Querbeet (2)
Der steckt seinen Rüssel überall rein
23-08-2026 23-08-2026Samstag. Zweiter Spätdienst von drei. Aufatmen. Entgegen meinen Befürchtungen "geht" das Knie wieder. Sicherheitshalber die Bandage rausgesucht, welche ich im vergangenen Jahr monatelang trug. Mehr als Audiosuche und Tagebuchposting war gestern nicht drin. Nach dem arte-Journal klappte ich weg und verzog mich ins Bett. Bloglesen gelang im Spätdienst in Pausen, die durch die ruhige, entspannte Situation gegeben waren. Ausnahmsweise fuhr ich auf Arbeit, ohne bei ALDI vorbeizugucken. Und meine drei Brötchen, die ich vorgestern erwarb, kann ich nun höchstens noch aufbacken. Weil auf Station noch Reste des Austandes lagen und auch die Stationsküche eine Leckerei bereithielt, blieben die Brötchen in der Tasche. Ohne Komplikationen die Schicht beendet, püntlich zuhause und leider diätmäßig etwas eskaliert und mit dem Ärger über die Inkonsequenz eungeschlafen und wieder aufgewacht. Mehr gibt es nicht zu erzählen. Als ich schrieb, daß die Zeit bis zum 31. August von Arbeit geprägt sein werden, meinte ich ebendies. Nur wenige wirklich freie Stunden. An Spätdiensten vormittags maximal zwei Stunden, denn fast immer muß ich wegen der Fatigue noch zwei Stunden ruhen. Die zwei Stunden für den Arbeitsweg gehören entweder der Musik oder Hörsendungen wie Studio 9 mit..., Der Tag, Unboxing News, Hintergrund und den kleinere Formaten, die ich mir aufs Handy packe. ^ 22-08-2026Freitag. Erster Spätdienst von drei. In den Tag startete ich nach 6 Uhr mit den an Arbeitstagen üblichen Beschränkungen. Mit dem ersten Kaffee erfasse ich die Hörsendungen für das Logbuch und schreibe den Tagebuchblog. Dann mußte ich gestern, wie bereits erzählt, zum Vorgespräch wegen der anstehenden Koloskopie. Rückweg unter Einbeziehen von Kaufland wegen Cola und Brötchen, die ich nicht brauchte, weil auf Station großes Geschütz aufgefahren wurde: Pizzateilchen, Pfannkuchen und Obstkuchen en masse. Unsere Schüler verlassen uns. Einige Wochen waren sie in der Praxis tätig, nun folgt eine Theoriephase und wir sind personalmäßig gewohnt-ausgedünnt, nämlich ab HEUTE, verfluchte Scheiße. Zwei Spätdienste zu zweit, das ist unter der Norm und verspricht lustig zu werden. Aber zum Freitag. Mit der letztmalig guten Besetzung war der Dienst von 13.30 bis 22 Uhr kein Problem; denn alle potenziellen "Gefahren" hätten abgedeckt werden können. War nicht notwendig, denn - einer der beknacktesten Worterfindungen - das Humankapital war dementsprechend angenehm. Gesundheitlich zu schaffen machen mir einmal mehr der Herzrhythmus, das zickige Zentralorgan hat eine volatile Phase, was sich auch in noch mehr Fatigue und Wuschigkeit niederschlägt. Außerdem hat sich mein lädiertes rechtes Knie gemeldet. Irgend etwas verschob sich da anatomisch und brachte Schmerzen und seitdem einen Schongang, sprich, ich humpelte die restlichen Stunden wie ein waidwundes Reh über den Gang. Kein Tag ohne Demütigung. Ataraxie vonnöten! So pünktlich raus, daß ich die 22-Uhr-TRAM16 erwischte und durch eine außerplanmäßige E-Tram am Hauptbahnhof schon 22.35 Uhr meine Wohnungstür aufschloß. NACHDEM ich vorm Hauseingang der alten Tradition gefolgt war, erst einmal alles auspacken zu müssen, bis sich irgendwo auf dem Boden meiner Monstertasche (Man weiß ja nie) der Schlüssel fand. Aus Schaden nicht klug werden, einer meiner persitierenden (Un)Fähigkeiten. Im Sessel hielt ich es keine 20 Minuten aus und war zu DWDT im Bett. Nee, Quatsch, Sendung fiel zugunsten eines Spezials im DLF aus. Ich genieße die Abkühlung und haderte weniger auf der Suche nach dem vermaledeiten Pullover, in den ich mich jetzt bei sibirischen Temperaturen unter 20 Grad in der Butze kuscheln kann. Krawehl, Krawehl! Loriot ist 15 Jahre tot. ^ 21-08-2026Donnerstag. Abschlußtag einer Phase mit sechs freien Tagen. Den Tag vor 6 Uhr begonnen, Routinetätigkeiten, die To-do-Liste bis zum späten Abend zufriedenstellend gekürzt. Einkaufen gefahren, Mittagschlaf. Reibungslos. Abends Gruppentherapie von 18.10 bis 20 Uhr. Noch gequatscht und erst kurz vor 21 Uhr zuhause gewesen. Eiskaffee ins Tiefkühlfach und den Zeitpunkt bis zum Temperaturoptimum mit Apfel-Rharbaber-Saft überbrückt. Bis kurz vor 23 Uhr habe ich tatsächlich an nur einem Posting gesessen, weil ich bisher zum Thema Geschriebenes finden und eingliedern mußte. Mit DWDT zur Nachtruhe gebettet. Wegen eines Termins den Wecker gestellt. In den kommenden 10 Tagen habe ich kaum Zeit. Nach 3 Spätdiensten ab heute werde ich mich Montag bis Mittwoch mit meinem Darm beschäftigen. Am Montag Darmspülung, am Dienstag 14 Uhr Koloskopie und am Mittwoch Nachwehen der Betäubung. Dafür gehen freie Tage drauf, denen ab Donnerstag 4 Dienste folgen und ich am 31. August aus der Nacht gehen werde. Die Feeds werden voraussichtlich im Leerlauf bleiben, maximal 1. Gang. Ich komme gerade vom Aufklärungsgespräch in der Praxisklinik am Johannisplatz zurück, erhielt die Beutelchen, mit denen ich am Montag das Gesöff zu bräuem habe. Die letzte Spiegelung war 2015. Deren Vorbereitung erinnere ich als scheußlich. Spätestens ab dem dritten Liter der Abführlösung mußte gegen Brechreiz angekämpft werden. Trinke unter höchster Konzentration: Nase zuhalten, ansetzen und 1 Tasse auf Ex. Und das stundenlang, bis der Arsch ausgefranzt ist. Noch ist es Zukunftsmusik. Im Bemühen, den gestrigen Donnerstag Revue passieren zu lassen, stelle ich fest, daß das meiste verschwimmt. Die Phase von 17.30 Uhr, als ich das Haus verließ, um nach Reudnitz zu fahren, bis zum Bett ist präsent, der Vor/Nachmittag schwammig. Das Logbuch zeigt mir, daß ich nicht untätig gewesen sein kann. Anhand der Datumsangaben in den erstellten Postings in den Miszellen sehe ich, wie kontinuierlich ich dran war. Und zwar durchweg bis auf das Mittagsnickerchen. Ich schreibe diesen Text, indes draußen