Tagebuch (9)
Selbsterlebensbebeschreibung

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Viele Wege führen nach Rom und einige zu anderen Plätzen hier im Einsammelbuch als da wären:

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08-10-2026
07-10-2026 / Sturm vor der Ruhe
06-10-2026
05-10-2026 / Nebel
04-10-2026
03-10-2026 / Klingelei und Bindfäden
02-10-2026
01-10-2026
30-09-2026 / Irrlauf
29-09-2026
28-09-2026 / Profunder Sonntag
27-09-2026 / Entspannt feiern
26-09-2026 / Therapieende
25-09-2026 / Ausschlaftag
24-09-2026
23-09-2026 / Im ruhigen Lauf (2)
22-09-2026 / Im ruhigen Lauf (1)
21-09-2026 / Beruhigung
20-09-2026 / Ausnahmezustand
19-09-2026

08-10-2026

Mittwoch/Donnerstag. Freier Tag 3v3. Allen in der DDR-Sozialisierten wünschte ich gestern einen guten Tag der Republik. Neues verdrängt Altes. Der 7. Oktober ist medial dem Hamas-Massaker in Israel vorbehalten. Gestern war ein weiterer freier Tag in einer Reihe von vielen, wenn man wie ich nur 24 Wochenstunden arbeitet. Er begann 4 Uhr und endete 21 Uhr. Dazwischen liegt nichts, was Leser dieses Tagebuch nicht bereits kennten. Mischmasch betitele ich es, wenn ich mich abwechelnd Tätigkeiten widme wie Blog lesen, TDL abarbeiten für die Miszellen, Periodika gucken und hören. Der Übermut bewirkte, daß ich HTML-technisch Dinge ausprobierte. Dies zog sich durch den Tag. Nachmittags guckte ich eine Folge "Elsbeth". Kein Drama, nichts Extravagantes bot der Tag, ein einfacher Fluß der Dinge, alles im Routinerahmen. Die Laune schwankte, die Fatigue ist stark, beinahe übermächtig. Zweimal legte ich mich für eine Stunde oder mehr hin, vermochte indes nicht zu schlafen. Eine Radio-Wissen-Folge über das Wandern hörte ich genußvoll - im Sessel. Immerhin wetzte ich zwei Versäumnisse aus. Zwei Therapeutentermine hatte ich bei übergroßer Terminblindheit verpaßt und habe mich aufgerafft, neue zu vereinbaren, also den losan Faden neu angebracht, die Kontinuität wiederhergestellt. Bleiben selbstverschuldete Dinge als Elefant im Raum, verseuchen sie die Gemütslage. Als Facharbeiter in Sachen Katholizismus würde ich es so sagen: Ich habe kein reines Herz mehr. Oder küchenpsychologisch: 'Das raubt einem den Schlaf'. Unerledigtes gärt, ob man es will oder nicht. Und solange ich den Wunsch, den Drang, mein Jobleben zu beenden, nicht entscheide, kehrt keine Ruhe und Klarheit ein.^

07-10-2026

Dienstag/Mittwoch. Freier Tag 2v3. Ich will mich kurz halten, wollte heute erst keinen Eintrag schreiben. Einer altneuen Idee gilt es nachzuspüren und ihr Raum zu verschaffen. Ich wandele wiederum auf experimentellen Pfaden. Gestern war Dienstag und also Aktivgruppe, die den Tag ein wenig strukturiert. Morgens gegen 6.30 Uhr auferstanden und die Welt gerettet aufgestanden und an den Rechner zur Üblichkeit. Übrigens verleitet mich zu viel Zeit dazu, übermütig zu werden. Krause Ideen drängen hervor und müssen möglichst SOFORT ausprobiert werden. Auf diese Art entstehen meine ständigen Änderungen an der Webseite, die manchen Besucher in den Wahnsinn treiben mögen. Als Gott das Sprunghafte erschuf, nahm er mich zum Vorbild. Ich sammelte weitere Fotos ein, wobei ich mich meist bei der Entscheidung verheddere, wie und wohin ich sie einordnen soll, zu welcher bereits bestehenden Kategorie sie passen und wie ich sie integrieren kann. Das nimmt stetig mehr Raum ein, je umfangreicher meine Miszellen werden. Und es belastet mich. Dazu später. Um 10 Uhr mußte ich losfahren gen Südosten zur Helios-Parkklinik. Inwärtiger Termin mit der Aktivgruppe, der Neuigkeiten brachte. Die vielen Anwärter bewirken, daß es eine zweite Gruppe geben wird, mit der wir uns alle 14 Tage zu den auswärtigen Unternehmungen unieren werden. Die Chance, weitere Menschen zu treffen und kennenzulernen. Nach einem Kartenquizspiel, bei dem ich - ich hasse mich! - mich nicht beherrschen konnte und mit Wissen herumprotzte, ging es noch durch die Natur. Herbst, wie er laubt und lebt. Hernach nach Hause mit Schlenker über Kaufland Koehlerstraße und 13.40 Uhr zuhause, wo der Versuch zu weiterem Mischmasch am Computer zunächst scheiterte, weil mir die Klüsen (Augen) zuzufallen drohten und ich eine Session bzw. Liegung einschieben mußte. Dann aber! Nunja, mühsam ernährt sich das einsame Eichhörnchen. Weiterer Trouble mit dem Foto- und Videomaterial. Wohin damit? Gegen den Zwang zu ordnne, zu strukturieren, etwas in eine Schublade zu stecken und die Schubladen zu beschriften, komme ich nicht an. Die Ausbeute steht in keinem Verhältnis zur aufgewendeten Mühe, womit ich die verplemperte Zeit meine. Wenn Verwaltung den Inhalt dominiert. Das halte ich nicht aus. Am späten Nachmittag guckte ich in das Verzeichnis mit den liegen gebliebenen Periodika der Sorte"Angucken". Mehrere Sachsenspiegel nachgeguckt, zwei Kulturzeiten. 21 Uhr war Schluß. Ab ins Nest. Licht aus. ^

06-10-2026

Montag/Dienstag. Freier Tag 1v3. Ein Montag mit einem singulären Spätdienst. Kein Einzelfall. Im Oktober habe ich gleich drei davon. Ständige personalbedingte Verschiebungen von Diensten lassen solche Dientplanruinen zurück, aber auch die Tatsache, daß der Donnerstagabend frei gehalten werden muß für die Gruppentherapie von 18.10 bis 20 Uhr. Moment mal! Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, daß ich sowohl Einzel- als auch Gruppentherapie als abgeschlossen beschrieben habe. Dadurch daß die Krankenkasse eine Verlängerung abgelehnt hatte, stimmt dies. Bis gestern, als ich während des Dienstags angerufen wurde, Psychotherapeut am (kaputten) Handy. Trotzdem die Telefonfunktion des Smartphone herumzickt, erfuhr ich, daß mein Widerspruch bei der Krankenkasse erfolgreich verlaufen ist und eine neue, sich auf 36 Sitzungen erstreckende Therapie nun doch genehmigt ist. Yippieh! Gestern war Montag und ich mußte wegen der beknackten Schicht das Meeting der Selbsthilfegruppe absagen. Der Dienstplan, so ist die Erfahrung jeder Pflegekraft, pfuscht einem ein Berufsleben lang in die Planung bzw. ins Privatleben hinein. Ständig "Da kann ich nicht". Im Gegenzug hat man dann frei, wenn "normale" Menschen unter der Woche arbeiten. - Nach der kurzen Nacht später als üblich aufgestanden. Störungsfreies Tun mit Routine am Rechner. 8.30 Uhr zum Zweitschlaf hingelegt und, als ich 10.15 Uhr so weit präpariert für einen Arbeitstag war, noch eine Session im virtuellen Leben. Blogs gelesen. 11.45 Uhr Start ins Gewisse. Aldi am HBF sorgte für Brötchen und Cola. Die 30 Minuten vor dem Dienst verbringe ich auf der Behindertentoilette. Fürs Personal existiert keine Aufenthaltsmöglichkeit im Haus 10. Entweder setzt man sich in der Umkleide hin, wird jedoch von hereinkommenden Mitabeitern gestört. Im Sommer läßt sich draußen auf einer bedenklich wackelnden Bank sitzen, hat dennoch kaum Ruhe, weil pausenlos Mitarbeiter vorbeigehen, die zu grüßen sind oder die auf einen kurzen Austausch aus sind. Bleibt als Rückzugsort nur das Klo. Montags bis freitags brauche ich wirklich erst zum eigentlichen Dienstbeginn um 13.30 Uhr zu erscheinen, weil die Ärzte unseren Raum zwischen 13 und 13.30 Uhr für ihre Pause besetzen. Auf dem Klo daddele ich am Handy herum oder gucke ein arte-Journal oder schließe die Augen und genieße das Ungestörtsein vor den nächsten 8 Stunden, in deren DNA "Gestörtsein" eingeschrieben ist. Nun, gestern ging es. Normalbetrieb mit einigen Nervelementen, die erträglich waren. Die unvernünftige Patientin lag gleich ganz auf dem Boden, natürlich mit Matratze. Letztes Mittel, wenn bei Frailthy UND unstillbarbarem Aufstehdrang nachfolgende Stürze drohen. In dieser Drastik hatten wir das lange nicht. Wir waren mit vier Leuten gut besetzt und trotzten den Widerfahrnissen im Sturm einer laufenden Schicht, die ein reguläres Ende fand, nach dem ich pünktlich zu DWDT im Bett lag. ^

