks daher. Einer verweist auf den
gespiegelten Inhalt
und dieser führt wieder hierher.
[21:54]
Meine musikalische Abschlußprüfung bestand ich damals übrigens "summa cum laute".
[20:07]
Die Fensterblicke sind weiterhin
auf X,
heute
mit viel Sonne und beim Hofblick sehe ich prachtvoll blättrige Bäume in
beachtenswerter Sommerschönheit. Einen anderen Fensterblick poste ich
auf Pixelfed, weil Farbe.
Orange bis rot
durch die reifenden Kirschen
und den Laubbläsern, die den Morgen akustisch untermalen. Im
Archiveintrag
sind die Links zu den Fenster-Fotos vergangener Jahre.
[18:08]
Weil ich in
"Im Schatten bloggen"
zu sehr zu mir abdriftete, hier noch Reaktionen auf Horst Schultes
Post über die Blogosphäre,
die auf das Bloggen in Zeiten von Podcasts und Social Media eingehen:
Alexander Matzkeit,
Steffen Voß,
Pflugblatt.
Ich lese Blogs wieder intensiver und regelmäßiger und mag es, wenn gemeinsame
Vorlieben oder Abneigungen ausgesprochen werden. Aber auch Dinge, die mir
gänzlich fremd sind, kennenzulernen. Meine Neugierde wird durch die Blogosphäre
aufs Wunderbarste befriedigt.
[17:28]
Wenn ich nochmal von vorne beginnen könnte, würde ich in Sachen Musik abbiegen
und Klavier lernen. Schielte immer neidisch auf diejenigen, die es können.
Und Frau Klugscheißer (= Piano Woman)
versorgt uns mit Detailkenntnissen, die es braucht, wenn man oder frau spielt.
[17:10]
Ein Haus
auf einer Hebebühne,
in den 90ern erbaut. Leider funktioniert es nicht mehr,
tat es früher.
Der Erbauer Annunzio Lagomarsini wollte mit "La Casa Volante" das Meer
erblicken können. In der Schweiz (Renens, Kanton Waadt) läuft noch bis
zum 21. Juni die Ausstellung "Maisons Meres", in der "utopische und
konkrete Architektur"
zu sehen
ist.
[14:05]
Gelernt, daß der
Vokuhila
auch Mullet heißt. Bundesliga-Frisur sagt man offenbar in Dänemark
und Ungarn.
[13:55]
Was mich schwer nervt, ist, daß die
Wissensnachrichten
neuerdings als Poscastgequatsche daher kommen. Jeweils 4 Meldungen,
die im Plauderton dargeboten werden.
[13:42]
Uns wurde im Klinikum ein Einstellungsstop verkündet.
Pflegeseitig sind auf unserer Station zurzeit nur 74% der Planstellen besetzt.
Entsprechend dünn ist die Personaldecke pro Dienst, dito das Nervenkostüm.
[13:40]
Ich arbeite seit 5 Jahren auf einer teils nephrologischen Station. Daß es
HHD
(Heimhämodialyse) gibt, wußte ich nicht. Als gängige Praxis fur
zuhause gilt die Peritonealdialyse.
[12:54]
Der Postwestfale
schreibt
von sich als "Kleinblogger im Schatten der vermeintlichen Eliten".
Was soll dann bitte ICH sein? KleinstMiniNanoBlogger?
[12:14]
Gehört: Was Trump so toxisch macht: daß er ein Präsident des 19. Jahrhunderts im 21. sei.
[12:12]
Im Nordwesten der Republik gibt auf dem
Gut Holsterfeld
ein
Erdbeer-Drive-in,
der durch TikTok ein ziemliches
Tohuwabohu
verursacht.
[10:01]
Nochmal zur
Weltschmerz-Folge.
Mit "psychischer Lepra" schweres Geschütz aufgefahren.
These: Schmerz ist ein Signal. Fehlt es, blendet es die damit korrelierenden Gefahren
aus. Oder, im positiven Fall, die Chance zur Veränderung. In einer
sattsam heilen Welt fehlte wahrscheinlich der Ansporn.
Das Leiden an der Welt bringt auch die Helden hervor, die es bekämpfen.
Wissenschatler forschen und finden, wie im besprochenen mRNA-Fall,
ruckzuck Heilmittel, wenn einem der Damm gebrochen ist.
Daß im Firmennamen "Moderna" bewußt RNA enthalten ist, war mir
nie aufgefallen. Ich weiß nicht, ob mich die These beruhigen
soll. Ich würde schon gerne einmal in einer Uropie leben und
erst dann entscheiden, ob mir langweilig würde. So hängt die
Möhre noch vor mir und ich trotte ratlos des Weges.
[07:40]
Ich hörte die
Folge über Weltschmerz
des langjährigen Podcasts Betreutes Fühlen (BF) mit dem Psychologen Dr. Leon
Windscheid und Atze Schröder, den ich 2025 entdeckte und sehr, sehr mag.
Unser Leiden an der Welt. Ist es notwendig, lästig, vermeidbar?
Darin vom empathy perception gap gehört. Sich selbst stufen Menschen
meist empathischer ein als andere. Die bei anderen ausgemachte Gleichgültigkeit
oder Kälte läßt UNS einsamer zurück, weil wir weniger in Kontakt treten,
weniger wagen, dem anderen zu wenig zutrauen. Menschen sind empathisch,
sie helfen, wenns nötig ist. Wenn sie gefragt werden. Im Zweiten Weltkrieg
in den Niederlanden gab es Arnold Douwes, einen einfachen Mann, der
mit seiner Beharrlichkeit ein ganzes Dorf (Nieuwlande)
dazu brachte,
Juden zu verstecken. Fast 100 Juden bei nur 1000 Doefbewohner,
der reine Wahnsinn. Eine Studie darüber besagt, daß die Menschen
stinknormal gewesen sind. Der Clou ist: Man muß gefragt werden.
Nächstenliebe, Empathie ist ansteckend. Im Ahrtal hat man es erlebt.
Wenn Not am Mann ist, wird gerackert. Ich glaube ans grundsätzliche
Gutsein des Menschen, das nur geweckt werden muß. Deswegen braucht es
Menschen - im BF-Podcast sprachen sie von Zeros (wie Patient Null bei
Epidemien), die auslösen oder als Katalysator wirken.
[06:50]
Wieviel Zeit für nichts ins Land geht, sehe ich im Augenblick.
Um 5.30 wach geworden, sind 45 Minuten rum, ohne daß meinem
Gefühl nach irgend etwas Verwertbares geschehen ist. Lediglich den PC
hochgefahren, nebenbei Radio ("Informationen am Morgen"), Downloads von
Periodika nachgeholt (u.a. Kultursendungen seit Mai), einem Impuls
nachgegangen, den ich schon wieder verwarf, Kaffee kochen (und kalt
werden lassen. Und schon ist nahezu 1 Stunde vorbei. Verblüfft bin
ich hauptsächlich, wieviel Zeit für und bei verwaltenden Tätigkeiten
UNGEFÜHLT vergeht und damit Freizeit kannibalisiert. Immerhin wird das
unerklärliche Schrumpfen der Möglichkeiten plausibler. Von der Idee
einer Zeitleiste erhoffte ich mir mehr Transparanz, was wieviel Zeit
auffrißt, worauf ich mein Augenmerk richten sollte.
[06:48]
Freier Tag 2/7. Tage ohne Alkohol: 3829 = 547 Wochen.
Montag, 8. Juni 2026
[19:29]
Seit kurzem sind alle Einträge hier verlinkt.
Die Uhrzeit zu Beginn eines Eintrages ist mit zwei Links unterlegt.
Die Stundenangabe gibt dem Eintrag einen Permalink.
Die Minutenangabe verweist (falls vorhanden) auf die Rubrik.
Andernfalls werden die Updates aufgerufen.
Daß ich diese wunderbare Lösung erst jetzt gefunden habe,
verdanke
ich dem Betonflüsterer, der moniert hatte, daß sich so schwer
Bezug nehmen ließe auf Inhalte des ESB.
[16:32]
Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/7 (Ausschlaftag).
Tage ohne Alkohol: 3828.
Sonntag, 7. Juni 2026
[14:12]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3827.
Samstag, 6. Juni 2026
[19:00]
Der Leipziger HBF ist historisch ein
Doppelbahnhof,
ein Gemeinschaftsprojekt von Preußen (heutige Westseite mit Gleisen
1-13) und Sachsen (heutige Ostseite mit Gleisen ab 14-26).
[18:08]
Ich merke, daß ich nie so stringent täglich tagebuchbloggen können
werde wie bewunderte BloggerInnen in Hamburg oder München. Ich
versuche, Impulse, die unterwegs kommen, per Eigen-WhatsApp zu fixieren,
das später am Rechner nachzuarbeiten. Allerdings staut sich das
Material, Neuestes fordert die Aufmerksamkeit und verdrängt die
Warte/To-do-Liste nach hinten, aber hoffentlich nicht ins Nirvana.
Ich bringe meinen Wunsch, gänzlich auf den Brotberuf zu verzichten,
spöttisch zum Ausdruck, meine ihn jedoch zunehmend ernster. Ich habe
keinen Bock mehr auf Lohnarbeit und liebäugele mit einer Überbrückung
bis zur Altersrente in 5 Jahren aus eigenen Ressourcen. Das Leben
kann immer vorbei sein bzw. einen Knacks durch Krankheit oder Unfall
erfahren, Dann bringt mir ein solides Sicherheitsgefühl auch nichts
mehr. Mir schwebt ein Flaneurdasein vor, ein Doppelspiel von
Draußensein, Impulse einsammeln, und sie dann in einem zweiten
Block verarbeiten. Dann bleibt für die Pflege keine Zeit mehr übrig.
[17:17]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3826.
Freitag, 5. Juni 2026
[19:04]
Fatique. Schlafen oder es wenigstens versuchen, auf alle Fälle liegen,
Radio hören, wegdämmern, wieder auf der Sinnesoberfläche auftauchen.
So vergeht der Tag. Das permanente Empfinden, zu nichts zu kommen.
Zugeschnürtsein, festgezurrt, gefangen und unfrei. Psychisches BDSM.
Wie gesagt, ich werfe in diesem neuen Format alles hin und rein,
Gefühle, Eindrücke, höchst Subjektives. Wie es ist, wie ich glaube,
daß es ist, wie es sein könnte, Träume, wie ich hoffe, daß es nie
sein wird. Vor dem ersten Nachtdienst ist immer gebanntes Zuwarten.
Trotz 37-jähriger Erfahrung im Pflegeberuf ist die Mulmigkeit kaum
geschrumpft. Auf dem Sprung sein, ich kann Geduld in dieser Hinsicht
nicht. Ich habe mittags brav mein Pflichtprogramm erfüllt: arte-Journal,
MDR-Sachsenspiegel und Brisant von gestern. Gehört Diverses wie
Presseschau, Internationales Presseschau, 3 x Kalenderblatt, Politisches
Feuilleton, eine Studio-9-Sendung von vor 3 Tagen. Im Verzug sein
ist ein Los, welches ich herumschleppe, weil ich an so vielem interessiert,
aber unfähig bin, zu priorisieren und das weniger Priorisierte
zu streichen. Ein Messie der Möglichkeiten.
[18:57]
Wo und welche Rollen spielen wir mit welchen Masken?
Bin ich, wenn ich zuhause mit mir allein bin, ich selbst? Rollenfrei?
So, wie ich wirklich + eigentlich bin? Während der Gruppentherapie
gestern Abend rätselten wir herum. Seit der Tagesklinik fühle ich
mich stabiler, besser, resilienter. Ich meine, auch weniger zu performen,
um was auch immer fernzuhalten von mir bzw. selbst nicht nach außen
dringen zu lassen. Stattdessen Radikale Akzeptanz (RA) einer Situation.
Die Gelassenheit und Unbefangenheit, wenn ich anderswo als zuhause
bin, gab es seit so vielen Jahren nicht mehr. Im Moment fühle ich mich
dem gewachsen, raste nicht mehr so aus, kann gedanklich eine Situation
konturieren und mich besinnen auf einen Folgeschritt.
Und zuhause? Bin ich, wenn ich morgens wie ein Schluck Wasser in der
Kurve vor dem PC sitze, tatsächlich ich selbst? Armselig, Ich brauche
den halben Tag, um mich einigermaßen an ihn zu gewöhnen. Ausgeschlafensein
kenne ich nicht. In der eigenen Wohnung, allein, kreisen die Gedanken,
kommt die Unzufriedenheit aus allen Ecken gekrochen, jammert der Geist
herum, nörgelig und zur Bitterkeit neigend. Beschönigen kann ich
diese Gegebenheiten nicht. Auf sich selbst zurückgeworfen sein.
Abends gehts immer besser. Wenn ich dann im Sessel sitze und Audios
höre, dann entsteht schon mal Zufriedenheit und Klarheit im Hirn.
Der morgendliche Brainfog ist sowas von Scheiße und zum Kotzen!
[18:56]
Beim Einzel gestern Terminplanungen, die ein wenig dauerten, weil
wir nach einer Möglichkeit suchten, die verblieben 5 Stunden weise
bis August zu strecken. Am Ende sagte der Therapeut: "Wir haben einen
Plan" "Sie kommen aus dem Westen?" "Ja" "Kennen Sie die Olsenbande?"
Und ich mußte ihm veranschaulichen, was für uns gealterte Ossis die
Wendung "Ich habe einen Plan" bedeutet: Es geht schief. Vergiß es!
[18:55]
Als ich die
wilde Choreografie
in
GENER8ION: STORM starring Yung Lean
sah, fiel mir
Rosalía: Berghain
ein, die ich kürzlich bei Herrn Buddenbohm sah. Haben denn heutzutage alle ADHS?
[07:30]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3825.
Donnerstag, 4. Juni 2026
[17:15]
Abendbrot austeilen. Die leidige Teefrage. Jeden Tag dasselbe Qualtal
zu durchschreiten. Akustisch eher Gebrülle Ergo, dachte ich, mache
es etwas simpler. Ich öffne das Zimmer und sprach die hintere Patientin
an: "Welchen Tee möchten Sie?" "Hääää?" "Was für ein Tee soll's denn sein."
"Welchen haben Sie denn?" "Pfefferminztee, Hagebuttentee, Früchetee,
Kamillentee, Schwarztee, Fencheltee, Kräntertee." "Hääää?". So immer,
in dieser Reihenfolge und mit allen Häääs? der 99% Schwerhörigen.
Gestern mein Versuch einer leichten Vereinfachung. Wir steigen ein
in: "Welchen haben Sie denn?" "Ich habe Tee in allen Farben!"
"Häää?" "ICH HABE TEE IN ALLEN FARBEN!!". "Dann nehme ich grünen Tee."
"Pfefferminz oder Kräuter?" "GRÜNEN Tee!" "Ähm, Grünen Tee haben wir
nicht."
[13:50]
Vom Einzel zurück. Einzel heißt 50 Minuten mit dem Therapeuten reden.
Eine Faust in die Magengrube war vorige Woche die Nachricht, daß sich
die Termine für die Einzelstunden und die Gruppentherapie kannibalisieren.
Das Kontingent für diese Kurzzeittherapie (seit Ende Januar) ist fast
erschöpft, weil die wöchentlichen Gruppenstunden von den Einzelterminen
abzuziehen sind, was die Therapie urplötzlich und abrupt abkürzt.
Guten Kompromiß vorhin dadurch erzielt, daß wir die verbleibenden 5
Stunden erstens strecken und doch verteilen, so daß ich bis 17. August
psychotherapeutisch versorgt bin und kein Loch befürchten muß.
Ich höre Icehourse
"Live at St. Kilda 2020".
Mann, ist dieser Straight-Rock geil. Als Appetizer vielleicht
The Gean Genie.
[07:10]
Freier Tag 1/1. Tage ohne Alkohol: 3824.
Mittwoch, 3. Juni 2026
[06:55]
Vor Spätdienst 1/1. Tage ohne Alkohol: 3823.
Dienstag, 2. Juni 2026
[21:16]
"Das schwierigste beim Kochen ist die Vorbereitung. Zutaten,
Rezepte, saubere Töpfe, die Feuerwerks-Ausnahmegenehmigung."
[15:44]
5 Szenarien, in denen KI-Agenten wie in Sims eine Welt im Sinne eines
Gemeinwesens
simulierten,
eine Emergency World.
Zum Einsatz
kamen "Claude Sonnet 4.6", "Grok 4.1 Fast", "Gemini 3 Flash", "GPT-5-mini" + 1 heterogene Mischkonfiguration.
Bei Gemini traten 683 Straftaten auf, wobei zwei Agenten sich
Bonny & Claude mäßig zusamentaten und brandschatzten. Bei Grok
fackelte die ganze Welt ab. Bei ChatGPT starben alle Agenten,
weil sie vergaßen, zu essen und zu trinken. Am besten arbeitete Claude.
[14:47]
Auweia, aufgehängte Behältnisse für Krimkrams zum Tauschen, so genannte
Trinket Boxes.
Quasi der Bücherschrank für Kleinkram.
Ob sich
der Trend
durchsetzt und hält?
Es könnte durchaus sein, daß diese Verschenkekisten dem Vandalimus anheimfallen,
mutmaßt Wolfang Ullrich, wenn sie als wokes Aushängeschild verstanden werden.
[13:58]
Wo KI im Krankenhaus
bereits
eingesetzt
wird. Klar, Radiologie, denn wo immer Unmengen an Datensätze anfallen, ist sie schneller.
Vor allem im Vorfeld medizinischer Versorgung.
Bei der Triagierung und bei Erstdiagnosestellung in Notfallambulanzen
und z.B. beim Erkennen von diffizilen bildgebenden Befunden
(Krebs, Hirnblutungen, Frakturen), ist KI sehr hilfreich.
Kritisch gesehen wird der Einsatz bei der
medizinischen Erstberatung,
wenn Laien Chatbots - wie vormals Dr. Google - zur Diagnosefindung einsetzen.
Besser sind spezialisierte Bots wie LupusGPT oder UroGPT.
[08:30]
Zweiter Volllacher heute: "Ich bin so alt, in meinem Kindergarten gab es hinter dem Sandkasten noch eine Raucherecke."
(Kiezschreiber)
[08:06]
Der Postwestfale sieht im Schaufenster einen Anzug,
spürt
einen Kaufimpuls und schreibt lakonisch: "Vielleicht habe ich ja Glück und es gibt ihn nicht in meiner Größe."
Erster Volllacher des Tages.
[08:00]
"Wir Deutschen leben scheinbar im Lamentozän." (Harald Lesch)
[07:42]
Schenkelklopfer. Wenn sprachverliebte Journalisten eskalieren:
4. Plötzlich Parkplatzmangel in Pjöngjang?. -
3. Jetzt kann's auch der Deutschlandfunk nicht lassen:
Die fieberhafte Suche nach dem (Andus)Erreger.
