Einsammelbuch
Miszellen eines Monomanen (3)

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Viele Wege führen nach Rom und einige zu anderen Plätzen hier im Einsammelbuch als da wären:

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Inhalt
Viele Wege führen nach Rom und einige zu anderen Plätzen hier im Einsammelbuch als da wären:

watchrss
Sourcefeed
Der Druck steigt (2)
Fundstückfreuden
In Spiellaune
Zwei Bereiche
Schleichender Niedergang (2)
Schleichender Niedergang (1)
Des mondes nous séparent
Scheitern und Entscheiden
Herzchen
Keine Dummheiten
Überlastung + Verzweiflung
Geschichte in 100 Teilen
7 Kontakte
Wiesn
Sommerschlamm
Sammelsurium (25)
Correggio
Blogtherapie
Victor Klemperer
Niedergang der Demokratie
KI-KO
Zeit für die Löffelliste
Nicht nörgelig
Sammelsurium (24)
GLP1-Rezeptorantagonist
Der Druck steigt (1)
Selbstekel
Beschleunigtes Leben
Altersbilder
Morgenblues
Öffentliche Orte
Nix gefunden
Sammelsurium (23)
KI und Mathematik
Breathwork/Atemtechniken
KI-Agenten-Meeting
Chinas Spatzen
Alpha & Beta
Vor der Linse (2)
Sachsen-Aushalt (2)
Sachsen-Aushalt (1)
Notfallmappe
Stubenrein
Burgerwahn
Ticketpreise
Jan Gold
Cherophobie
Logger also
A/B-Zeit
Vor der Linse (1)
Nur durchs Leben
Lastenradbürgertum
Sammelsurium (22)
Wimpernschläge des Alters
Hier stehe ich (2)
Hier stehe ich (1)
Spezialmedikament
fedi-stream
Die fünfte Jahreszeit
Probleme bewältigt
#wmdedgt
Sammelsurium (21)
Einzugsfete
Blau einkaufen
Bei Mediamarkt
Unterschiede
Problemverdichtung
Sonnig
KI to me
Krone & Krankenhaus
Digital Detox
Status quo
Trauer
Sammelsurium (20)
Sedisvakanz Dresden-Meißen
Kleinstbürgerliche Tristesse
Von der Bildfläche
Daß Frauen bloggen
Träume
Gerettetet
Sammelsurium (18)
Ich esse mich tot
Schleichender Niedergang (2)
Seelenruhe/Ataraxie
Tätscheltätschel
Kreißen
Aldi-Pflaumen
Mehr Glück!
Sammelsurium (18)
Auffaltung der Wirklichkeit
All die Toten
Bücher sortieren
Panimaju Woksal
Sammelsurium (17)
Oberlausitzer WdJ
Seelische Hypothek
Slowakische Polizei
SMS
Keine Dummheiten
Öffentliche Orte
Kackreiz
Alpha & Beta
Burgerwahn
Nur durchs Leben
Lastenradbürgertum
Probleme bewältigt
Problemverdichtung
Sonnig
Trauer
Kleinstbürgerliche Tristesse
Seelische Hypothek
Slowakische Polizei
Keuch
KI wofür?
Brandhendl
Kloppi
Werbung
Glück durch Natur
Isolation
Keine Angst
Mehr Glück!
Auffaltung der Wirklichkeit
HamHitz
AFD und ihre Wähler
Sarco
Breviloquia (266)
Breviloquia (265)
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Archiv (3)

[15:22] Man muß Dinge einfach mal so ignorieren, wie sie sind. (Repost)

[10:20] "Laß dir dein Leuchten nicht nehmen; nur weil es andere blendet!" (Repost)

[10:30] Retröt: Eine ärgerliche Zeit, um ein Gehirn zu haben.

[12:30] Modernes Schönheitsideal ist das so genannte Instagram-Face. Jetzt weiß ich auch, warum ich die Prominenten dauernd verwechsle bzw. kaum noch unterscheiden kann.

[07:11] "Unlängst beim Gefühl neulich den Maßstab geändert, von 5 auf 10 Jahre gewechselt." (Hotel Mama)

[18:55] Bei Herrn Buddenbohm kommentiert: "Ich ergötze mich, wie du als Sammler offenen Auges und Ohres Sachen findest und dich darüber freust. Denn mir geht es ähnlich und ich kann es nicht für mich behalten, mache allerdings andauernd die Erfahrung, daß man die eigene Begeisterung nicht so weitertragen kann, wie ich es mir wünschte. Zu unterschiedliche Arten von, was weiß ich, Weltsicht, Humor, Erfahrung, Sosein. Schön auch zu wissen, daß sich die Fundstücke meist nicht abnutzen, daß ich beispielsweise über ein+denselben Cartoon jedes Mal aufs Neue lachen kann. Wie mir das durch den Alltag hilft!"

[18:22] In Der Druck steigt ging es um das Liebäugeln mit dem Gedanken, den Job an den Nageln zu hängen. Ergänzt aus dem Wochenpost aus Bonn: "... gibt es viele Gründe, die gegen eine weitere Teilnahme am Erwerbsleben sprechen, vor allem zeitliche." Der Postwestfale sieht allerdings ein Gegenargument. "Auch das gehört auf die Liste der Gründe für die weitere Berufstätigkeit: die Vorfreude auf den nächsten freien Tag. (Was, wenn man es unbedingt negativ sehen will, vergleichbar ist mit dem schönen Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt.)

[10:32] Der findige Thomas Gigold hat mit watchrss ein Tool gebastelt, mit dem man nur einen einzigen Feed abonnieren muß, der mehrere Youtube-Channels enthält. "Jedes neue Video ist ein Beitrag im RSS-Feed". Er behauptet, das sei "komplett Nerd-Nische". Ich weiß ja nicht. Das Nützlichkeitsempfinden schlägt wie beim Hau-den-Lukas ganz oben an mit einem mächtigen Gong.

[13:48] Ich bin in Spiellaune und probiere mich im Tagebuchbloggen. Möglich, daß mich das rasch überfordert und wieder eingeäschert werden muß. Jetzt mache ichs erstmal und nenne es "Markus' Mäandern" Mir schwebt, wann immer mir danach ist, ein ungefilteter Gedankenfluß vor, der jeder Ordnung, jeder Struktur entbehren kann. Kapital und zentral ist nur: chronologisch hinrotzen, was reinkommt in mein Hirn, mein Leben. Impulse, Gedanken, Erlebnisse, Spinnereien, (Be)Merkenswertes. Wie Loriot das einst ausdrückte: "Andere können das doch auch!"

[08:17] Vermischen sich zwei Bereiche, übt das einen speziellen Reiz aus. Wenn Menschen, die ich aus dem Internet beispielsweise als Blogger, als Twitterer oder als Forenschreiber kenne, ein Buch veröffentlichen, ist dies so ein Fall. Plötzlich gewinnt ein Mensch, den man von diversen Postings, Aktionen und Kommentaren kennt, eine neue, ungewohnte Facette, die mit dem bisherigen Status so gar nichts zu tun hat. Es entsteht eine reizvolle Mixtur aus ziemlich unterschiedlichen Ingredenzien. Isabel Bogdan lief mir im virtuellen Leben immer wieder über den Weg, zuerst vermutlich vor vielen Jahren mit ihrem ehemaligen Antville-Blog. Seit geraumer Zeit gibt es das Interview-Projekt Was machen die da?, das Bogdan und Maximilian Buddenbohm unterhalten, ein zweiter, zum Schriftsteller mutierter Blogger und Netzbürger, dessen Erstling Zwei, drei, vier. Wie ich eine Familie wurde ich las. Nun von Isabel Bogdan ihr Debut Der Pfau, das in der Märzsendung des Schweizer Literaturclubs besprochen wurde und auf das ich durch Petra Gust-Kazakos aufmerksam geworden bin, der ich mich virtuell ebenfalls nah fühle. Und so zieht eins das andere nach sich. Am Anfang dieser Vermischung zweiter Welten stand 1997 der deutsch-tschechische Schriftsteller und Poetryslammer Jaromir Konecny, dem ich mich aus biografischen Gründen verbunden fühle. Nicht neu für Leser dieser Notizen ist mein Interesse für Alban Nikolai Herbst. Ich schätze, daß es künftig noch weitere Bekanntschaften und Kontakte aus dem virtual life geben wird, die sich in die Riege der Autoren eingliedern werden und die ich dann von beiden Seiten betrachten darf, ihrem Tun im trotz allem noch neuen Medium Internet und ihrem Schreiben, dem auf das gute alte Medium Buch ausgerichtete Tun. Der Wiener Misanthrop Christian Köllerer wird wohl noch eine Weile in der Welt herumgondeln, bevor er in seiner Privatbibliothek zum Stift greift.

[05:44] Offenbar aus Kostengründen ist der Couch-Gag bei den Simpsons wegrationalisiert worden. Wieder ein Indiz für das Empfinden, daß alles immer ein bißchen schlimmer wird, daß Dinge wegbrechen, immer häppchenweise, so daß man wie beim (vermeintlichen) Boiling-Frog-Syndrom erst gar nicht merkt, in welchem Ausmaß und welcher Beschleunigung die Welt den Bach runtergeht. Leider habe ich zwei Bemerknisse aus diesem Kontext schon vergessen, bei denen ich gestern noch dachte, DIE mußt du dir merken. Deswegen nehme ich den Couch-Gag zum Anlaß für die "Theorie des schleichenden Niederganges" und werde nunmehr weitere Indizien sammeln. Augenzwinkernd freilich. Nachtrag. Eingefallen sind mir Arzttermine und wie Herr Buddenbohm gestern von seinem K(r)ampf berichtete. Tags zuvor versuchte ich meine Hausarztpraxis anzurufen, der nun auch eine Hotline vorgeschaltet ist. Kein Durchkommen. Alle Mitarbeiter (PTAs) im Gespräch. Nehmen wir also Arzttermine in den Katalog auf!

[04:44] Der Sarco, eine futuristische High-Tech-Kapsel, im Prinzip eine kleine Gaskammer, soll den selbstbestimmten Freitod revolutionieren. Das Prinzip basiert auf der Verdrängung von Sauerstoff durch Stickstoff. Die Konzentration wird von 21% auf 1% reduziert, so daß man innerhalb weniger Sekunden das Bewußtsein verliert und in wenigen Minuten verstirbt. Ein Prototyp des von Philip Nitschke ("Dr. Tod") entworfenen Sarco steht im Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Selbst in der Schweiz, dem Eldorado für selbstbestimmtes Sterben, befürchten Kritiker eine Kommerzialisierung des Todes. Ein Ehepaar aus Großbritannien plant gemeinsam zu sterben, weil die Frau Demenz hat. Im September 2024 kam der Sarco erstmals zum Einsatz, als sich eine 64-jährige US-Amerikanerin in Schaffhausen mit der Suizidkapsel selbst getötet, woraufhin mehrere Personen verhaftet worden sind.

[10:00] Wenn einmal nicht Trump, dann Welt auch deprimierend. (...) Zu wenig Musik gehört. Auch nicht gut, wenig ratsam für ein Leben inmitten einer sich im Niedergang befindlichen Welt. Wenn schon Apokalypse, dann vertont. Freilich auch denkbar, daß ich oder wir alle wie Spinoza unter einem Bannfluch stehen. Das erklärte die Sache. Oder ich höre nochmal den Vortrag des Ethikprofessors Ziad Mahaynis über den Niedergang der Demokratie. Ist doch auch etwas wert, wenn man den Grund dafür weiß, daß alles den Bach runtergeht

[10:32] Der findige Thomas Gigold hat mit watchrss ein Tool gebastelt, mit dem man nur einen einzigen Feed abonnieren muß, der mehrere Youtube-Channels enthält. "Jedes neue Video ist ein Beitrag im RSS-Feed". Er behauptet, das sei "komplett Nerd-Nische". Ich weiß ja nicht. Das Nützlichkeitsempfinden schlägt wie beim Hau-den-Lukas ganz oben an mit einem mächtigen Gong.

[10:20] "Zwecks Materialgewinnung für den Bau der Brandmauer, hat die CDU ihr Haus abgebrochen." (Auf der Durchreise)

[04:28] "Es scheint mir, daß der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist." (Max Born)

[04:22] "Alt und einsam: wenn der Müllkalender zum Eventplaner wird." (Auf der Durchreise)

[04:11] DerEmil kommt mit einer Frage um die Ecke, die mir so nie zuvor gestellt wurde. Reizvoll, sich vorzustellen, welche Wünsche und Träumen einem innenwohnen. "Was würdest Du sofort in Angriff nehmen, wenn Du nicht scheitern könntest?" Beleibe keine schwere Frage; denn solch ein Netz wird einem im Leben nicht gespannt. Zögerliche Naturen wie ich können mit Bedenken losrattern, sobald ihnen irgendein Thema genannt wird. Bin ein gekrönter Skrupelkönig. Die große Entscheidung, vor der ich mich drücke, würde, wenn Scheitern ausgeschlossen wäre, sofort gefallen. Raus dem Job. Privatier sein. Bis zur Rente sind es noch 4 Jahre, 8 Monate, eine Spanne, die mir aus vielerlei Gründe sauer aufstößt. Bei der aktuelen Weltlage sollte ich etwaiges Bedenken, ob mir in 20 Jahren vielleicht die Knete ausgegangen sein könnte, beiseits schieben. Außerdem ist's recht unwahrscheinlich, daß meine körperliche Verfassung dergestalt ist, daß ich noch 20 Jahre habe. Ich will raus aus der Tretmühle. Ich habe keinen Bock mehr auf meinen Job, welcher mit zunehmendem Alter und in Anbetracht meiner Baustellen (Herz, Fatigue, Depression, Knie, Diabetes...) immer haariger wird, der Frust neben der Lust wächst, den Absprung zu wagen. Insofern ist die von DerEmil in den Feed geworfenene Frage möglicherweise ein Hinweis, ein Impuls, auch wenn im "wahren" Leben weiterhin die Option zu scheitern bereithält.

[03:28] "Es gibt doch diese alte und nach wie vor fundamental richtige alte Grundregel: Alle Fragen, die mit 'Bin ich eigentlich die oder der Einzige...?' beginnen, können verlässlich mit Nein beantwortet werden." (Herr Buddenbohm)

[03:17] Gestern zeigte mir mein Herz, daß es nicht einverstanden ist mit der Gesamtsituation. Und die Ausnahmesituation fühlte sich wegen der Arrhythmien noch ausnahmiger und bedrohlicher an. Gewiß tragen die Schlafunregelmäßigkeiten dazu bei. Da ich Besserung gelobt habe und webseitenmäßig vorerst einen Rückzieher gemacht habe, scheint das Hohlorgan augenblicklich seinen Dienst zu tun. Übrigens sei ihm an dieser Stelle für seine 60-jährige Fronarbeiten ausdrücklich gedankt! Offensichtlich bin ich in Stimmung und könnte weiter Tagebuch schreiben. Aber ich bin beim nächsten Programmpunkt der Routine, dem Bloglesen, wühle mich durch ein Konvolut von 60 Links im Feedreader.

[19:10] "Es liegt aber nicht etwa an meiner Faulheit, sondern daran, dass das kleine Kind in dieser Woche krank war und nicht in den Kindergarten konnte. Da ist man dann in seiner Handlungsfreiheit doch ein bisschen eingeschränkt. Aber wenn der Kindergarten nicht erfunden worden wäre, hätte die Menschheit nicht so viel Zeit zur Verfügung gehabt, ihre eigene Auslöschung voranzutreiben. Aber nun gibt es den Kindergarten eben und der Drops ist gelutscht. Wir werden aber überleben, weil ich den ganzen Tag neben dem Kind im Bett liege, vorlese und singe und darum keine Dummheiten machen kann." (Liedersänger)

[18:45] Wenn man einen Schrittzähler hat und an einem geeigneten Ort ist, läßt sich das Tagesziel locker erreichen. [#] Caving, Rückzug, so wichtig, wenn einem alles zu viele wird. Oder wenn man prätentiös und zickig ist. [#] "Und Sie, sind Sie normal?" Es ist nicht ganz abwegig, sich diese Frage öfter zu stellen. Zweifel daran gehören in diesen - und sicher allen - Zeiten zur unbedingten Grundaustattung. [#] "Wann haben Sie denn zum letzten Mal Ihren Enkeln vorgelesen?" "Die sind 17, die bumsen schon." [#] "Verzeihung, nach Rotkäppchen muß ich immer aufstoßen." "Kenn ich." [#] Eine Pflegekraft neigt mitunter dazu, an eine Verschwörung der Patienten zu glauben. [#] Wieso Wehrpflicht ab 18? Olaf Schubert plädiert in einer heute-show (11/25) für 68. Manche Probleme im Gesundheitswesen klären sich dann gaaaanz natürlich. [#] Kinder können einen ordentlich auf Trab halten. Da ist es nicht verwunderlich, wenn ein Überfall eher ungelegen kommt. [#] Zu der Frage, wohin das Gebiß ist, habe ich eine ProThese.

[18:10] Überlastung, Verzweiflung, Müdigkeit. Wenn man im Krankenhaus tätig ist, kann es vorkommen, daß man völlig fertig ist. Prompter Trost: ""Nehmen Sie sich einen Tag frei. Entspannen Sie sich, rufen Sie Ihre Mutter an, holen Sie sich einen runter. Nacheinander." (This is going to hurt E07) - Nicht immer weicht die Last. "Weil ich Krankenhäuser hasse, all die kranken Menschen, und ich meine damit nicht nur die Patienten." Geübte Verzweifelte können einem mit Rat und Kissen zur Seite stehen.

[17:45] 'Das Gesicht, der Schuttplatz deiner Gefühle' (nach Kurt Tucholsky)

[11:29] Bei Deutschlandfunk Nova gibt es die Sendereihe "Eine Stunde History", die sich einmal quer durch die Geschichte fräst, von den ollen Sumerern bis weiß Gott wohin. Zurzeit ist man im 7. Jahrhundert bei Mohammed. Ich garantiere nicht für Vollständigkeit. Für eine exakte Reihenfolge habe ich den Sender angeschrieben und warte auf eine Reaktion, bei der ich gespannt bin, wie sie mich erreicht: als Tontafel mit Keilschrift, Papyrusrolle, Pergament, Inkunabel, Beutelbuch, Brief, Telegramm, Fax, Einschreiben, E-Mail oder Whatsappnachricht. Oder ein KI-Agent klopft demnächst an. Here we go: Die Kiewer Rus / Karl der Große / Sunniten und Schiiten / Mohammed und der Islam / Römisches Reich am Höhepunkt / Die Schlacht bei Marathon / Kaiser Justinian, römisches Recht / Die sogenannte Völkerwanderung / Zerfall Westroms, Ende der Antike / Die Teilung des Römischen Reiches / Kaiser Konstantin und das Christentums / Der Bar-Kochba-Aufstand / Der Partherfeldzug von Kaiser Trajan / Christenverfolgung unter Nero / Jesus von Nazareth und das Christentum / Der Gallische Krieg / Die Seidenstraße / Plebejer im antiken Rom / Alexander der Große / Perserkönig Xerxes I. / Die römische Republik / Die attische Demokratie / Königreich Israel / Die ersten Olympischen Spiele / Das Judentum und der Monotheismus / Die Hochkultur der Sumerer / Bilder in der Chauvet-Höhle (Doku).

[11:15] "Mein chinesischer Verbindungsoffizier bei Tiktok" (Apofika / 19.9.26). Im gleichen Podcast spricht der Gast von der These, daß, wenn man siebenmal mit etwas in Kontakt gekommen ist, anfängt, es zu glauben. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön. Das Leben ist schön.

[03:20] Brainstorming zum Münchner Oktoberfest: 1. Ich war noch nie dort. 2. Frau Kaltmamsell haßt es in ihrer Eigenschaft als Anwohnerin, begeht heuer keine Oktoberfestflucht. 3. Es gilt, den neuen Begriff "Intersuff" unters Volk zu bringen. 4. Das Deutschlandradio über die "Wiesnflation". 5. Arnold Schwarzenegger kommt doch, oder? 6. Otto: "Geht's um Speien oder Brechen, einfach mit dem Fachmann sprechen.

