Tagebuch (9)
Selbsterlebensbebeschreibung

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Viele Wege führen nach Rom und einige zu anderen Plätzen hier im Einsammelbuch als da wären:

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01-10-2026
30-09-2026 / Irrlauf
29-09-2026
28-09-2026 / Profunder Sonntag
27-09-2026 / Entspannt feiern
26-09-2026 / Therapieende
25-09-2026 / Ausschlaftag
24-09-2026
23-09-2026 / Im ruhigen Lauf (2)
22-09-2026 / Im ruhigen Lauf (1)
21-09-2026 / Beruhigung
20-09-2026 / Ausnahmezustand
19-09-2026

01-10-2026

Mittwoch/Donnerstag. Freier Tag 2v2. Der Mittwoch begann gegen 7 Uhr mit der inzwischen eingeschliffenen Routine aus Hörbeiträgen sichten, Tagebuch schreiben und Blogs lesen. Im Anschluß bemühte ich TRAM 7, um den nur zwei Haltestellen entfernten ALDI zu erreichen und für Getränkenachschub zu sorgen. Ein ausgiebiger Zweitschlaf schuf eine weitere Zäsur. Relativ spät um 11 Uhr an den PC, um die TDL abzubauen, Postings zu erstellen und frisch herein kommenden Anregungen nachzugehen. Lied des Tage unverrückbar: "Wake Me Up When September Ends" von Green Day. Der weitere Tag wurde geprägt vom Mischmasch. Etwas Layount, etwas Linkpflege, massig neue Postings. Zwischendurch ein auch wieder ausgedehnter Drittschlaf. Ruckzuck war es Abend. Stets von neuem unbegreiflich, wie die Computerzeit funktioniert, wenn man sich gerade erst an den Bildschirm gesetzt hat und einen Moment später feststellt, daß der Tag perdu ist. Mehr gibt es an diesem reibungsfreien Tag nicht zu erzählen außer daß ich 20 Uhr ins Bett gehen wollte, 21 Uhr aufwachte und noch eine Session bis Mitternacht einschob mit Internet und Blogs lesen. Das gestrige Logbuch weist aus, daß ich nicht untätig gewesen bin. ^

30-09-2026

Dienstag/Mittwoch. Freier Tag 1v2. Die Nacht endete sehr zeitig. Am Rechner nur die Morgenroutine, danach wieder hingelegt. Ein Stündchen nochmals am Rechner, bevor es um 10 Uhr hieß: Auf zur Aktivgruppe. Treffen in dieser Woche am Eingang Scheibenholz. Da ich noch nie dort gewesen war, versuchte ich mir auf Google Maps einen Überblick zu verschaffen und sah doie Gegend vor lauter Bäumen nicht. Der Fahrplanauskunft gehorcht und brav mit TRAM 7, TRAM 4 und BUS 60 gefahren und an der Haltestele "Rennbahn" ausgestiegen und von dort den denkbar umwegigsten Weg gelaufen, den ich nur habe nehmen können. Ein um das Riesengelände herum bis zum Eingang. Ich war in Rage, zum einen durch das straffe halbstündige Laufen, zum anderen durchs Ärgern, immer die schlechteste aller möglichen Richtungen eingeschlagen zu haben, wo gibt. GERADE so 11.02 Uhr angekommen, die anderen waren noch da. Wir liefen in den Clare-Zetkin-Park, um an der Dahlienterasse an Blumen zu schnuppern (Fotos folgen). Melancholisches Sitzen am Inselteich. Von hier mit einem SUV-Hybridauto zum Goerdelerring chauffiert worden. Unterwegs bei Netto angehalten und eine Tüte Mohnbrötchen abgestaubt (8 Stück für 1.- Euro). Der Spätdienst selbst unaufgeregt, wenn uch zackiger als der am Montag. Mehr Zugänge waren nachts und vormittags gekommen. Viele Nacharbeiten und Visiten zu erledigen. Eine Patientin mit hohem Windelverbrauch hielt uns in Atem. Doch ist alles verkraftbar, sobald wie im Dienst zu viert arbeiten. Gute Besetzung und oft gelacht. Nur ein Privatierdasein wäre noch toller. Die 22-Uhr-TRAM-16 brachte mich zum HBF, wo mich unmittelbar eine Einzugsbahn weiter nach Sellerhausen kutschte und ich preiswürdig um 22.35 Uhr die Wohnungstür aufschloß. Sofort ins Bett; denn ich war mächtig müde und schlummerte innerhalb weniger Minuten weg und hätte es mir sparen können, die Radio-App anzumachen. Bis vorhin 7.20 Uhr gepennt, ungewöhnlich lange. ^