05-10-2026

Sonntag/Montag. Vor Spätdienst 1v1. Als ich mich gestern morgens 5 Uhr an den Rechner setzte, war es noch stockdunkel. Die herausziehende Dämmerung versprach Nebel, eine Seltenheit in Leipzig, so daß ich alle fünf Minuten ans Fenster eilte, um Fotos zu machen, welche ich allerdings noch einsammeln muß. Ich hatte ja keinen Durchblick. Nebel, you got it? Und dieser Montag startet ebenso neblig. Ich hoffe auf Fotos, damit sich die wenigen Nebelbilder im Archiv erweitern lassen. Nebel ist flüchtig wie Glück, es zerrinnt zu unverhofft. Ein produktiver Sonntag, mit dem - und das will was heißen - sehr zufrieden bin. Mittag mit der Restfamilie: Kartoffeln, Rotkraut und knusprigstes Airfryer-Hähnchen. Mittagsschlaf war drin. Der Rest bestand aus Mischmasch, Blogs ausgelesen, sogar die arte-Streams der letzten Zeit gesichtet, aus dessen Potpourri ich mir als erstes das Kraftclub-Konzert anhören werde. Die Franziskus-Doku schaffte ich bis zu Hälfte, immer kam eine Idee dazischen, der ich sofort nachgehen muß. Notiere ich sie zu knapp, weiß ich am nächsten Tag nicht mehr, was ich wollte, worum es ging. Weil die Sendungen mit Inhalten zu KI überhand nehmen, pappe ich sie zusammen und werde Linkdumps veröffentlichen. Teil 1 stellte ich am Abend zusammen. Gefreut hat mich eine Coverversion von By the River of Babylon von Karel Gott, die stracks zu den musikalischen Schrecknissen gesteckt wird. infinityslop.ai zu entdecken war sogar noch kurioser als die Musikvideos. Ich ahne, daß ich mir öfter auf die Finger hauen muß, um der Versuchung zu widerstehen, Zeit auf dieser Seite zu verbringen bzw. selbst aktiv zu werden. Beim Versuch, eine Essay-und-Diskus-Sendung zu hören, nickte ich gegen 19.30 Uhr weg und legte mich ins Bett, welches ich nochmals floh und bis 1.30 Uhr produktiv weiterwerkelte.^

04-10-2026

Samstag/Sonntag. Freier Tag 2v2. Ein weiterer Tag von denen, die mir das Leben noch läßt. Aus dieser Warte betrachtet fällt die Bilanz eher mies aus. Nicht Weltbewegendes geleistet, an der Oberfläche geschürft, nicht in die Tiefe vorgedrungen. Kurzsichtigkeit, aber nicht als ophtalmologisches Problem. Ändere ich den Blickwinkel, weniger aus einem hehren philosophischen oder metaphysischen Anspruch heraus, war es kein so übler Tag. Beizeiten schlafen gehen ermöglicht zeitiges Aufstehen. In Dunkelheit und bei Hundebellen, wie ich schrieb. Am heutigen Sonntag, um die gleiche Zeit, geht niemand Gassi, die Hunde liegen wahrscheinlich ebenso sonntäglich ermattet und ohne Pflichten auf der, ähm, Matte und die Natur zieht sicherlich die Brauen zusammen und konzentriert sich, dieses neuen Tag zu gebären, uns zum Geschenk. Mist, schon wieder Metaphysik. Abwechselnd mit Kaffee und Kakao in den Samstag hinein. Nach der Morgenroutine, welche, je nachdem wie umfangreich die Audiothek des Deutschlandfunkes ist und/oder wie üppig der Tagebucheintrag wird, durchaus auch 90 Minuten beanspruchen kann, eingestiegen in das so bezeichnete und oft erklärte, mir jedoch weiterhin unerklärliche Mischmasch aus Internet, Blog lesen, Impulsen aufgreifen, Recherchen dazu starten, sie umsetzen im ESB (= einsammeln), Musik hören (aktuell: moderner Blues, Danger Dans "Keine Angst", Judas Priests "Sat Wings of Destiny" sowie Reinhard Meys "Schatzhausen"), Podcasts aus den Periodika hören (u.a. Kalk & Welk). Zweitschlaf zwei Stunden am Vormittag. Das Haus nicht verlassen. Apokalypse oder Feiertag, wer weiß... Viele Stunden gingen drauf, indem ich die Splitter überprüfte, fehlende in die Miszellen einbrachte, die Verlinkungen vervollständigte. Sagte ich schon viele Stunden lang? Und die Splitter heißen nun Breviloquia. Die (neueren) Einträge sind verlinkt und verstichwortet und auch dupliziert in einer Archiv=Sammeldatei. Andere Archive bestehen bei den Cartoons, den Postings, den Sammelsurien sowie den Rekapitulationen. Wie gesagt, ewige manuelle Fummelei, von der mir am Abend der Kopf dröhnte. Da mir die Abstinenz einen Absacker versagt, entspann (entsponn?) ich mich durch Nickerchen im Sessel. So schlimm, daß ich hätte das Haus verlassen müssen, war's dann doch nicht. Scherz. Ab 22 Uhr war ich in der Küche, um Chili con carne zu kochen bei einer Folge Studio 9 mit Frauke Brosius-Gersdorf, der einst Geschmähten und Fast-Richterin am BVG. Nach der sehr opulenten Mahlzeit, die allen Empfehlungen, was Umfang und Zeitpunkt betrifft, Hohn sprach, sprang ich ins Bett und schlief´zum wiederholten Male bei der Lange Nacht über die Kunst des glücklichen Alterns ein, die ich in 'meine Kunst des glücklichen Einschlafens bei einem Podcast' umtaufen sollte.^