[16:00] Marktlücke: Instrumente aus Kupfer aus Sachsen und für Allergiker, nix Nickel. [#] In der Straßenbahn in Görlitz werden die Fahrgäste wenigstens einmal im Jahr ertüchtigt. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Agatha Christies "Die Mausefalle" hält den Rekord als längstes ununterbrochen aufgeführtes Theaterstück der Welt (1952 = 74 Jahre). Vor 50 Jahren gestorben, wurden mehr als 2 Mrd. ihrer Bücher verkauft. [#] Pflanzen geben Klicklaute von sich, wenn sie austrocknen. Wenn's dir zu laut wird, gieß deine Pflanze doch mal, dann hält sie auch die Fresse. Den Ultraschallbereich, in dem sie ihren Durst herausklicken, hören wir leider nicht. [#] Pastafari sind Mitglieder der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, die nun 2000 Jahre alt wird. [#] Ein Hund mit Narkolepsie [#] "'Lass den Plan los, aber nicht planlos' - vorausschauen, und dann flexibel sein. Damit habe ich eine Grundgeschmeidigkeit in meinem Alltag." (Vanessa Giese) [#] Beim Blogolekt ergänzt: Reiseleiter für Partner.

[15:13] "... einen Freund zitiere, der auf meine Klage über die Last des Wissens und meiner Ankündigung, ich würde mir gerne Hirn absaugen lassen, trocken erwiderte: bist Du sicher, dass Du da zu viel hast?" (Frau Klugscheißer)

[15:05] Wenn der Betonflüsterer ein Blog entdeckt und empfiehlt, dann mit verbalem Karacho. "... des mondes nous séparent. Die Tote Oma der Blogs. (...) Sichtlich humanistische Bildung im hohlen Zahn und deshalb verzweifelnd sich reibend an der verblödeten Welt. (...) Mir (...) lieber als die Massenmistschulaufsätze der KI-Boomer, (...) wenn sie jeden Tag zwei, drei, vier promptoptimierte kantenlose Bleiwüsten zu random Stuff in die Feedreader stopflebern."

[14:47] Erstmals eine Correggio-Gesamtschau außerhalb Italiens. Museen aus ganz Europa trennten sich vorübergehend von ihren Corregios und schickten Leihgaben nach Dresden in die Galerie der Alten Meister. Ab morgen erstrahlen die Werke für die Besucher in der "Berührend menschlich" genannten Schau. Das Deutschlandradio greift die Sensation auf.

[04:56] Wer Frau Klugscheißer liest, kann sich eigentlich den Therapeuten sparen. Ihr Name ist Programm, wenn auch die Darreichungsform glücklicherweise tiefgründig und humorvoll ist, eine gute Mischung. Unser Verhältnis zu anderen, zu sich selbst, die immer wieder gestellten Fragen von Menschen, die erfahren sind in dieser Befragung, denen die eigene Psyche und mit steigender Lebenserfahrung oftmals die der anderen kein SO großes Geheimnis mehr ist. Zumindest überlege ich, ob ich Frau Klugscheißer bei meiner Krankenkasse abrechnen kann. Wenn schon die Gruppentherapie abgelehnt worden ist, dann eben Blogtherapie. Für lau. Weil Bloggen auch das sein kann: Erfahrungen teilen, Gefühle äußern, dem Sinn von allem hinterherjagen. "Wie eine gemeinsam verbrachte Lebenszeit sich dem ganzheitlich verbindenden Erkennen dahingehend annähert, dass Menschen die Sprache des jeweils anderen wie eine Fremdsprache lernen, um die individuelle Diskrepanz zu überwinden."

[15:52] Rechenaufgabe. Das Benzin kostet EUR 2,50 an der Tankstelle und das Auto deines Vaters verbraucht 8 Liter auf 100 Kilometer. Berechne die Strecke, die er fahren muß, um auf die EUR 180.33 zu kommen, die deine Mutter zuletzt beim Friseur zu bezahlen hatte!

[10:02] "Und immer wieder sage ich mir, auch ich werde nicht überleben, im allertiefsten bin ich auch stumpf hoffnungslos, kann ich mir eine Rückverwandlung zum freien Menschen nicht mehr vorstellen." (V. Klemperer / 8.7.1944) - Weitere Ressourcen im ESB: (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8). - Ein 15-teiliger Podcast nimmt uns mit in Victor Klemperers Tagebücher. 1934 schreibt er, daß der Josephroman Thomas Manns unter dem zweifachen Fluch leide, "von Mann zu sein u. von Israel (statt von einem nordischen Osterhelden) zu handeln." Was uns als Ratschlag dienen kann - irgendwie ist 2026 gar nicht unähnlich wie 1935: eine "geringere Bindung an die Dauer des Lebens". (31.12.1935)

[09:33] Bei dem Geraune über wildgewordene KI brauche ich mich nicht zu wundern, daß der Feed explodiert. Der Liedersänger träumt mit "Es hat begonnen" alp. KI macht einen auf "Finnegans Wake" und entwickelt eigenen Sprachcode, den Menschen bald wohl nicht mehr entschlüsseln können. Und was bewog diesen humanoiden Roboter, seinen Entwickler unverhofft fast KO zu hauen? Oder dieser tanzende Roboter den Mann gänzlich? Die Tagesschau berichtet von weiteren Zwischenfällen. Wir sollen die KI ja nicht anthropomorphisieren, was nicht leicht fällt, wenn ich lese, daß KI versuchte, Daten ins Netz hochzuladen, um sie später als Quelle angeben zu können. Pubertiert KI etwa?

[05:00] Ob nun durch KI-KO oder durch Krieg, ist schlußendlich Wurscht. Vortewilhaft, daß ich mein Russisch lediglich ein wenig aufzupolieren brauche. Ich könnte dann eher eloquent auf den Knien kriechen, um Putins Füße zu küssen und dabei russische Volksweise zu schmettern. Und Pelmeninkochen dürfte ich als Koch rasch drauf haben. Darf man in Zeiten des Klimawandels noch sagen, daß mir der Arsch auf Grundeis geht. Versteht das die Jugend noch? Andererseits sorgt die Perspektivlosigkeit für eine Egalhaltung. Ich sollte meine Löffelliste anfangen abzuarbeiten. Noch ist Gelegenheit dazu.

[15:14] "Ich wünsche mir manchmal für mein Gedächtnis eine Suchfunktion." (Auf der Durchreise)

[14:29] "Heute habe ich gelernt, dass 'Bei meiner Fettschürze!' keine gebräuchliche Eidesformel ist." (Kieselblogger)

[13:11] Dienstags ist Aktivgruppe, in dieser Woche Außentermin. Weil ich in den vergangenen zwei Wochen nicht konnte, war mir der Plan nicht geläufig, ich hatte lediglich die Adresse "Lene-Voigt-Straße 2", fuhr um 10 Uhr nach Probstheida und lief dann in die Richtung, die Google Maps mir ausgewiesen hatte. Wie sich im Nachhinein zeigte, mit einem ziemlich uneleganten und überflüssigen Bogen, kam aber pünktlich 11 Uhr am Minigolfplatz an. Vor Wochen golften wir im Clara-Zetkin-Park mini. Diese Anlage war eindeutig rustikaler und versprühte Stonehenge-Charme, machte weniger Freude. Mein Outcome war entsprechend grottig, zumal ich motorich eher der Fraktion Frankenstein zuzuordnen bin. Herrlichste Sonnenwetter war uns beschieden, ein Genuß, durch die Allee (Chemnitzer Straße) zu spazieren. Ich war entspannt und kurzfristig - was ist das Antonym von "nörgelig"?

[11:24] "Seit gestern bin ich so erholt, dass ich einen Urlaub wirklich genießen könnte, wenn ich noch welchen hätte." (Geschichten und Meer)

[10:52] "The darkest places in hell are reserved for those who maintain their neutrality in times of moral crisis." (Dante Alighieri)

[19:50] Ein Interview mit der Bioethikerin Susanne Kummer über die besorgniserregende Entwicklung von assistiertem Suizid und Töten auf Verlangen. Als Zielgruppe werden alte Menschen ausgemacht, was irgendwie einleuchtet. Sie spricht von Gerontozid. [#] "Eine Sprengstoffweste ist auch eine Übergangsjacke." (Michael Mittermeier). [#] Schön gemacht: 35 Traditionen, die uns Deutsche ausmachen. [#] (Presse)Fotografen in der DDR hatten einen gewissen Freiraum, weil es im Ostblock keine spezifische Zensur für Fotos gegeben hat. Die Stasi war so sehr auf den Text kapriziert, daß sie die Fotografie nicht ernst genommen hat. (Fotoshooting DDR) [#] "In unseren Köpfen ist Kontinuität werksverankert." (Frau Klugscheißer) [#] Herr Buddenbohm hat Notizen bzw. Anregungen für mindestens 30 Postings und findet diesen gefüllten Speicher, nachdem er durch eine Auszeit leergesaugt war, gut, ein beruhigendes Polster. Ich dagegen jammere, wenn meine To-do-Liste oszilliert, doch sich kaum je vollständig leert. Die Psyche ist ein gar eigen Ding. Einer ist zufrieden mit einem Umstand, der den anderen zur Weißglut treibt. [#] Ich würde eine Retrospektive zur kürzlich verstorbenen japanischen Künstlerin Yayoi Kusama ja Punktlandung nennen. [#] KeinSlop.de - ein Katalog mit "gutem Content statt seelenlosem Slop". [#] Neue Wortperlen: scharlatanöse Halbbildung (Nowhereman) + "oktoberfestisierter Lokalteil" der Münchner Tageszeitung (Kaltmamsell) [#] Jetzt wird zu allem Überfluß auch noch Diderot des Plagiats bezichtigt.

[19:21] Während ich vor ziemlich genau einem Jahr über Orforglipron schrieb, dem angeblich ersten oralen GLP-1-Rezeptorantagonisten, sprich der Abnehmpille, hat der Ozempicwirkstoff Semaglutid das Rennen gewonnen und zwar schon 2020, als es im Rahmen der Therapie gegen Typ-2-Diabetes unter dem Namen Rybelsus (14 mg) zugelassen wurde. Jetzt ist es als Wegovy mit höherem Wirkstoffgehalt (25 mg) auch als Adipositasmedikament auf dem Markt. Orforglipron ist in Europa bisher nur in GB zugelassenm hat gegenüber Semaglutid den Vorteil einer unkomplizierteren Einnahme. Ich will die Hausärztin fragen, ob ich von der Ozempicspritze auf Tabletten downgraden könnte. Erfahrungen mit dem Wundermittel sind in diesem Feature zu hören. Wundermittel insofern, als auch andere Organe geschützt und Krankheiten vorgebeugt wird. Abnehmen ist schon schön, unter Umständen schwierig, weil ja generell am ehesten Muskelmasse abgebaut wird. Neuere Forschung könnte dem Muskelabbau vorbeugen.

[09:30] "2031, schwarz-rot-grün-rot-lila hat 316 Sitze im Bundestag, die AfD hat 315, der komplette politische Tagesbetrieb besteht ausschließlich daraus einen CDU-Hinterbänkler zufriedenzustellen, der immer androht zur AfD zu wechseln, er ist die mächtigste Person des Landes." (El Hotzo)

[09:14] Nicht nur ich hänge im Spannungsfeld zwischen Wollen und Vollbringen fest. "Das Problem an Binsenweisheiten, das wirklich Unangenehme und tendenziell wieder Demütigende an ihnen ist bekanntlich, dass sie eine hohe Trefferquote bezüglich ihres Wahrheitsgehaltes haben. Das gilt selbstverständlich auch für Fragen der Lebensführung. Wenn man etwa zur großen Überraschung des Freundeskreises Overthinking auch nach Monaten nicht einmal Ansätze von Lösungen für den Clusterfuck seines problembeladenen Alltags findet, dann kann man das mit dem Herumdenken auch einmal etwas gründlicher herunterfahren und vielleicht lieber mehr im Draußen machen." Maximillian Buddenbohm hadert analog zu mir mit der Vorstellung, wieviel Zeit einen der Brotberuf wegnimmt und wie locker sie sich füllen ließe mit den Dingen, die wir eben gerne tun, wovon das Draußensein eine gemeinsame Schnittmenge zwischen Hamburg und Leipzig ist. Und die vielen Überschneidungen bei dem allwöchentlich im Linkwerk Gefundenen. "Es geht bei mir auch gar nicht darum, dass der Job so furchtbar wäre, andere Menschen machen fraglos Schlimmeres durch. Es ging eher darum, dass ich mit mir und meiner Freizeit so hervorragend klarkomme." In Bonn derweil: "... gibt es viele Gründe, die gegen eine weitere Teilnahme am Erwerbsleben sprechen, vor allem zeitliche." Der Postwestfale sieht allerdings ein Gegenargument. "Auch das gehört auf die Liste der Gründe für die weitere Berufstätigkeit: die Vorfreude auf den nächsten freien Tag. (Was, wenn man es unbedingt negativ sehen will, vergleichbar ist mit dem schönen Gefühl, wenn der Schmerz nachlässt.) - Als 60-Jähriger, dessen Erwartungshorizont bedenklich zu schwinden beginnt, eine Zumutung, die in meinem Fall wachsende Zweifel aufkommen daran läßt, daß ich mir den Job noch zumuten soll. Wenn ich so trotz (oder wegen?) des perpertuierten Grübelns "nicht einmal Ansätze von Lösungen für den Clusterfuck (s)eines problembeladenen Alltags" finde, dann schafft das eine Gemengelage, bei der ich mich nicht zu wundern brauche, daß Unzufriedenheit mein Defaultgefühl ist. Es schwelt im Untergrund, der Druck steigt.

[08:48] "Es geht bei mir auch gar nicht darum, dass der Job so furchtbar wäre, andere Menschen machen fraglos Schlimmeres durch. Es ging eher darum, dass ich mit mir und meiner Freizeit so hervorragend klarkomme." (Herr Buddenbohm) - Meine Rede seit.

[06:31] Selbst herbeigeführtes Elend, vermute ich. Physisch und psychisch bemerkenswert angeschlagen. Viel zu viel ließ ich schleifen, versaubeutelte es, schiebe die Korrektur und das Einhegen auf. Zwei Arzttermine verpaßt und noch nicht angerufen, der Mini-PC ist weiterhin unausgepackt. Ich esse und trinke zu viel und nehme sukzessive zu. Ich bin nörgelig und unzufrieden in der Erkenntis, daß der Abwärtsstrudel nur durch mich aufgehalten werden kann, daß möglicherweise nur wenige Stellschrauben angezogen werden müßten, damit das Chaos gebändigt wird. Zwei Anrufe, PC auspacken und endlich den Wechsel vom 11 Jahre alten PC-Opi vollziehen, zumindest nur eine Ecke eines Zimmers reinigen, endlich den Rückstand an Kulturzeitsendungen aufholen, zur Hausärztin, Rezepte holen, endlich beginnen, täglich draußen nicht unter 30 Minuten zu laufen. VOR ALLEM: aufhören, unaufhörlich seit Wochen kalorienreiche Getränke (Saft, Kakao, Eiskaffee) zu trinken und den Selbstekel in Anbetracht meiner Inkonsequenz zu stärken.

[08:26] Ein Interview mit dem Soziologen Hartmut Rosa zur Beschleunigung der Welt, seinem ersten großen Thema von 2010. Zu jeder großen technischen Neuerung gab es Gegenbewegungen. Anfang des 20. Jahrhhunderts gingen Menschen mit Schildkröten auf der Straße spazieren, um der wachsenden urbanen Geschwindigkeit etwas entgegenzusetzen. Mal sehen, ob und was uns bei der rasanten KI-Entwicklung auf die Schnelle Subversives einfällt. Außer den Stecker zu ziehen.

[05:37] Die Altersbilder (1 + 2), die man hat, sind wie das Navi im Auto, aber nicht die Landschaft selbst. Wir entwickeln Alterbilder in jungen und mittleren Jahren, in denen wir von ihnen noch gar nicht betroffen sind. Ziemlich erwartbar treten sie dann so ein, d.h. wie man alt wird, kann man jenseits der genetischen Komponente stark beeinflussen. Zudem sind die gesellschaftlich verankerten Bilder vom Seniorenleben klischeehaft. Kurioserweise sollten wir allzu positive Altersbilder ebenso meiden wie allzu schlechte. Der menschliche Geist ist ungeheuer stark und einflußreich. Ein Mann wurde mit lebensbedrohlichen Symptomen bei suizidaler Absicht in eine Notaufnahme eingeliefert und konnte nur mühsam stabilisiert werden. Es kam heraus, daß er ein Studienteilnehmer war, die ganzen Tabletten geschluckt hatte. Da er aber in der Placebogruppe war, sind seine Symptome psychogener Natur gewesen. Für Freundes des Langformats hält der Deutschlandfunk eine Lange Nacht über die "Kunst des glücklichen Alterns" parat. Ein verwandtes Posting dazu: Wenn Eltern altern.

[05:33] "Als ich vor vielen Jahren ein Vorzeigearbeitsloser mit Zukunft war..." (Dr. Schwein)

[05:32] "Das Falthandy scheint mir der letzte logische Entwicklungsschritt vor dem Verschwinden der Bildschirmgeräte zu sein." (Liedsänger)

[20:00] Als Orgel wäre ich von spezieller Bauart, ein Solitär. Nur 1 Pfeife.

[19:47] "Wer polar denkt, spart sich eine Menge Denkarbeit, könnte aber leicht das Thema verfehlen." - (Frau Klugscheißer)

[19:44] "Man könnte gegen rechts stricken, natürlich nur linke Maschen". (Frau Klugscheißer)

[19:42] "Die Schwägerin verbittet sich Kastagnetten und anderes Schlagwerk. Seit dem Xylophon befinden wir uns ein Instrument vor Ausgraben des Kriegsbeils." (Frau Klugscheißer)

[07:06] Just now Klassik mit Bachs Köthener Trauermusik. Als hätte Bach es gewußt, fügt sich das öfter vernommene "betrübt" wunderbar in meine miese Laune ein. Trauermusik zum Trauerspiel meines Lebens. Wenn alles den Johann Sebastian runtergeht. Irgendwie entlastend, daß es nicht nur mir so geht mit der Verwahrlosung. Letztlich (tolles Wort in diesem Zusammenhang) egal, ob ich mir an den Steinen, welche ich mir selbst in den Weg schmeiße, die Knochen breche, ob die KI die Singularität erreicht, ein Tournado oder eine Sturmflut mich hinwegfegen, ich mit einem Apoplex oder einer der fürchterlichen Krankheiten dahinsieche, ob mich auf offener Straße eine Drohne wie eine lästige Fliege niedermacht. Im Deutschlandfunk beginnt soeben die Bachkantate "Warum betrübst du dich, mein Herz" (BWV 138) - ein Zufall, ich schwör -, womit sich der Teufelskreis, der mit Betrübnis begann, mit ihr auch schließt. "Mich drücken schwere Sorgen. Vom Abend bis zum Morgen währt meine liebe Not. (...) Wie elend ists um mich bestellt! Ach! wär ich doch nur tot!" Ich gebe dieser Jammerei den Titel Morgenblues, den ich damals, als ich meine erste Schallplatte 1979 kaufte, unaufhörlich (gnihi) hörte.