Arbeiter äußerst geräuschvoll das Unkraut auf den Gehwegplatten der Engelmannstraße wegschnippeln. Vor den Laubbläsern des Herbstes sind die Laubfräser des Sommers gesetzt. Kein Tag ohne Demütigung, kein Tag ohne Lärm in der Stadt. Beim Lärme der Motoren klingelt's in den Ohren. ^ 20-08-2026Mittwoch. Fünfter freier Tag von sechs. Nach 5 Uhr mit dem gewohnten miesen Gefühl im Nischel aufgewacht. Brainfog, alles verhangen. Das dauert den halben Vormittag, bis, ich möchte nicht Klarheit sagen, der Vorhang einigermaßen semipermeabel ist. Kaffee, Audiosuche und anschließend Bloglesen per RSS-Feed. Mit den Abzweigungen, die das heraufbeschwört, indem ich Gefundenem nachgehe und es einsammle, können einige Stunden vorbeistreichen. Was die Ausbeute betrifft, war der Mittwoch kein schlechter Tag. Eine Siesta wurde eingehalten. Den ersten Teil einer Dokumentation über Maria bildete ein Highlight. Zugewinn durch Wissen und Einsichten auch nach 60 Jahren. Eine Karambolage-Sendung wurde ausgewertet. Der Gießkannenhalter war am lustigsten. Daß die Zeit nicht reicht, alles unterzubringen, muß ich annehmen. Zum Beispiel brachte ich vor 9 Tagen letztmalig Cartoons unter. Musikalisch begleitete mich Amy McDonald, John Denver und "Stadtaffe" von Peter Fox, welches ich kennenlernte. Sonst nicht paßgenau meine Musik, aber DIESES Album catcht mich. Stark! Abends, auch das ist in aller Gewohnheit zu ertragen, wieder mehr zum Ohrenmenschen mutiert bei einigen Periodika. Was NICHT dabei war: Radio Wissen, Essay und Diskurs, Sein und Streit, Features. Wenn ich diese mir essentiell anmutenden Quellen nicht anzapfe, fühle ich zutiefst Unzufriedenheit. Das stundenlange Mäandern am Screen mag ja ertragreich sein und ich sitze ja nie hier und drehe Däumchen, bin immer in Aktion, aber es scheint sich wie beim Doomscrolling am Smartphone zu verhalten, daß dieses unstrukturierte Dahinsurfen einem wie verplemperte Zeit vorkommt. Nun schreibe ich mit diesem Braindumping in Form dieses Tagebuchbloggens dagegen an, damit ich mir der Prozesse gewahr werde, nur muß die Objektivierung und Bilanzierung von "Das war", "Das fehlte", "Das kann", "Das muß", "Das soll nicht" jeden Tag aufs Neue errungen werden. Ich stehe morgens sisyphoshaft am Basislager. Während ich dies schreibe, ist der Tag gestartet, die Uhr sagt 7.17 Uhr, draußen loriotkonformes Wetter. "Kraweel! Kraweel! / Taubtrüber Ginst am Musenhain! / Trübtauber Hain am Musenginst! / Kraweel! Kraweel!" ^ 19-08-2026Ich habe das Tagebuchblog nicht vergessen. Aber die Aktivitäten nahmen mich in Beschlag. Die RRS Sache, die dramatisch Fahrt aufnimmt. Zum Vortag = Dienstag. Zum Aktivgruppentermin schrieb ich einen Eintrag. Bis um 10.20 Uhr, als ich zum Ostplatz fuhr, saß ich am Rechner und machte MischmaschMixTohuwabohu. Blogroll durchfräsen, RSS-Feeds bestücken. Als ich 14 Uhr wieder in den heimischen Hallen war, war ich groggy und satt. Der Ruf der Liegestatt wurde ge- und erhört. Am späten Nachmittag holte ich den Tageshattrick nach, den ich nun, da die Kulturzeit wieder montags bis freitags sendet, erweitern und umbennenen muß. Ich ließ eine Juni-Kulturzeitfolge folgen, auf daß sich der Stau auflöse. Gegen 19 Uhr dann eher Sessel als Bildschirm, um den Ohren den Abend zu überlassen. Ich wiederholte zwei Kapitel von Melvilles Bartleby, der Schreiber. Viele Filme warten. Am reizvollsten "Der Buchspazierer". Aber ich möchte zuvor den Agatha-Christie-Schinken "Rendezvous mit einer Leiche" schauen. Mit ist nach Ustinov und einem Whodunnit. Ins Bett stieg ich zwischen 22 und 23 Uhr. Als ich mich heute tagsüber, als all die drängenden Informationen warteten, eingesammelt zu werden, erinnerte, Du mußt noch Tagebuch machen, Poldi, sagte der innere Bartleby: 'Nein, ich möchte lieber nicht." ^ 18-08-2026Montag. Frühzeitig an den Rechner, um das zu tun, was zur DNA meines Morgens gehört. Hörbeiträge erfassen und Tagebuchbloggen beanspruchen 60 bis 80 Minuten. Zweiter Schlaf gelang eher mau. Um 8.30 Uhr galt es loszugehen, weil 9.10 Uhr ein Einzel beim Therapeuten stattfand. Durch seinen dreiwöchigen Urlaub und meine Dusseligkeit, für die ich ihm ein Ausfallhonorar von EUR 100.- zu löhnen hatte, waren 4 Wochen vergangen ohne jedwede Therapie mit Ausnahme der Meetings der Selbshilfegruppe. Ich war gut drauf und konnte überzeugend den Optimisten mimen. Thema war die Erkundung meiner Schlechtphasen, von denen die letzte Zeit reichlich in petto hatte. Wenn sich Unerledigtes anstaut, kommt unweigerlich ein Zeitpunkt, an dem ich den Überblick verliere, nicht mehr weiterweiß und sich die Überzeugung einschleicht, daß alles ohnehin sinnlos sei. Ich beschrieb es, als würde das Wasser steigen und mir das Leben von oben den Kopf unter Wasser drücken, ich schlucke Wasser und strample um mein armseliges Leben. DASS sich so viel anstaut, ist ein Fehler aus Faulheit und Auswuchs fehlender Struktur. Dadurch daß ich viele Aufgaben von vornherein als Zumutung abtue, verdränge, aufschiebe, addieren sie sich, komplizieren durch den Verzug die Situation und schaffen mehr Wirrwarr, als wenn ich sie rechtzeitig einzeln angegangen wäre. Perfide, wenn man aktiv sein Elend, wenn nicht gerade schafft, dann vergößert und verstetigt. Ohne Beispiel nicht nachzuvollziehen, oder? Nicht zuletzt aus diesem Grund startete ich im Juni dieses Tagebuchblog. Zur Bewußtmachung mittels Braindumping. Aufgeschoben hatte ich die Entsperrung der Bankkarte. Weil das Bargeld knapp wird, gerate ich in Zugzwang, mußte Geld für die Strafzahlung an den Therapeuten borgen und habe es noch nicht geschafft, mich ins Online-Banking einzuloggen, um nachzugucken, ob meiner Bitte um Entsperrung entsprochen worden ist. Ich sitze die Aufgaben aus, bis sie zu richtigen Problemen jenseits des Pillepallestadiums werden und die Stufe zur Katastrophe erklimmen. GEZ-Zahlungen alle 3 Monate