03-10-2026

Freitag/Samstag. Freier Tag 1v2. Achtung, anschnallen! 6.15 Uhr - guter Schnitt, um einen Sonnabend zu beginnen. Zur Morgenroutine gehört Kaffee, Erfassen der Hörsendungen. Musikalisch läuft die Fantastic Negrito Band, Blues und Roots aus den USA. Hinter dem Bandnamen steht ein Mann mit dem klingenden Namen Xavier Amin Dphrepaulezz. Aha, ich höre, daß es sich um "Post Modern Blues" handelt, eine Mischung aus Blues, Funk und Soul. Fantastic Negrito ist dreifacher Grammypreisträger. Musik aber erst beim Tagebuchschreiben, beim Einsammeln der Hörbeiträge des Deutschlandradios brauche ich absolute Ruhe. Bis weit in den Vormittag hinein leide ich unter äußerstem Gehirnnebel und weiß häufig 10 Sekunden später nicht mehr, was ich gerade anklicken oder öffnen oder tun wollte. Doch zu gestern. Ich schlief bis 7.20 Uhr und bewältigte das, was ich gerade eben tue, die Morgenroutine. Die Fensterblicke eines ganzen Monats arbeitete ich auf X (Einzellinks) ein. Der September stach mit abwechslungsreichen Wolkenformationen hervor. Bis ich zum Dienst los mußte, konnte ich mehrere Postings kreieren, einige Blogs lesen. TRAM 8 befördert mich kurz vor 12 Uhr zum HBF, wo ALDI mich mit Brot, Äpfeln und Bonbons versorgte. TRAM 14 Richtung Norden zum St. Georg fährt zurzeit weiter bis zum Messegelände. Daß diese Linie nach vielen Jahren wiederinstalliert worden ist, ist bedingt segensreich, denn zu den ausgefransten Zeiten nach 20 Uhr und am Wochenende macht sie sich rar. Der Dienst selbst zeigt sein Fratzengesicht, daß er auch anders kann. Nervige Patienten, Schnickschnack und viel Kack. Eine neue hochbetagte Patientin, der schwer begreiflich zu machen war, daß Aufstehen nur dann eine tolle Idee ist, wenn frau auch laufen kann, sonst Bodenkontakt. JEDER Sturz muß dokumentiert werden, und wenn er mit Darmentleerung einhergeht, wird schon mal ein halbes Zimmer samt Interieur in Mitleidenschaft gezogen. Die Pflegekraft mutiert zur Reiningungsmaschine. Ich krauchte, weil die dämlichen Wischfeen keine Wischlappen dalassen und mir der bloße Schrubber nix nutzt, mit Lappen auf dem Zimmerboden herum und beseitigte das braune Chaos. Zweimal die uneinsichtige, weil demente Patientin gesäubert (teilgewaschen), Bett bezogen, etwas Schimpfe, die bei Dementen überhaupt nichts bringt. Die vermaldeite Klingelei nimmt in manchen Diensten krasse Formen an. Wie gestern. Fenster auf, Fenster zu, Wasser am Automaten holen, aufs WC begleiten, vorher Schuhe anschnallen, Rollator in die Pole-Position and go! Oder auf den Nachtstuhl und zurück transferieren, Inkontinenzmaterialien wechseln, Angehörige im Zaum halten, Hörgeräte und Fernbedieungen in Betten suchen. Klingelei ist immer Unterbrechung dessen, was man gerade tut und je höher die Frequenz, desto gespannter sind die Nerven, deren Drahtseile oft genug aus purem Bindfaden bestehen. Der Hit, wenn man ins Zimmer kommt und fragt, was gewünscht werde, ist ein erstauntes "Ich habe nicht geklingelt!", das aus zwei Gründen entsteht: 1. Patient ist dement und sich seiner Handlungsweise nicht bewußt. 2. Patient kam versehentlich an die sensible Klingelachnur, bei der ich den Verdacht hege, sie löse durchaus aus Bosheit Aktionen aus. Von selbst. Nur weil sie's kann und will. Ich übertreibe etwas. Dieser einzelne Spätdienst war allenfalls übler Durchschnitt, nichts herausragend Teuflisches aus der Welt der Pflege. Nichts, was man nicht durch Jammerei und Ausheulen an der Brust des frisch hereinkommenden Nachtdienstes entkräften kann. Sind es Kolleginnen der Schnatterfraktion, muß ich subtile Methoden anwenden, um klar zu machen, daß wir NACHHAUSE wollen und die Übergabe dem im Weg steht und Stories und Einlassungen zu allem Möglichen das verzögern. Geräuschvolles Kramen in meiner Tasche, Hüsteln und bedeutsame Blick gen Uhr gehören zum Repertoir des gewieften, feierabendwilligen erschöpften Pflegers, der es schaffte, um 23 Uhr zu DWDT im Bett zu liegen. Gute Nacht bzw., da ich das 7.50 Uhr soeben abschließe: Guten Morgen! ^

02-10-2026

Donnerstag/Freitag. Vor Spätdienst 1v1. Wie so einer, der Frühdienst hat. Ohne Weckerklingeln um 4.30 Uhr wach geworden und nahtlos das Routineprogramm in Angriff genommen. Während ich vom Frühling durch die Dämmerung oft spektakuläre Himmelsszenarien erleben durfte, ist es jetzt stockdunkel draußen. Allenfalls Geräusche sind zu hören, nämlich die Hunde im Geviert, wenn sie beim Aufeinandertreffen ein Bell-Canto orchestrieren. In den vergangenen Tagen gab es keine Termine, sah ich außer beim Einkaufen keine Menschen. Wir Sachsen sagen, wenn wir so allerlei Dinge tun, ohne konkret sagen zu können, was und wie lange, "vor sich hinmuddeln". Das trifft es. Der gestrige Tag war zur Gänge ein solcher Muddelntag, an dem ich dem üblichen Mischmasch oblag, ein Zusammenfließen und sich Abwechseln von Internet + Blogs lesen, aus der TDL (to-do-Liste) Materialien einsammeln. Viele, viele Stunden galten den Unmengen Fotos und sogar Videos der letzten Wochen, die ich zunächst sortierte, dann verkleinerte, ihnen dann Namen gab und in alte Stukturen einfügte. Thematische Serien liebe ich ja - Daheeme, Fensterblicke, Mein Sosein, Verpixelt, Leipzig-People bzw. das Leipzig-Thema an sich, wo Fotos eine große Rolle spielen. Es macht Spaß, nimmt gleichwohl viel Zeit in Anspruch. Das Logbuch weist wie immer aus, was am Vortag geschah. Freilich war ein ausgiebiger Zweitschlaf drin, was ich bei über 1 Stunde bei Kaufland, wo ich mir für abends zwei Rosenbrötchen und hausgemachten Frischkase in drei Geschmacksvarianten holte. Nachdem ich die gegen 20 Uhr gegessen hatte, trat eine Bettschwere ein, gegen die ich mich nicht wehren konnte und wollte. Mehrere Podcasts hatte ich im Sessel gejört, allein nur die Hälfte verstanden, so daß die Konsequenz, die Heia aufzusuchen, die einzig richtige erschien. Vor 21 Uhr. Selbst um diese Zeit ist es bereits dunkel. Wenn ich die Nacht nicht so lieben würde, käme ich mir durch den durch die dunkle und kalte Jahreszeit beschnitten vor, die die Vorhänge der Natur immer zeitger schließt und es uns überläßt, ob wir zum verflossenen Tag "Bravi!" brüllen oder "Zur Hölle damit!" ^