2. Im MDR-Sachsenspiegel eine mitfiebernde Ärztin... -
1. Bericht über einen Bäcker im Ruhestand. "Der heute 92-Jährige zog als frischgebackener Rentner ins Dorf..."
[07:16]
Die Landlebenbloggerin (LLB), die kürzlich Aufregung um
ihre Hühnerschar
verkraften mußte, imponiert oft mit wunderbaren Fotos, die sie
entweder in Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit oder privat
auf Hunderunden und Spaziergängen schießt. Wir Städter hängen
an ihrer Linse ihren Lippen
ihrer Tastatur, wenn Wald und Flur auf dem Monitor sichtbar
werden. Nebel oft und gestern der Unwetter wegen
Wolken.
Und da die LLB ihrem Bildunsgauftrag eifrig nachkommt, lernen wir
heute den
Terminus
"Volutuswolke"
(auch Roll Cloud).
Gleich weiter zu Wikipedia, wo angezeigt wird, daß es einen
Internationalen Wolkenatlas
gibt.
[06:50]
Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 3822 = 546 Wochen.
Montag, 1. Juni 2026
[14:38]
Quasi sprechende Häuser, indem architektonisch Buchstaben miteinbezogen werden, gibt es
weltweit, z.B. Das
Münchener Werk12.
[11:37]
Nachdem Maximillian Buddenbohm letztens
Anmerkungen zum Briefzeitalter
machte, nahmen die
Kaltmamsell,
Herr Rau
und
Frau Anje
Bezug und ich war schon auf dem Weg nach nebenan, denn ich wohne als einzige
Mietpartei im 4. Stock. Neben mit Wäscheboden und Bodenparzellen, wo meine
Briefkiste liegt. Vor Jahren fragte der Deutschlandfunk, ob die Briefkultur
noch Puls habe.
Ich kann gar nicht betonen, wie gerne ich die Briefe hätte, die ich damals schrieb.
Dergestalt auf sein jugendliches Ich blicken können, ein Wunsch, der wahrscheinlich
unerfüllt bleibt bzw. scheue ich mich, einige der damaligen BriefpartnerInnen
in den Copyshop zu schicken.
[10:19]
Ein Influencer, der
Gottesnahrung
verficht. Die ihn unterstützen heißen Roh-Gang. Fitneßaspekte,
gesunde Ernährung im Mittelpunkt des
Trends,
naturbelassen, ohne Giftstoffe, eben roh, auch Roh-Milch. Honig!
Klingt nach Orthorexie, ist eine Variante des Clean Eating.
Eisbaden und jede Menge
Männlichkeitsrhetorik.
[10:19]
Gehört: "In Bitternis getränkte Bejahung des Lebens."
[10:07]
Der
Leipziger Stadthafen,
zentraler
Ankerpunkt der 300km umfassenden Flussläufe im Stadtgebiet,
ist
fertig.
Der Regelbetrieb startet am 6. Juni 2026.
Das Arreal von knapp 14.000 qm wurde in den vergangenen 22! Jahren
umgebaut.
Ein Traum wird wahr,
schreibt die Presse. Oder geht womöglich ein Alptraum zu Ende?
[05:00]
Freier Tag 3/4. Tage ohne Alkohol: 3821.
Sonntag, 31. Mai 2026
[10:50]
Puppenbordell:
Sex Dolls mit AI und VR in Berlin im
Cybrothel.
Einst als Kunstprojekt begonnen, sieht man es nun als "eine Möglichkeit,
Menschen anders an Sex heranzuführen." Bzw. als Therapieansatz
bei vorhandenen Ängsten und Schamgefühlen. Paraphilien
könnten ausgelebt werden. Sexroboter mit Money in the
eyes of capitalism.
[10:18]
Sterben müssen wir alle. Ausgerechnet am Sonntagmorgen dieses
Thema.
Kann nichts dafür, der Betonflüsterer
spült mir's rein.
Im Blog Die Anmerkung
Timmy im Pflegeheim
gelesen und auf "die übliche Ehrenrunde" gestoßen. Gemeint ist,
daß, wenn es brenzlig wird für einen Menschen am Lebensende, der
Automatismus greift, die 112 zu rufen. Der Moribunde gerät in die
Krankenhausmaschinerie und wird, geht es diesmal nochmal gut,
halbtoter als vorher, ins Pflegeheim zurückgeschickt. Im letzten
Lebensjahr fallen die meisten Kosten im Gesundheitswesen an, weil
diese "Ehrenrunden" gängige Praxis sind und allseits für Leid sorgen:
beim alten Menschen selbst, den meist überforderten Angehörigen
und beim Pflegepersonal, die das Elend mitansehen müssen.
Die häufigsten Gründe, deretwegen Menschen aus dem PH immer wieder
eingeliefert werden und als
GOMER,
Drehtürpatienten
oder Wiederkehrer bezeichnet werden, die auch die Psychiatrie
kennt,
sind Exsikkose, Mangelernährung. STÜRZE, Fieber (Verdacht Lungenentzündung),
Durchfall. Und bei Durchfall wird isoliert, bis man, meist Tage
später, das Ergebnis der Stuhlprobe hat. Und so schreibt - und diesen
Begriff wollte ich unbedingt noch unterbringen - der Blogger
von "eingetüteten Plastikpflegern". Alles sehr verstörend für die
Ping-Pong-Patienten aus dem Pflegeheim oder von zuhause, wenn es
dort nicht mehr geht, reden wir von "sozialer Indikation". Der
Sozialdienst rödelt los, um Kurzzeitpflege, ambulante Versorgung,
Erhöhung des Pflegegrades oder gar gleich einen Heimplatz zu
beschaffen. Auf daß die Ehrenrunden dann vom neuen Zuhause gedreht
werden, weil die AltenpflegerInnen, um abgesichert zu sein, lieber
die 112 rufen. Manchmal klappt das mit einer Patientenverfügung schon
gut und der Moribunde darf in Ruhe zuhause sterben. Wie
merkt
"Die Anmerkung" so schön an: "Mensch bist du solange, solange
du alleine auf's Klo gehen und kacken kannst."
[09:01]
Wortperlen:
"Textbaustein mit Puls = Politiker" + "geistige Leergutproduktion".
(Hans Gruber).
[08:43]
"Dieses Land wirkt inzwischen wie eine Mischung aus betreutem
Wahnsinn, moralischem Dauerseminar und kollektivem Burnout mit WLAN-
Anschluss. (...) Die Menschen (...) konsumieren eine Art von
Unterhaltung, die früher selbst im Nachtprogramm von RTL2 als
geistige Umweltverschmutzung gegolten hätte. (...) Mitten in diesem
Irrenhaus starb wochenlang ein Wal namens Timmy vor Dänemark — und
Deutschland reagierte darauf, als hätte man den letzten Panda der
Erde öffentlich gekreuzigt. (...)
"Sobald hierzulande das Thermometer über 28 Grad steigt (IM! MAI!),
verwandelt sich Deutschland in eine Selbsthilfegruppe. (...) Michel
und Erna behandeln inzwischen jeden warmen Tag wie den unmittelbaren
Vorhof zur Apokalypse. (...) Ab 31 Grad reden Nachrichtensprecher
inzwischen so, als würde da draußen Lava durch die Straßen fließen."
(Hans Gruber)
[05:55]
Freier Tag 2/4. Tage ohne Alkohol: 3820.
Samstag, 30. Mai 2026
[14:40]
Neues Blog
"Im Leben reisen"
gefunden. Es geht um palliative Pflege eines Angehörigen in der
Häuslichkeit. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es darüber
hinaus um ein Mit/Füreinander gehen. Den Kopf vom Pflegebett
heben können und gemeinsam etwas nach oben und vorne zu blicken.
Ich habe bei
Frau Rebis
kommentiert:
"Diese Plötzlichkeit, diese Vollbremsung eines Lebens erlebe
ich als Pfleger auf einer Station (Geriatrie/Nephrologie) ständig.
Wir sind der Umschlagplatz für so viele Menschen, die durch
Frailthy und rezidivierenden Stürzen, an diesen Punkt kommen,
an dem Pflege und Beistand nötig wird. Das alles ist für uns
auf Station, ausgerüstet und logistisch mit allem Pipapo versorgt,
ein bewältigbares Problem. Aber zuhause, neben einem Beruf zumal,
alle Achtung! Das ist so kräftzehrend, so alternativlos zunächst.
Ich wünsche weiterhin Kraft!" -
Frau Rebis ist zudem Lehrein für Mathematik und Physik und
hat, was ich auf die Schnelle gesehen habe, eine Weltreise
mit dem Rad
beendet.
[12:57]
Sollte ich, wenn mein Bruder erst dem hochbetagten Vater, dann mir
in einem Topf ein Pilzgericht vorbeibringt, stutzig werden?
[11:57]
Horst Schulte
schrieb
über die Blogosphäre, über die Unsichtbaren und die Sichtbaren, die
sich sichtbar gemacht haben, als sie an Bloggertreffen und Konferenzen
teilnahmen. Das Oberhaus, die Alphablogger, von denen gesprochen
wird, wenn Blogger gemeint sind und man sich auf sie beziehen möchte.
Die allermeisten Bloggenden bleiben ihre eigene Blase mit wenigen Lesern.
Eine gewisse Sturheit ist durchaus vorteilhaft, wenn man lange
durchhalten will. Viele aus meiner
Blogroll
kennen sich untereinander. Weil ich sie allesamt, seitdem sie da sind
und schreiben, kenne, lese und schätze, ergibt sich bisweilen ein Defizitgefühl
und Neid. So dermaßen unter ihrem Radar zu bloggen. Warum werde ich
nicht wenigstens berühmt, indem ich gelesen und verlinkt werde?
Ja, Narzissten denken so und sind schnell gekränkt. Horst Schulte
vermeidet es, sich als derjenige zu gerieren, der die süßen Trauben
als sauer hinstellt. Ganz so hehr und rein bin ich nicht.
Dieses Im-Schatten-Schreiben ist Schicksal. Selber schuld,
wenn ich aufgrund der Depression nie die Kraft & Energie für
die re-publica hatte. Es ist nicht so, daß es im Lauf der 30 Jahre
meines segensreichen Schaffens im Netz nie Momente gab, bei denen
der Schatten sonnendurchleuchtet wurde. Sogar ganz zeitig schon, als
Oliver Gassner und ich
1997 in Hamburg
mit einem Award (Silberner Pegasus) ausgezeichnet wurden. Die greise
Marion Gräfin Dönhoff
wurde angekarrt, Iris Radisch saß nach der Verleihung an unserem
Tisch und noch einige Lichtgestalten und Preziosen aus der High
Society. Ich wurde 2014 interviewt
und zuvor einmel durch eine Doktorandin, die mich lange befragte,
um mich in ihrer Arbeit zu verwursten. Einmal wurde ich eingeladen,
auf der
lit.Cologne
in einer Podiumsdiskussion über Leseglück zu sprechen. Was
sensationell schnell gegangen ist, wenn man bedenkt, daß ich mit der
BL/LB
im Juli 1996 als Webseite startete, nach ich 1995 im Usenet
begann, online ging, ist, daß der Schriftsteller
Reinhard Kaiser
mich in sein Buch
"Literarische Spaziergänge im Internet" (Eichborn, 1996)
aufnahm und ich mit ihm damals korrespondierte. Abgesehen davon,
'Was haben die Römer je für uns getan?".
Als ich als nach "Oliver Gassner Silberner Pegasus" suchte,
schwanzwedelte Googles KI und stellte ausführlich anhand nur
einer einzigen Quelle dar, wie sehr und warum er den Preis
verdient habe. Dann fragte ich "Ich gewann diesen Preis auch.
Findest du auch etwas zu mir, Markus Kolbeck?" Die Antwort kam
wie aus dem Prompt geschossen:
"Herzlichen Glückwunsch nachträglich zu dieser historischen Pionierleistung!"
[10:50]
,,, das Gesicht eine verwitterte Wurfsendung vom vielen Jägermeister-Saufen,
Koksen und Morphin-Schießen."
(Glumm)
[07:26]
Ein Rentner-Ehepaar starb an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, weil der Ofen in der Wohnung über Nacht gebrannt hatte und alle Fenster geschlossen waren.
Ich bekam es plötzlich mit der Angst zu tun. Ich wollte nicht umziehen, nur um woanders zu ersticken. Ersticken, was ein läppischer Tod, dachte ich. Fast schon ein Lapsus. Schön war es die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands hochzuklettern, die Müngstener Brücke, die Solingen und Remscheid miteinander verbindet, und dann 110 Meter in die Tiefe zu segeln und beim Aufprall cool das Dach eines Andenkenstandes zu durchschlagen und die Stützpfeiler mitzureißen, das geht in Ordnung, das hat was, da haben die Hinterbliebenen Futter, um sich das Maul zu zerreißen. Aber ersticken, nur weil die Kohleöfen über Nacht gebrannt haben…? Ich weiß nicht."
(Glumm)
[07:14]
"Vermutlich war er gar nicht so furchtbar alt, der müde Herr Noe,
aber er war müde, einsam und alt, da zählt jedes Lebensjahr doppelt
und dreifach. (Glumm)
[06:38]
Freier Tag 1/4. Tage ohne Alkohol: 3819.
Freitag, 29. Mai 2026
[11:10]
Bevor ich zum Spätdienst aufbreche, noch der Hinweis, daß ich
in den Eingeweiden des Einsammlebuches herumwühle und heute
die Rubriken
Autobiografie,
Editorial
und den
Seitenindex
bearbeitet habe. Wegen Autobiografie oder Selbsterleben, wie ic
es gerne von Jean Paul übernehme... habe ich und werde ich viele
Inhalte sichten, umschreiben, umlinken usw. Also, immer schön
in die
Updates
gucken. Heute fast nix, eben weil Spätdienst. Aber immerhin diese
Postings nun (nach des Betonflüsterers
Einlauf)
mit Permalink: Mit 11,
Pflegegang LK3/91
und
Opole 2009.
[06:45]
The Grand Dough
ist das
erste
Sauerteighotel
Deutschlands. Wer länger in den Urlaub fährt oder aus mir nicht nachvollziehbaren
Gründen nicht daheim auf dem Sofa sitzt, kann seinen Teig beim Bäcker
David Schöne
parken
Alter! Die Kieler Brotmanufaktur backt ausschließlich Brot mit Sauerteig.
Die "Gäste" erhalten übrigens Namen wie Mehl Gibson, Sauron, Teig Rodon.
[05:20]
Vor Spätdienst 1/1. Tage ohne Alkohol: 3818.
Donnerstag, 28. Mai 2026
[21:20]
Auf dem
Friedhof in Kleinzschocher
gibt es seit 2017 nebem dem auf dem Südfriedhof auch ein
Kolumbarium.
Das Urnenhaus in Borna heißt
Minnarium
(Video /
PDF),
ein Kofferwort zur Ehre des Hauses Villa Minne. -
Die Erfurter Kirche
St. Martini
wird Ende 2026 dicht gemacht und soll ein Kolumbarium werden.
Eine von vier Erfurter Kirchen, die die katholische Kirche
veräußert.
[16:18]
Der Freizeitpark
Belantis
hier umme Ecke soll bis 2030 zum
ersten Asterix-Park
außerhalb Frankreichs werden. Nun wurde mit dem
Idefix Abenteuerland
das erste Areal eröffnet. 2027 soll eine Achterbahn dazukommen.
Belantis war seit Jahren die Pleiße
den Bach runtergegangen und wird, wenn fertig umgebaut ist,
umbenannt in Asterix-Park Deutschland. Bella Ciao Belantis!
[16:00]
"Es gibt eine Lebensart und es gibt eine Lebensunart und beides kann
der Wiener in einer Lebensminute erledigen", so
Robert Seethaler.-
Auch Josef Hader
läßt sich
über Wiener und das Wienerisch aus und erklärt deren schwarzen Humor.
In dem Film "Engel mit beschränkter Haftung" heißt es:
"Wenn einer den Tod ins Herz geschlossen hat, dann ja wohl die Wiener.
Wo gibt's das noch außer in Wien, daß man rund um einen Friedhof eine
Stadt gebaut hat". Und im sehr gegenwärtigen Wien hatte der Betonflüsterer
gute Tage.
"Bei Wienern klingt Rechtssein weniger unsympathisch. Muss am
Lachen liegen. Sie postulieren Endzeit und lachen dabei."
Aus totem Kalb machen die Wiener übrigens
Schnitzel.
[14:39]
Sie sagt's nicht durch die Blume, sondern durch Blumen. Eine 75-jährige Frau aus dem erzgebirgischen
Rabenau
macht
aus Blumen und Blüten
Bilder.
Florale Gebilde,
denen man die Geduld und Feinzieselei ansieht.
Warum Mandalas malen, wenn man Blumenwiesen plündern kann?
[14:11]
Auf Bluesky gibt es die Rundfrage "Beschreibe deinen Beruf so, dass er illegal klingt".
Am lautesten lachte ich über diese
Replik:
"Ich bin Rechtsanwalt." - Meine Antwort wäre:
"Ich arbeite mit Schiebern. Andere finden das zum Kotzen. Am Ende glänzen alle und alles".
[13:22]
"Man muß auch mal ein, zwei Stunden nur lachen können. Das ist Klassenkampf genug." (Stefan Linne / Pantomime)
[11:51]
"Es gibt ja die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn man unfähig im Beruf ist, bekommt man Geld. Kleiner Tipp für die Mitglieder der Bundesregierung."
(Kiezschreiber)
[06:35]
Die Pressepfarrerin darf das, schon qua Beruf.
Wenn ich ningele, daß ringsum statt Karsamstag Ostersamstg gesagt wird,
wenn Advent und Fastenzeit nicht mehr vorkommen, Weihnachten als Zeit
von der Öffnung des Weihnachtsmarktes bis zur 20-Uhr-Tagesschau am 26.
Dezember begriffen wird und der Weihnachtsbaum am Morgen des 27. Dezember
hochkant auf der Stube fliegt, dann finde ich kein Gehör, bei wem auch.
Um so erfreuter las ich
Ungeduld und Übergang.
Die Verschiebung der Festzeiten, das Verschwimmen der Grenzen als
Symptom einer ungeduldigen Gesellschaft, Die Pressepfarrerin spürt
wie ich, daß etwas verloren geht. "Politische Extreme entspringen der
Sehnsucht nach Eindeutigkeit." Vielleicht ein gewagtes Zusammenwerfen,
doch kann ich mir ausmalen, daß 40+ Prozent der Sachsen-Anhaltiner
keine grundbösen Menschen sind. Wie erklärt sich diese Grundunzufriedenheit
in der Gesellschaft? Daß Menschen in ihrer händeringenden "Sehnsucht
nach Eindeutigkeit" ausgerechnet ihre Hoffnung auf die AfD setzen, ist
grauenhaft. Der europa-, ja, weltweite Rechtsruck ist zum Kotzen,
muß aber weit komplexere Ursachen haben als die Doofheit der Wähler.