29-09-2026

Montag/Dienstag. Vor Spätdienst 2v2. Vage Erinnerung, daß ich gestern aufgestanden sein muß. Groß zu berichten gibt es über den Vormittag nichts. Morgenroutine mit Audiosuche, Tagebuchposting und Bloglesen. Ein paar Dateien und HTML-Elemente hin und hergeschoben, dann ein Einsehen gehabt und zum Zweitschlaf zurückgezogen und hernach noch eine Stunde am PC gehabt, bevor 11.30 Uhr das Smartphone trompetete und die Hinfahrt zur Arbeit via HBF anstand. Entspannter Spätdienst zu viert bei mäßiger Belegung. Mysteriös ist oft, wenn Flaute herrscht und kaum Zugänge kommen, während sie zu anderen Zeiten raketenhaft bei uns einschlagen und wir die FLAK bemühen müssen, wenn's zuviel wird. Eben weil es so ruhig war, feierte ich 'ne Überstunde ab und war bereits 21.40 Uhr statt 23 Uhr zuhause und nutzte die Gelegenheit, den Rechner hochzufahren, um weiter zu layouten. Bis Mitternacht hielt ich durch, dann übermannte mich die Müdigkeit und mit DWDT entwich ich dieser doch ziemlich bedrückenden Welt mit ihren unfaßbaren Zuständen, die doch so einfach zu beseitigen wären, wenn es nicht Dummköpfe gäbe, denen immer wieder die Macht zufällt und die unsere so schöne Welt verhunzen. So gesehen, ist jeder Schlaf ein notwendiger Rückzug, eine Zäsur von der ganzen Kacke. ^

28-09-2026

Sonntag/Montag. Vor Spätdienst 1v2. Im Schlafzimmer liegen zig T-Shirts und Pullover, weil das Wetter dergestalt ist, daß ich mich so oft umziehen muß, daß ich die Klamotten gar nicht erst wegräume. Der Sonntag ist rasch abgehakt. Kurz vor 7 Uhr nach knapp 5 Stunden Schlaf aufgewacht und mit koffeinhaltigem Heißgetränk an den Computer. Morgenroutine und sofort im Anschluß weiter am ESB frickeln. Alles im Rahmen, heißt, einige Stunden, unterbrochen durch einen Zweitschlaf am Vormittag. Mittags, genauer: Highnoon, etwas raus an die Luft. Sonntags hat Aldi am Hauptbahnhof von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Nach nur 1 Haltestelle fuhr die Straßenbahn nicht weiter. 15-minütiges Warten bis zur nächsten Bahn, die erst weiter fahren konnte, als die defekte Bahn weggeschubst worden war. Auch am Sonntag Radikale Akzeptanz trainieren, so wichtig! Sobald man Zeit hat und nicht hetzen muß, gefallen einem die Leute besser, weil der eigene Blick anders ist. Beobachten und an den Kleinigkeiten erfreuen. Wenn Farben zusammenpassen oder kontrastieren oder sich häufen. Sind Kinder anwesend, ist es gebührenfreies Fern- bzw. Nahsehen. Die Freaks einer Stadt sind sowieso einen Hingucker/hörer wert. Wenn ich Zeit habe, genieße ich diese audiovisuelle Vielfalt. Draußen tirilliert ein einzelner Vogel und die Sonne strahlt. Kurzzeitig mußte ich mich besinnen, ob nicht doch Frühling ist. Irgendwo bellte ein Hund, ich bin möglicherweise in einer Geschichte und werde erzählt. - Nach der Rückkehr um 13.30 Uhr sammelte ich Fundstücke aus der TDL ein, sogar solche von vor den Nachtwachen, bei denen ich einige verwarf, weil ich nicht mehr wußte, warum ich sie spannend gefunden hatte. So rasch verblasst heute Interesse und Aufmerksamkeit, so kurz bemessen geriert sich der Geist. Langfristigkeit wird verlernt, klar, wird kaum mehr geübt. Und was vernachlässigt wird, verkümmert. 15 Uhr war ich dermaßen platt, daß ich, obwohl ich bockig die Augen aufriß, nicht anders konnte, als nochmals auf die Liegestatt. Danach mein typischer Mischmasch zwischen virtuellem Mäandern und gezieltem Einsammeln. Immer wieder fällt mir strukturell oder administrativ etwas auf; dann fummele ich. Das Try and Error ist und bleibt nervenzehrend. Freilich als Trainee von Gemini, das als HTML/CSS-Korrektor sicherlich schon einen Schweißfilm auf der Platine hat. Was in den letzten 14 Tagen hintan geriet, sind die Periodika. Hörsendungen kaum gehört, Journale und Magazine liegengelassen. Kulturzeit schon wieder in Hülle und Fülle, gleichsam Stausee. Ich kann mich nur wiederholen, daß ich für den Brotjob grundlegend keine Zeit mehr habe und zunehmend weniger gewillt bin, sie zu opfern. Bei der Geburtstagfeier vorgestern lag ich den anderen, meist Gleichaltrigen in den Ohren, wie sich die Zeit bis zur Altersrente alternativ gestalten ließe. Immerhin waren Globetrotter dabei, die gerade die gesamte Seidenstraße hinter sich haben, wobei mich weniger die Reise als eher die organisatorische Seite fasziniert. Wie regelt man seine Arbeit, wie ist man versichert? Fazit: Ich muß meine Faulheit überwinden und sowohl die Personalabteilung für Auskünft hinichtlich Rentenoptionen kontaktieren als auch andere beratende Instanzen eruieren. Ick habe die Faxen dicke, dit kann ick euch sachen. ^