01-10-2026

Mittwoch/Donnerstag. Freier Tag 2v2. Der Mittwoch begann gegen 7 Uhr mit der inzwischen eingeschliffenen Routine aus Hörbeiträgen sichten, Tagebuch schreiben und Blogs lesen. Im Anschluß bemühte ich TRAM 7, um den nur zwei Haltestellen entfernten ALDI zu erreichen und für Getränkenachschub zu sorgen. Ein ausgiebiger Zweitschlaf schuf eine weitere Zäsur. Relativ spät um 11 Uhr an den PC, um die TDL abzubauen, Postings zu erstellen und frisch herein kommenden Anregungen nachzugehen. Lied des Tage unverrückbar: "Wake Me Up When September Ends" von Green Day. Der weitere Tag wurde geprägt vom Mischmasch. Etwas Layount, etwas Linkpflege, massig neue Postings. Zwischendurch ein auch wieder ausgedehnter Drittschlaf. Ruckzuck war es Abend. Stets von neuem unbegreiflich, wie die Computerzeit funktioniert, wenn man sich gerade erst an den Bildschirm gesetzt hat und einen Moment später feststellt, daß der Tag perdu ist. Mehr gibt es an diesem reibungsfreien Tag nicht zu erzählen außer daß ich 20 Uhr ins Bett gehen wollte, 21 Uhr aufwachte und noch eine Session bis Mitternacht einschob mit Internet und Blogs lesen. Das gestrige Logbuch weist aus, daß ich nicht untätig gewesen bin. ^

30-09-2026

Dienstag/Mittwoch. Freier Tag 1v2. Die Nacht endete sehr zeitig. Am Rechner nur die Morgenroutine, danach wieder hingelegt. Ein Stündchen nochmals am Rechner, bevor es um 10 Uhr hieß: Auf zur Aktivgruppe. Treffen in dieser Woche am Eingang Scheibenholz. Da ich noch nie dort gewesen war, versuchte ich mir auf Google Maps einen Überblick zu verschaffen und sah doie Gegend vor lauter Bäumen nicht. Der Fahrplanauskunft gehorcht und brav mit TRAM 7, TRAM 4 und BUS 60 gefahren und an der Haltestele "Rennbahn" ausgestiegen und von dort den denkbar umwegigsten Weg gelaufen, den ich nur habe nehmen können. Ein um das Riesengelände herum bis zum Eingang. Ich war in Rage, zum einen durch das straffe halbstündige Laufen, zum anderen durchs Ärgern, immer die schlechteste aller möglichen Richtungen eingeschlagen zu haben, wo gibt. GERADE so 11.02 Uhr angekommen, die anderen waren noch da. Wir liefen in den Clare-Zetkin-Park, um an der Dahlienterasse an Blumen zu schnuppern (Fotos folgen). Melancholisches Sitzen am Inselteich. Von hier mit einem SUV-Hybridauto zum Goerdelerring chauffiert worden. Unterwegs bei Netto angehalten und eine Tüte Mohnbrötchen abgestaubt (8 Stück für 1.- Euro). Der Spätdienst selbst unaufgeregt, wenn uch zackiger als der am Montag. Mehr Zugänge waren nachts und vormittags gekommen. Viele Nacharbeiten und Visiten zu erledigen. Eine Patientin mit hohem Windelverbrauch hielt uns in Atem. Doch ist alles verkraftbar, sobald wie im Dienst zu viert arbeiten. Gute Besetzung und oft gelacht. Nur ein Privatierdasein wäre noch toller. Die 22-Uhr-TRAM-16 brachte mich zum HBF, wo mich unmittelbar eine Einzugsbahn weiter nach Sellerhausen kutschte und ich preiswürdig um 22.35 Uhr die Wohnungstür aufschloß. Sofort ins Bett; denn ich war mächtig müde und schlummerte innerhalb weniger Minuten weg und hätte es mir sparen können, die Radio-App anzumachen. Bis vorhin 7.20 Uhr gepennt, ungewöhnlich lange. ^

29-09-2026

Montag/Dienstag. Vor Spätdienst 2v2. Vage Erinnerung, daß ich gestern aufgestanden sein muß. Groß zu berichten gibt es über den Vormittag nichts. Morgenroutine mit Audiosuche, Tagebuchposting und Bloglesen. Ein paar Dateien und HTML-Elemente hin und hergeschoben, dann ein Einsehen gehabt und zum Zweitschlaf zurückgezogen und hernach noch eine Stunde am PC gehabt, bevor 11.30 Uhr das Smartphone trompetete und die Hinfahrt zur Arbeit via HBF anstand. Entspannter Spätdienst zu viert bei mäßiger Belegung. Mysteriös ist oft, wenn Flaute herrscht und kaum Zugänge kommen, während sie zu anderen Zeiten raketenhaft bei uns einschlagen und wir die FLAK bemühen müssen, wenn's zuviel wird. Eben weil es so ruhig war, feierte ich 'ne Überstunde ab und war bereits 21.40 Uhr statt 23 Uhr zuhause und nutzte die Gelegenheit, den Rechner hochzufahren, um weiter zu layouten. Bis Mitternacht hielt ich durch, dann übermannte mich die Müdigkeit und mit DWDT entwich ich dieser doch ziemlich bedrückenden Welt mit ihren unfaßbaren Zuständen, die doch so einfach zu beseitigen wären, wenn es nicht Dummköpfe gäbe, denen immer wieder die Macht zufällt und die unsere so schöne Welt verhunzen. So gesehen, ist jeder Schlaf ein notwendiger Rückzug, eine Zäsur von der ganzen Kacke. ^

28-09-2026

Sonntag/Montag. Vor Spätdienst 1v2. Im Schlafzimmer liegen zig T-Shirts und Pullover, weil das Wetter dergestalt ist, daß ich mich so oft umziehen muß, daß ich die Klamotten gar nicht erst wegräume. Der Sonntag ist rasch abgehakt. Kurz vor 7 Uhr nach knapp 5 Stunden Schlaf aufgewacht und mit koffeinhaltigem Heißgetränk an den Computer. Morgenroutine und sofort im Anschluß weiter am ESB frickeln. Alles im Rahmen, heißt, einige Stunden, unterbrochen durch einen Zweitschlaf am Vormittag. Mittags, genauer: Highnoon, etwas raus an die Luft. Sonntags hat Aldi am Hauptbahnhof von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Nach nur 1 Haltestelle fuhr die Straßenbahn nicht weiter. 15-minütiges Warten bis zur nächsten Bahn, die erst weiter fahren konnte, als die defekte Bahn weggeschubst worden war. Auch am Sonntag Radikale Akzeptanz trainieren, so wichtig! Sobald man Zeit hat und nicht hetzen muß, gefallen einem die Leute besser, weil der eigene Blick anders ist. Beobachten und an den Kleinigkeiten erfreuen. Wenn Farben zusammenpassen oder kontrastieren oder sich häufen. Sind Kinder anwesend, ist es gebührenfreies Fern- bzw. Nahsehen. Die Freaks einer Stadt sind sowieso einen Hingucker/hörer wert. Wenn ich Zeit habe, genieße ich diese audiovisuelle Vielfalt. Draußen tirilliert ein einzelner Vogel und die Sonne strahlt. Kurzzeitig mußte ich mich besinnen, ob nicht doch Frühling ist. Irgendwo bellte ein Hund, ich bin möglicherweise in einer Geschichte und werde erzählt. - Nach der Rückkehr um 13.30 Uhr sammelte ich Fundstücke aus der TDL ein, sogar solche von vor den Nachtwachen, bei denen ich einige verwarf, weil ich nicht mehr wußte, warum ich sie spannend gefunden hatte. So rasch verblasst heute Interesse und Aufmerksamkeit, so kurz bemessen geriert sich der Geist. Langfristigkeit wird verlernt, klar, wird kaum mehr geübt. Und was vernachlässigt wird, verkümmert. 15 Uhr war ich dermaßen platt, daß ich, obwohl ich bockig die Augen aufriß, nicht anders konnte, als nochmals auf die Liegestatt. Danach mein typischer Mischmasch zwischen virtuellem Mäandern und gezieltem Einsammeln. Immer wieder fällt mir strukturell oder administrativ etwas auf; dann fummele ich. Das Try and Error ist und bleibt nervenzehrend. Freilich als Trainee von Gemini, das als HTML/CSS-Korrektor sicherlich schon einen Schweißfilm auf der Platine hat. Was in den letzten 14 Tagen hintan geriet, sind die Periodika. Hörsendungen kaum gehört, Journale und Magazine liegengelassen. Kulturzeit schon wieder in Hülle und Fülle, gleichsam Stausee. Ich kann mich nur wiederholen, daß ich für den Brotjob grundlegend keine Zeit mehr habe und zunehmend weniger gewillt bin, sie zu opfern. Bei der Geburtstagfeier vorgestern lag ich den anderen, meist Gleichaltrigen in den Ohren, wie sich die Zeit bis zur Altersrente alternativ gestalten ließe. Immerhin waren Globetrotter dabei, die gerade die gesamte Seidenstraße hinter sich haben, wobei mich weniger die Reise als eher die organisatorische Seite fasziniert. Wie regelt man seine Arbeit, wie ist man versichert? Fazit: Ich muß meine Faulheit überwinden und sowohl die Personalabteilung für Auskünft hinichtlich Rentenoptionen kontaktieren als auch andere beratende Instanzen eruieren. Ick habe die Faxen dicke, dit kann ick euch sachen. ^