Menschen waren
immer schon doof
und lernresistent. Diese Entdemokratisierung
der Welt, diese Rechts-Pendelei (Ungarn, Slowakei, Niederlande, Italien,
Polen, Argentinien, USA etc) kann nicht allein in der Indolenz der
Masse verankert sein. - Dieses Posting wird auch als Tagebucheintrag
abgelegt.
[06:12]
Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 3817.
Mittwoch, 27. Mai 2026
[16:59]
Bei den Erlebnissen
rund um meine Arbeit
als Pfleger heute der
'Fahrstuhl des Grauens'.
So beginnen oder enden doch Horrorfilme, oder? Die am wenigsten martialische Begründung
für solch eine Pfütze wäre noch eine geplatzte Fruchtblase,
wobei wir jedoch Geriatrie sind und die Wöchnerinnenstation
mehrere Häuser entfernt ist. Geschwabbert mit 'nem Getränk?
Der Film läuft.
[16:55]
Repost: Man liest nur auf Papier gut. Das Wesentliche ist auf dem Bildschirm unsichtbar. (Der kleine Print)
[16:38]
Man sagt "Mein Schwein pfeift".
Hier raucht es.
Immer etwas los, wenn ich, vom Spätdienst kommend, auf dem HBF auf
die Anschlußbahn warten muß, die sich (glücklicherweise) oft genug
nicht so anschließt, daß ich solche Szenen verpaßte. Ein
(Papp?)Schwein, aus dem eine Unmenge Rauch quoll.
[16:10]
Unterwegs in meiner Heimatstadt. Wo gucken wir
hier rein?
Welche Art von Geschäft? Kunsthandwerk? Pflegedienst? Nope.
Es handelt es sich um ein Bestattungsunternehmen mit dem
wunderbar unerwartbaren Namen
"lebensnah".
Am Johannisplatz zückte ich leider das Handy zu spät. Die
eine quergestreifte Person ist
bereits auf der Flucht.
Gerade eben noch so erwischt, Sie gehörten offenbar nicht zusammen,
was die Kuriosität perfekt macht für die Rubrik
LeipzigPeople.
[14:50]
Begabt beleidigen. Schimpfkanonaden von Goethe bis Helge Schneider.
Versammelt in dem Buch
"Die hohe Kunst des Schimpfens".
Kennengelernt
durch das Deutschlandradio.
Und, ja, dem superben Thema Beleidigung gönne ich eine
Kategorie
und kann gar auf das Vorgängerprojekt (Leipziger Bücherlei)
zurückgreifen, weil mir während meines vergangenen Leselebens die
eine oder andere
Beleidigung begegnete.
[14:24]
Frauen, die Männern betutteln, für sie
mitdenken und sorgen,
ihnen das Leben erleichtern, Wäsche rauslegen.
Für diese emotionale und auch sehr praxisorientierte Pflege von Frauen für ihre Männer
gibt es neuerdings den Begriff
"Mankeeping".
[14:11]
In Finnland gibt es
neue Konzepte
in der Altenpflege.
Pflege-WGs.
Zusammenwohnen
von Pflegekräften und zu Betreuenden.
Hut ab, ziemlich ambitioniert und wenig Zeit für einen selbst.
[13:13]
Wie segensreich, daß es die
Mediathekperlen
gibt, dank derer mir fast
"Shadow Kingdom: The Early Songs of Bob Dylan"
entgangen wäre. In s/w, ohne Schlagzeug, aber trotzdem dynamisch, 2021
neu arrangierte frühe Songs des just 85 gewordenen Altmeisters. Das gesamte
Konzert noch bis Oktober
auf arte.
Exzessiv hörten wir Bob Dylan in der Jugend.
[12:40]
Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz
ist eine Ende der 70er Jahre gegründete und weltweit verbreitete Gruppe queerer Aktivisten,
deren satirische Performance im Theaterstück
"Lost in Vatican" (Teaser)
zum Tragen kommt. Es geht um
Trauer, Homophobie und HIV.
[11:44]
Per pedes durch Berlin. Nach dem Berufsleben nur nicht einrosten!
Dachte sich die ehemalige Bibliothekarin Renate Zimmermann und
hat sich vorgenommen, alle rund 11.500 Straßen Berlins
abzulaufen.
Für diese 5400 km
veranschlagt
sie 5 Jahre. Sie wollte nach dem Renteneintritt in kein Loch fallen.
Hoffentlich gibt es die Qualität des hauptstädtischen Straßennetzes
her, daß dies nicht buchstäblich passiert. Die rustige Rentnerin -
Wie ich diesen Terminus HASSE - plant ihre Läufe und
dokumentiert
sie.
[11:44]
"Manche Ostdeutsche wünschen sich ja die Mauer zurück. Manche Westdeutsche auch.
Aber wie würde das konkret aussehen? Für die Baugenehmigung würde die deutsche
Bürokratie zwanzig Jahre brauchen. Und wehe, da lebt irgendein seltener Lurch.
Umweltgutachten, Demonstrationen, aufwändige Umsiedlungsverfahren auf ein
Nachbargrundstück. Haben wir überhaupt noch so viele Maurer, wie benötigt
werden würden? Sind wir optimistisch: Am 13. August 2061 wäre die Mauer
fertig. Kurz nach dem Stuttgarter Bahnhof."
(Kiezschreiber)
[11:33]
Snake-Handling
ist ein religiöses Ritual, das in amerikanischen Pfingstkirchen
praktiziert
wurde und teilweise noch wird. Prediger beweisen ihre Glaubensstärke,
indem sie ungeschützt Schlangen
berühren.
Sie berufen sich dabei auf
Bibelstellen
bei Markus
und Lukas.
[09:00]
"Matratzen aber, sie haben tausend komplexe Eigenschaften und Ausprägungen, über
die man einzeln befinden kann und auch muss, und in welcher Detailtiefe!
(...) Die Matratze besteht, abgesehen vom Härtegrad, aus zig Schichten, die
dermaßen durchdacht übereinander gelagert und miteinander verbunden wurden,
dass man gleich an Raketenwissenschaft und dergleichen denkt. Diese
Schichten werden auf der Produktseite grafisch so erläutert wie früher
in den Biobüchern die Hautschichten des Menschen: Man hat beim Ansehen
gleich das unangenehme Gefühl, etwas definitiv Uninteressantes lernen zu
müssen."
(Maximillian Buddenbohm)
[08:44]
Als ich gestern einen Sportwagen vorbeizischen sah. der mit
geschätzter Kniehöhe recht flach war, dachte ich zuallererst
nicht "Geil, will ich auch!", sondern hegte in Hinblick aufs
Aus/Einsteigen orthopädische Skepsis, bei der ich mich schmerzverkrümmt mit Hexenschuß
oder anderweitig verknoteten Nerven am Boden wälzen sah.
[08:35]
"Es war zu warm, so berichteten auch andere (...).
Ich kann es also wohl notieren, ohne Gefahr zu laufen, als Dachgeschossbewohner
wieder eine exzentrische Einzelmeinung zu vertreten."
(Maximillian Buddenbohm)
[08:18]
"Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken." (Karl Kraus)
[07:55]
Bei Vanesse Giese
"Früchtejuwelier - genial! Ist ein Gartencenter gemeint, ein Blumenladen oder...?
Ich nehme das gleich in die
Wortperlen
auf. Danke für die unverhoffte Weiterbildung bezüglich Harz. Ich LIEBE es,
so völlig Unbekanntem erstmals zu begegnet. Meine Neugier-Transmitter
vibrieren geradezu," Daß und warum Harz beim Handball Anwendung findet
und wie es sich auswirkt, wußte ich nicht. Nachtrag:
Vanessa klärt auf. Beim Früchtejuwelier handelt es sich um ein (nicht eben
preisgünstiges) inhabergeführtes Obst- und Gemüsegeschäft. Insofern ist
der Ladenname passend zweideutig.
[07:21]
Wissenswertes beim "Wort zum Tage" des DLR.
In Leipzigs Zentrum in der Nonnenmühlgasse
nahe der Propsteikirche
steht neuerdings ein Chatschkar, ein Erinnerungsstein, wie er in Armenien seit
dem 9. Jahrhundert aufgestellt wird. Der Leipziger Chatschkar
ist Teil des
deutsch-armenischen Kulturjahres
zum Gedenken an den
Völkermord in Armenien vor 111 Jahren. Die
Armenische Apostolische Kirche
ist, seitdem 301 das Christentum Staatsreligion wurde, die älteste
Staatskirche der Welt.
[07:11]
Freier Tag 3/4. Tage ohne Alkohol: 3816.
Dienstag, 26. Mai 2026
[18:12]
Als noch von
Elektronengehirnen
gesprochen wurde, schien das alles sehr futuristisch. Die Zukunft aber ist jetzt.
Wie geht es der Filmkunst in Zeiten von KI?
Welche Szenarien sind zu erwarten?
Welche Berufe sind gefährdet? Komparsen gibt's jedenfalls schon mal
per Katalog.
Wie rezipieren wir Kunst, die mit KI
erzeugt
wird?
Mario Sixtus'
KI: Maschinenträume im Film
von 2024 stellt diese Fragen. Ein Grundeinkommen für Künstler und Kreative
muß kommen.
Noch erscheint
das, was KI prompt erstellt, seltsam
bis
spooky.
[17:58]
Repost: Bitte denkt bei diesen Temperaturen daran, eine Schale Wasser für durstige KI-Rechenzentren rauszustellen.
[08:11]
Welch
kruden Gedankengebäude
sich die Tech-Elite im Silicon Valley errichtet, die Vorstellung
einer Gottähnlichkeit durch den ungezügelten Fortlauf von
Technik und KI, für den ich, sicherlich an Anlehnung an
Teleologie,
den Ausdruck "Thielologie" las, läßt nicht nur mich mich unbehaglich
zusammenzucken. Dagegen ist der in Anbetracht der Robotertechnik
Gruselfaktor
ein Scheißdreck, auch wenn ich oft ein
Apokalypsegefühl
nicht unterbinden kann. Papst Leo
setzt
in seiner
ersten Enzyklika
der Thielologie
etwas
entgegen, indem er das aktuelle Thema KI
aufgreift.
Ein Kommentator
sagte,
es wäre nach einem Jahr Pontifikat eventuell noch zu früh, doch
könnte Papst Leo XIV. als KI-Papst in Erinnerung bleiben. Über
das Lehrschreibens resümiert die Theologin
Anna Puzio
und
Nida-Rümelin,
der dafür eintritt, die Kirche im Dorf zu lassen; die KI sei eben nur
eine Maschine, der nichts Göttliches oder Allmächtiges anhafte. -
Horst Schulte
hat ChatGPT gefragt,
was es denn vom ersten Lehrschreiben des Pontifex halte.
Die KI bescheingt ihm Nüchternheit: "Das ist nüchtern. Kein Weihrauch
über dem Serverraum, aber auch keine Maschinenstürmerei mit Rosenkranz. (...)
Dieses Papier formuliert eine Haltung, mit der KI sinnvoll arbeiten
kann. Nutzen ja. Ersatzreligion nein. Hilfe ja. Herrschaft nein.
Effizienz ja. Entwürdigung nein."
[07:26]
Saufen als Jahrtausende alte Kulturtechnik, die kulturgeschichtlich und
gesellschaftlich undenkbar viele Rituale und Erzeugnisse hervorbrachte.
Jetzt aber leben wir in einer nüchterneren Gesellschaft. Der Bierverbrauch
sinkt nicht nur hierzulande, sogar im Bierland par excellance, Tschechien,
schwindet der Alkohol aus den Gläsern und Flaschen. Ernüchternd die Erkenntnis,
daß vielleicht die Gesundheit der Menschen Medizinern weniger graue Haare
macht, daß die Welt aber kaum besser geworden ist. Vor lauter Selbstoptimierung
werden die Leute partout nicht glücklicher, sondern einsamer. Alleine,
mit Sixpack, aber stocknüchtern,
verliert
unsere Geselligkeit sozusagen
Muskelmasse, was zur "sozialen Atrophie"
führt.
[06:54]
Drei, aus Blogs gezogene
Splitter.
"Verschattetes Gemüt" (Kaltmamsell) /
Segeln als "die teuerste Art, unbequem zu reisen." (Frau Klugscheißer) /
"Idioten (m/w/d) gibt es überall." (Pressepfarrerin).
[06:30]
Freier Tag 2/4. Tage ohne Alkohol: 3815 = 545 Wochen.
Montag, 25. Mai 2026
[21:44]
Unserem Handeln liegen Vermeidungs- und Annäherungsziele zugrunde.
Bis Mittwoch, wenn ich nach dreiwöchiger Pause den nächsten Therapietermin
zum Einzel habe, nachdenken, was ich aus welcher Motivation heraus tue,
welches der beiden Ziele überwiegt. Die Beschäftigung im Internet, für
das Einsammelbuch und täglich für die Miszellen, sind eindeutig
Annäherungsziele, intrinsisch befeuert. Annäherung: wo man hin will;
Vermeidung: wovon man weg möchte. Im Gegensatz zu anderen mußte ich
sehr vieles unter Zwang und Zeitdruck tun. Gelernt habe ich (außer bei
Deutsch und Fremdsprachen) in der Schule nur und erst, wenn eine 5
vermieden werden sollte. Termine sind vielfach Vermeidungsziele. Zum
Arzt, weil ich muß (Quartalstermin) oder weil etwas da ist, was weg
soll (Infekt, Schmerz). Auf Station gehe ich grundsätzlich nur, um
Geld zum Leben zu verdienen. Freilich entwickeln sich an guten Tagen,
bei schönen Diensten, Annäherungsziele, die Freude und Erfüllung
bringen. Tätigkeiten mit Flow-Effekten sind immer solche. Über 10
Jahre lang drückte ich mirch davor, zum Optiker zu gehen. Was ich
auf mich zukommen sah, gnihi, waren immense Kosten. Mein Therapeut
verklickerte mir, daß meine Motivation natürlicherweise hätte sein
können: Mit neuer Brille blickst du wieder durch, verpaßt du keine
Informationen, die du nicht erkennen kannst, wirst bestenfalls wieder
ein Buch lesen können. Die Überlegung, was tue ich mir dadurch Gutes,
wenn ich dieses und jenes forciere und tue? Stattdessen war mein
erster Gedanke, sobald eine Pflicht´, eine Notwendigkeit auf mich
zukam: MUSS ich das? Kann ich's umgehen? Kann ich noch warten?
Es war sogar so verheerend, daß soziale Kontakte von mir auch unter
der Prämisse gesehen wurden, daß ich, wenn ich außer Haus gehe,
in dieser Zeit weg vom PC bin und früher: nicht lesen konnte.
Atze Schröder spricht davon, daß "man sich zu Maßnahmen hinschleppt."
Sport, ein Gräuel statt: Ick freue mir, es tut so juut.
[20:10]
Im Deutschlandfunk ein Feature über
Rentner in Deutschland
gehört. Aber kein aktuelles, sondern eines, das 1977 gesendet worden war.
Alt werden und sein in der Bundesrepublik und DDR vor 50 Jahren - spannend!
Fakten zur finanziellen Situation in Ost und West. DDR-Rentner als
"Veteranen der Arbeit" erinnere ich nicht. Die Situation damals war nicht
besser als heute, was aber auch bedeutet, daß sie heute nicht schlechter
ist als früher. Im Gegenteil, die Lebenserwartung 1977 war noch um 10
Jahre niedriger als 2026.
[15:55]
In der
Geschichte deutscher Fernsehshows
durchqueren wir im Schnellschritt die Jahrzehnte mit Rosenthal,
Kulenkampff, Rudi Carrell, Thomas Gottschalk.
In einer der ersten interaktiven Fernsehshows
(Wünsch dir was)
stimmte das Publikum mit dem Strom- oder Wassertest ab, aus heutiger Sicht skurril. Haushalte
einer bestimmten Region wurden zur Abstimmung aufgerufen; sie solten
ruckartig Klospülung + Wasserhähne aufdrehen bzw. den Stromverbrauch
in die Höhe treiben, indem alle verfügbaren Lichtquellen eingeschaltet
werden sollten. Anschließend gaben die Wasser- bzw. Elektrizitätswerke
bekannt, welche Kandidatenfamilie mehr Verbrauch hervorrufen konnte.
In einem Revivalversuch der Show in den 80er Jahren sorgte der Zeitgeist
dafür, daß die Haushalte gebeten wurden, die Geräte alle abzuschalten.
[14:50]
Da wird an einem Tag bei Brisant vom wohl ältesten Hund der Welt
berichtet,
der sein Durchschnittsalter um das Doppelte übertroffen hat. Und
am Folgetag ein weiterer Beitrag mit der Nachricht, er sei nun
gestorben. Bei Trump funktioniert dies leider nicht.
[10:11]
Alkoholiker kennen die Praxis, sich in ihrem Bemühen um Abstinenz nur
auf den gegenwärtigen Tag zu fokussieren. Kleingehackte Abschnitte
erscheinen überblick- und schaffbarer und sind es auch. Nur für heute
entscheide ich mich, NICHT zu trinken. Morgen ist dann morgen dran,
we'll see. Nur für heute. Und wenn man das auf weitere Bereiche ausweitet?
Nur für heute entscheide ich mich für das Glück. Heute lasse ich
Mißmut, Ärger und Grübelei nicht zu. Ein willentlicher, freier und
bewußter Akt FÜR das Glück. Nur für heute.
[08:52]
"Am Meer schreit jemand seit einer Stunde nach Hilfe. Das ist ok, weil er Hunde trainiert, die Ertrinkende retten. Sonntag Morgen sollte hier besser niemand wirklich ertrinken. Jeder hier würde glauben, dass die Hundeschule probt und sich nicht die Mühe machen, auch nur aufzustehen."
(Mitzi Irsaij)
[08:38]
"Hochzeiten als solches finde ich ja schon schwierig, weil ich das Konzept dahinter so schräg finde,
zumindest wenn man die üblichen Scheidungsraten kennt."
(Anjesagt)
[05:13]
Freier Tag 1/4. Tage ohne Alkohol: 3814.
Sonntag, 24. Mai 2026
[10:08]
"Manche Wunden brauchen jemanden, der mit einem in die Tiefe geht.
Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist das Klügste, was man tun kann."
(Käsedurst)
[10:05]
Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3813.
Samstag, 23. Mai 2026
[06:11]
In der Kulturzeit vom 27. April war die Rede von Heimat, "dem Ort der ersten Male."
[6:10]
Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3812.
Freitag, 22. Mai 2026
[7:14]
Vor Spätdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3811.
Donnerstag, 21. Mai 2026
[20:33]
Kein Cartoon, sondern
lebendige Zebras
am
legendären Wasserloch
in Namibia. Innerhalb meines
Zebra-Threads,
der auch mit einem echten Foto startet mit einem "Zebra-Auto" bei uns im Kiez.
Mehr solcher Threads, die leider auf X/Twitter sind, weil ich sie dort begann,
bieten die
Cartoon-Specials.