schiebe ich heraus, bis Mahnungen mir eine Verzugsgebühr aufdrücken. Dito mit anderen Zahlungspflichten. Die aktuellste Hürde ist der Widerspruch bei der Krankenkasse gegen ein Ablehnung meiner Langzeitgruppentherapie. Ich muß 'nen Brief nach Hannover schicken als Bettelbrief - 'Bitte, bedenkt das ablehnende Gutachten und gewährt mir Psycho die Gnade einer Gruppentherapie mit 36 Sitzungen. Bütte!' Ich hatte meinem Seelenheiler versprochen, das Schreiben heute mitzunehmen, damit ich unterwegs auf der Post eine Briefmarke draufmachen kann. Denkste. Ja, gedacht habe ich viel, nur nicht gemacht. Es ist zum Kotzen. Die Zeit sitzt mir im Nacken, ich flippe aus, bin frustriert und habe das alte Problem, welches ich in "Römer 1,15" vor kurzem beklagte. Selbstmitleid ist das allerletzte. Hirnmatsch, Wut und die Olympiade im Prokrastinieren in der Tasche. Der Mini-PC noch verpackt in der Ecke. PC-Opi grinst sich eins. Ich habe von dem, was zu tun ist, kein Bild, keine Vorstellung des "how to". Anhand des Briefes an die Krankenkasse erörteten wir gestern, daß ich mir ein Bild schaffen kann, ein Szenarium des Weges, Vorgehens, der Optionen. So entstand die Idee, mit dem Brief auf dem Hauptbahnhof sowohl zur Bank zu gehen, um die Karte entsperren zu lassen als auch die Post wegen einer Marke aufzusuchen. Wenn ich bei dieser ersten Sache auch gescheitert bin, will ich daran festhalten, für Anstehendes ein Bild zu imaginieren, um der Schwellenangst die Zähigkeit zu nehmen und in die Puschen zu kommen. - Mit Schleife über Kaufland war ich 11 Uhr zu Hause. Der Rest des Tages ist rasch berichtet. RSS, RSS, RSS. Vieles nachgelesen, die KI bemüht, die brav Infos apportierte. Aktueller Stand in Let's Feed festgehalten. Ich agiere jetzt mit zwei Feeds. Was ich an Postings im ESB erstelle, landet im Haupt-Feed. Den Sammlungen an Cartoons, Hörsendungen und sonstigen anfallenden Links gönne ich den Medien-Feed. Gehört habe ich John Denver, ein Live-Doppelalbum, das, während ich dies geschrieben habe, wieder spielt. Ins Bett gegen 22.30 Uhr und sofort von Morpheus wegschnappt. Weil heute Dienstag ist und ich 10.15 Uhr das Haus verlassen muß, hier ein Cut. Ginge weinen, wenn ich könnte. ^ 17-08-2026Sonntag, Tag des Herrn, demnach nicht meiner. Es ging schon 4 Uhr an den Bildschirm, natürlich Koffein als löslichen Kaffee und eine 200-mg-Kapsel Koffein. Hörsendungen erfaßt, die im Moment parallel durch den zweiten RSS-Feed bei Sourcefeed angezeigt werden, sobald ich sie eingesammelt habe. Ich probiere herum, es kann sich ändern. Mein Idee, den neuen/zweiten Feed an den Haupt-Feed zu koppeln, bejaht Gemini, aber ich verstehe nur Bahnhof. Ohne Software (Zapier) scheint es nicht machbar. Es gibt zwar Könner, die Scripte dafür geschrieben haben, für deren Implementierung ich jedoch keinen ausreichendem Atem aufzubringen bereit bin. Nach dem Tagebuchblog der Tageshattrick. Und dann las ich mehrere Stunden lang Blogs nach, bis der Bruder Punkt 12 Uhr zum Mittagessen läutete. Zwei Bratwurstsorten, gedünstetes Gemüse, Salzkartoffeln. Eine Siestapause für den Vater und mich, bis er um 14 Uhr gebadet wird, der Gebrechlichkeit wegen lange schon unter Aufsicht und Hilfe seiner Erben. Um 15 Uhr entweder Kuchen oder Eis, gestern Walnusseis mit geschnippeltem Pfirsich. Nachmittags Mäandern am PC, hin und her, Blogs lesen, Links folgen, viel Kabelsalat bei "Droht der digitale Blackout" über die Technik des Internets, Hochseeleitungen, erhitzte Rechenzentren. Die arte-Reihe "42 - Die Antwort auf fast alles" stellt und beantwortet interessante Fragen aus der Wissenschaft. Ich sah "Warum vergessen wir?" Worum es da geht? Keine Ahnung. Wie immer wächst mit dem länger werdenden Tag die mentale Zerfaserung. Eine Sendung Kulturzeit konnte ich einschieben, kleinere Hörsendungen, Musik kam von "Hörsturz Moers". Mit dem Handy um 21.20 Uhr ins flache Land matratzengestützer Dämmerträume. ^ 16-08-2026Samstag, ein Ausschlaftag. Für gestern ist an sich alles geschrieben. Der Tag erstreckte sich von 13.30 bis 21 Uhr, umfaßte neben den Routinen hauptsächlich Gedanken um Sourcefeed. Wie und was ich wohin packen könnte. Zu keinem spruchreifen Ergebnis gekommen. Seitdem ich RSS als für das ESB gangbare Möglichkeit erkannt habe, ist es unvermeidlich, dazuzulernen, auszutesten, zu verwerfen, neu anzusetzen, Änderungen vorzunehmen. Die Stunden verflogen förmlich, unterbrochen nur durch einen Spaziergang zu ALDI, um Zwetschgen und Getränke zu kaufen. Die Zäsur dient überdies als Schritt zurück beim Zerdenken von Aufgaben, an denen ich mich festgebissen habe. Zurück am Bildschirm ist vielfach ein frischer und kreativerer Geist am Werk. Nur eben nicht an Jetlagtagen und dieser Bruthitze. No Way. Am Abend dann wenige Hörsendungen, beim Vater gesessen, ihm beim Biertrinken zugesehen und mit dem Handy und zwei Sendungen "Studio 9" ins Bett. Wieder intensive Träume, die ich allesamt vergessen habe. Und 4 Uhr bereits der Entschluß, die Nacht Nacht sein zu lassen, mit der beruhigenden Option, am zweiten freien Tag von sechs noch tagsüber schlafen zu können. ^ 15-08-2026Nach Nachtdiensten bin ich ein Jetlagzombie. Nach wilden Alpträumen um 13.30 Uhr aufgewacht. Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue mit identischem Raumblick. Doch zum Freitag. So wie gerade an den Rechner zu den Routinetätigkeiten, um 17.30 Uhr wieder ins Bett, Wecker gestellt, 19.15 Uhr ohne ihn wach geworden, Sachen gepackt und erneuter Arbeitsweg über den Hauptbahnhof zu ALDI. Die Komplettschließung der Zentralhaltestelle vor dem HBF endet übermorgen, die Umleitungen enden. Ein kleiner Schritt zur Normalität, wenigstens in Sachen ÖPNV. Die dritte und letzte Nachtschicht war unspektakulär. Es ging gesittet zu, meditatives Abarbeiten der zu verrichtenden Dinge. Eine 99-jährige Patientin, die übermorgen 100 Jahre alt wird und der wir alle die Daumen drücken. Ein Ende der 80er geborener Patient mit Vornamen "Siegfried Konrad" - ungewöhnlich. Die Dienstärztin kannte den Ausdruck Schattendemenz nicht. Wenn ich morgens um 6.15 Uhr aus dem Haus trete, empfängt mich ein erfrischendes Draußen, welches ich in den Minuten auf der Bank an der Haltestelle der TRAM 16 genieße. Obwohl ich 6 Stunden geschlafen habe, bin ich heute ein Jetlagzombie, kann kaum die Augen aufhalten, muß mich alle Furzminuten besinnen, was ich eigentlich mache. Der Mini-PC steht verpackt in der Ecke. Heute wird dat nix. Die Zeit, Kraft und Nerven für die erste Inbetriebnahme mit Windows-11- Installation habe ich nicht. Nach Audiosuche für das Logbuch, diesem Tagebuchblog werde ich meinen Kaffee zuende schlürfen, um dann einen Tageshattrick arte-Journal, MDR-Sachsenspiegel und Brisant folgen zu lassen. Es staut sich. An die Blogs darf ich gar nicht denken. Der erst am Dienstag aufgesetzte Feedreader verspricht stundenlange Lektüre der Blogroll, aus der sich stets Zitate ergeben, die ich gelegentlich einsammeln muß. Nochmal zu dem von mir verwendeten Begriff, der der Webseite seit Frühjahr den Namen gibt: Einsammeln heißt für mich der gesamte Prozeß dessen, was ich tue: Fundstücke wahrnehmen, auf eine to-do-Liste schreiben, peu a peu abarbeiten, indem ich einen geeigneten Platz finde, vielleicht ein Posting verfassen. Alles einbetten, verlinken und, seit neustem, auch RSS- indizieren. Alles manuell, durchaus zeitaufwendig und letztlich ein Faß ohne Boden. Prost! ^ 14-08-2026Donnerstag. Nach dem ersten Nachtdienst, vor dem zweiten. 14.30 Uhr erwacht, nachdem ich 7.05 Uhr daheim angekommen war und unverzüglich das Bett aufsuchte. Denn es gibt einen Punkt, über den hinaus einschlafen schwierig und langwierig wird. Ich beginne ritualisiert mit den 7-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunks und der anschließenden Presseschau. Nachmittags zügiges Routineprogramm beim ersten Kaffee mit Audiosuche für das Logbuch, Tagebuchbloggen. Und dann kam das erwartete "Kein Tag ohne Demütigung". Die Bankkarte wollte ich entsperren lassen, hangelte mich durch alle Menüs meiner Bank, befragte dann den Hilfschat, erfuhr, daß es so leicht nicht ginge, sondern ich eine Nachricht über das Postfach an die Bank abzusetzen hätte, was ich tat. Zum Nachgucken, ob Antwort vorliegt, kam ich bis jetzt nicht, denn: Nachtdiensttage sind an sich schon demütigend knapp bemessen mit Freizeit. Eine Stunde mit solchem Scheiß zu verplempern, wiegt schwer und verfinstert mein Gemüt effizienter, als die Sonne es einen Tag zuvor mit dem spanischen Himmel vermocht hatte. Ich war gestreßt und fickrig, legte mich 17 Uhr hin, wußte aber, daß nur ein Runterkühlen des Gemüts machbar war, wenn überhaupt. 17.30 Start zur Gruppentherapie nach 3 Wochen Pause. Ich wüßte gar nicht, daß wir unserem Therapeuten erlaubt hätten, Urlaub zu machen. Egal, wir saßen die ersten Minuten schweigend beieinander, bis der Therapeut eine Maßnahme ergriff: Wir hielten uns zwei Minuten lang schweigend im Kreis an den Händen. Anschließend kam nach und nach jede/r zu Wort. Das "r" meint mich als einzigen Mann der Gruppe. 20 Uhr auf den Weg zum HBF mit TRAM 4 von Reudnitz Oststraße aus, Einkehr beim ALDI (Cola + Brötchen) im Leipziger Hauptbahnhof, an der Kasse ein unerfahrener, sehr junger Kassierer, der den Fehler machte, verstehen zu wollen, was ich ihm an Geld reichte. Zahlbetrag: EUR 3:07. Ich gebe EUR 4.20. Er dreht die 20-cent-Münze in der Hand und grübelt. Ich so: Machen Sie's einfach. Denken Sie nicht drüber nach. Ihre Kasse rechnet es aus, Sie brauchen nur noch ablesen, was sie anzeigt und es herausgeben. Nämlich EUR. 1,13. 4 Münzen Kleingeld, 2 davon Kupfergeld, während ich, wenn die EUR 4.- verrechnet worden wären, 93 ct heraus bekommen hätte: 5 Münzen Kleingeld: 1 x 50, 2 x 20, 1 x 2 und 1 x 1 ct. Er grübelt wahrscheinlich noch. Ich bin der mit dem wenigsten Kleingeld in the hood. Nachtdienstbeginn stets früher, weil JEDER Dienst früher, als es der Plan vorgibt. Um 21.20 Uhr war ich frisch geduscht zur Übergabe bereit, dann startete der Wahnsinn, welcher ausblieb. Eine ruhige, geordnete Schicht ohne Querelen.^ 13-08-2026
Mittwoch war ein Tag, an dem abends der erste Nachtdienst startet,
weswegen ich auch schrieb: "Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute
21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3." Als ich kurz nach 20
Uhr ALDI ám HBF verließ, wo ich wie immer Cola und Brot gekauft
hatte, war irgendwie der Himmel verdunkelt. Die Sonne oder Reste
davon konnte ich durch die Leipziger Hausschluchten nicht erkennen.
Der Tag vor Nachtdiensten ist merkwürdig. Er gilt als Arbeitstag,
doch habe ich im Prinzip Freizeit, bis ich spätestens um 21.45 Uhr
zur Übergabe auf Station zu erscheinen habe. Mental und gefühlsmäßig
läßt sich dieses Hybridding selbst nach so vielen Berufsjahren nicht
fassen und ohne Stottern bewältigen. Eine Unruhe bleibt, ein
latentes inneres Rumoren. Skrupulöse Menschen wie ich können sich
schwer davon befreien. Der Tag verging, wie freie Tage bei mir
verlaufen, wenn nichts anderen anliegt. Um 6.30 Uhr gestartet,
Routine wie gehabt, am Mittag Siesta, die durch den DHL-Boten
abgekürzt wurde, der meinen
Mini-PC
anschleppte. SENSATIONELL. Von der Bestellung am Dienstag um 8.50 Uhr
vergingen gerade mal 28 Stunden bis zur Entgegennahme. Normale
Lieferung, nix Express. So phänomenal gut klappte noch keine
Bestellung per Internet. Das Paket ist ungeöffnet wegen Nerven.
Einen PC einrichten bedarf viel freier und zusammenhängender
Zeit, welche ich erst ab Montag haben werde. Nachtschichten sind
nicht dazu angetan, großartige Planungen umzusetzen. Am Nachmittag
wieder Mischmasch am Computer, eine Kulturzeit von Juni nachgeguckt,
am Montag beginnen nach der ellenlangen Sommerpause die aktuellen.