27-09-2026

Samstag-Sonntag. Freier Tag 4v4. Am frühen Morgen stabiler routinierter Ablauf. Zweimal legte ich mich vormittags hin. Abwechselnd arbeitete ich am Einsammelbuch weiter und las Blogs nach. Teils wertete ich Fundstücke sofort aus, teils blieben sie in der TDL (To-do-Liste) und werden heute angegangen. Auf Social Media unterwegs war ich nicht. Unendlich müde und abgeschlagen selbst nach mehrmaligen Ruheversuchen, die keinen wirklichen Schlaf brachten. Der Samstag als "Tag mit Termin". Vom Grundcharakter sind diese anders geartet. Das, was noch kommt, flirrt wellenartig ins Hirn und beschneidet das Gefühl der Freiheit, Macht über die Zeit zu haben. Fragen rauschen als Hintergrundmusik. "Wie wird es werden? Was brauche ich für diesen Termin? Vergiß das nicht, vergiß jenes nicht! Wann muß ich nochmal los, um pünktlich zu sein? Wo ist das überhaupt und wie komme ich hin? Komme ich möglicherweise besser und schneller hin? In dieser Zeit, mein lieber Markus, wirst du nicht am Computer sitzen und all die Dinge, die dir solchen Spaß machen, NICHT tun können. Der Gedankenkreisel läuft an Tagen mit einem Termin kaskadenartig ab und stiehlt ihnen eine gewissen Grundruhe und Unbefangenheit. Keine Reflektion, keine Therapie vermochte diese Wuschigkeit auszuräumen; sie ist lediglich verringert worden und kann an Tagen, an denen ich mich weniger im Griff haben, dominieren. Einkaufen war ich nicht. Informationssendungen sah ich keine. Obzwar ich die fundamental notwendigen Umbauarbeiten vorgestern abgeschlossen habe, gibt es weiterhin zu tun. ChatGPT durfte mir erneut helfen und ich lernte, wie ich einen Button baue, der Text ausklappt, was ich umgehend dazu nutze, die Navigation in zentralen Teilen des ESB zu prüfen und zu erneuern. Dabei war ich gerade, als der Kalenderalarm losging, bei dem Heavy-Metal-Musik anspringt und ich ganz sicher vor Ohren geführt bekomme, daß nichts weiter zu tun ist, als alles fallen zu lassen, in die Klamotten zu springen, die Tasche zu checken, die Fenster zu schließen, Brillen zusammenzusuchen, Kopfhörer in die Ohren zu rammen und das Unterwegsprogramm zu initiieren und zur TRAM zu stiefeln. Variante B als seltenere Abwandlung ließ mich vorm Haus warten; ich wurde 16.30 Uhr abgeholt. Nach Taucha auf einen Landgasthof mit Gestüt, um den 60. Geburtstag eines Freundes aus der "Pflegegang LK3/91" zu feiern. Ein freundlicher und fixer eigener Barkeeper sorgte für flüssigen Smalltalk, ein Büffet bot Wildgulasch, grüne Bohnen, geschmorte Gemüsevarianten, Braten, Pellkartoffeln, ein Nudel-Beilagen-Mix, gefüllten Lachs, Käse- und Wurstplatten sowie, der Hammer, frisches Gehacktes, das reichen Zuspruch fand. Ich hielt mich an alkoholfreien Wein und Weizenbier. Bis 1.30 Uhr gequatscht und gelacht und aufgekratzt ins Bett gesunken und bei Radio nach schätzungsweise 20 Minuten entgegen meinen Erwartungen eingeschlafen. Die Inhalte der Gespräche betrafen auch die Arbeit. Unser Freund ist Psychologe im geriatrischen Spektrum; anwesend waren zudem Ärzte, Globetrotter, Krankenschwestern, Psychologen. Ich genoß die entspannte Atmosphäre der Feier, die vielen anregenden Gespräche und auch die erheiterten Reaktionen auf meine Scherze. Wow, gerade während ich diesen Beitrag schreibe, höre ich im Deutschlandfunk über Feste von "rauschhafte Gemeinschaft", von Teil eines größeren Ganzen sein, von in die Welt des Außeralltäglichen eintreten, von organisiertem Exzeß. Alter! Solche eine thematische Zufälligkeit am Sonntagmorgen. Der Tag erfährt gefühlsmäßg abrupt einen Peak. ^

26-09-2026

Freitag-Samstag. Freier Tag 3v4. Nachdem ich am gestrigen Freitag um 3 Uhr erwacht war, setzte ich mich zwecks Morgenroutine (Audiosuche + Tagebuch) an den Rechenknecht, was geschlagene zwei Stunden beanspruchte. Zwei Stunden Zweitschlaf erfrischten zwar nicht, wappneten mich dennoch für den Tag. Zwischendurch, ich erwähne das nicht jedesmal, kleinere Periodika wie Kalenderblatt, Presseschauen, Wissenschaftsnachrichten, Feuilleton usw. Um 10.10 Uhr dräute eine Einzeltherapiestunde in Reudnitz, die sich als die letzte erwies. Dadurch daß ich in der vorletzten Woche auch die Gruppentherapie beenden mußte, waren nun auch die für's Einzel aufgebraucht, womit mir als Ankerpunkte die dienstägliche Aktivgruppe am Helios- Parkklinikum und die montägliche Selbsthilfegruppe verbleiben. Die sozialen Aktionen dünnen wie schon 2020 nach der ersten Psychotherapie aus. Es kommen nicht regelmäßig Freunde nach Leipzig. Eine Vor-Ort-Freundschaft schwächelt - sehr zu meinem Bedauern. Merkbare Vorboten und Gefahrenmarker in Sachen sozialer Kokon und Vereinsamung. Wenn die Kacke am Dampfen sein sollte, kann ich bei dem (Ex)-Therapeuten aufschlagen. Es existiert die Option einer Notfall-Kurztherapie. Nach der Einzelstunde zwei Supermärkte angesteuert, weil ich bestimmte Lebensmittel brauchte, die nur jeweils bei dieser Kette erhältlich sind. On the road hörte ich Albrecht von Lucke in Studio 9, den Schnell- und Schwindlig-Redner, der ganz sicher keine Redevorlage benötigt. Der Nachmittag gehörte vollends der Komplettierung der Seite. In den Themendateien brachte ich in 9 Stunden stupider Handarbeit im Pingpong zwischen Browser und Texteditor die Links in Ordnung. Nach dem Rausschmiß aller unverlinkten Einträge aus 85 Miszellen-Dateien und Zusammfassung des Rests in jetzt 4 Dateien waren sämtliche Links kaputt, so daß ich JEDES Posting einzeln überprüfen und mit den neuen Koordinaten versehen mußte. Knochenarbeit! Als ich gegen 20 Uhr den Füller aus der Hand bzw. die Tastatur beiseite schob, war ich GROGGY. Alter Schwede! Seit 1 Woche außer dem Tagebuch und den Hörsendungen nichts Neues gepostet. Bislang kamen keine besorgten Nachfragen aus dem Fediverse oder von mich lesenden Bloggern. Eigentlich hatte ich übelst Bock, die To-do-Liste zu öffnen und wenigstens zwei, drei Sachen zu töpfern, war wirklich zu müde und zog mich gegen 21.45 Uhr in meine Privatgemächer zurück. ^