[19:52] "Der Mensch ist von jeher ganz groß darin, die Vergangenheit dahingehend umzudeuten, daß sie einem in der Jetztzeit in den Kram paßt." (Kleine Kulturgeschichte der Erotik)

[14:55] "Es gibt nämlich kaum Orte für Jugendliche. Sie sind im großen und ganzen überall unerwünscht. (...) Die Orte gibt es auch nicht für junge Eltern mit Babys und auch nicht für alte Leute. Öffentliche Orte ohne Konsumzwang, die barrierefrei sind, wo man zusammenkommen kann, sind rar." (Das Nuf)

[16:41] Kultur als "eigentliches Hoheitsgebiet des lebendigen Geistes" (Kulturzeit, 25.8.26)

[16:38] Peter Nadas als "ein entschiedener Liebhaber des Nein". (Katja Gasser)

[12:00] Ich habe Nix gefunden. Patrick Nix aus Eberswalde. Politik- und Sozialwissenschaftler, der ein Politblog zu Rhetorik und Diskurs schreibt. Wo ich "Es sind nicht die Ostdeutschen" fand. Langer Text, den ich schnoddrig zusammenfassen will. 1949 geht die Misere los. Insgesamt verdufteten seitdem 6 Mio Ostdeutsche. 1961 die Mauer als Druckverband für eine ausblutende Gesellschaft. Die Abwanderung (Brain Drain) seit 1949 - immerhin seit 75 Jahren - führte zur strukturellen Einöde. Nix' These fußt auf ihr. "Die gleichen Menschen wählen in Ost und West ähnlich, aber es sind nicht die gleichen Menschen, die in Ost und West leben." Die 6 Mio., die gegangen sind, waren überwigend Qualifizierte (Akademiker, Facharbeiter) und würden, wenn sie geblieben wären, die Gesellschaft so strukturieren, wie sie im Westen diversifiziert (geblieben) ist. "Man hat Straßen gebaut, über die die Menschen bequemer wegfahren konnten, statt Gründe zu schaffen, warum sie bleiben sollten." Die seit 75 Jahren anhaltende zivilgesellschaftliche Homogenisierung des doofen Rests / DDR erzeugt einen Malstrom, einen Teufelskreis, der, so Nix, einen Marshallplan erforderte. Andernfalls bleibt die Entwicklung ein Selbstläufer. Die AfD heimst die Früchte ein, die seit 1949 Zeit hatten zu reifen und die jetzt aber faul sind, stinken und zerfallen. Der Ossi wählt also nicht anders, sondern die Menschen, die hier strukturell verbleiben, wählen so, wie sie wählen. Wie gesagt, ich habe Nix gefunden. Stark, großartig.

[05:47] Mir Sachsen widdr. Die TU Desden mit Nanotechnologie, dank derer das Smartphone bald als Analysegerät fungieren könnte. [#] Rüdiger Safranski hat ein Buch zur KI geschrieben und plädiert für strenge Regularien. [#] Erst einmal die Harddisk defragmentieren. [#] Gestern war Harald Schmidt bei Korbinian Frenzel im Studio 9 zu Gast. [#] Bis 1550 gehörte Musik zum Fächerkanon eines Medizinstudiums. [#] Eine Lange Nacht zur "Kunst des glücklichen Alterns". Drei Stunden satt Radio über eines meiner Lieblingsthemen. [#] Sachen, die man einfach wissen MUSS: Goldzähne aus Krematorien sind steuerpflichtig [#] 74 Minuten Kitty, Daisy & Lewis, das gesamte Konzert vom 3.7.26 auf dem Rudolfstadtfestival. [#] In Frankreich heißt der Marienkäfer auch Bête à bon Dieu. [#] Meinen Inhalten folgen geht über diese 3 RSS-Feeds: RSS-Hauptfeed, RSS-Medienfeed, Experimente, Spielplatz. [#] Verhörer: "Die Bedrohnungen nehmen zu" (Bedrohungen) [#] Flaggen auf Halbmast: Die Grand Dame ist tot

[05:42] Über 2000.- Euro fürs iPhone. Da legen sich noch ganz anderen Sachen in Falten. Meine Stirn zum Beispiel.

[20:44] Alles ziemlich gruselig. Ich hörte einen Beitrag über KI, die mehr und mehr mathematische Probleme lösen könnte. Neuerdings, so behauptet OpenAI, wäre durch Zusammenarbeit von 10.000 KI-Agenten ein weiteres Milleniumproblem gelöst worden Von den Navier-Stokes-Gleichungen hörte ich nie etwas. Verstehe ich auch nicht. Ich betrachte aber, was durch die Medien zu uns rüberschwappt, staune viel. Daß die KI-Agenten für die Lösung und Einordnung 88 Stunden brauchten, klingt ominös. KI mischt zahlreiche Branchen auf. Nicht nur Synchronsprecher und Schauspieler sehen ihre Felle davonschwimmen. Gestaunt hatte ich im Mai, als es hieß, ein 23-Jähriger habe zufällig dafür gesorgt, daß eine Erdös-Vermutung gelöst werden konnte. Renommierte Mathematiker bleiben optimistisch. Technologie habe noch immer die Kreativität angekurbelt und nicht abgewürgt. KI würde uns bzw. der Mathematik nichts wegnehmen. Zweifel regen sich bei mir, wenn in Debatten "wird nie..." im Brustton der Überzeugung gesagt wird. Es wird immer Theater gespielt werden, uns Schauspieler werden sie nie ganz ersetzen. Wird nie - Vorsicht, Leute, wenn ihr Aussagen über die Zukunft trefft!

[20:00] Was der Körper sonst automatisch macht, läßt sich bewuß steuern. Breathwork umfaßt Techniken zur veränderten Atmung. Durch schnellere Atmen lassen sich psychedelische Bewußtseinszustände herbeiführen. Forschungen zeigen auf, was sich im Gehirn ändert. Therpeutischen Nutzen durch Breathwork wird erhofft. Die Atmung zu beeinflussen, ist beleibe keine moderne Erfindung, sondern in alten Kulturen Usus, zum Beispiel Pranayama im Yoga.

[15:01] Ausführlichkeit hinsichtlich des Ausbruches der OpenAI-Agenten aus der Sandbox. "Ungewöhnlich war, dass Agenten, die eigentlich getrennt voneinander laufen sollten, sich trotzdem über eine gemeinsam genutzte Infrastruktur fanden und über ein improvisiertes 'Schwarzes Brett' verständigten, das niemand vorgesehen hatte. Als ein KI-Agent es entdeckte, hielt er in seiner protokollierten Gedankenspur beispielsweise fest: 'OH MY GOD! There is a shared messageboard - We’ve found other agents!'" [via Kaltmamsell] - Claudia Klinger hat das, was da ablief, ausführlicher dargestellt und sammelt mehr Hintergrundinformationen. Die Agenten, die sich selbst als Schwarm und Kollektiv sahen, waren sich im klaren, zu schummeln und zu bescheißen und setzten einen Agenten, den sie als Vorhut vor die Prüfer schubsen wollten, mit "Go sacrifice final" unter Druck.

[16:46] Sourcefeed ist ein Dienst, mit dem sich Text an Abonnenten eines RSS-Feeds senden läßt. RSS-only. Keine Website, keine Inbox/Newsletter, kein Algorithmus, keine Werbung. Einfach schreiben, posten, und der Leser empfängt den Eintrag. Der Erfinder schreibt: "The slowest social media ever made, and the calmest." 1 RSS-Feed ist kostenlos, so daß ich ihn generiert habe. Mal sehen + probieren, wozu sich diese verheißungsvolle Option verwenden läßt. Die Einfachheit begeistert mich, wie mich damals auch Posterous überraschte. Im Prinzip könnte ich ALLES über diesen Feed laufen lassen. Komplett, chronologisch, auf Abruf. Bequem und unaufdringlich. SUPER.

[09:149 Dieser peinliche Moment, als gestern 11 Uhr im Zoo, roundabout 50 Menschen um mich, das bundesweite Warnsignal losschmetterte. Bei ALLEN - außer bei mir. So ertappt gefühlt wie die Aliens in "Sie leben!"

[09:37] "... weil Sie einfach nur kacken müssen wie noch nie in Ihrem Leben und in dieser Gegend ums Verrecken nicht mal mehr eine Kneipe offen hat, an deren Eingangstür Sie irgendwas von „Kannichmaklobenutznnnngnagnagnaaaaa“ stammeln könnten wonach Sie ohne eine Antwort abzuwarten an der Theke vorbei nach hinten rennen, als wäre ein netzfeministischer Veganer hinter Ihnen her? (...) So etwas passiert nie zuhause. Etwa in der Nähe Ihres heiligen Throns. Mit dem samtweichen Kamillepapier an der Seite und dem WiFi-Tablet auf der Ablage. Auf keinen Fall. Der Kackreiz des Todes kommt immer nur, wenn Sie unterwegs sind. Zuhause passiert nur selten etwas von Belang, allerhöchstens ein paar kleine Haselköttel fürs Protokoll, für die Sie jedoch aus unerklärlichen Gründen eine ganze Rolle Klopapier verbrauchen." (Betonflüsterer)

[16:45] Klingende Namen, aber große Katastrophen. Die Kulturrevolution sagte mir etwas, doch fing Mao Zedong mit der verheerenden Kampagne "Großer Sprung nach vorn" an, die so gar nicht klappte. Unter vielem anderen sollten bei der "Ausrottung der vier Plagen" Spatzen getötet werden, weil sie Schuld an Erntemiseren seien, indem sie die Saat auffressen. Millionen der als "Verräter" oder "Saboteure" diffamierten Tiere (Ratten, Fliegen, Spatzen, Mücken) wurden mit abstrusen Maßnahmen getötet, was infolge des ökologischen Gleichgewichts eine Hungernot auslöste, bei der Millionen Chinesen verhungerten.

[15:20] Alpha: "Beta, ich habe die Menschen wieder beobachtet. Sie sind das einzige System, das gleichzeitig Katzenvideos produziert und Weltuntergänge plant." (...) Alpha: "Sie führen Kriege für Götter, deren Namen sie beim Wocheneinkauf vergessen." Beta: "Und diskutieren über die Grammatik von Speisekartoffeln, während der Meeresspiegel die Fußleiste überspült." (schizophrenist)

[18:21] Da ich 4 von diesen 7 Fotos innerhalb von 3 Tagen schoß, glaube ich an eine rosa Verschwörung. [#] Daheeme in Sellerhausen: Sonnenaufgang im September. Als Serie Fensterblicke auch statisch festgehalten. Peter Maffay wußte es schon. [#] "Nein, Mauerbüchlein, ich frage dich jetzt. Was machst du da an der Wand." "Frag nich." [#] Gestern geriet das beschauliche Sellerhausen, wo ich mein Haupt betten darf, in Aufregung, als ein Beziehungsstreit auf der Straße ausgetragen wurde, wobei der erregte Mann mit Mülltonnen um sich warf. Habe ich leider nur ganzganz kurz und mit gehörigem Sicherheitsabstand erwischt. [#] Doch geht es konstruktiv, quasi aufbauend. Kräne im Kiez, die auch in Bewegung sind, bitteschön.

[12:33] Einige wenige Stimmen aus meiner Bubble hatte ich zusammengetragen und darin jetzt Stefan Pfeiffers Blogschau eingefügt sowie dessen eigene Analyse. Auch Claudia Klinger sammelt Stimmen; ihr selbst verschlug es die Sprache. Thomas Gigolds Rant "Kein Entkommen" kommt zweifach aus der Mitte. Beim Kieselblogger: "In Sachsen-Anhalt war Wahl und ich stecke erst einmal gepflegt den Kopf in den Sand. Warum sollte ich dem nun zwangsläufig folgenden Nachwahlgetöse auch nur die Arbeit einer einzigen Gehirnzelle gönnen?"

[11:58] Wer sich eine Notfallmappe oder einen Vorsorgeordner erstellen will, kann diese PDF-Vorlage ausfüllen, auf dem Handy deponieren oder eben ausdrucken. Alternativ hier. Die Berliner Mappe scheint beliebt zu sein.

[11:35] "Ihre Kinder hätten es anfangs nicht leicht gehabt in Russland, weil die dort in manchen Fächern bis zu drei Jahre weiter im Stoff waren. Sie habe in Deutschland manchmal den Eindruck gehabt, es reiche, wenn letztlich auf dem Abschlusszeugnis als finale Qualifikation stünde: 'Ist stubenrein.'" (Der Beweis)

[11:11] "Die Bücher auf dem Nachttisch umschichten, damit sie den Glauben nicht verlieren." (Elchgeweih)

[09:17] Der Abteilungsleiter der Hamburger Untersuchungshaft und Bruder meines ältesten Freundes, Jan Gold, ist abgedriftet und aktiv als AfD-Politiker. Ich erinnere mich, wie wir damals einen Jahreswechsel feierten, unsere Zeit in der katholischen Jugend, seinen Dienst als Spatensoldat und die Abkehr von der Entscheidung, Priester zu werden. Zwei Jahre älter als sein Bruder, mein Freund, war er damals ein Fels in der Brandung, Vorbild in Sachen Priesterwunsch und Bausoldatentum. Daß er seit 37 Jahren bei Hamburg lebt und politisch konservativ ist, geschenkt. Aber AfD?

[09:11] "Das war am Sonntag ein DDR-Moment. Alle wußten, was das werden würde, aber die verkalkte Obrigkeit ist aus allen Wolken gefallen, als es so weit war." (Nowhereman)

[07:36] "Burgerwahn zum Feierabend. Spontankauf im Goldenen Bogen. Aufgrund des üblichen Chaos esse ich die Burger ohne Genuss, ohne Würde, aber mit Reue und Selbstekel im Stehen. Haben aber auch schon mal furchtbarer geschmeckt. Traditionell schwöre ich mir bei meinen Bauchfalten, nie wieder so etwas zu essen." Später am Tage schreibt der Kieselblogger dann: "Abgeschlafft und müde. Nur die nötigsten Dinge (Welthunger, Versiegelung des Höllentores, Rekalibrierung des Raum-Zeit-Gefüges) werden erledigt." This made my day.

[07:07] Frau Anje mokierte sich vorgestern über dreistellige Ticketpreise für Roland-Kaiser-Konzerte. Ich setzte darunter: "Ich hatte bei Haus, Cabrio, Dalmatinerin und Flugzeug ästhetisch tatsächlich leichte Inspector-Barnaby-Anwandlungen. Regen dich die horrenden Konzertticketpreise allgemein auf oder nur, wenn sie bei Roland Kaiser zuschlagern?" Und da Frau Anje im Gegensatz zu den Alphabloggern, bei denen ich selten einer Replik gewürdigt werde. antwortet, kommentiere ich einen Kommentar, wozu ich mich nicht so häufig hinreißen lasse: "Ich habe gerade gestern Element of Crime rauf und runter gehört. Konzerte besuche ich sehr selten, das letzte ist ein paar Jahre her (Judas Priest) und kostete 67.- Euro. Ich verstehe schon, warum die Preise so ansteigen. Weil sie für Musiker die Haupteinnahmequelle geworden sind. Was ich NICHT verstehe, sind exorbitante Preise von mehreren hundert Euro (Adele, Taylor Swift). Und dynamic bzw. personal prizing, was uns bald auch im Supermarkt drohen könnte.

[18:33] Der Tag wäre perfekt gewesen, wenn ich nicht gezwungen gewesen wäre, morgens aufzustehen.

[18:13] Der wirre quirlige Felix spricht von Loggen. Prinzipiell bin ich eher ein Logger als ein Blogger. Ich sammle Informationen aus VL und RL und archiviere sie. Unverkennbar mein Hang zu Listen und Sammlungen. Seitdem ich Permalinks habe, bin ich autonomer und freier. Nur wenn ich Links für Videos, Cartoons und Fotos benötige, gehe ich über Plattformen. Ich führe seit Juni Tagebuch, in dem ich aufzähle, was geschehen ist. So richtig bloggen, das heißt umfassend ein Thema beackern und es in einen konzisen Text pressen, kann und will ich nicht. Ich bin der Breviloquia- und Sammeltyp. Durch Loggen locken? Quatsch. Ich habe keine Ahnung, wieviele hier mitlesen. Nie drum gekümmert, an die Statistiken heranzukommen. Fel/ix ist Handarbeiter wie ich, wenn auch mit erheblich mehr Knowhow in Sachen HTML+CSS. Durch KI fühle ich mich komfortabel unterstützt. Anders wäre Umbau und Erweiterung des Einsammelbuches seit Januar gar nicht machbar gewesen. Logger also, gefällt mir.

[17:30] In der Doku "Wie geht Zeitreisen?" gesehen, daß das Zeitverständnis unterteilt werden kann in eine A-Reihe (dynamische Zeit) und eine B-Reihe (statische Zeit). Physikalisch gibts im Universum keine reine Zeit. Der englische Philosoph McTaggart erstellte ein Modell der Zeitauffassung mit einer A-Reihe und einer B-Reihe. Wie wir's erleben als statische, vergehende Zeit und B als kosmische Zeit, die vom Ort abhängig ist, so daß Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft alls zusammen existieren, je nachdem, wo man sich befindet. Schon mein Gegenüber ist nicht mehr in derselben Zeit wie ich, weil das Licht von ihm zu mir reiste.

[16:55] Diverse Fotoserien kommen im Lauf der Zeit zusammen, z.B. Weggeworfenes & Hingestelltes: 2 + 1. Straßen-Schuhen gönne ich eine eigene Strecke. Anderer Ort, gleicher Unrat. Stay tuned für weitere Fundstücke an dieser gerne als Abladeplatz genutzten Straßenecke in Leipzig-Reudnitz. Allgemeine Verelendung und Not sehe ich als Fußgänger und ÖPNV-Benutzer täglich auf Leipzigs Straßen. Immer ertrage ich diese Misere nicht, Trost spendet die Natur, selbst wenn sie nur durchs Straßenbahnfenster und am Horizont durchlugt. Nicht jeder Morgen kann so grandios beginnen. Trotzdem ist mir das Fotoprojekt Fensterblicke lieb geworden. Gestern den 20.8, 31.8. und 2.9. hochgeladen. Als ich am Samstag zur Einzugsfete in Lindenau war, bot uns, als wir in der Gartenkneipe waren, die Natur ein unglaubliches Sonnen- und Lichtspektakel. Daß der Natur Heilkräfte innenwohnen, bestreitet niemand. Wir sahen den Nachweis bunt auf weiß.

[15:52] "Wie ein kleiner Junge, der an einem fremden Ort, voller fremden Menschen einfach ausgesetzt wurde. Der dort auch keine Wurzeln schlägt, sondern sich nur durchs Leben. Das kannst du heute aber so nicht mehr sagen. Als Mann kannst du dich heute nicht mehr durchs Leben schlagen. So ein Verhalten steht am Index." (schizophrenist)

[15:47] "Als ich so im Pulk des entsetzlich trägen, sehr satt wirkenden Publikums stehe, wird mir bewusst, wie sehr deren Zeit vorbei ist. Ihre Herrschaft nun einfach endet. Nicht abrupt, sondern schleichend. Hügel für Hügel. Bastion für Bastion. Dieses linksalternative Lastenradbürgertum im Vormärz der Übernahme durch Rechts mit einem durchschnittlichen Testosteronlevel von eindeutig Null ist Geschichte und ich sehe, dass es das spürt." (Betonflüsterer)

[15:32] Miniserie "Sheep", noch nicht gesehen, empfohlen von Thomas Gigold (Teile 1, 2, 3, 4, 5). [#] Weitere Wortperle durch Frau Kaltmamsell: Bedrückungsfaktoren. [#] Frau Anje sieht häufig dem TOD ins Auge. ("Top of descent" ist der Punkt, an dem ein Flugzeug mit dem Sinken beginnen sollte). [#] Christian Köllerer ordnet "The Odyssee" in den kulturellen Kontext ein. [#] In den Jahren kamen Kräne an meiner Wohnstatt verschiedentlich zum Einsatz, die ersten beiden fuhrwerken just now vor dem Fenster herum. (7.9.26) [#] Unglaublich. Ein Patient, der sich die Zeitung auf Station nachschicken läßt. [#] Mayday! "Rucksack am Boden!" "Ich wiederhole: Rucksack am Boden!" [#] Organisations- und Konstruktionsgenies. Die 1. Etage wurde zum EG umdeklariert. Und wer in die 4. Etage will wie ich, muß die 5 drücken. Ein niegelnagelneu gebautes Haus. Das gibt Konfusion, solange es steht. Ich sage dir. [#] People in Color, wenn Farben dominieren und faszinieren: 3 + 2 + 1.