Was den Tag zu etwas Besonderem macht, ist, daß ich mich doch
mit RSS beschäftigte
und erkennen durfte, daß das auch im manuellen Modus bei meiner
statischen Seite kein großes Ding ist. Dadurch verpulverte ich
freilich einige Stunden, aber ChatGPT stellte mir ein Zertifikat
aus, daß ich die Weiterbildung erfolgreich absolviert habe.
Der Feed lautet: https://buecherlei.de.cool/rss.xml.
Als nächstes gilt es zu entscheiden, ob ich das
Logbuch aufgebe, weil ich durch
RSS jede noch so winzige Änderung im Einsammelbuch indizieren
kann. Ausschließlich für Menschen, die RSS-Feedreader verwenden.
Und die anderen, zu denen ich bis gestern gehörte und meine
Blogroll händisch abklapperte? Jetzt erfaßte ich die Feeds innerhalb
von Thunderbird und werde sehen, wie das zu meiner Zufriedenheit
beiträgt. Ein spürbares sattes Gefühl gehabt durch diese RSS-Sache.
Nachdem ich durch den Betonflüsterer dazu übergegangen war,
jedes Posting mit einem Permalink auszustatten, ist die Indizierung
per RSS ein weiterer Schritt zur komfortablen Handhabung.
Kein Tag ohne Demütigung, nicht wahr? Ich wollte bei meiner Spardafiliale
abends Geld abheben, stand davor, als mir siedendheiß einfiel,
daß die Debitkarte noch gesperrt ist. Vorhin suchte ich mir den
Wolf auf der Webseite, wie ich sie entsperren kann, nahm dann
Chathilfe in Anspruch, die mir verklickerte, daß ENTsperren
nicht im Online-Banking geht und ich stattdessen eine 12-08-2026Dienstag, fünfter freier Tag. Wenn ich morgens bei heraufziehender Sonne an den Rechner gehe und draußen Ruhe herrscht, erscheint die Welt und das eigene Leben in Ordnung. Die Hoffnung ist nicht lädiert. Ich kann es schaffen, wir können es schaffen. Diesen flüchtigen Zustand genießen, ohne Hintergedanken. Zurücklehnen, an den, so weit möglich, Horizont gucken, Stille, bevor die Welt losplappert und der Tag seinen verhängnisvollen Lauf nimmt. Dienstag ist Aktivgruppentag. 10 Uhr verlasse ich das Haus Richtung Probstheida mit BUS 79, Umstieg an der Prager/Russenstraße in TRAM 31 oder, wenn der Zufallsgott mir geneigt ist, BUS 76, der mir den 10-minütigen Weg von der HST Franzosenalle bis zur Heliosklinik erspart, der aber nur alle 20 Minuten fährt und oft genug gerade erst weggefahren ist. 11 bis 12.20 Uhr abwechselnd aushäusig und vor Ort. Gestern am Klinikstandort, wo wir Boccia spielten. Gackernde Mitarbeiter eilten umher, weil sich angeblich jemand auf dem Parkplatz anzünden wollte. Wir schoben weiter eine ruhige Kugel. Kein Feuer und 12.30 Uhr mit BUS 76 nach Paunsdorf zurück, ALDI-Einkauf und 13.30 Uhr die Odyssee abgeschlossen. Mein Rechner-Opi spürt, daß seine Zeit gekommen ist und schnurrt wie ein liebes, aber altersschwaches Kätzchen, als könnte er kein Wässerchen trüben und würde mich, wenn er könnte, mit treudoofem Blick angucken und um Gnadenfrist bitten. Doch der Mini-PC ist auf dem Weg nach Leipzig. ChatGPT hatte mir für ihn grünes Licht gegeben. Ich zocke nicht, schneide keine Filme und bastele nicht an der Hardware herum. Was ich brauche, ist ein PC, der ein paar Jahre läuft und mich ins Internet läßt, um Dinge einzusammeln. Nachmittags wieder=weiter am Rechner mit dem bunten Mix aus Social Media, Blogs, Timelines, ein wenig HTML-Bastelei, Geplänkel mit der generativen KI, dem Tageshattrick und, gen Abend, mehr und mehr Hörsendungen, nichts Gewaltiges, keine Features, keine stundenlangen Specials, sondern auditive Tageskost. 22 Uhr zunehmend müde und unfähig zur Konzentration, willenlos und nasser Sack im Sessel. Demnach Schlußstrich und bei zwei Folgen "Studio 9 - der Tag mit ..." in die Heia. Das war der Tag ohne DWDT. ^ 11-08-2026
Montag, vierter freier Tag. Tagesbeginn bei einsetzender Dämmerung.
Hörsendungen zusammensuchen, Kaffee schlürfen, Deutschlandfunk
hören, tagebuchbloggen und dann ein
Tageshattrick.
Um zu sehen, welcher Fluß aktuell wie weit ausgetrocknet ist.
Die Elbe soll es noch geben. Arte bringt mit "Leben an der Elbe"
eine vierteilige Reihe in Flußrichtung
(4,
3,
2,
1).