25-09-2026

Donnerstag-Freitag. Freier Tag 2v4. Da ich nicht stringent wie die Kaltmamsell über den Vortag erzähle, werde ich beide Tage, um die es jeweils geht, erwähnen und der Arbeitsstatus betrifft den Tag der Niederschrift. Also das "Freier Tag 2v4" ist heute, der zweite freie Tag von vier. Zuerst die harten Fakten: Nach Nachtdienst gestern von 7.15 Uhr bis 10.30 geschlafen. Morgenroutine am PC. Links überprüft, 12.45 Uhr bis 14.45 Uhr Nickerchen. Kaffee!! Weiter mit der Grundsanierung des Einsammelbuches. 15 bis 20 Uhr unterwegs mit einem Freund. Wieder zuhause beim Vater. Periodika-Podcasts nachgehört. Erste und einzige Mahlzeit am Donnerstag: 2 Brötchen mit Tomatenquark, Nudelsalat. Mit einem Apofika-Podcast gegen 22 Uhr ins Bett. Nach der Nicht-mehr-als-Halbschlaf-Duselei ins die Stadt gefahren, Am Gleis, während ich auf den ICE 601 aus Berlin wartete, Menschen beobachtet. Weil ich direkt an den Anzeigetafeln stand und sich infolge der Verspätung des Gleis geändert hatte, sah ich die Spannbreite menschlicher Reaktionen auf diese Überraschung. "Drecksverein" rief ein Mann. Wenn Pärchen, dann Mann eher schwer von Begriff, Glotzt Homer-mäßig auf die Tafel und man sieht das Gehirn quasi rödeln, während die Frau mit sichtbarer Konzentration die Lage erfaßt und dann handelt. Menschen allein reagieren verschiedentlich. Je jünger, desto trittsicherer. Mir wurde nicht langweilig und ich hätte glatt Eintritt für das Theaterstück bezahlt. Eine Beschreibung, welche ich vor der Wende nicht verstanden hätte: reisende rollkoffern. Eine der Merkwürdigkeiten, daß der Rollkoffer so spät in der Geschichte reisender Menschen erfunden wurde. Dem alten Freund zeigte ich zunächst das neu eröffnete Roboter"restaurant" im Erdgeschoß. Kurz noch den Bildungsbürger heraushängen lassen. Spaziergang durch die Innenstadt mit Halt an Nikolaikirche, Augustusplatz. Leider ist das Paulinum nur freitags und samstags Vormittag betretbar. Auerbachskeller, wo derzeit wieder Wildbret mit Rotkohl und Klößen geschlemmt werden kann (EUR 22,50). Traditionell gehen wir in den Coffebaum. Einmal quer durch die Tortenvitrine. Nicht, Waage sagt Nein. Eine hausgemachte Limo mit Waldbeeren war erfrischend (und teuer). Als ich mit dem Freund am Gepäckautomaten im Erdgeschoß stand, rief mein Vater an, was absoluten Seltenheitswert hat und bei mir sofortigst alles verfügbare Adrenalin einschießen läßt. Leider hört er nix und brüllte nur ins Telefon "Ich höre nichts. Etwas ist schiefgegangen." Derartige Ungewißheit ist schwer erträglich und RA nebst Anwendung diverser Atemtechniken notwendig. Vaddern lag im Bett, als ich ins die Wohnung hechtete und hatte vergessen, worum es ging. Ein doch recht ereignisreicher kurzer Ausschlaftag, dessen gedankliche Rückholung in und mit diesem Posting mich gerade zwei Stunden in Anspruch nahm.^

24-09-2026

Mittwoch-Donnerstag. Nach den Nachtdienst = Freier Tag 1v4. Ausschlaftag, der normativ freie Tag nach Beendigung eines Nachtdienstzyklus. Jetlaggefühle überwiegen. Der Körper kämpft und weiß nicht recht. Das Gehirn tut, was es immer gerne tut: Energie sparen. SO nicht, mein Freund! Immer wenn mich eine Angelegenheit nicht losläßt, welche ich gerne verfolge, leidet der Schlaf. Im Moment reizt mich das Einsammelbuch selbst. Seit Januar puzzle ich an ihm herum. Indes ich nun auf die Zielgerade komme, ist das Innere gespannt wie die Saite eines Instrumentes. Erwartungsspannung und Fiebrigkeit. Wohl aus diesem Grund stand ich gestern 11.30 auf und hatte nicht das Empfinden, es sei zu früh nach nur 4 Stunden Schlaf. Heute dito, vorhin noch früher der Blase wegen wach geworden und im Hirn sofort der Gedanke 'Du könntest doch...!' Gesagt, getan. Audiosuche, Tagebuchposting, welches, wie ich nachts mit Grausen aus der Ferne und ohne Zugriffsmöglichkeit sehen mußte, mit Tippfehlern gespickt ist. Der Jetlag, der heute dominiert, macht es noch gravierender. Zudem ist Programm angesagt, was ich normalerweise an Ausschlaftagen tunlichst vermeide. Wenn ein Freund, den ich nur alle Jubeljahre einmal sehe, auf der Durchfahrt ist und einige gemeinsame Nachmittag- und Abendstunden locken, gerne eine Ausnahme, eine andere als die, die mich kürzlich durchrüttelte. Bevor ich kurz nach 15 Uhr los muß, um in die Stadt (wir sagen nicht Innenstadt) zu fahren, MUSS ich wenigstens eine Stunde liegen, ohne Radio, ohne Reize, sonst drehe ich heute am Rad. Der Blutdruck an Jetlegtagen zeigt überdies an, daß etwas im argen liegt, was sich Normalität erhofft; denn Nachtarbeit gibts erst seit der Vetreibung aus dem Paradies. Im Schweiße deines Angesichts, in der Dunkelheit der Nacht! Wo war ich? Gestern bis 15.30 Uhr an der Webseite gearbeitet mit gutem Outcome. Anschließend 4 Stunden schlafen können, dritten und letzten Nachtdienst absolviert, auch dieser ohne Zwischenfälle und Herausforderungen. Sensationell! Der Kreis schließt sich. Gedanklich verschwimmen die Zeiten. Stets zuerst konzentrieren, wenn ich mit Bestimmtheit den aktuellen Wochentag benennen will. Auch heute kaum genuin Neues in Form von Postings, weil das Bett gleich unverzichtbar ist, damit die Kräfte für das Wiedersehen mit einem der ältesten Freunde glückt. ^