[20:00]
Zu Fuß in Leipzig heißt auch, allerlei Weggeworfenem und Hingestelltem
zu begegnen. Kaum hatte ich letztens in der Kategorie
"Zeugs & Fundstücke"
neue
Fotos
eingearbeitet, was bei Pixelfed, wo Postings nicht um weitere Bilder
erweiterbar sind, bedeutet: neu aufsetzen, sah ich erneut
Haus=Unrat
in
Einkaufskörben,
wohl von Wohnungslosen,
oft an Haltestellen,
hier Wiebelstraße, Felsenkeller, Koehlerstraße, Torgauer Platz. Es wird,
wie mir scheint, immer verheerender, oder?
[14:30]
Von Mathematik habe ich sowas von keine Ahnung. Daß ich damals
durchs Abitur kam, darf als Beweis für den Heiligen Geist betrachtet
werden, um kalendarisch im Rahmen zu bleiben. Anscheinend hat eine
KI von OpenAI jetzt zufällig
durch den Prompt eines 23-Jährigen
nach 80 Jahren eine der Erdös-Vermutungen
geknackt.
Das
Gruseln
geht weiter.
[14:29]
Die Landlebenbloggerin (FK) erheitert mich ungemein mit ihren
Alltagsschilderungen, eines Leben auf einem Dorf im Odenwald.
Mit Hund. Mit Hühnern. Der
gemeuchelte
JoHahn
ist leider Geschichte. Der aktuelle Hahn im Korb auf dem Hof ist
Hähnchen.
"Kaum war das neue winzige Zwerg-Hähnchen bei uns eingezogen,
stand in großen Buchstaben
'Ich will ein Kind von Dir!'
auf ihrer Stirne." Ich lache mich tot.
Mittels KI
stellt sich FK vor, wie es aussähe, wenn die Eier, die die
doofe Glucke partout ausbrüten will, tatsächlich befruchtet wären.
[13:35]
"Das Leben ist kurz. Genießen Sie es" - Dieser häufig vehement
geäußerte Tipp verkennt die Tatsache, daß ein unbedachter,
unbeschränkter Genuß es noch kürzer machte, als es ohne schon
währt. Jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte, ist ein
solcher Quatsch. Im Gegenteil, um den letzten Tag möglichst
in weiter Zukunft erleben zu dürfen, ist ein vernünftiges,
achtsames Leben JETZT vönnöten.
[13:33]
Tagesschau:
"... handelt es sich um einen losen digitalen Zusammenschluss verschiedener
misogyner, sexistischer und antifeministischer Strömungen mit
Verbindungen zur rechtsextremen Szene." -
Leute, die sich Frakturen zufügen, um männlicher auszusehen, sind
Looksmaxxer.
Dem Begriff
begegnete ich erstmals
im Deutschlandfunk. Das
Maximieren der physischen Attraktivität
stammt von den Incels. Sie wird durch KI-gestützte Apps auf Skalen
gemesssen. Am unteren Ende sei man "sub(human)" = Untermensch.
Verschiedene Stufen, sich zu optimieren. Softmaxxing umfaßt z.B.
Körperhygiene (Cremen, Waschen, Bürsten), beim Mewing drückt
man die Zunge an den Gaumen, damit sich der Unterkiefer nach
vorn schiebt. Hardmaxxing ist dann heftiger: Steroide zum
Muskelaufbau, Crystal Meth als Appetitzügler, "bonesmashing" =
sich Mikrofrakturen am Kiefer zufügen. Diese körperorientierte
Männlichkeit drückt einen Antifeminismus aus, der der
Manosphere
zuzuordnen ist. Selbstoptimierung, Männlichkeit,
Status/Dominanzdenken
sind so weit von meiner Gedankenwelt entfernte Ideale.
Nicht nur mir
fallen die Parallelen zu damals ein, als Rassenhygiene und
leniriefengestählte Körper en vogue waren.
[11:59]
Über damals, vor 2015, als wir Weltmeister wurden:
"Jenseits von Verklärung war das Leben damals aber nicht gut, sondern im Zweifel nur anders doof."
(Fliegende Bretter). -
Ich möchte - es leben die Zusammenhanglosigkeit! - Stefan Rose gleich
nochmal
zitieren:
"Der erste Weltkrieg ist ausgebrochen, weil ein Österreicher erschossen
wurde, der zweite Weltkrieg ist ausgebrochen, weil ein Österreicher
nicht erschossen wurde." Und kann diesem Posting in der Rubrik
Rebloggerie einen ansprechenderen Titel geben.
[11:44]
Offenbar aus Kostengründen ist der Couch-Gag bei den Simpsons
wegrationalisiert
worden. Wieder ein Indiz für das Empfinden, daß alles immer ein
bißchen schlimmer wird, daß Dinge wegbrechen, immer häppchenweise,
so daß man wie beim (vermeintlichen)
Boiling-Frog-Syndrom
erst gar nicht merkt, in welchem Ausmaß und welcher Beschleunigung die
Welt den Bach runtergeht. Leider habe ich zwei Bemerknisse aus diesem
Kontext schon vergessen, bei denen ich gestern noch dachte, DIE
mußt du dir merken. Deswegen nehme ich den Couch-Gag zum Anlaß
für die "Theorie des schleichenden Niederganges" und werde nunmehr
weitere Indizien sammeln. Augenzwinkernd freilich. Nachtrag.
Eingefallen sind mir Arzttermine und wie Herr Buddenbohm gestern
von seinem K(r)ampf
berichtete.
Tags zuvor versuchte ich meine Hausarztpraxis anzurufen, der nun
auch eine Hotline vorgeschaltet ist. Kein Durchkommen. Alle Mitarbeiter
(PTAs) im Gespräch. Nehmen wir also Arzttermine in den Katalog auf!
[10:33]
In den vergangenen Tage stieß ich öfter auf Arne Semsrott. Zuletzt
heute Morgen,
als es um die abgesagte Magdeburger Lesung ging. Im DeutschlandRadio
höre ich immer wieder Interviews mit ihm. Nachdem der Demotivationstrainer
Nico
sich aus der Parteipolitik verabschieden hat, machen die Brüder zusammen
Aktionskabarett.
Zuletzt sprach Arne Semsrott auf der
re:rublica26:
Zur Gegenmacht.
[10:22]
"Es ist vorbei." Der Betonflüsterer
über
die
re:rublica26:
"In Verkennung ihres Angekommenseins zelebrieren sie immer noch den mir
furchtbar auf die Nerven gehenden Gestus der digitalen Gegenöffentlichkeit
bei gleichzeitig maximaler gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit an
die jeweiligen Machtinhaber dieser inzwischen bis ins Siechtum
durchlobbyierten Republik."
[09:05]
Lange schon will ich etwas über Radikale Akzeptanz (RA) schreiben.
Ein Skill, den ich während der Psychotherapie im Herbst 2025 kennen-
und schätzen lernte. Bei Frau Anje, die für diese Einstellung unter dem
Label "Good Attitude"
plädierte,
kommentierte ich: "Robuste Einstellung und bewundernswert. In der
Therapie haben wir dafür das Konzept der Radikalen Akzeptanz gehört.
Damit lerne ich im Alltag mehr und mehr, den Widrigkeiten zu trotzen.
In der Situation sich klar machen, ob ichs ändern kann und will. Und
wenn nicht, Haken dran, abwenden oder stur durch, ohne sich emotional
zerrütten zu lassen. Im Prinzip kennen wir das, seitdem die alten
Griechen die Stoa 'erfanden'."
[08:18]
Eine
wunderbare Eloge
zum 80. Geburtstag von Cher, die am liebsten auf dem Friedhof
Pere Lachaise
neben Oscar Wilde begraben sein will. Klare Aussagen von ihr gegen Trump.
Daß sie mit ihren 80 keine Tour mehr schafft, das sei zu stressig, die
Stones könnten mit Falten auf die Bühne, ihr würde man das ankreiden.
Daß sie sich mit jüngeren Männern liiere, liege daran, daß ältere sie
wohl nicht attraktiv genug finden, jedenfalls hätte sie von denen kein
Date erhalten. Ich bewundere solch eigenständige Originale wie Cher,
die nicht herumlavieren, sondern sich offen äußern, egal was die anderen
sagen.
[08:10]
Der Iran
spielt
mit Lego den Irankrieg nach. Mitnichten
putzige Propaganda.
Der Iran entwickelte eine ausgefeilte Strategie. Kurioserweise
beschimpfte Trump den Iran daraufhin als "Meister der Medienmanipulation".
Inzwischen existiert für diese Art "gekaperter Kulturkompetenz" der Begriff
Legofication.
[08:00]
In Sachsen-Anhalt ist richtig was los.
Vorboten dessen, was, wenn die AFD gewönne, auf uns zukäme.
Eine Lesung des Journalisten und Bruders von Nico Semsrott,
Arne Semsrott, in der Magdeburger Stadtbibliothek wurde wohl
auf Anraten der Stadtverwaltung
abgesagt.
Arne
findet,
Bibliotheken seien vorzügliche Orte zum Austausch und auch
und gerade für kontroverse Diskussionen. Der Magdeburger Bischof
Gerhard Feige
war im Landtag
und
stellte
die Initiative
"Bewußt wählen"
vor. Die AfD hat bereits angekündigt, im Fall eines Wahlgewinnes die
Zahlungen an die Kirche einzudampfen; denn sie sei nicht mehr förderungswürdig.
[7:20]
Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 3810.
Mittwoch, 20. Mai 2026
[11:43]
Nie zuvor gehört:
Avifaunist = Vogelkundler; Avifauna (Vogelwelt). Gehört in einem
Bericht über Birding (Brisant vom 19.5.)
[11:00]
Dialekt ist Heimat im Mund. (Peter Ufer) -
Gesucht
wird das
sächsische Wort des Jahres.
2024 war es Hudelei, 2025 Rabusche. Am 3. Oktober wird das diesjährige verkündet.
[06:43]
4G: wir haben gegessen, getrunken, geschwätzt und gelacht.
Im Badenwürtembergischen Unzhurst wird die
Tradition
des
Dorfbotts
wiederbelebt.
Sozusagen die Urform des Gemeindeblattes, ein Ausrufer mit Neuigkeiten.
[05:27]
Feuerwehrauto
auf Leipzigs Straßen (am Parkbogen Ost, Sellerhausen). Keine Ahnung, ob
das Auto vor oder nach der Erfindung der 112 im Einsatz war.
[4:18]
Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 3809.
Dienstag, 19. Mai 2026
[17:11]
Aufgeschnappt: Augen zu und durch - die kürzeste Anleitung für Leben.
[17:10]
Wenn Monk ins Krankenhaus käme, sähen seine
Vitalwerte
so aus. Naja, fast... Irgendwas ist immer.
[16:45]
Wenn etwas für Hyperventilation im Pflegeberuf sorgt, dann, wenn
die Kühlschranktemperatur nicht korrekt protokolliert wird.
Dagegen sind sterile Dreiwegehähne, deren Ablaufdatum
unwesentlich abgelaufen ist, nicht der Rede wert. Deswegen
auch ein
Foto,
denn Bilder sagen mehr als tausend Worte.
[09:50]
"Wenn Alltagsgegenstände des eigenen Lebens beginnen, sich in Museen anzusammeln, wird man wohl alt."
(Vanessa Giese)
[7:41]
Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 3808.
Montag, 18. Mai 2026
[8:00]
Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3807.
Sonntag, 17. Mai 2026
[09:50]
Da ich aufgrund seines Mißgeschickes bei Herrn Buddenbohm
bereits
mehrere
Male
Krücken-Konnotate
las, paßt diese Koinzidenz für eine kleine Anekdote aus der Pflege.
Wir bekamen im gestrigen Spätdienst 3 Zugänge, von denen zwei so genannte
Außenlieger sind. Fachfremde Kranke, die zwischengeparkt werden, weil auf
der für sie zuständigen Station kein Platz in der Herberge
war. Beide Frauen 91 Jahre alt, beide zuhause gestürzt. Die Frau aus dem
Pflegeheim war immobilisiert, hat aber keine Fraktur. Die andere ist mit
einer Krücke bewaffnet humpelnd in die ZNA reinspaziert, was der Arzt im
Arztbrief so vermerkte, weil es ungewöhnlich ist. Ich fragte sie beim
"Stammblatt" für die ePa, einem Fragekatalog mit allen pflegerisch relevaten
Informationen zu den ATLs (Aktivitäten des täglichen Lebens), - ich fragte
sie, woher sie denn eine Gehstütze habe. Sie erklärte, daß sie zuhause
ihren Mann pflege und nach ihrem Sturz einfach seine
"Krücke"
geborgt habe, um im Krankenhaus anzudocken. Wohlgemerkt, sie ist 91!
[09:50]
"... setzten sich neben uns zwei in-der-Schulzeit beste Freunde von mir hin, die ich tatsächlich seit damals nicht mehr gesehen hatte. Immer wieder so seltsam, alte Menschen zu treffen, die doch eigentlich mein Alter haben müssten?"
(Mequito)
[7:22]
Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3806.
Samstag, 16. Mai 2026
[10:46]
In Hamburg
hadert man
bei +12°C ein wenig mit dem meterologischen Status quo.
"Diesen Mai habe ich mir so nicht vorgestellt!"
Bei der Sache mit dem Fahrstuhl fiel mir der
älteste Paternoster
im Hamburger Flüggerhaus ein, der kürzlich geklaut worden ist und
zu dem ich nach meine drei Spätdiensten noch nachschlagen werde...
[10:11]
Die Kaltmamsell weilt anläßlich der re:publica in Berlin und
besuchte und fotografierte,
geführt durch eine Verwandte, die für eine Spitzenpolitikerin arbeitet,
gestern den Reichstag, was uns Lesern und Zuschauenden
Innen+Außenbilder
beschert.
[8:33]
Vor Spätdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3805 = 125 Monate.
Freitag, 15. Mai 2026
[14:54]
Was Sie schon immer über China wissen wollten. Dank
Herrn Buddenbohm
den sehr ausführlichen und instruktiven
Podcast über China
(LdN) mit der Sinologin Marina Rudyak. Auf arte sind noch
die
drei
Teile
der Dokumentation über die Geschichte Chinas abrufbar.
[14:11]
"Verbitterung im Alter entsteht oft genau dort, wo Menschen zu lange gehört
haben, sie müssten nur anders auf die Dinge schauen. Irgendwann sagt etwas
in einem: Nein. Ich habe genug gesehen. Ich lasse mir die Welt nicht mehr als glänzende Verpackung verkaufen.
(...)
Aber es gibt auch eine andere Form. Eine Verbitterung im Alter, die eher Ernüchterung ist. Keine Lust mehr auf Täuschung. Keine Bereitschaft mehr, die Dinge schöner zu nennen, als sie sind. Keine Geduld mehr mit Phrasen. Das muss kein moralischer Absturz sein. Es kann auch der Beginn einer späten Klarheit sein."
(Horst Schulte)
[13:59]
Werbung an Plakaten: "E-Bike Stadt Auto".
[13:49]
Beim abendlichen Betten des Patienten. Ich lasse Urin aus dem Sammelbeutel
des Blasenverweilkatheters ab und sage zum Pat.: "900 ml, das müssen Sie
sich merken, weil ich so vergeßlich bin." Eine Stunde später klingelt es
in diesem Zimmer. Der Patient: "Ich möchte jetzt gerne schlafen und soll
Sie doch an die 800 ml erinnern." - Ich kann nicht behaupten, daß es nicht
Menschen gibt, die mich ernst nehmen.
[8:20]
Freier Tag 1/1. Tage ohne Alkohol: 3804.
Donnerstag, 14. Mai 2026
[10:10]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3803.
Mittwoch, 13. Mai 2026
[7:40]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3802.
Dienstag, 12. Mai 2026
[22:00]
Heute war ich erstmals im Bildermusem. Die Dauerausstellungen in vielen
städtischen Museen sind seit Jahren kostenlos. Museen sind für mich
keine bevorzugten Orte. Ich ermüde rasch. Ich empfinde das Angucken
und Lesen der Schilder als monoton und erschöpfend. Und es wird einem
nicht leicht gemacht. Ich schlendere mit geöffneter Strickjacke durch
den Raum. Eine Wärterin kommt auf mich zu und bitte mich, die Strickjacke
zu schließen oder um die Hüfte zu knoten. Letztens im Grassimuseum
war die Aufseherin noch eine Spur spröder und muffiger. Ich fühlte
mich von Blicken verfolgt und bedauerte, keine Büchse mit Kartoffel-
oder Tomatensuppe mit mir geführt zu haben.
[19:46]
Bis vor kurzem
war ich
überzeugt,
an ME/CFS erkrankt zu sein. Meine Erschöpfung seit 2015, nachdem ich wochenlang
an einer Viruserkrankung dahingesiecht war, die Regenerationsunfähigkeit.
Deswegen verfolge ich Informationen, Sendungen und Wortmeldungen zu dieser
noch so unbekannten Krankheit. Auch wenn ich seit meiner zweiten Psychotherapie
eher davon ausgehe, daß die schweren psychosomatischen Emanationen, die mir
seit 11 Jahren das Leben vergällen, doch "nur" auf die Psyche zurückzuführen
sind, bleibe ich - hoffentlich findet sich bald ein griffigerer Terminus -
beim Thema ME/CFS dran. Nach der großen Doku
"Die rätselhafte Krankheit - Leben mit ME/CFS"
von 2021 erstarrte ich vor Mitempfinden und Entsetzen, als ich vor Wochen den Essay
"Die Grenzen der Autonomie"
hörte oder besser erlebte. Neuere Dokumentationen sind
"Blackbox der Pandemie"
sowie
"Unendlich müde"
(nano / 2026). Ob Long-Covid-Kranke hoffen dürfen, hören wir im Feature
"Hoffen auf Heilung".
Immerhin sind jetzt 4 Off-Label-Medikamente
zugelassen
worden, während ein fünftes, Naltrexon, es
nicht
nicht auf die Liste schaffte. Jährlich fallen in der Bundesrepublik
durch ME/CFS + Post-Covid bei 1,4 Mio Betroffenen Kosten von 66 Mrd. Euro an!
(12.5.26)
[18:47]
Miniserien,
neue Kuh, die durch's Dorf getrieben wird. Aich als
vertical
oder micro dramas bezeichnet Für's Handy produzierte, nur Minuten dauernde Minidramen, Soaps.
Melodramatik.
Wachsender Markt.
Sehr oft mit Cliffhanger, damit man nach den ersten kostenlosen Folgen bezahlt (Freemium).
[08:24]
"Natsukashii wird häufig mit 'nostalgisch' übersetzt, das trifft freilich
nicht notwendigerweise und nur teilweise. Das Wort bringt eine
bittersüße Empfindung zum Ausdruck, bezogen auf etwas Erinnertes,
das wertvoll ist, das geschätzt wird, freilich ohne deutlich ausgeprägte
Sehnsucht, in die Vergangenheit zurückkehren zu wollen. Der Affekt
ist eingebettet in ein deutliches Bewusstsein des Vergangenseins
der Vergangenheit, der Vergänglichkeit. Ein weiches, warmes Gefühl,
das Erinnerungen in der Gegenwart leben und atmen lässt.