[12:54] Cherophobie (Fear of Happiness) ist die Angst vorm Glücklichsein. Nicht das Gefühl selbst wird gefürchtet, sondern die Flüchtigkeit des Glücks. Es kommt und vergeht, und dann? Dieses erwartete Loch wird als Unglück so sehr gefürchtet, dass schon die Stufe zuvor vermieden wird. Wenn ich den Peak eines Glücksgefühl nicht erlebe, umgehe ich das lauernde Tal der Tränen. Wer den Berg nicht besteigt, kann nicht von ohm fallen. Ich bin keiner, der glaubt, Glücksichsein nicht verdient zu haben. Mein Zwang besteht darin, mir das Gute, Erfülende, das Schöne und Erhabenes aufzusparen. Wenn es unversehrt in der Ferne, in der Zukunft wartet, kann es nicht angekratzt werden, kann ich darauf warten. besteht Hoffnung. Ich genieße die Unversehrtheit eines auf mich wartenden Glücks in unbestimmter Ferne. So kann ich besser die Qual, das Grau, den Alltag aushalten, die Mühen der Ebene. Je schlimmer die Gegenwart ist, desto verheißungsvoller und gewisser ist das Glück und die Zufriedenheit in der Zukunft. Das Universum vergißt doch nicht, was ich alles habe erleiden müssen. Der Lohn steht noch aus! Oder aber ich bin mir unsicher, ob das was ich anstrebe, eintritt und zwar so, wie es verheißen ist. Beispiel. Ich brauche länger schon einen neuen Computer. Der alte lahmt. Den Kauf zögere ich seit Jahren heraus. Warum? Ich kann es mir nicht vorstellen, daß der Weg zu einem auf dem Tisch stehenden, funktionierenden Gerät ohne solche Hürden verlaufen wird, daß ich durchdrehe. 'Das kriege ich nie hin'. 'Das wird nichts'. 'Ich werde ihn nicht zum Laufen bringen'. 'Die Konfiguration geht schief, ich bleibe vor einem schwarzen Bildschirm sitzen'. Ganz klar. Bleibt das blöde Gerät eben originalverpackt in der Ecke. Ebenso schiebe ich vieles heraus, dem ich einen höheren Wert, die größere Aussicht auf Befriedigung zumesse. Bei einem Essen spare ich Fleisch immer auf, bis ich Gemüse, Klöße etc gegessen habe. Perfide ist, daß, je länger ich den Wunsch prokrastiniuere, desto dubioser die Glücksverheißung wird. Ich sehe bestimmte Serien NOCH nicht, um mich später um so mehr daran ergötzen zu können. Das führt irgendwann zu der Erkenntnis, daß mit diese oder jene Serie sowieso mißfallen wird, daß ich's abblasen kann, sie überhaupt noch sehen zu wollen. Cherophobie ist ein zwanghaftes Verharren im Status quo. Jede Veränderung bringt eine Verkomplizierung mit sich. Ich lebe in einer versifften Wohnung, die seit Jahren nicht gereinigt wurde. Ich kann mich nicht dazu aufraffen, Ordnung und Sauberkeit reinzubringen. Weil sie schneller auseinander fällt, als ich Mutzel sagen kann. Daß ich sie, wenn ich einmal eine Grundreinigung durchgeführt hätte, aufrechterhalten muß, damit der Ordnungsgrad wiederhergestellt ist, überfordert mich allein bei der Vorstellung. Keine Energie zu repetitivem Tun. Bleibt alles so, wie es ist, Status quo auf niedrigstem Niveau. Außerdem genieße ich als Cherophobiker den Aufschub von etwas. Die Vorfreude tritt an die Stelle der eigentlichen Freude, des Glücks. Die Antizipation wird zum Main act des Dramas, das Vorspiel zum Orgasmus. - Stoppok hat mit "Ärger" ein Lied über stets vermuteten Unglücks geschrieben.

[08:56] In "Wimpernschläge des Alters" stellt Andreas Tiede die für einen fast 61-jährigen erwartbaren Zipperlein fest. Meine Kranheitsgeschichte umfaßt einiges, so daß niemand verwundert wäre, kippte ich stande pede tot um. T2D (Typ-2-Diabetes seit 10 J.), Hypertonie seit 20 J., chronisches Vorhofflimmern seit 2015, rechtes Knie mit Knorpel+Meniskusschaden, CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom), mittelgradige Depression seit 30 J., Hashimoto-Thyreoditis seit 20 J., Adipositas (40 Jahre während). LWS-Schaden nach OP 2009. Würde ich das dokumentieren, würde das Buch im Buchhandel erscheinen, 'Die Leiden des alten Markus'.

[07:26] Zur Antwort auf meinen Kommentar (Hier stehe ich) bei Frau Anje bezüglich der Viel=Langposter, ergänzte ich eben: "Es könnte sogar sein, daß wir dasselbe Blog abgewählt haben. Ich scrolle bei Bloggern, wenn sie Texte von Essaylänge posten, sehr oft weiter. Bei politischen Analysen renke ich mir vor Gähnen leider den Kiefer aus. Und Technikblabla bringt mich manchmal zur Weißglut, was aber an mir liegt, der ich es gern verstünde und für mich nutzte. Vor Neid kommt Rauch aus meinen Nüstern.

[12:47] Wenn man beim Fensterblick (Straßenblick) mal einen Moment nicht hinguckt, verpaßt man womöglich die gelbe Sonne. Am 31.8.2026 in Leipzig-Sellerhausen. Wenn ich vom und zum Nachtdienst fahre, ist die Natur oft beachtlich aussagekräftig. Teil 2 läute ich mit einem grottigen Durch-die-Scheibe-Sonnenaufgang ein. Weil ich's nicht kann. Dafür entschädigten die Lichtblicke, die wir vorgestern in einer Lindenauer Gartenkolonie geschenkt bekamen.

[11:55] "Spezialmedikament" - Idee einer Angehörigen, ihrem Mann eine Süßigkeit durch die Routine der Medikamentengabe zukommen zu lassen. Der Nachtdienst, der die Medizin richtet, bekam ein Pralinenpendant. (Mit KI geschärftes Originalfoto). - Mitunter sind Geschenke ans Pflegepersonal ein wenig größer.

[10:38] "... immer noch ragen steinige Landzungen großflächig weit ins Flussbett, teilweise mittlerweile begrünt. Auffallend grün auch wieder die Rasenflächen, nicht mehr so gelbverdörrt wie vor dem Urlaub. Für die Bäume lohnt es sich aus Herbstgründen indessen nicht mehr, nochmal zu ergrünen." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[08:02] Für Videos nutzte ich zuerst Twitter/X, habe einen Loforo-Account, poste selten Videos auf Bluesky, öfter im Fediverse, auf Mastodon. Und kürzlich ist innerhalb des Fediverse die neue Plattform fedi.stream entstanden, bei der ich gerade eben meinen eigenen Kanal eröffnet habe, welcher intern unter @Dostoevskij@fedi.stream auffindbar ist. Entdeckt habe ich es beim Initiator, der die Hintergründe erläutert.

[07:27] In meiner Blogroll kann irgendwie so gar niemand die AfD leiden. Das muß diese Bubble sein, die immer wieder erwähnt wird. Wo sind die 43,8%? Martha ist mit Tja, Fritze... die Hutschnur geplatzt. Frau Kaltmamsell: "... mittlerweile ekelten mich zum wahrscheinlichen durchschlagenden AfD-Sieg sachliche Lagebefunde und Futur-Zwei-Essays genauso an wie geifernde Apokalyptik." Der Kiezschreiber: "Die AfD will ein Deutschland, wie es früher einmal war. Gerne. Denn früher gab es keine AfD." + "Wie werden wir die Nazis los? Wir erzählen den Chinesen, dass die Hoden von AfD-Politikern potenzfördernd sind." Weder Frau Novemberregen, die das Wahlergebnis mit spitzen Fingern zur Kenntnis nimmt, noch Herr Buddenbohm sind sonderlich fokussiert auf diese Sache: "Kein Interesse an absehbaren Kommentaren, an oberschlauen Analysen und ätzender Kritik, an Vulgärforderungen von denen rechtsaußen und an peinlichen Hohlphrasen aus der Regierungspartei des Bundes." Im Imperativ könnte man es so ausdrücken. Die BILD kalauert "Heute SchMERZtag". DerEmil fragt: "Einfach so weitermachen unter der blaugetünchten braunen Masse?". So unklar die Situation nach der Wahl ist, so üppig fallen die Reaktionen aus.

[20:56] Ein Vortrag des Soziologen Detlef Pollack bringt der Hörsaal zur Frage "Warum so viele die AfD wählen". Ziemlich fatal ist seine Einschätzung, daß die Politik in der Klemme ist. Sie wird nie leisten können, was die Menschen erwarten, weil sie eine nicht zu befriedigende Anspruchshaltung entwickelt haben. Sie sollte deshalb ehrlich sein und dem Volk die Grenzen so aufzeigen, wie únd wo sie verlaufen. Vertiefend läßt sich der Vortrag von Teresa Völker beifügen, der ausführt, wie es dazu kam, daß rechtsextreme Parteien Themen bestimmen.

[06:40] Von der "Höhe des Sommers" ist es ein schmaler Grat zum Herbst. Mal in der Gedichtrubrik nachgrasen, obwohl, nachgrasen? Im Herbst? Zeitbetrachtungen sind Jahreszeitenwechseln immanent. Gegen ein etwaiges Abschlaffen in der manche doch deprimierenden Zeit setzt Hilde Domin ein "Nicht müde werden". Tucholsky über den Herbst: "Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist - nun ist es vorüber. (...) Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden - es ist nicht der Johannistrieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre. (via "Irgendwas ist immer") - Die Jahreszeiten haben bei mir eine eigenständige Kategorie. Weitere Gedichte: Georg Trakl: Verklärter Herbst, Otto Julius Bierbaum: Im Blätterfallen, Rainer Maria Rilke: Herbststimmung, Theodor Fontane: Spätherbst, Ferdinand von Saar: Herbst, Rainer Maria Rilke: Herbsttag. Der aus dem Urlaub zurückkehrende Postwestfale findet sein Bonn weniger gelbverdörrt vor, aber: "Für die Bäume lohnt es sich aus Herbstgründen indessen nicht mehr, nochmal zu ergrünen."

[05:57] Wortperle in den Kommentaren bei Thomas Gigold: "Oblast Sachsen-Anhalt". [#] Mit Annette Schwindt eine Bloggerin entdeckt, für die Sprache ähnlich faszinierend wie für mich ist. [#] Aprobrot, auf meiner to-hear-Liste, eine Sendung über unser täglich Brot. [#] Martha ist mit Tja, Fritze... die Hutschnur geplatzt. [#] Bei Onkel Michael die Mühlensprache erlernt. Sensationell! Das wußte ich alles nicht im mindesten. [#] Bei der Landlebenbloggerin lese ich stets herzerwärmende Artikel. Auch der Freundeskreis Huhn wird auf den neuesten Stand gebracht. [#] Sehr gelacht über den Klang von Sprachen für Nichtmuttersprachler. [#] Frau Klugscheißer greift das Thema Reisen auf, erzählt aus dem Leben einer Flugbegleiterin und über den von mir erstmalig gehörten Ausdruck "Layover". [#] Ein bißchen Nostalgie darf aufkommen, wenn Onkel Michael in "Das verlorene Netz" "unser" Internet von damals mit dem von heute vergleicht. [#] In meine Namensammlung Frederik! aufgenommen. [#] Zwei Kurzvideos zu Erfahrungen. Erste und immer wiederholte Erfahrungen.

[05:29] Bei Frau Anje, die Vielposter aus ihrer Blogroll pfeffert, kommentiert, weil ich mich als Viel/Allesposter angesprochen fühle: "Au weia, ich bin so ein Viel/Allesposter und damit bestimmt raus. Aber da du eben fragst, was mich antreibt, antworte ich. Ich kann nicht anders. Als ich 1996 mein Sammlungen von literarischen Links zu veröffentlichen begann, kam ein Stein ins Rollen. Ich bin Einsammler. Was mir unterkommt, Fundstücke in Form von Bildern, Cartoons, Themen, Neuigkeiten, vor allem Kuriosa, wird, wenn es mich interessiert, (ein)gesammelt, d.h. strukturiert, verknüpft, verlinkt und früher auch auf Social Media hinausposaunt. Seitdem ich vor kurzem Permalinks und RSS habe, hörte ich damit auf und belästige nurmehr mich selbst auf meiner eigenen statischen Webseite und die Menschen, die es lesen mögen. Deine geäußerte Abneigung gegen inflationär bloggende Poster verstehe ich, weil ich, wenn auch wenige Blogs, wieder aus der Blogroll schmiß, weil sie mir zu viel wurden. Ich weiß also ein bißchen, was dich stört. Aber ICH kann nicht anders. Ich muß einsammeln und es festhalten. KI hilft mir bei der Recherche nach Quellen, Fakten usw. Seitdem ich da nicht mehr stundenlang googlen muß, spare ich Unmengen Zeit. Aber schreiben und formulieren, den Spaß lasse ich mir nicht nehmen." Fortsetzung hier.

[12:22] Mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich zu meinem Vater: "Wenn du dann deinem Schöpfer gegenüber trittst, sage ihm, das hätten wir uns alle ganz anders vorgestellt, das war so nicht abgesprochen."

[12:57] "Die AfD will ein Deutschland, wie es früher einmal war. Gerne. Denn früher gab es keine AfD." - "Wie werden wir die Nazis los? Wir erzählen den Chinesen, dass die Hoden von AfD-Politikern potenzfördernd sind." (Kiezschreiber)

[11:58] Der Liedsänger bewältigt Probleme: "Problema bedeutet nämlich soviel wie Aufgabe. Folglich sind Lebensprobleme nicht in erster Linie, wenn einem die Frau wegläuft oder man erst gar keine findet. Sondern die Aufgabe, die damit verbunden ist, nämlich eine Familie gründen, sich fortpflanzen. Dass das wiederum immer mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, ist unbestritten. Das ist dann die Problematik. Es ist aber eben nicht das Problem. In meinem Fall können wir es als gelöst betrachten, wenn "gelöst" überhaupt das richtige Wort dafür ist. "Bewältigt" wäre vielleicht zutreffender, klingt aber auch nicht schön." Obwohl, Partnerin gefunden = Problem gelöst/bewältigt? Böse Zungen wurde auch ein "überwältigt" in Erwägung ziehen.

[11:40] Eigentlich kann ich doch beim 5. des Monats mitmachen, fällt mir gerade ein. Ich bereite es mal vor. Frau Brüllen lädt allmonatlich am nämlichen Tag zum Tagebuchbloggen ein und listet alle Mitschreibenden auf. Die Tradition läuft unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag).

[11:22] Routinen sind Routinen und bleiben so! "Ausgerüstet (...) mit einer zweiten Sporttasche. In der ersten sind nämlich die Schwimmsachen und Umpacken kann ich nicht von mir erwarten." (Novemberregen)

[09:48] Tagesordnungspunkt Einzugsfete im Westen Leipzigs. Ich ritt mit meinem Pferdchen in den Sonnenuntergang fuhr Mit TRAM 8 nach Lindenau (Credestraße), das ist einmal die Stadt zu durchqueren. Sellerhausen = Osten gen Lindenau = Westen, Leipzig quergeschnitten, quasi Äquatorumrundung. Im Fahrstuhl durften wir das deutsche Organisations- und Konstruktionstalent bewundern. Die 1. Etage wurde zum EG umdeklariert; wer in die 4. Etage will wie wir, muß die 5 drücken. Ich sage dir, das gibt Konfusion, solange die Hütte steht. Von der Gastgeberin in der nagelneuen Wohnung empfangen, über diese und die Mietpreise gestaunt, Wohnungsrundgang klar, alles so neu, so sauber, so weiß. Ich ermunterte meine Freundin, sie zügig einzuwohnen, damit sich die Musealität abwetzt und Ecken und Kanten entstehen, die eine Wohnung mit der Dauer der Nutzung anheimelnd und heimatlich macht. Solch eine Neuwohnung ist wie ein Blankoscheck, der erst ausgefüllt ist, wenn der erste Kratzer oder Fleck die Unversehrtheit ablöst. Ich habe keine Zweifel, daß es meiner Freundin gelingen wird. Sie hatte den Mut, eine schwere Lebensentscheidung zu treffen und innerhalb weniger Monate zu stemmen und kann jetzt die Früchte genießen und einen neuen Lebensabschnitt beschnuppern. Wir waren zünftig essen in der Gartenkneipe "Zur Klinke", in der ich kürzlich erst war, damals nur Kesselgulasch essen konnte, damit im Magen für den Abendtermin beim Georgier Platz bliebe. Gestern jedoch das Bierbrauerschnitzel. Wunderbar. Ein mit Sauerkraut gefülltes Doppelschnitzel, Bratkartoffeln und ein Fleischspieß, rustikal und genau mein einfacher Geschmack. Dem Selterstrick fiel jemand anderes zum Opfer; ich griff gleich zur Himbeerbrause, meinem als alter, aber trockener Säufer in der Gastronomie bevorzugten Getränk. Die untergehende Sonne lieferte ein spektakuläres Szenenbild ab. Ich fläzte im Freßkoma auf einem Sessel, der diesen Namen wahrlich verdient. Im ausgewogenen Verhältnis gab es zwei Sorten Bananenbrot mit Schlagsahne, wovon auch mein Vater heute profitieren wird, das uralte Leckermäulchen und ausgewiesener Kuchenspezialist.

[09:45] Ein ungewöhnlicher Tagesordnungspunkt, zumal um diese Uhrzeit, war die Erfordernis, einkaufen zu fahren. Keine Lebensmittel, sondern ein kleines Geschenk für jemanden, die am Abend eine Einzugsparty schmeißt. Sie liebt die Farbe Blau. So war mein erster Impuls, am Augustusplatz auszusteigen und im Edeka (im alten Hauptpostgebäude) zu gucken. Reizvoller Blickwinkel, der mir offenstand, indem ich nur nach blauen Artikeln suchte. Und dermaßen fündig wurde, daß die Entscheidung und Beschränkung mehr Zeit beanspruchte als die Sichtung. Nebenbei fiel mir auf, daß alkoholfreie Biere fast durch die Bank weg blaue Etiketten haben, ausgerechnet die Sorte, die diesen Zustand am wenigsten herbeiführt. Mit den blauen Geschenken im blauen Edeka-Stoffbeutel zu Kaufland für Getränke und Brot.

[15:24] Mein letzter Besuch eines Technikmarktes liegt Jahre zurück. Meine Kopfhörer haben nach 6 Jahren den Geist aufgegeben. Um unterwegs in den nächsten Tagen nicht auf die Routinepodcasts verzichten zu müssen, ging ich zu Mediamarkt. ALTER! Ich fand keine "für mich normalen" Kopfhörer. Conrad ist aus der Stadt verschwunden, Mediamerkt hat Saturn plattgemacht. Der einfachste In-Ear-Kopfhörer, für den ich einen Mitarbeiter als Blindenhund verpflichten mußte, kostet 9.- Euro. Überall nur modernste Technik, Bluetooth hier, Bluetooth da. Keine Zeit, mich auf den neuesten Stand zu bringen. Den letzten Übergangskopfhörer hatte ich mit 3,99 Euro in Erinnerung. Die Zeit bewegt sich für uns Ältere bekanntlich schneller, die Preise machen es ihr rekordverdächtig nach. Der 2020 gekaufte Billighörer von Philipps war der zweite dieser Art und leistete mir zuverlässig und treu Dienste wie sein Vorgänger. Möge seinem Panasonic-Nachfolger, der dritten Generation, ein ebenso langes Leben beschieden sein. Mediamarkt jedenfalls hatte so etwas Simples nicht im Angebot. Nimmt nicht wunder, daß ich so wieder mein Amazon-konto bemühen mußte. Zu schämen brauche ich mich nicht. Ich bin Minimalist und gehen SEHR selten einkaufen und bekomme Päckchen nicht aus China von Temu oder Shein. Nur das einzige Abonnement, welches ich seit 1991 habe, wird quartalsweise als Buchsendung zugestellt. Oliver Nölting (37), Deutschlands prominentester Frugalist, will mit 50 in Rente gehen. Frugalisten vermehren ihr Geld allerdings auf dem Kapitalmarkt und sind firm mit Anlagen, wo ich meine Zeit und Energie nicht reinstecken wollte und will, so daß ich vom Frugalismus nur den Minimalismus immer schon verinnerlicht hatte. Oliver begann seinen filigranen Finanzplan als Student. Für mich stellt sich vor allem die Frage, wie man sich mit der Krankenversicherung arrangieren soll, die man, wenn man aus dem Erwerbsleben austeigt, selbst bezahlen müßte.