27-09-2026

Samstag-Sonntag. Freier Tag 4v4. Am frühen Morgen stabiler routinierter Ablauf. Zweimal legte ich mich vormittags hin. Abwechselnd arbeitete ich am Einsammelbuch weiter und las Blogs nach. Teils wertete ich Fundstücke sofort aus, teils blieben sie in der TDL (To-do-Liste) und werden heute angegangen. Auf Social Media unterwegs war ich nicht. Unendlich müde und abgeschlagen selbst nach mehrmaligen Ruheversuchen, die keinen wirklichen Schlaf brachten. Der Samstag als "Tag mit Termin". Vom Grundcharakter sind diese anders geartet. Das, was noch kommt, flirrt wellenartig ins Hirn und beschneidet das Gefühl der Freiheit, Macht über die Zeit zu haben. Fragen rauschen als Hintergrundmusik. "Wie wird es werden? Was brauche ich für diesen Termin? Vergiß das nicht, vergiß jenes nicht! Wann muß ich nochmal los, um pünktlich zu sein? Wo ist das überhaupt und wie komme ich hin? Komme ich möglicherweise besser und schneller hin? In dieser Zeit, mein lieber Markus, wirst du nicht am Computer sitzen und all die Dinge, die dir solchen Spaß machen, NICHT tun können. Der Gedankenkreisel läuft an Tagen mit einem Termin kaskadenartig ab und stiehlt ihnen eine gewissen Grundruhe und Unbefangenheit. Keine Reflektion, keine Therapie vermochte diese Wuschigkeit auszuräumen; sie ist lediglich verringert worden und kann an Tagen, an denen ich mich weniger im Griff haben, dominieren. Einkaufen war ich nicht. Informationssendungen sah ich keine. Obzwar ich die fundamental notwendigen Umbauarbeiten vorgestern abgeschlossen habe, gibt es weiterhin zu tun. ChatGPT durfte mir erneut helfen und ich lernte, wie ich einen Button baue, der Text ausklappt, was ich umgehend dazu nutze, die Navigation in zentralen Teilen des ESB zu prüfen und zu erneuern. Dabei war ich gerade, als der Kalenderalarm losging, bei dem Heavy-Metal-Musik anspringt und ich ganz sicher vor Ohren geführt bekomme, daß nichts weiter zu tun ist, als alles fallen zu lassen, in die Klamotten zu springen, die Tasche zu checken, die Fenster zu schließen, Brillen zusammenzusuchen, Kopfhörer in die Ohren zu rammen und das Unterwegsprogramm zu initiieren und zur TRAM zu stiefeln. Variante B als seltenere Abwandlung ließ mich vorm Haus warten; ich wurde 16.30 Uhr abgeholt. Nach Taucha auf einen Landgasthof mit Gestüt, um den 60. Geburtstag eines Freundes aus der "Pflegegang LK3/91" zu feiern. Ein freundlicher und fixer eigener Barkeeper sorgte für flüssigen Smalltalk, ein Büffet bot Wildgulasch, grüne Bohnen, geschmorte Gemüsevarianten, Braten, Pellkartoffeln, ein Nudel-Beilagen-Mix, gefüllten Lachs, Käse- und Wurstplatten sowie, der Hammer, frisches Gehacktes, das reichen Zuspruch fand. Ich hielt mich an alkoholfreien Wein und Weizenbier. Bis 1.30 Uhr gequatscht und gelacht und aufgekratzt ins Bett gesunken und bei Radio nach schätzungsweise 20 Minuten entgegen meinen Erwartungen eingeschlafen. Die Inhalte der Gespräche betrafen auch die Arbeit. Unser Freund ist Psychologe im geriatrischen Spektrum; anwesend waren zudem Ärzte, Globetrotter, Krankenschwestern, Psychologen. Ich genoß die entspannte Atmosphäre der Feier, die vielen anregenden Gespräche und auch die erheiterten Reaktionen auf meine Scherze. Wow, gerade während ich diesen Beitrag schreibe, höre ich im Deutschlandfunk über Feste von "rauschhafte Gemeinschaft", von Teil eines größeren Ganzen sein, von in die Welt des Außeralltäglichen eintreten, von organisiertem Exzeß. Alter! Solche eine thematische Zufälligkeit am Sonntagmorgen. Der Tag erfährt gefühlsmäßg abrupt einen Peak. ^