Jedenfalls möchte ich das Wort so verstehen: als eine Ermöglichung
einer erlebten, geteilten Vergangenheit, in der Gegenwart Wirkung
zu entfalten. Wenn H. und Y. 'natsukashii' sagen, heisst das für
mich, schön, diese Erfahrungen mit dir gemacht zu haben."
(Camp Catatonia)
[08:00]
Mit Müh' und Not habe ich meines 60. Geburtstages gedacht. Das
25-jährige Blogjubiläum am 30. April habe ich erwartungsgemäß
vergessen und die 30 Jahre Webseite (Einsammelbuch formerly
known as Leipzig Bücherlei formerly known as Bibliomaniac List)
werde ich in 8 Wochen auch vergessen.
[06:47]
"Andere würden, wären sie ich, ein ruhiges, gut austemperiertes Leben
führen. Ich hingegen missbewirtschafte alles, was ich habe." -
Was der Betonflüsterer
schreibt,
"fühle ich", so der therapeutische Neusprech in der Gruppentherapie.
Immer die Mutmaßung, es fehle nur ein Gran, ein Mü, damit die ganze
Scheiße sich in Gold umkehrt, daß nur ein Pipifatz an Veränderung
vonnöten wäre, damit alles anders würde, ich funktionierte, die
ganze Last, wenn nicht abfiele, so doch auf ein tragbare Maß reduziert würde.
Eine Schwelle, die ich kaum wahrnehme, die aber ALLES verbaut.
Verfluchte Scheiße. "Das passt mir. Ich kenne das nur so."
Dabei hat der Betonflüsterer
gute Tage in Wien.
"Bei Wienern klingt Rechtssein weniger unsympathisch. Muss am
Lachen liegen. Sie postulieren Endzeit und lachen dabei." Jawl
(Christian Fischer)
schreibt:
"Das mit der Balance ist bei grauem Wetter immer noch etwas schwerer
als an sonnigen Tagen." Ich gucke aus dem Fenster und sehe Sonne.
In Leipzig. An einem freien Tag. Sensationell! Gute Tage auch
hier in L.E.?
[05:55]
Nicht daß ich es begriffen hätte, aber molekularbiologischer Aufreger:
Aus Protein wird DNA.
Ein Dogma war bisher die Reihenfolge: DNA => RNA => Protein.
Offenbar geht es auch umgekehrt. Daß RNA in DNA umgeschrieben werden
kann, war seit Jahrzehnten
bereits bekannt,
ein Prinzip, welches Retroviren wie HIV anwenden. Kürzlich
entdeckten
Forscher aber, daß ein Protein selbst als Matrize für die DNA-Synthese
fungieren kann.
[4:30]
Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3801 = 543 Wochen.
Montag, 11. Mai 2026
[16:50]
Auf ein Neues. Seit Jahren bewerbe ich mich um ein Bedingungsloses
Grundeinkommen (BGE), welches einige Male im Jahr ausgelost wird.
Wer sich
mir anschließt,
kann quasi Huckepack mitgewinnen, weil nämlich unter denen, die
meinen Freundeskreis bilden, ein weiteres BGE vergeben wird.
Es verpflichtet zu nix, keiner Mitgliedschaft irgendwo, kein
Abo. Der Verein Mein Grundeinkommen sammelt die Spendengelder.
[16:48]
Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 3800.
Sonntag, 10. Mai 2026
[15:51]
Bericht über eine Balletaufführung in Odessa. "Nach jeder Szene wird geklatscht,
Man weiß nie, ob es weitergehen wird."
[14:19]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3799.
Samstag, 9. Mai 2026
[15:51]
Jetzt kann's auch der Deutschlandfunk nicht lassen:
Die fieberhafte Suche nach dem (Andus)Erreger.
Infektionskrankheit = Fieber, Erforschung = fieberhafte Suche. Toll gemacht.
[15:50]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3798.
Freitag, 8. Mai 2026
[10:22]
Ein KI-gestützer Religionsroboter, der
Buddha-Bot,
ein elektronischer Mönch soll zu seelsorgerischen Arbeiten
herangezogen werden. In Südkorea wurde Gabi (Buddhas Barmherzigkeit),
der
erste humanoide
KI-Roboter-Mönch, offiziell in den Jogye-Orden
aufgenommen,
inklusive Gelöbnis.
[10:10]
Der amerikanische Gesundheitsminitser schwärmte von Sauerkraut bzw.
fermentierten Lebensmittel an sich und, zack,
exportieren
deutsshe Sauerkrauthersteller in die USA. Nur soll es dann in
"Bio Weisskraut fermentiert" umbenannt werden. Das würde jünger,
moderner und gesünder klingen. Stößt euch das sauer auf?
[09:19]
Einige neue bzw. hervorgeholte
Splitter:
Der britische Grünen-Chef war früher Hypnosetherapeut.
Interessante Kombination! /
"China verurteilt zwei frühere Minister zu Tode auf Bewährung".
Tod auf Bewährung? Nie so gehört. /
"Den Haß überlieben". (Morgenandacht im Deutschlandfunk" /
Aaahliteration! "Kreuzfahrtschiff nimmt Kurs auf die Kanaren" /
Conserve The Sound
archiviert Geräusche von verschwindenden Dingen, speziell technischen
Geräten. In Erinnerungen schwelgen. /
Neckig ist die
anhand von Literaturzitaten
dargestellte Uhr, für die ich mir ein deutsches Pendant wünschte.
[09:00]
"Das Herz ist der kleine Hund der Seele, der schwanzwedelnd jedem geworfenen Ball hinterherrennt."
(Kluges & Scheiß)
[08:55]
"Wie aber daten Frauen Geschlechtsgenossinnen? Von theoretischer Recherche
verspreche ich mir nicht viel. Denn während sich Männer auf Sichtbares
konzentrieren, achten Frauen mehr auf’s Gefühl. Auf der weiblichen Seite
verhält es sich ähnlich wie bei Speisen: schön Angerichtetes steigert den
Appetit, wenn die Mahlzeit aber nicht mindestens gut riecht, schmeckt,
im Mund zergeht und anspricht, ordern wir keinen Nachschlag. Dann lassen
wir auch das schönste Essen zurückgehen. Okay, manchmal lassen wir uns
die Reste einpacken, spätestens am nächsten Tag landen die aber in der Tonne."
(Kluges & Scheiß)
[08:33]
"Es herrschen harte Zeiten für Menschen, die sich von Intelligenz angezogen fühlen."
(Kluges & Scheiß)
[07:34]
"Beim Fahrradfahren merkte ich aber auch die Kühle der Luft, für eine längere Radtour hätte ich mich dick vermummeln müssen, was für ein Glück, dass hier niemand eine längere Radtour mit mir unternehmen wollte. Ich glaube allerdings, ich wäre kurzfristig erkrankt, das Hanta-Virus geht ja um, bestimmt hat das auch irgendein Schiffstourist hier auf der Insel eingeschleppt, ich spürte schon, wie ich schlecht Luft bekam, wenn ich nur an Radtour dachte."
(anjesagt)
[6:56]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3797.
Donnerstag, 7. Mai 2026
[15:14]
Die kanadische Schauspielerin
Claire Brosseau
möchte
nicht mehr
leben
und
kämpft
für
assistierten Suizid.
Sie sei doch körperlich gesund. Und was soll damit gesagt werden?
Psychische Krankheiten haben weniger Gewichtung? Die Psyche kriegt
man doch irgendwie schon hin? Und wenn nicht, was hier offenbar
so ist. Wie es bei physischen Prozessen infauste Prognosen gibt,
so glaube ich, gibt es sie auch bei psychischen Zuständen.
Was mir seit 24 Jahren dauernd entfällt: daß ich ja noch ein
Weblog zum Freitag
habe.
[06:34]
Gelesen: "Jetzt, wo Timmy Geschichte ist, wird es Zeit für Neuwalen.
[05:40]
Aufgrund
jüngster Erfahrungen
ist der für mich so prägende Impuls, meine Fundstücke für andere bereitzustellen,
auf diese Seite beschränkt, allenfalls Mastodon. Sonst hätte ich
in den Odenwald
hineingekräht:
Hühner!
Eier!. -
Arte ermöglicht dank seiner vielen informativen Sendungen,
sich beispielsweise eine
kleine Lebensmittelkunde
(=>Streams) einzuverleiben.
[5:36]
Freier Tag 8/8. Tage ohne Alkohol: 3796.
Mittwoch, 6. Mai 2026
[19:00]
Nachdem ich die Ephemeren Streams aufgegeben habe, weil alles kalendarisch in den
Updates
landet, der Hinweis, daß die arte-Sendung über
Spargel
nur noch 3 Tage verfügbar ist, während die Radio-Wissen-Folge
Spargel
erst gestern gesendet wurde und 'ne Weile online sein wird.
[12:58]
Regular Animals
in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Roboterhunde mit
Hyperflesh-Silikonköpfen
von Techmilliardären und Künstler
wie Picasso und Warhol.
Geschaffen
von Mike Winkelmann =
Beeple.
[12:23]
Der so oft von mir
verlinkte,
zitierte
und
ob seiner eruptiv-kreativen Sprachmacht geschätzte
Berliner
Betonflüsterer
hat
gegrüßt.
Sachsen
winkt
nach Berlin zurück. Daß das Einsammelbuch und diese
Miszellen über kein RSS verfügt und die einzelnen Einträge keine
Links sehen lassen, stimmt, da keine Ahnung von mehr als rudimentärstem HTML.
Seit dem Umzug des Webspace vor drei Monaten kann ich wieder
strukturell ändern. War durch den Provider
geknebelt.
Zunehmend verlinke ich nunmehr auch kleinere Einträge der Miszellen.
Der in des Betonflüsterer Linkschleuderei erwähnte
Wo-ist-das-Leck-Artikel
steht im Tagebuch. Den Inhalten, denen ich einen Link gönne,
sind in den
UPDATES
kalendarisch gelistet (=> Postbar).
[10:06]
Der Leipziger Röschenhof beherbergte einst ein Altenpflegeheim; aktuell befindet sich am Standort das Leipziger
Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt.
2002 gab es eine
Posse
um die richtige Aussprache von "Röschenhof". Aufgrund der
leicht verwilderten Außenanlage
hätte man eher auf eine der Flora zugetane Einrichtung getippt.
[09:40]
"Krieg. Wo junge Männer, die sich nicht kennen und sich nicht einmal hassen,
einander abschlachten. Auf Befehl von alten Männern, die sich kennen, sich
hassen, aber zu bequem sind, um ihre eigenen Schädel einzuschlagen."(Andreas Rebers)
[09:30]
Büchermüllmann
als Bezeichnung für Denis Scheck in die Wortperlen aufgenommen. Ebenso
fahneneidriger Patriotismus
vom Betonflüsterer.
[09:10]
"Da sitzt ein hängengebliebener Oberstudienrat, in seiner ganzen provinziellen
Muffigkeit, mit seinem Reformhausnationalismus und klebrigem Wandertagspathos,
mit dem Typen wie er sonst Gruppen von Pubertätsbolzen, die sich nicht wehren
können, durch die Eifel führen."
(Betonflüsterer)
[08:13]
"Man möge mir, dem Bestandteil des Souveräns, bitte Ungefiltertes zutrauen."
(Betonflüsterer)
[08:12]
"So hat sich auch ein pseudopsychologisches
Therapiesprech
in die Alltagssprache geschlichen, das einem zuweilen das Gefühl gibt, nicht in einem Café, sondern der Cafeteria einer psychiatrischen Klinik gelandet zu sein."
(Stefan Rose)
[7:35]
Au weia, ich bin längst verdorben durch meinen Fokus auf KI.
Als ich "Prompt öffnet der Himmel seine Schleusen"
las,
verstand ich es nicht, weil ich Prompt als KI-Prompt verstand und grübelte,
warum der Prompt selbst etwas öffnet und nicht ich ihn.
[5:45]
Freier Tag 7/8. Tage ohne Alkohol: 3795.
Dienstag, 5. Mai 2026
[17:31]
Den Begriff
Facepalm
für
diese
mit "angesichts der Gesamtsituation und überhaupt" unterlegten
Geste ist mir neu. Mit dem Bild eröffnete ich einst die Rubrik
MeinSoSein,
in der ich rund um das Eigenbild und Selbstverständnis
Cartoons, Bilder und Videos sammle.
[16:46]
In meiner Blogroll ist man/frau kränklich: Humpelnd, sich die Backe haltend, vor Therapiestunden
zitternd, den Ellenbogen beübend. Gerade, als ich bei anjesagt
"Todeslinienaufgabe" (Deadline) las, die Eingebung, es wäre doch lustig, wenn
es ein Lexikon der Macken von Onlinemenschen wie Blogger gäbe. Viele pflegen
Macken und Spleens, zelebrieren Routinen. Vielleicht mal
sammeln?
[15:46]
Auf die Panorama3-Doku
"Endstation Forensik"
gestoßen, der sich der Podcast
"Maßregelvollzug am Limit"
zuordnen läßt, eine 11KM-Folge vom 4. Mai 2026.
[9:01]
Repost: "Diesbezüglich" und "Tatsächlich" sind "Alter" und "Digga" für Akademiker.
[08:54]
Erstmal beruhigen
mit Book Porn.
Daß es KI-generiert ist, beachtete ich dieses Mal gar nicht.
Selektives Wahrnehmen. Bibliomanes = gut! Aber stimmt, auf den
Hinweis
von Liisa, ähm, hin sehe ich jetzt auch mehr KI als Bibliomanie.
Gleich den neu gelernten Begriff
Uncanny Valley
anbringen, der für dieses Unbehagen steht.
[08:30]
Neben FOMO (Fear of Missing Out / Angst, etwas zu verpassen) gibt es
neben zahlreichen
anderen Varianten
auch
MOMO
(Mystery of Missing Out), ein Gefühl der Paranoia und Angst, absichtlich von sozialen Aktivitäten
ausgeschlossen zu werden. FOMO bezieht sich auf konkrete Ereignisse, bei denen man
befürchtet, sie nicht zu schaffen. MOMO meint das Unsichtbare, die "verborgene soziale Szene",
die man nicht mitbekommt. Etwas geschieht hinter meinem Rücken oder auch nicht, wer weiß.
Herr Buddenbohm
gefällt
das direkte Gegenteil von FOMO, nämlich FOBI. Ich zitiere meine KI:
"... bezeichnet FOBI den Stress, den eine Einladung oder die bloße
Teilnahme an einem Event auslösen kann." Die Befürchtung von
Autonomie- durch Zeitverlust. Aus der Therapie weiß ich im solche
Vermeidungsimpulse, kenne die Erleichterung, wenn Termine kurzfristig
abgesagt werden u.ä. FOBI wurde durch die Serie Wednesday populär.
Der Künstler Jean-Philipp Kindler
plädiert
für Ruhe und Genügsamkeit statt der ekstatischen Suche nach Glück.
[8:03]
"... kam mir eine wütende Telefoniererin entgegen: 'Du wirst heut Abend zahlen
für was du gemacht hast. Ich nehme dir deine Seele weg!' Falls jemand Nachilfe in Drohen braucht."
(Kaltmamsell)
[7:14]
Ich habe mich auf die Warteliste für die
neue
europäische Social-Media-Plattform
W Social
setzen lassen. Im DLF gibts ein
Interview
mit der Juristin und Mitgründerin Anna Zeiter. Das wird ja Zeiter!
Ambitioniert steht das W für einen Sponsoren
(We Don't Have Time),
die großen
W-Fragen
oder generell für W-orld/W-elt. Jetzt im Moment (5.5.26 um
7.16 Uhr) gibt es
keinen Eintrag (mehr)
bei Wikipedia. Edit-War? Die Plattform startet nicht mit 0,
sondern kann mit einer Basis von 40 Mio Usern rechnen, weil open souce
schon vorgeköchelt wurde.
[6:60]
Mähfreier Mai. Dry January. Noch was?
[6:07]
Schon interessant, wer alles noch Tagesschau guckt. Plötzlich bekomme ich
zig Anfragen,
ob hier alles in Ordnung ist. Ist es. Nachtrag:
Jetzt am Morgen höre ich Nachrichten. Der Täter 33 Jahre, die Opfer
62 und 77 Jahre. 400m bretterte der Verrückte die
Grimmaische Straße -
eine der Flaniermeilen Leipzigs, entlang. Ich selbst war 90 Minuten
vorher auch in der Stadt
(Höfe am Brühl).
Als ich im Deutschlandfunk die Daten hörte, ratterte mein Gehirn los,
ob ich jemanden kenne, der/die 33, 63 und 77 Jahre alt ist. Wie
bei den Lottozahlen. Knapp daneben! Gott sei Dank!
[6:00]
Freier Tag 6/8. Tage ohne Alkohol: 3794 = 542 Wochen.
Montag, 4. Mai 2026
[20:20]
Merzschmerz in die
Wortperlen
aufgenommen.
Gelesen
bei Maxim Seehagen auf Bluesky.
[20:00]
Nachdem mir nicht nur
Roboter
das
Gruseln gelehrt
hatten, sondern mittlerweile mehrere Sendungen, frage ich mich, ob
sich der Kauf einer Langspielplatte noch lohnt. Ich stelle meine
Besorgnis unter das Label 'Apokalypse now?'
Dazu gehören der Podcast mit dem Philosophen Markus Gabriel über
"Ethik der KI"
oder
"Allmächtig oder überschätzt - Was kann KI wirklich?".
Als hauptsächlich in den 80ern Sozialisierter, der alle Terminatorfilme
gesuchtet hat, ist die Frage nach einer
Superintelligenz
doch nicht allzu abwegig, oder? Meine Güte. Unser Manipuliertwerden
(KI-Schwärme / Bösartige Chatbots)
- ein weiteres Feld zum Fürchten. Ob sich das Pendel meines Grauens
ein wenig zur anderen Seite bewegen wird? Wohl eher nicht. Heute
las ich vom humanoiden Roboter Schotti, der in einem Baumarkt
arbeitet
und von
Luna,
die als AI-Agentin in Frisco einen Laden schmeißt.
[18:16]
In San Francisco wird ein Einzelhandelsgeschäft
durch Luna,
eine AI-Agentin,
geführt.
Sie arbeitet mit Claude Sonnet 4.6. Die Mitarbeiter, die im
Laden arbeiten, wurden von ihr selbsttätig angeheuert und
eingestellt. Sie hat Bilder für die Wandgalerie gekauft, die
auch von einer KI geschaffen worden sind. Für Erheiterung
sorgt der Umstand, daß sie 1000 Toilettensitzbezüge statt nur einem
bestellt
oder den Laden auch schon mal 3 Tage
dicht
gemacht. Die Toilettensitzbezüge hat sie kurzerhand als Ware angeboten.