23-09-2026

Dienstag. Vor dem Nachtdienst 2v3. Nach für mich ungewöhnlich kurzem Schlaf saß ich 12.30 Uhr gestern am PC, suchte nach Hörsendungen und schrieb das Tagebuchposting. Konzentriert. Weil ich keinerlei Anzeichen übergroßer Müdigkeit bemerkte, werkelte ich weiter an der Generalüberholung des ESB. Von den 85 Teilen der Miszellen suchte ich händisch + mühsam diejenigen Einträge heraus, die bereits Permalinks haben, sortierte sie einigermaßen chronologisch. Ein schwer mechanisches Hin und Her auf der Festplatte und mit zig provisorischen Dateien. Dies nahm 6 geschlagene Stunden in Anspruch und fertig bin ich noch nicht. Es gilt immer wieder Links anzupassen. Beispielsweise führen die Links zu diesen Einträgen in den Themendateien (1, 2, 3, 4, 5) allesamt ins Leere und ich habe noch keinen Schimmer, wie ich sie am zeitsparendsten aktualisieren kann. Mir war aber für meine seelische Hygiene wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen, d.h. den größten Teil der seit 2011 gesammelten Inhalte OHNE Verlinkung rauszunehmen, um Einheitlichkeit und Zugriff zu erleichtern. Im Lauf der Zeit werde ich gehaltvollere Inhalte "zurückholen" und aktuell reposten. Dank ChatGPT oder Gemini erweitert sich mein Horizont in Sachen HTML/CSS. In bescheidenem Rahmen freilich, denn mein Verständnis dieser Dinge ist limitiert. Aus den 85 Dateien=Teilen der Miszellen wurden durch die schweißtreibende Umschichtung 4 neue Dateien=Teile. Im Nachtdienst beim Drüberschauen sah ich, daß einen die interne Verlinkung komplett wahnsinnig macht, so falsch ist sie. Was ich folglich im Anschluß an dieses Posting zu tun habe, ist klar: weiterzuppeln an der Seite. - Bis 19.15 Uhr gestern am PC, ohne Blogs gelesen zu haben, ohne auch nur ein Periodikum gesehen oder gehört zu haben. Allein technisches Lavieren: Dateien aufrufen, kopieren, deponieren, wiedereinfügen, fluchen, weil falscher Arbeitsschritt, rückgängig machen, suchen, suchen und nochmals suchen. Arbeitsweg ohne Schwenk zu ALDI am HBF. Frisch geduscht sitze ich, wenn sich's zeitlich ausgeht, noch in der Umkleide und gucke das arte-Journal und/oder einen MDR- Sachsenspiegel, was gestern gelang. Der Zeitpuffer, wenn ich nicht einkaufe, ist komfortabler. Der zweite Nachtdienst war genauso ruhig wie der am Montag. Nichts zu meckern. September - das heißt im Team alljährlich: Urlaubswünsche in einen Kalender eintragen. Meine 30 Tage (ohne Zusatzurlaub) verplane ich als Blöcke zu 6 x 5 Tagen. Weil ich Teilzeit arbeite mit nur 24 Wochenstunden, fallen wöchentlich 4 freie Tage an, so daß im Endeffekt alle zwei Monate fast 14 arbeitsfreie Tage rausspringen. Ja, das ist üppig und ich bin froh über diesen Status, der im guten Verhältnis zu meiner durch die Fatigue beschränkten Energie steht. Nach Dienstschluß per TRAM 16 zum Hauptbahnhof, wo TRAM 7 erfreulich rasch einfuhr und ich zur gewohnten Zeit kurz nach 7 Uhr ins Bett fiel. ^

22-09-2026

Montag. Vorm Nachtdienst 1v3. Daß ich mich beruhigt habe, spricht der Titel des Tagebuchpostings aus. Und, potzblitz, fügte sich alles zusammen. Nach der Morgenroutine bei Kaffee setzte ich mich an den Rechner, auf den ich noch am Sonntagabend die Freitag-Version der Webseite aufgespielt hatte, und hatte plötzlich eine Idee, wie ich beides zusammenbringen kann und dies ohne tage/wochenlange Fummelei. Nur wenige Stunden später war das Gröbste geschafft. Am Nachmittag mußte ich vorschlafen, um die Energien für die anstehenden Nachtschichten zu gewinnen. Gegen die Fatigue anzuleben ist ebenso mühsam wie die CFS sebst. Der schwere Schritt, ungesehene Brisant- und Kulturzeitsendungen zu löschen, mußte sein. Im dichte Dickicht allzu sehr verheddert, deswegen der Cut. Bis ich zur Arbeit starten mußte, arbeitete ich weiter am ESB, korrigierte ich Links, besserte Mängel am Layout aus und schichtete einiges noch um. Der Arbeitsweg war ohne Auffälligkeiten, eine Beschreibung, welche wir gerne im Pflegebericht nutzen, wo ich nach 37 Berufsjahren keine Scham habe, solche Stanzen hinzutippen. "Den Umständen entsprechend" ist eine, die Anrufer auf ihre Frage nach dem Gesundheitszustand ihrer Lieben entgegennehmen müssen. "Der Patient schlief den den nächtlichen Rundgängen" konnte ich mit STRG+C und STRG+V bei all meinen 10 Zöglingen heute früh übernehmen. Es fiel so gar nix vor. Ein Bilderbuchdienst vom Feinsten. Das mir allseits gewünschte "Stressfreier Dienst!" half. Mehr dieser Wünsche! Vieleicht Lottogewinn oder eines der 25 Bedinungslosen Grundeinkommen, für die ich seit Jahren das Los ziehe. Pünktlich 6.15 Uhr das Klinikgelände verlassen und mit TRAM 16 gen Sonnenaufgang geritten, so daß ich 6.56 Uhr zuhause die Wohnungstür aufschloß, den FI-Schalter hochschob und das WLAN rechtzeitig zu den 7-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunkes und der darauf folgenden Presseschau funtionierte. Und weg war ich mit allerdings fast stündlichem Erwachen, der Blase und einer allgemeinen Wuschigkeit geschuldet. Schichtdienst ist ungesund, das wissen wir. Früher durfte Pflegepersonal mit 60 Jahren auf Nachtdienste verzichten. Aber früher hatten wir auch einen Kaiser. Nach vor blicken! Die ersten 60 Minuten verbrachte ich mit den Hörsendungen und genau diesem Tagebucheintrag sehr konzentiert und gelöst. ^

21-09-2026

Den Ausnahmezustand erkläre ich für beendet. 'Wenn sich das Rad der Zeit zurückdrehen ließe". In diesem Fall kein Problem und ratsam. Ich vergesse das Wochenende, indem ich die alte Version von Freitag aufspiele und mich erstmal beruhige. Streß kann ich nämlich nicht gebrauchen. Nach 16 arbeitsfreien Tagen ist heute Rückkehr zur Maloche. Der Tag vor dem ersten Nachtdienst. Bedeutet: Vorschlafen, was eingedenk der letzten kräftzehrenden Tage essentiell erscheint. Beruhigung, wie gesagt, und ich scheue nicht, die chemische Keule zu schwingen, um heute Abend möglichst ausgeruht und mit Reserven um 21.15 Uhr im Dienstzimmer aufzuschlagen. Bis dahin ist tatsächlich Zeit, denn so kaputt ich gestern Abend war, so wohltuend glitt ich in die Nacht. Ich fläzte seit 19 Uhr im Sessel und guckte arte-Journal der vergangenen Tage nach und einen Sachsenspiegel. Allzuviel bekam ich nicht mit, denn als ich wieder auf die Uhr blickte, war es 21.30 Uhr. Ich könnte grad nicht mit Sicherheit behaupten, was Putin/Trump Neues verbrochen haben. Falsch. Donald schmiß unliebsame Journalisten raus bzw. ließ sie erst gar nicht rein. Egal, das Oktoberfest wurde eröffnet. O’zapft is! Wie wäre das Gegenteil? Brauche ich für meinen Run gegen die Wand. Über 2 Tage mit den Widrigkeiten im Höllenpfuhl "RSS, CSS & HTML" verbracht, wobei mir die ungesunde Hitze nicht nur die Haare verkokelt hat. Neistopft'is! Die Büchse der Pandora konnte geschlossen werden. Ich erwachte vorhin 1.20 Uhr, weil die Blase es vorsah, und fühlte mich körperlich und seelisch einigermaßen, ich will nicht sagen, in Schwungd, doch funktionsbereit und -willig. Morgen- - in diesem Fall - Nachtroutine läuft. Hörbeiträge des Deutschlandfunks sind eingesammetl. Ein neuer Tagebucheintrag wird soeben abgeschlossen, der Kaffee dampft und die Hoffnung ist zurück. Mögen die Spiele beginnen. Durch die drei anstehenden Nachtdienste und die beendete Gruppentherapie fallen in dieser Wochen die Termine weg. Wenn ich es schaffe, mit mir selbst klarzukommen, werde ich der Welt auch wieder sittsam entgegentreten können. Falls die neue, durch die Psychotherapie gewonnene Freundin dies lesen sollte, wird auch sie sich beruhigt in ihrem, sitztechnisch und pekuniär, phänomenalen Sessel zurücklehnen können. [#] Nachfolgend sind 2 Postings entstanden, die ich hier anfüge: Scheitern und Entscheiden und Herzchen. ^