26-09-2026

Freitag-Samstag. Freier Tag 3v4. Nachdem ich am gestrigen Freitag um 3 Uhr erwacht war, setzte ich mich zwecks Morgenroutine (Audiosuche + Tagebuch) an den Rechenknecht, was geschlagene zwei Stunden beanspruchte. Zwei Stunden Zweitschlaf erfrischten zwar nicht, wappneten mich dennoch für den Tag. Zwischendurch, ich erwähne das nicht jedesmal, kleinere Periodika wie Kalenderblatt, Presseschauen, Wissenschaftsnachrichten, Feuilleton usw. Um 10.10 Uhr dräute eine Einzeltherapiestunde in Reudnitz, die sich als die letzte erwies. Dadurch daß ich in der vorletzten Woche auch die Gruppentherapie beenden mußte, waren nun auch die für's Einzel aufgebraucht, womit mir als Ankerpunkte die dienstägliche Aktivgruppe am Helios- Parkklinikum und die montägliche Selbsthilfegruppe verbleiben. Die sozialen Aktionen dünnen wie schon 2020 nach der ersten Psychotherapie aus. Es kommen nicht regelmäßig Freunde nach Leipzig. Eine Vor-Ort-Freundschaft schwächelt - sehr zu meinem Bedauern. Merkbare Vorboten und Gefahrenmarker in Sachen sozialer Kokon und Vereinsamung. Wenn die Kacke am Dampfen sein sollte, kann ich bei dem (Ex)-Therapeuten aufschlagen. Es existiert die Option einer Notfall-Kurztherapie. Nach der Einzelstunde zwei Supermärkte angesteuert, weil ich bestimmte Lebensmittel brauchte, die nur jeweils bei dieser Kette erhältlich sind. On the road hörte ich Albrecht von Lucke in Studio 9, den Schnell- und Schwindlig-Redner, der ganz sicher keine Redevorlage benötigt. Der Nachmittag gehörte vollends der Komplettierung der Seite. In den Themendateien brachte ich in 9 Stunden stupider Handarbeit im Pingpong zwischen Browser und Texteditor die Links in Ordnung. Nach dem Rausschmiß aller unverlinkten Einträge aus 85 Miszellen-Dateien und Zusammfassung des Rests in jetzt 4 Dateien waren sämtliche Links kaputt, so daß ich JEDES Posting einzeln überprüfen und mit den neuen Koordinaten versehen mußte. Knochenarbeit! Als ich gegen 20 Uhr den Füller aus der Hand bzw. die Tastatur beiseite schob, war ich GROGGY. Alter Schwede! Seit 1 Woche außer dem Tagebuch und den Hörsendungen nichts Neues gepostet. Bislang kamen keine besorgten Nachfragen aus dem Fediverse oder von mich lesenden Bloggern. Eigentlich hatte ich übelst Bock, die To-do-Liste zu öffnen und wenigstens zwei, drei Sachen zu töpfern, war wirklich zu müde und zog mich gegen 21.45 Uhr in meine Privatgemächer zurück. ^

25-09-2026

Donnerstag-Freitag. Freier Tag 2v4. Da ich nicht stringent wie die Kaltmamsell über den Vortag erzähle, werde ich beide Tage, um die es jeweils geht, erwähnen und der Arbeitsstatus betrifft den Tag der Niederschrift. Also das "Freier Tag 2v4" ist heute, der zweite freie Tag von vier. Zuerst die harten Fakten: Nach Nachtdienst gestern von 7.15 Uhr bis 10.30 geschlafen. Morgenroutine am PC. Links überprüft, 12.45 Uhr bis 14.45 Uhr Nickerchen. Kaffee!! Weiter mit der Grundsanierung des Einsammelbuches. 15 bis 20 Uhr unterwegs mit einem Freund. Wieder zuhause beim Vater. Periodika-Podcasts nachgehört. Erste und einzige Mahlzeit am Donnerstag: 2 Brötchen mit Tomatenquark, Nudelsalat. Mit einem Apofika-Podcast gegen 22 Uhr ins Bett. Nach der Nicht-mehr-als-Halbschlaf-Duselei ins die Stadt gefahren, Am Gleis, während ich auf den ICE 601 aus Berlin wartete, Menschen beobachtet. Weil ich direkt an den Anzeigetafeln stand und sich infolge der Verspätung des Gleis geändert hatte, sah ich die Spannbreite menschlicher Reaktionen auf diese Überraschung. "Drecksverein" rief ein Mann. Wenn Pärchen, dann Mann eher schwer von Begriff, Glotzt Homer-mäßig auf die Tafel und man sieht das Gehirn quasi rödeln, während die Frau mit sichtbarer Konzentration die Lage erfaßt und dann handelt. Menschen allein reagieren verschiedentlich. Je jünger, desto trittsicherer. Mir wurde nicht langweilig und ich hätte glatt Eintritt für das Theaterstück bezahlt. Eine Beschreibung, welche ich vor der Wende nicht verstanden hätte: reisende rollkoffern. Eine der Merkwürdigkeiten, daß der Rollkoffer so spät in der Geschichte reisender Menschen erfunden wurde. Dem alten Freund zeigte ich zunächst das neu eröffnete Roboter"restaurant" im Erdgeschoß. Kurz noch den Bildungsbürger heraushängen lassen. Spaziergang durch die Innenstadt mit Halt an Nikolaikirche, Augustusplatz. Leider ist das Paulinum nur freitags und samstags Vormittag betretbar. Auerbachskeller, wo derzeit wieder Wildbret mit Rotkohl und Klößen geschlemmt werden kann (EUR 22,50). Traditionell gehen wir in den Coffebaum. Einmal quer durch die Tortenvitrine. Nicht, Waage sagt Nein. Eine hausgemachte Limo mit Waldbeeren war erfrischend (und teuer). Als ich mit dem Freund am Gepäckautomaten im Erdgeschoß stand, rief mein Vater an, was absoluten Seltenheitswert hat und bei mir sofortigst alles verfügbare Adrenalin einschießen läßt. Leider hört er nix und brüllte nur ins Telefon "Ich höre nichts. Etwas ist schiefgegangen." Derartige Ungewißheit ist schwer erträglich und RA nebst Anwendung diverser Atemtechniken notwendig. Vaddern lag im Bett, als ich ins die Wohnung hechtete und hatte vergessen, worum es ging. Ein doch recht ereignisreicher kurzer Ausschlaftag, dessen gedankliche Rückholung in und mit diesem Posting mich gerade zwei Stunden in Anspruch nahm.^