So weit, so 10-08-2026Sonntag, dritter freier Tag. Haken wir ihn rasch ab! Sehr früh aufgestanden und bei Kaffee die Hörsendungen gesichtet und tagebuchgebloggt. Das arte-Journal und zwei MDR-Sachsenspiegel gesehen. Radio gehört, die obligatorische Bachkantate, Punkmusik. Ergiebig für das Einsammelbuch in Sachen Output war der Tag nicht. Mit Hilfe von generativer KI habe ich das Aussehen von Querbeet geändert. Das kann bei meinem Betonnischel schon mal zwei, drei Stunden dauern. Punkt 12 Uhr gibt es sonntags Restfamilienessen, nein kein Familienrestessen, sondern durchaus frisch Gekochtes mit dem überschaubaren Korpus unserer Familie, bestehend aus meinem 87-jährigen Vater, meinem 57-jährigen Bruder und mit dem frühvergreisten 60-jähriges Wrack. Wir ließen dem erst vor 7 Tagen entjungferten Airfryer freien Lauf und aßen dann Broiler mit Kartoffeln und Rotkohl. Das Freßkoma trieb mich für zwei Stunden ins Bett. Gegen 15 Uhr wankte ich an den Computer, um weiter zu machen mit dem Mischmasch aus Internetlesen, Aufgreifen von Impulsen, Vertiefen, Youtube, Timelines und immer wieder dem Anhören von Hörsendungen kleineren und größeren Kalibers. Dieses Tun bewirkt, daß ein Tag vorübergeht und ich hinterher nur staune, wie das nur vor sich gehen konnte. Die Luft war schon nach 19 Uhr raus. Jeder Gedanke, etwas Substanzielles zu tun, Postings zu recherchieren, Material zu sortieren, führte, kaum begonnen, wieder zum Abbruch. Fatigue und Brainfog. Wieder Sessel, mittes Raufasertapete meditieren, mein Leben verfluchen und, darüber konnte ich vorhin beim Aufwachen lachen: bei einer Sendung über Langeweile eingeschlafen, noch vor 23 Uhr, denn DWDT erlebte ich nicht mehr. Cut, die Szene ist im Kasten. Claus Leggewie bei "Essay und Diskus" hörte ich gerne zu. Wie er die aktuelle politische Situation analysiert und den Weg zur Plutokratie nachzeichnet.^ 09-08-2026Samstag, zweiter freier Tag. 4.30 Uhr wach, Kaffee, PC-Routinen und danach wieder zum Nachschlaf bis 7 Uhr. Einkauf bei Kaufland am Vormittag, ansonsten das Übliche. Blogs, Timelines, Internet lesen, Dingen nachgehen. Im Logbuch sieht man, daß ich einen freien Tag hatte. Ich ließ mir - mit mäßigem Erfolg - durch ChatGPT zwei Cartoons erklären, sammelte selbst welche ein. Bewegt hat mich der Film über Rainald Grebe, erheitert hingegen eine Folge Karambolage mit lustigen UND informativen Beiträgen über die Jakobiner und den Unterschied zwischen deutschen und französischen Hebammen. Auch wenn mich Rainald Grebe Jesus ausgespannt hatte, hörte ich die Stunde History zum historischen Jesus zu Ende. Selig, die arm sind im Geiste, aber reich an Zeit. Unschlüssig, wann ich mich für drei Stunden ausklinke, um mich der Langen Nacht zum Straßenverkehr zu widmen. Erwähnen will ich die Kulturgeschichte des Rheins. Neu war der Fakt, daß ein großer Fluß bei Niedrigwasser gefährlicher ist. Strömungen und Strudel sind stärker und unberechenbarer. Dem ließ ich den Podcast "Deutschland auf dem Trockenen" folgen, der die Angelegenheit, hüstel, vertiefte. Als ehemaliger Bibliomane konnte ich Literatur als Modeaccessoire nicht liegen lassen. Hoffnung, ähm, keimt auf, wenn ich erfahre, daß mittels KI Bakteriophagen gegen antibiotikaresistente Keime gebastelt wurden und HALFEN. Das tut sehr gut, werden die Multiresistenzen landläufig wenig als Gefahr benannt. Ich hatte noch eine halbe & harte Ciabatta, welche ich dank Backofen wieder wie taufrisch bekam und welche mit Butter und Gorgonzolafrischkäse prächtig mundete, welcher eine Griessüßspeise folgte. Bettpflichtig wurde ich 22.30 Uhr bei diversen Hörsendungen aus dem Routinepool. ^ 08-08-2026
Eingeläutet wurde der Freitag, als ich Punkt 6 Uhr aufwachte.
Ordentlicher Beginn: mit Kaffee auf
Audiosuche
für das Logbuch, dem das
Tagebuchbloggen folgte, an das ich den
Tageshattrick
anschloß. Bis hierhin alles nach Plan. Ich brach auf,
weil ich Medikamente für mich brauchte, quatschte in der
Hausarztpraxis mit der 07-08-2026Donnerstag. Beizeiten am Rechner, um die Routine hinter mich zu bringen. Anschließend der obligate zweite Schlaf bis 9.30 Uhr. Noch Brisant geguckt und die Juli-Monatsabrechnung für das Haushaltsbuch. Zeitig für den Spätdienst los, weil die Arbeitswege noch bis 17. August dermaßen beschissen und unwägbar sind, daß ich lieber mit zeitlichem Polster agiere. Dooferweise dieses Mal andere Strecke mit BUS 90 - keine gute Idee wegen eines gigantischen Staus an der Berliner Brücke wegen Einspurigkeit. 10 Minuten Stop and Go mit einem Bus bei dieser Wärme ist für die Nerven eine kleine Zusatzlast, die abzuschütteln schwerer als gedacht fiel. Duschen vor dem Dienst hilft in allen Lebenslagen und bei jeder Außentemperatur. Meine Annahme, daß bei nochmaliger komfortabler Besetzung der Dienst ein Klacks würde, war voreilig und falsch. Zunächst eine lautstarke Unstimmigkeit mit einer Kollegin. Eben weil wir durch 3 Schüler so gesegnet waren, hatte ich gebeten, frei zu bekommen und Überstunden abzufeiern, was mir nicht gewährt worden ist. Tenor dafür: Uns soll es auch mal gut gehen. Ich solle doch froh sein, wenn die Arbeit EINMAL ohne Druck und mit Bedacht vonstatten gehen könnte. Meine Vorstellung, eine Besetzung - OHNE mich - von 2 examinierten Pflegekräften und 3 Pflegeschülern im zweiten Lehrjahr sei üppiger als alles, was uns sonst im restlichen Jahr widerfährt, sei anmaßend und ich SOLLE DOCH NACHHAUSE GEHEN, WENN MIR DAS NICHT PASST! Zack, wieder auf persönlicher Ebene statt der Sachebene gestrandet. Jeder Versuch von mir, meinen Standpunkt nicht als Angriff verstanden zu wissen, scheiterte, so daß 5 Minuten Gebrülle für einigermaßen Stunk sorgte. Und dann kam die Buddenbohmsche Konstante zum Tragen. "Kein Tag ohne Demütigung". Der Dienst wurde von Stunde zu Stunde scheußlicher. Ein Zugang nach dem anderen, kein Luftholen, auch mit mir, was dem Chef und der renitenten Kollegin Recht gab. Diesmal! Niemand kann es vorhersehen. Wenn's danach ginge, müßten wir immer so viel Personal am Start haben, weil niemand antizipieren kann, wie ein Dienst wird, wie viele Zu- oder Abgänge (Entlassungen, Tote) wir haben werden. Das ist Roulette. Wir leben mit diesen Unwägbarkeiten. Der Normalzustand ist, daß Leute ausfallen, sich kurzfristig krank melden. Dann geht der Dienst ohne sie, muß gehen. Ersatz kann selten so kurzfristig besorgt werden. Deswegen empfinde ich es als brüskierend, als Buhmann rüberzukommen, der die schöne Stimmung killt und nicht einzusehen bereit ist, daß mein Wunsch, Überstunden abzufeiern - bei stabilster personeller Ausgangslage - unfaßbar egoistisch und jenseits der Vorstellungskraft und Erfüllbarkeit liegt. Ja, ich sehe, daß es gestern im Spätdienst wirklich vorteilhaft gewesen ist, daß ich mit dabei war. Als 21.30 Uhr der Nachtdienst