20-09-2026

Ausnahmesituation. Mit den Nerven völlig am Ende. Seit 12 Stunden werkele ich an der Webseite. Morgens um 2 Uhr zuversichtlich losgelegt. NICHT mit der Morgenroutine, sondern in Fortsetzung der Umstrukturierung. Meine Idee gründete in einer Beschränkung und Verknappung. Ich wollte bei Null starten, ohne Balast, ohne Archive. Mit einigen Hakeleien sah es nach zahlreichen Stunden gestern ganz gut aus. Heute wollte ich abeschließen und war frohgemut. Der Teufel steckt im Detail. STUNDENLANG Try and Error wegen nur weniger Hemmnisse, die ich aber patout nicht zu fassen kriegte. Als ich es endlich geschaffte hatte, tat es mir um all die erst seit diesem Jahr, seitdem ich mit neuem Hoster wieder in der Lage bin, Dateien zu ändern und hochzuladen und Postings mit Permalinks zu versehen, möglichen selbst kreierten Postings, so daß ich wenigstens sie als Archiv dranhängen wollte. Technisch ein Plinse, verhedderte ich mich nach und nach, kam in einen Tunnel, verlor die Konzentration und bin jetzt nach 12 Stunden Bilrschirmwahnsinn saft- und kraftlos und meschugge im Hirn. Die vergangenen 5 Stunden verbrachte ich ellein damit, eine RSS-Datei zu validieren. Zwei KI-Bots durften mir helfen; trotzdem vermochte ich die scheiß Fehler nicht zu beheben. Der RSS-Validator sagt immer noch Nein, ihr könnt gerne mal testen. Im Moment bin ich völlig von der Rolle udn kaum fähig, zur Normalsituation runterzukühlen. Weder habe ich meine Sendungen geguckt noch Blog gelesen noch Hörsendungen gesichtet. Ich werde jetzt ausnahmsweise eine Serienfolge gucken. Über den gestrigen Tag werde und kann ich wenig sagen. Bis Mittag am Rechner mit dem üblichen Mischmasch und noch entspannt. Nachmittags aushäusig zum Skat in der Gartenkneipe an der Russischen Kirche. Das war sehr lustig. Am Abend dann die fatale Idee, das Einsammelbuch nurmehr über 1 Seite - den Miszellen zu präsentieren und sonst nichts mehr. Das was oben steht, ist jeweils neu. Der RSS-Feed spült die neuen Postings in euerer Reader. Nachdem ich in händischer Kleinarbeit die eigenen, lokal gespeicherten Beiträge mit eingepflegt habe, wobei Fehler, Dopplungen und noch zu verlinkende Textchen Arbeit für die nächste Zeit garantieren. Ich biete keinen Index mehr. Noch unentschieden bin ich, ob ich die Themen im Hintergrund weiterführe. Tut mir leid, zurzeit nur technisches Gebrabbel. Weil ich heute unfähig zu kreativen Großtaten bin, werde ich nachher nach Fehlern gucken und unter Umständen alte Posting nach vorne holen mit frischen Link, damit der Feedreader etwas zu tun hat und zu qualmen beginnt. Fürchtet euch! Weil Sonntag ist, dinierte die Restfamilie bei einem zerfledderten Eisbein mit Sauerkaut. Wunderbar! Zum Eis vorhin steuerte ich eine reife Banane bei, eine MILF unter den exotischen Früchten, die weg mußten und auch wollte.^

19-09-2026

Freitag. Frei/Urlaub 14v16. Eine Freundin hat mich zur Brust genommen. Übertragen. Vielen Dank für die Wegweisung und die liebevolle Reformante! Therapie funktioniert auch so. Indem wir lernen, uns gegenseitig zu vertrauen, zu öffnen und Hilfe sowohl anzufragen als auch zuzulassen. Und ein Ohr ist eine Hilfe. Wohin sonst mit der Last, der Bürde, der Verzweiflung? Was die Therapie einem vermittelt, ist, daß ich nicht alleine kämpfen muß, daß es 'ne Menge Menschen mit ähnlichen Problemen gibt. Die Depression isoliert und gaukelt mir einen gewissen Solipsismus vor, ich sei allein, niemand verstünde mich, niemand litte so wie ich. Die Erfahrungen während der Therapie und anschließend in der ambulanten Vernetzung in der SHG und der Gruppentherapie wieder präsent machen! Das Hirn spart Energie und rekurriert auf den gewohnten Pessimismen, in denen es sich jahrzehntelang gesuhlt hat. Quasi wohliges, und doch verheerendes Leiden. Daß ich mir Glück kaum zutraue, beschrieb ich. Die praktische Facette der akuten Misere zeigt die Waage, die es auch nicht leicht hat. Solange ich den Absprung nicht schaffe und aufhöre, täglich Saft, Eiskaffee und Kakao zu saufen, rutsche ich peu a peu in eine Situation, aus der ich mich - wie bereits vor 11 Jahren - befreit glaubte. Das 2025 verlorene Gewicht machte mich so glücklich und nun setze ich das so sinnlos und leichtfertig aufs Spiel. Dummheit, Wahnsinn. Ich habe das Video aus den Tiefen der Miszellen hervorgeholt, das mir abschreckend demonstriert, wohin die Reise geht, wenn ich nicht stoppe und aussteige aus dem fatalen Zug. Vorsicht an der Bahnsteigkante! [#] Kurz noch zum Tagesgeschäft: Nachts um 3 Uhr erwacht und, bringt ja nüscht, an den PC, auch wenn der in der Agonie röchelt. Nach Logbuch und Tagebuch bei einem koffeinhaltigen Heißgetränk wollte ich gegen 5 Uhr weiterschlafen, ruhte nur, hörte aus Langeweile Deutschlandfunk und Apofika und gab dem Jammern des PC-Opi nach und fuhrwerkte bis zum Abend wie ein Berserker am Einsammelbuch, unterbrochen durch - verstreut über den Tag: Blogroll, Sachsenspiegel (17+18.9.), arte-Journal (17+18.9.), kleineren Periodika (Presseschauen, Kulturnachrichten, Wissenschaftmeldungen, Kalenderblatt), der EuD-Folge "Der tötende Mensch" sowie dem Zeitzeichen zu Dante. Hingelegt und weitergehört, doch verschwamm alles im Dämmerzustand, im Zwischenreich von Wachsein und Tiefschlaf, jener wunderbaren Eigenschaft des Gehirns, Realität, Schmerz, Freude und Nonsens so durcheinander zu wirbeln, daß ich darauf ungern verzichtete. Während ich dies geschrieben habe und nebenbei Mischmasch betrieb (dazu später mehr) rückte die Uhr von 3.10 auf 7.22 Uhr. Von einer Minute auf die andere. ^