24-09-2026

Mittwoch-Donnerstag. Nach den Nachtdienst = Freier Tag 1v4. Ausschlaftag, der normativ freie Tag nach Beendigung eines Nachtdienstzyklus. Jetlaggefühle überwiegen. Der Körper kämpft und weiß nicht recht. Das Gehirn tut, was es immer gerne tut: Energie sparen. SO nicht, mein Freund! Immer wenn mich eine Angelegenheit nicht losläßt, welche ich gerne verfolge, leidet der Schlaf. Im Moment reizt mich das Einsammelbuch selbst. Seit Januar puzzle ich an ihm herum. Indes ich nun auf die Zielgerade komme, ist das Innere gespannt wie die Saite eines Instrumentes. Erwartungsspannung und Fiebrigkeit. Wohl aus diesem Grund stand ich gestern 11.30 auf und hatte nicht das Empfinden, es sei zu früh nach nur 4 Stunden Schlaf. Heute dito, vorhin noch früher der Blase wegen wach geworden und im Hirn sofort der Gedanke 'Du könntest doch...!' Gesagt, getan. Audiosuche, Tagebuchposting, welches, wie ich nachts mit Grausen aus der Ferne und ohne Zugriffsmöglichkeit sehen mußte, mit Tippfehlern gespickt ist. Der Jetlag, der heute dominiert, macht es noch gravierender. Zudem ist Programm angesagt, was ich normalerweise an Ausschlaftagen tunlichst vermeide. Wenn ein Freund, den ich nur alle Jubeljahre einmal sehe, auf der Durchfahrt ist und einige gemeinsame Nachmittag- und Abendstunden locken, gerne eine Ausnahme, eine andere als die, die mich kürzlich durchrüttelte. Bevor ich kurz nach 15 Uhr los muß, um in die Stadt (wir sagen nicht Innenstadt) zu fahren, MUSS ich wenigstens eine Stunde liegen, ohne Radio, ohne Reize, sonst drehe ich heute am Rad. Der Blutdruck an Jetlegtagen zeigt überdies an, daß etwas im argen liegt, was sich Normalität erhofft; denn Nachtarbeit gibts erst seit der Vetreibung aus dem Paradies. Im Schweiße deines Angesichts, in der Dunkelheit der Nacht! Wo war ich? Gestern bis 15.30 Uhr an der Webseite gearbeitet mit gutem Outcome. Anschließend 4 Stunden schlafen können, dritten und letzten Nachtdienst absolviert, auch dieser ohne Zwischenfälle und Herausforderungen. Sensationell! Der Kreis schließt sich. Gedanklich verschwimmen die Zeiten. Stets zuerst konzentrieren, wenn ich mit Bestimmtheit den aktuellen Wochentag benennen will. Auch heute kaum genuin Neues in Form von Postings, weil das Bett gleich unverzichtbar ist, damit die Kräfte für das Wiedersehen mit einem der ältesten Freunde glückt. ^