erschienen und bereit für die Übergabe war, waren wir es mit Hängen und Würgen nach einem Gehetze und unter Ausnutzung all der Berufserfahrungen und damit einhergehenden Kniffe, kurzen Prozeß zu machen und den Anschein zu wahren, wir hätten alles getan, gut getan, bewußt und sorgfältig. Stattdessen bin ich jedesmal froh, daß kein katastrophaler Fehler begangen wird, daß ich nichts Wesentliches vergessen habe in dieser to-do-Kaskade, die wir als Nichtraucher nicht mehrmals im Dienst unterbrechen, um auf dem Balkon bei einem Lungenbrötchen durchzuatmen. Zäsuren sinnvoll zu suchen und zu nutzen, fällt schwer, eben weil einem eine nie enden wollenden Liste anstehender Pflichten im Nacken sitzt. Es war für mich SO frustrierend, keine Zustimmung zu erhalten, sondern, nur weil ich eine andere Meinung vertrete, als Endgegner hingestellt zu werden. JEDER Dienst hat ein Ende. Wenigstens kam ich 22 Uhr raus, wenn auch mit Gezappel bei der Übergabe, um anzuzeigen, daß ein pünktlicher Feierabend durch ausufernde Übergabe mit sinnlosem Ausschmücken aller Einzelheiten nach solch einem Kackdienst keine so gute Idee ist. Es klappte, ich bekam die 22.15-Uhr-TRAM zum HBF und dort in genialer Fortsetzung den BUS 72, der mich zur Koehlerstraße bugsierte, so 2 Minuten später die TRAM 7 erwischte, deren Rücklichter ich tags zuvor noch sehen mußte. Komfortabel um 22.50 zuhause, Zeit genug, das WLAN anzuschalten, um bei DWDT an die Routine anzudocken - in diesem Fall: einzuschlafen, aber sowas von zackzack! ^ 06-08-2026Mittwoch. Nach 6 Uhr erwacht und mit Kaffee an den Rechner für die Audiosuche und den Tageshattrick. Anschließend wieder ins Bett bis 10 Uhr. Tagebuchbloggen und noch eine Brisant-Sendung. Sehr pünktlich um 11.30 Uhr gestartet zur Arbeit. Bei ALDI Brötchen und Cola, die auf Station immer stande pede ins Tiefkühlfach wandert und dort regelmäßig vergessen wird, auf daß ich, je nach vergangener Zeit, entweder, mit etwas Geduld, eiskalte Cola mit Crusheis genießen darf oder gar nix, weil Colaklotz. Die brütende Hitze setzte mir zu. Verschwitzt unter die Dusche und dann nackt im kühlen Umkleideraum der Klinik akklimatisiert, dabei am Handy geguckt. 13.30 Uhr Showtime. Die Bude voll und damit meine ich nicht die Patienten, sondern ein immenses Gewusel von Ärzten, Schülern und Pflegekräften. Luxuriöseste Bedingungen in Bezug auf die Dienstbesetzung. Während wir allermeist zu Dritt die Spätschicht stemmen müssen, saßen wir zu Fünft da und konnten einen Dienst nach Lehrbuch abspulen. Meine Kollegin, die die "grüne Seite" hatte (7 Zimmer, 12 Patienten), spielte die Erklärbärin. Ich durfte in Muppets-Logenposition zuhören und Kommentare einwerfen. Es war lustig und entspannt. Zu allem Überfluß dachte ich beizeiten an die Cola und schlürfte das eiskalte Getränk am Rechner. MEINE Patienten auf der "roten Seite" (8 Zimmer, 16 Patienten) ohne große Herausforderungen, zumal die mir zugeteilte Schülerin, alert, aufgeweckt und fleißig, zwei Zimmer mit Pflegefällen übernahm und rundum eigenständig versorgte. Auch mal toll, wenn ich nicht kaskadenhaft in Urin und Kacke zu wühlen habe, kein Dementer alles aufmischt, niemand fiebert. Lediglich zu Dienstschluß Sorge um einen Patienten mit riesiger Bauchwunde und einem enormen Wunddrain, den Schmerzen plagten, die mir nicht geheuer waren, so daß ich die Dienstärztin antanzen ließ, die als Internistin bei einer operativ entstandenen Bauchwunde nur wie ich mit den Schultern zucken kann und dann einen Allgemeinchirugen als Konsilararzt herbeirief, der wiederum lange mit seinem Hintergrund beratschlagte, woraufhin Maßnahmen getroffen wurden wie Bedarfsmedikationen bei Schmerzen, geänderte Kostform, Vitalzeichenkontrolle. And cut. Dienstende. Leider zur regulären Zeit um 22 Uhr. Mußte ich die TRAM 16 um 22.15 Uhr in Richtung Innenstadt nehmen bis zur HBF-Westseite, dann den ganzen Bahnhof queren. An der Haltesteffe Ostseite (Wintergartenstraße) sah ich noch die Rücklichter der abgefahrenen TRAM 7, überlebte meinen Wutanfall, schwitzte wie ein Schwein und trottete durch den Park am Schwanenteich, wo um 22.43 Uhr der Bus als Schienenersatzverkehr fur RE110 - schon wieder eine Ausnahme, ein Interim, ein Provisorium - abfahren sollte. Allerdings stehen dort in 100 Metern so viele Haltestellenschilder, daß ich natürlich, als der Bus einfuhr, an der mit dem größtmöglichen Abstand zum haltenden Bus stand und zurückhechten mußte, um dann triefend in einem gut klimatisierten Reisebus zu dampfen, an der ersten Haltestelle (Annenstraße = Beginn von Sellerhausen) ausstieg und eine TRAM-Haltestelle bis zu "meiner" Kirche lief und 23.10 Uhr völlig k.o., schweißgebadet in die Horizontale fiel und erstmal reglos abtrocknete, während dank Deutschlandfunk-App, die zeitversetztes Hören gestattet, um 23.15 Uhr mit dem Hören der 23-Uhr-Nachrichten begann und dann DWDT. Fazit dieses Tages: Super Spätschicht, aber Rahmenbedingungen, die mich in Mitleidenschaft ziehen, derangiert ausspucken und am Ende als Häufchen Unglück zurücklassen. ^ 05-08-2026Dienstag. Ganz ordentlicher Start um 5.30 Uhr mit dem Üblichen. Die Müdigkeit überfällt mich schlagartig und zieht mich ins Bett. Die Zeit danach reicht für eine Folge Kulturzeit, von der noch 20 auf der Festplatte schmoren. Gerade ist Sommerpause und neue Sendungen kommen Mitte August. Um 9.45 Uhr fuhr ich los, weil dienstags Aktivgruppe ist und wir uns 10.30 Uhr an der Haltestelle Klingerstraße treffen wollten. Ein paar Fotos von der erst in den letzten Jahren renovoerten Plagwitzer Brücke mit Blick auf den Kanal der Weissen Elster. Der Natur ächzt unter der brütenden Hitze wie wir. Mit der Gruppe dann im Clara-Park das erste Mal in meinem Leben Minigolf gespielt, was mir überraschend Spaß gemacht hat. Von fern hatte ich stets auf solche Anlagen geblickt und das Treiben als kindisch abgetan. Aber in Gemeinschaft ist das herrlich und sogar etwas kompetitiv. Immerhin wurde ich Dritter. Von 3 Spielern. Zuhause kurz vor 14 Uhr. Ziemlich kaputt und ausgetrocknet. Kalte Cola zischte die Kehle runter. Der Sommer hält Genüsse bereit wie jede andere Jahreszeit die ihr je eigenen. Eine Stunde gelegen, ohne zu schlafen, dann gegen 15.30 Uhr an den PC, aber ohne Fokus und ohne Ambitionen. Viele Hörsendungen auch abseits der Periodika bis in den Abend hinein. Ansonsten auch soziale Funkstille. WhatsApp schweigt mich an, Mastodon und Co umgangen, keine Blogs aufgerufen. Zu müde, zu apathisch. Zur üblichen Zeit ins Bett. Unterwegs hörte ich wieder und wieder City und Deep Purple. Nunja, jeder Tag ist anders als die anderen. Dieser war verblüffend genau so anders wie all die anderen ganzen Tage, die ich zuhause verbringe.^ 04-08-2026
Hier, Dingsbums. Zunächst vorgestern, Sonntag, zweiter Spätdienst.