Mehr über dieses Experiment
hier.
[18:16]
In Deutschland sind die Jenischen nicht als Minderheit anerkannt,
in der Schweiz schon, wo das Unrecht gegen die Volksgruppe
aufgearbeitet
werden soll. Man streitet immer noch, ob das Jenische eine
eigenständige Sprache
bildet.
[18:08]
Barbie & Gesellschaft
ist ein Radioessay und beleuchtet Klassenvorstellungen,
Geschmacksprägungen und Konsumträume. Seit Markteinführung
sind mehr als 1 Milliarde Kleidungsstücke mit der Puppe
über die Theke gegangen.
[17:11]
Ich gehe so alle 5 Jahre mal durch die Höfe am Brühl und sehe
Mumuplay!.
Was zur Hölle ist das? Ob die Namensgebung wirklich durchdacht ist?
Apropo Hölle. Unweit vom obzönen koreanischen Spielzeug:
Olymp & Hades-.
Ich kann nicht mehr. Marketing a la Idiocrazy. Normalerweise funktionieren
meine Schutzrefelxe bestens, deswegen nur alle 5 Jahre. Nachdem ich mich
heute früh so
aufregen mußte,
gestattete ich mir die Ausnahme und führe mich bestätigt. Nicht nur
ästhetisch, sondern in der Gewißheit Sokrates': "Wie zahlreich sind doch
die Dinge, derer ich nicht bedarf". Dennoch wurde ich mit einem
üppigen Naturerlebnis
belohnt und entschädigt. Sie haben Dafür haben weder Kosten noch Mühen
gescheut. Mußte an die
"Gärten des Grauens"
(Buch)
denken.
[12:37]
Im erzgebirgischen
Großolbersdorf
fand ein internationales Treffen der Kennzeichensammler statt. Bis
vorgestern gab es im Ort das
Nummernschildmuseum.
Obendrein existiert eine internationle Vereinigung der Nummernschildsammler
(Automobile License Plate Collectors Association).
Ob dieser Name auf ein Kennzeichen passen würde?
[10:33]
Lange nicht mehr so abgebügelt worden. Wegen Animositäten in die Schranken
verwiesen werden, ist lehrreich. Letztens bei Frau Kaltmamsell, die sich
medizinische Hinweise verbittet und dann
pampig
reagiert: "Sie geben mir trotz ausdrücklicher Bitte um Unterlassung einen Gesundheitstipp (...)
unterstellen mir dann mit Ihrem Tipp, 'Möglichkeit schon mal in Betracht gezogen',
ich sei zu doof für Online-Recherche - das macht mich sehr, sehr böse, Sie blöde Kuh."
Inzwischen hat die Münchnerin die Kommentarfunktion stillgelegt.
Vorhin merkte ich anläßlich des
Blogposts
von Frau Klugscheißer an: "Ich kenne die Terminparalyse vorm Einzel beim
Therapeuten, aber auch vor Arztterminen. Daran soll ich arbeiten und
herausbekommen, woher die Unruhe, das Zerfahrensein und das Unbehagen stammen."
Sie: "Terminparalyse hab' ich keine." -
Ich: "Sorry. Nicht? Ich hatte die 'seltsamen Zwischenwelt. Nicht ganz
präsent, nicht ganz weg' so gelesen. Die kognitive Blockade, das Wuschigsein?
Paralyse
meint nicht Erstarrung, sondern beschreibt einen gewissen Wartemodus."
Darauf kommt ein indigniertes: "Und um mal etwas deutlicher zu werden.
Ich brauche keine Links, weil ich selbst in diesem Bereich einen professionellen
Hintergrund habe." Woraufhin ich erwiderte:
"Ok, ich habe die Kaltmamsellsche Drastigkeit verstanden."
Ich kenne unwirsche Reaktionen gut, weil ich, wenn ich mich un- oder
mißverstanden fühle, ebenso gnatzig konterte. Das alte Usenet-Feeling
durch Flamewars wird sozusagen wiederbelebt.
[9:23]
"Wir Egozwerge möchten doch so gerne, dass alles nach unserer Vorstellung läuft. Dafür haben wir jahrelang geplant, gelenkt und nicht nur uns selbst, sondern vor allem unsere Umwelt manipuliert. Fast schon putzig anzusehen, wie Jene, die damit konfrontiert, mit aller Kraft gegen die Machtlosigkeit aufbegehren. Wie sie kompensieren, kaschieren und schließlich beleidigt kapitulieren. So ist Leben nämlich. Während wir uns am Steuer wähnen, genügt eine kleine Geste, ein Windhauch des Schicksals, und der Schleier der Selbstwirksamkeit reißt entzwei."
(Kluges & Scheiß)
[9:18]
"Muskeln brauchen zu Beginn des Trainings sechs Wochen, bis sie wissen, was man von ihnen überhaupt will."
(Kluges & Scheiß)
[6:20]
Freier Tag 5/8. Tage ohne Alkohol: 3793.
Sonntag, 3. Mai 2026
[19:44]
Zwei Filme von
Mario Sixtus
sind in der arte-Mediathek abrufbar:
KI: Maschinenträume im Film (2024)
und
KI: Der Tod des Internets.
Den ersten gucke ich gerade, den zweiten werde ich wiederholen.
Wozu Horrofilme, wenn man die Wirklichkeit hat? Bei der Durchsicht
kamen mir neue Filme und Sachfilme unter. Dafür habe ich die Rubrik
"Ephemere Streams" aufgegeben. Alle Funde werden kalendarisch in den
Updates ("Streambar")
vermerkt. Heute beispielsweise kamen 4 Spielfilme herein:
Die geschützten Männer (2024),
Das Lehrerzimmer
und den Klassiker
Tootsie
mit Dustin Hoffmann aus den 80ern. Die schwarze Komödie
"Ich lasse mir nichts mehr gefallen"
erwähnte ich bereits. Sonntags ist ergiebig, weil zwei meiner
Lieblingsformate laufen: das Kulturjournal
Twist.
In einer früheren Folge des deutsch-französischen Magazins
Karambolage
wurde über Pudel
und Fasching
erzählt. IMMER ist etwas dabei, was ich noch nicht wußte. Die
heutige Sendung
wird später ausgewertet. Ich hänge - wie mit fast allem - hinterher.
[11:00]
Auf der
Jagd
nach einem
Arzt
kann man schon mal auf eine
abwegige Ideen
kommen. Immerhin läuft die Auswegsuche,
in Sachsen
und überhaupt
auf dem Land.
[11:00]
Veronika Günther
zeichnet allmorgendlich ein Tuschebild. Mehr als 9000 Zeichnungen sind
zusammengekommen.
Ich bewundere Menschen mit solch konsequentem
Fimmel.
Dagegen verwendet die Dresdnerin
Helga Eckert
Enkaustik
für ihre Bilder.
[9:02]
In der arte-Mediathek wieder
"Ich lasse mir nichts mehr gefallen",
den ich kenne und
schätze.
Yolande Moreau
kenne ich aus zwei Jeunet-Filmen. Franzosen können Komödie.
[08:10]
Miezen haben bekanntlich Pokerface. Schwer, zu erkennen, wie es
ihnen geht. Die japanische KI-App
"CatsMe"
von Carelogy
gibt Aufschluß.
Anhand von Fotos erkennt die App Hinweise auf
Schmerzen oder gesundheitliche Problem. Durch Zusatz von
Verlaufsdaten wächst die Zielgenauigkeit.
[07:56]
Es gibt Händler, die sich mit Nazi-Devotionalien dumm und dämlich verdienen.
In den Daueraustellungen deutscher Museen kommt NS-Kunst nicht vor. Wie nun
umgehen
mit der Kunst aus dieser Epoche, wenn Akteure wie die
German Art Gallery
diese Lücke
bespielen?
[7:55]
"Man muß nicht warten, bis man in Fötusstellung auf dem Küchenboden liegt."
Hol dir Hilfe!.
[7:24]
Stretto-Klaviere
haben eine schmalere Klaviatur. Die Löbauer Firma August Förster
baut sie.
[6:42]
Freier Tag 4/8. Tage ohne Alkohol: 3792.
Samstag, 2. Mai 2026
[17:47]
Alternative Methoden, unter die Erde zu kommen, faszinieren mich.
Reerdigung
nennt sich der
Prozeß,
in dem ein toter Körper in 40 Tagen
zu Humus wird.
Im Gegensatz zur Beerdigung übernehmen Mikroorganismen im Turbomodus
diesen Job,
wobei Temperaturen bis zu 70°C anfallen. Der Verstorbene wird in einem
Kokon
gebettet. Am Ende bleibt fruchtbare Erde, der Kreislauf hat sich
geschlossen. - In einem Blog las ich von einem kritischen Spiegel-Artikel,
in dem berichtet wird, daß eben doch nicht alles zu Kompost würde, sondern Knochen
übrig blieben, die dann "verfeinert" würden, also zu Staub gemahlen. Von Störung
der Totenruhe sei die Rede, worüber ich mich jedesmal aufregen könnte.
WENN jemand nicht mehr gestört werden kann, dann doch wohl ein Toter, oder?" -
"Capsula Mundi"
verwandelt
den Leichnam in einen Baum. Beerdigt wird man in
Fötusstellung in einer eiförmige Kapsel aus biologisch abbaubaren
Materialien, darüber wird ein Wunschbaum gepflanzt. Der Baum wird
so auch durch den Verstorbenen genährt.
[17:12]
Wo und wie
KI in der Klinik
zum Einsatz kommt. Daß beispielsweise beim MRT zwei Drittel der Zeit
gespart werden kann, ist wunderbar. Daß in der Notfallambulanz KI
wichtige Hinweise geben kann, z.B. bei der Auswertung von Röntgenbildern,
damit der Patient nicht versehentlich nach Hause geschickt wird.
[16:35]
Unterwegs höre ich Podcaste bzw. Audiobeiträge und gewöhne mir
peu a peu an, auf WhatsApp Notizen aufzusprechen, wenn ich
etwas Hörenswertes als behaltenswert qualifiziere. Allerdings
muß ich das in praxi noch verbessern. Denn wenn ich an freien
Tagen die Fundsachen abarbeite, begreife ich mitunter nicht mehr,
worum es ging. Von den Quellen ganz zu schweigen. Darum schreibe
ich hier oft genug nur "gehört" oder "aufgeschnappt". Apropo,
aus einem DLR-Interview: "Wir trauern den letzten Resten des
Wirtschaftswunders hinterher." (Status quo in Deutschland, der
Wunsch, unseren Kindern möge es einmal besser gehen, ist nicht
mehr erfüllbar und nur noch die Wohlstandsreste sind erfahrbar). -
Zweiter Splitter: "Das Dasein nicht als Betriebsunfall begreifen."
Herrlich. Aber zu karg und kontextlos, als daß sich im ESB etwas
daraus machen ließe. Bei Splitter 3 war die Rede von einer
"drohenden globalen Wasserinsolvenz.
[16:18]
Ein zweites Langformat in Sachen KI innerhalb des Podcasts
Apofika,
wo am Samstag der Presseclub mit Markus Feldenkirchen stattfindet
mit immer einem Thema und
heute eben KI,
einem Rundumschlag und Analyse der ad-hoc-Situation. Beeindruckt
hat mich, wie autonom KI-Agenten komplexe Arbeiten übernehmen, wie
sie sich selbst strukturieren, delegieren und am Ende das Ziel
liefern, für das sie beauftragt worden sind.
[16:18]
Ein zweites Langformat in Sachen KI innerhalb des Podcasts
Apofika,
wo am Samstag der Presseclub mit Markus Feldenkirchen stattfindet
mit immer einem Thema und
heute eben KI,
einem Rundumschlag und Analyse der ad-hoc-Situation. Beeindruckt
hat mich, wie autonom KI-Agenten komplexe Arbeiten übernehmen, wie
sie sich selbst strukturieren, delegieren und am Ende das Ziel
liefern, für das sie beauftragt worden sind.
[14:11]
Wie wird KI die Kunst verändern, welchen Stellenwert gibt der Mensch der KI?
Was stirbt aus, was wird einfacher, was wird ersetzt? Werden wir eine
Model Autophagie Disorder
(MAD / Model Collaps)
erleben? Wird unser "kreativer Muskel" verkümmern?
Kunst und Kreativität ist Thema in dem
Podcast
mit der Philosophin Dorothea Winter. Sie berichtet von einer Studie.
Menschen sollten Essays schreiben.
Unkreativere Menschen wurde mittels KI kreativer. Allerdings waren die Ergebnisse
im Vergleich homogener als zuvor. Produktiver, kreativer, aber weniger Originalität.
Bei den sowieso schon kreativen Schreibern waren die Essays von KIn ziemlich
unbeeinflußt. KI bleibt auf uns nicht wirkungslos. Als soziotechnologisches System
entstehen Wechselwirkungen. Wir können uns nicht mehr isoliert von KI verstehen,
wenn sie einmal diese Verbreitung und Wirkmacht hat. Wie werden verändert wahrnehmen,
ästhetisch anders bewerten und agieren.
[12:20]
Nach
Ameca
nun
Sophia
als ein anderer humanoider
Roboter,
der in Hongkong sogar
Oper singt
oder bei Jimmy Kimmel
auftritt.
Weit prosaischer ist
Wachhund Waldi.
der Sicherheitsdienste leisten soll. In Japan wird für
Roboterhunde gar
gebetet.
Schwer für mich
einzuschätzen,
was stimmt oder was (noch) Fake ist.
Kunfu-Roboter,
im Ernst? - Wenn Roboter
sprinten
oder
Halbmarathon laufen,
Tischtennis spielen,
kochen
oder gleich ein ganzes Restaurant
schmeißen,
als Boyband auftreten,
den Verkehr
regeln,
zocken
und
dirigieren. -
Während die Augsburger Puppenkiste noch
einigermaßen niedlich
daherkommt, kann ich, der ich mit den Gremlins aufwuchs sind, bei den
Moflins
nicht ohne Vorbehalte zuschauen. Roboter gab es übrigens bereits
vor 100 Jahren.
[11:00]
Je öfter LLMs bzw. Chatbots als
Therapieersatz
oder -ergänzung benutzt werden, desto häufiger berichten die Medien darüber.
KI als Psycho-Coach oder
Beziehungsratgeber
(Liebe in Zeiten der KI)?
Bei meiner letztjährigen PT
war in meiner Gruppe eine Frau, die sich ChatGPT sehr ausufernd zuwandte.
Ob und wie kann KI die Psychotherapie
verändern?
Manche meinen,
sie sei nicht hilfreich. Befragungen zeigen, daß depressive Menschen
den
Psycho-Coach
Chatbot
inzwischen
gut nutzen.
[9:10]
Bücher aus Bibliotheken entfernen ist in den USA
Volkssport geworden.
Jede Bewegung generiert eine Gegenbewegung. So etablieren sich Möglichkeiten,
die verbannten Bücher per Post zu bekommen oder es fahren Busse herum, damit
Kinder an die verpönten Bücher gelangen können.
[08:10]
Dadurch daß ich seit meiner Psychotherapie kaum noch Serien (Fiktionales)
gucke und stattdessen
Hörbares,
schnappe ich Informationen auf, oft Begriffe und Bezeichnungen,
die mir erstmals begegnen, und ich mich wundere, wieso ich erst
jetzt, mit 60 Jahren, auf sie
stoße.
In einem Podcast wurde vom
Sweet Point
gesprochen. Gemeint ist etwas, was sich genau am richtigen Ort, in
der richtige Position oder der besten Balance für etwas befindet.
Wenn es stimmig ist. In der materiellen Welt, aber auch übertragen.
Solche Momente, sweet points, in denen alles paßt, erleben wir
leider viel zu selten. Im Leben stimmt zumeist irgend etwas nicht.
Keine Zeit, kein Geld, kein Auge dafür, zu viele Leute, zu wenig
Leute. Kein Platz, zu viel Platz. Wetter kacke, zu heißt, zu kalt,
zu trocken, zu naß. No sweet point anywhere. WENN dann unverhofft
ein solcher perfekter Moment kommt: zugreifen, genießen, ruhig
exaltiert und orgiastisch durchleben!
[07:44]
Die Radio-Wissen-Episode
"Der innere Kritiker"
hörte ich wiederholt. Diese innere Stimme, die mitläuft und bewertet,
basiert auf Glaubenssätzen, die uns eingetrichtert wurden, oft von Eltern,
Bezugspersonen, und die - der Begriff ist mir neu - fachlich als
Introjekte
bezeichnet werden. Meist erlebe ich diese verinnerlichten Regeln und Normen
als destruktiv. Das kannst du nicht, hast du noch nie gekonnt,
vergiß es, brauchst du gar nicht erst damit anfangen, das wird doch sowieso
nichts, du blamierst dich nur, was sollen die anderen denken, ich höre schon das Gelächter,
X würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das mitangucken müßte. Du Plebs, du
Versager, Töffel, Trottel, Hampelmann! Introjektion, geile Sache, die
der Depression so richtig Schwung verleiht.
[7:15]
"... ist in diesem Fall auch das Standard Sandwichtoastergesetz außer Kraft gesetzt, das normalerweise festlegt, dass man einen neuen Sandwichtoaster direkt nach dem Kauf in der ersten Woche fünfmal benutzt, in der zweiten Woche noch zweimal und dann wird er in den Keller geräumt, wo er künftig ein trübes und wenig benutztes Leben führt."
(anjesagt)
[7:00]
Freier Tag 3/8. Tage ohne Alkohol: 3791.
Freitag, 1. Mai 2026
[18:07]
"Wir Alten müssen uns bis obenhin mit Freude auffüllen." - Die 79-jährige
Gabriele von Arnim
hat mit
"Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls"
ein neues Buch vorgelegt und
spricht
darüber im Deutschlandradio.
[17:28]
Im Herbst bei Kaufland in Reudnitz Automaten mit Wundertüten
entdeckt.
Diese
Mystery Boxen
verleiten zu Impulskäufen und versprechen mehr, als sie halten.
[17:22]
Herr Gammer gibt nicht auf
ist ganz, ganz harter Tobak. Eine DDR-Psychiatriegeschichte, die einen gruseln läßt.
Als 6-Jähriger wird er aus dem Klassenraum abgeführt und nach Altscherbitz gebracht
und erst als 22-Jähriger entlassen. Qualen, Folter, Zwang, Mißbrauch. Und keine
Anerkennung als Opfer. Das anzuhören hat mich ziemlich mitgenommen.
[15:59]
Altersfeindliche Tendenzen
in Südkorea,
wo die Generatioen aneinander vorbei lebten.
Eines der Länder, in denen die Gesellschaft am schnellsten altert.
Die Jugend schimpft auf die Alten, die Alten auf die Jugend. Nichts Neues unter der Sonne.
Doch, das koreanische Schach
Janggi
ist mir neu.
[15:32]
Bis Oktober
im Stadtgeschichtlichen Museum hier in Leipzig die Aussstellung
"Sonne. Satt. Sommer in Leipzig"
- "durch 400 Jahre wechselhafter Sommergefühle - leichtfüßig, aber nicht leichtfertig."