23-09-2026

Dienstag. Vor dem Nachtdienst 2v3. Nach für mich ungewöhnlich kurzem Schlaf saß ich 12.30 Uhr gestern am PC, suchte nach Hörsendungen und schrieb das Tagebuchposting. Konzentriert. Weil ich keinerlei Anzeichen übergroßer Müdigkeit bemerkte, werkelte ich weiter an der Generalüberholung des ESB. Von den 85 Teilen der Miszellen suchte ich händisch + mühsam diejenigen Einträge heraus, die bereits Permalinks haben, sortierte sie einigermaßen chronologisch. Ein schwer mechanisches Hin und Her auf der Festplatte und mit zig provisorischen Dateien. Dies nahm 6 geschlagene Stunden in Anspruch und fertig bin ich noch nicht. Es gilt immer wieder Links anzupassen. Beispielsweise führen die Links zu diesen Einträgen in den Themendateien (1, 2, 3, 4, 5) allesamt ins Leere und ich habe noch keinen Schimmer, wie ich sie am zeitsparendsten aktualisieren kann. Mir war aber für meine seelische Hygiene wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen, d.h. den größten Teil der seit 2011 gesammelten Inhalte OHNE Verlinkung rauszunehmen, um Einheitlichkeit und Zugriff zu erleichtern. Im Lauf der Zeit werde ich gehaltvollere Inhalte "zurückholen" und aktuell reposten. Dank ChatGPT oder Gemini erweitert sich mein Horizont in Sachen HTML/CSS. In bescheidenem Rahmen freilich, denn mein Verständnis dieser Dinge ist limitiert. Aus den 85 Dateien=Teilen der Miszellen wurden durch die schweißtreibende Umschichtung 4 neue Dateien=Teile. Im Nachtdienst beim Drüberschauen sah ich, daß einen die interne Verlinkung komplett wahnsinnig macht, so falsch ist sie. Was ich folglich im Anschluß an dieses Posting zu tun habe, ist klar: weiterzuppeln an der Seite. - Bis 19.15 Uhr gestern am PC, ohne Blogs gelesen zu haben, ohne auch nur ein Periodikum gesehen oder gehört zu haben. Allein technisches Lavieren: Dateien aufrufen, kopieren, deponieren, wiedereinfügen, fluchen, weil falscher Arbeitsschritt, rückgängig machen, suchen, suchen und nochmals suchen. Arbeitsweg ohne Schwenk zu ALDI am HBF. Frisch geduscht sitze ich, wenn sich's zeitlich ausgeht, noch in der Umkleide und gucke das arte-Journal und/oder einen MDR- Sachsenspiegel, was gestern gelang. Der Zeitpuffer, wenn ich nicht einkaufe, ist komfortabler. Der zweite Nachtdienst war genauso ruhig wie der am Montag. Nichts zu meckern. September - das heißt im Team alljährlich: Urlaubswünsche in einen Kalender eintragen. Meine 30 Tage (ohne Zusatzurlaub) verplane ich als Blöcke zu 6 x 5 Tagen. Weil ich Teilzeit arbeite mit nur 24 Wochenstunden, fallen wöchentlich 4 freie Tage an, so daß im Endeffekt alle zwei Monate fast 14 arbeitsfreie Tage rausspringen. Ja, das ist üppig und ich bin froh über diesen Status, der im guten Verhältnis zu meiner durch die Fatigue beschränkten Energie steht. Nach Dienstschluß per TRAM 16 zum Hauptbahnhof, wo TRAM 7 erfreulich rasch einfuhr und ich zur gewohnten Zeit kurz nach 7 Uhr ins Bett fiel. ^

22-09-2026

Montag. Vorm Nachtdienst 1v3. Daß ich mich beruhigt habe, spricht der Titel des Tagebuchpostings aus. Und, potzblitz, fügte sich alles zusammen. Nach der Morgenroutine bei Kaffee setzte ich mich an den Rechner, auf den ich noch am Sonntagabend die Freitag-Version der Webseite aufgespielt hatte, und hatte plötzlich eine Idee, wie ich beides zusammenbringen kann und dies ohne tage/wochenlange Fummelei. Nur wenige Stunden später war das Gröbste geschafft. Am Nachmittag mußte ich vorschlafen, um die Energien für die anstehenden Nachtschichten zu gewinnen. Gegen die Fatigue anzuleben ist ebenso mühsam wie die CFS sebst. Der schwere Schritt, ungesehene Brisant- und Kulturzeitsendungen zu löschen, mußte sein. Im dichte Dickicht allzu sehr verheddert, deswegen der Cut. Bis ich zur Arbeit starten mußte, arbeitete ich weiter am ESB, korrigierte ich Links, besserte Mängel am Layout aus und schichtete einiges noch um. Der Arbeitsweg war ohne Auffälligkeiten, eine Beschreibung, welche wir gerne im Pflegebericht nutzen, wo ich nach 37 Berufsjahren keine Scham habe, solche Stanzen hinzutippen. "Den Umständen entsprechend" ist eine, die Anrufer auf ihre Frage nach dem Gesundheitszustand ihrer Lieben entgegennehmen müssen. "Der Patient schlief den den nächtlichen Rundgängen" konnte ich mit STRG+C und STRG+V bei all meinen 10 Zöglingen heute früh übernehmen. Es fiel so gar nix vor. Ein Bilderbuchdienst vom Feinsten. Das mir allseits gewünschte "Stressfreier Dienst!" half. Mehr dieser Wünsche! Vieleicht Lottogewinn oder eines der 25 Bedinungslosen Grundeinkommen, für die ich seit Jahren das Los ziehe. Pünktlich 6.15 Uhr das Klinikgelände verlassen und mit TRAM 16 gen Sonnenaufgang geritten, so daß ich 6.56 Uhr zuhause die Wohnungstür aufschloß, den FI-Schalter hochschob und das WLAN rechtzeitig zu den 7-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunkes und der darauf folgenden Presseschau funtionierte. Und weg war ich mit allerdings fast stündlichem Erwachen, der Blase und einer allgemeinen Wuschigkeit geschuldet. Schichtdienst ist ungesund, das wissen wir. Früher durfte Pflegepersonal mit 60 Jahren auf Nachtdienste verzichten. Aber früher hatten wir auch einen Kaiser. Nach vor blicken! Die ersten 60 Minuten verbrachte ich mit den Hörsendungen und genau diesem Tagebucheintrag sehr konzentiert und gelöst. ^