Wegen notwendigem Vorschlaf nur Routine am PC von 6.30 bis 8 Uhr.
Ich schlafe übrigens auch in Tropennächten gut. Der Arbeitsweg ZUM
Dienst beanspruchte die Nerven. Erst blieb TRAM 7 am Torgauer Platz stehen.
Umstieg in eine TRAM E zum HBF, die an der Hofmeisterstraße stehenblieb.
Zu Fuß die restlichen Meter zum Hauptbahnhof, wo ich, um zu ALDI
zu gelangen, die gesamte Mall durchqueren muß. Stabiles
Rolltreppenerlebnis. Was heißt: Weg versperrt, weil Leute die
Gehspur links blockieren. Laut ""Entschuldigung" brüllend, dann
rücken die Hausordnungsnichtleser murrend beiseite. Infolge dieser
kleinen Nadelstiche ein immenses Störgefühl, daß alles immer
schlimmer würde, weil die Funktionseinschränkungen (Straßenbahn,
zwei Rollstreppen defekt) zunehmen, die Ausnahmen sich häufen
(Baustellen) und Deutschland auseinanderzufallen droht.
Der Spätdienst so lala. Demütigend der Umstand, daß ich meines
Idendifikationskärtchen verlustig ging und um die von KollegInnen
betteln muß, damit ich am Drucker und am Rollmonitor arbeiten kann.
Zwei Zugänge aus der ZNA (Notaufnahme) sind verkraftbar, wenn
keine erschwerenden Aspekte hinzukommen. Da wir neben Rheuma-
und Nierenpatienten auch AGER-Patienten versorgen, ist eine der
häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur,
gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen
rezidivierende Stürze
auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist,
werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln
ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit).
Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so
ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft,
schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die
Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen,
den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim
entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern
die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und
wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert
sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen,
sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden,
Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station
legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen)
Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in
stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes
Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel
zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.
Wo war ich? Trotz zweier Zugänge, von denen einer ein Liegetrauma
mit den geschilderten Zuständen hatte, ging soweit alles glatt,
ich durfte etwas eher gehen, um den Verkehrswidrigkeiten mit
beruhigendem Zeitpolster begegnen zu können, war pünktlich zu
DWDT
im Nest. [#] Nun zu 02-08-2026Samstag oder, wie meine bayrische Kollegin zu sagen pflegt, Sonnabend. Das geht heute schnell und ist unergiebig. Nach den üblichen "notwendigen" Tätigkeiten, um alles am Laufen zu halten, ging ich wieder pennen, wodurch die Zeit zwischen 9 und 11.20 Uhr geklärt ist. Dann hektisches Zusammensuchen der Sachen für die Arbeit. Brotbüchse, Paprika, 1 Riesenapfel und 1 Haselnussjoghurt, Tomatenaufstrich. Von all dem brauchte ich nur 1 Scheibe Mischbrot, die kurz nach der Dienstübergabe mit Leberwurst meinen Magen erreichte, geschmeidig gemacht durch 1 kleinen Naturjoghurt. Wir essen im Spätdienst zirka 19 Uhr. Es war noch ein Gemüsehackröllchen und zwei panierte Backfischstückchen vom Mittag übrig, die mir als Essen ausreichten. Ziel ist, die 81,4 kg wieder auf unter 80 kg zu bringen. Und Saftlosigkeit. Arbeitswege keine Erwähnung wert, alles flutschte. Um 22.50 Uhr war ich daheim und sprang noch von der Wohnungstür mit einem Hechter ins Nest. Samstags kommt kein DWDT; den 23-Uhr-Platz zwischen Wachsein und Nachtschlaf füllte eine weitere Folge "Studio 9"; tagsüber in der TRAM auch. Aufgestanden vorhin 6.30 Uhr und der gewohnte Kladderadatsch mit Kaffee, Audiosuche und ebendiesem Tagebuchbloggen, während im Deutschlandfunk sonntags immer der Mix aus Klassik und Informationen läuft. Jetzt lade ich noch die Journale von gestern für den Hattrick. ^ 01-08-2026Freitag. Ein stinknormaler Tag - frei und ohne Termine. Aufgestanden noch vor 6. Großkampftag am Bildschirm. Kein Schläfchen am Tag. Bis auf eine 2-stündige Pause zwecks Einkauf durchweg am PC mit mal mehr, mal weniger Fokus. Fährten gefolgt, gelesen, ausgewertet (= eingesammelt), kommentiert. Zwischendurch Hörsendungen, Mischmasch aus Periodika und solche aus dem Logbuch. Abends 81 Minuten "Betreutes Fühlen" über das Gefühl Hass. Herausragend - ich werde es noch in das generelle Posting einbauen, eine zweiteilige Folge über ME/CFS zum aktuellen Stand. Ich lauschte Teil 1. Bei diesem Thema bleibe ich dran. Fatigue, Brainfog und Energiedefizit kenne ich seit 2015. Sobald es diagnostische Mittel gibt, die Krankheit auszuschließen, stehe ich in der Warteschlange. Gegessen habe ich spätabends zwei Bockwürste mit Senf, getrunken tagsüber: Cappuccchino, Kaffee, Säfte, Eiskaffee und Eis-Kakao. Die anstehenden zwei Spätschichten sind Resultat einer Dinestplanänderung, derer wir stets gewärtig sein müssen. Krankmeldungen verursachen sie und andere Probleme. Dadurch daß ich nur 24 statt 40 Wochenstunden arbeite, kann ich solche Querschüsse ab. Die für Normalarbeitende ungeheure Freizeit von 4 ganzen freien Tagen pro Woche gestattet mir den Luxus, hier gnädig meist zuzustimmen und das vom Chef erhoffte JA zu sagen, wenn ums Einspringen gebettelt wird. Direkt aus dem Sessel, wo ich Radio hörte und wegnickte, ins Bett um 22.15 Uhr, Ab 23 Uhr Uhr bei DWDT, ein so liebgewonnenes Ritual, wenn auch mit meist scheußlichem Inhalt. Gnatsch (Merz), Krieg, Waldbrände, Niedergänge allerorten (BMW) bzw. Anstiege (3 Mio Arbeitslose, Deutsche Bahn), FIFA-Tinnitus mit Übelkeit. Vorhin um 6.00 Uhr aufgewacht und sofortige Morgenroutine mit Kaffee, Logbuch und Tagebuchbloggen. Ja, genau hier, genaus das. (Als das lief, war ich 15.) [#] Zuletzt gedacht, aber nirgends notiert: "Du, Gunther von Hagens ist gestorben."Ja, das kann ich mir plastisch vorstellen." - Im Spätdienst: Anruf des Bettenbelegungsmanagments: "Habt ihr noch ein nephrologisches Bett?" Ich: "Diuretisch ja." - ALDI-Anekdote verbloggt (Schlüpfrig). - To_do-Liste online gestellt. - Zunehmend grummeliger, weil Herr Buddenbohm eine Sommerpause macht und sich selbst beim "Linkwerk zum Wochenende" nicht an die Zeiten hält. Ich kann so nicht arbeiten! Alles gerät durcheinander. ^ |