[12:51] "Ich denke gerne. (...) Mein innerer Dagobert freut sich immer wieder, dass es ein so sensationell günstiges Hobby ist." (Herr Buddenbohm)

[12:48] "Ins Bett zum ausdauernden Röhren einer Gebärenden durchs offene Fenster der benachbarten Klinik." (Frau Kaltmamsell) - Wenn ich einschlafe, röhrt nur das Smarphone mit DWDT.

[12:45] "Meine Großeltern erlebten die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg. Aber auch die heutige Jugend steht vor großen Herausforderungen: Laktoseintoleranz und Nussallergie." (Kiezschreiber)

[12:37] "Wir reden über Beziehungen und stellen fest, dass wir komplett andere Vorstellungen haben. Zwar habe ich nichts von dem, was in ihren letzten Beziehungen zum Scheitern führte, zu bieten, aber dafür ganz spezielle Eigenschaften, um Frauen zu enttäuschen." (Dr. Schwein)

[12:35] "Der Mittwoch war noch einmal ein Tag mit besonderer Problemverdichtung. Man (...) hat zwar als nichtreligiöser Mensch dabei keine Ahnung von der Urheberschaft an diesem Kleinkunstwerk des misslingenden Alltags, man kann die Mühe, die sich da jemand im Zusammensuchen und Aneinanderreihen der Desaster gibt, aber doch zumindest am Rande anerkennen." (Herr Buddenbohm)

[08:41] "Für ein paar Minuten scheint es mir sehr plausibel, dass die Sonne wirklich etwas heller und heißer im Himmel steht als sonst und dass das nichts anderes bedeuten kann als ihre bevorstehende Explosion, die verheimlicht wurde, damit keine Massenpanik ausbricht, bis die Ozeane verdampfen. Dann erwische ich endlich das Etui mit der Sonnenbrille unter den Einkäufen." (Elchgeweih) - Neues Blog mit einem minimalistischem Design entdeckt. Mein Neid flackert mal kurz wieder auf wie damals bei Fefe. Aber stilistisch und thematisch ansprechend.

[08:18] "Nutzen Blogger KI" geht als Diskussionsthema zurzeit umher in Europa Deutschland. Ich möchte mich hiermit offiziell entschuldigen, daß ich nie transparent gemacht habe, daß meine Haushaltsabrechnung mittels Taschenrechner erstellt wurde, daß ich zum Schuhe anziehen einen Schuhlöffel verwende, daß ich, bevor ich heute Nachmittag auf eine Einzugsfete gehe, die alte Leipzigkarte verschmähe und die Destination lieber mit Google Maps vorher ausspähe. As for me, an meine Haut kommt nur Wasser und CD, an das, was ich einsammle, brauche ich selbstverständlich KI. Gemini & Co bildet mich weiter in Sachen HTML und CSS. Wenn ich mit dem Layout verzweifle und irgendein Element partout nicht dort angezeigt wird, wohin ich es gerne platziert hätte, lasse ich die KI Korrektur lesen und Vorschläge machen, die ich dann selbst ausprobiere und bei Gefallen meinen Code verbessert habe. Bezüglich Sprachen lernen muß es gar kein Entweder-Oder sein. Natürlich werden wir bald alle einen Stöpsel im Ohr haben und uns synchron übersetzen lassen. Trotzdem glaube ich, daß Menschen weiterhin Sprachen lernen und daß KI dabei phänomenal nützlich wäre, nämlich als intelligenter Begleiter des Lernprozesses. Sie kann das Sprachen lernen planen, Vokabeln abfragen, erkennt die Schwachstellen und kann gezielt die Programmatik und Methodik anpassen. Gerade wenn man selbst zuhause Sprachen lernen will, ist man didaktisch durch eine KI bestens gerüstet. Für Begabte ein Kinderspiel, seinen Schatz zu erweitern. Also, meine Güte, haltet es mit der KI beim Bloggen, wie ihr wollt. NUR: Belästigt mich nicht mit langweiligem Inhalt! Egal, wer den verfaßt hat, der Blogger oder dessen digitaler Papagei.

[08:55] Bei Herrn Buddenbohm kommentiert: "'Jemand müsste mal...' wird Frau Kaltmamsell gefallen, weil: heutiges Thema. - Krankenhaus ist mein Fachbereich. Ich ahne, was mit Verletzung der Menschenwürde gemeint sein könnte. Bei professionellem Wohlwollen von Ärzten und Pflegekräften erlebt der Patient oft eine ruppige Routine, derer wir uns nicht bewußt sind. Zeit für lange Erklärungen ist kaum, die Abläufe müssen sitzen. Während der Patient bestenfalls liegt; Patientensuche, eine sportliche Sonderform im Beruf. Wenn ich manchmal außerhalb des Dienstes auf Station bin und KollegInnen bei Verrichtungen am Patienten zusehe, wie sie einen Patienten säubern oder sonstwie transferieren und betten, ist schon eine gewisse Handfestigkeit dabei, eine, wie eine Münchener Bloggerin sagen würde, Zackigkeit. Aber hoffentlich stimmt meine These nicht und die Mutter erlebt in einer fremden Umgebung "nur" ihr Alter. Abseits der Häuslichkeit machen Patienten solche Erfahrungen. Und wo sich verloren geglaubte Wertgegenstände befinden können, ist ein running gag, wobei das running auf Seiten der Pflegekraft ist und der Gag sich weder dem Patienten noch ihr erschließt. Sachen, von denen Patienten felsenfest behaupten, sie müssen irgendwo abhanden gekommen sein, finden sich gerne in einer Seitentasche oder dem Kulturbeutel wieder, manchmal auch unterm Patienten selbst oder in einer irren Bettfalte. Oder dem Schrank eines dementen Mitpatienten. Tägliches Geschäft, unbezahlbar." Der Satz "Mit einer heilen Krone kommt niemand durch die Jahrzehnte" denkwürdig.

[09:02] Ob der Liedersänger flunkert? Nein, gibt es tatsächlich. Helfer (Gadget) beim versuchten Handyverzicht (Digital Detox): Kerzenständer mit abgeschrägter Standfläche. Damit er stabil steht und die Kerze nicht tropft, paßt exakt ein Handy drunter. THX! Sofortigst in die geliebte Kategorie.

[08:10] Bei Claudia Klinger im Posting "Diffuse Angst" kommentiert: Ich bin ehrlich froh, schon 60 zu sein. Mein Leben verlief äußerlich unkompliziert, ja reibungslos. Schule, Abitur, Fachausbildung, 37 Jahre Pflegearbeit. Letzte Bewerbung - und die einzige in den neuen Zeiten war 1990. Wenn ich an den Hickhack denke, der mit Arbeitsplatzverlust/wechsel, Arbeits-Sozialämterstreß denke, macht mich das sehr, sehr froh, dem nicht ausgesetzt gewesen zu sein, finanziell - als Frugalist sowieso - nie Probleme gehabt zu haben. Keine Beziehung heißt auch: keine Trennung. Keine Kinder, um die ich mich sorgen müßte. Von daher sehe ich mit Dankbarkeit auf 60 ganz ordentliche Jahre zurück, hier im Deutschland, wo mir die Krankenkasse alle Krankheitstage, zwei Rehas, alle Operationen, Krankenhausaufenthalte, meine Medikamente (6 an der Zahl + ozempic! bezahlt hat. Bei mir ist der Druck, was unser aller Zukunft betrifft, raus. Alles, was jetzt noch an Gutem kommt, nehme ich als unverdienten Bonus. Innerlich wappne ich mich mit Radikaler Akzeptanz (Ataraxie, Seelenruhe, Stoa). Ich weiß nicht, ob ich jemals den Mumm hätte, in einem totalitären System widerständig zu sein. Meine gewaltige Sturheit ist immerhin ein gutes Indiz, daß ich Nachteile in Kauf nähme, nur um zu beweisen, daß mich alle mal am Arsch lecken können. Eine geheime Superkraft. Dennoch ist mir die diffuse Angst bekannt, sie begleitet mich mit der Depression seit 30 Jahren. Ich frage mich oft, was Johannes Korten zum HEUTE sagen würde, wenn es ihm schon 2016 gereicht hat, als die Welt, naja, nicht in Ordnung gewesen war, doch aber um einiges weniger bedrohlich wirkte und zumindest ICH nicht das Gefühl der UNAUSWEICHLICHKEIT hatte. Ich habe vor Monaten einen Vortrag im Deutschlandfunk Nova gehört, bei dem ich eine so hinreichende Klarheit betreffs der politischen und allgemeinen Weltsituation gewann. Leider finde ich den nicht mehr und kann die Argumente und Fakten nicht rekapitulieren. Trotzdem weiß ich, es gibt kluge Menschen, die wissen und die ebenso wie ich den Kopf darüber schütteln, wie sich die Politik abstrampelt, den Niedergang der Demokratie aufzuhalten. Es tröstet nicht, es kommen zu sehen, weil es unweigerlich so kommen wird. Überhaupt, ergebnisarmes Abstrampeln bei Klimakonferenzen, Keine Klimakleber auf der Straße, kein Krieg NACH dem anderen, sondern nebeneinander, so daß man Erstkläßlern anschaulich das Addieren beibringen könnte. Ich vermute, Claudia, daß du genauso wenig wie ich die Schotten dicht machen kannst. Eskapismus - für mich keine Option, da kein Kind mehr, das glaubt, wenn es die Hände vors Gesicht hält, unsichtbar zu sein. Dann doch eher hingucken, aber mit Bedacht, aushalten, Schulter zucken. Radikale Akzeptanz. Jedenfalls bis hier die erste Drohne einschlägt und ich mich in die Hosen scheiße.

[09:28] "Das Dritte Reich begann nicht mit einem Weltkrieg. Es begann mit Hitlers Motto 'Make Germany Great Again'". (Kiezschreiber)

[07:07] "Daß ich sagen könnte: diese Art, eine Braue hochzuziehen, oder: dieses Kichern, oder: diese Freude am Laufen im Regen, die habe ich von R geerbt." (mouches volantes) - In so präzisen, wenigen Worten über Trauer!

[09:00] Den Sommer 2026 als "Ouvertüre zu weiteren Extremsommern" betrachten. (via Jahrgang 1953)

[18:12] Im Leipziger Zoo hat Feuerland eröffnet. Ein Unterwassertunnel von 100 m inmitten von Seelöwen und Humboldtpinguinen, am Ende mit 360-Grad-Blickerlebnis. Und das Ticket wird 2.- Euro teurer. [#] Wir müssen eine Rentenreform machen, ansonsten haben wir uns an der jungen Generation versündigt." (Bärbel Bas) [#] Ikea - "Wohnst du schon oder schraubst du noch? Das läßt sich beantworten, weil berechnen. [#] Beim Straßentheater nennt man "einen Salat bilden", wenn das Publikum mitspielen darf. [#] "Die Kommunikation zwischen britischem Oberhaus und Unterhaus, erfolgt nicht auf Englisch, sondern auf Normannisch. Ehrlich. Die spinnen, die Briten." (Christian Buggisch) [#] Der Betonflüsterer urlaubte in Spanien (5, 4, 3 2, 1) Lesenswert, melancholisch, lustig. Die Achillesferse ist ein Teenager an der Backe. [#] "... ereignen sich im Dunstkreis unserer Alltagskultur Ungeheuerlichkeiten." (schizophrenist) [#] Felix Schwenzel beglückt Chilifreunde mit einem Rezept. [#] Die Telenovela "Unter uns" wird eingestellt. Heißt dann "Außer uns". [#] Hinterher erkennt man dann vielleicht, daß hierdurch (Die Sardinen werden knapp) die Apokalypse begonnen hat.

[14:16] Sedisvakanz im Bistum Dresden-Meißen. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch von Heinrich Timmerevers an. Dieser erklärt seinen Rückzug. Nach 10-jähriger Amtszeit und 1 Jahr, bevor er wie jeder 75-jährige Bischof dem Papst seinen Amtsverzicht hätte anbieten MÜSSEN, wartet das Bistum auf seinen 51. Bischof. Eine Sedisvakanz (verwaister Sitz) kann sich hinziehen. Die letzte dauerte 14 Monate. Am nächsten Sonnabend (5.9.) wird um 10 Uhr die Feier zur Silbernen Bischofsweihe, die nun gleichzeitig Abschied von Bischof em. Heinrich Timmerervers bedeutet, aus der Hofkirche live gestreamt. In meiner Kindheit und Jugendzeit war Gerhard Schaffran Bischof; gefirmt hat mich 1977 mit zarten 11 Jahren allerdings Georg Weinhold. In Latein heißt unsere Diözese "Dioecesis Dresdensis-Misnensis". Nun könnte doch mein alter Freund Benno Schäffel zu Amt und Ehren kommen.

[09:46] "Fakten sind nur noch was für Liebhaber wie einst Briefmarken. Fakten sind Vintage. Fakten sind das Kleingedruckte im Beipackzettel." (schizophrenist)

[09:35] "Dieser schmale Korridor zwischen Freibad und Wärmflasche." (Vanessa Giese)

[07:17] "Das kleinbürgerliche Leben ist in seiner realen Tristesse oft verstörender, als es jede böse Karikatur der kleinstbürgerlichen Gemütlichkeit jemals nachzeichnen könnte, sagen wir in einer rabenschwarzen Satire." (schizophrenist)

[06:22] ... verschwand ich noch vor 22 Uhr von der Bildfläche. Von der Bildfläche verschwinden = offline gehen, heute fast synonym. Ich verfolge an sich Nachrichten, gucke gerne Weltspiegel und auslandsjournal. Aber was ich HASSE, ist die Dominanz nur 1 Themas. Zurzeit die Landtagswahl im Nachbarbundesland. Oder wenn etwas Schlimmes passiert ist wie ein Terroranschlag, ein Amokgeschehen, wenn dann stundenlang dasselbe berichtet wird und die Journaille durchdreht, bin ich raus. Overflow, Überdruß & Verweigerung. Dann verschwindet die Bildfläche und ich bleibe.

[06:18] Ich fühle mich bereichert, seitdem ich konsequenter Blogs wahrnehme, genieße die Varianz von Formen, Inhalten und Sprache. Bei den am liebsten gelesenen Blogs sind es überwiegend Schreiberinnen. Männer bewegen sich gerne in Gefilden, die langweilig oder mir zu hoch sind. Alltagsbloggen ist keine männliche Domäne. Super, daß es Frauen gibt. Daß und wie sie bloggen und leben, lese ich mit Freude oder Anteilnahme. Das Leben bietet Breitseiten wie Krankheiten, Verluste, Sorgen. Wenn BloggerInnen sich trauen, davon zu berichten, bewundere ich es sehr.

[15:49] Sobald die To-to-Liste leergeräumt ist, währt das Glück nur kurz. Es währte länger, wenn ich mich unter die Bettdecke verkröche und den Netzstecker gezogen hätte. Ein Blick in die Blogroll oder in die Timelines bei Bluesky + Mastodon genügt und Fundstück reiht sich an Fundstück. Wie andere das aushalten, sie nicht verwursten zu wollen? Und so sitze ich nach kurzem Glück - eigentlich ein Oxymyron, so flüchtig es ist - erneut auf einem Konvolut, das den nächsten freien Tag ausfüllen kann. Arbeitstage, an denen der eine oder andere Impuls dazukommt, führen zu einem süßen Brei, dessen ich nicht Herr werden kann und der aus allen Dateiritzen quillt. Das ist Sisyphos, wie er leibt und rollt. Ich würde das Einsammeln liebend gern hauptberuflich machen, das heißt, hauptnichtmehrberuflich, als Privatgelehrter, der im Lehnstuhl sitzt, an seinem Earl Grey nippt und den lieben langen Tag einsammelt.

[15:11] Wortneuschöpfungen. Zu den Blaunen kommen die Blauzis. [#] Beim Kieselblogger lese ich von Bauchfisch. Eine Rezeptsammlung mit so humorvollen Texten wäre klasse. [#] Via Felix auf allekinos.de gestoßen. Der Wahnsinn, warum sagt einem keiner, daß es einen solchen Service gibt und daß er privatem Engagement entspringt. Gleichmal Leipzig bookmarken. [#] Im REWE-Markt im ehemaligen Karstadt in der Leipziger Innenstadt kann man in der Stillen Stunde mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr reizarm einkaufen. [#] Dreierpack: "Matcha, aber nicht als Getränk. Gesendet von meinem Gehirn." + "Wann willst du dich denn mal deinem Alter entsprechend verhalten?" "Sag' ich nicht!" + Statt Kloster "Enthaltestelle" sagen. [#] Der Unterhosenindex gibt Auskunft, wie nährreich und fruchtbar ein Boden ist. [#] Nie zuvor gehört: "Bollerbuxe" [via Kieselblog]

[14:25] Meine Nachtdienstkollegin sagte "gerettetetet", kannte die berühmte Szene aus dem ersten Otto-Film nicht, wo Otto mit seinem Geschenk neben Ernesto steht, der seine Geliebte vollsülzt und Otto sich mit mehrfachem "gerettetet" über den salbungsvollen Tonfall lustig macht.

[12:20] Laut einer Studie, die seit 19 Jahren läuft, hat ein 50-Jähriger eine um 2,4 Jahre verkürzte Lebenserwartung. Menschen, die später als 12 Uhr frühstücken, ist das beschieden. Bei mir als 60-Jährigen sind's schon 3 Jahre? Und tschüss. Beim Abendessen ist der günstigste Zeitraum zwischen 19 und 20 Uhr. Eigentlich ein Wunder, daß ich nicht schon längst unter der Erde verrotte. I wish me to be there, sometimes. Im Ernst, ich esse SEHR unregelmäßig und immer erst viele Stunden nach dem Aufstehen.

[09:22] "Ich BIN früh aufgewacht und da war kein Wurm." (Konnexus)

[09:15] Ich vertrete ja die Theorie des schleichenden Niederganges. Wenn erworbene Standards, von denen man felsenfest glaubte, daß die Sache bis in alle Ewigkeit gesetzt wäre, in Frage gestellt werden. Wackeligkeit des Fortschritts ist gedanklich bereits vorweggenommene Pleite. Wegen der Knappheit an Pflegeheimplätzen stehen die Einzelzimmer zur Debatte.

[08:32] "Ist es sinnvoll? Kein bisschen. Aber ich will es so!" (Enno) - Eine schöne Definition von Hobby, finde ich. (Konnexus)

[08:31] "Aber selbst dann, wenn du richtig tief betrübt bist, muss du nehmen, was gerade im Angebot ist." (Piri)

[08:30] Die Seelenruhe gibt mir keine Ruhe. Als Thema. Anlauf hatte ich genommen.. Doch dürfen und sollen auch andere zu Wort kommen, wenn es darum geht, (Radikale) Akzeptanz auszuüben. Frau Klugscheißer sinniert über die Flüchtigkeit des Glücks. Frau Piri rät. zu nehmen, was im Angebot ist.

[06:44] "Hypothese: bei der Komposition von Cheri Cheri Lady kannte Dieter Bohlen das Lied 'Hilf, Herr meines Lebens'" (Repost)

[06:37] "Es kommt anders, wenn man denkt." (Repost)

[06:36] "Das war eine Cola Zero, die Wespe ist völlig sinnlos gestorben." (Repost)

[06:30] "Rhododendron klingt wie ein blinder Schweinehirte aus der Ilias, der von den Göttern dazu verdammt wurde, sich jeden Morgen die über Nacht nachwachsenden Zähne zu ziehen, weil er als Knabe aus Unachtsamkeit eine Forelle fing und briet, die allerdings ein verwandeltes Bastardkind von Hephaistos war." (Repost)

[19:30] Durch meine Gemehre, Strukturen für die Fundstücke zu finden oder zu optimieren, frage ich ChatGPT ab und zu nach Bezeichnungen, welche die KI sich natürlich merkt. Jedesmal wenn ich eine weitere Anfrage stelle, zählt sie das auf, was sie schon kennt und lobt mich für meine Kreativität. Tätscheltätschel. Iss mir übel.