21-09-2026

Den Ausnahmezustand erkläre ich für beendet. 'Wenn sich das Rad der Zeit zurückdrehen ließe". In diesem Fall kein Problem und ratsam. Ich vergesse das Wochenende, indem ich die alte Version von Freitag aufspiele und mich erstmal beruhige. Streß kann ich nämlich nicht gebrauchen. Nach 16 arbeitsfreien Tagen ist heute Rückkehr zur Maloche. Der Tag vor dem ersten Nachtdienst. Bedeutet: Vorschlafen, was eingedenk der letzten kräftzehrenden Tage essentiell erscheint. Beruhigung, wie gesagt, und ich scheue nicht, die chemische Keule zu schwingen, um heute Abend möglichst ausgeruht und mit Reserven um 21.15 Uhr im Dienstzimmer aufzuschlagen. Bis dahin ist tatsächlich Zeit, denn so kaputt ich gestern Abend war, so wohltuend glitt ich in die Nacht. Ich fläzte seit 19 Uhr im Sessel und guckte arte-Journal der vergangenen Tage nach und einen Sachsenspiegel. Allzuviel bekam ich nicht mit, denn als ich wieder auf die Uhr blickte, war es 21.30 Uhr. Ich könnte grad nicht mit Sicherheit behaupten, was Putin/Trump Neues verbrochen haben. Falsch. Donald schmiß unliebsame Journalisten raus bzw. ließ sie erst gar nicht rein. Egal, das Oktoberfest wurde eröffnet. O’zapft is! Wie wäre das Gegenteil? Brauche ich für meinen Run gegen die Wand. Über 2 Tage mit den Widrigkeiten im Höllenpfuhl "RSS, CSS & HTML" verbracht, wobei mir die ungesunde Hitze nicht nur die Haare verkokelt hat. Neistopft'is! Die Büchse der Pandora konnte geschlossen werden. Ich erwachte vorhin 1.20 Uhr, weil die Blase es vorsah, und fühlte mich körperlich und seelisch einigermaßen, ich will nicht sagen, in Schwungd, doch funktionsbereit und -willig. Morgen- - in diesem Fall - Nachtroutine läuft. Hörbeiträge des Deutschlandfunks sind eingesammetl. Ein neuer Tagebucheintrag wird soeben abgeschlossen, der Kaffee dampft und die Hoffnung ist zurück. Mögen die Spiele beginnen. Durch die drei anstehenden Nachtdienste und die beendete Gruppentherapie fallen in dieser Wochen die Termine weg. Wenn ich es schaffe, mit mir selbst klarzukommen, werde ich der Welt auch wieder sittsam entgegentreten können. Falls die neue, durch die Psychotherapie gewonnene Freundin dies lesen sollte, wird auch sie sich beruhigt in ihrem, sitztechnisch und pekuniär, phänomenalen Sessel zurücklehnen können. [#] Nachfolgend sind 2 Postings entstanden, die ich hier anfüge: Scheitern und Entscheiden und Herzchen. ^

20-09-2026

Ausnahmesituation. Mit den Nerven völlig am Ende. Seit 12 Stunden werkele ich an der Webseite. Morgens um 2 Uhr zuversichtlich losgelegt. NICHT mit der Morgenroutine, sondern in Fortsetzung der Umstrukturierung. Meine Idee gründete in einer Beschränkung und Verknappung. Ich wollte bei Null starten, ohne Balast, ohne Archive. Mit einigen Hakeleien sah es nach zahlreichen Stunden gestern ganz gut aus. Heute wollte ich abeschließen und war frohgemut. Der Teufel steckt im Detail. STUNDENLANG Try and Error wegen nur weniger Hemmnisse, die ich aber patout nicht zu fassen kriegte. Als ich es endlich geschaffte hatte, tat es mir um all die erst seit diesem Jahr, seitdem ich mit neuem Hoster wieder in der Lage bin, Dateien zu ändern und hochzuladen und Postings mit Permalinks zu versehen, möglichen selbst kreierten Postings, so daß ich wenigstens sie als Archiv dranhängen wollte. Technisch ein Plinse, verhedderte ich mich nach und nach, kam in einen Tunnel, verlor die Konzentration und bin jetzt nach 12 Stunden Bilrschirmwahnsinn saft- und kraftlos und meschugge im Hirn. Die vergangenen 5 Stunden verbrachte ich ellein damit, eine RSS-Datei zu validieren. Zwei KI-Bots durften mir helfen; trotzdem vermochte ich die scheiß Fehler nicht zu beheben. Der RSS-Validator sagt immer noch Nein, ihr könnt gerne mal testen. Im Moment bin ich völlig von der Rolle udn kaum fähig, zur Normalsituation runterzukühlen. Weder habe ich meine Sendungen geguckt noch Blog gelesen noch Hörsendungen gesichtet. Ich werde jetzt ausnahmsweise eine Serienfolge gucken. Über den gestrigen Tag werde und kann ich wenig sagen. Bis Mittag am Rechner mit dem üblichen Mischmasch und noch entspannt. Nachmittags aushäusig zum Skat in der Gartenkneipe an der Russischen Kirche. Das war sehr lustig. Am Abend dann die fatale Idee, das Einsammelbuch nurmehr über 1 Seite - den Miszellen zu präsentieren und sonst nichts mehr. Das was oben steht, ist jeweils neu. Der RSS-Feed spült die neuen Postings in euerer Reader. Nachdem ich in händischer Kleinarbeit die eigenen, lokal gespeicherten Beiträge mit eingepflegt habe, wobei Fehler, Dopplungen und noch zu verlinkende Textchen Arbeit für die nächste Zeit garantieren. Ich biete keinen Index mehr. Noch unentschieden bin ich, ob ich die Themen im Hintergrund weiterführe. Tut mir leid, zurzeit nur technisches Gebrabbel. Weil ich heute unfähig zu kreativen Großtaten bin, werde ich nachher nach Fehlern gucken und unter Umständen alte Posting nach vorne holen mit frischen Link, damit der Feedreader etwas zu tun hat und zu qualmen beginnt. Fürchtet euch! Weil Sonntag ist, dinierte die Restfamilie bei einem zerfledderten Eisbein mit Sauerkaut. Wunderbar! Zum Eis vorhin steuerte ich eine reife Banane bei, eine MILF unter den exotischen Früchten, die weg mußten und auch wollte.^