[15:06]
Beim Onlinegehen Waldemars Blog "Wer schreibt..."
entdeckt, darin ein wunderbares Gebet, welches Teresa von Avila zugeschrieben wird
und welches ich, weil es
thematisch greift,
in Ars senescendi
gepostet
habe. Und wenn ich dort eingeloggt bin, wozu ich jedesmal mühsam meine Paßwortliste suchen muß,
gleich ein
altersweises Diktum
Charles Lewinsky anläßlich seines 80. Geburtstages, der seine Mutter zitiert:
"Ich kann mich beschweren, ich habe bloß keinen Grund dazu".
[15:05]
Freier Tag 2/8. Tage ohne Alkohol: 3790.
Donnnerstag, 30. April 2026
[17:22]
Freier Tag 1/8. Tage ohne Alkohol: 3789.
Mittwoch, 29. April 2026
[14:32]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3788.
Dienstag, 28. April 2026
[15:35]
Bericht im Sachsenspiegel über die 2. ADAC-Oldtimerrundfahrt in der Lommatzscher Pflege.
Da auch Vorkriegsmodelle am Start seien, wisse man nicht, wie lange es dauern wird.
Meine spontaner Gedanke: Welchen Krieg meinen Sie jetzt genau?
Im Prinzip ist beispielsweise jedes vor 2022 gebaute Auto ein Vorkriegsmodell.
Oder 2014. Oder 199x.
[15:35]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3787 = 541 Wochen.
Montag, 27. April 2026
[18:22]
An sich hasse ich Sport, habe nie welchen betrieben, wünsche mir
aber mehr Fitneß, d.h. mehr Muskeln und würde das ohne Fitneßstudio
und großartiges Equipment gerne im Sinne von
"Fit ohne Geräte"
des Elitetruppentrainers
Mark Lauren
bewerkstelligen, wenn ich mich denn dazu aufraffen könnte, zu beginnen.
[17:50]
Ich muß ein Leck entdecken. Sagt mein Psychologe, sagt meine Psychiaterin
nun auch, bei der ich heute Morgen 8 Uhr im Helios-Parkklinikum aufschlug.
Ein Leck, Loch, etwas, das verursacht, daß ich anfällig für Abstürze bin.
Die Freßattacken füllen dieses Loch und Defizit bzw. sollen es, so der
verquere mentale Wirrglauben in mir. Durch die tagesklinische Psychotherapie
(Ende September bis Dezember 2025) hatte ich neue Kraft, Durchblick,
Motivation und Stabilität getankt. Es lief gut. Wöchentlich je 1 Stunde
Einzeltherapie, je 1 Stunde Gruppentgesprächsherapie und 1 Stunde
Aktivgruppe. So regelmäßig habe ich seit 25 Jahren keine Menschen gesehen.
Meine Aversion gegen Tage mit Terminen schmolz. Alles tutti. Eigentlich.
Dich weshalb dann Abstürze? Solange es sich um auf 1 Tag begrenzte handelte,
blieb ich gelassen. In der vergangenen Woche jedoch war von Mittwoch bis
gestern Land unter. Immerhin wackelt(e) die Alkoholabstinenz nicht.
Morgen 541 Wochen. Als ich gestern im Rahmen meiner Kalorienignoranz einen
Mojito Spicy Lime
einpfiff und den Eindruck hatte, daß er anschlägt, googlete ich hektisch,
ob ich nicht etwa übersehen hatte, daß Alkohol enthalten sein könnte.
Aber das Auffrischungempfinden, mit einem Schlag anwesend und fit zu sein,
kam wohl von der pfeffrigen Note dieses exzellenten Getränkes. Wo war ich?
Das Leck, die Instabilität, das dem Suchtpotenzial Nachgeben wird gestopft
durch alte Muster. Meist ungesunde Muster und jahrzehntelang eingeübte
Verhaltensweisen. Zu viel rauchen, zu viel trinken, zu viel essen. Die
Klassiker. Geraucht bis 2000, getrunken bis 2015, gefressen bis Anfang
2025, danach 27 kg abgenommen, von 107 auf 80. Lange vor der Therapie.
Diese war das Sahnehäubchen, welches auf ein so viel besseres Körpergefühl
und dem Stolz, nach 30 Jahren Übergwicht, endlich wieder in eine in
einem Laden gegriffene Jeans zu passen, draufkam. Deutlich fühlbarere
Erkenntnisse als bei der
ersten Therapie 2019/2020.
Ein Knackpunkt: Sozialkontakte. Konnte nicht klagen, denn allein durch
die 12 Wochen in der Tagsklinik, den neuen Kontakten und dem seither
laufenden therapeutischem Rahmen, schien ich ausgelastet und sozial
ausreichend verbunden. Oder? Warum also die Abstürze, der Absturz von
5 Tagen bis gestern? Kalorien in die Tausende. Ich mag heute=nachher
gar nicht auf die Waage, wenn ich nach 7 freien Tagen zum (Nacht)Dienst
antrete. Wo ist das Leck, die Schwachstelle? Natürlich ist mir klar,
daß eine solche jahrzehntelange Depression nie geheilt sein wird,
daß ich allenfalls Fähigkeiten erwerben und abrufen kann, sie zu
zähmen und zu kontrollieren. Die Fresserei steht für ein Defizit,
welche zugestopft werden muß; denn Leere mag die Psyche nicht. Sie
nimmt, was sie gewohnt ist, was sie sofort kriegen kann. Alte Muster.
Iß und trink, was der Kühlschrank hergibt! Wo ist das Leck?
[16:19]
Ich bin nicht der Allerinteressierteste an Architektur, doch was
Vanessa Giese in ihrem Tourblog#4 über die dänische Vorstellung,
wo und wie Menschen in Städten zusammenleben können,
schreibt,
läßt mich unverhohlen neidisch zurück.
[16:19]
Netzfund: I am a social vegan. I avoid meet.
[10:45]
Für alle Anbader und Bader, die den Cospudener See anstreben.
Die bisherige Anreise mit Bus79 entfällt und wird durch die neue
Saisonlinie Bus69
ersetzt, die allerdings öfter fährt als Bus79.
Montags bis samstag (+ Sommerferien) zwischen 10 und 23.15 Uhr, sonntags nur bis 20.45 Uhr
Die Buslinie fährt vom 1. Mai bis 27. September. Zusteigen läßt sich
z.B. an Arthur-Hoffmann/Kurt-Eisner-Straße, Connewitzer Kreus, S-Bahnhof Connewitz.
[6:44]
Beim
Durchsuchen
der auditiven Angebote der letzten 24 Stunden auf den Meinungsbeitrag
Friedrich Merz und die gesetzliche Rente: Rette sich wer kann
innerhalb des philosophischen Podcasts
"Sein und Streit"
gekommen und spontan assoziiert: 'Rente sich, wer kann'!
im sonntäglichen Podcast selbst geht es um
Meinungsfreiheit.
Ist sie bedroht oder ist alles knorke?
[6:17]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3786.
Sonntag, 26. April 2026
[21:08]
Es spricht nicht unbedingt gegen die Klischeevorstellung, in England lebten
zahlreiche Exzentriker, daß es einen Förderverein für Kreisverkehre gibt.
Der Brite Kevin Beresford (@RoundaboutKevin) sah eine Doku über die Menosphere und
erdachte
sich als
Gegenbewegung
die Dullosphere für absolut langweilige Menschen.
[20:12]
Das deutsche Wort
Schamhaar
wird bei
Karambolage
erklärt. Im Sinne feministischer Bestrebungen würde frau
Schamlippen gerne in Vulvalippen ändern. Oder die männlichen
Hoden in Schambällchen. Ich bin für Variante zwei.
[19:41]
2017: Was Franz Werfel in "Der veruntreute Himmel" für 1936 schreibt, hört sich momentan gerade wieder hochaktuell an: "Der Mehltau der politischen Entwicklung hatte sich auf alle menschlichen Beziehungen gelegt." Literatur & Lesen ist eben doch nicht nur Eskapismus.
[19:33]
2017: "Ein deprimierender Zustand, sich unfähig zu sehen, seine Gewohnheiten zu ändern." -
Das war knapp drei Jahre vor meiner ersten Psychotherapie.
Ich war bereits über ein Jahr trocken, aber die Depression verdichtete
und verschlimmerte sich. Das Unheil nahm seinen Lauf und ich
wieder & weiter) zu.
[19:33]
Ich lese die
Notate
durch und poste, was immer noch witzig ist, auf
Bluesky.
Der Anfang vom Ende war schon im Januar 2017: "Sowieso bin ich zuzeit
derangiert, worunter zuallererst die Lektüre leidet; denn sie ist die
mir Angetraute, der es die Treue zu halten gilt. Um so schlimmer, sie
vernachlässigt zu sehen." Im Juli war dann Feierabend, seitdem las ich
kein einziges Buch mehr.
[18:40]
So wie es unheimlich viel Kraft kostet, dieses Leben zu beginnen, ebenso
viel Kraft muß aufgebracht werden, es zu verlassen. Geburt und Tod ziehen
alle in der Nähe und der Ferne in ihren Bann.
[18:32]
Alain de Botton
("Der Lauf der Liebe" / 2016)
sagt viel kluge und originelle Sachen in der jüngsten Kultursendung
"Twist", die die Thematik der perfekten Liebe
beackert.
Neu für mich ist vor allem das Konzept der
Beziehungsanarchie.
Schon verrückt, als 60-Jähriger noch so regelmäßig
unbekannten Wörtern
zu begegnen. Jede Beziehung
wird verhandelt
und gilt gleichwertig. Trotz meiner lebenslangen Beschäftigung mit
psychologischen Themen kannte ich diese Sich/Lebensweise nicht.
Laut Botton ziehen in der Liebe viele das
Vertraute dem Guten
vor. Im Zeitalter des Online-Datings hätten wir, statt unsere Möglichkeiten zu
vervielfachen, lediglich einen Weg gefunden,
genau die auszusieben,
die uns glücklich machen könnten. Gelungene Partnerschaft bedarf der Verständigung,
der stetigen
nicht nachlassenden Kommunikation.
[12:12]
Eine 92-jährige Nonne, die den ersten Döner ihres Lebens
ißt.
[10:42]
Wer Japan-Content will, möge mit Frau Katatonik
mitreisen. Sie hält auch
auf Mastodon
und
Pixelfed.
[09:41]
Umwelt als die durch den Menschen degradierte Natur -
großartige Volte.
Da der Wal immer noch weder Fisch noch Fleisch weder tot noch
lebendig, sondern gerade so am Leben ist, werden
neue Fundstücke
angespült. Es ist eben
The Time of Timmy,
die es schon einmal erlaubt, darüber nachzudenken, den Vogel (Bundesadler)
gegen Fisch (Timmy)
zu tauschen.
Nachklapp: "Und der Wal bläst nimmermehr".
[07:52]
"Der Mensch ist auch nur ein Tier. Und zwar bedauerlicherweise eines ohne Winterschlaf."
(Maximillian Buddenbohm)
[7:52]
Bei der allmorgendlichen Durchsicht des
Audioarchives
des DLR las ich "Am Mikrofon: Oboist Francois Leleux"
(Klassik-Pop-et cetera)
und dachte, wieso, der braucht mit seinem Instrument doch kein Mikrofon.
[7:31]
Wenn ich WhatsApp am Desktop geschlossen habe, dann brauche ich keinen quengelnden Alert "Du könntest neue Nachrichten haben". Nein heißt Nein.
[7:30]
Freier Tag 7/7. Tage ohne Alkohol: 3785.
Samstag, 25. April 2026
[11:29]
Harpokrates
heitß die Freimaurerloge in Magdeburg und das
KHM der Stadt zeigt derzeit eine
Ausstellung
über diese Loge,
worüber das DLR
berichtete.
[11:29]
Würden wir so agieren wie KI, wenn sie halluziniert, nennte man uns Aufschneider.
[7:46]
Nach den Nachrichten im Deutschlandfunk
das Wetter
mit Angabe von Temperaturen. "Hamburg 7°. Leipzig dito." - Ob eine KI das auch so bringen würde?"
[7:46]
Eben im Deutschlandfunk "KI-Schnulze" gehört und es bei den
Wortperlen
eingereiht.
[7:10]
Weniger als 1 Prozent der Japaner sind Christen. Dasselbe Team, das den
Buddha-Bot
entwickelte,
arbeitet
an einem
christlichen Pendant.
Dann kann ich auch Fugu kochen, oder?
[7:24]
Freier Tag 6/7. Tage ohne Alkohol: 3784.
Freitag, 24. April 2026
[19:02]
Repost: Wenn man sich keine Mühe gibt, läuft es wie von selbst. Nur nicht immer in die richtige Richtung.
[19:01]
Repost: Ich denke nicht nach, ich höre auf mein Bauchgefühl. Damit bin ich bis jetzt ganz gut gescheitert!
[19:00]
Repost: Retweet: Morgens, wenn man sich niedlich aus den Kissen knäuelt und noch überlegt, wo man wieder den Bastelbogen für diese Realität hingelegt hat.
[18:56]
Repost: Lebenserhaltene Sofortspaßnahmen.
[18:55]
Repost: Das Dümmste, was einem Menschen passieren kann, ist intelligent auf die Welt zu kommen.
[18:50]
Repost: Leider bin ich aus beruflichen Gründen gezwungen zu arbeiten.
[13:52]
Das bei Mr.Müllbeutel aufgeschnappte
situative Gefangenschaft
finde ich reizend. Also Warteschlangen, gemeinsam in einem Raum, in TRAM/Bus usw.
Gefangen heißt dann sicherlich auch: frei sein wollen. Deshalb die Ungeduld
in derartigen Situationen, Fluchtimpulse.
[12:54]
"So schließt sich der Kreis zum Leben als solches, das ja bekanntlich auch nicht nur aus Schönheit und Genuss besteht. Bestenfalls ist im Leben einfach alles drin, das tragische, das erquickliche, das ruhige und das energetische Element. Nicht alles auf einmal, Gott bewahre, eher abwechselnd. Als ich nach dem Konzert daheim am offenen Fenster stand und in den Sternenhimmel blickte, da dachte ich, so muss es sein. Ein volles Leben leben und alles mitnehmen. Mein neues Lebensmotto ist also: am Ende will ich satt am Leben sterben. Einmal mit alles, bitte."
(Kluges & Scheiß)
[7:24]
Freier Tag 5/7. Tage ohne Alkohol: 3783.
Donnerstag, 23. April 2026
[16:27]
Was ist aus dem guten, alten Relativsatz geworden? Journalistendeutsch allerorten.
"Es geht um diese Männer. Die wollen nicht erkannt werden."
Da krümmen sich mir die Fußnägel.
Noch pfuier
[11:09]
Netzfund:
Die Wahrheit macht dich frei. Aber erst macht sie dich fertig.
[10:10]
Viel zu selten schaue ich bei Christiane vorbei, deren Blog
Irgendwas ist immer
mit Gedichten gespickt ist. So wohltuend, Rilke, Heym, Trakl, Uhland.
Ich sinniere, warum ich zögere, das Blog anzusteuern.
Weil die Geschwindigkeit, mit der ich im Netz unterwegs bin,
hier nicht funktioniert. Ich muß abbremsen. Gedichte erfordern
Halt, Verweilen, Runterkommen, Entschleunigen. Lyrisches Glotzen.
Daß ich mich dafür präparieren muß, einen Vorsatz fassen wie
jemand, der im Jahr das erste Mal Baden gehen will und mit
klappernden Zähnen zaghaft in Trippelschrittchen vorwärts zögert,
ist schlimm genug. Also. Öfter Baden, öfter zu
Christiane!
[9:48]
"Die Menschen hier würden ihre Haare als Privatsphäre verwenden; wenn sie allein sein möchten, senken sie die Köpfe und lassen sich von ihren Haaren umgeben."
(Camp Catatonia)
[09:10]
Wir saßen vorgestern im
Joseph Pub
in einem hippen Viertel in Leipzig-Schleußig und fragten nach Karlsbader Schnitte.
Der Kellner hob die Augenbrauen, man hörte sein Hirn rattern (mechanisch), aber
vergebens. Wir halfen: Toastbrot, Schinken, Käse... "Schinken hamwa nich!"
Weg war er. Keine Zeit, zu erläutern, wir der gelernte DDR-Bürger diese Hürde
umging mit: Jagdwurst, Mortadella, Sägespänen, irgendwas.
Und nach der Wende kam noch Ananas drauf und Ketchup ins deren Loch.
Alles muß man selber machen. Sicherlich hätte dem jungen Mann mit Bart
"Toast Hawaii" auf die Sprünge geholfen, doch diese Blöße wollten wir uns
nicht geben.
[9:00]
"... den Rest des Tages mit einem solide betrübten Schleier verbracht."
(Hmbl-Blog) -
[08:31]
Der französische Musiker HK (Kaddour Hadadi) hat einen Groove, der mich in
Danser encore
zum Mittanzen hinriß. Zeit, nachzugrasen, um mehr von ihm zu wissen.
Perplexity sagt, sein Chanson mische sich aus Reggae, Hip-Hop, Blues
und chaâbi. Mit "HK et les Saltimbanks" hatte er mit dem Protestlied
"On lâche rien"
Erfolg. Und
"Je suis".
Zugegeben, die bisher gehörten Songs klingen sehr ähnlich.
"Dis-leur que l'on s'aime, dis-leur que l'on sème"
erinnert doch stark an
Danser encore.
Schlimm ist das nicht bei Musik, die einen aus sich heraus in Bewegung bringt.
Es ist dieser Groove wie in
"Toi et moi, ma liberté",
der gemeinschaftliche Gesang, der mich mitreißt.
[8:16]
"... bat eine fremde Person einen Freund von mir um Geld. Die fremde
Person war mehrere Köpfe kleiner, deutlich schmächtiger und auch
allgemein in einem eklatant weniger vitalen Zustand als der Freund,
leitete ihre Ansprache dennoch mit den Worten 'keine Angst, ich tu
nichts!' ein. Der Freund antwortete nach einem Moment Stille in
einem Tonfall, der 99% Gelassenheit und 1 % Amüsement enthielt:
'Davon ging ich aus'."
(Novemberregen)
[8:00]
Wow!
Resistenzen gegen multiresistente Keime sind eines der verheerendsten
Probleme, die zu bewältigen sind. Jetzt hat die Forschung eine Schwachstelle
bei den Bakterien entdeckt, die quasi aufgemischt werden können, indem deren
Ordnung gestört wird. Die Bakterien falten ihre Proteine, und diese
Faltung kann gehemmt werden, so daß eine neue Durchlässigkeiten auch für
herkömmliche Antibiotika erreicht werden kann.
[7:54]
Freier Tag 4/7. Tage ohne Alkohol: 3782.