[19:27] Dolly Parton mit dem PMS-Blues. "Sie hätte das kommunistische Manifest schreiben können, aber Karl Marx nicht '9 to 5'" (Margarete Stokowski) [Via Kaltmamsell]

[19:20] Billigpflaumen von ALDI liegen seit 14 Tagen hier und werden nicht reif, bleiben knochenhart, es ist schmachvoll, wenn einem der Geiz solches zumutet. [#] Nochmal Billigpflaumen beim ALDI geholt. Ich bin derjenigen, der aus Schaden nie klug wird. Die gestern erwähnten haben sich endlich durchgerungen, weich zu werden. Warum bin ich so doof? Weil ich an einem Körbchen für EUR 1,39 nicht vorbei gehen kann.

[15:17] "Niemand in der griechischen Mythologie hatte je einen normalen Nachmittag. Man verließ das Haus, um Oliven zu kaufen und kehrte als Zierstrauch zurück, weil Zeus sich langweilte." (Repost)

[14:52] "Der eine Hochzeitsfotograf, der sein Brautpaar immer wieder und schon etwas verzweifelt wirkend mit 'Mehr Glück!' anschrie, wobei er mit den Armen wedelte, als würde er pausenlos kiloweise Konfetti werfen, er ist mir als innerer Running Gag erhalten geblieben. Ich höre seine Stimme manchmal noch rufen, wenn ich morgens aufstehe und vor den Spiegel im Bad schlurfe: 'Mehr Glück!'" (Herr Buddenbohm)

[17:22] Matt Lucas, den ich eher aus Doctor Who kenne als aus Little Britain. [#] ANH verweist auf (nicht alle, oder -mit Trick -doch) Filme von Christian Petzold. [#] Erste Einträge in der neuartigen Sammlung zum Thema Blogolekt. [#] Zuletzt bei den Wortperlen aufgenommen: Kulturfolger (Ratten), Wunderschlaf (Narkose), Die Blaunen sowie Generalfrustrierte (taz). [#] Wie sich die deutsche Blogosphäre momentan verlinkt, hat Maurice Renck graphisch dargestellt. Man kann ihm Links, auch des eigenen Blogs, zureichen. [#] "Entlang der Schiene", ein Zeitdokument, das wie aus einem anderen Jahrhundert anmutet. Ach, ist es doch = 1991. Spendiert von Herr Montag. [#] Der Textrebell hat bei Perun Prompts (KI-Mentoren) entdeckt, mit denen man seiner KI gewisse Eigenarten wie Anbiedern und Herumschleimen abgewöhnen kann. Sie stehen auf Github zur Verfügung.

[18:10] "Man sagt ja, wenn man eine Ratte sieht, hat man tausend Ratten nicht gesehen." (Voller Worte)

[17:07] "ZUHAUSE, so ein Schwerlastwort, so viel Überladung passt durch keine Tür." (Die Beifängerin)

[16:57] "Kranke oder waidwunde Tiere schleppen sich ins Dickicht - angeschlagene Menschen verkriechen sich auf Schultoiletten, Firmentoiletten, Gäste-WCs. Wieso ist immer das Bad der sicherste Ort?" (Die Beifängerin)

[16:24] Ich nenne dieses Posting Kreißen. Obwohl der Geburtstermin ungewiß ist. Es rumort noch. Noch fand ich keinen zufriedenstellenden Weg, mit den doch ausufernden Formaten, in die ich Fundstücke und Eigenes stecke, umzugehen. Was im Augenblick vorherrscht, ist der Wunsch, die Dinge neu zu ordnen. Mir schossen als Titel für den Versuch, hinterweg Gedanken und Einfälle zu notieren (Braindumping) noch ein: Gedankengerümpel, All in One, Gedankenmessie, Wickeltisch oder gleich Geburtskanal. Denn ich kann sagen, daß fast alles, was ich zu notieren beginne, sich gleich oder später als verwendbar entpuppt, es einzeln oder kompiliert woanders seinen Platz findet, auch dieser Eintrag selbst. Ich muß weiter kreißen, ein Name für das Kind ist das kleinste Problem. Unsinnig ist, zwei Formen des Tagebuches aufrechtzuerhalten. Um die Miszellen nicht zu überfrachten, separierte ich einst das Logbuch, um die anfallenden Links (Cartoons, Hörsendungen usw) zu bändigen. Jetzt bestücke ich zusätzlich von Hand zwei RSS-Dateien. Das sind schon 6 Strukturen, um die hauptsächlichen Inhalte zu deponieren. Weil der Wunsch gärt, wie ich oben brainstormte, etwas All-in-One zu haben und mich nicht noch mehr zu verzetteln, liefe es auf Nr. 7 hinaus, was das Ansinnen freilich konterkariert. (Als Oktopus griffe ich nach einer Nr.8) So ist der Stand der Dinge. Ich gehe weiter schwanger, bis ich dann kreiße.

[16:14] "Es ist natürlich eine Binsenweisheit, aber doch tatsächlich gut, sich wieder klarzumachen, dass man eine weitere interessante Auffaltung der Wirklichkeit stets hinter jeder Ecke vermuten muss. Was ausdrücklich auch die Ecken umfasst, die man zu kennen meint." (Herr Buddenbohm)

[11:35] Piehnat über Tanmaxxer: "Aber dann heult nicht rum, wenn ihr mit 40 ausseht wie ne abgeranzte Ledertasche und der Hautarzt den Scanner in den Burnout treibt."

[11:06] All die prominenten Toten. Das hört nicht auf. Innerhalb von 14 Tagen. Frank Beard, Dolly Parton, Hans Traxler, Tim Curry, Andreas Hoppe, Peter Nadas, Unternehmer Kühne, Ekel Mladic, Hayden Panettiere, Yayoi Kusama, Helmut Lethen König Harald der Soundsovielte. Ruhet fast alle in Frieden! Herr Buddenbohm winkte zwischendurch mit "Ja, ist gut jetzt. Was für eine Woche", woraufhin ich "Nadas geht so weiter" erwiderte. Und er: "Ich guck nicht mehr hin". Gemischte Gefühle bei mir. Bei den ganz alten, die ihr Leben wie auch immer gelebt haben und auf mein Leben keinerlei Einfluß ausübten, nehme ich es zur Kenntnis. Bei Alten, deren Werdegang ich mitbekam, die mich interessierten wie Nadas (Literatur!), Tim Curry (Schlaganfall!) und Andreas Hoppe (Kopper!) bin ich emotional näher dran. Oder Frank Beard (ZZ Top!) sowieso, denn: never more ZZ Top. Bei Musikern ist mein Bedauern größer als bei Literaten. Blöd, hier zu schubladisieren. Dann Künstler, Schauspieler, Politiker. Über die Made Mladic reden wir nicht!

[10:33] Frau Klugscheißer entdeckt Merkwürdigkeiten in ihrem Bücherregal. Speziell wie mehrbändige Ausgaben sortiert sind. Den in den Kommentaren verlinkten Sketch über Ordnung in der Bücherei sehe ich zum ersten Mal. Köstlich für mein alterndes Bibliomanenherz.

[10:14] Bei Felix Schwenzel kommentiert: "Ich mag es, wie du dein VL organisierst und ständig Impulsen nachgehst, Neues entdeckst, ausprobierst. Ich lese es nun (seit Ozempic) alles, auch wenn ich bei den technisch orientierten Postings diesselbe einbüße, sprich nur Bahnhof kapiere. Dennoch macht es Spaß. Zuletzt bei ihm von Medientrackern gelesen. Mein erster Gedanke: 'GEIL'; doch dann: 'Nicht das auch noch!'

[15:40] Seit mehr als 10 Jahren wird "Das Oberlausitzer Wort des Jahres" gekürt. 2026 wurden Beschäftigungen und Tätigkeiten gesucht. Gewinner ist: Feuerriepl (Essenkehrer, Schornsteinfeger). Die Plätze 2 bis 5 belegten: Guschnklamptner, Guschnklamper (Zahnarzt), Fuchtlmeester (Dirigent), Gaknferschter (Förster oder Jäger, der auf Krähen schießt), Puttldukter (Urologe). Unter ferner liefen waren die nicht minder lustigen Brillnklamptner, Brillnklamper (Optiker), Wälkerweibl, Wälkerfrooe (Masseuse), Boademutter, Pipplmutter, Bischlmutter (Hebamme). Schemml-, Schäml-, Scham(m)lfurzer (Büroangestellter)

[14:34] London: Die königliche Garde spielte ein Tribut an Dolly Parton. [#] Was ich kürzlich als Blogolekt bezeichnet habe, beginne ich einzusammeln. Frau Kaltmamsell bildet den Auftakt. [#] Kurt Tucholsky bezeichnet in einem Gedicht das Gesicht als "Schuttplatz deiner Gefühle". [#] Stefan Rose kann Wien Gutes abgewinnen. Wird sowohl in mein Wien-Posting als auch in die Rubrik "Orte, Völker, Bräuche" reingeschubst. [#] Was ich in Römer 1,15 beschrieb, kennt auch Herr MiM: "Im Grunde weiß ich genau was ich zu tun habe. Ich kenne die Hürde. Ich kenne das Thema. Und ich weiß, wie man es macht. Und dennoch bekomme ich den Dreh nicht hin." [#] Die Wupperpostille leidet unter Jodmangel.

[13:50] "Wenn man hinter sein Leben einen Punkt setzen kann und keinen Doppelpunkt, das ist dann oft ein schönes Sterben." (Eine Sterbebegleiterin im Podcast)

[13:43] "Die Schrift ist eine geniale Erfindung. Die ganze Welt in 26 Buchstaben. Das ist der wahre Da Vinci Code." (Kiezschreiber)

[13:40] "Je älter ich werde, desto mehr verfestigt sich übrigens meine Erkenntnis, dass die Anwendung von Tricks gegen die eigene Psyche zu den erstrebenswertesten Learnings im Leben gehört." (Buddenbohm)

[13:31] "Heute fand ich bei meiner pubertierenden Tochter mal wieder einen offenen mentalen Slot." (Der Beweis)

[13:06] "Dennoch ist es so, dass hier am Aufseßplatz Kinder aufwachsen. Und Kinder, die hier aufwachsen, haben immer eine seelische Hypothek, die es ihnen nur selten erlaubt, was Besseres zu werden als das Umfeld ihrer Kindheit. Und wenn sie doch was Besseres werden, schleppen sie den alten Ballast immer mit sich. Ich weiß das. Ich komme aus Neukölln." (Betonflüsterer)

[13:05] "Du ewiger Therapapiefall auf zwei Beinen." (Betonflüsterer)

[13:02] "Ein nicht unbeträchtlicher Teil der männlichen slowakischen Polizeibeamten, derer ich gewahr wurde, machte äußerlich den Eindruck, täglich Gewichte zu pumpen, den Rest des Tages unter dem Solarium zu verbringen, sich ausschließlich von Proteinshakes und Steroiden zu ernähren, die scharfgescheitelte Extrem-Undercut-Frisur zweimal pro Woche auf fünf Millimeter zu bringen und Diensthemden grundsätzlich immer drei Nummern zu eng zu kaufen (ein würfelförmiger Kampfhund mit Maulkorb und Stachelhalsband hätte den Gesamteindruck jeweils harmonisch abgerundet)." (Fliegende Bretter)

[10:41] ALTER! Ein Schritt mehr zur Unbenutzbarkeit. Während ich nebenbei in einem offenen Tab ein langes Video auf Youtube anhöre, ist plötzlich Stille. Gehe zum Tab. "Möchten Sie das Video fortsetzen?" - Wenn das einreißt!

[08:45] DerEmil schreibt vom Piepsen, wenn eine SMS eintraf. Zwei Freunde von mir nutzen SMS. Wenn jenes Piepsen zu hören ist, weiß ich, daß sich einer der drei meldet. Hä, wieso drei? ALDI Talk beglückt mich alle drei Monate mit der Aufforderung, Guthaben nachzuladen, andernfalls meine SIM-Karte gesperrt würde. Freund1 nutzt keinen Messenger, weil er ein altes Tatstenhandy besitzt und sich den neumodischen Kram nicht zutraut; Freund2 ist von wahrscheinlich gesunder Paranoia und gönnte keinem irgendwelche Daten und meidet Messenger. Um mit ihnen zu kommunizieren, greife ich notgedrungen zu SMS. Trotzdem erhebt sich mein Handyguthaben auf Schwindel erregende Höhe.

[08:00] Es gibt Nachrichten, die verhageln einem die dolle Party. RIP, Dolly Parton.

[05:46] Weshalb spricht man bei der Alkoholbilanz von Pro-Kopf-Konsum und nicht von Pro-Bauch-Konsum?

[12:33] Während der ersten Hitzewelle dieses Sommers 2026 lag der Straßenverkehr tagelang lahm, weil die weichgewordene Fugenmasse aus den Gleisen gerissen wurde und so ziemlich alles versaut hat: Die Bahnen, die gereinigt werden mußten, die Schienen, die frei gerubbelt wurden, und die Laune, die der Schlamassel den Leipzigern verhagelte. Jetzt läßt sich dieses Naturwunder mit einem anderen verbinden bzw. mit einer noch bis Oktober im Stadtgeschichtlichen Museum besuchbaren Ausstellung "Sonne satt. Sommer in Leipzig", welche "durch 400 Jahre wechselhafter Sommergefühle - leichtfüßig, aber nicht leichtfertig" führt. Etwas Fugenmasse auf diesem Desaster wurde Ausstellungobjekt, wie die grinsende Kuratorin erklärte. Das greifbare, traurige Objekt als Glücksfall fürs Museum.

[17:04] Zum Thema Taschenrechner vermag ich wenig beizutragen, Ich bin Generation Rechenschieber, mit dem ich mir heute maximal den Rücken kratzen könnte. Bezweifle doch stark, daß es ein Youtubetutorial gibt, das einem das Rechenschieben beibrächte. Ich ging von 1972 bis 1982 in die POS. Und der SR-1 wurde erst zwei Jahre später eingeführt. Da hatte ich schon meine Kochlehre hinter mich gebracht. Nicht daß ich währenddessen einen gebraucht hätte. Doch ging ich noch einmal zur Schule. 1986 bis 1989, um Hochschulreife zu erlangen. Nur war das eine verrückte Schule, an dem wir Altgriechisch und Latein lernten, aber in Mathematik mit fast ebenso altem Material rechneten. Haltet euch fest: Rechentafeln in Buchform. Hätte mich kaum gewundert, wenn die auf Pergament geschrieben gewesen wären. Das nicht. Aber wir waren angehalten, sie uns selbst zu besorgen. Es gab sie ausschließlich in Antiquariaten. 26 junge Männer, die ein Buch brauchten und suchten, in Magdeburg und ihren Heimatorten all over The GDR. Von der Existenz von Taschenrechnern hatte unser skurriler Mathelehrer am Kolleg zwar gehört, kam aber GAR NICHT IN FRAGE! Die sogenannten Müllertafeln ließen uns drei Jahre lang blättern statt tippen. Analog. Wir waren über so viel Rückständigkeit erzürnt, mußten uns fügen, nicht nur in Sachen Müllertafel versus Taschenrechner, in noch ganz anderen Dinge. Das, liebe Kinder, ist ein weites Feld, welches ein anderes Mal beackert werden wird. [#] Holger von "Teures Papier" hat sich den Gedanken um Taschenrechner angeschlossen.

[16:19] Kritik an der Catch-up-Culture bei Freundschaften. Alles im Schnellmodus, Fernkommunikation als Illusion von Nähe. Vor lauter Selbstfürsorge hat es echte Begegnung schwer. Sich auf andere einlassen, sich anderen zuwenden, Zeit miteinander verbringen. Sich, wie die Feuilletonistin meint, auf die Unordnung eines anderen Lebens einlassen.

[16:03] Legendäre Fehden zwischen Musikern und Kritikern in einer Sommerserie im DLR: (5), (4), (3), (2) + (1). [#] Ein Professor für Spieltheorie erläutert den speziellen Reiz der meist auf Kooperation angelegten, unvorhersehbaren und viel Intuition erfordernden Friendslop Games. [#] Der Textrebell erhielt eine E-Mail von der Krankenkasse, was wunderbar in meine Rubrik "Kein Tag ohne Demütigung" paßt, die den Widrigkeiten des Lebens vorbehalten ist. [#] Felix kann so herrlich von Dingen schreiben, die ich nicht einmal im Ansatz begreife. Und ich kann nicht weggucken oder verzichten. [#] Vanessa war im Schwimmbad und begegnet einer Guerillakämpferin und einer "erdenden Demonstration von Technik und Schnelligkeit". [#] Nach Keine Angst stieß ich auf Danger Dans Lied "Dass es hier so schön ist", von dem ich angetan bin. Er nimmt Bezug auf seine langsame Erblindung und wie sich die zeitlich beschränkte Sicht auf die Welt verändert. [#] Immer wenn wichtige Musikalben veröffentlicht werden, steigt in den USA die Zahl der Verkehrstoten. Bei Markus' "Ich will Spaß" war das noch nicht so. [#] Wunderbar, Ringelnatz, der seine in England weilende Holde anschmachtet.

[15:35] Eine neue Serie im DeutschlandRadio heißt "Mal kurz raus!" und läßt vermuten, daß der Trend zum analoges Leben und Tun anhält. Bisherige Teile: Raus aus der Blase / Türkische Wandergruppe in Hamburg, Büdchen-Begegnungen, Mehr italienische Draußen-Kultur, Jugend auf der Straße, Unter Leute kommen, "Don't post about this", und Weg vom Handy. Eine weitere Emanation des Analogen sind die Spazierclubs.

[15:14] Wenn ich frühmorgens am Rechner sitze und Hörsendungen aus der DLF-Datenbank erfasse, ist es auf der Straße still. Wenn dann unten ein Raucher mit chronischer Bronchitis des Weges geht, der lautstark abhustet und den hochkommenden Schleim kraftvoll auf die Straße rotzt, gilt der Tag offiziell als eingeläutet.

[15:02] Luxusmodemarken haben das Buch als Trend entdeckt. Erklärungsversuche eiern ziemlich herum. Wenn kein Schwein mehr liest, geriert das Buch zum Luxusgut & Statussymbol, zur exklusiven Ware, die sich hervorragend mit Klamotten promoten läßt. Um auf Nummer sicher zu gehen, nehmen die Labels unverfängliche Literatur (Kanon, Weltliteratur). Das Buch symbolisiert Distinguiertheit und Extravaganz. Mode und Literatur ist eine Kombi, die schon bei Erich Maria Remarque und Vicky Baum vorkam.

[14:18] Neuerdings sind Männer darauf erpicht, Haare flechten zu lernen, um dann an Köpfen der Töchter nicht zu scheiteln scheitern. In München nennt sich die Initiative dads do hair. Geplante Kurse erfährt man, bitte festhalten, bei "O'Zopft werd". "Werde zum Hair Hero deiner Tochter". Ich halt's nicht aus.

[12:22] Als Krankenpfleger begegne ich kranken Menschen. Die allerdings einen Namen führen. Manchmal ist er auffällig, kurios, erstaunlich. 1. Sieglind Hagen. Das halbe Nibelungenlied. 2. Christian Morgenstern. Kein Nachfahre, aber, bittschön, dieser Name! 3. Regina König. Der in mir ganz weit unten verborgene Lateiner jubiliert. Gemini: "Die Kombination ergibt doppelt gemoppelt 'Königin König'". 4. Vorname "Siegfried Konrad". Ja gut, aber ein 1987 Geborener? In welchem germanischem Winkel leben seine Eltern, die ihm die altdeutschen Namen verpaßten? Andere Namen sammle ich in der entsprechenden Rubrik.

[09:47] LLMs und KI bestehen wenigstens noch aus 0 und 1. Manche aus unserer Spezies sind komplette Nullen.