19-09-2026

Freitag. Frei/Urlaub 14v16. Eine Freundin hat mich zur Brust genommen. Übertragen. Vielen Dank für die Wegweisung und die liebevolle Reformante! Therapie funktioniert auch so. Indem wir lernen, uns gegenseitig zu vertrauen, zu öffnen und Hilfe sowohl anzufragen als auch zuzulassen. Und ein Ohr ist eine Hilfe. Wohin sonst mit der Last, der Bürde, der Verzweiflung? Was die Therapie einem vermittelt, ist, daß ich nicht alleine kämpfen muß, daß es 'ne Menge Menschen mit ähnlichen Problemen gibt. Die Depression isoliert und gaukelt mir einen gewissen Solipsismus vor, ich sei allein, niemand verstünde mich, niemand litte so wie ich. Die Erfahrungen während der Therapie und anschließend in der ambulanten Vernetzung in der SHG und der Gruppentherapie wieder präsent machen! Das Hirn spart Energie und rekurriert auf den gewohnten Pessimismen, in denen es sich jahrzehntelang gesuhlt hat. Quasi wohliges, und doch verheerendes Leiden. Daß ich mir Glück kaum zutraue, beschrieb ich. Die praktische Facette der akuten Misere zeigt die Waage, die es auch nicht leicht hat. Solange ich den Absprung nicht schaffe und aufhöre, täglich Saft, Eiskaffee und Kakao zu saufen, rutsche ich peu a peu in eine Situation, aus der ich mich - wie bereits vor 11 Jahren - befreit glaubte. Das 2025 verlorene Gewicht machte mich so glücklich und nun setze ich das so sinnlos und leichtfertig aufs Spiel. Dummheit, Wahnsinn. Ich habe das Video aus den Tiefen der Miszellen hervorgeholt, das mir abschreckend demonstriert, wohin die Reise geht, wenn ich nicht stoppe und aussteige aus dem fatalen Zug. Vorsicht an der Bahnsteigkante! [#] Kurz noch zum Tagesgeschäft: Nachts um 3 Uhr erwacht und, bringt ja nüscht, an den PC, auch wenn der in der Agonie röchelt. Nach Logbuch und Tagebuch bei einem koffeinhaltigen Heißgetränk wollte ich gegen 5 Uhr weiterschlafen, ruhte nur, hörte aus Langeweile Deutschlandfunk und Apofika und gab dem Jammern des PC-Opi nach und fuhrwerkte bis zum Abend wie ein Berserker am Einsammelbuch, unterbrochen durch - verstreut über den Tag: Blogroll, Sachsenspiegel (17+18.9.), arte-Journal (17+18.9.), kleineren Periodika (Presseschauen, Kulturnachrichten, Wissenschaftmeldungen, Kalenderblatt), der EuD-Folge "Der tötende Mensch" sowie dem Zeitzeichen zu Dante. Hingelegt und weitergehört, doch verschwamm alles im Dämmerzustand, im Zwischenreich von Wachsein und Tiefschlaf, jener wunderbaren Eigenschaft des Gehirns, Realität, Schmerz, Freude und Nonsens so durcheinander zu wirbeln, daß ich darauf ungern verzichtete. Während ich dies geschrieben habe und nebenbei Mischmasch betrieb (dazu später mehr) rückte die Uhr von 3.10 auf 7.22 Uhr. Von einer Minute auf die andere. ^