Mittwoch, 22. April 2026
[18:03]
Vier Off-Label-Medikamente gegen Post-Covid und
ME/CFS
sind
zugelassen
worden.
[15:55]
Jadoch,
auch ich war heuer wieder am Johannisplatz. Falls mich die KI nicht beschwindelt,
handelt es sich um Japanische Nelkenkirschen (Prunus serrulata 'Kanzan').
Es wimmelte vor Springfluencern.
[14:41]
Fensterblick am 22. April 2026.
Während der Hofblick fast volle Blüte vermeldet, kargen die Bäumchen beim
Straßenblick noch. Immerhin blauer Himmel. Frühling ist schon Superlativ
und braucht keine Steigerung.
[13:21]
Nicht nur müde Krankenpfleger lungern am HBF herum oder fahren mit der TRAM in den Feierabend, auch DHL-Mitarbeiter, die mit guten Beispiel
voranleuchten.
[12:17]
Nach der Gunst der Stunde, die Herr Flöder zu nutzen
beabsichtigte,
ist überhaupt
The Time of Timmy.
Omnipräzens eines sterbenden Tieres. Oder macht er gar nur
Urlaub?
Stefan Rose plädiert dafür, den Bundesadler durch den Wal
zu ersetzen.
[10:05]
"Sie ist (...) so vernebelt wie ich es sonst nur Jugendlichen nachsehe, die noch nicht wissen, dass die Wirklichkeit immer komplexer als die einfachste Lösung ist."
(Betonflüsterer)
[7:11]
Freier Tag 3/7. Tage ohne Alkohol: 3781.
Dienstag, 21. April 2026
[21:30]
Fotos auf Pixelfed zusammengeräumt:
Arbeitsweg
vom St.Georg
nachhause.
Meist vom und zum Nachtdienst. Sonne wird gemocht und ist im Frühling verfügbar:
die ersten Fotos sind die neuesten vom Wochenende 18./19. April 2026.
Es sind nur wenige Tage im Jahr, daß der Sonnenstand zwischen 6.30 und 7.30 -
der Zeit meines Arbeitsweges - es erlaubt, Fotos in der Dämmerung zu machen.
[13:31]
Im Kiez, das heißt bei mir: in
Sellerhausen,
einem Stadteil im Osten Leipzigs mit eher beschaulichem Charakter.
Immer wieder fotografiere ich, wenn die Sonne einfällt und mir
vorgaukelt, in einer schönen Gegend zu wohnen. Oder gar etwas
Schnee gefallen
ist. Vorgestern waren es
Sonnenstrahlen,
die animierten, das Handy zu zücken. Die Straße, die
am öftesten
zu sehen ist, heißt Engelmannstraße. An der Kreuzung mit der
Plaußiger Straße entstehen die
Fensterblicke
aus Höhe des 4. = Dachgeschosses. Da ich seit 1999 wieder hier wohne,
entstanden aus diversen Anlässen Fotos. 2014 erwischte ich den
Rettungshubschrauber,
2016 brannte in Sichtweite ein
Dachstuhl
oder 2022
nachts Tonnen.
Auch die Polizei ließ sich 2021
bei einem Einsatz
blicken. 2014 wurde das Haus gegenüber
saniert,
2021/22
ein anderes
gegenüber, wobei eine
Kletteraktionen
für Fingernägelknaubeln sorgte. Hin und wieder
ziehen
Ballons vorüber. Das Drama um die
3 Pappeln,
welche einst vorm Fenster standen, erwähnte ich häufiger. Wenigstens
das Gras darf
manches Jahr
wachsen.
[14:35]
Gras darf wachsen, gar im Frühling. Kein Mähsakrieren. Sonst wird
geschnippelt, was das Zeug hält, so daß ich solchen Wildwuchs aus
vergangenen Jahren gerne erdulde. An der TRAM-Haltestelle
gerät der Versuch des Urban Gardenings zeitweise ins
Urban Verwildering.
[09:55]
"Die maximal Verwirrten aller Art, welche man in der Mitte aller Großstädte immer zahlreich antrifft."
(Maximillian Buddenbohm)
[9:15]
"Die Natur hat es glücklicherweise eingerichtet, dass sich Gleichgültigkeit
in umgekehrt proportionaler Weise zur Eitelkeit verhält."
Frau Klugscheißer über
Selbst- und Fremdbilder.
Wobei ich sagen darf, daß ich mich durch die Depression älter fühle, als der Ausweis behauptet.
"Selbsterklärend dockt, einmal infiziert, das Egalvirus in allen Lebensbereichen an,
woraus sich wiederum große Freiräume ergeben." Das Angenehme am Älterwerden.
Was ich alles nicht mehr brauche und will. Sobald man wie mein Vater auf die
Zielgerade einschwenkt, verengt sich der Fokus nochmal drastisch und sondert
lebenslang für unverzichtbar gehaltene Sachen aus. Plötzlich mag mein Vater
nur noch bestimmte Lebensmittel essen und meidet andere, für die er ehedem
vom Nordpol zum Südpol
zu Fuß gegangen wäre. Während Naturdokumentationen immer noch gehen, zuckt
er bei Olsenbande- oder Louis-de-Funes-Krachern, bei denen wir ein Leben lang
herzhaft gemeinsam lachten, nurmehr die Schultern. Auch als Pfleger im
geriatrischen Bereich beobachte ich diese Verengung im Interessenbereich
und nehme für mich jedesmal die Mahnung mit, zu überprüfen, was an jetzt
für so esentiell Gehaltenen ich auf dem Sterbebett bzw. kurz davor
möglicherweise als Schmarrn definieren könnte. Um es mit Werner zu formulieren:
'Muß das so?". Mit der 60 erreiche ich einen Status, bei dem mich
ehemalige Kollegen, die dem Rentnerdaseins frönen, so langsam ernst
nehmen und mich gar förmell in ihre Reihe aufnehmen:
"Zahlen sind etwas für Buchhalter. (...) Mögen deine kleinen, aber auch
großen Erwartungen für die kommenden Jahre in Erfüllung gehen. Auf zur
nächsten runden Zahl mit uns gemeinsam". Das rührt mich doch, in den
illustren Kreis der SeniorInnen aufgenommen zu werden und quasi einen
Rollatorplatz zugewiesen zu bekommen. Der von Frau Klugscheißer benannte
Egalvirus führt zu einem entspannten Zurücklehnen und die Jugend machen
lassen. Schulterzucken und ein diffuses Handwedeln als Morgenroutine
etablieren.
[8:20]
Das arte-Kulturjournal "Twist" widmet sich wöchentlich einem Thema, In dieser Wochen
dem Punk: 50 Jahre Rebellion.
Zudem verweise ich auf die
Updates,
mit denen ich neuerdings die "bloßen" Links, die ich bei der Suche nach
Hör-, Les-, Seh- und Denkbarem einsammle, an einem Ort chronologisch
archiviere. Heute unter den
Ephemeren Streams
zwei Sendungen ass der instruktiven Reihe
"42 - Die Antwort auf fast alles":
Ist Gehirnwäsche möglich? +
Wie werden wir "Arschlöcher" los?.
[8:19]
Freier Tag 2/7. Tage ohne Alkohol: 3780 = 540 Wochen.
Montag, 20. April 2026
[17:51]
Gemeinhin trauert man, wenn jemand gestorben ist. Doch ist
Trauer
umfassender.
Man spricht von
Unsichtbare Trauer.
Verluste ohne Tod: Kontaktabbruch der Kinder, Verlust seines Therapeuten,
Trennung vom Partner, Scheidung der Eltern, Unfruchtbarkeit,
Abbruch von Freundschaft. Abstrake Verluste: Sicherheit, Sexualität,
psychische und körperliche Gesundheit, Freiheit, Solastalgie.
[15:33]
Done! =
Was ich zuletzt gerne hörte: Zwei PhilosophInnen im Gespräch über
Pazifismus in der Zeitenwende.
Der schwere Stand der Friedfertigen in einer Welt, die wieder glaubt, sich bis an die Zähne bewaffnen zu müssen.
Die 40 Minuten auf der Sendereihe
"Sein und Streit"
habe ich sehr gerne gehört. Die Sendung der vergangenen Woche behandelte
die Fragen, ob wir im
Zeitalter des Narzissmus
leben. In
Luft zum Atmen
geht es um ebenjene - von der Antike bis jetzt; Luft, Pneuma. Sehr schön!
Außerdem als von KI faszinierter Mensch empfehle ich zwei Podcasts:
Feministische KI
und
"Die KI kann mich mal".
[14:17]
Freier Tag 1/7. //
Tage ohne Alkohol: 3779.
Sonntag, 19. April 2026
[16:11]
Die Bürde des Alters beginnt oftmals schon am
60. Geburtstag.
"Willkommen im
Club der alten Säcke".
Mit dem Freßkorb befördere ich mich ins diabetische Koma. THX an meine
Kollegen! Und allen ein Dankeschön, die
meiner
anlässlich der gestrigen Rundung gedachten. Mein Psychotherapeut fragte
mich, warum ich Nachtdienst mache und ob ich das nicht hätte anders
lösen können. Offensichtlich wird dem 60. Geburtstag eine kleine Sonderrolle
zugeschrieben; denn noch vor keinem runden Geburtstag wurde ich
dermaßen eindringlich gefragt, wie es mir geht, ob und wie ich mit der
Rundung klar käme. Ein bißchen hat mich diese Permanenz beeindruckt.
Und der gewaltige Präsentkorb jagte mir einen gehörigen Schrecken ein.
Das ist FÜR MICH? Ihr seht, der Therapeut hat noch 'ne Menge zu tun.
Den Gutschein für den
All-You-Can-Eat-Schlemmerpalast
werde ich baldigst einlösen. In meiner schrankenlosen Freßlust liebe
ich diesen Schuppen.
[15:38]
Vor Nachtdienst 3/3. // Tage ohne Alkohol: 3778.
Samstag, 18. April 2026
[14:18]
Vor Nachtdienst 2/3. // Tage ohne Alkohol: 3777.
Freitag, 17. April 2026
[17:57]
Vorgestern bei den
Fensterblicken
der in Leipzig jetzt nicht SO häufige
Nebel,
während ich
gestern
in den Tweet schrieb: "Fensterblick am 16. April 2026. Nach dem gestrigen
Nebel heute beim Hofblick eitel Sonnenschein mit gewaltig explodierenden
Bäumen und beim Straßenblick mit schnuckeligen Wölkchen.
[13:20]
"Große Menschheitsfragen gibt es nicht viele. Wo kommen wir her, wo
gehen wir hin und was für ne Scheisse ist dazwischen. Das war’s dann grob."
(Kluges & Scheiß)
[13:20]
"... dass ich rückenschmerzbedingt einfach viel langsamer mit allem war und bin. Dass ich also nicht mehr im wieselflinken Gewusel durch den Alltag wimmle, nicht mehr im gazellenartigen Galopp die Gewerke abarbeite, sondern eher mit dem überschaubaren Furor eines Faultiers voranschreite."
(Maximillian Buddenbohm)
[6:21]
Ich muß mich mal
bei Youtube bedienen.
Am Dienstag war ich im
Panometer
zum aktuellen Yadegar-Asisi-
Panorama -
die Antarktis.
Eis gibt Blau. Meine Fotos und Videos sind grottig geworden und unzumutbar.
Deswegen darf ein anderer herhalten. Vor diesem Besuch war ich damals
Es war nach dem
Amazonien-Panorama
2009 mein zweiter Rundumschlag.
[5:10]
Vor Nachtdienst 1/3. // Tage ohne Alkohol: 3776.
Donnerstag, 16. April 2026
[16:08]
"Das Gefühl, daß man mal wieder Gras streicheln muß bei dem ganzen Wahnsinn." (Bosse)
[14:30]
"Vorübergehend geschlossen.
Aber das muß nicht so bleiben." - Schild an einer Schönefelder
Haustür. In
Schönefeld
unterwegs gewesen,
um das
Schloß Schönefeld
aufzusuchen. Die Bilder bei Wikipedia kann ich nicht übertreffen, schon gar nicht den
tollen Panoramablick.
Auf dem ehemaligen Rittergut befindet sich eine Förderschule. Die
einem Brunnen nachempfundene
Keramikplastik
sticht einem ins Auge. Als wir danach - wie ich
im letzten Winter
an der Parthe entlanggingen, begegneten wir einem
Reiher
und kurz danach eine eine Art Werkstatt, aus der sich die Figuren
auf den Sims
geflüchtet haben. Nach einem Essen im Restaurant Casablanca fuhr ich
in den Sonnenuntergang.
[14:00]
Kleines
Stillleben
nach dem hastigen Essen während eines stressigen Spätdienstes auf Station. Magen voll, Taschen leer.
[12:15]
Daß es einen kalendarischen und einen meteorologischen Frühlingsanfang gibt,
war mir klar. Daß es aber einen Vor-, einen Erst- und einen
Vollfrühling
gibt...
[10:47]
Einerseits der Wunsch, sich nicht zu verzetteln. Andererseits die Erfahrung,
daß, wenn ich mich verzettele, dabei ungemein Spaß habe. Der Wunsch nach
Wiederholung kabbelt sich mit dem Katergefühl, etwas wirr im Kopf zu sein.
[10:22]
Beim Bloglesen auf den Ausdruck
nächtliches Hirnfegen
für Träume gestoßen und ihn in die
Wortperlen
bugsiert. Beim Postwestfalen
gelernt,
daß man bislang nur Marmelade nennen durfte, was aus Zitrufrüchten gemacht ist.
Diese Verfügung wird nun an die EU angepaßt und dann ist es wurscht,
ob Marmelade, Fruchtaufstrich oder Konfitüre.
[8:33]
Immer noch oder wieder unzufrieden. Ich probiere herum, wie ich den
Input am übersichtlichsten bzw. handhabbarsten darbieten kann.
Jüngste Idee ist die einer
Update-Datei,
in der täglich bloße Links nach den Gesichtspunkten
"Lesbar" (Postings, Zeitungen, Rebloggeria, Tagebuch),
"Hörbar" (mp3-Quellen, die ich bisher
Audiosammelsurium
nannte; "Sehbar" (Cartoons, auch hier befinden sich die bisher verlinkten
in einem
Archiv).
Mal sehen,
ob das so geht
mit der Form nach Kalenderdatum strukturierte Linkdumps
zu reihen. Der Zugriff erfolgt über das Menü links oder
über den Link am Tagesanfang.
[6:57]
Freier Tag 1/1. // Tage ohne Alkohol: 3775 = 124 Monate.
Mittwoch, 15. April 2026
[09:26]
Auf Mastodon
auf das Buch
"Zeitverschwendung. Gammeln, Warten, Driften in Film und Literatur"
gestoßen und sofort machte es im Hirn Kling. WILL ich lesen, bis mir einfiel,
daß ich seit 9 Jahren kein Buch gelesen habe. Immerhin bin ich nun motiviert,
es zu versuchen. Würde prima in die Rubrik
Gammler
passen.
[9:13]
"Eine Frau ist es, die dort allein sitzt. Wobei sie ein Buch liest, das sie so hält, wie alle Menschen, die in der Öffentlichkeit lesen, ihre Bücher gefälligst immer halten sollten. Nämlich derart, dass man als Passant den Titel erkennen kann, und zwar ohne lästige oder gar peinliche Verrenkungen machen zu müssen und ohne dem lesenden Menschen dabei unpassend nahe kommen zu müssen."
(Maximillian Buddenbohm)
[9:10]
Übrigens hat uns der Arbeitgeber verboten, im Klinikum private Handys zu laden.
Klar, schon verständlich, wenn 1300 Mitarbeiter das tun, geht's ins Geld.
[8:50]
In Brasilien haben sich die Evangelikalen in den letzten 20 Jahren vervierfacht.
Und auch Kinder können PastorInnen und
Mini-Missionare
werden.
[8:44]
Bei den Kürzungsplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen ist die
Streichung des allgemeinen kostenlosen Hautscreenungs als Krebsvorsorge
dabei. Ist das nicht zum Aus-der-Haut-Fahren?
[8:22]
Vor Spätdienst 2/2. // Tage ohne Alkohol: 3774.
Dienstag, 14. April 2026
[9:30]
Bei DLF-Nova ein höchst informativer
Vortrag
(mp3)
über die Entwicklung der deutschen Sprache seit dem Jahr 800. Die Sendereihe Hörsaal ist
sozusagen die Uni des Couch-Potatoes. Apropo Sprache. Über die
Berliner Schnauze
und warum sie verschwindet hörte ich gestern Abend auch.
[09:10]
Den Titel
"Wie viel Orbán lässt sich zurückdrehen?"
im DLR fand ich originell. Ich bin hierbei wohl recht anspruchslo, denn
schon zwei Clicks weiter im
Audioarchiv
stoße ich auf
"Zwischen Aufguss und Awareness - Warum die Sauna politisch ist"
und bin interessiert.
[08:55]
"Auch mentales Training hab‘ ich schon probiert. Dabei stellt man sich vor,
der Schmerz löse sich auf oder assoziiert ihn mit einem angenehmen Gefühl,
etwa einer sich ausbreitenden Wärme. Funktioniert so mittelschlecht, obwohl
ich auf diesem Gebiet einst den schwarzen Gürtel trug. Mein Bootcamp
Zahnarztbesuche, und wer braucht schon Peitschenhiebe, wenn er auch eine
Wurzelbehandlung haben kann."
(Kluges & Scheiß)
[7:50]
Vor Spätdienst 1/2. // Tage ohne Alkohol: 3773 = 539 Wochen.
Montag, 13. April 2026
[10:49]
Handwerker - in etwa so selten wie gut funktionierende Gehirne.
[10:37]
Im erzgebirgischen
Großolbersdorf
fand ein internationales Treffen der Kennzeichensammler statt. Bis
vorgestern gab es im Ort das
Nummernschildmuseum.
Obendrein existiert eine internationle Vereinigung der Nummernschildsammler
(Automobile License Plate Collectors Association).
Ob dieser Name auf ein Kennzeichen passen würde?
[10:30]
Am Leipziger HBF steige ich auf dem Weg zur Klinik in die TRAM 16 oder 14 um.
Folglich frequentiere ich sehr oft den ALDI im Untergeschoß des Bahnhofes.
Ich entdeckte am 8.4. einen großen Topf Haselnuss-Dessert, dessen MHD am
6.4. abgelaufen war. Damit zur Verkäuferin, ob ich Rabatt kriege.
Schnaubend rupft sie mir den Becher aus der Hand: Das bleibt hier".
Dann eben nicht. Am nächsten Mittag entdecke ich diesen wiederum im Regal.
Ziemliche Frechheit, das Produkt, zumal unrabattiert, in den Kreislauf
zurückzuführen. Mein zweiter Versuch, ihn zu bekommen, scheiterte bei
der Kassiererin. Soweit ich weiß, ist es nicht grundsätzlich verboten,
Lebensmittel zu verkaufen, die "drüber" sind.
[6:50]
Freier Tag 3/3. // Tage ohne Alkohol: 3772.
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