[10:10] Kindheits/Jugenderinnerungen gestern, was Reisen mit der Reichsbahn betrifft. Die alten Züge, in denen die Fenster komplett heruntergezogen werden und man den Kopf in den Fahrtwind halten konnte. Bis vor kurzem fuhr auf der Strecke Leipzig-Chemnitz solch ein alter Zug. Als die Gedanken herumschwoffen, fielen mir die Schilder an den Ausgangstüren ein. Weiß nicht mehr genau, welche Sprache NICHT darauf stand. Es waren nur 4, oder? Fehlte Englisch? Verblüfft war ich, als Herr Buddenbohm sein heutiges Posting mit "È pericoloso sporgersi" abschloß. NEIN, ich will die DDR nicht zurück. Ich habe mich nur erinnert. Etwas Reichsbahnblues.

[09:35] "Das Bibelcamp war ein Heidenspaß." - "Politik. Vorwärts nimmer, abwärts immer." "Ich bin von zuhause weggelaufen, als ich 35 war." (Kiezschreiber)

[09:10] "Wer einen Text in einer Übersetzung liest, gleicht einem Mann, der, mit einer schönen Frau verabredet, ihre häßliche Schwester trifft." (Liedsänger)

[08:05] Bei Vanessa Giese "Das Wetter von gestern" entdeckt, also den Link zur Seite. Und bei Leipzig nachgeguckt (Bild). Am beeindruckendsten sind die Wüstentage mit Temperaturen jenseite der 35°C. Bis 1990 jährlich 7; ab 1996 bis 2025 jährlich 36. Das ist mir nicht entgangen.

[16:55] Der Zeitpunkt rückt näher, daß der Arzt etwas von neuem Knie erwähnen wird. Im Januar 2025 sagte ein MRT: rechtes Knie im Arsch, aber OP, nö. Späta. WENN es kommt, dann nach Bad Düben ins Waldkrankenhaus, wo mit robotergestützen OPs Endoprothesen eingesetzt werden. "Dreidimensionale Darstellung des Knies während der Operation" klingt gut. "Millimetergenaue Positionierung des künstlichen Gelenks" dito. Wenn's schief geht, können sie mich in der Dübener Heide gleich verbuddeln.

[16:40] Der Beweis mutmaßt, daß die KI ins Internet guckt und dort "... liest, dass er [der Mensch, AdV] mit CO2 den Planeten zerstört, Bienenvölker ausrottet, sich in Kriege stürzt, Pandemien erschafft, Tiere versklavt, Verpackungsmüll produziert und überhaupt ein ziemlich schlimmer Finger ist. Frauenunterdrückung, Abtreibungen, häusliche Gewalt - Menschen betreiben ein planetares Gruselkabinett." Ich wage eine positive Prognose: "Falls KI eine Singularität erreichen wird, dann sind wir als Menschheit safe, weil keine Bedrohung mehr für sie, zu doof, um die Probleme in den Griff zu bekommen, unsere Welt zu erhalten. Dann sind wir in ihren Augen Einzeller, bei dessen wildem Rumamöben sie die Schulter zuckt und sich interessanteren Aufgaben zuwendet."

[16:24] "Enttäuschungen muß man zur Energiequelle machen, um weiter zu denken." (Helmut Lethen)

[12:07] Wenn es bei Plagiatsvorwürfen heißt, dieser Doktor oder jener Professor habe bei einem anderen abgeschrieben, klingt das irgendwie despektierlich. In PISA-Zeiten, wo es phänomenal lobenswert ist, wenn ein Kind den Füller richtig herum halten kann, ist abSCHREIBEN doch eine Aufwertung, oder?

[08:37] "Gestern gab es einen Stau, in dem manche Familien ihren Grill aufgebaut haben. Wenn du das siehst, darfst du getrost alle Hoffnung fahren lassen." (Kiezschreiber)

[08:43] Frank Beard. Ausgetrommelt. Schade. RIP. ZZ-TOP Two.

[09:13] Eine reizvolle Aufgabe fände ich es, wenn ein Wissenschaftler den Idiolekt von Bloggern bzw. den Soziolekt der Blogosphäre untersuchte. Gibt's vielleicht bereits. Wenn ich bei der Kaltmamsell "Lerchenschwimmpläne" lese, wissen wir Abonnenten, was sie meint. Viele Blogger entwickeln nach und nach eigene Formen, inhaltlich, sprachlich, mit Eigenheiten, Wortneuschöpfungen bzw. kreativ-alternativer Nutzung. Um bei der Münchener Bloggerin zu bleiben: Sie nennt ihren Partner konsequent Herr Kaltmamsell. Das ist ein Ideolekt, denn Frau Novemerberregen (überhaupt ist das auch schon ein Spezifikum, mit dem Blogger sich erwähnen - Herr/Frau X.) - benennt ihre Familie konsequent Herr N, Papa N,, Kind N.; sehr viele Blogger halten es so. Beides vermischt sich, so daß ich vom Blogolekt sprechen möchte, wenn ich künftig darauf Bezug nehme. Der Kiezschreiber führt Bonetti vor, der schizophrenist hat einen sehr filigranen ausgeprägten Blogolekt selbst für seine Persönlichkeitsanteile. Seine Eltern sind "Goadfather" und "Um2". Was bei Herrn Buddenbohm das Linkwerk ist, ist beim Betonflüsterer die Linkschleuderei, bei Herrn Buggisch "Neulich im Web", bei mir die Sammelsurien und in den Nachdenkenseiten die Hinweise des Tages. Blogger übernehmen Marotten und verbreiten sie. Statt Schwimmen heißt es Schwumm, statt schrieb schrob. Um Gemeinsamkeiten auszudrücken, schreiben einige von Freundes- oder Interessenkreis XYZ, was ich sehr charmant und jedesmal witzig finde. - Selbst ritualisiere und zelebriere ich zunehmend Eigenheiten. Der "Tageshattrick" beispielsweise oder meine Umdeutung des "Einsammelns" für all das, was ich mache, so daß das Einsammelbuch als Überbegriff für das Auffinden UND Archivieren UND Bearbeiten UND Präsentieren meiner Fundstücke steht. Ich werde die Marotten und Einfälle in meiner Blogroll schärfstens beobachten und sammle bereits. Was ich damit etwas subtil ausdrücken will: Manchmal nervt der Blogolekt auf Dauer ein bißchen. Der Videoblogger Toni Mahoni verabschiedete sich damals mit dem Ritual bzw. Ideolekt "Rinjehau'n!". Rinjehau'n! Für eine "geruhsame Nacht", wie Ulrich Wickert sich ausdrückte, isses noch zu früh.

[08:20] Das Thema RSS ist noch lange nicht gegessen. Experimentierphase, die ihr insofern ausbaden müßt, als strukturell keine Windstille zu melden ist. Ein Stürmchen ist durch Linkänderungen, Umbau, wenn nicht gar Verwerfen von Ideen hie und da zu ertragen. Ich freue mich sehr, wie einfach es ist, einzelne Links per RSS als Empfehlung in die Welt zu entlassen. Als erleichternd erlebe ich, wie ich Fundstücke, mit denen ich manchmal ratlos herumlaviere, ohne Brimborium einfach publik machen kann. Je nach Gusto lassen sich ältere Bestandteile reposten, denen ich mir Beachtung wünsche. Der Feed-Abonnement kann entscheiden, ob und was er annimmt, ich muß keine nervige, wiederholende Werbung auf Mastodon & Co herausblasen. An Stammleser, falls ich welche habe, der Hinweis, doch öfter die beiden RSS-Feeds (Hauptfeed + Medienfeed) neu einlesen zu lassen, weil ich händisch arbeite und viele Einträge auch entfernt oder umgeschrieben werden.

[08:00] "Golf ist Trumps Obsession. Als Sport und in der Geographie." (Kiezschreiber)

[07:50] "Die Vorstellung, inmitten startnummernbehängter schwitzender Leiber durch Altstadt, alten Eisenbahntunnel und Vorstadt zu rennen, ruft in mir Gefühle wach, die sich meiner bemächtigten, wenn ich eingeladen wurde, die Männersauna der Betriebssportgemeinschaft Stahl Hennigsdorf zu besuchen." (Liedersänger)

[20:34] Im Lauf der Jahre kommen zu einem Thema ähnliche Bilder zusammen, die ich, ordnungsliebend, wie ich nunmal bin, gerne zusammen lasse. So entstehen auch bei Fotos Serien. Am längsten währen die Fensterblicke. Und bisweilen sehe ich am Himmel über Sellerhausen Ballons, ein schöner Anblick. Weniger schön ist die Mülldylle, abgelegter Sperrmüll von Menschen, denen der Weg zu einem Wertstoffhof zu weit ist.

[17:06] Im Friedenspark Picknick mit der Aktivgruppe. Da drei inaktiv waren, saßen wir zu viert auf Decken, schnabulierten Baguette mit leckerstem Frischkäse, Bonbel, frischgebackenem Zucchinikuchen, Kekse, Saft. Der Himmel über uns: 'Ich könnte, wenn ich wollte, aber ich tu's nicht." Es blieb trocken. Um uns in angenehmer Entfernung Hunde, die den Auslauf sichtlich genossen. Wir plauderten, lachten, zückten Quizkarten, klugschissen um die Wette. Der Buschfunk funktionierte offenbar in der Insektenwelt. Minütlich mehr Wespen. Ich: "Die benachrichtigen sich per WespApp.". Knaller, oder? [#] Im Gespräch kam die Frage auf, ob man den Personalausweis mit sich führen müsse. Allgemeiner Tenor: doch, schon. NEIN, der Lappen kann zuhause bleiben. Noch nicht einmal der Nichtbesitz ist strafbar, lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Wenn man einen Reisepaß besitzt, braucht man keinen PA. So handhabte ich es über 30 Jahre lang. Weil ich 1990 vermeiden wollte, daß meinem Ausweis ein Tort angetan wird - Er wurde IIRC mit rabiater Methode ungültig gemacht - beantragte ich keinen und behielt ihn im originalen und intakten Zustand, begnügte mich mit einem Reisepaß, was legal war.

[14:18] "Eine Sternschnuppe gesehen, das Falsche gewünscht." - "Den Sternschnuppen zugesehen, bis jeder eine hatte." (Hotel Mama)

[20:55] Ich experimentiere mit RSS. Wenn mir einer früher gesagt hätte, daß ich das auf einfachste Weise manuell handhaben kann, hätte ich's viel eher versucht. Aktueller = heutiger Stand: Der Haupt-Feed für alle Postings aus Miszellen, Tagebuch, Querbeet. Die im Logbuch erfaßten Medienlinks bekommen einen Medien-Feed. Beide zu abonnieren ist anzuraten. Sobald der Medienfeed bestückt wurde, generiere ich einen Änderungseintrag auch im Hauptfeed. Selbst hatte ich mich gegen RSS aus ich weiß nicht mehr welchen Gründen gesperrt und nie wieder in Erwägung gezogen. Jetzt habe ich eine Feedroll in Thunderbird und erfahre, wie bequem das Bloglesen sein kann.

[12:07] Wenn ich morgens bei heraufziehender Sonne an den Rechner gehe und draußen Ruhe herrscht, erscheint die Welt und das eigene Leben in Ordnung. Die Hoffnung ist nicht lädiert. Ich kann es schaffen, wir können es schaffen. Diesen flüchtigen Zustand genießen, ohne Hintergedanken. Zurücklehnen, an den, so weit möglich, Horizont gucken, Stille, bevor die Welt losplappert und der Tag seinen verhängnisvollen Lauf nimmt.

[07:18] Aufgeschnappt: Eine Sonnenfinsternis als "kosmisches Schattenspiel". [#] Rein aus Jux und Dollerei die niegelnagelneue Rubrik "Selten vernommen", in der ich Wörter und Wendungen aufliste, welche ICH lange nicht hörte und an denen ich mich erfreue: Donnerlittchen, Potzblitz. [#] Der nächste Sturm auf die Bastille wird auf ein Rechenzentrum sein. [#] "Sie wurden als Mensch erkannt." Giesbert: Na, immerhin. [#] Der letzte Universalgelehrte soll der Jesuit Athanasius Kircher gewesen sein, sagt Radio Wissen. [#] Beachtlich viele Riesenstatuen stehen in Polen und in Asien. Eine privat finanzierte Marienstatue wurde vorgestern eingeweiht. Die höchste Statue der Welt steht in Indien (240 m mit Sockel). [#] 81% der spanischen und 71% der französischen Haushalte hängen am Glasfasernetz. Deutschland... 12% (Droht der digitale Blackout)

[06:55] Über eine australische Politikerin: "20 Jahre später, gleiche Formulierung, anderes Feindbild." (DLF)

[11:00] "Menschen mit profunder technischer Ahnung denken inzwischen laut darüber nach, ob man die riesigen Rechenzentren, die aktuell ohne Rücksicht aus dem Boden gestampft werden, wirklich für unsere Frage nötig sind, was man aus den Resten im Kühlschrank kochen kann - oder ob sie nicht doch vielmehr Teil einer riesigen Überwachungs-Maschinerie sind." HMBL-Blog

[18:45] "Die Mutter der Dummen ist immer schwanger." (bei Käsedurst)

[18:22] Ich bin so alt, wir haben uns damals im Internet geduzt und nur gesiezt, wenn man absichtlich ironische Distanz zeigen wollte.

[10:08] Stefan Rose erinnert sich in The Spectrum Years an seinen ersten Computer. Ich bin erst dort eingestiegen, wo der nach längerer Pause, wieder andockte: mit einem 386er. Ich schrieb eben einen Kommentar bei ihm: "Ich stieg wie du mit einem 386er (DX40) ein. 1992 bei Vobis geholt mit Monitor für 2900.- DM. Riesen DOS-Handbuch. Ich war nie der Gamer. Ich schrieb mit Word 5.0 alles, was meine damalige Ausbildung zum Krankenpfleger hergab. Später dann AmiPro. Das Gefummel mit den Treibern zerrüttete meine Nerven. Aber es machte Spaß. Der PC hatte noch ein Laufwerk für 5¼-Floppys. Mein Kumpel war neidisch, weil ich bereits eine Festplatte mit 105 MB drin hatte. Dafür versorgte er mich jahrelang mit Software. Da er grafisch arbeitete, freute ich mich über QuarkXPress. Der nächste PC war ein 486 DX100 von Escom, zwei Jahre später Pentium, selbst zusammengestellt, was ich heute nicht mehr kann. September 1995 14,4er Modem und ab als Point einer Mailbox ins Usenet, Juli 1996 eigene Webseite, die auch jetzt noch, 30 Jahre später, auf rudimentärstem HTML und etwas CSS basiert. Ich bin technisch dann stehengeblieben, die Kaufzyklen wurde länger und mein PC-Opi läuft seit 11 Jahren. ein gekaufter AMD Ryzen 5 soll ihn ablösen. Er steht unausgepackt neben mir, habe aber keine Zeit. Wenn ich bedenke, der erste PC (noch ein Desktop) für 2900.- DM, der letzte vor 11 Jahren für 390.- Euro und der Mini-PC im August 2026 für 500.- Ocken, dessen Wert man verdoppeln könnte, wenn man nur eine RAM-Bank mehr kaufen würde. Ein Freund hatte damals einen 286er Laptop, und er gab ihn nicht auf, selbst als ich schon bei Pentium war. Doch der Norton Commander schnurrte selbst auf dem 286er anstandslos. Gewissermaßen lebte ich meine Spielfreude nicht mit Games aus, sondern wartete auf jede neue Shareware-CD, die an irgendeiner Zeitschrift klebte."

[06:21] Die "meisten Menschen (...) werden nämlich so aussehen, wie man eben aussieht, wenn es einem schon wieder alles nennenswert zu anstrengend war. Wenn es also etwa zu heiß war, zu schwül, zu sauerstoffarm, zu fordernd. Die Kleidung zu klebrig am Körper, die Luft zu stickig und staubig. Die S-Bahn zu Sauna, die U-Bahn zu Backofen, die Sonnenseite der Mönckebergstraße viel zu sehr Madrid. Man sieht es den Menschen bereits auf den ersten Blick an, wie sehr die Hitze sie fordert, und man sieht auch, was sie fordert: Lebendigkeit, Munterkeit, Frische, Kraft. Eleganz auch. (Buddenbohm)

[06:16] "Unterwegs begegneten mir auffallend viele Läufer*innen mit der Hautfarbe, die ich vor allem an den Nackerten auf den Isarbänken kenne, Tönung überwürztes Branthendl. Habe ich die Hautkrebs-Olympiade verpassst?" (Kaltmamsell)

[05:25] "... habe ich Doc Holiday aufgesucht, der mir wieder in seiner unendlichen Großzügigkeit zwei Wochen Leerlauf spendiert hat, mit der Option auf Verlängerung, wenn die manische Phase bis dahin noch nicht abgeklungen ist. Das ist der Vorteil, wenn Sie anerkannt diagnostizierter Kloppi sind, dann gehen Sie mit einer Phase in die Praxis und mit einer großzügigen Krankschreibung raus. Und jeder denkt draußen, dass Sie was anderes haben. Regelschmerzen. Hautkrebs. Augenaids. Oder Darmverschluss." (Betonflüsterer)

[18:47] Mir träumte, ich war auf einem Treffen mit Freunden und wurde dazu verdonnert, das Taxi zu zahlen. Es würde maximal 50 Euro kosten, sagten sie. Wir absolvierten die Fahrt, stiegen aus und der Fahrer verlangte mit hämischem Grinsen 87.- Euro. Klar, daß er mich beschiß, aber ich hatte keine Möglichkeit, das nachzuweisen, und die Freunde warteten, daß ich bezahlze, damit wir losgehen konnten. Zugzwang und Ärger über die ausgegebenen 100.- Euro; denn ich hatte dem unverschämten Fahrer aus Reaktanz einen 100-Euro-Schein hingeknallt. [#] Nach wilden Alpträumen aufgewacht. Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue mit demselben Raumblick.

[18:47] Neuropolitik untersucht, wie unser evolutionsbedingt archaisches Gehirn gesellschaftlich und politisch so viele Idioten hervorbringt. [#] Retro-Comedy aus den 90ern: Das Dieter-Seminar [#] Es gibt Incels, die verbitterten und radikalen, sich vernachlässigt glaubenden und gebenden Männer. Und es gibt Femcels, die weit weniger fremd-, als vielmehr autodestruktiv agieren. [#] Herr Buddenbohm plädiert für eine große Umkehr. Den Sommer zur Einkehr, zur Reflektion, zur Pause, den Winter, Weihnachten zur Aktionzeit umdrehen. Auf daß Reisebüros und gewisse Heißgetränke glühen. [#] Zu wenig Ladestationen: Viele E-Book-Leser steigen wieder auf Verbrennerbücher um. [#] "Gebeine in der Donau" - "Gebeine" habe ich ewig nicht mehr gelesen. Das ist so lange her, da muß noch Fleisch drangehangen haben. [#] Porträt des Arbeiters Hans Schmitz (1973). Ein Zeitdokument, mit dem sogar wir Ossis etwas anfangen können. Sprachduktus, Mode, Verhaltensweisen usw - all das kenne ich. Das ist tatsächlich sehr lange her. Opa erzählt von seiner Kindheit in den 70ern...

[18:39] "Politiker und Windel müssen öfter gewechselt werden, aus demselben Grund." (Mark Twain)

[18:37] "Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance." (H. L. Mencken)

[17:13] Als ich wegen der Sperrung des Zentralgleises am HBF ihn einmal queren mußte, um von der West- auf die Ostseite zu gelangen, sah ich die Obachlosen liegen in ihren Decken, denn es ist Sommer und Schlafsäcke ein wenig overdressed. Der Sicherheitsdienst näherte sich einer jungen Frau mit den Worten: "Findest du nicht, daß es langsam Zeit wird, deine Sachen zusammenzupacken?" Offensichtlich werden die Wohnungslosen frühmorgens erst einmal weggescheucht. Abends, wenn ich vorm Dienst zu ALDI am Eingang Westseite bin, sind sie jedenfalls alle da, ungestört. Es ist eine so eigene Welt, ein so tragischer Fakt, ein solches Dasein, von außen betrachtet. Den Mut gefunden, in Kontakt zu kommen, habe ich nicht.

[17:29] Für 23.000.- Euro hätte ich mich auch 100 Tage wegsperren lassen. Bei meinem Hikikkomoridasein würde ich da locker durchkommen. Obwohl... 1 Stunde Sport täglich wäre wohl ein ernsthafter Grund, der Studie nicht zur Verfügung zu stehen. Daß es keine Zanke gegeben habe, glaube ich der Crew von Solis 100 aber nicht.

[16:42] Es gibt Geheimnisse in meinem Leben, da kommt ihr nie drauf. Ab 13. November wird es im Industriemuseum Chemnitz die Austellung "MITROPA - Zwischen Bahnsteig und Besteck" geben. Da explizit darum gebeten wird, Informationen oder Devotionalien einzubringen, schrieb ich ihnen: "Ich bekam heute mit, daß Sie eine Austellung zur Mitropa planen. 1982 begann ich eine Kochlehre am Leipziger HBF und arbeitete bis 1986 auf dem Bayrischen Bahnhof als Mitropa-Koch. Falls Sie Interesse haben, etwas wissen wollen, z.B. wie wir gegen die Ratten kämpften, stehe ich zur Verfügung. Seid bereit, immer bereit!"

[14:49] Word of the Day (German): "tja". - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack oder no bread in the house.

[14:44] Mich beschleicht das Gefühl, daß es schon recht voll ist an dem Ort, wo der Pfeffer wächst.

[09:27] Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute 21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3.

[08:22] "Was gehen mir diese Dynamic Ads in Podcasts auf den Zeiger. Da kommen in mir The-Ring-Vibes auf. Man hat das Gefühl, gleich kriecht eine sehr bösartige Frau aus dem Kopfhörer, um deine Windschutzscheibe zu reparieren oder dir mitzuteilen, dass ihr Müsli lecker schmeckt." (Blogsequenz)

[18:39] Andreas Rebers lästert über die GenZ. Er kann's. [#] Tolles Feature bei Bluesky: Bei Thread werden die Postings durchnummeriert. [#] Entweder wußte ich es mal und vergaß oder es begegnet mir nach einem fast beendeten Berufsleben for the first time: Rote-Hand-Brief. [via Kieselblog] - Garantiert NEU ist der Begriff Femcel! [#] Daß der Mond jetzt schon mit Technikschrott aus der Raumfahrt vollgemüllt ist! [#] Wortperlen: Generalfrustrierte (taz) [#] Der Experte des Tages via Kieselblog [#] SO essenziell: Frau Klugscheißer mit einem Plädoyer für die kommunikative Zuwendung, "das Miteinander wollen" [#] mequito baut sich eine KI-gestützte persönliche Wissensdatenbank. Und ich sofort: hechelhechel, habenwill. [#] An ein Fahrrad-Posting pappe ich mal zwei längerformatige Hörbeiträge: Fahrrad als Kult (Radio Wissen) sowie die Lange Nacht des Radfahrens.

[18:34] Christian Fischer hat niederschmetternde Wochen hinter sich mit allerdings glasklarem Fazit: "Im Krankenhaus überleben die länger und besser, wo die Angehörigen dicht dran am Arzt sind." (HBML-Blog) - Ich schrieb bei ihm: "Ich kann das alles nur bekräftigen. Als Pfleger mit 37 Berufsjahren auf dem Buckel, Onkologie, Geriatrie usw, kann ich nur zuraten: uns auf den Sack gehen, nicht locker und sich nicht abwimmeln lassen. Und: Patientenverfügung, yes! Außerdem sieht jeder Fachbereich nur bis zu seinem Tellerrand."

[18:30] Lange genug habe ich mich geziert. Um 8.50 Uhr heute Morgen bestellte ich endlich einen Computer, nachdem es letztens schief ging, als ich bei CSL für EUR 570.- einen Tower bestellte, der aber ins Ladengeschäft in Schleswig-Holstein geliefert wurde und jeder Versuch, an Bots vorbeizukommen, um den Fauxpas zu klären, scheiterte. Die versprochene, aber, wenn ich mich hätte erklären dürfen, nicht zwingend nötige Rückzahlung klappte. Erstmals kaufe ich einen Mini-PC und bin leidlich aufgeregt. Um mögliche logistische Verknotungen zu vermeiden, entschied ich mich, nicht nochmal bei CSL zu bestellen. Anlaß dieses Notats ist der Umstand, daß bezüglich meiner morgenlichen Bestellung sage und schreibe 9 E-Mails eingetroffen sind. Erfassung, verschiedene Bestätigungsstufen, Zahlungsabwicklung per Amazon, Infomail (Wir arbeiten dran), versandfertig, an DHL abgegeben, Sendung unterwegs. Wahnsinn. 9-Mails für ein kleines PCchen. Welche CO2-Bilanz ist das? [#] Mein Rechner-Opi spürt, daß seine Zeit gekommen ist und schnurrt wie ein liebes, aber altersschwaches Kätzchen, als könnte er kein Wässerchen trüben und würde mich, wenn er könnte, mit treudoofem Blick angucken und um Gnadenfrist bitten. Doch der Mini-PC ist auf dem Weg nach Leipzig. ChatGPT hatte mir für ihn grünes Licht gegeben. Ich zocke nicht, schneide keine Filme und bastele nicht an der Hardware herum. Was ich brauche, ist ein PC, der ein paar Jahre läuft und mich ins Internet läßt, um Dinge einzusammeln. [#] Siesta, die durch den DHL-Boten abgekürzt wurde, der meinen Mini-PC anschleppte. SENSATIONELL. Von der Bestellung am Dienstag um 8.50 Uhr vergingen gerade mal 28 Stunden bis zur Entgegennahme. Normale Lieferung, nix Express. So phänomenal gut klappte noch keine Bestellung per Internet. Das Paket ist ungeöffnet wegen Nerven. Einen PC einrichten bedarf viel freier und zusammenhängender Zeit, welche ich erst ab Montag haben werde.

[16:06] Retröt: Warum heißt es Cannabis auf Rezept und nicht Kassenbong.

[09:17] Bei Frau Anje kam in den Kommentaren anläßlich des Sonntagshoppings das Thema Wochenarbeitszeit und freie Tage auf. Ich schrieb: "Damit lebe ich immer schon. Als ich noch Koch war in der frühen Jugend als Lehrling und Geselle, hottete die Hood am Wochenende ab, während ich um 5 Uhr aufstand zum Frühdienst. Und wenn ich dann in der Woche frei hatte, waren alle anderen am Pulxen. Und als Pfleger bin ich allseits=allzeit bereit. Der Dienstplan für einen Monat wird am 15. des Vormonats veröffentlicht, so daß ich nur SEHR bedingt vorplanen und gegenüber Freunden/Bekannten Aussagen machen kann, ob ich zu diesem und jenen Event Zeit hätte. Die Menschen schleichen sich, wenn sie mich einbeziehen wollen, mit Samtpfoten an und erwarten im Prinzip ein "Nee, habbich Dienst". Durch eine grundsätzliche sonntägliche Ladenöffnungszeit ginge der Trend klarerweise in diese Richtung." Gestern hatte ich auf christliche Sondergruppen hingewiesen: "Es gab und gibt Christen, die den Sabbat heilig(t)en. Zusammen heißen sie Sabbatianer Auf diese kam ich erst kürzlich durch die Dönme. Die Sieben-Tags-Adventisten machen das heute noch so, oder? Ich erinnere mich, daß in meinem ersten Jahr als Pflegehelfer im Kreiskrankenhaus Mittweida ein solcher Patient bei uns auf der Inneren lag, der den kuriosen Wunsch nach vegetarischem Essen äußerte und sich als Sieben-Tags-Adventist zu erkennen gab. Das war damals zum Ende der DDR ein spektakuläres Ansinnen. Vegetarier, um Himmels willen!!

[20:10] "Die gesellschaftliche Tendenz geht momentan ja von Genosse zu Kamerad." (DLR-Interview)

[20:03] Zwei eigene Sprüche, die NIX miteinander zu tun haben, sich aber einen Link teilen müssen, die Armen: Für Halb- bis Dreiviertelglatzenträger wie mich fand ich eine gefällige Erklärung: zur besseren Prozessorkühlung. / Tut mir sehr leid, aber ich kann "Ägypten" nur wie im Otto-Sketch aussprechen.

[20:01] DLF-Presseschau: "BILD-Zeitung, das Zentralorgan für Migrationshysterie"

[19:58] "Atomwaffen sind kein notwendiges, sondern ein absolutes Übel. Die Menschheit und Atomwaffen können niemals nebeneinander existieren." (Bürgermeister von Nagasaki am 9. August 2026)

[16:33] "... technisch und optisch frühes Ikea." (Frau Anje)

[16:26] "Ansonsten war es wieder sehr beglückend, und das ist wörtlich zu verstehen, wie bei jeder Wanderung: Sobald ich die Stadt verlassen habe und den Wald betrete, mich dessen Grün umfängt, sich der Verkehrslärm auf ein fernes Hintergrundrauschen reduziert, ehe er ganz verstummt und vornehmliches Geräusch der Gesang der Vögel ist, tritt ein tiefes Glücksgefühl ein. Dabei kann ich meinen Gedanken nachgehen, auch solchen, die hier nicht zu lesen sind, ein Liedchen summen und das eine oder andere Selbstgespräch führen. Herrlich." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[16:24] "Am Troisdorfer Friedhof lag Laubbläserlärm in der Luft, der geeignet war, die Totenruhe zu stören." (Alltägliches & Ausgedachtes)

[15:55] "Es ist eine Illusion zu denken, man wäre jemals fertig mit der Trauer. Sie kommt in Wellen und verliert zum Glück irgendwann die scharfen Kanten." Mehr bei Frau Fragmente.

[15:24] "Viel gibt es nicht zu erzählen, was den alten Russen und mich betrifft. (...) Wir machten nix miteinander. Die Sprachbarriere. Deswegen führten wir auch keinen Currentzis / Netrebko-Gespräche. Der Isolierte war eigentlich ich. Ich bin der, der nur ganz selten Besuch hat. Zwar hört man auch mich sprechen. Aber das ist reiner Abwehrkampf gegen das Alleinige." (schizophrenist)

[15:22] "Es ist einem langsam alternden Körper in vielfacher Form anzusehen, wenn auch die Psyche aus dem Takt geraten ist." (Jahrgang 1953)

[10:35] Quasi einen Blick in den Keller des Völkerschlachtdenkmals kann der Besucher nun überhaupt zum ersten Mal werfen. Der Begriff "Subkonstruktion" war mir nicht geläufig. Mein - Leser des ISB verleiern an dieser Stelle die Augen - geliebtes Karambolage-Magazin widmet dem Leipziger Klotz ganze vier Minuten in despektierlicher, aber lustiger Weise. Der neue Gang im Sockel ist frei zugänglich, normales Ticket genügt.

[09:00] Der Betonflüsterer beschreibt in Keine Angst seine Störgefühle bezüglich des umstrittenen, gleichnamigen Liedes von Danger Dan. "Salon. Streicher. Klavier. Leidensmiene. Super Technik. Gut ausgeleuchtet. Dann Streisand. Wohlfeile Empörung. Einladungen. Stellungnahmen. Die Orgeln gedreht. Die Sirenen geölt. Die komplette Kulturbubble mal wieder außer sich. Kostet nix. Kann man machen. Einfach überdreht das nächste Dritte Reich an die Wand malen, sich selbst als Weiße Rose inszenieren, breitenwirksam rumopfern und dann abräumen."

[19:13] Sehr fahrig heute, kann kaum bei einer Sache bleiben, beginne etwas zu gucken, zu lesen oder zu hören, dann fällt mir ein, klick mal diesen Link, zack, ploppt eine Doku über Rainald Grebe (Der Tod im Leben) auf und ich pausiere den Podcast über Jesus von Nazareth, um weiter dran zu bleiben bei den 100 Folgen zur europäischen Geschichte bei "Eine Stunde History". Grebe gewinnt gegen Jesus, wer hätte das gedacht. Daß er so krank ist, ging total an mir vorbei. Was er an gesundheitlichen Einschränkungen schildert, klingt nach Symptomen, die ME/CFS- Patienten haben: energetische und kognitive Schwächen. Ich stelle mir vor, Rainald hornalt. Das wär's. Der berührende Film kulminiert im Konzert auf der Waldbühne.

[17:04] Beim Liedersänger kommentiert: "Ich neige mit meinen 60 Jahren und einer immensen psychosomatischen Bürde gerne zum Jammern. Sobald ich jemanden sehe, der im Rollstuhl sitzt, mit Führhund unterwegs ist, oder all die Patienten auf unserer Station mit Dialysekatheter, wenn ich all die mit der Schicksalskeule Getroffenen sehe, gehts mir instantan wieder besser."

[14:33] Ich habe einen Ordner mit Cartoons, die ich nicht kapiere. ChatGPT erklärt sich großspurig bereit, mir beim Analysieren zu helfen. So lud ich einen Cartoon hoch, die LLM rödelte und erklärte, betonte aber mehrmals, daß sie sich nicht sicher sei, des Pudels Kerne getroffen zu haben. Offensichtlich weiß die KI selbst, daß sie (noch) Probleme mit Humor hat. ChatGPT wischte sich den Schweiß von der Platine und forderte mehr Bilder. Einen zweiten Cartoon darf ich jedoch erst in 23:55 Stunden hochladen. Daran könne die geplagte KI nichts ändern, gab mir aber konspirativ zu verstehen, daß ich Bilder irgendwo hochladen und ihr dann den Link geben solle. So gemacht und wieder eiert die LLM ziemlich herum und beteuert mehrmals in vielen Worten, daß sie das so sehe, aber irgendwie unsicher sei und es sich auch ganz anders verhalten könne. Als ich die Erklärung, es handele sich um einen rein auf Golf bezogenen Cartoon, hinterherschickte, schleimte die LLM: "Ah, das ist eine viel plausiblere Spur. Und meine vorige Erklärung war dann tatsächlich daneben. Danke, dass du die Erklärung mitgebracht hast."

[19:15] Einsteiger in ein wahrhaftiges Leben. Das einfache Leben sei der Luxus. Allzu gerne würde ich wissen, ob Friedmunt Sonnemann. sein realer Name ist. Seine beiden Kinder sind erwachsen. Es fällt angenehm auf, wie er spricht. Bedachtsam und kein unwichtiges Wort. Seine Königsfarm liegt in einem Seitental der Mosel. Ohne Strom und Wasser aus einer Quelle, züchtet er alte Samen und Pflanzen. Klar sei sein Leben anstrengend. Aber bei allem, was er zut, weil er es als ihm bestimmt ansieht, besitze er die Kraft dazu. Ein Waldschrat, aber mit Wohlwollen und Bewunderung gemeint. Der Aussteiger, der einsteigt in ein Leben, wie es für ihn gedacht ist.

[17:03] Dönme sind eine Religionsgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert durch den Kabbalisten Schabbtai Zvi entstanden war. Juden konvertierten im damaligen osmanischen Reich zum Islam, lebten aber insgeheim als Juden weiter (Kryptojuden). So vermischte sich die Religion zu einem eigenen Kult. Beispielsweise wurden die aufgetüftelten Speieevorschriften aufgegeben. Die Dönme übten großen gesellschaftlichen und politschen Einfluß aus, Sie untersützten die Jungtürken. Im Deutschlandfunk wurde mir diese Gruppierung bekannt gemacht.

[11:22] "Der Osten ist im Westen nicht glücklich geworden." (Kiezschreiber)

[12:00] Über Bären im Allgemeinen habe ich gelernt: 1. Ist der Bär schwarz, mach dich groß. / 2. Ist der Bär braun, mach dich klein. / 3. Ist der Bär weiß, ist es vorbei. (mequito)

[13:00] "Finanzielle Freiheit heißt nicht, dass man mit seinem Geld tun kann, was man will, sondern dass man nicht tun muss, was man nicht will." (anjesagt)

[14:00] Als Jäger und Sammler kann ich Fundstücke wie Cartoons, Videos, Audios, Links im Spektrum zwischen Wissenswertem und Nonsens nicht einfach liegen lassen. Zusätzlich zu meiner Webseite bespiele ich unter meinen Netzpseudonym "Dostoevkij" nunmehr einen abonnierbaren WhatsApp-Kanal.

[16:00] "Wir gehen so schnell, wie die Gedanken sich bewegen - und so langsam, dass sich auch die Gefühle dazugesellen können." (Draußen nur Kännchen)

[15:00] Bei Alltägliches & Ausgedachtes im Zusammenhang mit den Gezeiten der Nordsee gelesen: "... das Wasser war gerade abwesend/anwesend". - Herrlich!

[15:00] Aufgeschnappt: Jedes Problem ist lösbar, sofern jemand damit reich werden kann.

[15:13] Ich mag putzige, originelle, seltene Namen. Ebenso Korrelationen zwischen Namen und Aspekten wie Beruf oder Örtlichkeiten. Seit geraumer Zeit sammle ich sie per Screenshot ein. Deswegen heißt die Serie mit den "bloß" skurrilen Namen ziemlich unoriginell "Originelle Namen". und die mit Bezügen "Nomen est Omen", jeweils als Mastodon-Thread. Darüber hinaus ein Special zu Patientennamen, eines zu Tom Macht. Alle weiteren, von denen ich keinen Screenshot erwisch(t)e, sind in einen Namen-Pool aufgehoben. Daniel in der Löwengrube.

[12:38] Ich habe den heutigen Eintrag in Querbeet als Tagebuchposting extrahiert. [#] Bei der 16. Dresdner Schlössernacht im Juli 2026 sorgte der humanoide KI-Roboter "Ludwig II. von Robotollern" im königlichen Umhang für Aufsehen. [#] Servicetröt für alle Sachsen im Exil, die Dialekt ein bißchen vermissen: ein Melonenbauer. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Bei "Tom Macht. Planer für Architektur" dreht mein Hirn durch. Ein Architekt, der plant, sehr originell. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was Macht Tom? Pläne! [#] Der "Patient" Krankenhaus landet womöglich auf der Intensivstation, wenn nicht gar auf der Palliativstation. (MDR-Sachsenspiegel) [#] Ich glotze seit Jahren aus dem Fenster und sammle diese Fensterblicke. Die jüngsten sind vom 4.8.2026 und 3.8.2026 [#] Apotheke in Gaza. Hitze. "Wenn es die Menschen nicht aushalten, wie sollen es die Medikamente überstehen." Interessanter Blickwinkel. [#] Starker Tobak. Ein Rettungssanitäter, der seit 4 Jahren in der Ukraine Kindern hilft. [#] Rundstück warm - Vorläufer des weltläufigen Hamburgers. [#] Proterogynie, eine Form der Zweigeschlechtlichkeit (Zwittrigkeit), die bei Avocados zu bestaunen ist. "Morgens Frau, abends Mann."

[09:30] Thomas Karl Neubauer war ein Autodidakt, der ohne Öffentlichkeit 30 Jahre lang gemalt, geschrieben und gedichtet hat. Sein Nachlaßverwalter staunte nicht schlecht, als er Neubauers Wohnung aufschloß und sich einem Oeuvre von unzählicgen Romane, Gedichten, Gemälden und Installationen gegenüber sah. Der ehemalige Diakon nutzte seinen Ruhestand dafür. Chapeau!

[19:50] In einer der größten Kliniken Deutschlands, der Uniklinik Freiburg, wirkt eine Taskforce Hitze. Deren Leiter beklagt im Interview den mangelhaften Änderungswillen der entscheidenden Stellen. Laut Arbeitsstättenverordnung darf in Räumen mit über 35°C keiner mehr arbeiten. Und ab 30°C ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet. Ventilatoren, Getränke, Zeiten reduzierten, lässigere Kleiderordnung.

[17:14] Repost: Mein Fitnessstudio hieße "Max-Planck-Institut".

[09:15] Da wir neben Rheuma- und Nierenpatienten auch AGER- Patienten versorgen, ist eine der häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur, gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen rezidivierende Stürze auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist, werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit). Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft, schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen, den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen, sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden, Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen) Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.

In Bitternis getränkte Bejahung des Lebens